Sascha (Martion Bullfrog)

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Distel
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Sascha (Martion Bullfrog)

Beitrag von Distel »

Hallo liebes Forum und dessen TeilnehmerInnen,

bislang war ich nur im Analog-Forum unterwegs und nun probiere ich mal dieses aus, in der Hoffnung, dass sich hier nicht Themen und Streit ständig wiederholen. Ich erhoffe mir von einem Forum nicht Selbstdarstellung und Profilierung auf Kosten anderer, sondern Inspiration, Austausch, Diskussion und auch mal engagierte Auseinandersetzung ohne Pflaumereien und Kompetenzgerangel.

So, aber nun zu mir. Ich bin Mitte 50 und schaue auf eine lange HiFi-Vita zurück, die mit 13 begann - damals mit einem Akai-Receiver, einem Akai Plattenspieler und ein Paar Visonik David, einem der ersten Minilautsprecher mit Metallgehäuse.

Die vielen Zwischendurchs möchte ich euch ersparen. Da gab es Zeiten mit wattstarken Endstufen und Wirkungsgradzwergen, Wattzwergen mit Wirkungsgradwundern, viel aus dem Hause Dynaudio, Ecouton, Quad, Horch, also eher von kleineren Herstellern (Dynaudio war in den 80ern auch noch klein) aber auch Mission, Elektrocompaniet, auch mal ein Maranz oder ein Kenwood.

Ende der Nullerjahre dann eine erste Aktivbox. Damals eine Martion Exodus, die ich gebraucht gekauft hatte. Ein imposantes Monster, das meinen Raum gnadenlos überforderte, etwas Feinzeichnung vermissen ließ - obwohl Mastermind Heiner Martion, den ich schon sehr lange persönlich kenne und schätze, die Exodus einmaß. Mit ihrer komplexen analogen Weiche und ihrer physischen Präsenz, Bassgewalt und Power ein nahezu unmögliches Unterfangen in meinem Wohnzimmer ...

Sie musste wieder gehen - wir hatten sie alle liebgewonnen - sogar meine Frau, die auf die zweifellos männliche Attitüde der Exodus sehr positiv reagiert hatte. Ich weiß nicht, ob ich das kontrastiv oder komplementär interpretieren sollte - ich habe sicherheitshalber mal nicht nachgefragt.

Zu meiner Hörsituation: Meine Anlage steht im gemeinsamen Wohnzimmer. (eine Foto ist auf der Martion-Homepage mit den Exodus) Deshalb ist zwischen Bauhausmöbeln, Eames-Chair und Moormann-Interieur Design nicht ganz unwichtig. Die Reference-Serie von Horch schätze ich nicht nur klanglich, sondern auch ihr schlichtes funktionales HiFi-Design. Lautsprecher hatte ich in den letzten Jahren eine LQL 200 von Ecouton, eine Lindemann und auch mal probeweise eine KEF Reference 1.

Wie ich dann zu meiner Bullfrog kam, steht hier: https://jazzlampe.wordpress.com/2017/07 ... achkritik/

Inzwischen - deshalb darf ich auch hier schreiben - betreibe ich die Bulli nur noch aktiv. Heiner Basil war noch mal hier. Wir haben nett geschwatzt - nicht über HiFi - und viel Rose' getrunken (http://www.weingut-knipser.de/?q=produc ... e-clarette) und am nächsten Tag hat er meine bislang mit den Horchs passiv betriebenen Bullfrogs so dermaßen auf den Punkt gebracht, so dass meine verstärkertechnisch bestimmt überlegenen Horchs keine Schnitte mehr gegen die aktive Version haben. Martion benutzt handelsübliche D-Verstärker vom Marktführer mit DSP ...

Analog höre ich seit ein paar Tagen mittels AD-Wandlung mit M2Tech Joplin - für mich eine hervorragende Lösung. Der Digitalkram läuft über einen Mac Mini über eine RME Fireface, die extern über einen Mutec MC3 getaktet wird. Player ist J-River/J-Play, an dem ich die hervorragend fuktionierende Lautstäreregelung sehr schätze. Ich kann den Player über mein Telefon bedienen und tue das mit Wonne.

