Michael (derzeit ohne LS)

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Michael (derzeit ohne LS)

Beitragvon UweObst » 25.12.2016, 12:28

Hallo liebes Forum,

zunächst lasst mich Euch frohe Weihnachten 2016 wünschen.

Erst suchte ich nach einem adäquaten Ersatz für mein bestehendes 5.2 Heimkinosystem. Zunächst dachte ich an Klipsch RP-280F und Co. Während der Lektüre diverser Threads hier im Forum kam mir die Idee, auf Aktivlautsprecher umzusteigen. Schon länger spiele ich mit dem Gedanken, da ich das Konzept für sinnig und effizient halte. Zudem würde sich auch mein Gerätepark reduzieren, wogegen meine Frau nichts einzuwenden hätte. Das machte mich neugierig, so dass ich mir einige Produkte (v.a. AGM, Gelenec, Abacus) im Netz anschaute. Hängen geblieben bin ich bei folgenden:

- Gelenec 8260
- AGM 4.4
- Abacus APC24-23C(S) AMT (die CG35 kämen später)

Die Gelenec sind keine Schönheit, finde sie aber sehr ansprechend sowohl technisch als auch im Hinblick auf GLM. Den Umstieg würde ich schrittweise vollziehen. Erst Front und Center mit Sub, später zweiter Sub und Surrounds. Probehören in den eigenen Wänden ist absolute Pflicht. Das Wohnzimmer ist ca. 45qm groß und beherbergt noch eine offene Küche. Alles keine optimalen akustischen Verhältnisse/Bedingungen. Bei Abacus gibt es ja die Möglichkeit, ein Testset zu ordern. Bei AGM bin ich überfragt bzw. konnte nichts dergleichen finden. Die Gelenec könnte ich über Thomann zwei zum Testen ordern, was ich aber nicht so toll finde. Vielleicht habt ihr ja noch einen Ratschlag.

Mein bisheriges Heimkinosystem besteht gänzlich aus Passivlautsprechern (5xThiel Audio SCS3N-MKII). Die Subs sind in die Frontlautsprecher integriert (jeweils 2x2 Tangband W69-1042). Als Vorverstärker kommt ein Yamaha CX-A5100 zum Einsatz. Bei den Endstufen handelt es sich um Eigenbauendstufen mit ASP-Modulen von ICEpower (ASP1000 für Subs und Frontlautsprecher; ASP500 für den Center und ASP250 für die Surroundlautsprecher). Alles m.E. sehr potente Hardware. Bisher bin ich damit auch ganz gut gefahren. Es handelt sich um angefertigte Lautsprecher.

Mein Hörgewohnheiten sind schnell dargelegt. Hauptsächlich nutze ich das 5.2-Set als Wohnzimmer-Heimkino. Für mich muss es dabei „drücken“ und laut zur Sache gehen. Der Punch darf nicht fehlen. Was da auf der Leinwand passiert, muss man auch fühlen. Nur so kann m.E. eine wirkliche Immersion stattfinden. Das macht für mich Kino aus. Natürlich sollte alles auch noch möglichst differenziert sein und kein Tonbrei. Die Stimmen und Effekte müssen verständlich sein. Bei Musik bin ich wählerischer. Klar muss es auch hier mal laut gehen, wenn ich Rock oder Jazz höre, aber ich möchte möglichst alle Details einer Aufnahme hören und wahrnehmen können. Ich möchte es so hören, wie es gedacht ist. Nichts von der Aufnahme soll beschönigt oder verschwiegen werden. Ein schöne und tiefe Bühne ist mir dabei ebenfalls wichtig, v.a. bei orchestraler Musik. Die Thiels machen hier allesamt gute Arbeit sowohl bei Heimkino als auch Musikwiedergabe. Aber als Perfektionist leide ich unter derselben Krankheit wie alle Perfektionisten, nämlich es noch perfekter zu bekommen. Ich weiß, dass die Raumakustik dazu einen erheblichen, wenn nicht sogar den größten Teil beiträgt. Das Wohnzimmer aber akustischen zu optimieren, scheitert an der Regierung (;)) und ein eigener Heimkinoraum ist derzeit nicht in Sicht. Ich bin auf eure Meinungen gespannt.

