Joschka (DIY Hörner, BM 30, Capaciti uvm.)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon nemu » 29.01.2019, 20:35

Hi Josh,

freut mich, dass Du mit Deinen BM30 so viel Spaß hast. Meine BM18 profitieren auch deutlich von einem akustisch gut behandelten Raum. dann sollte auch Dein Hörerlebnis bei größeren Entfernungen deutlich besser werden.

Gruß Stephan
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nemu
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Beitragvon jackelsson » 29.01.2019, 21:59

Hallo Josh,

2-4 Meter ist bei einem so großen Lautsprecher aber wirklich schon Nahfeld... :shock:

Wirklich erstaunlich, dass das funktioniert. Finde ich persönlich aber ja gut und erstrebenswert, ich sitze tendenziell lieber etwas näher dran. Zu meinen MEGs halte ich ca. 2,5 m Abstand.

Gruß,
Swen

Edit: da fällt mir gerade prompt wieder mein krassestes Erlebnis in dieser Hinsicht ein - vielleicht zweieinhalb Meter Hörabstand vor einer Acapella Campanile 2. Funktionierte gut... :)
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Beitragvon jackelsson » 29.01.2019, 22:00

Hallo Stephan,

wie würdest Du denn den Mindest-Hörabstand bei Deinen BM18 einschätzen?

Gruß,
Swen
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Beitragvon nemu » 30.01.2019, 01:12

Hallo Swen,

ich habe lange mit meinen BM18 mit nicht mehr als 3 m Abstand gehört. Teils auch näher. Dies hat erstaunlich gut funktioniert.

Gruß Stephan
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Beitragvon Hornguru » 06.02.2019, 13:29

Einige haben sich sicherlich immer gefragt was diese Regelung eigentlich bewirkt.
Auch ich bin ja chronischer Skeptiker.

Gestern habe ich 2 Dinge bemerkt.

1. Ausgeschaltet auf die Membranen getippt geben alle eine kräftige Resonanz wieder. Insb der Bass wummert ordentlich wie eine Tomtom. Eingeschaltet verhalten sich alle Membranen wie eine Wand. Man tippt wie auf einen 200 Kilo Filz-Block.

2. Beim manuellen Durchwobbeln mit dem Sinusgenerator fällt auf, wie klar der Ton ist. Zb der 1kHz Pfeifton ist sowas von klar und rein wie man seltenst einen Sinus erleben darf. Auch bei 10Hz - man hört quasi garnichts. Selbst wenn der Tieftöner 1cm um sich schlägt - totenstille :shock:

Resume so far: 100% Souverän.

Gruß
Josh
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Beitragvon KSTR » 06.02.2019, 20:24

Der Vergleich ist nicht ganz korrekt, eigentlich müsstest du das Chassis kurzschliessen, so wie es ein normaler Verstärker ohne Membranregelung auch täte (Spannungsantrieb), Gerät aus und vom Netz natürlich, dann käme die normale elektrische Dämpfung zustande und nicht gar keine (Amp aus = hochohmiger Abschluss, idR).
Im Resultat natürlich immer noch ein großer Unterschied ggü der aktiven Regelung, bei dem jede nicht-Soll-Bewegung (durch eigene Fehler des Chassis wie durch externe Anregung) versucht wird zu verhindern. Kein Signal heißt keine Bewegung wird erzeugt und es ist auch keine externe aufzwingbar.
An die Abwesenheit von Klirr im Bass muss man sich erst gewöhnen, ich hab mal eine Silbersand 501 hören dürfen und es war mir im Endeffekt fast schon zu klar, trocken, farblos im Bass.... da sieht man mal wie konditioniert man ist, durch normale LS.
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Beitragvon Hornguru » 06.02.2019, 22:10

Du hast recht, einen Hauch unsachliche Dramatisierung kann man mir vorwerfen. Aber das ist ja gerade hip.

Die BM Treiber sehen von hinten eher aus wie ein Polin Restposten. Und der Luftspalt ist riesig. Und das Gehäuse überall undicht (schon lustig). Da ist auch nach Kurzschluss noch viel Bewegung. So heftig wie hier habe ich das noch nie gesehen. Nicht mal bei Qts 0.1 Treiber an einer überdämpften Endstufe.

