Rainer (ME Geithain RL 901K + 2x Basis 14K + Basis 14KP)

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Beitragvon Eusebius » 26.08.2017, 07:28

Hallo Matthias!

Dein Besuch hat mich sehr gefreut. Die Tatsache, dass ich meine musikalische "Sättigungsgrenze" sogar etwas eher erreichte als du, wertete ich schon als ein Indiz dafür, dass es dir gefallen hat.
Wie immer war der Gedankenaustausch mit dir sehr angenehm.
Danke dafür - und Gruß auch an deine Familie!

Rainer
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Beitragvon Vittorio » 26.08.2017, 18:53

Hallo Rainer,

ein paar Fragen habe ich zu der Bühnendarstellung bei Dir. Kannst Du diese einwenig präzisieren? Wo fängt sie an? Vor, an oder hinter den Monitoren? Wie hoch bilden sich die einzelnen Töne ab? Und ob sich die Situation mit dem Wechsel der Vorstufe geändert hat?

Mein Besuch bei Dir liegt viele Jahre zurück und die raumakustische Behandlung war damals etwas anderes ausgeprägt. Von daher kann ich mir die Musikabbildung bei dieser extremen Bedämpfung kaum vorstellen.

Vielen Dank im Voraus!

Beste Grüße
Vittorio
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Beitragvon Mainhattener » 26.08.2017, 20:00

Hallo Vittorio,

ich bin zwar nicht Rainer, aber da ich diese Woche den Genuss hatte, seine Anlage zu hören, kann ich Dir kurz meine Empfindungen mitteilen.

Der Raum ist entsprechend der Aufzeichnung des Tonträgers. Er beginnt nach meinem Empfinden vor den Lautsprechern und breitet sich, sofern es auf dem Tonträger gespeichert ist in alle und zwar wirklich alle Richtungen aus. Wir haben eine Aufnahme mit teils gegenphasigen Informationen gehört, bei der das Signal teilweise gefühlt hinter dem Hörplatz stattfand. So etwas kenne ich zwar aus der Mehrkanaltechnik, doch im Stereobereich ist das in dieser extremen Form außergewöhnlich. Ein Orchester wird auf den meisten Aufnahmen in allen drei Dimensionen, inklusive der des Raumes selbst, sehr realistisch wiedergegeben. Eine Singstimme stand wie gemeißelt in der Mitte zwischen den Lautsprechern und der Mund war oberhalb der Sitzposition, so dass ich annehmen konnte, dass der Sänger gestanden hat.

Soweit einmal mein kurzes Statement dazu.

Gruß

Matthias
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Beitragvon Eusebius » 26.08.2017, 22:13

Meine letzten Maßnahmen betreffend Raumakustik, Vorstufe und Netzstromfilterung haben dazu geführt, dass die Bühne mehr denn je den Zustand der Aufnahme hörbar macht:

Manche Produktionen erzeugen eine Abbildung direkt vor mir, andere spielen weiter hinten. Manche Aufnahmen gehen eher flächig in die Breite, andere staffeln sich bis weit hinter die LS. Manche Räume wirken kleiner, andere groß. Die Vielfalt beim Erleben der Bühnen- und Raumdarstellung ist also größer als zuvor.

Diese gesteigerte Variabilität ist für mich ein weiteres Indiz dafür, dass die Wiedergabe in meinem Raum stärker noch als zuvor den Raumeindruck der Aufnahme wiedergibt und der Hörraum also noch weniger mitwirkt als früher.

Auch höre ich Produktionseigenarten (um nicht zu sagen "-Fehler!) deutlicher noch als zuvor: Bewegung der Solisten, genaue oder räumlich unpräzise Aufnahme von Einzelinstrumenten, Takes mit unterschiedlichem Raumeindruck (Beispiel Boccherini, Gitarrenqutintett Nr. 4 mit Yepes/Melos Quartett: Wenn die Kastagnetten hinzukommen, ändert sich plötzlich der Raumeindruck der gesamten Aufnahme) usw. ...

Auch merke ich deutlich, ob eine Aufnahme in sich stimmig ist oder (zum Glück selten!) irgendwie "zusammengesetzt" wirkt. Die Aufnahmen unterscheiden sich einfach noch mehr, als ich früher hören konnte. Das macht Spaß.

Gruß!
Rainer
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Beitragvon Jupiter » 28.10.2017, 18:07

Hallo Rainer,

eine Frage, die mich immer wieder beschäftigt, ist wie das Mikrofon bei der Messung der Rl 901k ausgerichtet wird. Mikrofon (Behringer EMC 8000) steht dabei am Hörplatz

Mikrofonausrichtung :

A. 0 Grad Mikro ziehlt auf die Mitte der LS
B. 90 Grad Mikro ziehlt auf die Decke

Und

Mikrofonspitze auf Höhe :

C. Mitte des Hochtöners
D. der Mitte zwischen HT Unterkante und MT Oberkante
E. Oberkante des MT.

Mich würde mal interessieren wie du vorgegangen bist.

