Arthur (Abacus C-Box 2, SVS SB12-NSD)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon beltane » 30.12.2017, 20:34

Hallo Arthur,

ganz so toll, wie DIRAC die Zielkurve darstellt, sieht es in der mit Audionet Carma gemessenen Realität aber dann doch nicht aus. Mache einfach mal zwei Messungen mit Audionet Carma:

- Einmal mit eingeschaltetem DIRAC Filter.
- Einmal mit ausgeschaltetem DIRAC Filter.

Du wirst zwar eine deutliche Verbesserung sehen, nicht aber einen Frequenzgang, wie DIRAC ihn mit der Zielkurve suggeriert. Die am deutlichsten messbaren Verbesserungen lassen sich bis ca. 300 Hz erzielen.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Buschel » 30.12.2017, 20:45

Moin Arthur,
Arthur4ik hat geschrieben:jo Achim :D, aber das kannst du doch keinem sagen.

Du würdest dich wundern wie viele Bekannte und Kollegen hier im Süden wissen wo Achim liegt. Wahrscheinlich weil sie während der Urlaubszeit schon mal am Bremer Kreuz im Stau standen oder den umfahren haben. 8)

Viele Grüße,
Andree
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Beitragvon Arthur4ik » 30.12.2017, 21:30

beltane hat geschrieben:Hallo Arthur,

ganz so toll, wie DIRAC die Zielkurve darstellt, sieht es in der mit Audionet Carma gemessenen Realität aber dann doch nicht aus.


Fakt ist aber, dass es sich in meinen Ohren deutlich besser anhört und das eigentliche Bassloch, mit dem ich hier zu kämpfen habe an dem Hörplatz, nun quasi weg ist :)
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Beitragvon Hans-Martin » 30.12.2017, 21:32

Hallo Arthur,
ich entnehme dem ausgeprägten Peak bei 25 Hz, dass dein Raum wohl in der Bre ite an die 7m lang sein muss, denn auf der Stereoachse scheinst du nach den Bildern gleich den Schrank im Rücken zu haben, woraus ich eine übliche Wand dahinter annehme.
Die ausgeprägte Senke um 80Hz lässt den Verdacht aufkommen, dass die Polarität von Subwoofer und Hauptlautsprechern nicht zusammenpasst, also der Sub zumindest probeweise invertiert werden sollte.
Ich bezweifle, dass bei einer Messung des Gesamtsystems sich der hypothetische FG wie im letzten Bild bestätigt, Auslöschungen bleiben idR als solche erhalten.
Ich würde den Sub zwischen beide Haupt-LS stellen oder einen zweiten für mehr Symmetrie einsetzen.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Arthur4ik » 30.12.2017, 22:13

beltane hat geschrieben:Mache einfach mal zwei Messungen mit Audionet Carma:

- Einmal mit eingeschaltetem DIRAC Filter.
- Einmal mit ausgeschaltetem DIRAC Filter.

Du wirst zwar eine deutliche Verbesserung sehen, nicht aber einen Frequenzgang, wie DIRAC ihn mit der Zielkurve suggeriert. Die am deutlichsten messbaren Verbesserungen lassen sich bis ca. 300 Hz erzielen.


Wird gemacht :)

Hans-Martin hat geschrieben:Hallo Arthur,
ich entnehme dem ausgeprägten Peak bei 25 Hz, dass dein Raum wohl in der Bre ite an die 7m lang sein muss, denn auf der Stereoachse scheinst du nach den Bildern gleich den Schrank im Rücken zu haben, woraus ich eine übliche Wand dahinter annehme.
Die ausgeprägte Senke um 80Hz lässt den Verdacht aufkommen, dass die Polarität von Subwoofer und Hauptlautsprechern nicht zusammenpasst, also der Sub zumindest probeweise invertiert werden sollte.
Ich bezweifle, dass bei einer Messung des Gesamtsystems sich der hypothetische FG wie im letzten Bild bestätigt, Auslöschungen bleiben idR als solche erhalten.
Ich würde den Sub zwischen beide Haupt-LS stellen oder einen zweiten für mehr Symmetrie einsetzen.


