Gabriel (Sonus Faber Amati Futura)

audiophile Biografien unserer Mitglieder
Forumsregeln
Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.
Antworten
StreamFidelity
Aktiver Händler
Beiträge: 927
Registriert: 24.09.2017, 14:50
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von StreamFidelity »

Hallo Andi,
hallo Oliver,

Vielen Dank für die Empfehlung. Refine setze ich auf meine Liste. :D

Grüße Gabriel
Bild
StreamFidelity
Aktiver Händler
Beiträge: 927
Registriert: 24.09.2017, 14:50
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von StreamFidelity »

Hallo Guido,

vielen Dank für Deinen Bericht. Ich habe mich sehr über Deinen Besuch gefreut. Und zufälligerweise warst Du bezüglich des Lautsprecherkabeltests genau zum richtigen Zeitpunkt da.
GuidoS hat geschrieben: 1. Dieser leichte Effekt, die Dinge nach rechts zu rücken (wobei ich das nicht politisch meine), würde ich noch einmal angehen, da scheint etwas in dem Faltungsfilter nicht zu passen, wie wir bei den Tests bemerkt haben.
Mein Kompliment zu Deinem Hörvermögen. Dir ist gleich der Rechtsdrall aufgefallen. An der T+A Pegelaussteuerung war das dann auch optisch auszumachen. In der Tat habe ich irgendwo einen Fehler bei der Erstellung der Faltungsfilter gemacht. Ich meine mich zu erinnern, dass Acourate eine Kanalabweichung im IACC anzeigte. Der ich jedoch keiner Bedeutung zumaß, da ich es das erste mal sah und es der neuen Acourate-Version zuschob.
GuidoS hat geschrieben: 2. Beim Bass kann sicherlich noch mehr herausgeholt werden, wenn er etwas abgemildert würde. Eventuell kann das aber auch über die Lautsprecherkabel schon deutlich verbessert werden – aber dann wäre die Klangqualität ja der reine Wahnsinn ;-)
Der neue bassarme Filter gefällt mir jetzt deutlich besser. Der Bass war zuviel.
GuidoS hat geschrieben: Wir haben dann spaßeshalber die Lautsprecherkabel wieder auf den alten Stand gebracht. Das Ergebnis war innerhalb von Sekunden mit Musik ziemlich deutlich: „Das geht so gar nicht mehr.“ Das Thema Kabel ist also keine Spinnerei, sondern bei Deiner Anlage ein Muss, aber so ist das Hobby.
Diesen klaren Effekt finde ich immer noch sehr erstaunlich. Neben dem Probehören will mich mit den technischen Daten bei Lautsprecherkabel weiter beschäftigen.
GuidoS hat geschrieben:Als Konsequenz nehme ich mit, dass ich den Musik-PC definitiv umsetzen werde, fragt sich nur, ob mit HDPLEX oder Paul Hynes Stromversorgung.
Ein sehr schönes Projekt. Hier ist ein brandneuer Testbericht meines Gaming Boards: ASUS ROG Maximus XI Gene. Die dort vergleichsweise aufgeführten MSi-Boards könnten für Dich interessant sein. Bei der Speicherlatenz, Spannungsversorgung und Multi-Core-Belastung ist mein Board vorn.

Ich freue mich jetzt schon auf den Gegenbesuch bei Dir, wenn der Audio PC fertig ist.

Grüße Gabriel
Bild
Hans-Martin
Aktiver Hörer
Beiträge: 6840
Registriert: 14.06.2009, 15:45

Beitrag von Hans-Martin »

StreamFidelity hat geschrieben: Es handelt sich um relativ preiswerte QED Reference Silver anniversary XT BW in einer Single-Wire Konfektionierung von Wilbrand acoustics. Volltreffer! Ich höre jetzt wieder gern über Lautsprecher. Da mein Verstärker offensichtlich deutlich mehr Bässe in die Lautsprecher schiebt, war der Bass zuviel des Guten. Heute habe ich meine Zielkurve in Acourate überarbeitet.