Gruß Harald
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Beitragvon Eusebius » 28.10.2017, 20:40

Hallo Harald!

Früher wurde von Audionet die waagerechte Mikro-Ausrichtung propagiert.
Später hieß es dann, man solle es senkrecht - also in Richtung Zimmerdecke - zeigen lassen.
Ich habe beides verglichen.
In senkrechter Position gibt es bei mir ab 5 kHz einen deutlichen Höhenabfall, den ich für nicht praxisgerecht erachte.
Darum bin ich bei der waagerechten Ausrichtung geblieben.
So handhabe ich es auch immer, wenn ich auswärts messe.

Ich positioniere das Mikro auf Ohrhöhe und richte es auf die Höhe der akustischen Zentren der 901k aus, - also Oberkante Mitteltöner.
Ist in meinen Hörraum alles millimetergenau reproduzierbar.
Dafür habe ich mir kleine Markierungen an die Seitenwände gemalt, die ich mit einem Laserlicht anpeile. Wenn die Mikrospitze genau an diesen exakt ausgerichteten Lichtstrahl stößt, stimmt die Position.

Gruß!
Rainer
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Beitragvon Hans-Martin » 28.10.2017, 21:59

Hallo Rainer und Harald,

wir hatten hier schon den Thread zu Mikrofonausrichtung und deren Kalibrierungen.

Nichts ist einfacher, als ein Mikrofon von oben auf Hörplatzohrhöhe hängen zu lassen und die 90°-Kalibrierung bei der Messung einzusetzen. Dann werden beide LS gleichberechtigt erfasst, wie auch die Seitenwandreflexionen. Bei horizontaler Ausrichtung muss man die frequenzabhängige Richtcharakteristik des mit Kugelcharakteristk deklarierten Messmikrofons berücksichtigen, welche nur für Frequenzen unter 1kHz gilt. Üblicherweise kommen solche Mikrofone im reflexionsfreien Raum zum Einsatz, der Wohnraum ist meist das Gegenteil davon.

Ein ähnlich gelagertes Dilemma besteht zwischen dem Abfall außerhalb der Achse des Mikrofons und dem Anstieg des Ohr-FGs außerhalb (die Boxen kommen ja schon meist unter 30°am Hörer an, während ein natürliches Schallereignis angeschaut wird, also unter 0° kommt). Eberhard Sengpiel hat uns diese Grafik bereitgestellt:

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Außerhalb der Achse fällt der Frequenzgang des Mikrofons oberhalb 3kHz gegenüber dem axialen Verhalten ab, besser gesagt, er bleibt zunächst bei 90° eher noch linear bei vielen Mikrofonen, auf Achse steigt er dafür an.

Es ist sogar denkbar, dass man ohne Kalibrierdatei unter 90° Ausrichtung brauchbare Ergebnisse misst, wenn man keinen Wert auf den Bereich über 10kHz legt. Der ist ein spezieller Fall für sich, ich denke, da braucht man eine Spezialausbildung bei Brüel&Kjaer, um in jenem Bereich verlässliche Messungen hinzubekommen, die Grundlage für Korrekturen sein sollen.

Starke Dämpfung der frühen Reflexionen in diesem Frequenzband können im Diffusfeld helfen. Ob sie einem Mikrofon zu einer exakten Messung verhelfen, bleibt zu prüfen.

Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Eusebius » 28.10.2017, 22:51

Dass die waagerechte Ausrichtung durchaus brauchbare Ergebnisse liefert, lässt sich einfach daran ablesen, dass die werkseitig auf geraden Frequenzgang eingestellten 901k bei dieser Messmethode auch ziemlich genau diesen Verlauf zeigen. Bei senkrechter Mikro-Ausrichtung ist ein Höhenabfall da, den die LS einfach nicht haben. Das gilt übrigens auch für die zahlreichen externen Messungen, die ich gemacht habe.
Diese Plausibilitätsprüfung spricht bei meinen Messungen also eindeutig für die waagerechte Ausrichtung.

Der Unterschied zwischen beiden Mikro-Positionen mag aber bei mir zu hause deshalb besonders deutlich sein, weil mein Raum extrem stark bedämpft ist und auch an der Zimmerdecke große Absorber hängen.
Senkrecht "schaut" das Mikro also auf die Absorber - waagerecht auf die LS.

