Oliver (Backes & Müller BM 12 V-FET)

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Jupiter
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Beitrag von Jupiter »

Hallo Oliver,
Es freut mich wirklich von ganzem Herzen daß Du jetzt wieder einen Schritt nach vorne machen konntest.
Wir haben ja auch viel getestet und Du hast keine Mühen gescheut.
Kabel,Raumbearbeitung, Acourate, Netzleisten, Streamer, Furmänner, Isoteks, Rotwein, Steaks und Hühnerbeine.
Gell, es ist nicht so einfach eine für sich passende Anlage zu finden, davon können sicherlich einige von uns ein Lied singen.

Zeigt es doch mal wieder wie sinnvoll Besuche mit netten Kollegen sind, zu denen Du auf jeden Fall gehörst.
Die Dringlichkeit von Kabel, Netzleisten und Streamer ist ja jetzt zunächst bearbeitet.

Wir können uns jetzt ganz entspannt auf Rotwein Steaks und sonstige Beinchen konzentrieren.

Ich freue mich für Dich.

Gruß Harald
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Thor_7
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Beitrag von Thor_7 »

Lieber Oliver,

herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Upgrade!! :)
Kann mir deine Begeisterung wahrlich vorstellen, denn seitdem ich den G-ADS-Dac bei einem netten Forumskollegen hören durfte (und im Elternhaus ein unmodifizierter steht), gehört mit zu dem Besten was ich bislang digital hören konnte. :cheers:

Liebe Grüße

Thorben
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Bajano
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Beitrag von Bajano »

Liebe Forumsmitglieder,

am vergangenen Wochenende war Matthias (Harry_K) zu Besuch und wir haben unseren mittlerweile fest etablierten jährlichen HiFi-Workshop durchgeführt. Matthias wollte unbedingt einmal meinen G-DAC begutachten und so nutzten wir das lange Wochenende für diverse Teststellungen.

Am Donnerstagabend war zunächst Einhören auf meine Anlage angesagt – nicht immer ganz einfach, wenn man eine andere Hörumgebung gewohnt ist. Mein Raum ist ja mittlerweile akustisch gut präpariert und mit Acourate bekomme ich auch den verbleibenden Rest ganz ordentlich in den Griff.

Am Freitag hatten wir uns bei Reiner (easy) für einen Besuch angemeldet, über den wir bereits ein wenig in seinem eigenen Thread berichtet haben:

viewtopic.php?f=6&t=3343&start=75

Da ich weiß, wie schwierig es nach einer Hörsession bei Reiner ist, mit der eigenen Anlage wieder zurecht zu kommen, verzichteten wir für den Rest des Tages auf weitere Stunden in meinem Hörraum. Kurz vor Mitternacht hat es mich dann aber doch noch für eine gute Stunde in den Keller gezogen … allerdings hat mir das Hören keinen richtigen Spaß gemacht :wink:.

Nach einer ausgiebigen Walkingrunde mit Hund und anschließender Brotzeit haben wir am Samstag diverse Gerätekonfigurationen durchgetestet und uns anschließend über das Ergebnis ausgetauscht. Matthias hatte seinen Streamer, seinen DAC/VV und sein Kleinsignalkabel mit im Gepäck und so konnten wir verschiedene Konstellationen durchspielen. Dabei stand für uns nicht im Vordergrund, was besser oder schlechter klingt, sondern wie wir beide den unterschiedlichen Klang wahrnehmen. Matthias bevorzugt eher einen „erdigen, warmen“ Klang und ich präferiere mehr das „helle, analytische“ Klangbild. Insofern lagen unsere verschiedenen Eindrücke teilweise mehr oder weniger auseinander.

Da der G-DAC in meinem Hörraum deutlich auf unterschiedliche Netzkabel reagiert, haben wir auch verschiedene Kabel gegeneinander antreten lassen. Ich entschied mich für Stephan´s Solidcore 7N und Matthias sprach sich für das Feldmann dueX mit Direkt-Kontakt-Schukostecker aus.

Das alles war wirklich sehr interessant und machte vor allem unheimlich viel Spaß. Nach vielen Stunden im Keller mit nur wenig Tageslicht zog es uns am frühen Abend wieder in das Erdgeschoss und nach dem Abendessen konnten wir noch einen herrlichen Sommerabend auf der Terrasse verbringen.

