Christian (3 Wege DIY OpenBaffle / Koaxial Horn)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon nemu » 01.05.2018, 20:11

Hallo Christian,

sieht toll aus Deine Anlage. Danke für das Bild.
Viel Spaß beim Hören,

Gruß Stephan
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nemu
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Beitragvon chriss0212 » 01.05.2018, 20:16

Hallo Bernd Peter

Ja, das sind 2 Billy übereinander... das Obere ist kopfüber :)

Deckenhöhe ist 4,10m :)

Mit dem Kaminofen haben wir lange gesucht. Vor allem, weil er auch noch drehbar ist :)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon StreamFidelity » 02.05.2018, 18:11

Hallo Christian,

mein Kompliment zur schönen Anlage und zur beeindruckenden Wohnung. :cheers:

7 m Hörabstand geht aber, glaube ich, auch nur mit Hörnern. Weil ich das Mess-Mikro sehe: wie schaut es aus?

Grüße Gabriel
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Beitragvon chriss0212 » 02.05.2018, 23:00

Hallo Stephan und Gabriel

Danke für das Kompliment. Manchmal muss man Glück haben :)

Was die Entfernung angeht: ja... zumindest sind Hörner da anscheinend quasi zu Hause. Aber ich bin ja noch blutiger Anfänger :)

Was toll ist: obwohl ich eine recht hallige Wohnung habe (die Vorhänge sind ja jetzt deplatziert) funktioniert das sehr gut. Eine tolle Bühne und da ich gerne Musik mit Live Charakter höre (Danke Tom für die schönen Tips) integriert sich der Raum als müsse das so sein :)

Also ich will nicht sagen, dass ich mich Ärger so späht aufs Horn gekommen zu sein.... deswegen denke ich’s mir :)

Dann noch der Besuch beim Yeti Horn... das war dann jetzt die Initialzündung die Anlage komplett umzubauen um mehr Abstand zu haben :)

Also wer die Möglichkeit hat, sollte das zumindest mal versuchen!

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Hornguru » 02.05.2018, 23:27

Hi Chris

Denke da werden viele erstmal Vorurteil behaftet dankend ablehnen.
Das ist ja garkein gleichschenkliges Dreieck mehr wie es die Tontechniker vorgeben ;-)
Ging es dir beim Yeti auch so, anfangs klang es garnicht so besonders??
Die erste Stunde verging bei mir quasi enttäuscht und gelangweilt. Dementsprechend wortkarg war ich und ekelte quasi den Gastgeber heraus der zur Frau in die Küche verschwand ...
Allein entspannt und empfänglich genoss ich überrascht die zweite Stunde viel mehr.
Plötzlich war das alles viel besser als ich es kannte.
Man muss sich doch als Mensch erst einmal akklimatisieren und gewöhnen.
Erst dann kam der Schock wie genial das wirklich war.

Auch ein Gedanke wieviel man wirklich auf einen kurzen Messe-Bericht geben kann....

Gruß
Josh
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Beitragvon chriss0212 » 02.05.2018, 23:45

Hallo Josh,

So krass war das für mich nicht... aber ich war anfangs so geplättet, da ich ja überhaupt nicht damit gerechnet habe, wo ich da Lande :)

Anfangs haben wir die Musik auch nur im Hintergrund laufen lassen... haben anfangs sehr viel über alles mögliche...und unmögliche... gequatscht :)

Vielleicht hätte ich so erst mal Gelegenheit mich an das Gebotene zu gewöhnen.

Irgendwan meinte Klaus dann: sollen wir mal was lauteres hören? Und dann war es geschehen :D

Bei mir zu Hause ist es jetzt tonal eigentlich noch nicht das Optimum... ich bin mir sicher, dass ich da noch was rausholen kann. Aber ich höre gerade mit viel Spaß... leider kann ich nicht so vielseitig auflegen wie Klaus... das macht die Anlage dann doch noch nicht mit... aber es geht schon viel :)

Und Dinge die mich vorher völlig angenervt haben, erscheinen mit gewissem Abstand gar nicht mehr so tragisch... fast wie im Leben :)

Oh... das Instrument kommt gar nicht aus der Mitte... na und... dann dreh ich mich halt ein Stück :cheers:

Ist schon verrückt... aber wie Uli schrieb: man muss sich halt mal Eichen um zu wissen was geht...

...und dann ist es die Kunst ohne Gram zu akzeptieren, dass man noch lange nicht angekommen ist und weiter mit Spaß zu hören :)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon chriss0212 » 03.05.2018, 07:57

Oha...

Hab ich geschrieben deplatzierte Vorhänge?

Quatsch... hiermit kann ich jetzt sehr gut einstellen wie viel Raum ich gerne hätte.

