Oliver (Backes & Müller BM 12 V-FET)

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Beitragvon Bajano » 06.04.2018, 20:43

Das vergangene lange Osterwochenende stand bei mir ganz im Zeichen „HiFi“. Am Gründonnerstag wurde für einen persönlichen Vergleichstest ein Paar Neumann KH 420 angeliefert, am Karfreitag freute ich mich über den Besuch von zwei Forumskollegen und am Ostermontag erhielt ich kurzfristig die Gelegenheit, einen Schiit Gungnir zu erwerben. Aber der Reihe nach:

Besuch von Oliver (Vierzigo) und Stephan (nemu):
Nachdem ich Oliver mit selbstgemachter Tiramisu und Kaffee locken konnte :wink:, vereinbarten wir einen Termin bei mir für Karfreitag. Auch Stephan interessierte sich für einen Wiederholungsbesuch vor dem Hintergrund der mittlerweile bei mir umgesetzten Akustikmaßnahmen sowie des Dantenetzwerkes. Besonders schön war, dass er den Freitagnachmittag ebenfalls einrichten konnte und auch seinen DAC Schiit Yggdrasil als Vergleichsgerät mitbrachte.

Wir hörten unterschiedliche Musik und fachsimpelten über die üblichen HiFi-Themen wie Lautsprecher, Kabel, Stromversorgung, Klangbild usw. Zwischenzeitlich wechselten wir auch das Lautsprecherkabel von H-Kabel auf Solidcore - meinen Eindruck hierzu habe ich ja bereits vor wenigen Wochen gepostet. Ich denke aber, dass Oliver und Stephan das H-Kabel ebenfalls deutlich vorne hörten.

Danach wechselten wir von meinem T+A DAC 8 auf Stephans Yggdrasil und was soll ich sagen … ich infizierte mich nach nur wenigen Klängen mit dem „haben wollen-Virus“. Der Schiit spielt einfach sehr viel musikalischer, löst mehr auf, bildet eine bessere Bühne und hörte sich für meine Ohren insgesamt angenehmer an. Für den Preis ein wirklich toller DAC, der aber als Neugerät über den europäischen Vertrieb in den Niederlanden nicht immer verfügbar ist und auf dem Gebrauchtmarkt so gut wie nie zu finden ist.

Die Zeit verging wie im Fluge und für mich leider viel zu schnell. Ich habe sehr viele Impulse von meinen Besuchern aufgenommen und hätte gerne noch mehr Zeit mit ihnen verbracht. Zum Schluss mussten natürlich, wenn auch nur ganz kurz, die Neumänner angeschlossen werden. Allerdings mit den Standardeinstellungen und nicht auf den Raum eingemessen …

Vielen Dank für Euren Besuch und ich freue mich schon jetzt auf ein baldiges Wiedersehen! :cheers:

Teststellung Neumann KH 420
Zunächst muss ich gestehen, dass ich durch die vielen positiven Erfahrungsberichte über den KH 420 hier im Forum ein wenig angefixt wurde und deshalb unbedingt einmal diesen Lautsprecher im direkten Vergleich bei mir daheim zu meinen Backes & Müller BM12 MK2 hören wollte. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an Reinhard Weidinger von der Hörzone, der mir diesen Test ermöglichte. Ich habe nur selten einen so zuverlässigen, verbindlichen und vor allem netten HiFi-Händler erlebt - nach meiner Bewertung absolut vorbildlich!!!

Ich möchte vor Beschreibung meines Eindruckes vorausschicken, dass es mir nicht um den „besseren“ oder „schlechteren“ Lautsprecher ging, sondern um eine persönliche Standortbestimmung. Oder anders formuliert: Ist ein Studiomonitor vom Kaliber KH 420 in meiner Hörumgebung geeignet, um ggf. die Nachfolge der BM12 anzutreten? Und wieviel Geld muss ich möglicherweise investieren, um lautsprecherseitig einen großen Schritt nach vorne zu machen?

Die Lautsprecher wurden natürlich mit Acourate auf meinen Raum eingemessen und ich darf sagen, dass ich mit diesem Ergebnis recht zufrieden war. Ich habe mir während der gesamten Teststellung vier Seiten DIN A4 Notizen gemacht, mit denen ich Euch aber nicht langweilen möchte. Mein Kurzfazit nach fünf Tagen intensiver Hörtests lautet wie folgt:

Der Neumann KH 420 ist wirklich ein ganz hervorragender Lautsprecher, der einen so trockenen und sauberen Bass hat, wie ich ihn bei mir noch nicht gehört habe. Der Lautsprecher springt einen förmlich an und bei entsprechendem Musikmaterial (z.B. Yello) geht es auch schon einmal bis in die Magengrube - wirklich toll!