So, das wäre es erstmal. Wer Fragen hat, der frage, wer vorbeikommen will, ist willkommen.

lg
Sascha
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beltane
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Beitrag von beltane »

Hallo Sascha,

erst einmal ein ganz herzliches Willkommen hier im Forum - hinsichtlich Umgangsformen sollten Deine Erwartungen eigentlich erfüllt werden..... Und wenn es sich mal anders entwickelt, haben wir zum Glück eine Forumsleitung, die entsprechend eingreift.....

Hinsichtlich zweier Fragen würden mich Deine Rückmeldungen interessieren:

- Welche Musikrichtungen bevorzugst Du?
- An welchen Themen bist Du überwiegend interessiert?

Denn Deine Anlage scheint ja inklusive Aufstellung, Einmessung.... und damit Klang sich auf einem sehr hohen Niveau zu bewegen....

Viele Grüße

Frank
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Distel
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Beitrag von Distel »

Hi Frank,

vielen Dank für das warme Willkommen, ich lese hier schon ein paar Tage länger mit und bin sehr optimstisch, was Diskussionskultur und Umgangsformen angeht.

Musik höre ich alles, was mir vor die Nadel, den Laser und die Festplatte kommt. Am liebsten jedoch Jazz, bevorzugt den nach 1960. Ob auf ECM, ACT oder Blue Note - ist mir wurscht. Derzeit suche ich dauernd neue Darkjazz, Punkjazz oder sonstige Crossovers, die mir besonders viel Spaß machen. Aktuelle Lieblingsscheiben:
"Mutations" von The Kilimajaro Darkjazz Ensemble und "Hudson" von DeJohnette, Grenadier, Medeski und Scofield

Für meine 2. Anlage, die im Büro steht und wo jetzt die Horchs und unterschiedliche Lautsprecher laufen, benötige ich noch einen Streamer. Hineinarbeiten möchte ich mich in eine Lösung wie z.B. Allo Digione / Raspberry Pi, die ich gerne mal probieren möchte. Nehme gerne Ratschläge oder ein Hörtest entgegen... :D

lg
Sascha
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Jupiter
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Beitrag von Jupiter »

Hallo Sascha,

willkommen im AH-Forum. Kompetenz gibt es hier, allerdings kein Gerangel, von daher kann man also entspannt sein.

Den Knipser kenne ich auch, allerdings gehört meine Präferenz den Deidesheimer Rieslingen.

Da Mannheim und Bad Dürkheim hier im Forumsbetrieb als direkte Nachbarn durchgehen, wäre es sozusagen ein Katzensprung für einen Besuch, daher sollte sich ein gegenseitiges Hören schon mal ergeben können.

Welche Electrocompaniet hattest du denn, meine beiden EC 4 mussten den Geithain RL901k weichen.

Eine Streamerlösumg hätte ich auch für Dich.

Gruß Harald
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beltane
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Beitrag von beltane »

Hallo Sascha,

spannend, Deinen Weg zu den aktivierten Bullfrogs über den externen Link zu lesen. Deine Begeisterung kann ich sehr gut verstehen, wenn es klanglich einrastet. Habe ich im Dezember selber erlebt....

Wie empfindest Du den Schritt, LP jetzt AD zu wandeln? So bleibt die Kette ja nun nicht mehr "wirklich" analog.

Bzgl. Rasperry wirst Du hier viel lesen können und bei Fragen ganz sicher auch kompetente Unterstützung bekommen!

Viele Grüße

Frank
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Distel
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Beitrag von Distel »

Lieber Harald,

ja, ja, die Deidesheimer Rieslinge. Ich bevorzuge derzeit die arg in Mode gekommenen von Winnings, die ich im Keller horte und die in den Weihnachtstagen doch arg dezimiert wurden.

Elektrocompaniet hatt ich eine 75, die erste amtliche Endstufe von denen, die mit meiner damaligen Dyndaudio Compound wunder voll zurecht kam.

