Torsten (DIY 4-Wege Iwata-Horn)

audiophile Biografien unserer Mitglieder
Forumsregeln
Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.
nelson
Aktiver Hörer
Beiträge: 50
Registriert: 02.01.2018, 20:16
Wohnort: Hamburg

Beitrag von nelson »

Hallo Heiner,

verdammt kaum angemeldet, schon jemandem auf die Füße gesprungen. Sorry!

Ich habe bei Dir im Vorstellungsthread folgendes Statement gefunden:
heifisch hat geschrieben:überlebt haben sphärische Kugelwellenhörner im Grund- Mittel- und Hochtonbereich. Als Treiber verwende ich TADs. Im Bass verwende ich ein gefaltetes Exponentialhorn.

Auch da habe ich viel probiert. Im Bass hat es mit zwei 2m hohen Säulen angefangen, bestückt mit jeweils 6 22cm Chassis und Bassreflex Abstimmung. Dann kamen auf jeder Seite ein 38er im geschlossenen Gehäuse. Dann zwei 38er pro Seite in zwei geschlossenen Gehäusen, dann das Basshorn. Hier ist ganz klar die Impulsantwort der Bässe in CB (closed box) meinen Hörnern überlegen. Allderdings ist der Klang mit den Hörnern besser.
Was ich sehr interessant finde. Kannst und willst Du eventuell Deine zwischenzeitlich gemachten Erfahrungen noch genauer beschreiben? Es muss ja nicht jeder das Rad neu erfinden. Warum z.B. hast Du immer weiter "rumprobiert"? Welche 38" laufen in einer CB sinnvoll? (Oder ist es die lieber/sinnvoller diese Fragen in Deinem Thread zu stellen?)

JA, ich gebe es zu, mich hat Holger mit dem DIY-Horn-Virus infiziert. :oops: Jetzt sagt mir Dein Name auch mehr. Den hatte ich schon vorher mehrfach gehört. :wink:

Grüße Torsten
Bild
nelson
Aktiver Hörer
Beiträge: 50
Registriert: 02.01.2018, 20:16
Wohnort: Hamburg

Beitrag von nelson »

nelson hat geschrieben:Bild


Gruß Torsten
Hallo liebe Acourate-User!
Die obige Messung stammt aus einem früheren Setup und sollte nur aufzeigen, was eine hohe Rückenlehne / ein Hörplatz direkt vor einer Wand mit dem Freuenzgang am Hörplatz anstellt.
Die Messung selbst ist älter.
Ich höre ja jetzt entlang der "lange" Seite in meinem kleinen Raum.

Das neue SetUp hört sich super an: sehr räumlich, dynamisch, mit Druck im Bass. :D
Hier ein Blick auf den IACC
Bild

Und der FG nach Macro4 und Glättung:
Bild

Den größten Schritt nach vorn in der Arbeit mit Acourate/im Klang hat für mich die Verwendung von PEQ-Filtern im Bass gebracht.

Inzwischen sind auch acht neue Absorber aus Basotect zusätzlich im Spiel, um die Kammfiltereffekte zu reduzieren und die Raummoden zu besänftigen. :wink:

Wer in der Nähe wohnt und mal die IWATA-Hörner hören möchte, darf gern eine PN schicken. Dann machen wir einen Termin aus.
Ich freue mich auch auf Gegenbesuche/Einladungen zum Austausch von Erfahrungen.

Gruß Torsten
Bild
nelson
Aktiver Hörer
Beiträge: 50
Registriert: 02.01.2018, 20:16
Wohnort: Hamburg

Beitrag von nelson »

Hi,

Update:
Iwata 300 wird nun von Radian 950 Be befeuert
IWata 1200 spielt mit TAD2001

Während sich der Klang vom IWATA300 nur geringfügig (durch den Tausch von TAD2001 nach Radian950) verändert hat (Beide machen ihre Sache wunderbar!), hat der HT durch die Umstellung (vom Radian 475Be auf TAD2001) nochmal zugelegt.
Sehr schön! :D

Durch den Radian950 konnte ich die untere Trennfrquenz auf 350Hz absenken.
(Ich weiß die uGF des Horns ist eigentlich 450Hz)
Ich wollte es einfach mal probieren. Dank Acourate geht das ja auch schön schnell!

