Noel (AOS Illu 18, B&W N805 aktiviert, 804D Trifon)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon phase_accurate » 01.10.2015, 14:21

Hallo Noel

Wie sah denn der Gesamtfrequenzgang bei der letzten Version aus ? Hast Du schon einmal einen CSD Plot (Wasserfall) gemacht ?

Gruss

Charles
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phase_accurate
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Beitragvon NNEU » 01.10.2015, 14:42

Hallo Cay-Uwe,

Das ist richtig, der Hochtöner wird mittels passiver Weiche betrieben. Etwas weiter oben findest du weitere Informationen zu der Weiche und auch Messungen; der Beitrag sollte kaum zu übersehen sein :wink:

Mittels DSP habe ich im Hochton Bereich nur ein Delay gesetzt und ein Hochbau bei ca. 300Hz sodass nicht zu allem Überfluss der Bass mit verstärkt wird. Eine wirkliche Weichenfunktion übernimmt der DSP im hochton jedoch nicht.


Winfried,

Ich hatte den DSP bzw. dessen DACs auch schon im verdacht. Dass der Fehler auf eine falsche Einstellung zurückzuführen ist, halte ich für unwahrscheinlich. Dass ich etwas falsch einstellt habe kann ich nicht ausschliessen. So erfahren bin ich ja auch noch nicht.
Jedoch merke ich bei der Abacus/Oberhage Abstimmung die gleiche "Schärfe" und die werden ja wohl wissen was sie tun.

Class D Endstufen ... Sind nicht alle Abacus Produkte Class AB ? :shock:


Viele Grüsse,

Noel


Nachtrag: Hallo Charles,
Ein Wasserfall Diagramm habe ich nicht gemacht.
Ich habe nach deinem Tip die Weiche eingestellt, kurz gemessen und nachdem es keine Auffälligkeiten gab (F-Gang sehr ähnlich wie passive Weiche) mal etwas genauer reingehört.
Ich weiss auch ehrlich gesagt nicht ob messen in meinem Fall alle Probleme aufdecken kann zumal meine Erfahrung in dem Gebiet und auch mein Equipment begrenzt ist.
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Beitragvon cay-uwe » 01.10.2015, 19:57

NNEU hat geschrieben:Hallo Cay-Uwe,

Das ist richtig, der Hochtöner wird mittels passiver Weiche betrieben. Etwas weiter oben findest du weitere Informationen zu der Weiche und auch Messungen; der Beitrag sollte kaum zu übersehen sein :wink:

Mittels DSP habe ich im Hochton Bereich nur ein Delay gesetzt und ein Hochbau bei ca. 300Hz sodass nicht zu allem Überfluss der Bass mit verstärkt wird. Eine wirkliche Weichenfunktion übernimmt der DSP im hochton jedoch nicht.

Noel,

so wie ich das sehe ist die Passivweiche als 18dB ( 33uF, 0,27mH, 10uF ) gestaltet und beinhaltet einen Resonanzkreis um die Impedanz des Hochtöners zu linearisieren. Persönlich ist das nicht mein Ding, aber das tut im Moment nichts zur Sache.

Was mir an Deinen Messungen nicht gefällt ist, dass der Bereich um ca. 2 kHz etwas betont ist. Das müsste man noch angehen, z.B. den 10 uF in 8,2 uF ändern.

Der Tiefmitteltöner besitzt eine ausgeprägte Resonanz bei ca. 1 kHz (sehr typisch für diese Art Membranmaterial und Durchmesser), danach gibt es einen Einbruch bei ca. 1,5 kHz. Die Resonanz bei ca. 1 kHz solltest Du im Tieftonzweig mit dem DSP etwas glätten, die 1,5 kHz Einbrüche sind hingegen nicht störend.

Das sollte den Frequenzgang im Präsenzbereich etwas glätten, da er mir laut Deinen Messungen etwas zu betont ist, was Du ja versucht hast mit einen Notch-Filter bei 1 kHz etwas zu senken.