PS: Einen entsprechenden Thread werde ich im entsprechenden Bereich noch eröffnen, sobald ich freigeschaltet worden bin. ;)
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Beitragvon beltane » 25.12.2016, 13:05

Hallo Michael,

erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum.

Preislich und in Teilen technisch sind die von Dir genannten Lautsprecher meiner Meinung nach nicht vergleichbar.

Da Du das System primär für Kino nutzt und daher einen AVR einsetzt mit eigener Raumkorrektur, frage ich mich bei den Genelec, warum Du in den Lautsprechern eine weitere ADA Wandlung und Raumkorrektur vornehmen lassen willst. Hinzu kommen Latenzzeiten - also ggf. Probleme mit der Synchronisation von Bild und Sprache.

Zur Preissituation:

Die Abacus liegen bei ca. 3.000,00 € das Paar, die Genelec bei ca. 8.700,00 € und die AGM deutlich über 15.000,00 €. Jeweils UVP.

Je nachdem, wo Dein Budget liegt, könnte auch die Trifon Serie von Abacus für Dich interessant sein.

Weihnachtliche Grüße

Frank
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Beitragvon UweObst » 25.12.2016, 13:30

Danke für Deine Antwort, Frank.

beltane hat geschrieben:Preislich und in Teilen technisch sind die von Dir genannten Lautsprecher meiner Meinung nach nicht vergleichbar.

Bei der Auswahl habe ich vordergründig zunächst nicht auf Vergleichbarkeit geachtet.

beltane hat geschrieben:Da Du das System primär für Kino nutzt und daher einen AVR einsetzt mit eigener Raumkorrektur, frage ich mich bei den Genelec, warum Du in den Lautsprechern eine weitere ADA Wandlung und Raumkorrektur vornehmen lassen willst. Hinzu kommen Latenzzeiten - also ggf. Probleme mit der Synchronisation von Bild und Sprache.

Ja, darüber habe ich auch schon nachgedacht. Dass das unnötig ist und wieder Probleme schafft, sehe ich wie Du. Momentan betreibe ich mein 5.2-Setup ohne Korrektur. Freilich müsste ich meine Kette anzupassen. Nen Oppo 103D steht bei mir auch noch.

beltane hat geschrieben:Die Abacus liegen bei ca. 3.000,00 € das Paar, die Genelec bei ca. 8.700,00 € und die AGM deutlich über 15.000,00 €. Jeweils UVP.

Je nachdem, wo Dein Budget liegt, könnte auch die Trifon Serie von Abacus für Dich interessant sein.

Die AGM kam in den Blick, weil dort alles geregelt ist. Preislich liegt sie ein wenig über meinem Budget, aber die Umstellung ist ja ein längeres Projekt. ;)
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Beitragvon Ralf77 » 25.12.2016, 17:40

Hallo, ich habe mit den Genelecs und dem GLM keine Latenzprobleme.
Somit kann ich hier Entwarnung geben.

Die Unterschiede zwischen der digitalen und analogen Zuspielung sind meiner Meinung nach vernachlässigbar.

Grüße
Ralf
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Beitragvon UweObst » 25.12.2016, 18:00

Ralf77 hat geschrieben:Hallo, ich habe mit den Genelecs und dem GLM keine Latenzprobleme.
Somit kann ich hier Entwarnung geben.

Die Unterschiede zwischen der digitalen und analogen Zuspielung sind meiner Meinung nach vernachlässigbar.


Meine Plan geht in eine ähnliche Richtung: Genelec 8260 an Yamaha CX-A5100 Vorstufe. Alternativ müsste ich meinen Oppo mit einem Vanaty-Modul umrüsten und als Vorstufe einsetzen. Dann hätte ich, wenn ich das richtig verstanden habe, alles digital und die DA-Wandlung würde in den Genelecs erfolgen. Richtig?
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Beitragvon Ralf77 » 25.12.2016, 18:05

Ja, das sollte so gehen...habe damit aber keine Erfahrung.
Ob sich das Investment aber lohnt :roll:

Grüße,
Ralf
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Beitragvon UweObst » 25.12.2016, 19:45

Ralf77 hat geschrieben:Ja, das sollte so gehen...habe damit aber keine Erfahrung.
Ob sich das Investment aber lohnt :roll:


Wirkt sich das Gewandle (DA -> AD -> DA) nicht negativ aus?
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Beitragvon Ralf77 » 25.12.2016, 19:58

Wird von der Theorie her wohl so sein. Ob sich das beim Hören aber bemerkbar macht?
Ich meine einen kleinen Vorteil bei digitaler Zuspielung wahrzunehmen.