Ich hatte den Eindruck, dass die Neumänner über das gesamte Frequenzspektrum sehr neutral abgestimmt sind. Genau damit wurde ich leider nicht so richtig warm, da es nach längerer Zeit für meine Ohren anstrengend wurde und ich gelegentlich eine Pause einlegen musste. Das kenne ich von meinen BM12 auch nach mehreren Stunden nicht. Der KH 420 schält alle Details regelrecht aus der Aufnahme, was allerdings bei mir dazu führt, dass ich immer hochkonzentriert zuhöre und mich nicht von der Musik "treiben lassen" kann. Damit wurden leider auch keine (für mich so wichtigen!) Emotionen bei mir ausgelöst.
Der bereits erwähnte trockene und saubere Bass gepaart mit den seidigen Mitten und Höhen der Backes wäre vielleicht das Ideal für mich ...

Das Wochenende war trotzdem sehr aufschlussreich, da ich nun weiß, dass Studiomonitore für meine Ohren eher nicht geeignet sind und ich zunächst bei der Classic Line von Backes & Müller bleiben werde. Es ist wirklich interessant und beeindruckend zugleich, wie die über 20 Jahre alten Lautsprecher jede qualitative Steigerung locker mitmachen. Die Reise geht also weiter und schließlich ist ja bei unserem Hobby auch der Weg das Ziel.

Schiit Gungnir
Nachdem mir am Karfreitag klar war, dass sich der Schiit Yggdrasil gegenüber meinem T+A DAC 8 auf jeden Fall besser anhört, diskutierte ich mit Oliver und Stephan auch über das etwas kleinere Modell von Schiit. Der Gungnir Multibit ist deutlich kostengünstiger und wird in den einschlägigen amerikanischen Foren sehr viel gelobt. Manch einer meint sogar, dass er dem Yggdrasil klanglich gefährlich nahe kommt. Leider ist auch dieses Gerät derzeit als Neuware in Europa nicht verfügbar und der Gebrauchtmarkt in DEU kennt den Gungnir eigentlich nicht.

Deshalb freute ich mich umso mehr, als am Sonntag eine „Überraschungsmail“ quasi als Ostergeschenk von Stephan bei mir eintraf :D. Er nannte mir eine Kontaktadresse für einen gebrauchten Gungnir Multibit in von mir nur ca. 70km Entfernung. Der Vorbesitzer (ebenfalls ein nettes Forumsmitglied hier aus dem AH) und ich einigten uns innerhalb nur weniger Stunden und so konnte ich den DAC bereits am Ostermontag mit nach Hause nehmen :cheers:.

Im Vergleich zum T+A DAC 8 spielt der Schiit, wie sein großer Bruder, für meine Ohren musikalischer und vor allem irgendwie auch unangestrengter. Der T+A wirkt schon fast nervös, obwohl ich viele Jahre mit ihm zufrieden Musik gehört habe. Positiv erwähnen möchte ich auch den „dunkleren“ und strafferen Bass des Gungnir Multibit.


Insgesamt habe ich das Osterwochenende wirklich genossen, auch wenn meine Ohren manchmal zu viel hatten und ich tatsächlich eine Pause einlegen musste. Soviel Zeit, fast täglich 8-10 Stunden, habe ich nur selten mit HiFi verbracht.

Viele Grüße,
Oliver

P.S. Dieser Beitrag ist nicht dazu gedacht, um meine persönliche Teststellung der Neumann KH 420 weiter zu vertiefen oder ggf. auch zu hinterfragen (Einstellungen, Messungen usw.) :wink:
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Beitragvon wgh52 » 06.04.2018, 21:31

Hallo Oliver,

meinen Glückwunsch zum erfolgreichen und genussvollen Osterwochenende! Es ist (für mich schon fast mehr als nur) interessant zu erfahren, dass jemand eine "alte" BM-12 Classic einem so gut beleumundeten Studioschwergewicht wie der KH420 begründet vorzieht! Ich fand die KH420 auf dem Forumstreffen auch sehr gut, hab an den alten BMs aber irgendwie einen Narren gefressen. :cheers:

Na dann weiter viel Spaß! ... auch mit dem neuen DAC!