Für mich steht nach diesem Wochenende fest, dass ich mit der momentanen Anlagenkonfiguration wirklich zufrieden bin. Bei Kleinsignalkabel und Netzkabeln scheint aber noch deutlich Luft nach oben zu sein und deshalb werde ich in den nächsten Wochen genau an diesen Stellen weiter „schrauben“.

Matthias, vielen Dank für Deinen Besuch und ich freue mich schon auf unseren Workshop 2020 :cheers:!

Viele Grüße,
Oliver
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Harry_K
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Beitrag von Harry_K »

Bajano hat geschrieben:Matthias, vielen Dank für Deinen Besuch und ich freue mich schon auf unseren Workshop 2020 :cheers:!
Hallo Oliver,
Immer wieder gern. Traditionen sind dazu da, sie einzuhalten. :cheers:

Meine Empfindungen vom Workshop waren ähnlich, auch wenn ich diese anders eingruppiere. Wie du schon sagst, jeder hat andere Präferenzen, was einem beim Musik hören wichtig erscheint oder was man vernachlässigen kann.
Der Streamer (mein alter Mano, obwohl ich zum Musik hören eigentlich nur noch das Dante-Interface nutze), hatte an der Audio-GD Master 11 per I2S gegen den G-DAC per BNC, besser noch per Coax, nicht den Hauch einer Chance, was aber auch nicht verwunderlich ist. Das Klangbild öffnete sich sofort links und rechts über die Lautsprecher hinaus, hochauflösender und filigraner. Nachdem der Audio-GD auch das Equipment verlassen hatte, wurde das gesamte Klangbild noch sauberer, aber auch schlanker. Das war aber Dank des Klangcharakters der BM12 vollständig zu vernachlässigen.
Der zweite Test; dein H-Kabel gegen mein Funk CS-2, würde ich in die Kategorie der unterschiedlichen Präferenzen einordnen. Sicherlich spielt das H-Kabel analytischer und mit noch mehr Schmelz in den obersten Höhen, für mich ist das Funk aber das ausgewogenere, musikalischere und kräftigere Kabel. Genauso fand ich den Vergleich der Stromkabel. Das Feldmann wäre genau meins!
Als Fazit bleibt für mich, dass ich demnächst den G-DAC in meiner Hörumgebung mal testen muss, ob der auch bei mir in meinem bei weitem nicht so toll klingenden Hörraum ähnliche Begeisterung auslöst. Wenn du eine Kette hättest, die betreffend der Lautsprecher bereits eher ein analytisches Klangbild vorweisen, würde mir die Konstellation mit G-DAC, Solidcore- und H-Kabeln wahrscheinlich nicht mehr gefallen. Für mich wäre dann in dem bereits akustisch bedämpften Raum zu viel Hochton- Geflirre und zu wenig wohlig-erdiger Musikalität, was aber nichts über die Qualität der Geräte aussagt. Aber wie bereits gesagt, jeder setzt sein Präferenzen anders.
Ich bin der Meinung, du kannst im Vergleich zu anderen beruhigt sein. So sch...e klingt es nicht bei Dir :wink:
Viele Grüße
Matthias
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Bajano
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Beitrag von Bajano »

Hallo zusammen,

ich hatte in den vergangenen Wochen mal wieder mit verschiedenen Teststellungen in meinem Hörraum experimentiert und möchte gerne darüber berichten. Die Impulse kamen wie immer von verschiedenen Forumsmitgliedern, bei denen ich mich vielmals bedanke.

In meiner damaligen Dante-Kette hatte ich mal den HQPlayer in Verbindung mit Roon angetestet, war aber vom Ergebnis nicht wirklich überzeugt. Da ich mittlerweile auf den von Gert modifizierten Linn Akurate DS gewechselt habe und nach wie vor viele positive Berichte über den HQPlayer im Zusammenspiel mit Roon lese, wollte ich der Software eine zweite Chance geben. Leider habe ich es bisher nicht geschafft, den Linn über den HQPlayer anzusprechen. Nach Recherche habe ich folgenden Beitrag im Roon-Forum gefunden:

https://community.roonlabs.com/t/hq-pla ... -dsm/72523

Demnach scheint es derzeit nicht möglich zu sein, Linn-Geräte über das Netzwerk mit HQPlayer anzusprechen. Sollte jemand von Euch HQPlayer-Spezialisten zufällig das Problem der verschiedenen Protokolle gelöst haben, wäre ich für einen Hinweis sehr dankbar.