Gruß Torsten
Bild
Hornguru
Aktiver Hörer
Beiträge: 1340
Registriert: 08.02.2016, 13:13
Wohnort: Trier

Beitrag von Hornguru »

Moin Thorsten

Interessant, ist der TAD Hochtöner der als Mitteltöner missbraucht wurde nun endlich befreit.
Dafür darf der arme 950er nun fast Bass machen :wink:

Zum einen war ich überrascht selbst bei mir den 2001er zu sehen: sehr weich und langhubig aufgehangen. Dürfte steil gefiltert und zart unter 100dB gefahren sogar bis 500Hz locker mithalten. Verdient ja fast den Titel Breitbänder wenn man das obere Ende mitberücksichtigt.

Aber BE Membran bis 350 is schon .... mutig. Selbst mit nem 1 Meter Horn wär das mutig aber.... ich seh keins. Ob der das lange überlebt?

Aber erzähl, was ist am 2001er besser? Nicht nur die Erwartungshaltung an den viel teureren Preis? Klarheit und Feinauflösung des TAD sind ja allerseits beliebt und konnte ich auch erleben. Aber so eine gewisse Schärfe wenn es laut wurde und Mangel an Dynamik & Lebendigkeit im Allgemeinen... das waren so kleine nicht eindeutige Nebeneindrücke die ich ganz vorsichtig äußern möchte - aber ich habe das System ja nicht abgestimmt also weiß ich nicht woran es lag.
Was meinst du?

Gruß
Josh
Bild
nelson
Aktiver Hörer
Beiträge: 50
Registriert: 02.01.2018, 20:16
Wohnort: Hamburg

Beitrag von nelson »

Hallo Josh,

950 und 350Hz mit NT2 steil getrennt. Kleines Zimmer -> wenig Watt -> lange Lebensdauer :D
(Hoffentlich lL; war erstmal ein Test der FG und der Klirr gebens her. In einer älteren HobbyHifi war mal ein Vergleich von einem BMS 4590 mit einem JBL 2450 mit Truextent Diaphragma, da wurden auch 300Hz benutzt (Horn KH72). )

tad 2001 (Treiber ist schon älter und war schon gebraucht.)
Man kanns ja meistens nur aus der Erinnerung heraus vergleichen: Er klingt nicht spitz, aber leicht und dynamisch, fast unauffällig musiziert er und fügt sich sich gut ein. Der FG läuft vor allen Dingen glatt bis 25kHz. Das sah beim 475Be etwas anders aus.
Durch die spezielle weiche Aufhängung war er aber auch gut ab 500Hz einsetzbar.
Ich kenne aber kein Waveguide/Horn um ihn über mehr als 3 Oktaven einzusetzen. (Das zum Thema Breitbänder.)
Ich bin damit jedenfalls sehr zufrieden.
Es gibt auf dem Planeten bestimmt einen besseren Treiber, aber zu welchem Preis?

Auf DIYAudio.com gibt es im JMMLC Thread eine Liste der besten Treiber für Hörner nach Einschätzung vom Meister (RIP) persönlich. Da steht der 2001 auch drin. (Hinter GOTO, GOTO, WE555, ...)
Den Yamaha JA6681B hätte ich beinahe einmal defekt in den USA gekauft, seitdem lasse ich meine Finger lieber von Vintage-Ware. (Der lässt sich z.B. ab ca 280Hz einsetzen, steht auch in der Liste von LeCleach und klingt aller erste Sahne.)

Gruß Torsten

PS: Komm vorbei, wenn du mal in HH bist. (Weiterer Anreiz: In HH steht auch Ulis "Lieblingssystem" (5-Wege-Horn))
Bild
Hornguru
Aktiver Hörer
Beiträge: 1340
Registriert: 08.02.2016, 13:13
Wohnort: Trier