Grüße,
Winfried

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Beitragvon Rudolf » 06.04.2018, 22:02

Hallo Oliver,

auch wenn du ausdrücklich darum gebeten hast, deine Erfahrungen mit der KH 420 nicht weiter zu hinterfragen, geben sie mir doch Anlass, etwas zur möglichen Optimierung der Wiedergabe über deine BM 12 beizutragen. Denn wenn ich mir überhaupt eines von den Neumännern wünschte, dann wäre es die (Staub-)Trockenheit einer geregelten Basswiedergabe! Dass du bei deinem Vergleich eine genau gegenläufige Erfahrung gemacht hast, lässt mich darauf schließen, dass du deine BM 12 noch nicht ausgereizt hast. Diese Lautsprecher regen Räume durch ihre tiefliegenden Basslautsprecher in besonderem Maße an. Da ist schon einiges an raumakustischen Maßnahmen bzw. DSP-Tuning erforderlich, um die Raumanregung zu begrenzen. Ich sehe, dass du da bereits einiges gemacht hast, so dass es nun evtl. an der Zeit wäre, Acourate zu bemühen. Der auch von mir hochgeschätzte "Backes-Sound" ist es definitiv wert!

Ich selbst habe mir aus diesem Grund (Raumanregung) übrigens bewusst die BM 10 anstelle einer BM 12 geholt und bin mit meiner Wahl sehr zufrieden. Mein Hörraum ist ca. 20 qm groß.

Das war's auch schon mit meiner Ferndiagnose.

Viele Grüße
Rudolf

Nachtrag: Ups, ich lese gerade, dass du Acourate bereits einsetzt. :? Dann liegt es vielleicht tatsächlich an unserem unterschiedlichem Geschmack, welche Basswiedergabe wir "bässer" empfinden. :cheers:
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Beitragvon SolidCore » 07.04.2018, 00:21

Hallo Oliver

Ich bedanke mich ebenfalls für den Bericht, da ich zumindest Interesse an den Neumanns hatte. Wenn sie jedoch, wie du schreibst, eher den ehrlichen Studiocharakter zeigen, sind sie für mich als emotionalen Hörer ebenfalls nicht geeignet.

Aus der Sicht deiner Betrachtung hatte ich vergleichbare Aussagen noch nicht gelesen. Da du beide wohl an der gleichen Anlage mit gleicher Verkabelung betrieben hast, sollte der Vergleich fair gewesen sein. Auch das der Shiit dir besser gefällt als ein T+A, weisst darauf hin, das wir ähnliche Hörpreferenzen haben. Ich liebe ebenfalls eher eine natürlich und unauffällig eingebette Auflösung, als sie mir vor den Kopf knallen zu lassen. Dadurch kann man stundenlang darin schwelgen, und hört eigentlich auch nicht weniger Details, nur anders.

Gruss
Stephan
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Beitragvon Harry_K » 07.04.2018, 07:46

Hallo Oliver,

schöner Bericht. Rudolf, Winfried und ich wissen schon, was wir an unseren alten BM‘s zu schätzen wissen. Interessant wäre, wie Rudolf den klanglichen Unterschied zwischen seinen älteren KH zu seinen BM‘s sieht.

Bei der Auswahl bzw. Anzahl der Chassis könnte Rudolf Recht haben. Allerdings hast du bei einer BM 10, die ja wohl der Nachfolger der BM8 ist, die du ja bereits besessen hast, keinen Superhochtöner.

Viele Grüße
Matthias
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Beitragvon nemu » 07.04.2018, 09:13

Hallo zusammen,

ich möchte mich bei Oliver nochmal für den schönen Freitag Nachmittag und die klasse Bewirtung bedanken. Es gab selbstgemachtes Tiramisou. Allein dafür hat sich der Besuch schon gelohnt.

Ich hatte Oliver letztes Jahr im Sommer ja schon mal besucht. Zu dieser Zeit war sein Kellerhörraum quasi noch unbehandelt. Schon beim ersten Besuch hörte er mit Roon und mit dort abgelegten Accourate-Filtern.

Jetzt habe ich einen wirklich bestens präparierten Hörraum vorgefunden und seine BM12 zeigen sich von der besten Seite. Keine Flatterechos mehr oder unpräzise Bässe. Als Besucher wird man von einem tollen, sehr räumlichen Klang begrüßt. Bass, Mitten und Höhen sind sehr ausgeglichen und verschmelzen zu einem schönen, sehr angenehmen Gesamtklang und dies alles auch bei hohen Lautstärken. Ich wüsste ehrlich gesagt nicht, was man hier an Olivers Hörraum noch groß akustisch verbessern könnte. Das hat Oliver wirklich prima hin bekommen.

