Stefan (Genelec 8260)

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Stipe
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Stefan (Genelec 8260)

Beitrag von Stipe »

Guten Tag,

dann möchte ich Euch die Kenntnis über meine Existenz nicht weiter vorenthalten.

Ich heiße Stefan, wohne im beschaulichen Heidelberg und widme mich verstärkt nun seit ca. 2 Jahren wieder dem Musikhören. Ich habe eine klassische Ausbildung als Hornist, habe früher in vielen Orchestern gespielt u.a. als Aushilfe an der Kölner Oper und wollte damals auch Musik studieren. Nun, das habe ich bleiben gelassen und mich stattdessen der Physik zugewandt. Leider ist das Musizieren der Erwerbstätigkeit (Technische Akustik für den Immissionsschutz), der Familie und Aufzucht von Kindern usw. zum Opfer gefallen. (Eine Wiederaufnahme des Hobbys ist jedoch noch nicht ausgeschlossen.)

Der Wunsch nach eigener elektroakustischer Wiedergabe hat im Prinzip in dem Maße zugenommen, wie das Musizieren abgenommen hat. Die "Kette" mit der ich von Köln nach Heidelberg gezogen bin, war im Prinzip völlig unspektakulär (Sony CD-Player, Yamaha Verstärker und irgendwelche LS von Magnat). Der Krempel wurde aber teilweise bei einem Einbruch gestohlen, so dass Ersatz herbei musste. Geworden ist es ein Paar Phonar P30s und die erste 640er Serie der Cambridge Audio Komponenten (CD und Verstärker). Das war für mich ein großer Sprung (auch finanziell mit einem studentischen Budget) und hat mir viele angenehme Musikstunden verschafft.

Dann, vor 2 Jahren etwa, überschlugen sich die "Ereignisse".Ich bin zum ehemaligen CA-Händler gegangen, nur mal so (der ein oder andere wird es kennen, "nur mal so" kann mit Kosten und Veränderung einhergehen) und habe dort einen Linn Sneaky DSM gehört und letztenendes auch erstanden, den ich an den P30s betrieben habe. Der Einstieg ins gestreamte digitale Audio Vergnügen. Parallel zum Kauf des Sneaky und während der Lieferzeit habe ich mich um den Verkauf der CA-Komponenten bemüht. Und zwecks Werterhalt eine neue Lasereinheit in den CD-Player eingebaut. Das Ergebnis war überraschend gut, die Kette (unverändert bis auf den neuen Laser) hat wieder wie am ersten Tag geklungen, so dass ich den Kauf des Sneaky fast annuliert hätte. Aber der Wunsch nach etwas Neuem war größer und der Klang mit dem Linn-Gerät war trotzdem eine positive Veränderung.

Dann gings ans Rippen der ca. 1000 CDs (was ein Elend), was noch nicht abgeschlossen ist. Ein Jahr währte die Zufriedenheit, dann kam das Linn Exakt System heraus, welches ich mir beim Linn Händler aus Interesse auch angehört habe (Klimax an Akubarik-LS). Zugegeben, das war gut, den 1. Satz von Mahlers 5. habe ich so noch nicht gehört. Aber preislich jenseits von Allem, was ich jemals in meinem Leben bereit sein werde zu investieren. In etwa zeitgleich bin ich bei computeraudiophile.com auf Beiträge von DigiPete gestossen, der insbesondere die Genelecs 8260 sein Eigen nennt. Das war Ende letzten Jahres und es stand auch ein ebensolches Paar gebraucht zum Verkauf. Zeitgleich ist die neue 8531 erschienen. Bei Audio-Export (D-Importeur für Genelec) habe ich dann einen Hörtermin vereinbart und 8351 und 8260 im Direktvergleich getestet (ein wahrhaft sympatischer Laden). Was ich da zu Hören bekam war für meine Ohren fantastisch - und für mich besser als das gehörte Linn-System (ich weiß, kein direkter AB Vergleich, ca. 1 Woche zwischen den Hörterminen, aber so war mein Eindruck). Kohärenz, Klangfarben der Instrumente, Räumlichkeit usw. alles unglaublich gut. Ich habe mich dann sofort zum Gebrauchtkauf der 8260 entschieden (Die 8531 hätten die Verwendung eines Subwoofers erforderlich gemacht, was ich nicht wollte) und bin einige Tage später zur Abwicklung ins Ruhrgebiet gefahren. Es hat sich im Nachhinein herausgestellt, dass der Besitzer auch ein Forumsmitgleid ist (Matthias, nochmal vielen Dank für Deine Unterstützung und Beratung).

