Alexander (teilaktiv, Martin Logan Ethos)

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Beitragvon Eusebius » 13.04.2018, 19:04

Hallo Alexander!

Das ist deutlich besser geworden!
Glückwunsch und viel Spaß an der Musik!

Rainer
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Beitragvon Hans-Martin » 13.04.2018, 22:14

Hallo Alexander,
benutzt du noch Acourate NAS? Dann müsste man die Messungen unter einem etwas anderen Licht betrachten.
Mir fallen die 2 tiefen FG-Einbrüche im Bereich unter 100 Hz auf, die das Klangbild für meine Ohren eher anämisch erwarten lassen. Wenn Acourate ins Spiel kommt, würde ich den Basspegel mindestens um 8dB anheben und die Peaks von Acourate korrigieren lassen.
Zweifellos ist die Nachhallzeit deutlich verkürzt (=verbessert), und die damit verbundenen Klangänderungen lassen eine allgemeine Anhebung im Basspegel zu.
Dabei würde ich mich aber mehr auf mein Gefühl als auf falsch interpretierte* Messchriebe verlassen. Noch besser wäre in diesem Zusammenhang natürlich der Besuch von Unplugged-Live-Events und eine Orientierung daran.

Ich sehe im Vergleich eines früheren Bildes zum jetzigen Stand, dass der CD/SACD-Player die Plätze getauscht haben. Wenn die Anlage auf hohem Niveau spielt, wird der Standort des Players wichtiger als der der Endstufe. Und der Mutec MC-3+ Reclocker spielt bei mir auf einem Tennisschläger-Netz vom Untergrund entkoppelt besser. Beide Geräte sind mikrofonieemfänglich, Grund genug, sie mittig zu platzieren, um von beiden LS identischen Abstand zu haben.
Hat man die großen Aufgaben bewältigt, kann man sich den Feinheiten zuwenden...
Grüße Hans-Martin

* mit falsch interpretiert Messchriebe meine ich, die Raumresonanzpeaks auf den allgemeinen Durchschnittspegel herabsenken, und das, was an noch unverfälschter Musik dazwischen kommt, ebenfalls um diesen Betrag somit in der Versenkung verschwinden zu lassen.
In der Wahrnehmung eines Tons spielt seine Intensität eine Rolle, aber auch seine Dauer, da geraten die Töne zwischen den Raumresonanzen schnell ins Hintertreffen
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Beitragvon Eusebius » 14.04.2018, 04:48

Hallo Alexander!

Im Vergleich zur deutlichen Verbesserung des Klangs durch die Einbringung von Bassfallen ist ein eventueller Einfluss der Geräteposition im Raum verschwindend gering.

Gruß!
Rainer
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Beitragvon Mister Cool » 14.04.2018, 07:35

Hallo Alexander,

rein "optisch analysiert", dürften die zwei starken Dellen bei 90Hz und insbesondere die breitbandige bei 50Hz (das sind die "Spassmacher") dem Klang die ganze Kraft entziehen -> klingt es nich ein Bisschen "blutleer"?

Solltest Du Acourate einsetzen, würde ich definitiv den Basspegel anheben, um die Dellen aufzufüllen, und die verstärkten Peaks dazwischen (35Hz/70Hz) von Acourate/Target Courve korrigieren lassen.

Weiterhin, habe ich hier von Hofa-Basstraps gelesen (was steht da hinten in den Ecken?). Wie sieht der Frequenzgang ohne diese Absorber aus? Vielleicht verschlimmern sie noch die Dellen?

Zwei Vergleichsmessungen: 1. mit Absorber und 2. ohne Absorber wäre interessant.

Grüsse,

Alwin
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Beitragvon Buschel » 14.04.2018, 08:54

Hallo zusammen,

AlexOWL hat geschrieben:Ein dickes Dankeschön übrigens an Buschel, für seine tolle Unterstützung (PS: in der Dropbox liegen 3 neue Dateien).

Gern geschehen. :cheers:

Mister Cool hat geschrieben:Wie sieht der Frequenzgang ohne diese Absorber aus? Vielleicht verschlimmern sie noch die Dellen?

Vielleicht postet Alxeander ja nochmal die Messungen im Vergleich. Vorab kann ich sagen, dass die Frequenzgänge mit/ohne Bassabsorber nahezu identisch sind, eine Veränderung der Überhöhungen im Bass ist nicht erkennbar.

