Nico (Abacus C-Box 3)

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Beitragvon Nicolas92 » 25.11.2017, 12:50

Ok ich habe mich nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen die Kette vorerst bis mindestens Weihnachten/Neujahr so zu lassen wie es aktuell ist.

Ich neige zu stark dazu immer nur nach Verbesserungen zu schauen und vergesse dabei mit dem schon vorhandenen zufrieden zu sein. (Das ist wohl auch ein Grund dafür, dass ich schon so viele verschiedene Lautsprecher hatte :D )
Ich lese mir ständig die neuesten Stereo Zeitschriften durch und lese mir hier und vor allem im Hifi-Forum Forenbeiträge durch wo immer etwas besseres empfohlen wird und dann hört man sich immer wieder die gleichen 100 verschiedenen Vorführ Tracks wie Diana Krall, Stevie Ray Vaughan, Sade, Steely Dan, Sting etc an und erfreut sich an dem tollen Klang ( wobei diese Musik fast über jede Lautsprecher gut klingt ), aber vergisst dabei das wirkliche Musikhören und entdecken von neuer Musik.

Die jetzigen Räumlichkeiten im Nahfeld am Schreibtisch geben auch nicht wirklich das volle Potenzial wieder, das ich vielleicht in 1-2 Jahren nach dem Studium haben werde und dann macht es mehr Sinn in Zukunft in noch bessere Lautsprecher zu investieren.
Finanziell hätte ich jetzt auch locker das Geld für eine Abacus Trifon 3 oder sogar mehr, aber es macht aktuell wie gesagt einfach keinen Sinn, vor allem wenn vielleicht nach dem Studium erstmal hohe Ausgaben (Umzug, Auto, Anzug etc.) vorerst unsicheren Einnahmen gegenüberstehen werden.

Was den Dac angeht bin ich natürlich trotzdem über Vorschläge für die nahe Zukunft dankbar, wenn ich es mir anders überlege, aber wie gesagt sehe ich aktuell immer noch nicht wirklich wie ein anderer Dac in der Preisklasse 200-400€ gegenüber dem wirklich guten und günstigen Fiio D03K sich klanglich durchsetzen soll, wenn man mal den Placebo Effekt außen vor lässt.
Wenn der Ausgangs Dac sehr schlecht ist, wie z.B. der Onboard Sound vom PC könnte es Verbesserungen geben, aber ausgehend von dem Fiio ist es schon schwieriger einen besseren Dac unter 500€ zu finden, der wirklich hörbar besser klingt.

Was ich bislang verstanden gibt es 2 große Bereiche , weshalb sich ein Dac lohnen könnte:

1. Jitter: wodurch die 0en und 1en Lücken aufweisen wodurch es so aussieht: 0 101 01 0111 01 000 11. Durch den Dac würden dann die "Lücken" zwischen den 0en und 1en geschlossen wodurch es dann so aussieht: 01010101110100011. So wird die Musik noch präziser wiedergegeben.

2. Filtering: Die Frequenzen außerhalb der hörbaren Frequenzen zwischen 20-20000 Hz werden vom Dac entfernt, damit diese nicht die hörbaren Frequenzen negativ beeinflussen.

Dies mal ganz grob laienhaft erklärt aber wie gesagt ist dabei immer die Frage inwiefern diese 2 Aufgaben ein anderer Dac besser lösen kann als der Fiio.
Ich werde wohl selber bestellen und vergleichen müssen, aber eigentlich würde ich auch gerne gebraucht kaufen und da muss die Überlegung schon fortgeschrittener sein, da ein zurückschicken entfällt...
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Beitragvon uoiea » 28.12.2017, 10:35

Hallo Nico,

falls du Spaß an etwas DIY hast, wäre ein ganz heisser Tipp für einen DAC mit einem unglaublichen Preis-Leistungs-Verhältnis: Ein Raspberry Pi mit iQAudio Pi-DAC+. Kostet alles zusammen nicht mal 100,- und klingt für den Preis phänomenal. Um Klassen besser (höher auflösend, deutlich räumlicher v.a. in der Tiefe, natürlichere Klangfarben) als Cambridge DacMagic+, audiolab M-DAC etc., diese ganzen Hifi-Wandler kann man meiner Erfahrung nach echt vergessen, die sind ihr Geld nicht wert, klingen in meinen Ohren richtig tot. Wenn, dann etwas aus der Studiobranche, z.B. Lake People oder Violectric. Aber da kenne ich keinen bis 400,-, es gibt zwar bei Lake People auch einen Wandler in der Preisklasse, aber der hat evtl. nicht die Eingänge, die du brauchst, und ich kenne den Klang nicht. Allerdings hat so ziemlich alles von LP ein unglaubliches P/L Verhältnis...

