Gabriel (Sonus Faber Amati Futura)

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Franz
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Beitrag von Franz »

Danke für euren Vergleich. Ich habe selbst die beiden Netzwerkisolatoren Delock und emosafe 70 HD miteinander in meiner Konfiguration verglichen und bevorzuge dort direkt vor dem Aurender den emosafe. Werde das fis audio lan-Kabel mit dem integrierten Isolator aber auch noch ausprobieren, bin mit Bernd darüber im Austausch. Bin gespannt, ob an der Stelle auch noch was geht in meinem Anwendungsfall.

Wirklich erstaunlich, was damit möglich wird.

Gruß
Franz
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WongP
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Beitrag von WongP »

Hust
In der Foren Netiquette sollte mal so was mit eingebunden werden, ist ja langsam nicht mehr zum aushalten. Stichwort: Usergrabbing,
Sonnige Grüße
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StreamFidelity
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Beitrag von StreamFidelity »

Hallo Franz,
Franz hat geschrieben:
31.03.2021, 13:40
Danke für euren Vergleich.
Aber gerne.
Franz hat geschrieben:
31.03.2021, 13:40
Ich habe selbst die beiden Netzwerkisolatoren Delock und emosafe 70 HD miteinander in meiner Konfiguration verglichen und bevorzuge dort direkt vor dem Aurender den emosafe.
Ich glaube Du bist da nicht ganz unschuldig, dass sich Bernd diesem Thema intensiv widmete. :D
Franz hat geschrieben:
31.03.2021, 13:40
Wirklich erstaunlich, was damit möglich wird.
Ich dachte mit einer galvanischen Trennung durch LWL ist das Thema erledigt. Denkste! Ich bin auch sehr erstaunt.

Grüße Gabriel
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Franz
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Beitrag von Franz »

Hallo Gabriel,

freut mich, daß ich durch meine Versuche dazu beitragen kann, daß ihr daraus etwas Positives ziehen könnt. So soll es sein, Erfahrungsaustausch.

Gruß
Franz
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StreamFidelity
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Beitrag von StreamFidelity »

Ostergrüße 🐣

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StreamFidelity
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Update Euphony vs. Windows & Datei Remastering & fis Audio LAN Kabel mit Filter

Beitrag von StreamFidelity »

Hallo zusammen,

ich bekam Besuch von meinem Freund und Geschäftspartner Bernd (fis Audio). Der Anlass war ein Soundcheck seines Prototyps LAN Kabel mit Filter. Bevor es losging hörten wir

Euphony vs. Windows

Windows 10 Pro habe ich in den vergangenen Jahren für audiophile Zwecke sehr gut eingerichtet. Ich habe Dienste abgespeckt und mit AudiophileOptimizer im Shell-Ersatz eingesetzt. Tolle Sache.

Euphony betreibe ich im Ramroot. Die Core Zuordnung ist sehr einfach und so konnte ich dem HQPlayer die ersten 8 Kerne zuordnen, während sich der Rest (bis auf Ethernet) die restlichen Kerne teilen. Viele Dienste gibt es nicht, wie zu sehen ist.

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Ich muss zugeben das Euphony besser ist. Für mich keine Welten aber für Bernd klar heraushörbar. Ich hatte ihm vorher nicht gesagt, welches Betriebssystem gerade im Einsatz war.

Datei Remastering

Das nächste Thema war das Remastering von Musikfiles. Das hatte ich mit der kostenlosen Anwendung LowFreqResample65536x16x8 vorbereitet. Diese Anwendung erhöht die Abtastpunkte (Taps) und die Bittiefe durch Interpolation. Während die Bittiefe immer auf 32 Bit umgerechnet wird, sind die Taps durch Vorgabe der Sampleraten frei wählbar. In der Spitze sind 8 Millionen Taps möglich (8.388.608). Die Umwandlung nur einer Musikdatei dauert mit einer hohen Einstellung jedoch Stunden.