Man erlebt immer wieder neues :)

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon meldano » 05.05.2018, 18:43

Chris,

dein Setup hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen!
Gaaaanz großes Tennis :cheers:
Mann, was spielt meine Kette zurückhaltend :wink:
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Beitragvon chriss0212 » 05.05.2018, 19:01

Hallo Daniel,

vielen Dank für die Blumen... der Strauß ist schon ganz schön groß, denn ich weiß ja von wem er ist :)

Hat eben viel Spaß gemacht!

Aber wir haben auch gehört: auf Grund des Raumes geht halt nicht alles... am liebsten kleine Besetzungen... und dann mit Live Charackter... Und wenn dann die Interaktion Horn/ Musik mit meinem Raum passt, dann kommt automatisch das Grinsen ins Gesicht. Ich sag nur Grönemeier... :cheers:

Wär ich doch nur eher aufs Horn gekommen :)

Ich überlege die Vorhänge hinter den Hörplatz zu machen... dann hat man etwas mehr Kontrolle wie viel Soße man gerne hätte :)

Oh je... wieder neue Löcher... wo bekam man noch mal die Siemens Lufthaken? :cheers:

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon chriss0212 » 23.05.2018, 23:18

Wisst Ihr was heute passiert ist.....


..... ich habe Musik an gemacht... das iPad zu Seite gelegt und Musik gehört...

Verrückt!!!

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon easy » 24.05.2018, 08:01

Na Chris, da bin ich aber sehr gespannt wie lang das bei dir anhält. :P

Humorvolle Grüße
Reiner
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Beitragvon chriss0212 » 24.05.2018, 08:13

Moin....

Na längstens bis zur nächsten Messung...

Bin ja noch nicht fertig... kennst mich ja... der Weg ist das Ziel :cheers:

Aber... es liegen immer weniger Steine auf dem Weg. Aber ab und an fällt mir ein Apfel auf den Kopf... und dann muss ich ja reagieren :cheers:

Das schöne: neben dem Basteln macht auch das Musik hören immer mehr Spaß.

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon chriss0212 » 17.08.2018, 22:09

So... es ist einiges an Wasser die Wupper runter geflossen... und es ist einiges passiert ;)

Fange ich mal beim Lautsprechersetup an.

Nachdem ich die Yeti Hörner gehört habe musste einfach eine Veränderung her... Hören im Nahbereich ging einfach nach diesem Erlebnis nicht mehr. Zuerst habe ich ein 2- Wege System mit einem 30cm Horn in Kombi mit einem 12" PA Bass probiert... war nicht übel und für mich schon sehr direkt. Aber richtige Zufriedenheit wollte nicht aufkommen. Also weiter gesucht. Durch einige Impulse hier aus dem Forum ist es dann dieses System geworden:

Bild

Das sind meine aktuellen Hörner. Ein aktives 3 Wege System bestehend aus 70cm Horn mit einem BMS Koaxialtreiber und 2* 15" Open Baffle von Omnes Audio.

Hier habe ich viel probiert und bin dann lange Zeit bei einer weitestgehend analogen Abstimmung geblieben. Nur Zeit/ Phase des Gesamtsystems habe ich über Acourate gemacht, da ich zu der Zeit anscheinend zu wenig Hintergrundwissen mit Acourate hatte um es auszureizen.

Das war denn der Grund den Acourate Workshop Anfang August ins Leben zu rufen. Hier habe ich dann doch noch viel gelernt und viele Tips bekommen. Da ich ja lange den Eindruck hatte Acourate würde "überkorrigieren" habe ich Uli mein Leid geplagt und ihm auch eine von einer Idee erzählt, die ich gerne als Feature hätte.

Ich nenne sie "Zuckerbrot und Peitsche".
Ich wollte eine Kombi aus sanfter Korrektur , aber die richtigen Peaks sollten auch weiter korrigiert werden. Die Dips sollten ruhig missachtet werden, da so weit ich das verstanden haben diese von uns nicht so doll wahrgenommen werden. Zu meiner Verwunderung lehnte Uli ab, das zu integrieren. Aber nicht weil er die Idee doof fand sondern weil es schon jetzt machbar ist. Hierzu werden eine Kurve mit hohem FDW und eine Kurve mit niedrigem FDW über max. Envelope miteinander kombiniert. Das Resultat ist dann eine über alles sanfte Korrktur, aber die hohen Peaks werden weiterhin korrigiert. Zu lesen hier:

https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=40&t=9940&p=159513&hilit=zuckerbrot#p159513

Von dem Resultat war ich begeistert und somit war klar: Wenn Acourate technisch kühl klingt kann es auch um Error 40 handeln. So bezeichnet Uli einen Fehler, wo der Grund des Fehlers vor der Tastatur zu suchen ist ;)
Räumlichkeit war ein Traum... Schon alles sehr präzise. Und alles ohne kühl oder technisch zu klingen!

Auf dem Workshop habe ich auch viele nette Menschen kennen gelernt... und viele die mich versucht haben umzustimmen doch noch einmal eine komplette Acourate Korrektur zu testen. Ich hatte kurz vor dem Workshop einen Versuch gestartet, aber der ist aus verschiedenen Gründen kläglich gescheitert.

