Torsten (DIY-LS mit Iwata-Hörnern)

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Torsten (DIY-LS mit Iwata-Hörnern)

Beitragvon nelson » 25.01.2018, 21:16

Moin, Moin,

da ich schon einige Zeit eifrig mitlese und begeistert bin von der Qualität der Beiträge, der Hilfsbereitschaft und der Sachlichkeit.
Auch wenn mal einer dabei ist, der ein bisschen neben der Spur ist, bleiben alle ruhig und sachlich. Chapeau!
Damit ihr Forenten wisst, wer hier so alles mitliest, wollte ich mich einmal vorstellen.
Außerdem tut es immer gut, wenn man weiß an welchen Stelle man qualifizierte Hilfe erhalten kann.
Ich wage deshalb jetzt also den Schritt aus der Deckung und bin gespannt, was paasiert.

Der "Klang" ist mein Ziel.

Ich wohne in der größten Hansestadt und bin noch 50+.

Was bisher geschah:
- Meine erste Box baute ich mit 18 in meinen Käfer 1200 (34PS: kein Scherz!) ein;
Alpina Cassettendeck und Verstärker. Die Bässe kamen hinten ins Gepäckabteil. Motto: I was born in a bassdrum ;)
- Während des Studium jobbte ich häufig bei Schauland im Nedderfeld (Schallplattenabteilung)
(mit Bernd Dopp (CEO Warner Music), Ingo Hansen (Phonosophie) und Christian Isenberg (Isenberg Audio)) und wurde natürlich mit dem KEF/Thorens-Virus infiziert.
Ich baute damals eine KEF 104ab nach. (Die läuft heute noch!)
Ich kaufte viele Funk- und Soul-LPs in dieser Zeit, daher leitet sich auch mein Forenname ab. ;)

Mein Musikgeschmack ist vielfältig:
Gerade höre ich Jimmy Smith mit Midnight special.
Aber am liebsten das, was auch sehr gut klingt.
Vor einigen Monaten habe ich Spotify für mich entdeckt und höre leidenschaftlich nun von Jazz, Vocal-Jazz, Latin-Jazz bis R&B bis ...,
wobei mir die "dreckigen"/übersteuerten Produktionen richtig auf die Nerven gehen.
Das CD-Kaufen habe ich derzeit fast eingestellt.

...
Nun zur Hardware:
Als ich vor so ca. 15Jahren plötzlich etwas Geld hatte und die Kinder so groß waren, dass man nicht Angst haben musste,
dass etwas kaputt geht, habe ich so einiges "durchgetauscht". (Lua 4040, Lua Con Fuoco, Audo Research AC50, Arcam FMj CD-Player usw.)
(War wie an der Börse: zunächst ein Highflyer, dann schnell wieder verkaufen, um etwas besseres zu kaufen ...
und am Ende dann froh zu sein, wenn man die Pennystocks noch los wird.)
Dann habe ich viele Jahre mit einem getunten Krell Amp., einem getunten CD-Player von Sony (Clockworkaudio) und Bullfrogs von Martion gehört.
Der CD-Player war "unschlagbar" gut, die Boxen auch, insbesondere in meinem halligen Wohnzimmer gingen sie um Welten besser als die Lua.
Damit war ich viele Jahre sehr zufrieden...

Wärenddessen probierte ich eine Reihe verschiedener DA-Wandler (Teac, Aqvox, RME (BabyFace)), um Musik über den PC zu hören.
Viele redeten davon, dass der Klang von HD besser sein sollte als der von CD.
Was ich aber auch probierte, der Klang von Festplatte war immer weit von meinem CD-Player entfernt.
Da war ich ziemlich genervt. Vor allen Dingen, da meine bessere Hälfte den Klang vom Laptop nur kurz mit folgenden Worten kommentierte:
"Wenn Du jetzt mit dem PC hörst, gehört der CD-Player mir!"
Zwischenzeitlich sind die Kinder ausgezogen und plötzlich hatte ich ein (kleines 12qm) Musikzimmer.