Der Raum ist etwas über 5m lang. Wand hinter Hörplatz etwa 1,4m entfernt.
Sub unter den Schreibtisch? Geht das gut?

_____
Falls Infos zum miniDSP DDRC-24 erwünscht sind:
Ist UAC2 fähig und funktioniert unter Linux ohne Treiber.
Unter Windows 10 (Build 1607 LTSB) möchte er den Treiber von miniDSP haben, sonst geht es nicht.
Microsoft hat aber mit dem Creator-Update (Build 1703) einen nativen UAC2 Treiber eingebaut.

http://www.epsglobal.com/downloads/XMOS ... lass-2.pdf

pi@raspberrypi:~ $ uname -a
Linux raspberrypi 4.9.72-v7+ #1069 SMP Fri Dec 29 17:21:52 GMT 2017 armv7l GNU/Linux

pi@raspberrypi:~ $ lsusb -t
/:  Bus 01.Port 1: Dev 1, Class=root_hub, Driver=dwc_otg/1p, 480M
    |__ Port 1: Dev 2, If 0, Class=Hub, Driver=hub/5p, 480M
        |__ Port 1: Dev 3, If 0, Class=Vendor Specific Class, Driver=smsc95xx, 480M
        |__ Port 2: Dev 4, If 0, Class=Audio, Driver=snd-usb-audio, 480M
        |__ Port 2: Dev 4, If 3, Class=Application Specific Interface, Driver=, 480M
        |__ Port 2: Dev 4, If 1, Class=Audio, Driver=snd-usb-audio, 480M
        |__ Port 2: Dev 4, If 4, Class=Human Interface Device, Driver=usbhid, 480M
        |__ Port 2: Dev 4, If 2, Class=Audio, Driver=snd-usb-audio, 480M

pi@raspberrypi:~ $ cat /proc/asound/cards
0 [ALSA           ]: bcm2835 - bcm2835 ALSA
                      bcm2835 ALSA
1 [DDRC24         ]: USB-Audio - DDRC-24
                      miniDSP DDRC-24 at usb-3f980000.usb-1.2, high speed
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Beitragvon v_erich » 30.12.2017, 22:17

Welcher Receiver mit welcher internen Samplingfrequenz(en) arbeitet ist auch nicht wirklich herauszubekommen, sagt einen kein Hersteller.
Die neuesten Topgeräte scheinen aber intern dann mit 96kHz zu arbeiten, immerhin schon mal mehr.

Wie mal aber streamer mit Raumkorrektur verheiratet, kann ich leider nicht sinnvoll was dazu beitragen, da ich "nur" meine eigenen Files vom Server abspiele. Da gibts dann viele Möglichkeiten.
Auch verwende ich DIRAC nicht, ich hab Accourate gekauft, da kann ich viel mehr spielen ;-)

Das Problem mit Video sind halt bei FIR Filtern die lange Rechenzeit (delay).
Ich kenne eigentlich nur JRiver, das selbst convolven kann und dadurch die enorme Verzögerung die man für Video braucht ausgleichen kann.

Gruß,
Erich
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Beitragvon Buschel » 30.12.2017, 22:26

Hallo,
v_erich hat geschrieben:Das Problem mit Video sind halt bei FIR Filtern die lange Rechenzeit (delay).
Ich kenne eigentlich nur JRiver, das selbst convolven kann und dadurch die enorme Verzögerung die man für Video braucht ausgleichen kann.

