Oliver (Backes & Müller BM 12 V-FET)

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Bajano
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Beitrag von Bajano »

easy hat geschrieben:
18.01.2020, 18:23
Hi Oliver,
schön zu lesen, das es bei Dir weiter vorwärts geht.
Da die BM 12 die Fortschritte noch aufzeigen kann, hast Du ja finanziellen Spielraum für weitere Anschaffungen . :wink:

Bis demnächst
Reiner
Hallo Reiner,

ich habe Deinen Hinweis befolgt und mir ein Keces P8 für die LWL-Strecke besorgt. Die 40Km SFP-Module aus Deiner Quelle waren auch endlich wieder lieferbar und spielen seit 10min bei mir ... mehr in den nächsten Tagen.

Viele Grüße,
Oliver
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easy
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Beitrag von easy »

Na, da bin ich gespannt....hat ja lange gedauert , scheinbar haben wir alle aufgekauft.

Momentan teste ich den Ether Regen als LWL Konverter ....und ja , da geht noch was :D

Grüße
Reiner
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Bajano
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Weitere Entwicklung

Beitrag von Bajano »

Hallo zusammen,

wie bereits in meinem letzten Beitrag angekündigt, habe ich am zurückliegenden Wochenende ein paar Teststellungen mit JSSG 360 für die LAN-Verbindung zwischen G-ADS1 DAC und Medienkonverter von 10Gtek ausprobiert.

Zunächst aber kann ich berichten, dass Switch, Medienkonverter und auch meine externe Musik-HDD´s seit ein paar Tagen von einem Keces P8 versorgt werden. Eigentlich hätte ich gerne weitere Beci-Netzteile in meine Anlage integriert, aber dafür steht infrastrukturell leider kein Platz mehr zur Verfügung. Das bisher verwendete Keces DC-116 war ja im Vergleich zu den iFi-iPower-Netzteilen an Switch und Konverter schon ein hörbarer Fortschritt und so bin ich eigentlich nur von einer nicht allzu großen Verbesserung durch das P8 ausgegangen … weit gefehlt!
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Das Keces P8 spielt für meine Ohren und in meinem Setup erheblich besser. Der Raum gewinnt an Tiefe, alle Instrumente und Stimmen erhalten mehr Körper und das Klangbild erscheint insgesamt stabiler und souveräner. Kaum zu glauben, aber die ersten Titel saß ich fassungslos auf meiner Couch. Nun weiß ich auch, warum Gabriel (StreamFidelity) drei Keces P8 in seiner Anlage nutzt :cheers:.

Beim letzten Treffen in Bad Dürkheim bei Harald (Jupiter) hatten wir festgestellt, dass 40Km SFP-Module für die LWL-Strecke vor dem Linn besser klingen, als Module für 10Km oder 20Km. Leider waren die bevorzugten MSA-konformen SFP-Transceiver von Startech mehrere Wochen ausverkauft, sodass ich meine Bestellung erst am vergangenen Samstag erhalten habe. Den positiven Effekt in Haralds Kette hatte ich bei ihm zwar gut hörbar wahrgenommen, aber in der eigenen Anlage ist das noch einmal eine ganz andere Hausnummer. Mit den neuen Modulen erfahren Stimmen und Instrumente noch mehr „Luft“ und die Bühne wird klanglich noch intensiver ausgeleuchtet – sehr schön!

Nun aber (endlich) zu meinen weiteren Teststellungen mit JSSG 360. Für die Verbindung zwischen G-ADS1 DAC und LWL-/LAN-Konverter habe ich ein DIY-Kabel mit Neotech UP-OCC PTFE 20AWG gefertigt, mit dem ich recht zufrieden bin und das für meine Ohren besser als ein Meicord oder ein CAT8 spielt. Für den Vergleich mit JSSG 360 habe ich ein identisches Neotech-Kabel in gleicher Länge mit Kupferschirm und Beilaufdraht angefertigt. Damit für beide Kabelpaare jeweils der gleiche Abstand gewährleistet wird, habe ich auch eine Variante mit zwei getrennten Kupferschirmen, jedoch mit ungeschirmten Steckern von Telegärtner, angefertigt.