Im Übrigen, was heißt bei Dir Nahfeldmessung und wie positionierst Du Dein Mikro? Ist das Mikro kalibriert?
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Beitragvon NNEU » 01.10.2015, 20:40

Hallo Cay-Uwe,

Cay-Uwe hat geschrieben:Persönlich ist das nicht mein Ding, aber das tut im Moment nichts zur Sache.

Interessieren würde mich es aber trotzdem. :)

Die Überhöhung bei 2 kHz ist mir gar nicht aufgefallen. Würdest du empfehlen diese mittels 8,2 uF zu korrigieren oder ist dies auch per PEQ möglich?

Die Messungen wurde mit einem UMIK gemacht (also kalibriert). Die Nahfeldmessungen auf Achse des jeweiligen Chassis mit einem Abstand von 5-10 cm.


Grüsse,

Noel
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Beitragvon cay-uwe » 02.10.2015, 06:54

NNEU hat geschrieben:Hallo Cay-Uwe,

Cay-Uwe hat geschrieben:Persönlich ist das nicht mein Ding, aber das tut im Moment nichts zur Sache.

Interessieren würde mich es aber trotzdem. :)

Na ja, Du weisst bestimmt, dass ich der 6dB Apostel genannt werde :mrgreen:

NNEU hat geschrieben:Die Überhöhung bei 2 kHz ist mir gar nicht aufgefallen. Würdest du empfehlen diese mittels 8,2 uF zu korrigieren oder ist dies auch per PEQ möglich?

Die Messungen wurde mit einem UMIK gemacht (also kalibriert). Die Nahfeldmessungen auf Achse des jeweiligen Chassis mit einem Abstand von 5-10 cm.

Ich muss mich korrigieren, die leichte Überhöhung ist bei 3 kHz. Das könntest Du mit einen EQ im Hochpassteil angehen oder mit der Weiche. Wie gesagt, 8,2uF wäre auch eine Möglichkeit.

Einen Messung in 5 - 10cm ist für den Hochtöner weitestgehend OK, aber ich würde auf ca 25 - 30cm gehen und Du solltest die Boxen so ca. 1 Meter vom Boden aufbauen. Die Messungen sehen zwar etwas "wilder" aus, aber wenn eine Fensterung von ca. 10mS genommen wird das schon recht gut werden.
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Beitragvon NNEU » 02.10.2015, 12:38

Ach so ! Das bezog sich also auf die Flankensteilheit..
Ich dachte die Kritik galt dem Resonanzkreis..

Joa. 6db ist wegen dem Tieftöner nicht möglich, oder siehst du das anders ?

Ich werde mal versuchen deine Tips umzusetzen. Im moment macht das leider kein Sinn da während einer Erkältung jeder Lautsprecher wie ein Küchenradio klingt. :)


Grüsse,

Noel
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Beitragvon phase_accurate » 02.10.2015, 15:52

Hallo Noel

Dann wünsche ich gute Besserung.

Inwiefern hast du eigenltich bei den Versuchen mit dem DSP die Chassisfrequenzgänge mitberücksischtigt ?

Gruss

Charles
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Beitragvon NNEU » 04.12.2015, 17:23

Hallo zusammen,

Auch wenns kaum zu glauben ist; meine Lautsprecher sind "fertig".

Auf dem Weg dahin ging so ziemlich alles schief was überhaupt schief gehen konnte, eine lange Geschichte die ich hier nicht in aller Ausführlichkeit erzählen werde.

Hauptschuld hat der Lackierer, der eine normale Grundierfolie (vom MDF) mit einer Melaninbeschichtung verwechselt hat und beim polieren feststellen musste dass sich der Lack wie eine Folie wieder abziehen lässt. Zu der Zeit als ich davon Wind bekommen habe, war die voraussichtliche Lieferfrist von vier Wochen schon um eine Woche überzogen. Nachdem weitere gefühlten 20 Fristen nicht eingehalten wurde, bin ich froh dass die Gehäuse nach acht Wochen bei mir angekommen sind, auch wenn der Zustand nicht wirklich befriedigend ist.

Von weiter weg sieht alles top aus, bei genauen Hinschauen sieht man jedoch dass (überwiegend) an den Kanten mangelhaft gearbeitet wurde. Ich werde das die Gehäuse in nächster Zeil nachpolieren um zumindest oberflächliche Fehlerstellen zu korrigieren.