Mister Cool hat geschrieben:Solltest Du Acourate einsetzen, würde ich definitiv den Basspegel anheben, um die Dellen aufzufüllen, und die verstärkten Peaks dazwischen (35Hz/70Hz) von Acourate/Target Courve korrigieren lassen.

Da wäre ich sehr vorsichtig. So wie das für mich aussieht ist die Delle bei 90 Hz eine Auslöschung -- ein sehr schmalbandiger Einbruch, der sich früh ausprägt. Die Delle lässt sich also kaum auffüllen. Außerdem würde anstatt einer Anhebung über Acourate (die ja automatisch eine Pegelabsenkung und damit Verlust von Rauschabstand mit sich bringt) eher den Bassregel am Lautsprecher hochziehen und Acourate nur die Überhöhungen ausgleichen lassen.
@Alexander: Kann es sein, dass der Bassregler an den Lautsprechern runtergedreht ist? Wenn man sich den Bassverlauf ohne die Überhöhungen anschaut, sieht das nach einem recht stark abfallenden Bass aus.

Grüße,
Andree
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Beitragvon Jupiter » 14.04.2018, 09:55

Hallo Alwin,

Buschel hat geschrieben:
Mister Cool hat geschrieben:Solltest Du Acourate einsetzen, würde ich definitiv den Basspegel anheben, um die Dellen aufzufüllen, und die verstärkten Peaks dazwischen (35Hz/70Hz) von Acourate/Target Courve korrigieren lassen.

Da wäre ich sehr vorsichtig. So wie das für mich aussieht ist die Delle bei 90 Hz eine Auslöschung -- ein sehr schmalbandiger Einbruch, der sich früh ausprägt. Die Delle lässt sich also kaum auffüllen. Außerdem würde anstatt einer Anhebung über Acourate (die ja automatisch eine Pegelabsenkung und damit Verlust von Rauschabstand mit sich bringt) eher den Bassregel am Lautsprecher hochziehen und Acourate nur die Überhöhungen ausgleichen lassen.
@Alexander: Kann es sein, dass der Bassregler an den Lautsprechern runtergedreht ist? Wenn man sich den Bassverlauf ohne die Überhöhungen anschaut, sieht das nach einem recht stark abfallenden Bass aus.

Grüße,
Andree


Hierzu bin ich der gleichen Meinung wie Andree, Acourate im Bassbereich lediglich dafür zu benutzen die Spitzen im Basspegel zu beschneiden ist meiner Meinung nach zielführend.

Wenn man so wie du Bassjunkie :lol: ist, ich verstehe ja das es dir gefällt, neigt man dazu den Basspegel zu erhöhen.
Zum einen kann es zu brummen im Bass führen, zum anderen liegen dann bei den "Aufgefütterten" Bereichen die Abklingzeiten im Nachhall höher als vorher, die eventuelle Mode bekommt jetzt ja noch mehr Energie.
Ausserdem werden die Mitten dadurch negativ beeinflußt weil überdeckt sprich maskiert.

Ich höre auch sehr gerne einen schönen Bass, doch sauber soll er sein.

Lieber zu wenig als zu viel.

Im übrigen kann man durch schieben der LS doch noch einiges erreichen, die Mode wird weniger gefüttert.

Im Fall von Alexander könnte ich mir sehr gut vorstellen, gerade weil noch Platz vorhanden ist, die LS durch Neupositionierng im Bassbereich noch etwas zu optimieren.

Schieben kostet nichts.

Gruß Harald
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Beitragvon AlexOWL » 14.04.2018, 14:03

Hallo Leute,

die vielen Reaktionen und Meinungen, dass macht richtig Spaß. Ich versuche mal auf möglichst viele Dinge einzugehen, einiges wurde ja schon von anderer Seite beantwortet.

@Rainer: Danke, es ist hörbar besser geworden.

@Hans-Martin: Acourate NAS ist noch beurlaubt, eine Reaktivierung steht noch im Raum, aber ich tue mich schwer.

Wie Andree bereits schrieb, ich könnte den Basspegel an meinen LS erhöhen (ab 100 Hz) und dann per Acourate die Überhöhungen ausbügeln. Die Regler an den LS stehen auf -4dB (rechts) und -5 dB (links), da ist mit Sicherheit viel Luft nach oben. Wenn ich Reggae höre, dann gehe ich 1 bis 2 dB höher, da darf es ruhig etwas dröhnen.

