Matthias (Bluesline)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon StreamFidelity » 14.01.2018, 15:00

Hallo Matthias,

den Audio GD Master 7 kenne ich leider nicht. Damit hätte ich mich aber beschäftigt, wenn ich nicht schon den MP 3000 HV hätte. Deshalb kann ich eine Aussage von meinem T+A-Gerät ableiten.

T+A schreibt selbst, dass der DAC von den High-End Playern kommt. Und folgende Eigenschaften sind auch in meinem MP 3000 HV vorhanden:

    Doppel-Differential-Quadruple-Converter mit 4 D/A-Wandlern pro Kanal,
    32-Bit Sigma Delta, 352,8 kSps/384 kSps. Achtfach Oversampling.
    Upsampling: frei programmierbarer Signalprozessor mit 4 wählbaren Oversampling Algorithmen.
    FIR kurz, FIR lang, Bezier/IIR, Bezier

Ich hatte eine zeitlang den Klimax DSM Katalyst und den MP 3000 parallel laufen und konnte daher gut den jeweiligen DAC vergleichen. Ergebnis: ich habe den Klimax verkauft. Nicht etwa, weil er schlecht klang, sondern weil der MP 3000 auf Augenhöhe war. Und der Linn ist schon eine verdammt gute Referenz.

Viel Spaß und Erfolg beim ausprobieren.

Grüße Gabriel
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Beitragvon wishbox » 14.01.2018, 22:58

Danke für Deine Einschätzung Gabriel, Danke für Deine ausführliche Antwort Fujak,

Zu Fujak's Einschätzung des USB Signals:
Wenn das "unbehandelte" USB Signal aus dem SOtM sMS-200 klanglich problematisch ist würdest Du dann annehmen, dass das Signal aus dem G-Sonos (Coax-Ausgang) am PS Audio besser klingt? Mein Eindruck ist, dass das USB Signal am PS Audio besser klingt, kann aber auch Wunschdenken sein oder an anderen Gründen liegen.

Ich bestehe ja nicht unbedingt auf dem Einsatz des SOtM sMS-200 sondern könnte mir auch einen Streamer (sollte nur Roon-fähig sein) vorstellen der mit einem anderem statt dem USB Ausgang (z.B. Mano Streamer mit I2S Ausgang) direkt in meinen (oder einen besseren) DAC geht wenn ich mir damit ein weiteres Gerät mit einem weiteren Netzteil Sparen könnte.

Meine Idealvorstellung wäre also anders gesagt primär die Funktionen Roon Endpoint mit DAC mit möglichst wenigen Geräten zu realisieren.
Sekundär wäre für mich Komfort wie Fernbedienung, mehrere Eingänge am DAC; Einstellmöglichhkeiten außen oder Anzeigen.

Danke Euch!
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Beitragvon Fujak » 14.01.2018, 23:32

Hallo Matthias,

ob der G-Sonos am SPDIF-Eingang besser klingt als der smS-200 am USB-Eingang, kannst Du ja selbst testen. Nur ist damit nicht klar, wodurch der klangliche Unterschied bewirkt wird - ob durch unterschieldiche Qualität der digitalen Inputs Deines DAC oder durch die Qualität der digitalen Outputs der beiden Streamer.

Ich würde mich aus Erfahrung einfach für den Weg der Klangoptimierung entscheiden, der mit weniger Aufwand mehr erreicht - und das ist nach meiner Erfahrung über die Aufrüstung mittels hochwertigem DDC.

Grüße
Fujak
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Beitragvon wishbox » 15.01.2018, 08:29

Hallo Fujak,

Danke für Deine Anwort zu meinen Beitrag. Ja das ist natürlich richtig man kann nicht sagen ob die Klangunterschiede von der Qualität des ankommenden Signals oder von der Qualität des Eingangs herrühren.

Eine Lösung wie Du sie hast, den sMS-200 an einer modifizierten Singxer F1 Platine in einem Audio GD eingebaut kommt für mich aufgrund des Modifikationsaufwandes zunächst nicht in Frage da ich mich für die Modifikationen nicht für ausreichend kompetent halte.