Beitrag von Hornguru »

nelson hat geschrieben: Ich kenne aber kein Waveguide/Horn um ihn über mehr als 3 Oktaven einzusetzen. (Das zum Thema Breitbänder.)
Ich bin damit jedenfalls sehr zufrieden.
Das Klipsch K402 macht 5 Oktaven. Halt nicht ganz so effizient.
nelson hat geschrieben: Es gibt auf dem Planeten bestimmt einen besseren Treiber, aber zu welchem Preis?
Auf DIYAudio.com gibt es im JMMLC Thread eine Liste der besten Treiber für Hörner nach Einschätzung vom Meister (RIP) persönlich. Da steht der 2001 auch drin. (Hinter GOTO, GOTO, WE555, ...)
Ja Goto und dann Goto und dann lange nix ;) Deinen Tippfehler kann man erst mal so stehen lassen!
Sicher ist vieles Geschmackssache. Und auch Frequenzgang & Abstrahlverhalten-bedingt. Was ja manipulierbar ist. Aber eben doch nicht alles. Das merkt man schon wenn man mal intensiver Treiber vergleicht. Das ist immer noch ein gewisses Etwas.

Lustig, WE555 hatte ich gehört, mich schaudert es immer noch, so schlecht war das.
Ob Goto das Geld wert ist? Material <-> Arbeitsstunden ? Nein! Spaß <-> Investition? JA ! :cheers:
Selbst wenn das für den schwach betuchten wie mich jahrelanges sparen heißt, denke das ist mein Ziel, das Probehören war viel zu "ohrfeigend".

Gruß
Josh
Bild
nelson
Aktiver Hörer
Beiträge: 50
Registriert: 02.01.2018, 20:16
Wohnort: Hamburg

Beitrag von nelson »

Hallo Hornisten und solche, die es werden wollen oder sich einfach nur interessieren,

bei mir gibt es einiges zum Nachtragen:

Erstmal habe ich mir sechs Diffusoren (BigFusor I) für die Decke gekauft.
Da ich nicht gleich Zeit hatte, sie an die Decke zu bringen, stellte ich sie zunächst hinter/zwischen die LS an der Wand, um erstaunt festzustellen, dass sie dort genau richtig stehen.
Die Räumlichkeit nahm dadurch extrem zu.

Dann habe ich vier Buscher-Verstärker SE25 gekauft und zusammengeklöppelt.
Das kann ich jedem Bastler sehr empfehlen. Sie spielen sehr, sehr schön und der Aufwand hält sich noch in Grenzen.
Schön warm werden sie auch. (Class A)
Die Leistung reicht für die Hörner jedenfalls, sie brummen nicht und rauschen unwesentlich an den Hörnern.
Das war ein richtig guter Kauf: Höchster Gegenwert für das eingesetzte Kapital.

Worüber man bei meiner nächsten Anschaffung bestimmt streiten kann (wie bei High End halt üblich!):
TAD 4003
(Soll das letzte Paar vom Deutschlandvertrieb gewesen sein! Die Produktion soll eingestellt worden sein. Kann man gar nicht glauben!)

Im Vergleich kann ich nun sagen:
Ja, da muss man erstmal schlucken, aber es war auch ein deutlicher Schritt nach vorn.
Mehr Details, mehr Räumlichkeit, perfekter FG ...
Benutze jetzt RBessel 2.Ordnung und trenne bei 500Hz und 4000Hz. Auch sehr schön!

Vor allen Dingen hört endlich das Kopfkino auf, das es noch was besseres geben könnte.
(Das gibt es vielleicht, aber hier ist definitiv Schluss ......................... vorläufig )

Vorläufig, weil es immer wieder Projekte gibt, die mich reizen.

Meine to-do-list derzeit:
TMT-Horn, Bass-Horn und Holgers Bass-Absorber (edel und effektiv).
Mal sehen, was ich wann umsetzen werde.

Grund:
Der PHL im TT bekommt auf jeden Fall jetzt noch deutlicher seine Grenzen aufgezeigt und BR ist für den Bass definitiv nicht das Ende der Fahnenstange.
Laut ist vieles sehr gut, aber leise und dazwischen geht wohl noch was.

Rahmenbedingungen:
TMT-Horn: Länge 1.2 bis 1.6m; 12" der 10" Treiber, Ugf 80 bis 100Hz ; bis 400-500Hz; eine Umlenkung um 90°

Bass-Horn: Länge 3.5m; 21", 18" (LAB12 toller Treiber, aber eher zu klein,weil dann das Horn länger als 3.5m werden müsste, um sehr tief zu kommen); Ugf weniger als 30Hz; Benutzung bis 100Hz; zwei Umlenkungen a 90°

Suche deshalb derzeit Treiber für das TMT-Horn und hänge gerade beim Wavecor WF259PA fest.
Im Basshorn simuliert sich der HSB21 sehr schön, fordert aber ein ziemlich großes Gehäuse. (Mein Platz ist leider arg begrenzt.)