Mikrofonie steht bereits auf der "to do Liste". Es wird mit Sicherheit eine Plattform oder dergleichen geben, die unter die digitalen Komponenten kommt. Vorher sind aber noch andere Dinge zu erledigen.

Die Komponenten umgestellt habe ich deswegen, um die Kabelwege zu "optimieren" und die Optik zu verbessern. Wenn neue LS-Kabel kommen, kann ich so vielleicht auf 50 cm verzichten.

Der Esoteric ist übrigens gebaut wie ein Panzerschrank, schwer vorzustellen, dass er durch die LS aus der Ruhe gebracht wird.

@Alwin: Hinten in den Ecken stehen jeweils 2 Traps, die den Frequenzgang leider nicht maßgeblich beeinflussen, aber die Abklingzeiten im Nachhall deutlich verbessern. Zwar habe ich bei meinen Messungen nie die Traps ganz aus dem Raum genommen, aber die 2 Traps, die ich am Donnerstag nur zu Verfügung hatte, wanderten beide in die linke Problem-Ecke. Dadurch stand rechts keine Trap mehr und die Wirkung lies sich gut erkennen. Vielleicht sollte ich eher links einen weiteren Trap aufstellen, aber der WAF könnte rapide in den Keller gehen.

@Harald: Natürlich habe ich die LS Position am Donnerstag auch verändert, im mehreren Schritten bis zu 25 cm näher zur Rückwand und 10 cm näher zum Hörplatz. Da ich keine nennenswerte Verbesserung feststellen konnte, sind sie nun wieder am Ausgangsplatz. Bei den Dipolen ist ausreichend Abstand zur Rückwand wichtig. Lieber zu wenig als zu viel Bass, da bin ich absolut Deiner Meinung.

Könnte man anhand meiner Messung einen Filter für Acourate erstellen, oder muss man dafür die Messung mit Acourate durchführen?

Liebe Grüße

Alexander
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Beitragvon Buschel » 14.04.2018, 14:19

Hallo Alexander,
AlexOWL hat geschrieben:Könnte man anhand meiner Messung einen Filter für Acourate erstellen, oder muss man dafür die Messung mit Acourate durchführen?

Am besten kontaktierst du Uli zur Erstellung eines Paars von Testfiltern. Ich bin nicht sicher, ob Uli dazu auch die exportierten Impulsantworten von CARMA akzeptiert, technisch ist das aber möglich.

Grüße,
Andree
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Beitragvon Eusebius » 14.04.2018, 15:44

Hallo Alexander!

Verbesserungen beim FG und beim Nachhall korrespondieren nicht unmittelbar. Auch wenn sich eine Verbesserung beim Nachhall nicht so deutlich auf den FG auswirkt, ist sie dennoch anzustreben. Dabei gilt es natürlich die Abstrahlcharakteristik der LS zu berücksichtigen.

Solange du dich mit deinen Maßnahmen auf den Bass konzentrierst, bist du ohnehin auf der sicheren Seite. Nach meiner Erfahrung kann man bei der Bedämpfung eines Raumes im Bass kaum etwas verkehrt machen. Je mehr du tust - es wird immer besser. Eine Überdämpfung im Bass gibt es nicht.

Gruß!
Rainer
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Beitragvon Mister Cool » 15.04.2018, 08:07

Hi,

Buschel hat geschrieben:Da wäre ich sehr vorsichtig. So wie das für mich aussieht ist die Delle bei 90 Hz eine Auslöschung -- ein sehr schmalbandiger Einbruch, der sich früh ausprägt. Die Delle lässt sich also kaum auffüllen.


Die "schmallbandigen" Auslösungen/Einbrüche sind gleich breit (bei 90Hz) und deutlich breiter (bei 50Hz) als die Peaks :D

Buschel hat geschrieben:...Außerdem würde anstatt einer Anhebung über Acourate (die ja automatisch eine Pegelabsenkung und damit Verlust von Rauschabstand mit sich bringt) eher den Bassregel am Lautsprecher hochziehen und Acourate nur die Überhöhungen ausgleichen lassen.
@Alexander: Kann es sein, dass der Bassregler an den Lautsprechern runtergedreht ist? Wenn man sich den Bassverlauf ohne die Überhöhungen anschaut, sieht das nach einem recht stark abfallenden Bass aus.