Na ja... jetzt hätte guter Rat teuer werden können... wenn ich mich nicht erinnert hätte, dass ich ja noch ein RME Fireface 800 rumfliegen hatte. Das habe ich ja schon mal teilmodifiziert aber dann zu Gunsten des dddac wieder eingemottet.

Nachzulesen hier:
https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=30&t=6590&p=103044&hilit=ff800#p103044

Getreu dem Motto: Versuch macht Kluch... was soll schon schiefgehen habe ich es dann noch mal hervorgeholt. Das Gerät bekommt normalerweise aus einem von RME zugekauften China Schaltnetzteil 4 Spannungen. +15V, -15V, 5V und 48V für die Phantomspeisung.
Da ich eine Forums S11 habe konnte ich bis auf die 48V alles über diese Netzteile versorgen. Lief dann auch recht schnell.
Aber dann wollte ich auch schon wieder aufgeben. Mit den Hochwirkungsgrad Hörnern hat es schon ganz ordentlich gerauscht.

Was also tun? Ganz einfach: schnell 15dB Pads in die Zuleitung zur Endstufe gelötet... und siehe da: akzeptabel ;)

Dann kam der schwierige Teil: Grund der Aktion war ja neben der schnöden Erstellung der Frequenzweichen in Acourate auch eine Zeitliche Korrektur der Treiber zueinander zu erreichen. Immerhin ist der Bass etwa 50cm vor dem Hoch/ Mittelton montiert. Zugegeben: ich dachte nicht, dass es mich wirklich nach vorne bring... aber ich wollte es zumindest probieren.
Mit dem Wissen was ich noch aus dem Workshop hatte plus dem Acourate Buch von Mitch konnte ich dann Schritt für Schritt die Frequenzweiche mit Time Alignment in Angriff nehmen.
Erster Versuch ging komplett in die Hose. Da habe ich wohl irgendwo falsche Werte eingetragen... IACC sank auf 50%... huch...
Also noch einmal von vorne und alles abgearbeitet. Das war denn nach 2-3 Stunden endlich erledigt.

Das Resultat:
Ich glaube hier wird demnächst einiges an analogem Zeugs von mir zu erwerben sein ;)

Es sind verschiedene Dinge besser geworden... und nichts ist aus meiner Sicht schlechter.

Man sagt Acourate je manchmal nach, es klingt etwas kühl und technisch. Das kann ich jetzt bei mir überhaupt nicht bestätigen... zumindest nicht mit dem was ich in den letzten Wochen dazugelernt habe.

Hauptgrund hierfür scheint mir die Zuckerbrot und Peitsche Methode zu sein.

Dann ist durch die Zeitliche Anpassung vom Bass an das restliche System sehr viel passiert.
- Bass und die unteren Mitten sind sehr viel präziser geworden
- Ich hatte lange das Gefühl, dass in den unteren Mitten alles etwas aufgedickt ist. Das ist komplett verschwunden
- durch die Veränderung in den unteren Mitten hat auch die Klarheit des gesamten Systems deutlich zugelegt.

Gesamt ist das ist ein Sprung, den ich mir nicht habe träumen lassen. Und meine Bedenken in Richtung: Acourate klingt zu technisch, da zu perfekt sind komplett ausgeräumt!

Wahnsinn... und das alles ausgelöst durch den Workshop, das dazugelernte und auch sehr wichtig: Durch die vielen unterschiedlichen Impulse aus dem Forum und auf dem Workshop!

Vielen Dank Euch allen, denn ohne Euch wäre ich nicht da wo ich jetzt bin!!!

Ach ja... das Fireface 800. Das hätte ich nicht gedacht, aber auch von der alten Büchse bin ich gerade recht begeistert. Anscheinend hat das neue Netzteil Wunder gewirkt! Und evtl. ist Firewire als Anbindung auch nicht die übelste Verbindung ;)

UND: könntet ihr bitte meinen Thread Titel in Christian (3 Wege DIY OpenBaffle/ 70cm Koaxial Horn) ändern? DANKESCHÖN.

Viele Grüße an alle

Christian
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Beitragvon Jupiter » 17.08.2018, 22:50

Hallo Christian,
Klasse, da hat sich ja der weite Weg gelohnt.
Schön wenn man zufrieden ist.
Jetzt noch ein wenig Hörertuning, mit was auch immer, dann ist die Welt in Ordnung.

Gruß Harald
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Beitragvon Mister Cool » 18.08.2018, 06:57

Christian,

„Back to the roots“ :D

Das höre/lese ich richtig gerne und freue mich mit.

Eine Frage hätte ich zu den pegelabsenkenden Pads. Hast Du den Grad der Absenkung gezielt gewählt/gemessen oder grob auf die 15dB geschätzt und den restlichen unterschied mittels Ausgangspegel des AI ausgegliechen? Was sind das für „Pads“? Spannungsteiler?

Grüsse,
Alwin
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