Verdammte Axt! Eigentlich wollte ich es mit den Optimierungen mal gut sein lassen. Aber wie sagt man so schön? Das schwächste Glied bestimmt den Klang. Das sind bei mir ohne Zweifel die Lautsprecherkabel.
Hallo Gabriel,
nein, ohne Zweifel ist es fast immer der User, der mit seinem mangelnden Vorstellungsvermögen willentlich am Optimum vorbeisteuert.
Nix gegen Andi Willbrand, der macht gute Arbeit, aber warum wird das Potenzial einer 4-adrigen Leitung nicht ausgeschöpft?
Ich sehe Kabel, die auf dem Boden liegen, das ist fast so schlimm wie eingemauert. Luft ist das beste Dielektrikum, also rate ich dazu, mit Luftpolsterfolie oder Styropor, Heizungsrohrschaum, geknickten Postkarten, Schnapsgläsern als quasi Brückenpfeilern das Kabel von anderer Materie fernzuhalten.
Warum die Box wohl 4 Anschlüsse hat? Wer sagt, dass die auf Single-Wiring reduzierte Leitung an die Bassklemmen gehört? Was passiert, wenn man die Hochtönerklemmen benutzt? Warum nicht einen Pol des TT, den anderen des HT anschließen, von dort die verlustbehafteten Brücken zum anderen Chassis einsetzen?
Warum micht das 4-adrige Kabel, wie vom Hersteller konzipiert für die 4 Terminals ab Verstärker getrennte Wege gehen lassen? Die Brücken dürfen bei den Boxen bleiben. Dahingehend sehe ich Handlungsempfehlung.
Und wie Versuche zeigen, kann die Anordnung HT+ B+ B- HT- eine verblüffende Verbesserung bringen (ohne die Brücken probieren, dann mit Brücken). Der Techniker wird sofort rufen, dass die Schleifeninduktivität für den Hochtonbereich besonders gering gehalten werden muss, also sollen die Leiter eng beieinander gruppiert werden. Aber der Hörvergleich zeigt oft, dass dann der Bass über die innenliegenden Leiter übertragen werden darf und die gleichpoligen Leiter benachbart den HT übertragen, womit ihr elektrisches Feld nicht gestört wird. Ein homogenes Feld um den Leiter herum ist die beste Grundlage für die Übertragung hoher Frequenzen. Eine kreuzweise Verschaltung reduziert die gemeinsame Induktivität, erhöht aber die dielektrische Absorption, die wiederum die Auflösung bei Obertönen behindert.

Ein einfacher Hörvergleich zeigt die Schwächen des -didaktisch reduzierten- Schulbuchwissens deutlich auf.
Das QED Kabel stellt für mich den Einstieg dar.

Genau, nun gilt es, dessen Potenzial erst einmal zu entfalten, bevor man nach Alternativen Ausschau hält, um suboptimale Vergleiche durchzuführen.
Es hat schon Gründe, weshalb deutsche und internationale Foren voll sind von Postings, die Klangunterschiede bei LS-Kabeln anzweifeln. Mangelnde Bildung, schlechte Beobachtung und die oben ansatzweise beschriebene, überwiegend unverstandene Auswirkung der Überlagerung durch elektrische Fremdfelder sind nur 3 davon. Bei einer 4-adrigen Leitung kommen noch andere Aspekte hinzu, die Praxis kann verblüffen.
Grüße
Hans-Martin
Bild
StreamFidelity
Aktiver Händler
Beiträge: 927
Registriert: 24.09.2017, 14:50
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von StreamFidelity »

Hallo Hans-Martin,

vielen Dank für die mannigfaltigen Anregungen. In der Tat kann ich schon mit dem Einstiegskabeln etwas experimentieren. Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Schnapsgläser zu verwenden ist zwar auch eine gute Idee, aber ich trinke lieber daraus. Zum Glück habe ich noch die in-akustik Cable Base. :D

Beim Kabelvergleich ist es auch nicht so einfach. Welcher Kabelhersteller als Manufaktur hat gleich ein unübliches 4,5m Kabel im Bi-Wire zum testen? Da werde ich eher das nehmen müssen, was gerade da ist.