Welche Streamerlösung meinst du? Würde mich schon sehr interessieren - zumal wenn sie tatsächlich besser ist als die auf den Punkt gebrachte Mac-Mini + RME-Lösung.

Ich habe viel in der Pfalz zu tun und könnte schon mal vorbeikommen.

beste Grüße von überm Rhein
Sascha
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Distel
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Beitrag von Distel »

Hi Frank,

ich hatte meinen Plattenspieler eine Weile mal über den AD-Wandler des RME laufen. Das war schlecht. Mit dem M2Tech bin ich sehr zufrieden - der ist mir kurz vor Weihnachten gebraucht zugelaufen und verrichtet seine Arbeit wirklich gut. Im Bass ein wenig rund aber das kompensiere ich über den Abschlusswiederstand beim Phono-Pre und gut ist. Vielleicht probiere ich mal ein wirklich gutes Netzteil für den M2Tech - da sollte schon noch was gehen.

Wo hast du die Bullfrog gehört? Sie ist wirklich erstaunlich und gerade für kleinere Räume und Hörabstände funktioniert sie großartig. Durch die Einmesserei auf den Raum erspare ich mir alle Convolverei und habe einen wirklich tiefen und präzisen Bass und eine ebensolche räumliche Abbildung durch das Koaxhorn.

lg
Sascha
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Jupiter
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Beitrag von Jupiter »

Hallo Sascha

Genau die Rieslinge meine ich auch vor der Linkskurve rechts in den Hof.
Wobei ich schon in meinem Preisrahmen bleiben sollte.
Die großen Gewächse sind nicht unbedingt für jeden Tag.

Streamer ist ein Linn G-ADSM.

Gruß Harald
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beltane
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Beitrag von beltane »

Hallo Sascha,

da habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Ich bezog meine Aussagen zu Deiner Begeisterung auf ähnliche Erfahrungen meinerseits, die ich mit meiner Anlage an meinem Zweitwohnsitz Ende letzten Jahres machen durfte...

Gleichwohl habe ich Martion mal auf einer Messe hören dürfen und war sehr begeistert vom Klang. Dort waren es aber auf keinen Fall die Bullfrogs, sondern ein aktiviertes Hornsystem, ich glaube, es handelte sich um das Einhorn.

Und Heiner Basil Martion erlebte ich so, wie Du ihn beschrieben hast, sehr kompetent und sehr sympathisch.

Viele Grüße

Frank
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Hifidistel
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Bin wieder da

Beitrag von Hifidistel »

Hallo,
Nachdem ich ein Jahr nur noch sporadisch mitgelesen habe, bin ich wieder on. Mit neuem Account - der Alte war wohl eingeschlafen.
Die Bullfrog gibt es immer noch und der M2tech hat nun ein Keces - Netzteil, was dem Klang sehr zu Gute kommt.
Neu habe ich einen Metrum Ambre, der auf einer Raspie- Plattform mit AES und sPDif-Ausgängen und einem fetten Linearnetzteil daherkommt.
Klanglich ist der meiner Mac-RME-Mutec-Lösung ebenbürtig, und das bei einem günstigeren Preis. Wenn er noch einen weiteren Eingang hätte, wäre er perfekt.
Inzwischen läuft Roon und HQPlayer im Wohnzimmer, was so wunderbar komfortabel und klanglichnoch mal ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung darstellt. Roon ohne HQ war mir doch zu soft aber so ist es prima!

Den HQ- auf dem Metrum-Streamer zum laufen zu bringen ist mir bislang nicht gelungen. Sollte ein Raspie-Auskenner sich diesbezüglich mal versuchen wollen freue ich mich über einen Kontakt.

@ Jupiter aka Harald: die Gegeneinladung habe ich nicht vergessen!
Lg
Sascha
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Jupiter
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Beitrag von Jupiter »

Hallo Sascha,
Freut mich wieder etwas von Dir zu hören.
Möglicherweise ist es Dir entgangen.
Unser Forumstreffen 2020 findet in Weisenheim am Berg statt.