Nachdem ich den Beitrag von Frank (Beltane) über die Verwendung von Sylomer-Pads in Kombination mit dem Hackbrett „Aptitlig“ aus dem IKEA-Sortiment vom 13.04. gelesen hatte viewtopic.php?p=168948#p168948 und mich daran erinnerte, dass Gert (Fortepianus) am 29.03. über die Luftschallanregung am G-DAC berichtete viewtopic.php?p=168265#p168265, wollte ich auch einmal an dieser Stelle ansetzen.

Bisher hatte ich den Linn auf „Sylomerfedern“, so wie es hier im Forum oftmals empfohlen wird. Trotzdem spüre ich mit der Hand deutliche Vibrationen auf dem Gehäusedeckel beim Musik abspielen.
Also „Sylomerfedern“ gegen Sylomerpads, Hackbrett und Klötzchen aus Nussbaumholz getauscht.

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Das Ergebnis kann sich wirklich fühlen und hören lassen … minimalste Vibrationen auf dem Gehäusedeckel (mal sehen, ob da mit einer Granitfliese noch mehr geht) und etwas mehr Ruhe im Klangbild. Folgerichtig wurde auch am eingesetzten HTPC, auf dem RoonServer läuft, die neue Gerätebase ausprobiert … bleibt ebenfalls!

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Dann erinnerte ich mich daran, dass ich in Roon für den G-ADS1 DAC nicht nur alles auf 192KHz upsample, sondern auch das Filter „Precise Linear Phase“ verwende.

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Gert hatte berichtet, dass ihm „Smooth Linear Phase“ beim Besuch von Ralf mit seinem innuos Zenith SE besser gefallen hatte. Also nach Umstellung auf die neuen Basen kurz angetestet und tatsächlich, nun hört es sich auch für meine Ohren mit „Smooth“ etwas stressfreier und nicht so nervös an.

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Nachdem ich mittlerweile an den beschriebenen Stellen Korrekturen vorgenommen hatte, wollte ich der M/S-Kodierung auch noch einmal eine Chance geben. Bisher blieb der Schalter an meinem G-DAC auf „stereo“, da ich das Gefühl hatte, dass ein wenig Glanz bei Instrumenten verloren ging. Es brauchte nicht viel Zeit, um die bisherige Entscheidung zu revidieren. Mit M/S-Kodierung hört es sich nun richtig klasse an … die Bühne wird nicht nur tiefer und auch ein wenig breiter, sondern die verschiedenen Instrumente sind nun besser voneinander separiert und auf der Bühne in der Tiefe gestaffelt. Das neue Klangbild blendet die Lautsprecher noch mehr aus und wirkt in sich geschlossener. Für die bei M/S-Dekodierung durch den G-DAC einhergehende Pegelabsenkung um 6dB kann man in Roon das Speaker-Setup verwenden und die beiden Lautsprecher um weitere 6dB reduzieren. Als Kompensation wird am Linn der von Gert eingebaute Schalter auf der Rückseite von ehemals -12dB auf 0dB umgestellt. So kann ich den Linn weiterhin in seiner (und meiner) bevorzugten Lautstärkerange zwischen 75dB und 80dB betreiben.

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Auch wenn ich den HQPlayer mit dem Linn nicht zum Laufen bekommen habe, wirken sich die vielen kleinen Veränderungen in der Summe hörbar positiv aus. Ich kann jetzt noch entspannter in die Musik eintauchen und zudem machen die Experimente an den kleinen Stellschrauben auch viel Spaß.

Dank der vielen Berichte hier im Forum und den damit verbundenen Hinweisen auf mögliche lohnenswerte „Baustellen“ kommt man auf seinem Weg immer weiter voran.