Hier noch ein paar Fotos :

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Beitragvon Frederik » 04.12.2015, 18:16

Hi Noel,

Ist doch ganz hübsch geworden. :cheers:

Mir gefällt die dezente, mittig angebrachte LED.

Grüße,
Frederik
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Beitragvon NNEU » 04.12.2015, 18:35

Hi Frederik,

Ist so gesehen garkeine LED sondern ein Lichtleiter, die LED sitzt dahinter. Der Punkt auf der Oberfläche hat einen Durchmesser von einem Millimeter, das kommt auf dem Foto nicht ganz so rüber.

Generell bin ich mit den standard Abacus LEDs und dessen blinken beim Einschalten nicht ganz klargekommen. Netter Weise hat mir Hanno das Modul so umprogrammiert dass es nur noch zwei Farben gibt, ohne blinken, Rot und Weiss.

Weiss: An
Rot: Standby

Grüsse,

Noel
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Beitragvon NNEU » 06.03.2016, 22:32

Hallo zusammen,

kürzlich ist mir bewusst geworden dass ich in Sachen Hifi kein klares Ziel vor Augen habe. Dadurch ausgelöst folgte eine andauernde “Ausprobier-Phase”; viele Komponenten kommen rein, viele geht wieder raus.

In jedem Fall muss den Lautsprechern gute Elektronik vorgespannt werden, soviel ist bei meinen Versuchen schon rausgekommen. Welche genau diese dann sein wird, hängt von den Lautsprechern ab; in Bezug auf diese bin ich jedoch noch unentschlossen.

Derzeit sind ein Paar Bowers & Wilkins 804 Diamond bei mir. Das war eher ein Gelegenheitskauf; die Lautsprecher wurden bei ihren Vorbesitzern ziemlich misshandelt und mussten erstmal aufgearbeitet werden.

Beide Hochtöner - sowie deren Abdeckungen - wurden ausgetauscht. Die Gehäuse wurden geschliffen und anschliessend wieder auf Hochglanz poliert.

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Geschuldet unserer aktiven Ausrichtung, war ich anfänglich davon überzeugt dass die 804 keine Chance gegen meine Illu18 hätten. Weit gefehlt, die Unterschiede sind relativ gering. Die Illu bietet mehr Tiefbass, die B&Ws bestechen jedoch durch mehr Transparenz in den Mitten. Allgemein wirkt die 804 etwas aufgeweckter als die Illu18, jedoch nicht so neutral.

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Ich denke derzeit über eine Aktivierung der 804 nach, wüsste jedoch nicht wie sich dies preisgünstig umsetzen liesse.

Soviel erstmal dazu.

Viele Grüsse,
Noel
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Beitragvon wgh52 » 06.03.2016, 22:46

Hallo Noel,

ich habe ja einige Jahre sehr schön mit 3-Weg-aktivierten N804en gehört, mehrere Konfigurationen ausprobiert und viele Erfahrungen gesammelt. Damals war Aktivierung noch echt teuer, ich glaube heute wäre das günstiger zu machen, speziell im Endstufenbereich mit PWM Modulen (ich brauchte noch sechs echte SP-996 Monos). Der Bereich aktive Frequenzweiche ist eine Konzeptentscheidung zwischen analoger oder digitaler IIR oder FIR DSP Weiche, was kostenmäßig viel ausmacht. Meine Empfehlung: 3-Weg-Aktivierung der N804D mit 2x3 PWM Endstufen, Weiche/Entzerrung mit (ggf. gebrauchtem) DEQX und gut ist's :wink: :cheers:

Wie immer Du weitermachst, ich helfe gerne ...

Gruß,
Winfried

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Beitragvon NNEU » 13.05.2016, 20:29

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Beitragvon NNEU » 14.05.2016, 18:12

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Beitragvon chriss0212 » 14.05.2016, 20:18

Haha...

Meine auf jeden Fall ;)

Ich frage mich schon seid gestern, was du uns mit dem ersten Bild sagen wolltest ;)

Gespannte Grüße

Christian
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