Ich habe mir dann ein "sehr kleines" DSP in Hongkong gekauft, da mich die digitale Raumkorrektur interessierte.
Die Software von Uli Brüggemann "kannte" ich schon lange vom Audiovolver, der für mich aber unerschwinglich war.
Leider war der DSP am Eingang mit den Pegeln nicht so flexibel, so dass es entweder zu laut oder zu leise war.
(Oder ich war nicht flexibel genug?)
Der Frust saß tief! Da war dann mit der LOW-Budget-Variante von Acourate auch nichts mehr zu holen.
ebay, 3-2-1 deins ...

Dann erhielt ich eine Einladung zu einem exklusiven privaten Hörtermin, der alles verändern sollte.
Die beste Anlage der Stadt! (Uli Brüggeman schwärmt angeblich auch häufiger davon.)
5-Wege DiY Hörner: Eckhorn plus 4-Wege mit JMLC-Hörnern: Alle Treiber TAD. (Ausbauzustand 2015)
Was für ein Klang! Unglaublich! Mir kamen die Tränen. Das war atemberaubend!
Kernstück der Anlage waren/sind zwei Mehrkanal Top-AD/DA Wandler von PrismSound und natürlich Acourate!
Preislich war das mindesten einen Faktor zehn von meinen Möglichkeiten entfernt.

Trotzdem kaufte ich mir im Anschluss an den Hörtermin einen gebrauchten Orpheus von PrismSound, da ich nun auch meine Bullfrogs aktivieren wollte.
Dann schnell zu Weihnachten Acourate und den Convolver bei Uli und bei Abacus zwei dolifets bestellt, Frequenzweiche umgangen...

Dann hörte ich die erste Musik über Festplatte mit dem Orpheus ...

das machte sofort klar, ...

der CD-Player hatte nicht mehr den Hauch einer Chance.

Nun wollte ihn plötzlich meine Frau auch nicht mehr! :wink:



Fortsetzung folgt!

Gruß Torsten
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Beitragvon nelson » 25.01.2018, 21:28

Da bin ich schon wieder!

Wer kennt die Frage nicht: Geht da noch mehr?

Ich kaufte zwei Tractrix-Hörner bei Herrn Lewandoski in Polen und bei Behringer-Elektrik zwei Radians: 475Be und 950Be
Überlegung dabei war, die Hörner für den kleinen Raum nicht zu groß zu wählen und die Tractrix-Hörner sind halt kleiner als alle JMLC-Hörner.
Jedes Horn nur 2-3 Oktaven, wie beim Horn-Meister.

Das Tractrix-350 wurde von 500Hz bis 4000Hz eingesetzt, darüber dann der kleine Trichter.
Zuerst hatte ich die neuen Hörner auf den Bullfrogs liegen und konnte zwischen dem BMS 4550 aus meinen Bullfrogs und den beiden anderen Hörnern hin- und herschalten.
Das war aber ziemlich schnell langweilig, da aus diesem Shot-out sofort die Luft raus war.
Die Berylliums waren präsenter, klarer und direkt, einfach traumhaft.

Als ich dann in der Pulsantwort die Reflexion des Bassimpulses am Gitter sah,
welches vor dem 15er-Bass der Bullfrogs (alte Version) sitzt, kam ich ins Grübeln...

Deshalb baute ich später dann ein Bassabteil mit zwei Monacor sph 300ke in einem geschlossenem Gehäuse.
War eigentlich eine nette Idee, die Bässe haben super Messwerte und wurden HobbyHifi gut besprochen...
(Die Idee war angelehnt an die Visaton MONITOR 890 MK III, aber extra nicht als BR, sondern geschlossen)


Bis ich meinem Sohn einen Subwoofer mit einem Mivoc XAW 320HC und einem 120MK2 Subwoferverstärker baute, war die Audiowelt in Ordnung.
Dieser Sub hatte den Punch, den meine Bassabteile nicht hatten.
Das war eher rund und rollend brummig. "Weichgespülter Theaterbass" klingt hart, würde ich aber jetzt sagen.

Der Zweifel war gesäht und ich hörte eine ganze Zeit lieber mit dem Bassabteil der alten KEF (B200 plus B139 Passiv-Membran,
das insbesondere im Grundtonbereich besser klang.

Fortsetzung folgt...

Gruß Torsten
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Beitragvon nelson » 25.01.2018, 21:56

Und weiter gehts!