Zu guter Letzt muss es praktikabel bleiben. Für den Hintergrundmusikbetrieb sollen keine rumliegenden Kabel stören. Einen Musikraum habe ich nicht. Wenn ich intensiv Musik hören möchte, soll das Kabelumgestecke schnell von der Hand gehen. Wie so oft muss ein Kompromiss gefunden werden.

Grüße Gabriel
Bild
StreamFidelity
Aktiver Händler
Beiträge: 927
Registriert: 24.09.2017, 14:50
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von StreamFidelity »

Ein freundliches Hallo an die Audio PC Enthusiasten :wink:
StreamFidelity hat geschrieben: Ich habe mich für einen überdimensionierten Gehäuselüfter be quiet! SILENT WINGS 3 140mm PWM entschieden.

Nun sollten die PC Audio - Optimierungen ihr vorläufiges Ende gefunden haben. :cheers:
Natürlich haben die PC Audio - Optimierungen nicht ihr vorläufiges Ende gefunden. 8)

Schuld hat Guido. :mrgreen: Der hat mir den SOtM Fan Filter empfohlen.

Ein kleines Platinchen.
Bild

Viel ist nicht drauf.
Bild

Der Fan Filter wird einfach zwischen dem Lüfterkabel und dem Motherboard gesteckt.
Bild

Aktuell hat der Fan Filter nicht viel zu tun, da ich eine für mich optimale Einstellung im BIOS gefunden habe.

Bild
Quelle: hw-journal.de

Ich habe das ASUS MultiCore Enhancement auf ENABLED - Remove All limits gesetzt. Anders als es die Einstellung suggeriert, werden nicht alle Limits entfernt. Die CPU Temperaturkontrolle und das CPU Power Management (PL1 und PL2) sind weiter aktiv. Die ASUS Algorithmen greifen in die CPU Spannungsversorgung ein. Mit einem verblüffenden Effekt: die Taktfrequenz von 4GHz (von mir vorgegeben) wird mit weniger Spannung (unter 1V) als vorher gehalten. Weniger Spannung heißt weniger Temperatur. Ich kann nun die EC-Modulatoren vom HQPlayer je nach Quellmaterial Lüfterlos ausführen.

poly-sinc-ext2 + ASDM7EC + Faltung EIN: PCM 44.1kHz ---> DSD 256 arbeitet stabil ohne Lüfter
Bild

Bei zu wenig Spannung kann es zum Absturz kommen. Die Algorithmen haben die Spannung jedoch gut im Griff. Das System ist ausgesprochen stabil.

Grüße Gabriel
Bild
StreamFidelity
Aktiver Händler
Beiträge: 927
Registriert: 24.09.2017, 14:50
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von StreamFidelity »

Hallo zusammen,

das Projekt neue Lautsprecherkabel führte dank der weltbesten Ehefrau zum eigenen "Hörsalon". :mrgreen:

Es handelt sich um den ehemaligen offenen Essbereich, welches an das Wohnzimmer angrenzt. Meine Freude kannte keine Grenzen. Endlich kein Umgeräume mehr.
StreamFidelity hat geschrieben: Das eine zieht das andere nach sich! :roll:
Gilt auch hier. Die Freude wurde nämlich am Anfang gebremst. Wo war die Räumlichkeit? Das Problem war dank Acourate schnell gefunden: ein IACC10 von unter 80%! Kein Wunder: der Raum ist nur 3,10m breit. Vorher standen die Boxen mehr oder weniger mitten im Raum mit großen Seitenwandabständen. Nach vielem rumgeschiebe und Messungen stehen die Boxen jetzt mit einem Seitenabstand von 50cm und Rückwandabstand von 110cm (jeweils vom Hochtöner gemessen). Das Stereodreieck ist 2,20m breit und 2,40m tief. Mit den Wandabsorbern von RaiWai Acoustics Classic Pro L bin ich bei einem IACC10 von 87%. Jetzt hört es sich wieder gut, nein sogar besser als vorher an. Das liegt an der Rückwand, die vorher nicht da war. Dadurch werden die Bassreflexports unterstützt und ich schaffe einen echten Frequenzgang ab 20Hz (vorher 32Hz). Das macht richtig Spaß. :cheers:

Nachhall mit Raumkorrektur und Seitenwandabsorbern:
Bild

Mein HiFi-Rack von USM Haller ist nun zu hoch (steht vor dem Fenster). Vielseitig wie USM Haller ist, könnte ich das zurückbauen lassen. Aber ich habe mich für eine andere Lösung entschieden: Lowboard von Roterring Amitara 23. Ich habe es in Nussbaum mit Quarzsandfüllung und Soundcare SuperSpikes bestellt. Ich verspreche mir davon deutlich reduziertere Mikrofonieeffekte. Außerdem ermöglichen mir die drei breiten Ebenen eine flexible Anordnung meiner Geräte. Die Roterring Möbelmanufaktur ist ein Familienunternehmen und gibt es seit 80 Jahren.

Grüße Gabriel
Bild
Jupiter
Aktiver Hörer
Beiträge: 928
Registriert: 25.07.2014, 15:51
Wohnort: Bad Dürkheim / Pfalz

Beitrag von Jupiter »

Hallo Gabriel,

zunächst herzlichen Glückwunsch zu der Besten von allen. :cheers:

Mir ist aufgefallen das Du bei der Angabe des Raumes 105 m3 addierst, wie kommt es dazu.
Kannst Du auch mal das ETC bezüglich Reflektionspunkte einstellen.

Würde mich interessieren wie es bei 50 cm Seitenwandabstand aussieht.

Wie hast du das Mikro positioniert bei der Messung auf 2,40 m oder auf 2,20 m und ziehst Du den Sessel auf 2,4 m zurück.

Eine Empfehlung ist, das gleichseitige Dreieck in Deinem Fall mit 2,2 m aufzustellen, Mikro dann ebenfalls bei 2,2 m.
Die LS sind dann etwas stärker eingewinkelt als bei 2,4 m.
Dies ergibt geringere Refelektionen der Seitenwände, gerade bei nur 50 cm Abstand könnte dies von Vorteil sein, könnte muß aber nicht.
Bühne „könnte“ dadurch gewinnen.
Ich gehe davon aus das Du die LS eingewinkelt hast.
Hörsessel dann auf 2,40 zurückziehen.

Kann sein das Du Unterschiede wahrnimmst.


Gruß Harald
Bild
StreamFidelity
Aktiver Händler
Beiträge: 927
Registriert: 24.09.2017, 14:50
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von StreamFidelity »

Hallo Harald,

vielen Dank. Happy Wife Happy Live, so soll es bleiben. :mrgreen:
Jupiter hat geschrieben: Mir ist aufgefallen das Du bei der Angabe des Raumes 105 m3 addierst, wie kommt es dazu.
Die Diskussion hatten wir schon mal. :wink: Das war, als Du mich sehr gut in den Anfängen von Acourate unterstützt hast.
Angabe des Raums
Jupiter hat geschrieben: Kannst Du auch mal das ETC bezüglich Reflektionspunkte einstellen. Würde mich interessieren wie es bei 50 cm Seitenwandabstand aussieht.
Ich analysiere sonst den Pulse, aber hier ist die ETC (Energy Time Curve). Die 50cm habe ich markiert. Ich sehe da nichts auffälliges (Wandabsorber sind schon dran). Bei 85cm gibt es einen Dip, das könnte mein Rack sein. Das ändert sich ja noch.
Bild
Jupiter hat geschrieben:Wie hast du das Mikro positioniert bei der Messung auf 2,40 m oder auf 2,20 m und ziehst Du den Sessel auf 2,4 m zurück.
Eine Empfehlung ist, das gleichseitige Dreieck in Deinem Fall mit 2,2 m aufzustellen, Mikro dann ebenfalls bei 2,2 m.
Ich messe immer mit 0°(horizontale Ausrichtung) ohne Sessel. Ich habe die Diskussionen verfolgt mit 90° Ausrichtung und mit Sessel und mich dagegen entschieden. Für mich passt das so. Die Messung erfolgte mit 2,4m Abstand und penibler Micro-Ausrichtung mit Micro Alignment. Ich mache genau eine Messung. Manche messen jeden Lautsprecher einzeln und richten das Micro danach aus. Jeder hat da so seine Spezialitäten.