DIY-Kabel mit Neotech UP-OCC PTFE 20AWG und Metallsteckern von Telegärtner (mein bisheriger Favorit):
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Ungeschirmter RJ45-Stecker von Telegärtner:
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Neues Kabel mit Neotech UP-OCC PTFE 20AWG und Kupfergeflecht für jedes Kabelpaar:
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Neues Kabel mit doppeltem Kupfergeflecht und Beilaufdraht:
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CAT8 mit Kupfergeflecht:
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Das klangliche Gesamtergebnis fällt für mich identisch zur durchgeführtenTeststellung zwischen TAE-Dose und Fritzbox aus: Mit JSSG 360 verliert die Bühne an Räumlichkeit und die „Luft“ (gibt es dafür eigentlich eine andere Formulierung?) um Stimmen und Instrumente wird hörbar reduziert. Für mich persönlich hört sich die Musik so emotionsloser an. Allerdings muss ich zugeben, dass das Klangbild, insbesondere die Mittenfokussierung, mit JSSG 360 etwas stabiler wirkt.

Für mich wird es, zumindest für LAN-Kabel, zunächst keine weiteren Versuche mit JSSG 360 geben. Dafür bin ich aber der Empfehlung eines freundlichen Kollegen aus unserem Forum gefolgt und habe Kupferdraht von VH Audio aus den USA bestellt …es wird also nicht langweilig :D.

Viele Grüße,
Oliver

Meine aktuelle Stereo-Konfiguration:
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Bajano
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Beitrag von Bajano »

Kurzes Update:

Für die Verbindung zwischen der Fritzbox 7590 im Erdgeschoss und dem Trendnet-Switch im Hörraum (Keller) war bis gestern ein 12 Jahre altes Standard CAT 5e (25m) verlegt. Diese Strecke wollte ich gerne einmal auf möglicherweise weiteres klangliches Potenzial testen. Erste Überlegungen gingen in Richtung Lichtwellenleiter, aber dafür hätte ich einen zusätzlichen Konverter (mit Linearnetzteil und Netzkabel) hinter der Fritzbox sowie einen Switch mit 2x SFP für den Hörraum (1x für die Verbindung zur Fritzbox und 1x für den G-DAC) benötigt. Das war mir für eine Teststellung zuviel Aufwand.

Bei meinen zurückliegenden Tests verschiedener LAN-Kabel zwischen G-DAC und Switch bzw. aktuell LWL-/LAN-Konverter hatte ich u.a. auch ein Gigablue CAT 8 zur Verfügung. Dieses Kabel spielte für meine Ohren besser als ein Standard-CAT 6, jedoch nicht so gut, wie mein DIY-Kabel aus Neotech UP-OCC PTFE 20AWG. Der Neotech-Draht würde für eine 25m lange Verbindung ca. 1.000 Euro kosten ...

Also habe ich mir das Gigablue CAT 8 für knapp 45,00 Euro bestellt und gestern auf Verdacht verlegt:
https://www.amazon.de/GigaBlue-Netzwerk ... 462&sr=8-5

Ich mache es kurz: Streaming über Tidal macht mir nur noch Freude, da der Klang nun (endlich) so gut ist, wie von HDD. Diese wirklich kleine finanzielle Investition und auch der Aufwand (ca. 3,5 Stunden) haben sich absolut gelohnt.

Viele Grüße,
Oliver
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Bajano
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Medienkonverter

Beitrag von Bajano »

Liebe LWL-Freunde,

heute möchte ich gerne darüber berichten, wie sehr sich vermeintlich identische, aber trotzdem unterschiedliche, Medienkonverter auf den Klang auswirken können.

Zur Vorgeschichte: Nachdem ich die sehr positiven Ausführungen von Gert über seinen gepimpten LWL-/LAN-Konverter von 10Gtek gelesen hatte, war für mich klar, dass mein Konverter ebenfalls „gertifiziert“ werden muss. Alternativ könnte auch ein EtherREGEN bei mir einziehen.

Als ich meine LWL-Strecke vor dem G-DAC letztes Jahr aufgebaut habe, hatte ich mit dem Konverter von 10Gtek viel Glück, da es sich um die grüne Platine mit zwei Linearwandlern handelte (Georg berichtete hier darüber: viewtopic.php?f=6&t=1886&start=103)

Für die Überbrückungszeit während der „Gertifizierung“ bestellte ich mir einen weiteren 10Gtek … diesmal wurde ein Gerät mit blauer Platine (Schaltregler) geliefert und der Klang konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Deshalb wurde eine weitere Bestellung ausgelöst und zur Auslieferung kam vergangene Woche eine weitere grüne Platine mit RTL-Chip (Erich berichtete darüber).

