Karsten (Linn Keltik)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Karsten (Linn Keltik)

Beitragvon kampanolo » 04.01.2015, 13:32

Nach längerem Mitlesen nun zu Beginn des Jahres meine 'Aktivierung'. ;-)

Mit demnächst 50 Jahren schaue ich auf mehr und auch weniger intensive Jahre der Beschäftigung mit Musikwiedergabe zurück. Die meisten davon mit ab-und-an wechselnden Linn-Ketten von z.B.:

- K5 - K18 - Adikt
- Thorens 160 - LP 12/Ekos1/Lingo1
- SneakyDS - AkurateDS - Klimax RenewDS
- Majik-I (LK-Version) - Wakonda - Kairn - AV5103 - Klimax Kontrol
- LK 100 - AV5125
- Keilidh - Keltik (TuneBox/MonoCards)
(Die Keltik ist ein Linn-LS aus den 90ern, mit externer Line-Level Weiche, also immer aktiv, immer mit externen Verstärkern)

Das letzte Jahr war musikalisch eines der intensiveren und das Thema gewinnt wieder an Relevanz. Da die finanziellen Möglichkeiten derzeit keine grossen Planungen zulassen, wurde bei Durchsicht der Möglichkeiten, unter anderem in diesem gepflegten Forum, das Thema Raumkorrektur immer interessanter. In diesem Bereich gibt es hier eine Menge interessanter Threads und auch Nutzer, die mir demnächst evtl. helfen können, die gröbsten Fehler gleich wegzulassen ... Bei mir gilt es, einen ca. 30qm Raum, Altbau 4m Deckenhöhe, mit grosser Öffnung zwischen den LS und einer Erkernische gegenüber, anzupassen.

Begonnen hat es mit 14 auf der heimischen Treppe zum Zimmer meines ältesten Bruders - Frank Zappa: Roxy & Elsewhere, für mich damals eine Mischung aus Verstörung und Erweckung. Mit dem ersten nennenswerten Geldregen wurde dann in Technics Geräte investiert, Tape (gut), Verstärker (sehr schlecht), Plattenspieler (ok). Dann staunend den Marantz Amp meines Bruders übernommen, ein grosser Schritt in die richtige Richtung. Lautsprecherbau (Pro-Audio # 20) etc.

1981, mit 16 dann eine einschneidende Erfahrung: der Besuch beim Bremer Linn Händler... LP12 mit Naim Nait1 an Linn Kan, es spielte eine Ludwig Hirsch Platte. Eine Verschiebung der Wahrnehmung, was bei Musikwiedergabe wichtig ist, nicht mehr und nicht weniger, und ganz ohne Beeinflussung oder Geschwätz - prägend!

In den letzten 2 Jahren bewegte sich entweder enorm viel, oder meine Antennen sind reaktiviert. Positiv aufgefallen sind mir zuletzt Devialet und ein passiver LS: Kudos Titan, beide m.E.n. wegweisend. An einem grossen Devialet-Doppel "mochte" ich sogar B&W (800er), sonst nicht so meins. Kurzum - es passiert was, Devialet mit SAM-Technology, passiv aber offenbar effizient im qualitativen Sinn, oder z.B. Linn Exakt etc.

Da rückt im bezahlbaren Bereich Acourate ins Visier, einen Versuch scheint es wert. Hier lässt sich insbesondere für Streaming-Anwendungen neueste Technologie in betagte Ketten einpflegen. :)

Mein musikalisches Interesse hat Frank Zappa von Jugendtagen bis zum seinem Ende und danach begleitet, natürlich kamen aber immer weitere Künstler mit eigenem Fingerabdruck dazu. Auch wenn es schwerfällt überhaupt Namen zu nennen, da in der Rückschau immer das Gefühl bleiben wird ein eher einseitiges Bild gezeichnet zu haben, versuche ich es ... mit ein paar Eckpunkten:

- Will Oldham (unter diversen Namen tätig)
- Nick Cave
- John Zorn (Masada uvm.[Tzadik])
- Die großen Russen in der Klassik ...

... aber auch vieles was einen Gedanken dahinter erkennen lässt wie DJ Koze, Tortoise, Michael Wollny uvm. Weitere Spielwiesen sind Rune Gramofon, die JazzAhead Messe und glücklicherweise ein musikinteressiertes Umfeld.

Jetzt freue ich mich auf den Austausch mit Menschen, die einen gepfegten Ton im Forum hoch- und durchhalten, und ähnlich grosse Freude an Musik haben, sowie Hand anlegen um Router-PSUs zu tunen und offen sind für alles was dann hörbar wird ... mal als Beispiel ...

Karsten
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Beitragvon LordHelmchen » 04.01.2015, 21:21

Hallo Karsten,

von mir ein herzliches Willkommen im Forum und vielen Dank für Deine ausführliche Vorstellung.
Genau diese Tradition macht glaube ich den Wert des Forum aus und sorgt unter anderem für das respektvolle Miteinander.

Mit dem Thema Raumakustik bist Du hier gut aufgehoben... von Ulis Acourate bis zum Trinnov kannst Du hier auf eine Menge Erfahrung und Tipps zurückgreifen.

Viel Spaß bei uns

Markus
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Beitragvon beltane » 05.01.2015, 00:11

Hallo Karsten,

herzlich willkommen hier im Forum. Im Bereich Raumkorrektur auf PC Ebene könntest Du Dir auch noch DIRAC Live anschauen. Sehr einfach zu bedienen, erzielt bei mir beste Ergebnisse, bietet aber weniger individuelle Eingriffsmöglichkeiten als Acourate und verwendet teilweise andere Filter.