Ich habe einige Varianten probiert, auch stärkeres Einwinkeln, weiter weg von den Seitenwänden, Hörposition näher an die Boxen (ich hörte dann die einzelnen Chassis). Letztendlich bin ich bei der Position geblieben, bei der das Klangbild "einrastet". Messungen können gute Unterstützung leisten, aber letztendlich müssen die Ohren entscheiden.

Grüße Gabriel
Bild
StreamFidelity
Aktiver Händler
Beiträge: 927
Registriert: 24.09.2017, 14:50
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von StreamFidelity »

Hallo zusammen,

nachdem das Projekt neue Lautsprecherkabel doch recht teuer wurde, habe ich diesmal eine sehr preiswerte Tuning-Maßnahme durchgeführt mit:

Wilbrand acoustics Tuning Schwerschaum-Absorber.

Die selbstklebenden 1cm dünnen Matten absorbieren Luftschall und Körperschall. Mein Ziel ist es Mikrofonieeffekte zu mindern, da die Anlage zwischen den Boxen steht.

Audio PC

Im Audio PC habe ich die Absorbermatten an der rückseitigen Frontplatte und am Gehäusedeckel angebracht. Die Matten sind temperaturstabil bis 100°C, da sollte nichts passieren.

Bild

Bild

Denafrips Terminator

Im Gehäuse ist wenig Platz. Keinesfalls wollte ich die Kondensatoren-Armada beschädigen. Im empfindlichen Clock-Bereich bin ich fündig geworden. Die zwei CRYSTEK Femto Clocks (links im Bild) werden nun durch eine Absorbermatte am Gehäusedeckel geschützt.

Bild

Bild

Fragt mich bitte nicht nach den klanglichen Auswirkungen. Ich höre keine. Aber es beruhigt mich. :D

Grüße Gabriel
Bild
uli.brueggemann
Aktiver Hersteller
Beiträge: 4021
Registriert: 23.03.2009, 15:58
Wohnort: 33442
Kontaktdaten:

Beitrag von uli.brueggemann »

Gabriel,

im Prinzip ist die Dämmplatte mit einem qm-Preis von 116 Euronen doch relativ teuer.
Und sie sieht auch nicht anders aus als Bautenschutzmatten, welche es in Baumärkten deutlich preiswerter gibt.

Grüsse
Uli
Bild
StreamFidelity
Aktiver Händler
Beiträge: 927
Registriert: 24.09.2017, 14:50
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von StreamFidelity »

Hallo Uli,

Du beraubst mich aber auch allen Illusionen. Zumal die Bautenschutzmatten nicht so schön hifidel beworben werden. :mrgreen:

Bei meinem Geschick kaufe ich noch die falsche im Baumarkt. Das kleine Sponsoring gönne ich Wilbrand acoustics.

Grüße Gabriel
Bild
Hans-Martin
Aktiver Hörer
Beiträge: 6840
Registriert: 14.06.2009, 15:45

Beitrag von Hans-Martin »