Besten Dank an alle Impulsgeber & viele Grüße,
Oliver
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Fortepianus
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Beitrag von Fortepianus »

Hallo Oliver,

freut mich zu hören, dass Du bei Dir so einiges verwirklichst, was im Forum diskutiert wird. Vor allem freut es mich natürlich, dass Du MS eine neue Chance gegeben hast:
Bajano hat geschrieben:Nachdem ich mittlerweile an den beschriebenen Stellen Korrekturen vorgenommen hatte, wollte ich der M/S-Kodierung auch noch einmal eine Chance geben. Bisher blieb der Schalter an meinem G-DAC auf „stereo“, da ich das Gefühl hatte, dass ein wenig Glanz bei Instrumenten verloren ging. Es brauchte nicht viel Zeit, um die bisherige Entscheidung zu revidieren. Mit M/S-Kodierung hört es sich nun richtig klasse an … die Bühne wird nicht nur tiefer und auch ein wenig breiter, sondern die verschiedenen Instrumente sind nun besser voneinander separiert und auf der Bühne in der Tiefe gestaffelt. Das neue Klangbild blendet die Lautsprecher noch mehr aus und wirkt in sich geschlossener.
Deine Hörerfahrung deckt sich mit meiner. Fokussierung vor allem von Stimmen in der Mitte ist erheblich besser mit MS, finde ich.

Viel Spaß weiterhin mit Deiner Anlage und viele Grüße
Gert
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StreamFidelity
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Beitrag von StreamFidelity »

Hallo Oliver,

vielen Dank für den sehr interessanten Bericht. M/S-Kodierung habe ich auch versucht aber nicht berücksichtigt, dass NACH dem DAC die M/S-Kodierung auf analogem Wege wieder rückgängig gemacht werden muss. Siehe Hinweis von Christian. Wie machst Du das?

Grüße Gabriel
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Fortepianus
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Beitrag von Fortepianus »

Hallo Gabriel,
StreamFidelity hat geschrieben:vielen Dank für den sehr interessanten Bericht. M/S-Kodierung habe ich auch versucht aber nicht berücksichtigt, dass NACH dem DAC die M/S-Kodierung auf analogem Wege wieder rückgängig gemacht werden muss. Siehe Hinweis von Christian. Wie machst Du das?
sorry, dass ich ungefragt anworte: Für den G-DAC gibt es optional einen eingebauten MS-Dekoder im Analogteil. Den hat Oliver. Wie das funktioniert, steht in diesem Beitrag unter Punkt 2.

Viele Grüße
Gert
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StreamFidelity
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Beitrag von StreamFidelity »

Danke Gert!

Wirklich clever konstruiert der G-DAC. :cheers:

Grüße Gabriel
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beltane
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Beitrag von beltane »

Hallo Oliver,

zu den Gerätebasen:

Alle Geräte, die bei mir auf dem Boden stehen (Endstufen, Frequenzweichen), weisen folgenden Aufbau auf: Filzgleiter - 4 cm dicke Schieferplatte - Solymerpads - Aptitlig- Nussbaumholzklötzchen. Die Lautsprecher und die Subwoofer verfügen über folgende Basen: Filzmatte - 4 cm Schieferplatte - Nussbaumholzklötzchen. Vorstufe, DA Wandler, Notebook sowie Afi stehen auf einem Lowboard. Jedes Gerät hat Solymerpads - Aptitlig - Nussbaumholzklötzchen als Basis.

Ich habe die Erfahrung in meinem Setup gemacht, dass erst die Ausststtung aller Komponenten mit Basen zu einem wirklich runden Klangbild führten.

Kann bei Dir natürlich anders sein.

Dir weiterhin gutes Gelingen.

Viele Grüße

Frank
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Bajano
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Beitrag von Bajano »

Nachdem ich in den zurückliegenden Wochen einige Vergleichstests an meiner Anlage mit verschiedenen Netzteilen, Strom- und Kleinsignalkabeln sowie diversem Zubehör durchgeführt habe, möchte ich Euch gerne darüber informieren, dass folgende Produkte bei mir eingezogen sind:
• Netzkabel Refine Ultima Musica für Linn G-ADS1 DAC
• Refine Emotion XLR zwischen Linn G-ADS1 DAC und Backes & Müller BM12
• Feldmann dueX mit Direkt-Kontakt-Schukostecker für Backes & Müller BM12
• LWL-Strecke inkl. Switch zwischen Fritzbox 7590 und Linn G-ADS1 DAC

Das Refine Emotion XLR konnte sich bei mir erst so richtig vom bisher eingesetzten H-Kabel absetzen, als der Linn mit dem Netzkabel Refine Ultima Musica versorgt wurde. Diese Kombination spielt am G-DAC tatsächlich so luftig und offen, wie ich es bei anderen Forumsmitgliedern gehört hatte.