Seitdem erfreue ich mich fast täglich am Klang der Genelecs. Was mich am meisten beeindruckt, ist das Gefühl "in der Musik" zu sein, oder zumindest sehr nah dran. Auch die Echtheit der Klangfarben kommt dem nahe, was ich aus der aktiven Orchesterzeit in Erinnerung habe.

Momentan sieht die Kette also so aus:

C.A.P.S. v3 Topanga (so wie im CA-Forum beschrieben, auch noch mit "dreckigem" Strom), 500 GB Samsung 840 SSD, Win7 32Bit, GLM-Software Ver. 2.0.5 zur Raumkorrektur, foobar2000, Steuerung über RDP. Mit einem unspektakulären USB Kabel geht's dann in einen Gustard U12 XMOS DDC und von dort digital per AES/EBU in die 8260.

Einen separaten Hörraum gibt es nicht, die Dinosaurier-Eier stehen im Wohnzimmer (nicht optimal, aber in Anbetracht eines im Laufe des nächsten Jahres bevorstehenden Umzugs wird bzgl. physikalischer Raumanpassung nicht mehr viel passieren).

So sieht's aus. Im Prinzip bin ich zufrieden, weiß aber, nicht zuletzt durch das Lesen in diesem Forum, dass da noch "mehr geht".

Ich habe schon über WinRam gelesen, in Kombination mit dem Audio-Optimizer klingt das verlockend. Aus meiner "wissenschaftlichen" Zeit bin ich etwas mit Linux vertraut, so dass ich mir auch diese Richtung vorstellen kann. Eigentlich hätte ich gerne ein System, mit dem alles geht. Aufgrund der Tatsache, dass die GLM Software nur unter Windows läuft, scheint eine Single-PC Lösung (mit optimiertem WS2012) wohl nicht möglich, oder?

Es stellt sich also die Frage der nächsten Schritte.
Den Topanga mit sauberem Strom ausrüsten (Labornetzteil, so etwas vielleicht http://www.amazon.de/gp/product/B0079FW ... M9U5WW1195) ist bestimmt sinnvoll? Die GLM Software könnte ich auch mit dem Laptop betreiben und dann den Topanga mit optimiertem WS2012 ausstatten, würde das etwas bringen?

Oder die "große Lösung": den Topanga als Control-PC umrüsten und als reinen Audio-PC (tja was eigentlich, Rechenpower brauche ich ja nicht) irgendetwas mit viel Speicher wg. potenziellem Einsatz von WinRam? Was wäre bei der Verbindung von Control- und Audio-PC zu beachten? Welche Anforderungen werden an den Control PC hinsichtlich Klangverbesserung gestellt (unter der Annahme, dass der Audio-PC soweit ok ist)? Lohnt der Vergleich von DDCs, zB. zwischen vorhandenem Gustard U12 und Yellotec PUC2 lite, evtl. etwas von SOtM?

Ihr seht schon, hier tut sich bei mir eine größere Unwissenheit auf. Ich stehe im Prinzip vor der Frage, mit welcher Priorisierung ich Verbesserungen verwirklichen soll. Welche Maßnahme hat den größten "Impact"?

Was könnt ihr mir raten?

Ich freue mich jedenfalls auf Kommentare, Dikussionen, Bekanntschaften und die geballte Brain- und Bastelpower in diesem wundervollen Forum.

Genug der Worte, der Beitrag ist jetzt doch etwas länger geworden ...

Liebe Grüße, Stefan
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Joerghag
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Beitrag von Joerghag »

Hallo Stefan,

willkommen im Forum und im erlauchten Genelec Club. 8)

Ja, die 8260 sind schon richtig klasse. Einen Windows-PC brauchst du übrigens nur zur Einmessung. Das GLM 2 läuft zur Lautstärkeregelung autark mit einer Kabel oder IR-Fernsteuerung. Solltest du noch ein altes GLM haben, kannst du es über AudioExport für (ich glaube) 200,- gegen das neue tauschen.

Als Streamer beutze ich einen Raspberry Pi und bin damit sehr zufrieden. Vieleicht ist das ja auch was für dich.

Falls du ab und zu mechanisches Brummen aus den Netzteilen der Genelec hörst dann probiere vielleicht noch dieses Netzfilter.

Ansonsten hat in meiner Konfiguration eine Mutec MC3 viel gebracht.

Gruß Jörg
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beltane
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Beitrag von beltane »

Hallo Stefan,

auch von mir ein herzliches Willkommen. Besitzt Du nicht den Linn Sneaky? Falls ja, könntest Du doch mit dem streamen und digital in die Genelec gehen!

