Oliver (Genelec 1031A)

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Oliver (Genelec 1031A)

Beitragvon Hybrid-OLI » 21.02.2017, 22:00

Dann stelle ich mich mal vor ...

Mein Name ist Oliver und der von mir gewählte Benutzername deutet an - nomen est omen ! - was ich ich versuche zu realisieren, nämlich eine Hybridform aus HiFi und Studiotechnik. Beides ja immer noch getrennte Welten.

Seit nunmehr 35 Jahren bin ich HiFi-Aficionado, der sich aber seit über 20 Jahren auch mit
professioneller Audiotechnik und dem Gesamtkomplex "Audio", also HiFi- & Tonstudiotechnik, Szene,
Hörwahrnehmung, Musik, Psychoakustik etc. beschäftigt und auf diesem Gebiet, speziell im Bereich (Re)Mastering, tätig ist. Und so bin ich auch zur Aktivtechnik gekommen, gegen die ich zugegebenermassen jahrelang gewisse Vorbehalte hatte.

Meine hybride Existenz bringt es mit sich, daß ich eben nicht nur Musik höre, sondern diese auch
klanglich einigermaßen zuverlässig einschätzen können muß um sie ggf. bearbeiten zu können. Somit ist für mich ein zuverlässiger Monitor notwendig, welchen ich im Genelec 1031A wohl gefunden habe. Diesen konnte ich quasi fabrikneu vor 2 Jahren erwerben, obwohl er längst nicht mehr produziert wird, was übrigens viele Toningenieure gar nicht erfreut hat, da diese ihn auch heute noch sehr wertschätzen. Unterstützt wird der Genelec durch einen PreSonus Temblor 10 Subwoofer. Beide werden angesteuert von einem SPL Phonitor 2, der nicht nur als KHV, sondern auch als Monitorcontroller eine sehr gute Figur macht.

Im Schlafzimmer verwende ich als "TV-Abhöre" einen Nubert nuPro AS-250 Stereobar. Letzterer ist, da eine Zusammenfassung zweier kleiner Monitore von Nubert in einem Gehäuse, durchaus auch zum reinen Musikhören, wenn auch mit begrenzter Stereobasisbreite, geeignet.

Soweit meine derzeit in Betrieb befindliche Aktivtechnik, welche ich gedenke zukünftig noch zu erweitern. Die DSP-Technik hat ja immer noch enormes Zukunftspotential, so daß zukünftige Monitore/HiFi-Lautsprecher sicherlich noch klangliche Überraschungen bieten werden.

Ich freue mich, mich hier mit anderen Aktivhörern austauschen zu können und hoffe auf weiteren Erkenntnisgewinn. :-)
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Beitragvon Hans-Martin » 21.02.2017, 23:11

Willkommen bei uns Aktiven, Oliver!

Als Tonschaffender bist du hier natürlich besonders geschätzt und wirst so manche Frage aushalten müssen, aber ich will nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. :wink:

Du hast sicher bei der Arbeit und auch privat ordentliches technisches Material, aber leider nicht geschrieben, auf welche Musikrichtung du privat abfährst, und welche Musikquelle du dem SPL Phonitor 2 zuführst.

Hast du deinen zum Hören genutzten Raum speziell präpariert, um auch zuhause gewisse gewohnte Standards von der Arbeit nicht zu unterschreiten?

Und eine besondere Frage ist natürlich, ob und wie du es schaffst, nach Feierabend Spaß am Musikkonsum zu haben, ohne dass von der Arbeit gewohnte Abhör- und Bewertungskriterien dazwischenfunken.

Grüße Hans-Martin

P.S. ein *zweiter Sub* kostet nicht viel, könnte aber eine deutliche Steigerung bringen
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Beitragvon Hybrid-OLI » 22.02.2017, 00:13

Servus Hans-Martin

Danke für's Willkommen.
Dann reiche ich sogleich die entsprechenden Infos nach ...

Die Musikgenres die ich höre (und ggf. bearbeite) sind Jazz, Soul, Funk, Klassik, Electronica und etwas Rock. Hier aber nichts was mit Hard & Heavy zu tun hat. Letzteres ist definitiv nicht mein Ding.

Die musikalische Speisung erfolgt durch CD-Player, incl. SACD, BD-Player, Streamer und PC. Der Vinylhobel ist, ebenso wie die LP-Sammlung, eingemottet. Ich bin also voll digitalisiert, wenn man mal davon absieht, daß ich manchmal noch alte Tapes digitalisiere und bearbeite.

Da ich im Homestudio arbeite ist der Hörraum das Studio. :wink: Dank einer "akustisch günstigen" Befüllung des Raumes habe ich mit Echos u.ä. keinerlei Probleme. Die Tieftonmoden kenne ich und kann damit leben. Die Notwendigkeit von Helmholzresonatoren sehe ich nicht als zwingend in meinem Raum an. Über die Ortsfilter der Monitore kann ich zumindest grob eine Anpassung an den Raum vornehmen. Kommt hinzu, daß die Genelec 1031A nicht besonders aufstellungskritisch sind.