Nicht durchsetzen konnten sich für meine Ohren hingegen diese Produkte:
• Feldmann Primus XLR
• Sun-Netzleiste nur für digitales Geraffel (HTPC, Switch, SAT-Receiver, LCD-TV, Quickports für HDDs)
• iFi AC iPurifier

Die Wahrnehmung der klanglichen Auswirkungen erspare ich Euch an dieser Stelle, da sie meistens mit den schon oft veröffentlichten Berichten anderer Forumsmitglieder (auch in Nachbarforen) übereinstimmen. Ich möchte lediglich bemerken, dass die neu in meine Anlage integrierten Kabel und Geräte dazu geführt haben, dass ich tatsächlich irgendwie „angekommen bin“. Damit meine ich nicht, dass ich zukünftig nicht mehr neugierig sein möchte, sondern dass ich wochenlang Musik hören kann, ohne über mögliche Veränderungen nachzudenken - ein wirklich tolles und befreiendes Gefühl, dass ich in dieser Form noch nicht kannte. Irgendwann werde ich sicherlich auch einmal die Feldmannleiste bei mir testen … :wink:.

Interessant war für mich auch ein Versuch mit Gerätefüßen zur Entkoppelung der Netzleisten vom Boden (hat sich bei mir hörbar positiv ausgewirkt) und die konsequente Trennung beim Verlegen von Netzkabeln und Kleinsignalkabeln (war für meine Ohren eher kontraproduktiv und hat dazu geführt, dass ich nur noch darauf achte, dass das Netzkabel vom Linn, die Netzkabel der LS und das XLR-Kabel zwischen Linn und LS frei verlegt sind).

Zur besseren Veranschaulichung anbei mein aktuelles Stereo-Setup als Grafik:

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Viele Grüße,
Oliver
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StreamFidelity
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Beitrag von StreamFidelity »

Hallo Oliver,
Bajano hat geschrieben:... und die konsequente Trennung beim Verlegen von Netzkabeln und Kleinsignalkabeln (war für meine Ohren eher kontraproduktiv und hat dazu geführt, dass ich nur noch darauf achte, dass das Netzkabel vom Linn, die Netzkabel der LS und das XLR-Kabel zwischen Linn und LS frei verlegt sind).
dieses Thema interessiert mich, da ich mir die konsequente Trennung von Netz- und Audiokabeln für mein kommendes neues Rack vorgenommen habe. Warum war das bei Dir kontraproduktiv? Und was meinst Du mit "freier" Verlegung?

Danke und Grüße

Gabriel
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Bajano
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Beitrag von Bajano »

Hallo Gabriel,

Deine Frage verstehe ich nur zu gut und tatsächlich kann ich sie Dir (wahrscheinlich) nur unbefriedigend beantworten. Eigentlich wollte ich meine Ausführungen als PM senden, aber vielleicht interessiert das Thema auch andere Forumsmitglieder.

Meine Verkabelung ist etwas komplexer, da ich neben reinem Stereobetrieb auch ein kleines Heimkino im selben Raum betreibe. Beide Anlagen stehen auf einem Sideboard unterhalb der Leinwand und zwischen den Lautsprechern, sodass die gesamte Kabellage direkt zwischen Wand und Sideboard liegt.

Schon seit längerer Zeit wollte ich alle Stromkabel von den Kleinsignalkabeln getrennt verlegen, damit möglichst wenig Störmöglichkeiten auftreten können. Ich besorgte mir zwei Holzschuhregale mit zwei Ebenen, die exakt hinter das Sideboard passen, und verlegte alle Stromkabel (AC und DC) meist nebeneinander auf der untersten Ebene. Die Kleinsignalkabel (XLR, Cinch, LAN, HDMI) lagen einen Stock höher und waren somit ca. 20cm von den stromführenden Kabeln getrennt. Diese Aktion kostete mich ungefähr drei Stunden, da die gesamte Anlage komplett neu verkabelt werden musste und ich wirklich akribisch darauf achtete, dass es keine Berührungen gab.