Da die Raumanpassung in der Genelec erfolgt und nur einmalig für das Messen und Erstellen der Filter ein PC benötigt wird, könntest Du auf den PC als Quelle verzichten und damit die Aufwände zur Audio PC Optimierung vermeiden.

Es ständen Dir mit der Mutec Smart Clock und der G-Sneaky Modifikation auch beim Linn Optimierungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Viele Grüße

Frank
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Stipe
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Beitrag von Stipe »

Danke, Jörg, auch für den Tip mit dem GLM Tausch. Das habe ich tatsächlich schon gemacht. Die Genelec FB funktioniert auch gut. D.h. das GLM Netzwerk benötigt dann nur einen USB Anschluss, damit es Strom erhält und damit arbeiten kann, richtig? Der kann dann natürlich auch von einem Pi kommen.

Mit den Netzteilen hatte ich bisher Glück, es ist nur ein leises Rauschen vernehmbar, wenn die LS eingeschaltet sind (ohne, dass Musik spielt). Mir erklärte man, das sein normal.

Ich habe mir deinen Thread mit dem Pi angesehen. Leider checke ich noch nicht alles. Wie ist der Signal-Weg hinter dem Pi? Benötigst du einen DDC? Wo kommt das AES-Kabel raus, das ja dann in die 8260 führt und an welcher Stelle kommt das Mutec MC3 (Das ist eine Clock oder auch ein DDC?) ins Spiel?

@beltane: Danke für das Willkommen. Der Sneaky ist verkauft, das vergaß ich zu erwähnen. Ich habe noch einen Hörvergleich gemacht zwischen "Sneaky Analog out -> Analog in 8260" und "Gustard U12-> Digital in 8260". Da gefiel mir die letztere Kombination besser. Einen Digitalausgang hatte der Sneaky nicht, daher habe ich keine Verwendung mehr gesehen (Vielleicht ein Fehler? Keine Ahnung).

Viele Grüße, Stefan
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Joerghag
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Beitrag von Joerghag »

Stipe hat geschrieben: ... Der kann dann natürlich auch von einem Pi kommen. (oder von einem USB-Steckernetzteil)

Mit den Netzteilen hatte ich bisher Glück, es ist nur ein leises Rauschen vernehmbar, wenn die LS eingeschaltet sind (ohne, dass Musik spielt). Mir erklärte man, das sein normal. (Das ist am analogen Eingang normal, am digitalen Eingang herrscht absolute Stille)

Ich habe mir deinen Thread mit dem Pi angesehen. Leider checke ich noch nicht alles. Wie ist der Signal-Weg hinter dem Pi? Benötigst du einen DDC? Wo kommt das AES-Kabel raus, das ja dann in die 8260 führt und an welcher Stelle kommt das Mutec MC3 (Das ist eine Clock oder auch ein DDC?) ins Spiel? ...
Hallo Stefan,

der Pi gibt durch die Hifiberry Digi+-Karte ein spdif-Signal aus. Die Mutec zwischen PI und Genelec reclockt das Signal und passt es elektrisch an AES/EBU an. Grundsätzlich kannst du auch ein kurzes Cinch auf XLR Kabel benutzen. Dieses hat zwar nicht die richtigen Wellenwiederstände (75/110 Ohm) kann aber auch gut funktionieren. Bei mir ist noch ein Lyngdorf DPA1 Digital-VV als Quellumschalter, AD-Wandler und Lautstärkeregler zwischen dem PI und der Mutec, welchen man aber nicht unbedingt braucht, wenn man keine analogen Quellen nutzt.

Gruß Jörg
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Stipe
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Beitrag von Stipe »

Danke für die Erkklärungen Jörg. Jetzt weiß ich bescheid. Ich werde mir die nötigen Komponenten mitsamt Kosten mal zusammen stellen und dann abwägen, wie es weiter geht.

Das mit der aboluten Stille kann ich leider nicht bestätigen. Ich habe jetzt nochmal ins Datenblatt der Genelecs geschaut, da steht "self generated noise <5 dB(A) @ 1m on axis, free field". Das wäre sehr wenig. Ich muss mal messen, wie hoch das bei mir ist.