Zwei Stücke von einer Burmester Test-CD hatte ich mit 524.288 Taps und 32Bit vorbereitet. Bernd meinte gegenüber dem Original eine etwas bessere Auflösung zu hören, aber deutlich zulasten der Klangfarben und der Schnelligkeit.

Ich gab nicht so schnell auf und setzte ihm ein anderes Stück mit 1.048.576 Tabs vor, erklärte es ihm aber unabsichtlich falsch. Er meinte das Original hat viel mehr Raum und Schnelligkeit, dabei handelte es sich um die remasterte Version. :mrgreen: Ein anschließender Blindtest bestätigte seine Einschätzung, dass die remasterte Version deutlich besser klang. Die 1 Mio. Tabs haben ihren Preis, nämlich viel Rechenleistung. Für eine komplette CD benötigte ich ca. 18h!

Entwickelt hat es ein Japaner, der auch für MinorityClean und dem Bug Head Player bekannt ist. Hier ist die Seite zum Download (ohne Gewähr): http://www.mics.ne.jp/~cdorya/.

Prototyp fis Audio LAN Kabel mit Filter

Trotz galvanischer Trennung mit LWL bringen bei mir LAN Isolatoren noch einiges. Lästig finde ich, wenn nur ein Kästchen vorhanden ist und mit zwei LAN Kabel verbunden werden muss. Wenn es irgendwie geht vermeide ich Stecker und Buchsen, da diese meistens wegen unterschiedlicher Materialien und Übergangswiderstände Probleme bereiten. So kaufte ich mir den Netzwerkisolator emosafe EN-66e, denn diese hat auf einer Seite bereits ein Patch-Kabel.

Umso gespannter war ich auf den neuesten Prototyp mit integrierten LAN Isolator. Bernd hat schon viele Versuche hinter sich, die auch kostspielig und zeitaufwändig waren. Mittlerweile wurde ein sehr guter und leider auch teurer LAN Isolator ausgewählt und die Platinen hergestellt. Das LAN Kabel enthält wieder einige Schalter für den Schirm.

Die Verbindung lief vom 11GTek zum T+A SDV 3100 HV DAC. Wenn der Schirm zwischen dem 11GTek und dem LAN Isolator nicht auflag hörte es sich am besten an. Insgesamt war die Klangsteigerung beträchtlich. Der tiefe und präzisere Bass begeisterte. Der Raum machte mehr auf und das Klangbild wurde insgesamt ruhiger. Wenn das Auge zuckt stimmt das Timing, sagte Bernd. Und es zuckte. :cheers:

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Grüße Gabriel
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Buschel
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Beitrag von Buschel »

Hallo Gabriel,
StreamFidelity hat geschrieben:
03.06.2021, 16:45
Das nächste Thema war das Remastering von Musikfiles. Das hatte ich mit der kostenlosen Anwendung LowFreqResample65536x16x8 vorbereitet.
Durch deinen Beitrag im OEF bin ich bereits auf dieses ominöse Tool gestoßen. Ich möchte dazu kurz ein paar Dinge kommentieren.
StreamFidelity hat geschrieben:
03.06.2021, 16:45
Diese Anwendung erhöht die Abtastpunkte (Taps) und die Bittiefe durch Interpolation. Während die Bittiefe immer auf 32 Bit umgerechnet wird, sind die Taps durch Vorgabe der Sampleraten frei wählbar. In der Spitze sind 8 Millionen Taps möglich (8.388.608). Die Umwandlung nur einer Musikdatei dauert mit einer hohen Einstellung jedoch Stunden.
Das Tool scheint tieffrequente Frequenzanteile über ein FIR-Filter sehr steilflankig aus dem Musiksignal zu filtern. Das entnehme ich den sehr (!) spärlichen Kommentierungen auf der Seite des Programmierers, wo er von Hochpass spricht und die sehr (!) langen Filter offenbar wegen der hohen Frequenzauflösung propagiert. Es verändert nicht (!) die Samplingfrequenz. Der Bezug zu "Abtastpunkten (Taps)" bezieht sich ausschließlich auf die Länge des eingesetzten FIR-Filters (je länger desto höher die Frequenzauflösung des Filter, desto schmalbandiger kann der Bass herausgeschnitten werden). Das Speichern des Ergebnisses als 32 Bit ist absolut sinnvoll.