Normal wird das vom “flommmm” zum “flip”... hier bleibt kaum ein “b” :mrgreen:
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Beitragvon Hans-Martin » 06.02.2019, 23:03

KSTR hat geschrieben:An die Abwesenheit von Klirr im Bass muss man sich erst gewöhnen, ich hab mal eine Silbersand 501 hören dürfen und es war mir im Endeffekt fast schon zu klar, trocken, farblos im Bass.... da sieht man mal wie konditioniert man ist, durch normale LS.

Hallo,

da drängt sich einem die Frage auf, welche Präzision im Vergleich dazu die LS beim Mastering der Tonaufnahmen haben. Deren Ergebnis wird nach Gusto und Konditionierung der Mastering-Ingenieure(?) auch mit kompensiert, ich glaube, in einem Studio mit kurzen Nachhallzeiten und unter pauschaler vorausgehender ungesicherter Berücksichtigung der Effekte eines "normalen" Wohnzimmers.

Die Auswertung tausender CDs zeigt mir dann, dass das Signal viel zu oft noch invertiert wird, bei Pop und sogar bei Jazz wird obendrein modern die Dynamik komprimiert, was die Zischlaute bei Gesang (1) forciert, den Nachall des Raums verändert (2), in der Summe eine nervige (1) und flache (2) Wiedergabe hervorruft, bei der Begleitinstrumente wie Bass einen höheren Rang bekommen. Darüber legt sich noch das Sounding für die Zielgruppe.

Nach so viel Manipulation schrecke ich nicht davor zurück, manche Aufnahme einmal im (gegebenenfalls polaritätskorrigierten) Original abzuspeichern und eine erträglich hörbare Version mittels Equalizer nach Gusto herzustellen.

Ich glaube keinesfalls, dass ein präzisionsgeregelter Lautsprecher das Ergebnis verschlechtert, aber es gibt Händler, die zu B&M und Silbersand auch einen Raumkorrektursystem-kombinierten Vorverstärker verkauft haben, der den Raumeinfluss nach Messung halbwegs kompensieren könnte. Und da ist oft vorgesehen, dass die Zielkurve einen entsprechenden Ausgleich für die verkürzte Nachhallzeit (Hörschwelle) bietet.

Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon Hornguru » 06.04.2019, 10:31

So langsam vervollständigt sich meine komplette Fostex Laboratory Series.

Lange gesucht: der D582.
Riesig, massig, 100er Duralumin Diaphragma, Genialer Phaseplug ähnlich TAD4003...

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Herzlichen Dank an Ludwig aus Frankreich !!!

Salutations
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Beitragvon Hornguru » 18.04.2019, 16:50

Diesmal Danke an Spanien :cheers:

Tadaaaa ;)

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Der 703 fehlte noch in der Familie...

Frohe Ostern! :D

Gruß
Josh
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Beitragvon chriss0212 » 18.04.2019, 18:57

Boaaarrr

Glückwunsch!

Da bin ich fast ein bisserl neidig... aber man muss ja auch gönnen können :cheers:

Da bin ich ja gespannt, wann wir wieder Horniges von Dir lesen ;)

Viele Grüße und frohe Ostertage

Christian
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Beitragvon schoko-sylt » 18.04.2019, 22:38

Hornguru hat geschrieben:Diesmal Danke an Spanien :cheers:

Tadaaaa ;)

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Der 703 fehlte noch in der Familie...

Frohe Ostern! :D

Gruß
Josh



Hallo Josh,

wieso denn ein TAD ET-703, dem Du vor kurzem noch gegenüber Fostex Hoch-/Superhochtönern die entsprechende Qualität abgesprochen hast. Ich zitiere: "4) Fostex neuer Generation sind gemischt. Alte T925, 825, 705 waren mindestens so gut wie der TAD 703. Von den neuen Fostex sollte man wirklich die Finger lassen, Klirr-Blender. Mit einer Ausnahme, der FT-96H ist allererste Sahne. Auch die Messungen. Der Preis vernünftig."