Meinen „guten“ 10Gtek mit zwei Linearwandlern habe ich am Montag zu Gert geschickt und bereits am Dienstag lag er bei ihm auf dem Tisch und wurde zum „11Gtek“ umgerüstet. Die Lieferung erwarte ich am Samstag … vielleicht mit viel Glück auch schon morgen zurück.

Gestern und heute habe ich ein wenig Musik mit dem „Überbrückungs-Konverter (RTL-Chip) gehört und dabei festgestellt, dass mich die Musik überhaupt nicht erreicht. Normalerweise reagiere ich bei bestimmten Alben (z.B. Dirk Maasen-Ocean oder Musica Nuda-Live à Fip, Alexa Feser-Zwischen den Sekunden am Piano) sehr emotional mit wohligem Schauer, Gänsehaut und/oder einem Grinsen im Gesicht) … leider stellte sich nichts davon bei mir ein. Die Musik klingt zwar insgesamt ansprechend, löst gut auf und ist auch fokussiert, aber sie berührt mich nicht mehr. Es ist, als wenn ich durch ein Fenster auf die Musik schaue und das ganz nur noch nett finde. Vorher gab es irgendwie eine Verbindung zwischen der Musik und mir und deshalb löste sie wohl auch die Emotionen aus. Und das nur durch den Wechsel des Medienkonverters für unter 20 Euro – eigentlich unglaublich!!!

Nun hoffe ich darauf, dass DHL meinen „11Gtek“ schnellstmöglich ausliefert und ich wieder mittendrin statt nur dabei bin.

Auf jeden Fall kann ich nun verstehen, dass es Forumsmitglieder gibt, die unsere Testberichte vom November 2019 bei Harald nicht unbedingt nachvollziehen können. Bitte überprüft zunächst, welche Version des 10Gtek (mittlerweile weiß ich von mindestens vier verschiedenen Platinen-Layouts) bei Euch spielt.

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Von links nach rechts: Blaue Platine (klanglich am schlechtesten), grüne Platine mit RTL-Chip (klanglich mittelmäßig), grüne Platine mit zwei Linearwandlern (klanglich sehr gut)

Viele Grüße
Oliver
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Bajano
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Der 11GTek ist eingetroffen

Beitrag von Bajano »

Bajano hat geschrieben:
29.04.2020, 21:56
Nun hoffe ich darauf, dass DHL meinen „11Gtek“ schnellstmöglich ausliefert und ich wieder mittendrin statt nur dabei bin.
Was für ein Glück: Das Paket von Gert kam tatsächlich schon gestern an und natürlich bin ich damit sofort in meinen Hörkeller „geflüchtet“.
Meine Erwartungshaltung an den modifizierten Medienkonverter war nach den Beschreibungen von Gert und Fujak relativ groß. Gleichzeitig hatte ich ein wenig Sorge, dass die hohe Detailabbildung wohlmöglich zu viel für die BM12 sein könnte und insbesondere der Superhochtöner zu präsent spielen würde.

Nachdem ich gestern bis tief in die Nacht Musik gehört habe und heute auch schon wieder drei Stunden im Hörraum verbringen konnte, kann ich mit voller Überzeugung behaupten, dass die Zweifel absolut unbegründet waren.

Ich hatte ja vor zwei Tagen berichtet, dass mich die Musik mit dem „10Gtek zur Überbrückung“ nicht mehr erreichte und keine Emotionen ausgelöst wurden. Als der 11GTek die ersten Klänge transportierte und an den G-DAC weiterleitete, war der gesamte Raum wieder mit Musik geflutet. Aus meiner Erinnerung heraus würde ich sagen, dass der „gertifizierte“ Medienkonverter erheblich sauberer spielt, als das Original mit den beiden Linearwandlern auf der Platine. Georg hat es in seinem Faden als signifikant größere Ruhe beschrieben und genauso empfinde ich es auch.