Qms sollte hoch sein und Rms möglichst klein sein, damit der Treiber auch leise Details der Musik wiedergibt.
Fs niedrig (TT); BL im Verhältnis groß (TMT über 10; TT über 20); Cms eher fest (also unter 1).
TT: Bei reinen PA-Chassis ist mir Fs meist zu hoch: fs sollte schon <= 25Hz sein.

Hat jemand Einwände und/oder geeignetere Chassis im Vorschlag?

Wer hat schon eigene Erfahrungen und teilt sie hier?


Gruß Torsten
Bild
Mister Cool
Aktiver Hörer
Beiträge: 1297
Registriert: 22.11.2017, 23:21

Beitrag von Mister Cool »

Hallo Torste,

ich habe die ganzen technischen Angaben zu dem Aufbau, Treiber, Messungen usw. verfolgt, aber was ich noch vermisse, ist einfach ein Bild von dem Lautsprecher. Ich bin sehr stark "optikgetrieben" und da die Iwatas eine interessante, ungewöhliche Form haben, die mich total anspricht, würde ich mich über ein Foto freuen.

Grüsse,
Alwin
Bild
Mister Cool
Aktiver Hörer
Beiträge: 1297
Registriert: 22.11.2017, 23:21

Beitrag von Mister Cool »

Sorry, ich habe das Foto auf der ersten Seite übersehen.
Grüsse,
Alwin
Bild
Sigi M.
Aktiver Hörer
Beiträge: 314
Registriert: 30.01.2017, 17:54
Wohnort: 69469 Weinheim

Beitrag von Sigi M. »

Hallo Torsten
habe mit großem Interesse Deine Ausführungen gelesen. ich werde demnächst so ein 4,5m Horn für den Sub bauen. Prisma in der Raumecke, Maße: Raumhöhe mit Grundfläche a/b= 1,0 m c=1,4 m. Sieht mit AJHorn super aus. 120 dB bei 25 Hz. Damit kann man Fensterscheiben ausbauen. Vielleicht hast Du INteresse ein solches Projekt mit mir gemeinsam aufzubauen.
Bin demnächst bei Holger, dürfte ich die Gelegenheit ebenfalls für einen Besuch bei Dir nutzen? Dann könnten wir auch darüber mal sprechen. Mit Josh haben wir hier bei mir mal seine TAD mit Multicellhörnern getestet :-)
VG
Sigi
Bild
Sigi M.
Aktiver Hörer
Beiträge: 314
Registriert: 30.01.2017, 17:54
Wohnort: 69469 Weinheim

Beitrag von Sigi M. »

Bild
nelson
Aktiver Hörer
Beiträge: 50
Registriert: 02.01.2018, 20:16
Wohnort: Hamburg

Beitrag von nelson »

Hallo Sigi,

Du bist herzlich willkommen.

Details PN

Torsten
Bild
nelson
Aktiver Hörer
Beiträge: 50
Registriert: 02.01.2018, 20:16
Wohnort: Hamburg

Beitrag von nelson »

Liebe Forenten/Forentinnen!

Was gibt es Neues?
Meine letzter Meldung ist schon ein bisschen her.
Deshalb gibt es einiges, was sich im Musikzimmer getan hat. Darüber will ich jetzt in mehreren Abschnitten berichten. Der letzte Veränderung ist dabei teilweise noch in Bau.

Dann fange ich mal chronologisch an.

Der erste Impuls für die nächste Veränderung kam aus der HobbyHifi von Herrn Timermann für mich.
Verbesserung der räumlichen Abbildung durch Erhöhung des Diffusschallanteils in dem zusätzliche rückwärtig abstrahlenden Hochtöner verwendet werden. Ich war fasziniert, weil man mit digitaler Technik hier noch viel weiter kommt.
Nur umgesetzt habe ich es dann nicht, obwohl mir sofort das Potentiel klar war.