Genau das meine ich: Anheben per Bass-Potie, Überhöhungen/Peaks korrigieren per Acourate :cheers:

BTW. Wenn die Dellen mit den Absorbern z.B. noch grösser sein sollten (anstatt die Peaks kleiner) als ohne, dann bin ich nicht sicher ob die Aussage "Eine Überdämpfung im Bass gibt es nicht..." richtig ist


Grüsse,
Alwin.

PS. Manchmal den Drehknopf zu zu drehen und einen neuen Filter auszuprobieren geht schneller als in X Beiträgen zu argumentieren, warum es nicht gehen sollte/dürfte.
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Beitragvon Eusebius » 15.04.2018, 10:01

Ebenfalls hi!

Wenn alle Parameter ansonsten gleich bleiben, werden Dellen im Bass mit zusätzlicher Bedämpfung des Basses nicht größer.
Ich tippe daher auf irgendwelche anderen Unterschiede, die die Messungen nicht ganz vergleichbar machen.

Gruß!
Rainer
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Beitragvon Buschel » 15.04.2018, 10:07

Hallo Alwin,

Mister Cool hat geschrieben:Die "schmallbandigen" Auslösungen/Einbrüche sind gleich breit (bei 90Hz) und deutlich breiter (bei 50Hz) als die Peaks

Dann solltest du dir die Messungen mal genauer anschauen (Alexander hatte die hochgeladen). Es gibt wunderschöne Auslöschungen bei 90 Hz und bei etwa 230 Hz, die sich früh ausbilden (so ab etwa 40 ms deutlich sichtbar) und dann bleiben. Man sieht auch gut wie der bass generell abfällt und die Überhöhungen im Umfeld vno 35 Hz und 70 Hz herausragen.

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Auslöschungen bei Fensterung auf 50 ms

Mister Cool hat geschrieben:PS. Manchmal den Drehknopf zu zu drehen und einen neuen Filter auszuprobieren geht schneller als in X Beiträgen zu argumentieren, warum es nicht gehen sollte/dürfte.

Meiner Meinung nach macht es viel mehr Sinn sich zu überlegen was ursächlich sein könnte, und dies dann nach gezielter Änderung über Messungen zu bestätigen.

Grüße,
Andree
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Beitragvon Jupiter » 15.04.2018, 10:21

Hallo zusammen,
100% Zustimmung zu Andrees Beitrag.

Im vergangenen 1/4 Jahr habe ich einige Veränderungen in meinem Raum vorgenommen.
Teilweise Basotect entsorgt und Steinwolle eingebracht.

An die Frontwand an der Kante Boden zur Wand Steinwolle anstatt Basotect - Positive Wirkung.

An die Seitenwände ebenfalls im selben Bereich auch Basotect gegen Steinwolle ausgetauscht - negative Wirkung.

Durch die Steinwolle ca 40 x40 cm stark 200 cm lang haben sich im Bereich 200-300 Hz zusätzliche Auslöschungen ergeben.

Ergo meine Erfahrung falsch positionierte Absorber bringen auch negative Ergebnisse.

Im übrigen hatte Hans Martin in einem anderen Beitrag zu Steinwolleabsorber im Bereich 30-40 cm Stärke dazu einiges geschrieben. Seine Aussage hatte sich bestätigt.

Gruß Harald
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Beitragvon AlexOWL » 22.09.2018, 19:41

Hallo Leute,

nach der "Sommerpause" hier ein kleines Update zu den vorgenommenen Veränderungen.

Seit ca. Mitte Mai ist die einzige genutzte Quelle ein schnuckeliger Intel NUC mit Roon ROCK, welcher sich mittlerweile etabliert hat und weitere Veränderungen zur Folge hatte. Ausschlaggebend für Roon war die bequeme Möglichkeit der Implementierung der Acourate Filter. Aufbau und Installation liefen schnittig, für die Filter hatte ich tatkräftige Unterstützung aus dem Forum, nochmals eine dickes Dankeschön an die betreffende Person. Allerdings lassen sich auch mittels REW und des parametrischen EQ akzeptable Ergebnisse erzielen. Musik hören ohne eine Form der Korrektur, nein danke.