Wichtig ist, daß man seine Monitore gut kennt, dann ist auch unter suboptimalen Bedingungen ein qualitatives Abhören möglich, zumal, wenn man mittels Kopfhörer und RTA "gegenchecken" kann und ganz allgemein Erfahrung hat. Raumakustische Frequenzganglinearisierung war bei mir bis dato kein akustischer Durchbruch. Muß auch nicht sein.

Die Trennung von Musikgenuß und bearbeitungstechnischer Anstrengung kann in der Tat etwas schwierig werden, wenn man stundenlang Probleme zu lösen versucht. Beispielsweise habe ich mal händisch versucht, Microglitches aus einem Digitalsignal zu entfernen, da der Deglitcher sie nicht finden wollte. Nach zweistündiger Suche in einem 10 sekündigen Bereich (!) habe ich es aufgegeben und habe mir einfach wieder Musik angehört, die klanglich einwandfrei war.

Ich gebe aber zu, daß ich bei Musikwiedergabe so gut wie immer studiotechnische Kriterien zugrundelege.
Das ist inzwischen unvermeidbar, behindert mich aber beim Musikgenuß nicht wirklich.
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Beitragvon RS.schanksaudio » 22.02.2017, 09:32

Auch von meiner Seite ein herzliches Willkommen!
Es ist immer wieder bereichernd auf Tonschaffende und Profis zum Thema zu treffen.

Hybrid-OLI hat geschrieben:Die DSP-Technik hat ja immer noch enormes Zukunftspotential, so daß zukünftige Monitore/HiFi-Lautsprecher sicherlich noch klangliche Überraschungen bieten werden.


Absolut, auch wenn es hierzu von manchen vorbehalte zu geben scheint. Ich denke aber Du wirst hier zu dem Thema kompetente Gesprächspartner finden :D

Viele Grüße
Roland.
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Beitragvon Hans-Martin » 22.02.2017, 12:39

Hybrid-OLI hat geschrieben: Ich gebe aber zu, daß ich bei Musikwiedergabe so gut wie immer studiotechnische Kriterien zugrundelege.
Das ist inzwischen unvermeidbar, behindert mich aber beim Musikgenuß nicht wirklich.

Hallo Oliver,
gilt das auch für Musik, die inhaltlich dir gefällt aber aufnahmehandwerklich schlecht ausgeführt ist?
Hast du da im Studio bei solchen Aufnahmen selbst noch mal Hand angelegt, um sie erträglicher zu machen?
Equalizer, De-esser, Vitalizer & Co, etc. interessieren mich dabei weniger als die Frage nach der Möglichkeit, aus dem dynamikkomprimierten Material per Dekompression noch etwas Natürlichkeit und räumliche Transparenz zurückzugewinnen. Könnte da was gehen?
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Hybrid-OLI » 22.02.2017, 14:19

Hi

Es kommt öfter vor, speziell bei älteren Aufnahmen (ich bin großer Freund von Soul, Funk & Jazz der 70er und 80er), daß ich ein Remastering für mich selbst oder auch für andere Leute mache. Viele Aufnahmen aus vergangenen Zeiten sind doch nicht so das Gelbe vom Ei.

Das Problem bei modernen Aufnahmen ist ja meist die Hyperkompression (Loudness War !) welche sich leider nicht wirklich rückgängig machen läßt. Da wird es sehr schwer dynamisch etwas zu verbessern. Man kann aber bei anderen klanglichen Problemen - gutes Beispiel : die letzte Scheibe von Norah Jones ! - durchaus noch was machen.
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Beitragvon Hans-Martin » 22.02.2017, 14:43

Hallo Oliver,
mein erster Schritt bei allen Norah Jones Scheiben ist die Korrektur der gelieferten Polarität, sie sind invertiert.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon never » 26.02.2017, 13:14

Hallo Oliver,

zunächst auch von mir herzliche Willkommensgrüße in diesem unverzichtbaren Forum!

Eine kleine Ergänzung noch zu Hans-Martins Hinweis auf invertierte Polarität bei Norah Jones:
Hans-Martin hat eine extrem hilfreiche Liste erarbeitet, die Aufschluss darüber gibt, wie Platten-Labels bezüglich Invertierung vorgehen. Den Link findest Du hier: viewtopic.php?p=132858#p132858

Freundliche Grüße,
never (Udo)

PS.: Viele Grüße auch an Giga Protector und GHP
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Beitragvon Hybrid-OLI » 27.02.2017, 00:02

Hallo Udo,

so sieht man sich wieder.
Ich werde die Grüße an besagte Herren ausrichten. :mrgreen:
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