Ich nehme an, dass Du persönlich davon überzeugt diese modifizierte Lösung besser klingt als ein Amanero-DDC im Audio GD oder ein Mano Streamer mit I2S Ausgang.
Also werde ich ernsthaft über einen DDC nachdenken. Wäre dann die bevorzugte Schnittstelle zwischen DDC und DAC (soweit beim DDC und DAC vorhanden) die I2S Schnittstelle? Ein Schiit Eitr wurde mir auch schon als DDC empfohlen.

Was würde denn die Modifikation eines Singxer SU-1 bei unserem Forumsmitglied Stephan (SolidCore) kosten? Und wie schätzt Du die erzielbaren Unterschiede ein zwischen einem Schiit Eitr, einem normalen Singxer F1, einem AFI-USB, einem nicht modifiziertem Singxer SU-1 und dem modifizierten?

Ich habe keine Eile aber vor wenn ich schon das Thema Streamer / DDC / DAC angehe eine Lösung zu finden die für einige Zeit gut ist.
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Beitragvon Fujak » 15.01.2018, 09:12

Hallo Matthias,

wishbox hat geschrieben:Eine Lösung wie Du sie hast, den sMS-200 an einer modifizierten Singxer F1 Platine in einem Audio GD eingebaut kommt für mich aufgrund des Modifikationsaufwandes zunächst nicht in Frage da ich mich für die Modifikationen nicht für ausreichend kompetent halte.

Ja, das ist sicher richtig, der Aufwand für einen geübten DIYer beträgt mehrere Stunden.

wishbox hat geschrieben:Ich nehme an, dass Du persönlich davon überzeugt diese modifizierte Lösung besser klingt als ein Amanero-DDC im Audio GD oder ein Mano Streamer mit I2S Ausgang.

Da ich zwischenzeitlich aufgrund eines Defektes meines F-1 wieder mit Amanero hören musste, kann ich sagen, dass der Unterschied, vom modifizierten F-1 auf den Amanero gehen zu müssen, wirklich grausam ist. Klar habe ich mit dem Amanero lange zufrieden gehört, aber wenn man sich einmal an diesen hochauflösenden, fast gläsern durchhörbaren und zugleich absolut entspannten Klang gewöhnt hat, will man nichts mehr anderes hören.

wishbox hat geschrieben:Also werde ich ernsthaft über einen DDC nachdenken. Wäre dann die bevorzugte Schnittstelle zwischen DDC und DAC (soweit beim DDC und DAC vorhanden) die I2S Schnittstelle? Ein Schiit Eitr wurde mir auch schon als DDC empfohlen.

I²S ist auf jeden Fall eine Ecke besser. Meinen modifizierten F-1 hatte ich ein paar Monate am SPDIF zum DAC geführt (mit dem guten Oyaide-Kabel), bevor ich ihn dann über I²S angeschlossen habe. Das ist ein deutlicher Zuwachs an Klangqualität. Aber aus meiner Sicht ist es notwendig, die Anschlüsse bei unsymmetrischem I²S (RJ45-Buchse/Kabel) möglichst kurz zu halten (deshalb auch der Einbau in meinen HE-7). Bei symmetrischem I²S (HDMI-Buchse/Kabel) ist das wesentlich unkritischer.

wishbox hat geschrieben:Was würde denn die Modifikation eines Singxer SU-1 bei unserem Forumsmitglied Stephan (SolidCore) kosten?

Am besten, Du kontaktierst ihn direkt. Meines Wissens bietet er auch mehrere Modifikationsstufen an, je nachdem, wieviel man anzulegen bereit ist. Ich würde Dir aber empfehlen, wenn Dein Budget mitmacht, die höchste Modifikationsstufe zu nehmen.

wishbox hat geschrieben:Und wie schätzt Du die erzielbaren Unterschiede ein zwischen einem Schiit Eitr, einem normalen Singxer F1, einem AFI-USB, einem nicht modifiziertem Singxer SU-1 und dem modifizierten?