Die von Oliver verwendeten H-Kabel zum Anschluss der BM12 an die Vorstufe sind prima. Mehr muss ich hier zum Thema H-Kabel glaube ich nicht schreiben.

Das Hörerlebnis bei Oliver bestätigt mal wieder meine persönliche Meinung über die ausgezeichnete Qualität der alten Backes & Müller Line Serie. Einfach tolle Lautsprecher, die sich bei einen akustisch behandelten Raum mit wahren Wohlklang bedanken.

Gruß Stephan
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Beitragvon Jupiter » 07.04.2018, 10:01

Hallo Stefan, Oliver, Oliver,

euer Bericht bestätigt mal wieder, dass sich mit Basotect und Steinwolle ein Kellerhörraum so präparieren läßt, daß man darin wunderbar Musik hören kann. Kleines Geld, große Wirkung.

Schmunzeln mußte ich bei der Aussage über die Neumänner, da liegen wir mit unserer Meinung nah beieinander. Die seidigen Mitten fehlen auch mir im Vergleich zur 901 k.

Wobei ich hauptsächlich die K&H O 410 im Ohr habe, sowie die Teststellung der Neumänner in Pommelsdorf.

Da liegen mir die Geithain RL 901k, obwohl auch Monitore, mehr, sie sind involvierender, klanglich mehr auf der wärmeren Seite und dann der Raum ...

Für den Preis sind die Neumänner jedoch ein sehr guter Kauf.

Das der Schiit Yggdrasil ein tolles "Maschinchen" ist, konnte ich bei Stefans Besuch auch feststellen,
auch an den RL 901k klingt der Schiit gut.

Jetzt geht die Reise mit dem Schiit wohl weiter bis zur nächsten Haltestelle.

Mit Forumskollegen Anlagen vergleichen kann anstrengend sein, hatte ich letzte Woche ja auch, wenn auch nur mit Kabel.

Auch hier deckt sich unser Geschmack in Bezug auf Kabel, das H-Kabel ist wie Tiramisu, einfach grandios.
Daher hat es ja auch bereits viele Öhrchen erreichen können.

Gell, so Treffen sind einfach Klasse, sollte man pro Quartal einmal machen :cheers:
Im Sommer bei Grillwetter und gutem Wein ist es umso schöner.


Gruß Harald
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Beitragvon vierzigo » 07.04.2018, 13:58

Hallo Oliver,

dann will ich mal was zu dem Tag beisteuern :wink:

Da ich ja leider zu spät kam durch einen einstündigen Stau, kam ich doch leicht gestresst bei dir an, jedoch ein Kaffee und das leckere Tiramisu haben mich dann doch gut wieder runtergebracht. Ich finde solche Treffen immer wieder spannend, so tragen sie sehr wohl zum Kennenlernen und zum Erweitern des eigenen Horizonts bei.

Deinen Raum finde ich toll, das ist gemütlich aufgebaut, keine störenden Raummoden und man lehnt sich zurück und kann sehr gut Musik genießen. :cheers: Warum gefiel es mir? Zum einen bin ich den Sound der Backes & Müller Classic Line gewöhnt und den genieße ich auch, den punktgenauen Bass und die seidige Auflösung, das liegt aber auch an dem weiteren Ensemble, mir hat's auch mit dem Yggi am besten gefallen.

Wenn ich so zurückdenke, dann sind wir ja alle wieder im Sandkasten, nur das unsere Spielzeuge Kabel, Software und weitere tolle Gegenstände sind, ich glaube das macht uns allen doch sehr viel Spass. :P

Ich freue mich auf unser nächstes Treffen, dann bei mir im Keller.

Viele Grüße

Oliver
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Beitragvon Harry_K » 08.04.2018, 20:00

Harry_K hat geschrieben:Rudolf, Winfried und ich wissen schon, was wir an unseren alten BM‘s zu schätzen wissen.

Du natürlich auch :cheers:
Sorry :wink:
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Beitragvon Bajano » 24.04.2018, 21:10

Durch zwei positive Erfahrungsberichte inspiriert habe ich "kleinere" Optimierungen innerhalb meiner Dante-Konfiguration vorgenommen:

Bernd Peter hat geschrieben:
... Dabei war die Verwendung einer PCIe Intel LAN Karte anstatt des Mainboard LAN Ausganges die für mich beste Tuningmaßnahme ...

frankl hat geschrieben:
... Klanglich hat sich das Experiment gelohnt, es war vom ersten Moment klar, dass damit mein Meicord-Kabel arbeitslos wird (bis sich eine andere Verwendung findet)...