Nach getaner Arbeit nahm ich die optimale Hörposition ein und lauschte in großer Erwartungshaltung den ersten Stereoklängen … was für eine Enttäuschung! Der Klang war absolut analytisch, ja fast schon technisch geworden – die Musik löste zwar fein auf, aber sie erreichte mich nicht mehr. Das ging natürlich gar nicht und so baute ich in ca. zwei Stunden alles wieder zurück. Ich achtete diesmal nur darauf, dass das Netzkabel vom G-DAC und die Netzkabel der LS keinen Kontakt zu anderen Kabeln hatte. Das XLR-Kabel zwischen G-DAC und LS darf maximal andere Kleinsignalkabel, aber keine stromführenden Kabel (egal, ob AC oder DC) berühren.

Du ahnst es sicherlich schon: Die Musik spielte wieder organisch und löste Emotionen bei mir aus. Genau so will und muss ich es haben! Interessant ist übrigens, dass das gleiche Phänomen von einem geschätzten Forumskollegen (der mehr im OEM unterwegs ist) bestätigt wurde. Auch er nutzt Stereo und Mehrkanal im gleichen Raum, allerdings auf deutlich höherem Niveau.

Eine Erklärung für den viel zu analytischen Klang bei strikt getrennter Kabelverlegung habe ich nicht, aber, wenn ich schon dabei bin, kann ich morgen noch von einer anderen merkwürdigen Erfahrung zum Thema Strom berichten - sofern denn Interesse besteht.

Viele Grüße,
Oliver
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Bajano
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Neuer Flaschenhals identifiziert und beseitigt …

Beitrag von Bajano »

Anfang Oktober konnte ich an einem Vergleichstest verschiedener Netzteile, Stromkabel und Netzfilter an einer Fritzbox 7590 teilnehmen. Ein Kollege aus dem Nachbarforum OEM hatte diesen Test in seinem Hörraum organisiert und das Ergebnis war nicht nur für mich sehr interessant. Bela (Beci) hatte ebenfalls teilgenommen und durch einen glücklichen Umstand konnte ich ein Holznetzteil (Bela Power Supply) von ihm für einen unverbindlichen Test bei mir daheim mitnehmen.

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Meine Fritzbox 7590 steht im EG und ist über 20m LAN-Kabel mit einem Switch im Hörraum (KG) verbunden. An diesem Switch hängt sowohl der HTPC mit Roon Core (inkl. externer HDD), als auch der Linn G-ADS1 DAC (streckenweise über LWL). EG und KG werden über verschiedene Stromkreise (Sicherungen) versorgt. Der Hörraum ist über eine eigene Stromleitung mit Klangmodul 3G abgesichert.

Das Originalnetzteil der Fritzbox hatte ich schon vor längerer Zeit gegen ein iFi iPower ausgetauscht, da es sich für mich so etwas gefälliger und klarer anhörte. Ich konnte keine signifikanten, aber durchaus hörbare Unterschiede ausmachen.

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Mit dem Holznetzteil an der Fritzbox wurde das Klangbild erheblich ruhiger, als mit dem iFi. Trotz der unsauberen/unruhigen Wiedergabe fühlte ich mich aber beim iFi ein wenig mehr von der Musik mitgenommen.

Nachdem ich Bela meinen Höreindruck mitgeteilt hatte einigten wir uns darauf, dass ich ihm das Holznetzteil zurückschicke und er mir sein aktuelles Metallnetzteil für einen weiteren Test zukommen lassen würde. Gleichzeitig besorgte ich mir ein gebrauchtes Keces DC-116 von einem netten Forumskollegen, damit ich bei mir einen Vergleichstest mit nachfolgenden Netzteilen an der Fritzbox durchführen konnte:

- Originalnetzteil von AVM
- iFi iPower 12V
- Keces DC-116
- Beci Metallnetzteil

Das Ergebnis für meine Ohren beschreibe ich folgendermaßen:

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Das Originalnetzteil spielt im Vergleich zum iFi iPower dermaßen unruhig und unsauber, sodass es auf jeden Fall ausgetauscht werden muss. Wenn man den Unterschied zu anderen Netzteilen mal gehört hat, dann geht kein Weg mehr zurück auf das Original von AVM.

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Das iFi spielt, wie bereits erwähnt, etwas ruhiger und dadurch klarer als das Originalnetzteil. Die Musik nimmt mich persönlich mehr mit und für den aufgerufenen Preis ist es sicherlich eine gute Investition.