Rückblende beendet.

In der Zwischenzeit baute ich meinem Sohn zwei Abhörmonitore für sein Mischpult. (ScaMo aus HobbyHifi)
Tolle kleine Teile.

Nach der Lektüre vieler HH-Zeitschriften und Klang und Ton und weil mir der Mut fehlte, verschiedene Chassis zu testen
(Insbesondere AES, TAD 1602 oder GPA), kaufte ich nach Beratung bei Achenbach zwei 15"
für ein "kleines" Drei-Wege-System einen PHL-Bass, da mein Zimmer doch arg klein ist.
5011m heißt er, allerdings als Bassreflex mit 120L.

Aber da ging noch was!

Fast zeitgleich probierte mein Horn-Meister (so., nicht der "Forums-Josh") nämlich nach den großen JMLC-Hörnern, die JMLC-IWATA und die e-JMLC an seiner Über-Anlage aus und war begeistert.
(Ich quälte mich zu dieser Zeit durch den deutschen Sato-Thread und den JMLC-Thread auf DIY-Audio.)
Mutig, finde ich jedenfalls, bestellte ich mir einfach neue Hörner in Polen IWATA 300 und IWATA 1000.
(Ich nenne sie "DuckDucks" wegen der Anzahl und der Form.) Im Sommer baute ich also eine neue BOX: Die DuckDuckBoom erblickte die Welt.
Die IWATA-Hörner von Herrn Lewandowski aus Polen sind einmalig von der Verarbeitung, dem Aussehen und der räumlichen Abbildung. Ich kann sie nur empfehlen! http://horns-diy.pl


Fast zeitgleich wurde ich auf ein interessantes Angebot aufmerksam: TAD 2001 Treiber bei ebay-Kleinanzeigen. Ich konnte nicht widerstehen. 3-2-1-meins

7. Himmel!!!

Bis ...

Fortsetzung folgt ...

Gruß Torsten
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Beitragvon nelson » 25.01.2018, 22:18

Acourate: Das Schweizer Messer der Akustik
Es hat mich am Anfang viel Zeit und Nerven gekostet, "ohne" Anleitung... Grrr! (zum Glück gibt es ja jetzt das Acourate-Wiki)
Als ich dann kapiert hatte, dass Rotation in erster Näherung ein Verschieben des Maximums/der "Kurve" in der TD ist, ging es bergauf. ;)

PreRinging teste ich immer mit "Thank you for the Music" von Nils Landgren Funk Unit. Die Trommel am Anfang muss sich "natürlich" anhören.

Mein Musikzimmer misst 3,2 mal 4 Meter und ich höre quer also ca, 2,2m von den Boxen entfernt vor der Wand sitzend.
(Hohe Rückenlehne des Sofas (IKEA Schlafsofa) mit Absorbern im Rücken!)
Ich gestehe, die Impulsantwort sah schon immer komisch aus, genauso wie der wellige Amplitudenfrequenzgang.
Ich nahm es immer hin, der IACC war bei 91%, so what...
Bis der Groschen fiel!
Zwei Dirac-Impulse erzeugt, zeitlich gegeneinander verschoben (rotiert ;)), schnell noch den Gain vom zweiten Impuls auf 30% des ersten Impulses eingestellt und dann beide Impulse addiert.
Und siehe da: Der wellige Aplitudenverlauf wurde von Acourate perfekt nachgebildet.
Die Reflexion von Couch und Rückwand war also Schuld am welligen Frequenzgang.
Das geht doch gar nicht, oder?

Gestern ist nun schon der Kleiderschrank aus dem Musikzimmer geflogen. (Dieser verhinderte das Hören in Längsrichtung. Damit ist nun Schluss!)
Das Zimmer ist nun schon mal viel größer! ;)
Plan für Morgen und danach:
- Sofa zum Recycling
- Buch bestellt: Master Handbook of Acoustics
- Neues Sofa ohne hohe Lehne (definitiv kein Leder) kaufen.
- Anordnung der LS rotieren, um sie an die kurze Seite zu stellen.
- LEDE - Live End-Dead End
- Bestand meiner Absorber: 7 Stück, 2 Eckabsorber (RTFS)
- Alle ersten Reflexionen mit Absorbern ausrüsten
- Diffusoren an der Rückwand oder Absorber?
- Der RT60 ist bisher schon gar nicht schlecht: Vom Bass mit 0,4ms gehts ab 200Hz sonst eher bei 0,2ms weiter.
- IACC bei 90-93% (10ms) über alles so bei 88%

Habe ich was vergessen?