Der kleine Pi-DAC+ klingt tatsächlich besser als mein Teac UD-503, das hat mich schon sehr überrascht. Mein Lake People RS06 ist zwar besser, aber nicht um Klassen, sondern um deutlich wahrnehmbare Nuancen, da muss man schon etwas sorgfältiger hinhören.

Es kommt aber auch alles darauf an, welche Art von Musik du hörst, und in welcher Qualität. Wenn du meist wenig audiophil aufgenommene/gemasterte aktuelle Musik als mp3 mit vielleicht 256kbit/sec hörst, wird der Unterschied möglicherweise nicht krass sein. Aber wenn du eine gute klassische Aufnahme hast, oder auch eine gute Jazz-Aufnahme, sind die Unterschiede groß. Auch zwischen komprimiert und unkomprimiert. Neulich hatte ich mir eine CD online gekauft (Frauenstimme, Jazz), und sie schon vorher als MP3 runtergeladen, mit 320kbit/sec und mehrfach gehört. Als dann die CD eintraf, war es eine klangliche Offenbarung, sofort hörbar, das hatte ich nicht wirklich erwartet.

Mit deinen Abacus C3 dürften die Unterschiede auch gut hörbar sein, die sind schon richtig gut. Ich frage mich, wozu du den Subwoofer überhaupt brauchst. Im Nahfeld und bei nicht unvernünftigen Pegeln kommen die Abacus evlt. sogar weiter runter als der Sub...

Den iqAudio könntest du direkt an die Abacus anschließen, oder optimalerweise z.B. einen Abacus Linetreiber Vari dazwischenschalten, dann hättest du ca. den Klang eines Abacus AroioSU (Vorgängerversion, jetzt wird statt des Pi-DACs ein eigener DAC eingesetzt, der nochmal etwas besser ist).

Bei der Auswahl eines Betriebssystems hättest du die Auswahl, ich hab sowohl openElec mit Kodi als auch runeaudio, letzteres betreibe ich mit der Kombi Raspi + Pi-Dac. Kodi mit Pi-Dac habe ich noch nicht probiert, aber das sollte auch gut funktionieren. Mit dem Raspi als Quelle könntest du auch direkt streamen. runeaudio eignet sich z.b. hervorragend als Streamer.

Ich habe mittlerweile drei Raspis als Quellen im Einsatz, einen davon mit Pi-Dac+, sind echt genial, die kleinen Kistchen.

Nebenbei ist der Pi-Dac+ auch ein hervorragender Kopfhörerverstärker, hat einen richtig guten KH Ausgang.

Viele Grüße
Emil
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Beitragvon uoiea » 28.12.2017, 17:00

"...diese ganzen Hifi-Wandler..." ist etwas arg allgemein, hier muss ich differenzieren. Ich meine damit nicht, dass alle Hifi-Wandler ausnahmslos schlecht sind. Aber "die üblichen Verdächtigen" in dem Preisbereich (unter Tausend) habe ich vor nicht allzu langer Zeit alle ausgiebig daheim probegehört, und da war die Enttäuschung groß, das lohnt nicht. An der Stelle (DAC) muss man es mit den Ausgaben tatsächlich nicht übertreiben. Mein absoluter Tipp für unter 1000,- ist der Lake People RS06, der klingt für mich überragend natürlich, hochauflösend und dynamisch. Recht viel mehr geht eigentlich nicht, denke ich, nur anders. Hifiwandler färben mehr und gaukeln dann manchmal "besser" vor, wo eigentlich nur "anders" ist. Hatte neulich die Gelegenheit, einen T+A DAC 8 zu hören. Hat mich ehrlich gesagt nicht vom Hocker gerissen. Besser als den Lake fand ich ihn auch nicht, möglicherweise sogar andersherum.
Richtig gut dürfte übrigens auch der brandneue Abacus AroioLT für 490,- sein.
Wohl noch einen Tick besser als die Raspi plus Pi-Dac+ Variante wegen eigenem neuen AroioDAC. Aber natürlich auch teurer.
Braucht man aber SPDIF und Toslink Eingänge, muss man tiefer in die Tasche greifen, wenn man das alles in einem Wandler will.
Aber dafür hättest du hat den Fiio...
Für reinen Musikgenuß reicht ja wahrscheinlich Streaming, für Multimedia (DVD, TV...) kann man sich ja mit dem Fiio behelfen...
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uoiea
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