Falls diese Prozedur sich akustisch auswirkt, verringert sie vermutlich die Modulation durch tiefe Frequenzen, entfernt Bass und den Gleichanteil. Eventuell wirkt sich das als verringerter Dopplereffekt aus, der ja auch bei Lautsprechern von Silbersand und Schanks Audio verringert wird.

Aber: Warum 1 Million und mehr Taps?
  • Bei Musik mit 44,1 kHz sind das knapp 24 Sekunden Musik.
  • Bei einem symmetrischen Filter (was nicht unwahrscheinlich ist), schwingt das Filter 12 Sekunden und 12 Sekunden aus. Wegen der vermutlich hohen Steilheit auch mit hinreichend Pegel.
  • Das Tool verarbeitet meines Wissens nach die Dateien einzeln. Was macht das Tool am Anfang und Ende eines jeden Tracks? Füllt es das Filter da mit Nullen auf? In diesem Fall wirkt das Filter am Anfang und Ende nicht vollständig. Gerade bei Konzept- oder Livealben führt das zu schwankender Wirkung (Qualität) um die Titelwechsel herum.
Und: Warum dauert das so lang?
  • Du schreibst von 18 Stunden pro CD bei 1 Million Taps auf deinem ziemlich performanten Rechner. Das ergibt also etwa 18x länger als Echtzeit.
  • Mein alter i3 rechnet 128k taps mit geringer Latenzanforderung (= mehr Rechenpower benötigt) mit 5-6% Last. Damit sollte bei effizienter Implementierung selbst auf meiner Kiste das 1M taps Filter in Echtzeit laufen.
Der Entwickler schreibt leider fast nichts zur Wirkungsweise und Umsetzung. Ich Schelm vermute mal, das man für ähnliche Wirkung nur ein FIR-Filter mit hinreichend vielen Taps (= etwa dem Hz-Wert der Samplingrate) machen muss, bei dem nur der tieffrequenteste nibble auf 0 und alle anderen auf 1 gesetzt werden. Das kann dann über z.B. über ROON oder andere Player direkt eingebunden werden -- vermutlich lauffähig in Echtzeit.

Viele Grüße,
Andree
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StreamFidelity
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Beitrag von StreamFidelity »

Hallo Andree,

vielen Dank für Deine Recherchen. In der Tat beschreibt der Entwickler immer nur ansatzweise, was die Programme machen.

Mein Audio PC führt im HQPlayer problemos den Filter closed-form-16M (Closed form interpolation with 16 million taps) in Echtzeit aus. Die Interpolation der Taps kann also nicht der alleinige Grund dieser hohen Leistungsanforderung sein. Und richtig, die Samplingfrequenz wird nicht geändert.

Wie Du weißt gibt es ein kommerzielles Produkt namens PGGB Offline-Remastering, welches auch eine hohe Anforderung an die Hardware hat: Unter Windows werden 64 GB RAM und ein 8-Core-Prozessor empfohlen!

LowFreqResample65536x16x8 ist kostenlos und bei PGGB ist eine 30 Tage Testversion möglich. Probiere es einfach mal aus. :wink:

Ich habe zum Glück nicht soviele Musikfiles, da ich bevorzugt von Qobuz streame. Aber meine Lieblingsalben werde ich nach und nach alle überarbeiten, weil es sich wirklich gut anhört.