Gruß Torsten
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Beitragvon nelson » 25.01.2018, 22:42

Ach ja: Wie sieht mein derzeitiges Setup aus?

Quellen: Jriver, Spotify (SRC im Orpheus über SPdif out und in), Thorens LP12 (altes Model und verstaubt derzeit etwas), Vorverstärker WhestTwo; Clearaudio Concept MC

ADDA: PrismSound Orpheus (angeschlossen über FireWire) (tolles Gerät, umwerfender Klang!)

PC: Windows Server 2012 R2 mit Acourate und Convolver;

CDs über NAS (QNAP)

Verstärker: Krell KAV250, Abacus 60-120D (zweimal).

Hörner: horns-diy.pl: IWATA-300 und Iwata 1000 (Nochmal dicke Empfehlung: Diese Hörner sind wunderschön verarbeitet und klingen atemberaubend.)
Treiber: Radian 1" 475Be, Radian 2" 950Be, TAD 1" 2001
(Richtig, da sitzt derzeit einer auf der Reservebank. Bei Bayern München wird ja auch rotiert;))

Bass: PHL 15" 5011m

Wunschliste:
Größeres Musikzimmer ;)
Ein Horn für den Grundton ab 100Hz
Ein Basshorn bis 100Hz
Pläne habe ich von beiden schon genung mit AJ-Horn gemacht. Aber bei 12qm wird es schnell eng.
Deshalb habe ich mich auch für die "kleine" DuckDuckBoom entschieden. ;)

Letzter Punkt: Mein neustes Projekt

Hilfe der Verstärker (Krell KAV250 Clockweraudio-Edition) hat einen starken 50Hz Brumm, jedenfalls mit Treibern,
die 95dB bis 111dB pro Watt erzeugen, sonst hört man ihn nicht brummen, ehrlich.
Ich habe ihn schon extra an die Radian 475 angeschlossen, da die im Bass nicht so empfindlich sein sollten.
Das hilft aber auch nicht so richtig...
Also habe ich kurzerhand bei Buscher vier neue Verstärker (SE25) für die Hörner gekauft,
denn auch meine beiden Dolifets harmonieren nicht so doll mit den Hörnern
(Es rauscht ein wenig, ich hatte sie eingeschickt, das ließ sich aber damals nicht ändern. Nun baut Abacus ja selbst Hornlautsprecher.)
Im Modushop Gehäuse gekauft, warten sie nun in den nächsten Wochen auf den Zusammenbau.

Nun bin ich erstmal durch.
Ich freue mich über eure Meinungen, Beiträge und Anregungen und hoffe erstmal genug Lesestoff geliefert zu haben.


Gruß Torsten
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Beitragvon chriss0212 » 26.01.2018, 00:45

Hallo Torsten,

Das ist glaube ich die längste... Und trotzdem kurzweilige Vorstellung.

Sehr spannend, besonders da ich gerade meine ersten spannenden Erfahrungen in Sachen gerichtete Lautsprecher mache ;)

Das einzige wo ich was aus deinem Setup sagen kann ist Acourate und Buscher. Habe selber eine Buscher nutze Acourate und bin sehr begeistert, was man da für das Geld geliefert bekommt. Abgesehen davon, dass das beide total nette Kerle sind ;)

Also von mir somit ein herzliches Willkommen im Forum! Und was für mich schonmal kar ist: in Sachen Acourate kann ich noch was lernen ;)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Jake52 » 26.01.2018, 09:46

Hallo Torsten,

auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum.
Es freut mich immer, wenn Gleichgesinnte dazu kommen.
Bei DIY, Hörner, Acourate und Buscher haben wir Gemeinsamkeiten.
Vielleicht kommt ja noch was dazu.
Es ist auf alle Fälle spannend.