StreamFidelity hat geschrieben:Im empfindlichen Clock-Bereich bin ich fündig geworden. Die zwei CRYSTEK Femto Clocks (links im Bild) werden nun durch eine Absorbermatte am Gehäusedeckel geschützt.
Bild
Hallo Gabriel,
Was ist Schaum? Überwiegend Luft. Was kann diese Luft, was die Umgebungsluft nicht auch könnte? Nur wenig mehr. So ist die wahrgenommene Wirkung auf höhere Audiofrequenzen (harter Klopftest, Biegewellen) zunächst positiv, weil der Eigenklang dumpfer wird. Die weniger wahrgenommene Kehrseite der Medaille ist aber die erhöhte Masse, die die Grundfrequenz des Blechs zu einer tieferen Frequenz verlagert (das ist unabhängig davon grundsätzlich bei Dämpfung zwangsläufig immer der Fall). Am Ende resultiert womöglich ein sumpfiger Klang, so habe ich nach meinen weniger überzeugenden Erfahrungen mit KFZ-Blech-Entdröhnmasse lieber Glas oder Kupferblech auf das Blech geklebt, was beides in der Steifigkeit dem Blech näher kommt, es gleichzeitig versteift und wegen der unterschiedlichen Schallausbreitungsgeschwindigkeit in den Materialien zugleich bedämpft. Bei Kupferblech ist zusätzlich die elektrische Abschirmung besser.
Aber der Schaum hat auch Masse (glaubt man dem Namen Schwerschaum), die sich zur Masse des Blechs addiert. Es ergibt sich die konsequente Frage, wie beim Sprung vom harten Metall zum weichen Schaum sich die optimale Stärke des Schaums bestimmen ließe, die gleiche Dämpfung ohne überflüssige Masse beiträgt.
Vor dieser Dämpfung sollte man nicht zuviel erwarten. Man kann ja mal versuchen, das Blech durchzubiegen und zum Vergleich ebenso den Schwerschaum - da hat man gleich sein Waterloo.
Die gezeigte Leiterplatte hat eine Gehäuseschraube sehr nahe bei den Oszillatoren, aber sie ist in der (vertikalen) Mitte. Das weist wieder auf die Problematik der fundamentalen Grundschwingung des Blechs, wo die größte Amplitude in der Mitte zu erwarten ist, nicht am versteiften Rand.
Ich würde diese Leiterplatte an ein stabilisiertes Gehäuse über Filze oder Nylonschrauben ankoppeln und /oder die Oszillatoren von der Leiterplatte mit weichen Litzendrähten entkoppeln.
Dabei würde ich eine mechanische Resonanzfrequenz möglichst unter 1Hz anstreben, um bei der Spektralanalyse eine möglichst geringe Modulationsfrequenzvariation zu erreichen. Das bedeutet weniger wahrnehmbaren Jitter.
Fragt mich bitte nicht nach den klanglichen Auswirkungen. Ich höre keine.
Kein Wunder. Lass es wie es ist oder versuch was anderes...
Grüße
Hans-Martin
Bild
StreamFidelity
Aktiver Händler
Beiträge: 927
Registriert: 24.09.2017, 14:50
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von StreamFidelity »

Hallo Hans-Martin,

nach meinem Verständnis soll der Schwerschaum die im Gehäuse durchkommenden Schallwellen dämpfen. Hat der Termi eventuell schon eine gute Dämpfung, da das Gehäuse komplett aus massivem Aluminium besteht? Der DAC wiegt 19 kg.

Muss jede Maßnahme hörbar sein? Bringen eventuell viele kleine Optimierungen in Summe den hörbaren Effekt oder lassen Störungen erst gar nicht aufkommen?

Viele Fragen. Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig. Auf mich trifft das zu. Der erste Halbsatz passt jedoch nicht zur zitierten Person: Einstein. :D

Grüße Gabriel
Bild
h0e
Aktiver Hörer
Beiträge: 2287
Registriert: 11.11.2013, 09:40
Wohnort: München

Beitrag von h0e »

Hallo Gabriel,

Maßnahmen, die nicht hörbar sind, kann man auch lassen.
Entweder hört man es nur nicht, dann ist es egal,
oder man hat einen größeren Flaschenhals, dann sollte man danach suchen,
oder es bringt tatsächlich nichts.

Bei der Schaumstofforgie in Geräten sollte man sich auch Gedanken um die Thermik machen.
Stattdessen würde ich lieber mit Auflast und / oder Aufstellung probieren.

Grüsse Jürgen
Bild
chriss0212
Aktiver Hörer
Beiträge: 3671
Registriert: 06.01.2015, 21:03
Wohnort: Wuppertal

Beitrag von chriss0212 »

Hallo Gabriel
Muss jede Maßnahme hörbar sein? Bringen eventuell viele kleine Optimierungen in Summe den hörbaren Effekt oder lassen Störungen erst gar nicht aufkommen?
Dem kann ich nur beipflichten... alles andere könnte ich auch nicht nachvollziehen... Ansonsten würde es ja auch keinen Unterschied machen, ob ich einen Zentimeter Kabel oder 100 Meter Kabel zwischen zwei Geräte schalte. 2cm kann man evtl. nicht hören... aber 100 Meter?! Klar ist der Vergleich jetzt etwas überzogen... aber deswegen ist er meiner Meinung nach nicht weniger richtig.

Viel Spaß beim weiteren optimieren!

Christian
Bild
Antworten