Gruß Harald
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Hifidistel
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Beitrag von Hifidistel »

Nachdem ich in den letzten Jahren vor allem digital Ergänzungen und Erweiterungen an meinen inzwischen zwei Setups vorgenommen hatte, bin ich in letzter Zeit wieder stark in Sachen Vinyl unterwegs. So habe ich in der passiv betriebenen Anlage ( Horch Elektronik, Ecouton LQL 200) inzwischen einen Garrard mit AAA Forumsarm laufen, in der aktiven Anlage mit den Bullis ein Schröder/Scheu- Laufwerk mit Schröder No 1 und Ethos von Goldring wunderbar spielen. Verbessern brauche ich mich hier nicht. Das spielt schon ziemlich ok. Was mir allerdings nicht gefallen hat, war die Vinylperformance mit alten 60er und 70er Platten, die stets bassarm, anämisch und etwas scharf klingen. Gerade so ein gut auflösender TA wie das neue Goldring Ethos macht bei richtig guten Vinyls richtig Spaß. Bei ollen Platten wie frühen Stones Pressungen, mediokren Miles Davis und anderen Dünnpressplatten macht das keinen Spaß. Nur gar nicht mehr hören ist auch blöd. Also musste ein zweiter Arm nebst System her. Aber was?
Eine SME 30xx mit Denon, ein SaAEC mit Yamaha?
Ich habe mich dann an eine früher mal gehörte Kombi erinnert. Ein Decca London mit Decca-Arm. Das wollte, das habe ich. Leider gibt es die Decca - Arme nicht in 12“ - und mein Laufwerk lässt nur einen solchen Zweitarm zu. Also geforscht,gesucht und gefunden: Ein Mørch UP 4 mit 12“ Armrohr plus ein AEC London Silver sind nun provisorisch installiert und laufen mit den ollen Scheiben nunmehr sehr fein. man, ist das eine Wuchtbrumme:
Lg
Sascha

Ps: Fotos einfügen muss ich mit dem IPad noch lerne - Bilder kommen....
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

Hallo Sascha,
mich haben in meinem früheren (=Vinyl-orientierten) Leben besonders das Koetsu und das Decca London fasziniert, auch wenn ich schließlich beim Dynavector DV21 gelandet bin. Das DV war nicht so schroff und direkt wie die vorgenannten und schien mir universeller. Mit dem Namiki-Schliff schien die Nadel fast ewig zu halten.
Das Decca ist das einzige mir bekannte System, wo 3 Spulen das M/S Prinzip umsetzen, die System-interne Matrix (Art der Verschaltung der Spulen) dekodiert das und liefert L/R an 3 Pins (so kenne ich das Decca) und heute wohl an die üblichen 4 Pins (2x Masse, gemeinsam).
Was die frühen LPs der Stones betrifft, habe ich immer den topfigen Bass bemängelt, der in den 60er Jahren wohl darauf zurückzuführen war, dass man unter 80Hz den Pegel weggenommen hat. Dann kam der Klang knackig rüber, vermied zugleich bei den bis in die späten 1970er Jahre verbreiteten Piezo- Kristall- und Keramiksystemen die extremen Auslenkungen - und die kleinen Lautsprecher im Deckel des Plattenspielers oder im Armaturenbrett des VW-Käfers konnten noch auf Lautstärke gebracht werden.
Ich habe mir bisher nicht die Mühe gemacht, von Originalpressungen des Erstausgabejahrs einen Rip und Spektralanalyse zu erstellen. Ich bezweifle, dass das Decca den fehlenden Bass auffüllt, kann mir aber vorstellen, dass eine exakte Hüllkurve auch zugedeckte Tiefbässe wieder hörbar macht, allerdings nicht mit vollem Pegel.
Es ist noch nicht allzulange her, da bekam man den DECCA-Arm nahezu hinterhergeworfen. Ohne Antiskatingeinrichtung, da schaut man sich den einseitigen Nadelverschleiß nach 500 Stunden lieber nicht genauer an, sondern tauscht das System vorzeitig aus, von den Verzerrungen auf einem Kanal mal abgesehen...
Grüße
Hans-Martin
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