Das ist ein leider immer wieder zitierter Irrtum. Es lassen sich FIR-Filter erstellen, die quasi verzögerungsfrei sind. Das nennt sich minimalphasiges Filter und ist in Acourate nur 2 Klicks entfernt, wenn man bereits Filter erstellt hat. Damit entfällt zwar die Phasenkorrektur, aber der Frequenzgang bleibt erhalten. Die einzige Verzögerung entsteht dann durch die Blockgröße der FFT, die zur Filterung benutzt wird. Diese lässt sich aber in den einstelligen ms-Bereich verschieben, wenn der Rechner schnell genug ist. Mache ich auch so.

Grüße,
Andree
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Beitragvon Hans-Martin » 30.12.2017, 22:37

Arthur4ik hat geschrieben:Der Raum ist etwas über 5m lang. Wand hinter Hörplatz etwa 1,4m entfernt.
Sub unter den Schreibtisch? Geht das gut?

Hallo Arthur,
ich habe mir nochmal die Bilder angesehen, vermag aber nicht herzuleiten, wieso der unübersehbare Peak deutlich unter 30Hz seine Spitze hat. Mit 5m will das für mich partout nicht zusammenpassen. Das weckt eher Zweifel an der Genauigkeit des Messsystems und bei einem Korrektursystem im Besonderen auch Zweifel an der resultierenden Korrektur.

Was spricht gegen Subwooferplatzierung unter einem Schreibtisch? Der Verlust von Fußraum.
Schadet eine hornförmige Anpassung an den Hörraum? Ich wüsste nicht, zumal ein Korrektursystem vorhanden ist, um Welligkeiten im FDG auszuglätten, schließlich dessen Hauptaufgabe...
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Arthur4ik » 30.12.2017, 22:52

ist etwas eng unter dem Schreibtisch :D
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Beitragvon Arthur4ik » 31.12.2017, 00:29

So Messung mal durchgeführt:

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einzige Messung direkt von der Mitte:
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Messung mit allen Messpunkten vorher:
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nachher:
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Carma kommt gleich :)
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Beitragvon Arthur4ik » 31.12.2017, 00:48

Vorher:
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Nachher:
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Beitragvon v_erich » 31.12.2017, 01:32

@Andree:
Ja das kenne ich, dann sind es aber keine FIR Filter mehr sondern reduziert auf IIR.
Bei mir klingt das in Kombination mit einem Mono Woofer dann nicht mehr gut, dieses bruchlose zusammenarbeiten zw. Sub und dem Rest ergibt sich bei mir nur mit FIR Filtern.

Das Problem bleibt dann aber auch, welche Videowiedergabe Software kann (auch auf IIR reduziert) das Audio convolven? Ich kenne die Funktion unter Windows nur bei JRiver, aber ich hab ehrlich gesagt bei den vielen anderen Programmen die es dafür gibt nicht extra dannach gesucht. Evtl. kann man diese Filter dann ja auch extra irgendwie ins System reinhängen unabhängig von der Video-Software, da wüsste ich aber auch nicht mit welchem Tool das problemlos ginge.

Gruß,
Erich
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Beitragvon grobian.gans » 31.12.2017, 02:02

Hallo Arthur,

das Ergebnis mit Carma sieht egentlich recht gut aus.

Suboptimal auf die Messung könnte sich Dein "Behelfsstativ" auswirken. Vielleicht rührt die starke Überhöhung bei 30 Hz auch daher. Oder hast Du die Kartons befüllt?

Grüße

Hartmut
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Beitragvon Arthur4ik » 31.12.2017, 02:25

In dem oberen Karton befindet sich tatsächlich auch eine DSLR verkaufsfertig und unten ist nur Styropor drin.
Ich kann die Messung auch mal nur mit stativ und ohne Stuhl machen, wird sicherlich das selbe rauskommen, oder nicht?
Dummerweise hat das UMIK-1 kein 1/4" Gewinde und Stativ auf Stuhl war dann viel zu hoch.
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Beitragvon Arthur4ik » 31.12.2017, 02:36

Hier die Carma Messungen, falls von interesse?

https://drive.google.com/open?id=0B8mBp ... TgzY0VBNzg
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