Grüße Gabriel
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Buschel
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Beitrag von Buschel »

Hallo Gabriel,
StreamFidelity hat geschrieben:
04.06.2021, 12:32
vielen Dank für Deine Recherchen. In der Tat beschreibt der Entwickler immer nur ansatzweise, was die Programme machen.
Genre. Bei solchen Dingen packt mich meist meine Neugier.
StreamFidelity hat geschrieben:
04.06.2021, 12:32
Mein Audio PC führt im HQPlayer problemos den Filter closed-form-16M (Closed form interpolation with 16 million taps) in Echtzeit aus. Die Interpolation der Taps kann also nicht der alleinige Grund dieser hohen Leistungsanforderung sein. Und richtig, die Samplingfrequenz wird nicht geändert.
Das passt ins Bild. Ich gehe davon aus, dass der Entwickler keine FFT-basierte schnelle Faltung einsetzt, sondern das Filter "zu Fuss" rechnet. Das ist reine Verschwendung und trägt nur zur Erderwärmung bei. Verändert sich die Rechendauer um Faktor 2, wenn du zwischen 1M und 512k taps wechselst?
StreamFidelity hat geschrieben:
04.06.2021, 12:32
LowFreqResample65536x16x8 ist kostenlos und bei PGGB ist eine 30 Tage Testversion möglich. Probiere es einfach mal aus.
Die Zeit spare ich mir lieber für andere Dinge auf. Aber falls du dir oder deinem Rechner Zeit für die Umrechnerei ersparen möchstest, würde ich dir empfehlen, ein FIR-Filter mit gewünschtem Hochpassverhalten und gewünschter Anzahl taps zu erstellen (oder erstellen zu lassen). Das kann dann über ROON direkt eingebunden werden, zu einem Bruchteil der Rechenzeit. Alternativ kannst du ja den HQ-Player Programmierer fragen, ob er so etwas ein eines seiner Filter einbauen kann. Wie gesagt, ich gehe davon aus dass hier stumpf das unterste Frequenz-nibble auf 0 gesetzt wird. Wie bei einem Equalizer mit 1M Reglern, bei dem nur der unterste Regler auf 0 steht und alle anderen auf 1.

Viele Grüße,
Andree
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Erwin-mit-G
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Beitrag von Erwin-mit-G »

Hallo Gabriel,

du hast hier (viewtopic.php?p=201913#p201913) geschrieben, dass deine Solarflare SFN8522 die Finisar Transceiver FTLX1475D3BTL nicht erkennen. Dafür die Startech Transceiver 1000BASE-EX SFP -SM LC-40KM aber sehr wohl.

Weißt du, ob man die auch mischen kann? :D
Also zB in den 11gtek ein Finisar Modul, das via LWL mit der Solareflare verbunden ist, in der ein Startech Modul steckt?

Schönen Gruß!
Erwin
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h0e
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Beitrag von h0e »

Hallo Erwin,

Du musst nur aufpassen, dass beide Module Singlemode sind und mit der gleichen Wellenlänge arbeiten.

Grüsse Jürgen
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StreamFidelity
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Beitrag von StreamFidelity »

Hallo Erwin,

ja die Transceiver können grundsätzlich gemischt werden, wenn sie von den Spezifikationen passen (wie von Jürgen skizziert). Ich habe es auch schon gemacht.

Ob es sich gut anhört ist eine andere Frage. Der Klang war für mich immer besser, wenn die Tansceiver vom selben Hersteller/Typ waren.

Grüße Gabriel
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h0e
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Beitrag von h0e »

StreamFidelity hat geschrieben:
02.08.2021, 16:42
Ob es sich gut anhört ist eine andere Frage. Der Klang war für mich immer besser, wenn die Tansceiver vom selben Hersteller/Typ waren.
Das deckt sich nicht mit meiner Erfahrung. Es eben wir immer, nur selbst probieren hilft...

Grüsse Jürgen
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Horse Tea
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Beitrag von Horse Tea »

Hallo Gabriel, hallo Jürgen,

ich kann Jürgens Urteil bestätigen. Wenn die Transceiver "passen", halte ich die individuelle Qualität für wichtiger, als eine Familienzusammengehörigkeit. Das schließt natürlich nicht aus, dass man, um ein bestimmtes Niveau zu halten, dann bei einem Hersteller bleibt. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, preiswert einzusteigen und dann da, wo gehörmäßig verifizierbar, zu höherer Qualität zu gehen.

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Erwin-mit-G
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Beitrag von Erwin-mit-G »

Vielen Dank in die Runde für eure Antworten!
Brachte Klarheit.

Zurück zu Gabriel....
Erwin
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