Das Stück „Sani“ von Tord Gustavsen ist ein gutes Beispiel für diese zusätzliche Klarheit und Ruhe: Bisher fand ich den Titel ganz nett für Vorführungen und Testvergleiche, aber nun kann ich mich auf das Werk einlassen und genieße die Harmonie der Klänge – wirklich toll. Klavieranschläge tönen so sauber, wie ich es über die Backes noch nie gehört habe. Das Album „Ocean“ von Dirk Maassen lässt mich bereits beim ersten Titel alles um mich herum vergessen und tief in die Musik eintauchen ... einfach nur herrlich!

Lieber Gert, mit dem 11GTek hast Du mich wieder einen großen Schritt nach vorne gebracht - herzlichen Dank dafür.
Ich kann allen Besitzern eines 10Gtek, die Kabelklang bei sich hören, nur dazu raten, sich mit Gert in Verbindung zu setzen … es lohnt sich wirklich!

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Viele Grüße,
Oliver
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Schorsch
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Beitrag von Schorsch »

Hallo Oliver,

Du warst ja der Erste, der schon geordert hatte, bevor Gert seinen Hörtest posten konnte.
Super, dass er sich bei Dir auch so positiv auswirkt.
Gestern Abend hatte ich mal kurzzeitig einen unerklärlichen Rauschteppich. Es war der Regen, der gegen die Scheiben prasselte. :-)

Viel Spaß beim Musik hören. :cheers:

Viele Grüße
Georg
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Bajano
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Beitrag von Bajano »

Hallo Georg,

schönes Wortspiel mit dem REGEN :cheers:.
Ich habe heute schon mehr als sechs Stunden vor der Anlage verbracht und bin total begeistert. Vor allem bei Klavierstücken überzeugt mich der 11GTek auf ganzer Linie. Es hört sich so an, als wenn man mit einem Hammer auf die Klaviertasten schlagen würde.

Wie mir aus der Pfalz berichtet wurde, können nun auch die Geithains Klavier :D.

Auch Dir viel Spaß & Freude beim Musik hören!
Viele Grüße,
Oliver
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easy
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Beitrag von easy »

Moin Oliver,
schön das deine Erwartung bestens erfüllt wurde und das die Geithains jetzt auch Klavier spielen können wird Jürgen wohl veranlassen noch häufiger in die Pfalz zu fahren. :cheers:

Schönes WE
Reiner
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h0e
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Beitrag von h0e »

Hallo Reiner,

ein Nutzer behauptet, die Geithains könnten jetzt Klavier,
Nun wir werden sehen.
Ich vermute sie werden aber noch immer am Flügel scheitern. :wink:
Aber sicher hilft ein Switch ob nun EtherRegen oder ein 11G-Tek mit Präzision,
die besonders einer Geithain gut tut (vor allem für Detailporno-Höhrer).

Mal sehen, was der 11G-Tek drauf hat, schade nur, dass es so viele unterschiedlichen Platinen gibt,
dass man nicht weiß, welchen man bekommt, wenn man einen bestellt.

Grüsse Jürgen
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Jupiter
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Beitrag von Jupiter »

Hallo Jungs, hallo Jürgen,
vorgestern am Abend beim Spaziergang mit meinem Leihhund traf ich einen meiner etwas weiter entfernt wohnenden Nachbarn.
Wir haben uns beim Spaziergang etwas über Musik und Anlagen im allgemeinen unterhalten.
Hatte ja gerade mittags den 11 G-G-tek bekommen und war in Euphorie getaucht.

Beim Heimweg habe ich ihm angeboten doch mal bei mir zu hören, hat er sofort angenommen.

Ich habe ihm dann einiges vorgespielt nordischer Jazz.
Nach 20 min sagte er dann, das hört sich ja besser an als bei mir zuhause.
Oh, hab ich ihn gefragt hast du denn auch eine gute Anlage.
Nein hat er gesagt, meine Frau hat einen Flügel.....

Beste Grüße

Harald
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Schorsch
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Beitrag von Schorsch »

Hi Jungs,
@Harald :cheers: :D
Viele Grüße
Georg
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Jupiter
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Beitrag von Jupiter »

Hallo Oliver,
Höre Dir bitte mal von Chantal Chamberland das Album Temptation an.

Musik und Stimme ganz nach deinem Geschmack.