Glaube es aber auch, wenn jemand sagt, dass es da keinen Unterschied gibt.
Generell: ich mag das Konzept der Genelecs und den Klang auch...egal ob Digital oder Analog.

Grüße
Ralf
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Beitragvon UweObst » 25.12.2016, 22:00

Oder nen G-Oppo und dann analog :roll:
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Beitragvon Ralf77 » 25.12.2016, 22:10

Damit wirst du aber die doppelte Wandlung auch nicht umgehen. :P
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Beitragvon UweObst » 25.12.2016, 22:17

Ralf77 hat geschrieben:Damit wirst du aber die doppelte Wandlung auch nicht umgehen. :P


Nee :D Aber mir bereitet schon die Frage der Verkabelung von der Vanity, die pro SPDIF zwei Kanäle ausgibt, Kopfzerbrechen. Wie splitte/verteile ich das digitale Signal am besten :roll:
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Beitragvon UweObst » 26.12.2016, 11:21

Aber vielleicht hat ja einer eine Idee wie man z.B. die Genelecs dann an die digitalen Ausgänge der Vanity anschließt. Ich bin da im Moment überfragt.
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Beitragvon Grauwacke » 26.12.2016, 12:44

UweObst hat geschrieben:Aber vielleicht hat ja einer eine Idee wie man z.B. die Genelecs dann an die digitalen Ausgänge der Vanity anschließt. Ich bin da im Moment überfragt.

Hallo, Uwe!
Du bräuchtest drei Vanity-Module, die dann folgende Kanäle jeweils bündeln:
1: Vorne: Linker + Rechter Hauptlautsprecher
2: Hinten: links + rechts
3: Center + Sub

Von jedem Vanity-Modul wird eine digitale Leitung zu jeweils einer der Boxen verlaufen.
Aus dem Manual der Genelec 8260 ergibt sich, das an der Box per Dip-Schalter der Kanal selektiert wird, der wiedergegeben werden soll (links oder rechts). Die Box hat einen Digital-Through-Anschluß, von daher wird ein XLR-Kabel zur anderen Box gehen, auf der entsprechend der andere Kanal (rechts oder links) eingestellt wird. Mit den hinteren Paar und dem Paar Center+Sub verläuft es genauso.

UweObst hat geschrieben:Wirkt sich das Gewandle (DA -> AD -> DA) nicht negativ aus?

MMn auf jeden Fall. Du hörst die Qualität des schlechtesten Glieds in der Kette. Bei mir war das die DA-Wandlung im Denon 4010.

Viele Grüße
Helge
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Beitragvon Ralf77 » 26.12.2016, 13:08

Hallo Helge,
Hallo Uwe,

Ich frage mich, ob das vom Preis/Leistungsverhältnis her Sinn macht.
Dass der Denon vom Eandler her nicht toll ist mag sein.

Wenn wir aber den Oppo 105 nehmen, dann ist der Wandler nicht schlecht.
Ob man jetzt digital in die Genelecs per Vanity-Modul geht oder analog mit weitere Wandlung in den Genelecs könnte vom Klangunterschied gering sein (könnte...).

Alternativ kann man sich die Surround-Sektion ja auch per G-Update tunen lassen.
Wird preislich ähnlich sein. Klanglich sicherlich auch sehr gut, wenn man den Berichten glaubt.

Ist eine Geschmacksfrage.
Die Wandlung im Oppo ist mMn schon ganz ordentlich.

Grüße
Ralf
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Beitragvon Grauwacke » 26.12.2016, 16:28

Hallo, MIchael (sorry für die Anrede mit Uwe :wink: ),
hallo, Ralf,

Drei Vanity-Module liegen mit Einbau vermutlich in der Größenordnung 1.5 k€, der Yahama CX-A5101 bei etwa 2.5k€. Zu den Wandlerqualitäten im Oppo, Yahama und den Genelecs und deren Unterschiede kann ich nichts sagen. Da helfen mMn eh nur entsprechende Hörtests, um entscheiden zu können, was einem die finale Lösung letztlich finanziell wert ist.

Grüße
Helge
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