Viele Grüße, Stefan
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RS.schanksaudio
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Beitrag von RS.schanksaudio »

Willkommen :-)
Stipe hat geschrieben: Ich habe jetzt nochmal ins Datenblatt der Genelecs geschaut, da steht "self generated noise <5 dB(A) @ 1m on axis, free field". Das wäre sehr wenig.
Das ist nicht nur wenig, sondern wäre unhörbar. Aber wie gesagt, das gilt nur für den digitalen Eingang, wie schon von Jörg gesagt. Am analogen Eingang rauscht es bei mir auch ganz leise, aber dennoch am Hörplatz (2-3m) wahrnehmbar.

Viele Grüße
Roland
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Stipe
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Beitrag von Stipe »

Hallo Roland,

danke. Ja, da hast Du recht. Mein Vorgehen wäre mit einem Klasse 1 Schallpegelmesser (die Geräte verwende ich beruflich) direkt in der Nähe der Chassis zu messen. Dort sollte auch etwas zu hören sein. Ich verwende den digitalen Eingang "AES/EBU Digital In" und es ist so, wie von dir beschrieben, am Hörplatz wahrnehmbar. Das hat mich immer schon gewundert/gestört. Jetzt stellt sich die Frage, ob das trotzdem normal ist.

Ihr seid jetzt schon zwei, die von "Grabesstille" bei Verwendung des digitalen Eingangs sprechen, das macht mich stutzig.

Viele Grüße, Stefan
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Joerghag
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Beitrag von Joerghag »

Hallo Stefan,

mach doch mal einen einfachen Test. Was passiert, wenn du die Digitale Quelle ausschaltest?
Gibt es dann eine Veränderung?
Wenn ich mein Ohr direkt an den Koax halte höre ich auch noch ein ganz leises Rauschen. In 1m
nicht mehr hörbar und am Hörplatz 3,50m nicht mal ansatzweise. Vieleicht hörst du auch einfach besser
als ich... ein leichtes Grundrauschen haben aber eigentlich alle Aktiven, manch andere auch recht stark.

Gruß Jörg
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wgh52
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Beitrag von wgh52 »

Hallo Stefan,
Stipe hat geschrieben:... Einen Digitalausgang hatte der Sneaky nicht, daher habe ich keine Verwendung mehr gesehen ...
Oh! :shock: Welchen Sneaky hattest Du denn?

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Gruß,
Winfried

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beltane
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Beitrag von beltane »

Hallo Winfried,

ich hatte auf der Linn Homepage dasselbe Bild gesehen wie Du und deshalb wegen des Digitalausgangs gefragt. Wenn ich mich aber richtig erinnere, hatte die erste Version des Sneaky keinen Digitalausgang:

http://www.hifitest.de/test/musikserver ... aky_ds_381

Ich gehe daher davon aus, dass Stefan diese Version genutzt hat.

Viele Grüße

Frank
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Stipe
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Beitrag von Stipe »

Guten Abend,

@ Jörg: ich habe jetzt mal genauer hingehört. Das "Brummen" habe ich auch entdeckt und es ist tageszeitanhängig. Mal war es vollständig verschwunden, dann trat es wiederum sehr deutlich auf, so dass es an der Hörposition auch hörbar war. Das Rauschen des Coax scheint ist an der Hörposition nicht wahrnehmbar, wenn man mit dem Ohr sehr nah dran geht schon. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass das normal ist. Bzgl. des Brummens werde ich mich mittelfristig mit Deiner Lösung und den Hifiakademie-Modulen auseinandersetzen. Danke für den Tip.

@ al: Ich hatte den Sneaky DSM, der einen 4x33W Verstärker eingebaut hat, so dass ich die Phonar P30s damit gut im Bi-Amping Modus betreiben konnte. Die Rückseite des Sneaky sah so aus:

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Wenn ichs damals nicht völlig verpeilt habe, ist da kein Digitalausgang vorhanden.

Gute Nacht, Stefan
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Stipe
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Update

Beitrag von Stipe »

Liebe Aktivisten,

lange ist es her, dass ich hier geschrieben habe. Die letzte Änderung in der Kette war der Afi+USB, womit ich seitdem zufrieden gehört habe.

Audio-PC (lüfterlos, SSD, Win10, foobar2000, Pico-PSU) -> Afi+USB -> AES in Genelec 8260

Auslöser mich mit einer Optimierung zu beschäftigen, war ein Test von Volumio auf dem Audio-PC. Das war insofern erhellend, als dass hier eine deutliche Klangverbesserung der Tiefen und Mitten feststellbar war (mehr Präzision, Trennung der Instrumente), jedoch die Klangfarben der hohen Instrumente stark gelitten haben (Kratzige Geigen, körperlose Trompeten).