Warum liegt hier soviel Potential bei Hornlautsprechern verborgen?
Hornlautsprecher erzeugen prinzipbedingt weniger Anteil an Diffusschall, den man aber für eine räumlich Darstellung sehr gut benötigtigen kann.
Openbaffel-Lautsprecher erzeugen dagen sehr viel diffusen Schall. Durch einen großen Abstand zu Seiten- und Rückwänden versucht man dabei, den direkten Schallanteil von dem rückwärtig abgestrahlten Schallanteil zeitlich zu trennen.
Denn, so weiß man, das Ohr/Gehirn benötigt eine Zeitverzögerung zwischen Direktschall und Diffusschall, damit der durch erste Reflexionen entstandene Schallanteil nicht als störend empfunden wird.
Aus keinem anderen Grund statten deshalb viele HiFi-Füchse ersten Reflexionsbereiche im Musikraum mit Absorbern aus.

Wenn Holger/Schokosylt, der nimmermüde Optimierer, dass für sein 5-Wege-Horn nicht umgesetzt hätte...
Er berichtete von außergewöhnlichen Ergebnissen und ich konnte es bei ihm live hören.
Das motivierte mich, aus meiner Komfortzone herauszukommen.

Zum Glück hatte ich meine Radian 475BE Treiber noch nicht verkauft, ein passendes Horn "lag auch noch rum", ein Verstärker war auch noch vorhanden und an meinem D/A-Wandler waren noch zwei Kanäle frei.
Also wurde die Hornhalterung so umgebaut, dass ein zusätzliches HT-Horn im 90°-Gradwinkel gegen die Diffusoren gerichtet quasi schräg nach hinten abstrahlt.
Das Beste an diese aktiven Lösung ist nun bei mir eigentlich die Verwendung von Acourate, da man das Timing und die Stärke des rückwärtig abgestrahlten Schalls variieren kann und so einfach sein Optimum ermittel kann.(Normalerweise muss bei passiven Konzepten den Abstand zur Rückwand einhalten, damit die ersten Reflektionen, die von diesem zusätzlichen Hochtöner kommen, nicht zu früh am Hörplatz eintreffen.)

Bei mir klappte das auf Anhieb so gut, dass ich den rückwärtigen Hochtöner nicht mehr missen mag.
Im Convolver lässt sich bequem das Timing einstellen. Im 8-kanaligen Prismsound DA-Wandler lässt sich die Lautstärke regeln.

Mit Abstand am meisten praktische Erfahrung zur Einbindung von rückwärtig abstrahlenden Hochtönern in Acourate hat Holger gesammelt. Vielleicht schreibt er dazu bei Zeiten.
Ich habe den Aufwand bewusst einfach gehalten: XO für den speziellen HT erzeugen; In der Time Domain den Impuls 10ms nach hinten verschieben;
Als Kanal 7/8 in den Convolver einbinden; Optimale Lautstärke experimentell ermitteln durch Nachregeln im DA-Konverter. Wenn mann will, kann man, wie oben beschrieben, das Timing auch im Convolver verändern. Das bietet noch mehr Flexibilität.

Jeder der noch zwei unbenutzte Hochtöner hat, zwei zusätzliche Verstärkerkanäle und zwei Kanäle im DA-Wandler frei hat, sollte es einmal versuchen.
Mit Acourate geht die Integration jedenfalls sehr einfach. (Es geht aber auch kompliziert...)

Gruß an alle!


Torsten

PS: An die Admins: Der Titel des Projekts darf nun gerne in: "DiY 4-Wege Horn (Iwata)" geändert werden. Danke! :D
Bild
nelson
Aktiver Hörer
Beiträge: 50
Registriert: 02.01.2018, 20:16
Wohnort: Hamburg

Beitrag von nelson »

Hi Folks!

Next Step to ...

Wie legt man sein Geld als audiophiler Zeitgenosse am besten an?





Man kauft etwas Neues für die Anlage! :D :D

Das können wir alle wahrscheinlich ziemlich gut! :) :)



Ich hatte bisher einen sehr guten Orpheus von PrismSound am Start für AD und DA, der aber "nur" 8 I/O besitzt.
Eine Empfehlung führte mich zu merging (Danke Holger!) und in HH zu DAS - DigitalAudioService - als Vertriebspartner von merging.