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Das Keces-Netzteil hebt das Klangbild für mich insgesamt auf ein höheres Niveau und sorgt vor allem in Bezug auf Ruhe, Räumlichkeit (Luft um Stimmen und Instrumente), Bühne und Homogenität für eine große Zufriedenheit. Mit diesem Netzteil an der Fritzbox kann ich in meiner Konfiguration sehr gut stundenlang entspannt Musik hören. Als Gebrauchtware für mich der absolute Preis-/ Leistungssieger.

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Nachdem ich das Metallnetzteil von Bela angeschlossen hatte und das erste Musikstück hörte, konnte ich es kaum glauben. Dieses Netzteil an der Fritzbox distanziert sich vom Keces DC-116 nochmals deutlich! Für mich ungefähr um den gleichen Faktor, wie das Keces gegenüber dem iFi. Alles klingt noch klarer, aufgeräumter, natürlicher und vor allem organischer. Stimmen und Instrumente haben mehr Körper und es entsteht ein insgesamt wärmeres, aber auch knackigeres Klangbild. Man meint förmlich die Kraft des Netzteils zu spüren - der Bass kommt auf den Punkt genau und sorgt bei mir immer wieder für einen wohligen Schauer (Gänsehaut). Dabei muss man keinerlei Kompromisse hinsichtlich Auflösung, Details und Differenzierung der einzelnen Instrumente auf der Bühne hinnehmen.

Ich kann nur jedem empfehlen, mit verschiedenen Netzteilen an der Fritzbox zu experimentieren. Auch wenn es (noch) keine fundierte Erklärung gibt, das angeschlossene Netzteil kann sich unüberhörbar und positiv auf das Klangbild auswirken. Selbst wenn die Musikdaten über WLAN gestreamt werden (das war z.B. beim Kollegen aus dem OEM der Fall), können erhebliche Unterschiede auftreten.

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Für mich und in meiner Anlagenkonfiguration hat das Beci Metallnetzteil an der Fritzbox Komponentenstatus und deshalb darf - nein muss - es auch bleiben.

Vielen Dank an Bela, der für einen Flaschenhals weniger bei mir gesorgt hat :cheers:.

Viele Grüße,
Oliver
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Bajano
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Update

Beitrag von Bajano »

Liebe Klangfreunde,

in Folge unseres Workshops vergangenen Monat bei Harald (Jupiter) viewtopic.php?f=6&t=5715&start=185 habe ich noch ein paar kleinere Veränderungen in meinem Setup vorgenommen über die ich kurz berichten möchte.

Das Beci-Metallnetzteil für die Fritzbox 7590 wird nun von einem Elekrolurch-Netzkabel gespeist und für die Verbindung zwischen Netzteil und Fritzbox habe ich mir ein spezielles DC-Kabel von Bela in 100cm Länge gegönnt. Diese Kombination spielt für mich nun so musikalisch rund, dass ich mir an dieser Stelle tatsächlich kein weiteres Tuning vorstellen kann … :roll:.

Da mich das Keces DC-116 an der Fritzbox bis zum Auftritt des Metallnetzteiles überzeugt hatte, versorgt es nun an Stelle von zwei iFi-iPower Switch und Konverter meiner LWL-/LAN-Strecke für den G-ADS1 DAC. Ein Netzkabel 7N von Stephan (SolidCore) für das Keces sowie zwei von Stephan neu entwickelte DC-Kabel zwischen Linearnetzteil und Abnehmern sorgen für eine tiefere und sehr schön ausgeleuchtete Bühne. Das Klangbild wurde insgesamt klarer und ruhiger bzw. aufgeräumter.

Nachdem ich schon oft über die klanglichen Vorteile von Windows Server gegenüber Windows 10 gelesen hatte, habe ich endlich einmal Server 2019 und dann auch zum Vergleich Server 2016 als Betriebssystem für meinen Roon Core aufgespielt. Beide Servervarianten ordnen sich für meine Ohren eindeutig vor dem bisher von mir verwendeten Windows 10 Pro ein, wobei mir Server 2019 noch ein wenig besser gefällt. Irgendwann werde ich sicherlich auch mal versuchen, das OS in den RAM zu laden … aber sicherlich nicht mehr dieses Jahr, denn nun wird bis zum 31.12. nur noch entspannt Musik gehört.

Viele Grüße & Euch allen eine schöne Vorweihnachtszeit,
Oliver

Das aktuelle Stereosetup:
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