Schöne Grüße
Jakob
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Beitragvon Hornguru » 26.01.2018, 12:47

Moin Thorsten

Willkommen an Board!
Hast du schon eine Meinung zum Klangunterschied 475Be <-> 2001 ?
Wer spielt lebendiger?

Gruß
Josh
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Beitragvon heifisch » 26.01.2018, 15:24

Hallo Torsten,
willkommen im Forum.
Einen prima Lautsprecher hast Du Dir gebaut.
Für die unteren zwei Oktaven könntest Du ein tapped Horn probieren. Auf der website volvotreter.de findest Du viel Information. Mit dem Freeware Programm hornresponse kann man die gut simulieren.
Ich weiß, dass die gut mit Deinem Setup funktionieren.

Viel Spaß
Heiner
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Beitragvon nelson » 26.01.2018, 16:44

Vielen Dank für das herzliche Willkommen!

@Chriss
Oh, Sorry, aber bei Acourate bin ich Novize. Jeden persöhnlichen Fortschritt muss ich leider hart erarbeiten und manchmal dauert es bis der Groschen fällt!

Ich liebe Hörner, sie sind so dynamisch, druckvoll und lebendig.
Ich habe einige Zeit mit den für meinen Sohn gebauten ScaMo gehört. Das war wirklich nett, Aber als ich die Hörner wieder in Betrieb genommen hatte, war klar, was den kleinen Kisten fehlte. :wink:

@Jacob
Was für mich spannend ist, das seit zwei Jahren das Thema ständig in Bewegung ist.
Beispiel: Als ich jetzt die Bässe baute, war mir klar, dass ist erstens ein Kompromiss (BR) und zweitens werden sie auch irgendwann wieder abgelöst.

@Josh
2001 vs 475Be: Mit dieser Kombi höre ich gerade und bin sehr zufrieden.
Der Tad hängt am Iwata 300 der 475 am kleinen Horn. Ist harmonisch und passt im Übergangsbereich (3000 bis 4000Hz) gut zusammen (Ich benutze derzeit Besselfilter 6.Ordnung). Man muss aber wissen, dass der 475 oberhalb von 10000Hz einknickt (wie viele andere Horntreiber auch), der TAD nicht. (Aber wer hört tatsächlich über 12000-15000Hz noch etwas? )
Ich habe mir deshalb für die Frühjahrsferien vorgenommen den 950 ans große Horn zu schrauben und den TAD for den HT zu benutzen. Mal sehen, ich bin auch ganz gespannt, da es sich aber jetzt schon so saugut anhört, drängt es mich danach nicht.
Ganz klar ist aber, dass die Kombination aus TAD/IWATA300 und 475/Iwata1000 sich viel besser anhört, als den TAD alleine am IWATA300oder Tractrix 350 von 500Hz bis 20kHz laufen zu lasssen (was ja prinzipiell ginge).
Der 475 lässt sich sehr gut ab 900 bis 1000Hz einsetzen, z.B. in einem Zweiwege-Setup.
Der Radian 475Be war am Iwata1000 und am Tractrix-1000 aber auf jeden Fall viel besser als der BMS 4550 der Bullfrog. (Ich schrieb es oben schon, glaube ich.)
Um nun auf Deine Frage einzugehen, wer spielt lebendiger: Sorry, aber ich habe sie nicht gegeneinander laufen lassen. Ich kann derzeit nur sagen, sie ergänzen sich wunderbar.

@Heiner
Vielen Dank!
Man soll ja wirklich keine Vorurteile haben, aber tapped horns kommen für mich derzeit (ich habe auch noch keins gehört und gemessen) aus prinzipiellen Überlegungen nicht in Frage. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Ich stelle mir nur die Acourat- Impulsantwort vor, bei der ein direkter Impuls mit einem invertierten, zeitverzögerten Signal verschmilzt und denke, dass kann doch nicht gut sein.
Aber sorry, das nur mein Kopfkino. Schlagt mir das um die Ohren. Das ist aus meiner Sicht ähnlich beim Bassreflex. (Mit dem AudioVero Programm STransform kann man das ganz gut erkennen, dass der Bass im Bereich des wirksamen Reflexrohres verzögert ist. Ich habe aber trotzdem eine BR-Box gebaut ;).
Ist das nicht inkonsequent? Ja, aber menschlich, oder?