Herr Römann, ein sehr kompetenten Berater und Inhaber von DAS, empfahl mir, einen Hapi mit einem Anubis zu kombinieren.
Hapi, Anubis und PC wurden verbunden über ein Ravenna Netzwerk. Zusätzlich benötigte ich deshalb einen Cisco-Switch (POE für Anubis) für das AoIP-Projekt.
Das ist ein gewaltiger Schritt gewesen.
Wie sagte der Mitarbeiter bei DAS sinngemäß zu mir bei der Übergabe der Geräte: "... da geht die Lernkurve jetzt aber steil nach oben. Sie dürfen mich anrufen..." :cheers:
(Das stimmte. Es ist pure flexible Studiotechnik und alles, was so flexibel ist, ist in der Regel kompliziert im Detail.
Wobei Elon Musk behauptet: Jedes Gerät, für das ich eine Bedienungsanleitung benötige, ist defekt.)

Der Hapi wurde mit zwei achtkanaligen D/A-Karten bestückt.
In der Summe also 16 D/A-Kanäle!!!! (Ich habe noch was vor!)

Allein die zugehörige Software Aneman (Eine virtuelle I/O-Matrix, die definiert, welches Gerät im Netzwerk mit welchem Eingang/Ausgang verbunden wird.) ist "erfahrungsintensiv".

Alle, die überlegen, sich einen Hapi zu kaufen, sollten bedenken, dass man die Ausgänge eines HAPIs nicht einzeln regeln kann, sondern nur jeweils jede Karte mit acht Ausgängen komplett.
Also eine Karte auf 0dB und die andere Karte mit -9dB geht, aber nicht Kanal 1: -1dB; Kanal 2: -5dB usw.
Das geht erst mit dem Anubis im Zusammenspiel. Der Anubis erlaubt es, jeden einzelnen Kanal individuell abzusenken.
Der Anubis bringt mir dann auch noch den Vorteil, dass ich zwei analoge Stereo-Eingänge benutzen kann: Mikro und Plattenspieler.
Außerdem lässt sich die Lautstärke mit einem großen Lautstärkeknopf bequem und ohne Verzögerung regeln.
Neben flexibel konfigurierbaren Knöpfen gibt es auch einem mit dem auf einen Tastendruck hin alle Kanäle stumm schalten kann.


Auch klanglich ist die Kombination eine Wucht und definitiv im High-End anzusiedeln.
Da ich aber keinen direkten Vergleich mit dem Orpheus realisieren konnte, da die notwendigen Veränderungen so groß waren, dass ein einfaches "Umstöpseln" nicht geht, kann nur aus der Erinnerung gewertet werden. Die Kombi ist auf jeden Fall besser als der PrismSound. Aber um wie viel?

Gelernt habe ich z.B., dass es jetzt in dem Ravenna-Netzwerk einen Samplerate-Master und einen Clockmaster gibt.
Der Sampleratemaster ist der Acourate Convolver. Clockmaster ist der Anubis. Allerdings ist das Verstellen der Samplerate etwas umständlich und mit vielen Knacksern verbunden.

Die Ausgänge werden nicht "gemuted" beim Umstellen der SR. (Was sehr schade ist, denn Leisestellen hilft nicht! Und Hörner verstärken auch den kleinsten Knacks zu einem Donnern!)

Als Eingang ins Netzwerk beim Streamen mit dem PC benutze ich derzeit SPdif über Toslink in den Hapi.

Der audiophile Weg durch die Geräte stellt sich beim Streaming von Spotify oder Amazon HD nun so dar:
PC-Sound-> Spdif-Out -> HAPI SPDIF-In-> Ravenna-> PC: Acourate ASIO-In (2Kanal)→ Acourate ASIO-Out (derzeit noch 8 Kanäle)-> Ravenna->Anubis -> Ravenna -> HAPI DA → Verstärker


Es soll von merging zeitnah eine neue Software MAD (Merging-Audio-Driver) kommen, der die Windows WDM-Welt über das Ravenna-Netzwerk mit den merging Geräten direkt verbindet und mit mit Pro-Audio-ASIO versorgt.

https://confluence.merging.com/pages/vi ... d=70221956



Herzliche Grüße,

Torsten
Bild
nelson
Aktiver Hörer
Beiträge: 50
Registriert: 02.01.2018, 20:16
Wohnort: Hamburg

Beitrag von nelson »

Bild

:D :D

Gruß Torsten
Bild
Antworten