Der NUC lief nur wenige Wochen, da kam das Bedürfnis auf, ihm ein "ordentliches" Netzteil zu spendieren. Bestärkt durch die positiven Berichte aus dem Forum hatte ich mich dann leider dazu durchgerungen, mir aus China ein ZeroZone 100W Netzteil zu kaufen. Das Netzteil kam auch recht zügig, sah nett aus und .... machte vom ersten Moment an Probleme. Es hat anscheinend kurze, unregelmäßig auftretende Aussetzer, welche natürlich ein sofortiges Abschalten des NUC zur Folge haben. Der "Support" von ZeroZone, wenn man das überhaupt Support nennen soll, war wenig hilfsbereit. Ich wurde mit Fragen bombardiert, musste diverse Fotos machen und die Spannung am Stecker messen :x . Nach diversem Hin- und Her habe ich dann, zum Freundschaftspreis und ohne Versandkosten, ein neues, höherwertiges DC-Kabel bekommen. Dieses Kabel kam dann kurz vorm Sommerurlaub und schien die Lösung meines Problems zu sein. Der sporadisch auftretende Fehler wog mich für ein paar Tage in trügerischer Sicherheit. Nun habe ich ein kaputtes Netzteil in der Ecke liegen, bin um ca. 200 Euro ärmer und die Erkenntnis reicher, mir nichts mehr direkt in China zu kaufen. :cry:

Die Aufstellung meiner LS wurde auch minimal verändert, sie sind nun nicht mehr ganz so stark eingewinkelt wie vorher. Die LS-Kabel wurden gekürzt, das andere Ende frisch abgeschnitten, alles mit neuen Aderendhülsen versehen, Terminals gereinigt und die LS Seite bekam Banana Stecker. Die WBT Kabelschuhe kamen entweder zu nah an den Kaltgeräte Stecker oder standen etwas ungesund wirkend nach schräg oben weg. Unter die Spikes der LS kamen zur Entkopplung SSC Netpoint 300. Ob die Entkopplung eine Verbesserung bringt, kann ich so nicht sagen, eine Verschlechterung habe ich jedenfalls nicht bemerkt. Ein YouTube Video von "Persuit Perfect System" über Wirkung der Isoacoustic Gaia lieferte die Idee hierfür, nur so viele Euros wollte ich dafür nicht anlegen.

Nachdem ich dann neulich im Audiomarkt einen gebrauchten PS Audio Directstream Junior fand, ging alles ganz schnell, denn nur 2 Tage später stand das gute Stück in meinem Hörraum. Die Anschaffung wurde zum Teil refinanziert durch den Verkauf meines Cocktail Audio X50 und des Mutec MC-3 + USB. Da der X50 unter anderem auch I²S Ausgänge besitzt, bekam er eine letzte Chance, seine Qualitäten unter Beweis zu stellen. Mittels eines geliehenen, hochwertigen HDMI Kabels wurde er direkt an den DSjr angeschlossen und ..... konnte nicht brillieren. Der Verkauf des Mutec viel mir ungleich schwerer, Lobeshymnen zu singen ist hier allerdings ebenso überflüssig, wie das Gerät nun bei mir wäre.

Prinzipiell könnte ich nun sogar meinen Esoteric SACD verkaufen, kann mich aber noch nicht dazu durchringen, auch müsste eine Entscheidung getroffen werden, wie die frei werdenden Mittel
klang-steigernd investiert würden. LAB12 Gordian, Nordost Red Dawn, ....?

Eine Reparatur das ZeroZone Netzteils wäre schön, scheue aber zur Zeit noch das Risiko, noch mehr Geld in dem Teil zu versenken. Was haltet Ihr von einem dicken Akku a la XTPower MP-50000 Powerbank für den NUC?

Liebe Grüße
Alexander
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Beitragvon StreamFidelity » 23.09.2018, 15:36

Hallo Alexander,

über Deine Fortschritte freue ich mich. Ohne Hilfe aus dem Forum hätte ich mich mit der Raumkorrektur ebenfalls nicht zurechtgefunden. In Roon die erstellten Filter einzubinden macht einfach nur Spaß. Welche Verbesserungen haben sich denn dadurch bei Dir ergeben?

Eine störungsfreie potente Stromversorgung halte ich auch für sehr wichtig. Schade, dass Du Pech hattest. Ich nutze für meinen PC den HFX POWER 80. Kostet allerdings auch das 7-fache von deinem China-Netzteil - obwohl die verbauten Komponenten auch bestimmt aus China stammen. :mrgreen:

Grüße Gabriel
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