Es hat aber auch mit dem Grundproblem des Hornbaus zu tun: Ab 500Hz gibt es tolle Hörner, super Treiber aber unterhalb davon, gibt es weniger käufliches: eventuell Sato mit WE555 oä. und darunter wird es riesig. Ich musste da also einen Kompromiss machen, da ich nur ein kleines Zimmer habe, für dass diese Boxen schon an der Grenze sind. Aber man entwickelt sich ja weiter.
Also ein ganz klares: Mal sehen!!!
Vlt. baue ich ja doch ein TH! Mit welchen Argumenten könnt ihr mich überzeugen?
(Die Volvotreterseite kenne ich. Danke an Volvotreter! Die Seite ist sehr schön! Ein Mensch, der auch unser Hobby liebt!)

Ich hatte mit meiner ersten Box mit den zwei 30er- Monacor-Bässen mit Acourate auch schon festgestellt, dass es für den gemessenen Impuls viel besser ist, die Bässe auf den Hörplatz auszurichten (damit meine ich sie nach hinten anzuwinkeln, nicht das seitliche Eindrehen.), da sonst zwei Bassimpulse in Abhängigkeit vom geometrischen Abstand der Chassis am Hörplatz messbar waren. Der Bassimpuls war dadurch zeitlich viel breiter also länger.

Gruß Torsten

PS: Schreibe ich zuviel? Macht mir gerade so ein Spaß. Ich habe eure Einlassungen jedenfalls immer gern gelesen.
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Beitragvon nelson » 26.01.2018, 18:08

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Beschreibung :
In der TD sieht man zwei Maxima mit einem Delay von ca 1ms bzw. 37cm Wegdifferenz. (AC1)
AC2: Testsignal set to 1, dann rotiert, das die Peaks mi AC1 übereinanderliegen.
AC3: wie AC2,aber mit dem Gain auf ca:0.2 reduziert
AC4 blaue Kurve: aus Summe von AC2 und AC3

Die Modulation der Amplitude entsteht offensichtlich durch die Überlagerung des Direktschalls und der Reflexion an der hohen Rückenlehne meines alten Sofas (Ikea-Schlafcouch).

Folgerung für mich:
1. Eine hohe Rückenlehne (Ohrhöhe) ist beim Musikhören suboptimal. (Gilt auch für einen Hörplatz vor einer Wand mit niedriger Rückenlehne. Ob hier Absorber helfen, sollte man dann messen.)
2. Beim Messen sollte man entweder das Sofa/den Sessel entfernen oder wenigstens das Polster der Rückenlehne um frühe laute Reflexionen zu vermeiden.


Diese Erkenntnis ist nicht neu und steht hier bestimmt schon irgendwo in einem Thread, aber es schadet ja nicht, wenn man das mal wieder liest. Oder?

Gruß Torsten
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Beitragvon nelson » 26.01.2018, 18:39

Grüßt euch!

Es hat zwar keiner danach gefragt, ich schicke es aber trotzdem. :lol:

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Man beachte auch meine Socken ein Geschenk meiner Schwiegermutter. :cheers:

Das CD-Regal wird, wenn es groß ist, eventuell mal ein Diffusor. :lol:

Die meisten CDs sind übrigens gut verpackt im Keller, da ich keinen Player mehr benutze.
Nur die für das Auto sind noch zu sehen.

Erstaunlich:
Der Absorber, den ich oberhalb des LS unter 45° in die Raumecke geklemmt habe, bringt extrem viel für die Räumlichkeit. Er verhindert, dass die Raumecke als Reflektor wirkt. ( Eine Spiegelecke über 90° hat ja bekanntlicherweise die Eigenschaft alles Licht in die Richtung zurückzuwerfen, aus der das Licht kommt. Tripelspiegel/Reflektor-Prinzip bei Fahrrad/Auto usw.)

Gruß Torsten

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Beitragvon Hornguru » 26.01.2018, 19:31

Hi Thorsten

Seltsam dass du die zwei kleinen Treiber miteinander kombinierst. Nicht dass das schlecht wär, aber der große Radian bietet sich doch an, und der TAD nach oben raus drüber.