Da ich den Schiit Eitr nicht kenne, kann ich das nicht beurteilen. Bei den anderen Geräten kann ich es aufgrund Direktvergleich sagen: Demnach liegt das AFI-USB klanglich deutlich vor dem Original F-1 und dem Original SU-1. Nach dem Modifikationen liegen beide Singxer deutlich vor dem AFI-USB - selbst wenn man dem AFI-USB noch mit 2 pieksauberen Stromquellen für Basisgerät und USB-Modul auf die Sprünge hilft.
Ob der originale F-1 besser als der originale SU-1 klingt, hängt m.E. vor allem davon ab, wie gut die Versorgungsspannung am USB-Anschluss des Zuspielers ist, von dem der F-1 seine Versorgung erhält. Mit einem USB-Kabel/Adapter, bei dem die 5V separat eingespeist werden, kann man den F-1 klanglich weiter nach vorne bringen als den SU-1 - vorausgesetzt, man verwendet pieksaubere 5V für die Einspeisung.

Im modifizierten Zustand, kann ich seriöser Weise keine Aussage treffen, da Stephan und ich bislang noch nicht dazu gekommen sind, beide Geräte mal diekt miteinander zu vergleichen. Für den F-1 sprechen aus meiner Sicht die von mir verbauten deutlich besseren Oszillatoren und die extra dafür aufbereitete Stromversorgung. Für den SU-1 sprechen ein exzellentes Netzteil, Innenverdrahtung aus SolidCore-Silber. Aber wie immer ein solches Rennen ausgehen würde, bewegen sich beide auf einem Niveau, das über dem aller mir bekannten DDCs liegt.

Ich hoffe, meine persönliche Einschätzung hilft Dir weiter.

Grüße
Fujak
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Beitragvon wishbox » 17.01.2018, 22:55

Hallo Fujak,
vielen Dank für Deine ausführliche Antworten in denen Du auf alle meine Fragen eingegangen und soweit sachlich möglich beantwortet hast. Ich weiß jetzt klarer wie ich dahin komme wohin ich will!
Stephan (Solidcore) habe ich angeschrieben.
Ich werde hier berichten wie es weitergeht.
Herzliche Grüße aus Berlin,
Matthias
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Beitragvon StreamFidelity » 22.03.2018, 18:15

Hallo Matthias,

wie ist es bei Dir weitergegangen?

Ich habe mir die letzten Beiträge durchgelesen und eine Frage dazu (vielleicht habe ich auch nicht alles verstanden :wink: ).

wishbox hat geschrieben:Als Roon Core wird ein Intel i5 NUC mit ROCK und Original Netzteil sowie Standard LAN Kabel an einer Fritzbox eingesetzt. ...
Als Roon Endpoint verwende einen SOtM sMS-200 der mit dem hier besprochenen ZeroZone "S11" 30 Watt Netzteil versorgt wird und über einen USB Stick mit Daten versorgt wird.
Das Ganze geht dann über ein (noch Standard) USB-Kabel in meinen PS Audio Digital Link III (Cullen Stage IV Modifikation) und dann in den SL RG 9 Verstärker.

und
wishbox hat geschrieben:Meine Idealvorstellung wäre also anders gesagt primär die Funktionen Roon Endpoint mit DAC mit möglichst wenigen Geräten zu realisieren.


Hast Du mal probiert den Intel i5 NUC per USB direkt an den PS Audio DAC anzuschließen? Würde ja ein Gerät sparen. Ob das klanglich sinnvoll ist, vermag ich nicht zu beurteilen.

Grüße Gabriel
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Beitragvon wishbox » 23.03.2018, 00:17

Hast Du mal probiert den Intel i5 NUC per USB direkt an den PS Audio DAC anzuschließen? Würde ja ein Gerät sparen. Ob das klanglich sinnvoll ist, vermag ich nicht zu beurteilen.