Vielen Dank an Bernd Peter und Frank (und natürlich alle anderen ebenfalls an den Projekten beteiligten Forumsmitglieder!) für die Impulse. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass diese "kleinen" Modifikationen soviel mehr an Hörgenuss bringen :cheers: .

Ich höre gerade "Acoustic Live" von Nils Lofgren und bin regelrecht geplättet. So viel Luft um die Gitarren und vor allem um die Stimme habe ich bisher noch nicht bei mir gehört. Nachdem ich gerade auf das Standard-Netzwerkkabel zwischen Switch und Micromedia Digimedia Dio umgesteckt hatte, fiel der Gesang regelrecht in sich zusammen und es hörte sich irgendwie "nasal" und längst nicht mehr so authentisch an.

Ich möchte allen Nutzern der Micromedia-Boards dringend empfehlen, dass DIY-Netzwerkkabel auf Grundlage 20 AWG Neotech UP-OCC und Telegärtner-Stecker MFP8 auszuprobieren. Falls es doch nicht das gewünschte Ergebnis bringt (was ich jedoch bezweifele), war die Fehlinvestition an Euro nicht allzu hoch.

Viele Grüße,
Oliver

Hier noch meine aktuelle Gerätekonfiguration:

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Beitragvon Harry_K » 25.04.2018, 07:31

Hallo Olver,
Interessant! Aber müsste sich nicht der Klangzugewinn nahezu verdoppeln, wenn du wie ich über einen Switch gehst, auch das Kabel vom HTPC zum Switch ersetzt?
Viele Grüße
Matthias
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Beitragvon Bajano » 25.04.2018, 23:18

Das zweite Kabel für die Verbindung zwischen HTPC und Switch wird nächste Woche konfektioniert und ich bin schon sehr auf das Ergebnis gespannt.

Viele Grüße,
Oliver
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Beitragvon SirMartin » 03.05.2018, 20:38

Hi Oliver,

Gibt es zum DIY Netzwerkkabel noch irgendwo eine Bauanleitungen zum nachlesen ?




Grüße
Martin
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Beitragvon Bajano » 03.05.2018, 21:25

Hallo Martin,

hier findest Du die gewünschten Informationen - ich habe mich am Beitrag von Frank (frankl) vom 08.04.2018, 23:25 Uhr orientiert:

https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=30&t=7306&start=555

Ich habe allerdings kein Crossover, sondern ein normales Patchkabel (Kontakte 1/2 und 3/6) gebastelt. Wenn Du weitere Infos benötigst, gerne PM an mich.

Viele Grüße,
Oliver
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Beitragvon Bajano » 04.05.2018, 18:39

Harry_K hat geschrieben:Hallo Olver,
Interessant! Aber müsste sich nicht der Klangzugewinn nahezu verdoppeln, wenn du wie ich über einen Switch gehst, auch das Kabel vom HTPC zum Switch ersetzt?
Viele Grüße
Matthias

Das zweite DIY-Netzwerkkabel habe ich gestern fertiggestellt und das Ergebnis gefällt mir ebenfalls sehr viel besser, als mit dem Standard-Netzwerkkabel. Allerdings glaube ich nicht, dass sich der Klangzugewinn verdoppelt hat :wink: .

Ich habe heute verschiedene Konfigurationen mit Danteboard, Netzwerkkarten, HTPC und Switch ausprobiert und bin dabei für mich zu folgender Klangreihenfolge gekommen:

1. HTPC über onboard-Netzwerkkarte am Switch und Micromedia-Board ebenfalls am Switch
2. HTPC über WLAN-Stick am Router und Micromedia-Board über Intel-Netzwerkkarte am HTPC
3. HTPC über Intel-Netzwerkkarte am Switch und Micromedia-Board ebenfalls am Switch
4. HTPC über onboard-Netzwerkkarte am Switch und Micromedia-Board über Intel-Netzwerkkarte am HTPC

Bei Konfiguration 3 komme ich bei Verwendung der beiden DIY-Netzwerkkabel irgendwie nicht mit der enormen Informationsflut klar. Die Musik spielt dann einfach nicht mehr so entspannt und nimmt mich nicht mehr mit.

Konfiguration 4 ist momentan mein Favorit und damit ist das Projekt "Dante" für mich erst einmal abgeschlossen ... :cheers: .
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