Nach unten ja. Habe WE555 im großen Horn gehört. Grausam. Ganz ganz grausam! Keine Ahnung was alle daran finden. Muss rein optische Vorliebe gepaart mit Taubheit sein. Jede 100€ MediaMarkt Boombox ist besser.

Momentan befindet sich ein Vitavox GP1 für kleines Geld in eee-Kleinanzeigen. Der geht bis 100Hz im großen Horn. Auch JBL 2482 oder die alten Sirenen von Uli Brüggemann sind auch gut. War auch erstaunt dass meine Vitavox S3 gar bis 300Hz munter spielen. Trotzdem moduliert der Hub die Vorkammer, es wird unruhiger. Riecht nach viel IMD, obwohl Harmonische ok sind. Eventuell bleibe ich im Kammertonbereich doch beim 8" im Horn, das spielt besser.

Deine Vorurteile gegen das TH kann ich nur teilen :cheers:
Das schwingt sich über etliche Perioden an und aus. Wo will man da die Phase ansetzen. Und wenn der Treiber drüber das Prering auslöschen soll muss er so potent sein, dann kann er auch gleich durchlaufen.

Gruß
Josh
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Beitragvon nelson » 26.01.2018, 23:11

Hallo Josh,

ich darf ab und zu ein 5-Wege-Horn-System hören. Top DIY High-End. (Auch das Horn-Set-Up von Uli Brüggeman hat da seine Wurzeln.)
Zu Beginn so 2014/15 gab es ab ca. 150 - 200Hz ein JMLC-Horn getrieben durch einen TAD 1201. Die Kombi hatte einen enormen Punch und Druck. 1.Sahne!
Nun läuft in einem längeren Horn ein Yamaha J6681 ab so 270Hz. Hat nicht so viel Punch, dafür ist er feiner und schneller. Auch traumhaft.
Der Vorteil eines größeren Treibers mit "Pappe" ist auch, dass das Horn bei gleicher Grenzfrequenz kürzer werden darf, wenn es auf den Platz ankommt.

Mit Vintage ist das so eine Sache: Ich hätte beinahe einmal defekte Yamahas in den USA gekauft. Erst angeforderte Detailvergrößerungen der Diaphragmen deckten den Schwindel auf. Das war so kurz vor knapp, mein Blutdruck steigt jetzt noch an, wenn ich nur daran denke.

Für ein Horn ab 100Hz kommen für mich im Moment folgende Treiber in Frage: Visaton AL200; Ti100 oder Scanspeak 18M/4631T00. Nur bauen werde ich das erstmal nicht. Aber es reizt mich schon. :wink:

Deine Idee mit den OB Subs hinter der Rückenlehne fand ich übrigens grandios. :)
Super Idee, schön klein, schnell gebaut und versprechen einige Vorteile zu haben.
Welche Chassis würden dazu gut passen?

Alternativ hatte ich die Idee ein "kleines" 4-5m Horn zu bauen. AL200 (21 g die Membran, aber ordentlich Tiefgang). Horn geht die Wand hoch, 180°Umlenkung, wieder runter 90°Umlenkung in den Raum. Das sollte auch klappen und nicht so groß werden, sagt jedenfalls AJHorn.
Ich habe ein ähnliches Horn, allerdings mit aufwendigerer Faltung und als Eckhorn (ich meine nicht das von Klipsch oder ACR oder HobbyHifi oder ähnlich) von Haigner gehört. (Eckhorn nur weil es in der Ecke stand.)
Spielte traumhaft gut mit den anderen "Hornisten" zusammen.

Gruß Torsten
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Beitragvon heifisch » 27.01.2018, 18:03

Hi Torsten,
ja was man sieht und hört...... Ich habe die Tapped Hörner empfohlen, weil sie klein sind und in dem Bereich bis 100 Hz super zu einem Hornsystem passen.
@Josh: und ich habe gehört,was ich empfohlen habe und kein Vorurteil gepflegt.

@Torsten: wenn Du das Haigner Horn mit den Al200 von Holger meinst, so bin ich sicher,dass auch dort ein tapped Horn eine schöne Ergänzung nach unten wäre.

Ein schönes Wochenende noch.

Heiner
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