Gruß Harald
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Bajano
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Roon vs ConvoFS/MinimServer

Beitrag von Bajano »

Nachdem ich wieder ein wenig Zeit für Experimente hatte, habe ich mich diesmal mit dem Thema Software beschäftigt. Ich bin ja schon sehr lange absoluter Roon-Anhänger. Neben der sehr einfachen Einbindung von Acourate-Filtern, Upsampling und MS für den G-DAC ist vor allem die Bedienoberfläche für mich konkurrenzlos.

Jürgen (h0e) hatte mich vor nicht allzu langer Zeit darauf aufmerksam gemacht, dass Roon für ihn klanglich schlechter spielt, als z.B. die Kombination ConvoFS/MinimServer. Ich weiß ja schon länger, dass einige Goldohren hier im Forum ebenfalls diese Kombi nutzen und klanglich sehr zufrieden sind. Das wollte ich gerne einmal bei mir ausprobieren.

Da ConvoFS leider nicht für Windows angeboten wird, musste ein Linux (Ubuntu) aufgesetzt werden und zusätzlich noch das ein oder andere Programm installiert werden. Die Vorgehensweisen für ConvoFS und MinimServer sind auf deren Homepages sehr detailliert beschrieben, allerdings habe ich Linux in den zurückliegenden ca. 20 Jahren nicht mehr genutzt und deshalb habe ich ungefähr drei Tage benötigt, um das System stabil zum Laufen zu bringen. Der Support von Michael (Entwickler von ConvoFS) ist unglaublich gut - vielen Dank an dieser Stelle!

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Wenn man „Karmosin“ von Tord Gustavsen bei Harald (Jupiter) gehört hat, dann weiß man wieviel Raum und Tiefe am Anfang des Stückes vorhanden ist … wenn das Klavier einsetzt, kann man allerdings ruhig abschalten (ist ein Insider an dieser Stelle :cheers:). Das konnte ich bisher bei mir nicht reproduzieren und ging davon aus, dass es an meinem deutlich kleineren Hörraum liegt. Nun weiß ich, dass es tatsächlich an der verwendeten Software liegen kann. Mit ConvoFS/MinimServer ist im direkten Vergleich zu Roon erheblich mehr Raumtiefe vorhanden und die typischen Beschreibungen wie „ruhiger, schwärzer, klarer“ treffen ebenfalls zu. Mit Roon hört es sich direkter/aggressiver und auch etwas verhangener an. Letzteres habe ich allerdings erst bemerkt, nachdem ich drei Tage ausschließlich mit dem Linux-System gehört habe und danach zurück auf Roon gegangen bin.

In meiner Linux-Konstellation werden alle Rechenprozesse (Convolving, Upsampling auf wave192KHz und MS von ConvoFS vorgenommen und MinimServer dient nur als Musikserver. Da dachte ich mir, eigentlich könnte ich unter Linux doch auch Roon anstelle von MinimServer einsetzen und somit beide Welten (toller Klang und tolle Bedienoberfläche) miteinander verbinden.

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Die Installation von Roon unter Linux ist ein Kinderspiel und die Kombination mit ConvoFS funktioniert einwandfrei. Roon holt sich die Musik aus dem temporären Convo-Verzeichnis „wave_192000“ und spielt sie störungsfrei ab … allerdings ebenfalls mit weniger Raumtiefe und wieder irgendwie aggressiv und verhangen. Wenn man im Internet intensiver recherchiert, dann wird die klangliche Einbuße gegenüber MinimServer gelegentlich dem Roon-eigenen Protokoll RAAT zugeschrieben. Das finde ich persönlich sehr schade, da auch die vollständige Integration von z.B. Tidal (sowohl in die Musikbibliothek, als auch die Möglichkeit von Convolving und MS) bisher konkurrenzlos ist.

So muss ich (wie so oft) einen Tod sterben: Roon wird (mit Convolving und MS) nur noch für Tidal genutzt und die Musik von HDD wird mit der Kombi ConvoFS/MinimServer abgespielt.

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Auf jeden Fall kann ich nun bestätigen, wie groß die Unterschiede verschiedener Software auf der gleichen Plattform sein können und das Roon klanglich noch vor großen Herausforderungen steht.

Viele Grüße,
Oliver
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h0e
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Beitrag von h0e »

Hallo Oliver,

super, dass Du wieder mal ein Stück weiter gekommen bist.
Bin gespannt, was Du im Vergleich NAS zu Linux PC berichten wirst.

Grüsse Jürgen
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