Gruß!
Rainer
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Beitragvon Tinitus » 29.10.2017, 22:33

Hallo Messende,

nachdem ich zunächst die Kalibrierdateien vertauscht hatte und meine gemessenen FG ganz grauslich ausschauten, wurde es nach Verwendubg der korrekten Kombination Mikrofonposition /Kalibrierdatei besser. Mit nach oben ausgerichtetem Mikrofon habe ich aber das gleiche Problem wie Rainer: Höhenabfall, der setzt bei mir allerdings noch früher ein. Hatte dann mal den Entwickler der Orkane kontaktiert, der meinte - ohne eine Begründung anzuführen - unbedingt Messmikro auf die LS und nicht an die Zimmerdecke ausrichten.

Gruß an die 901 Fraktion

Uwe
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Beitragvon Jupiter » 31.10.2017, 11:27

Hallo Rainer, Hans-Martin,

zunächst Danke für die Antworten.
Den Thread Kalibrierung von Messmikrofonen habe ich nochmals gelesen.

@ Uwe
das kenne ich gut.

Ich schreibe zum Thema auf meiner Seite weiter.
Rainer ich möchte nicht deine Seite kapern.

Zunächst danke für Eure Beteiligung

Gruß Harald
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Beitragvon Eusebius » 30.03.2018, 15:58

Seit 1970 beschäftige ich mich Hifi. Mein ZIel war immer die bestmögliche Musikwiedergabe, denn mir geht es um die Musik, nicht um Geräte. Auch nicht um Preise, Rankings, Namen oder Ähnliches.

Fast ein halbes Jahrhundert später, nämlich mit Beginn des Jahres 2018, hat meine Suche ein Ende gefunden. Ich habe nun den Klang, den ich immer gesucht habe. Ich bin am Ziel. Entscheidend für das Erreichen der Ziellinie war eine letzte Modifikation in meinem Setup. Seit Januar habe ich keine getrennte Vorstufe mehr. Auch der alte DAC ist Geschichte.

Mein finales Setup sieht fortan so aus:

  • Meine mit iTunes in AIFF gerippten CDs werden nun mit dem Mac Mini nicht mehr von iTunes, sondern mit ROON und HQ-Player abgespielt.
  • Das vom HQ-Player auf 352,8 kHz hochgesampelte Signal geht per USB direkt in den RME ADI-2-DAC und über dessen Ausgangsstufe sofort per XLR weiter in die Geithain-Aktiv-LS. Der ADI-2-DAC ist das beste Gerät, das ich in 48 Jahren Beschäftigung mit HiFi je in den Händen hatte.
Das ist alles.
Ich habe fertig.

Gruß!
Rainer

Falls Interesse besteht: Auf der RME-homepage steht neuerdings dieser sehr ausführliche Test des ADI-2-DAC aus dem Studio-Magazin: http://www.rme-audio.de/download/Studio ... 2DAC_d.pdf
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Beitragvon Eusebius » 30.03.2018, 21:35

So ist es: Es gibt nur noch den ADI-2 DAC.
Mehr nicht.

Für manchen gestandenen Highender wird das schwer nachzuvollziehen sein.
Der übliche Ablehnungsreflex lautet in etwa so: kann ja nicht sein, weil zu klein, zu billig und dann noch "steriler" Studiotechnik-Klang.
Ein gewisses Maß an Bereitschaft, althergebrachte Positionen zu überdenken, kann da schon helfen.

Gruß!
Rainer
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Beitragvon Tinitus » 30.03.2018, 22:39

Hallo Rainer,

seit Anfang des Jahres spielt ein ADI-2 PRO bei mir, das ist ja sozusagen der ältere Bruder vom ADI-2 DAC. Deshalb fällt es mir nicht allzu schwer mir vorzustellen, dass Du mit dem DAC zufrieden Musik hören kannst. Ich wünsche dir weiterhin viel Freude beim Musikgenuss.

Gruß

Uwe
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Beitragvon Eusebius » 30.03.2018, 22:40

Danke, Uwe!
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Beitragvon Schorsch » 31.03.2018, 10:03

Hallo Rainer,

meinen Glückwunsch zu diesem konsequenten Schritt! Es ist schön, wenn man etwas Besseres etabliert, was zudem preislich mehr als im Rahmen bleibt.

Ein Fireface spielt auch bei mir seit 2006 für audiovisuelle Multimediashows.

Könntest Du mehr zu der USB Anbindung sagen? Ist Dein Mac mini Netzteil verbessert? Du verwendest keine USB-Signalaufbereiter - richtig?

Viele Grüße und viel Spaß beim Hören!

Georg
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