Jetzt sollte ich vorausschicken, dass der Audio PC alles andere als optimal ist, da die Stromversorgung mies (billiges Schaltnetzteil) und das Win10 nicht gut konfiguriert sind. Der Afi hat auch noch das Original Netzteil und der LWL Konverter wird per USB-Strom versorgt. Kurzum, da kann man vieles besser machen.

Jetzt hatte folgende Ideen: Lineare NT für Audio-PC und Afi, USB/LWL Konverter von Ralf auf externe Stromversorgung umbauen lassen oder USB-Regen. Audio-PC optimieren, Win im RAM, PP USB Karte, etc....

Was mich aber schon immer an dem Konzept gestört hat, war die Tatsache, dass man einen vollwertigen PC "nur" zum Abspielen von Musik verwendet und für eine hohe Güte einen enormen Aufwand treiben muss.

Wie auch immer, nun ist ein eRed-Dock im Zulauf :D
Angeregt durch Eure hier geäußerten positiven Erfahrungen habe ich mich für diesen Weg entschlossen. Ich finde das Konzept LAN rein, AES raus und dann in die LS bestechend einfach.

Den eRD würde ich, wie bei Fujak und einigen anderen gesehen, mit dem Setup ansteuern: Router, 10Gtek->LWL->10Gtek -> eRD

Wie würdet ihr die Stromversorgung angehen?

Ich brauche nur 5V:

2x5V: Für das Genelec-Netzwerk (GLM), 1x für das Netzwerk selbst zur Regelung der Lautstärke und 1x zum Anschalten der LS aus Komfort-Gründen. Den Strombedarf muss ich noch ermitteln, ich tippe auf deutlich weniger als 1A für beide Verbraucher)

2x5V für die LWL Konverter (je 1A, oder?)

1x5V für den (Nano-) Router. Wenn meine Recherche stimmt, 1A Strombedarf.

1x5V für den eRD, wie sind hier Eure Erfahrungen, 2A?

Das würde doch bedeuten, dass ein lineares NT mit maximal 6A ausreicht?
Das scheint mir jedoch nicht einfach erhältlich zu sein.

D.h. ich bräuchte ein NT mit 2 oder 3 Ausgängen.

Ein wenig habe ich die Hoffnung, dass der von mir getätigte Strombedarf eine obere Abschätzung darstellt, ich also auskäme mit:

2 Stk:
https://www.ebay.de/itm/SUPER-PSU-DC5V- ... 4220677713

oder

1 Stk:
https://www.ebay.de/itm/Hi-end-3-way-S1 ... Sw2n5Zf~TY

oder

https://www.ebay.de/itm/50VA-50VA-HIFI- ... SwyltZWj4c

oder etwas ganz anderes ... ???

Wie die Ankopplung von 6 Kabeln an einen 5V Ausgang funktionieren soll, ist mir auch nicht ganz klar. Wenn ich richtig liege, dann müsste das aber gehen. Jeder Verbraucher zieht entsprechend seines Innenwiderstands den von ihm benötigten Strom, oder? Wobei 1 auf 6 mir intuitiv merkwürdig zu sein scheint ....

Wie würdet ihr vorgehen?

Ich bin sehr, sehr gespannt, ob der Plan aufgeht. D.h. Klangverbesserung durch eRD bei Verzicht auf Audio-PC.

Spezifische Fragen zum eRD habe ich auch. Darf ich diese hier stellen oder im eRD-Faden?

Viele Grüße, Stefan
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h0e
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Beitrag von h0e »

Hi,

ich möchte nur auf einen Aspekt eingehen.
Nimm nicht 2 10G-Tek, sondern nur einen, am besten dann einen 11G-Tek.
Auf die Router / NAS Seite gehört m.E. nach ein Switch,
da gibt es welche, die nicht zwingend ein aufwendiges Linearnetzteil brauchen.
Unter Strich für weniger Geld mehr Klang und weniger Kästchen. :P

Grüsse Jürgen
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Stipe
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Beitrag von Stipe »

Hi Jürgen,

danke für den Hinweis. Dann würde man einen Switch mit SFP - Port verwenden .... Dass es beim 2. Konverter hilft die Clock zu "tunen" habe ich schon mit Interesse gelesen. Ob ich mir den Umbau dann zutraue, steht auf einem anderen Blatt.


Bzgl. der NAS Anbindung muss ich jedoch noch prüfen, was hier sinnvoll ist. Dieser steht wahrscheinlich im Nebenraum und einen LWL kann ich nicht gut verlegen. Evtl. muss ich daher auf die WLAN+2x10GTek (bzw. 10 & 11 GTek)-Lösung gehen.

Viele Grüße, Stefan
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