Mir erschließt sich nicht, welchen Sinn es macht, einen Treiber zu kaufen, der gegenüber anderen Treibern Deiner Ansicht nach mindere Qualität hat, aber sicher mehr Geld kostet als ein gebrauchter Fostex-Treiber (Neupreis des TAD ET-703 pro Stück über 1700,- EUR)? Oder ist mir etwas entgangen und sind die zur Zeit nicht mehr gefertigten TAD ET-703 jetzt gebraucht supergünstig zu haben? Oder sind sie doch besser als Fostex? Außerdem: Hattest Du denn schon vor dem Kauf des TAD ET-703 Messungen mit diesen gemacht oder gesehen, respektive hast Du irgendwo etwas dazu im Vergleich gelesen, auf dass Du Dich zur Untermauerung Deiner Aussagen berufst? Wenn ja, wäre ich dankbar, wenn Du mir/uns die entsprechenden Quellen einmal zeigen könntest, damit deutlich wird, warum ein Fostex-Treiber mindestens genauso gut wie der jetzt von Dir erworbene TAD ET-703 ist. Sind alte Fostex-Treiber "schneller", breitbandiger, linearer, strahlen sie gleichmäßiger ab, ist die Membranmasse geringer, klirren sie weniger oder welchen anderen Vorteil haben sie gegenüber einem TAD ET-703? Kannst Du mir das bitte einmal sachlich erklären, damit ich und andere noch etwas dazulernen?

Ein weiteres Zitat von Dir: "Man bräuchte hier eine Art Linie die sagt bis hier hin blieb es sachlich :mrgreen:"
Finde ich übrigens auch, dass man sachlich bleiben sollte.

Noch ein Zitat von Dir: "So langsam vervollständigt sich meine komplette Fostex Laboratory Series.

Lange gesucht: der D582.
Riesig, massig, 100er Duralumin Diaphragma, Genialer Phaseplug ähnlich TAD4003..."

Sind TAD TD-4003 nun so gut und das Maß der Dinge (neben GIP, Ale, GOTO) und der Fostex D582 ist ähnlich gut oder sogar besser, weil er einen "genialen Phaseplug ähnlich TAD4003" hat? Wie kannst Du/ich beurteilen, ob ein Phaseplug gut ist, welche Kriterien kennst Du dafür aus der Fachliteratur? Der Fostex hat eine Aluminium-Membran, der TAD TD-4003 eine viel leichtere Berylliummembran. Ist das nicht entscheidender? Oder woraus leitet sich der gute Klang eines Treibers Deinem Wissen nach ab? Ist es das magnetische Material (z.B. Neodym, AlNiCo), die Feldstärke des Magneten, sind es die Eigenschaften "riesig, massig" etc.? Josh, Du siehst, Fragen über Fragen, zu denen Du sicherlich fundierte und sachverständige Antworten geben kannst, so dass wir uns an das Konstruieren neuer Treiber machen können.

Eine andere Aussage von Dir zu TAD-Treibern (TAD TD-2001 und TAD TD-4002) in Verbindung mit Multicellular-Hörnern: "Bei Hihats und Drums trat das Vibrieren der Materialien und das schier endlose Nachschwingen mit solcher Farbigkeit und filigranen Feinfühligkeit in den Vordergrund - schockierend. Ich dachte bis gestern dies war allein Goto Unit vorbehalten. Aber die TAD unterstreichen es sogar noch besser. Wow! :shock: - Vielleicht mal Fostex probieren, dann wird es noch besser. :wink:


Grüße
Holger
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Beitragvon Hornguru » 19.04.2019, 19:59

Hallo Holger!

Ich vermute ich habe dich verwirrt mit meiner dynamischen Euphorie. Ich sehe das nicht so „katholisch“ oder wie der Highlander „Es kann nur einen geben“ ;)
TAD hat oft Benchmarks gesetzt und dient so sinnvoll als Referenz. Das bedeutet nicht das Ende der Skala. Der 703 ist ein phantastischer SHT. Ich kann mich nicht entsinnen je ein schlechtes Wort über ihn verloren zu haben.