Hallo Gabriel,
nein das habe ich noch nicht probiert auch wenn das wohl möglich wäre, was mich davon abgehalten hat ist, dass ich dann die Musik auf einer Festplatte haben müsste die direkt am NUC angeschlossen ist statt wie jetzt auf dem NAS liegt und wie der NUC in einem anderen Raum steht.
Damit hätte ich zwei Geräuschquellen im Wohnzimmer (NUC Lüfter und Festplatte) und zwei Schaltnetzteile in unmittelbarer Nähe des Rests der Anlage was mir nicht gefällt.
Grüße,
Matthias
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Beitragvon wishbox » 30.03.2018, 19:29

Frage Singxer F-1 modifiziert und in Netzteil Gehäuse einbauen
Mir schwebt als Idee vor ein modifiziertes Singxer F-1 Modul in ein Gehäuse mitsamt den beiden 5 V Netzteilen Netzteilen und einer I2S Ausgangsstufe von Audio GD einzubauen.
Dazu könnte ich mir vorstellen ein Zerozone 3-er Netzteil Gehäuse zu verwenden bei dem aber nur zwei Plätze bestückt sind und auf dem freien Platz das Singxer Modul sowie die I2S Platine einzubauen.
Dann die Spannungsversorgung intern verkabeln und auf die Rückseite den USB Eingang (vom Singxer Modul) sowie die I2S Buchse der Audio GD Platine zu führen.
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Hat jemand so etwas schonmal gemacht oder könnte mir dabei helfen? Wo ich die Teile herbekomme weiß ich schon, auch das Netzteil wie oben bei dem die Rückseite unbearbeitet ist und der eine Platz unbestückt aber mangels einer kleinen Werkstatt und den passenden Werkzeugen kann ich das selbst nicht vernünftig bauen.
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Beitragvon wishbox » 05.06.2018, 06:20

Ich habe zwischenzeitlich Fujak's Rat folgend einen DDC beschafft. Zwar zunächst nur einen Standard Singxer F-1. Damit will ich die Verbesserung im Gegensatz zum direkten Einspeisen per USB zu testen zusätzlich habe ich auch einen neuen DAC einen Gustard A20H. Damit will ich nun in nächster Zeit verschieden Vergleiche anstellen.

1) Verbesserung durch Einsatz des Singxer F-1, also statt vom SOTM SMS-200 Streamer über USB in einen der beiden DACs zu gehen den Singxer dazwischenschalten und dann in den koaxialen SPDIF Eingang zu gehen.

2) Vergleich zwischen meinem bisherigen PS Audio DLIII DAC gegen den neuen Gustard A20H DAC.

3) Vergleich zwischen einem Standard USB Kabel und einem hochwertigen USB Kabel bei direkter Einspeisung des Signals in den DAC und bei Zwischenschalten des Singxer F-1.

Außerdem kann der neue DAC DSD bis DSD256. Und Roon Rock auf meinem Intel NUC kann über DSP DSD ausgeben. Also werde ich auch noch Vergleiche DSD gegen PCM anstellen können.
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Beitragvon 190er-audio » 05.06.2018, 07:10

Guten Morgen,
ich möchte dir kurz meine Erfahrung zum Singxer F-1 in unmodifizierten Zustand berichten. In einer hochwertigen Kette hat der Singxer bei zwei verschiedenen Anlagen über SPDIF angeschlossen eher ein negatives Klangbild erzeugt. Die Dynamik ist eingebrochen und es klang sehr dünn.
Falls du ähnliches erleben solltest, würde ich mich nicht davon abschrecken lassen. Das Gerät muss definitiv modifiziert werden, damit es klanglich nach vorne geht.

Das USB Kabel ist extrem entscheidend, egal auf welcher Strecke es angeschlossen wird.

Viel Spaß beim Testen :)

Schöne Grüße
190er-audio
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Beitragvon wishbox » 06.06.2018, 20:31

Danke für die Hinweise, Grüße aus Berlin!
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