Dass ich dem 703 seine Qualität abgesprochen hätte, war wohl deine Interpretation. Lies nochmal.

In der Tat hatte ich Glück und bekam ihn sehr günstig :) Da bin ich schon aus dem Häuschen und möchte mich auch ganz lieb bei dem netten Toningenieur aus Malaga bedanken. 4-stellige Beträge für einen Treiber erscheinen mir unangemessen. Das zahl ich nicht! Da spielt der Yen und japanische Export Bedingungen auch viel rein.
Ich halte es gerne ehrlich und versuche mir nicht selbst in die Tasche zu lügen, nur weil etwas sehr teuer war... ich gestehe mir ein dass Fostex für einen zehntel des Preises mithalten kann. Partiell drüber, manche drunter, im Schnitt gleiche Liga. (Es kommt auf das Modell an)
Vielleicht würde ich das verbissener sehen wenn ich alle TAD neu gekauft hätte :?

Deinen Wunsch nach Quellen, Messungen, Herleitung, Beweisführung und Querverweis muss ich leider vertrösten.
Respekt an jene wie Nils die hier regelmäßig ganze Abhandlungen dokumentieren. In akademischer Qualität. Top! Ein handfester Mehrwert fürs Forum.
Leider speichere ich meine Messungen immer in unterschiedlichen Formaten, alten Festplatten, falschen Ordnern, hab sie nicht dabei.... :D erinnere mich an Themen deren Buchtitel ich vergaß und schreibe diese Nachricht zB gerade vom Café aus, auf dem Telefon, während ich 15 Minuten auf die Dame warte und der Earl Gray zieht... Ich bin da chaotisch veranlagt, und auch egoistisch. Ich bleibe den Beweis schuldig, teile aber trotzdem meine Erfahrungen zwischen Tür und Angel.

Also sorry nochmal, ich wünschte ich hätte mehr Zeit für dich.
Du musst das aber nicht kaufen. Am besten man macht seine eigenen Erfahrungen :-)
Sigi war eine große Hilfe beim Aufbau der Multicell. Er dokumentierte alles und machte fleißig Messungen und screenshots. Alles dort war seine Arbeit! Ohne ihn stünde dort auch nur mein Wort alleine. (1 Jahr später :D )
Übrigens, wie ich dort auch schrieb (!) blieb unklar auf wessen Konto das Erlebte ging.
Das war nicht TAD alleine.
Die Hörner von Markus Klug sind einmalig, gänzlich unvergleichlich, und sollten von jedem Hornfan einmal erlebt werden. Ich kanns nur ganz ganz warm empfehlen!!!

So long, Tee wird kalt, ich wünsche euch ein schönes Fest mit viel Schokolade :D

Gruß
Josh
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Beitragvon A_stinner » 20.04.2019, 14:53

Hallo Josh,

das finde ich jetzt aber sehr mager in deiner Argumentation, bzw. in deinen Ausführungen. Gerade wo es jetzt spannend wird und Fakten kommen sollten, kommt nur noch Prosa. Etwas mehr Substanz bezogen auf die von dir doch häufig bewerteten Treiber wäre schon angemessen, insbesondere auch für Personen wie mich, die auf der Suche nach den richtigen Treibern sind und das Forum nutzen um sich zu orientieren. Ich bin z.B. bezogen auf den Einsatz der richtigen Treiber für die jeweiligen Hornkonstrukte nicht in der Lage eine fachliche korrekte Auswahl zu treffen und finde es gerade deshalb wichtig in einem Forum unterwegs zu sein wo fachliche Verläßlichkeit vorhanden ist.

In der Hoffnung auf mehr Fakten zu dieser sehr interessanten Thematik (Treiberauswahl)

Gruß

Andreas
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Beitragvon Hornguru » 21.04.2019, 14:32

Hallo Andreas

Ich wusste garnicht dass du Hörner baust.
Vor welcher Entscheidung stehst du denn gerade?

Gruß
Josh
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