Viel Spaß hier und viele Grüße

Frank
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Beitragvon aktivator » 05.01.2015, 18:10

Hallo Karsten
Als alter Zappa Fan auch von mir Grüsse !!!!

Gruß Andreas
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Beitragvon kampanolo » 08.01.2015, 00:54

Hi, Danke für die Begrüssung,

@Markus:
Ja, Acourate ist sehr interessant, ich hatte auch bereits Infos bei Uli Brüggemann eingeholt, da mir bisher nicht klar war, dass bei Nutzung eines Linn DS vorher offline gefaltet werden muss. Das ist für mich eigentlich eine B-Version, aber letztlich möchte ich mich bis zu einigen korrigierten Tracks vorarbeiten, um die Grössenordnung einschätzen zu können.

@Frank:
da ist ja gleich ein potentiell Fortgeschrittener im Thema! -) Hier nutze ich aber ein altes QNAP-NAS (Linux/arm Prozessor), einzige greifbare Alternative wäre ein älterer iMac mit SnowLeopard, da habe ich noch nicht recherchiert, ob eine Konfiguration mit Dirac Live möglich wäre? Wo in NDS wohnst Du denn? Etwa im Bremer Umland?

@Andreas:
...and the secret word for tonight is... nunja, "Mud Shark" wäre auch ein feiner Avatar gewesen?!

lg Karsten
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Beitragvon beltane » 08.01.2015, 09:28

Hi Karsten,

das NAS ist für DIRAC unerheblich. DIRAC wird ausschließlich auf dem Notebook installiert und betrieben. Nach der Raummessung wird ein Korrekturfilter erstellt. Dieser wird im Audioprozessor von DIRAC hinterlegt. Im Media Player wird dieser Audioprozessor als Sounddevice eingelegt. Im DIRAC Audioprozessor wird dann das eigentliche Ausgabedevice des Notebooks hinterlegt.

Wird mit dem Mediaplayer nun ein Stück abgespielt, wird dieses an den DIRAC Audioprozessor übergeben. Dort erfolgt gemäss Korrekturfile die Anpassung und dann die Weiterleitung an das eigentliche Sounddevice. Durch die Art der eingesetzten Filter (FIR & IIR) ist der dadurch entstehende Leistungsbedarf überschaubar. Ob das bei Dir vorhandene System leistungsmäßig reicht, klärst Du am besten mit dem deutschen Vertrieb ICY Medien. Die sind sehr hilfsbereit. Generell gibt es eine Windows und eine MAC Version.

Ich wohne im Raum Hannover.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon kampanolo » 08.01.2015, 18:58

Danke für die Erklärung. Soweit ich (also noch nicht wirklich weit) das Thema durchdrungen habe nehme ich an, das Du Deine Playlists mit dem Rechner/Laptop steuerst und "abfährst", also die Befehle vom gleichen Ort/Gerät kommen auf dem auch Dirac installiert ist!?
Bei den Lösungen mit Linn DS Streamern ist die Systemarchitektur eine andere.
Hier fragt der Streamer quasi den Speicher ab, daher dachte ich an ein NAS auf dem Acourate installiert ist, doch den Zahn hat Uli Brüggemann mir bereits gezogen. Es müssen die Daten im Vorfeld, also "offline" gefaltet und dann hinterlegt werden. Da ist ein PC/DAC basiertes System einfach cleaner aufzubauen.
Da ich aber noch nicht in Eile bin und erst im Februar Ruhe finden werde mich hier weiter einzuarbeiten, drängt es noch nicht !-)
lgKarsten
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Beitragvon beltane » 08.01.2015, 21:20

Hi Karsten,

für Foobar gibt es analog Linn verschiedene Möglichkeiten der Steuerung durch ein Smartphone oder Tablet. Dafür müssen Plugins für den Mediaplayer Foobar auf dem Notebook/PC und die passende App auf dem Smartphone installiert werden.

Beispiel App Bubble UPNP und vergleichbare Apps. für Smartphone/Tablets: Dafür muss das UPNP Plugin für Foobar installiert werden. Dann wählt man in der App "Bubble UPNP" als Medienserver den auf Deinem NAS installierten Media Server (z.B. Twonkey Media Server) und als Renderer Foobar. Dann kannst Du mit dem Smartphone/Tablet auf die Bibliothek des NAS zugreifen und Playlists erstellen, verwalten und abspielen - Du steuerst über die App aber immer Foobar als Renderer (Abspielgerät) und greifst auf das NAS und seine Mediabibliothek zu. Und kannst über das Handy auch Funktionen wie Start, Stop, Vor- und Rückspulen etc. steuern. Der PC und das Smartphone/Tablet müssen über LAN / WLAN miteinander "sprechen" können.

Eine andere App wäre Foobar 2000 Controller. Hier wird eine Herstellersteuersoftware in Foobar installiert, die nicht per UPNP mit der App des Smartphones/Tablets kommuniziert.

Bei Accourate gäbe es neben dem Offline Convolving auch die Möglichkeit, dies online auf einem zweiten PC durchzuführen.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon kampanolo » 09.01.2015, 00:23

Hi Frank,

:-) Genau für solche Antworten mag ich dieses Forum und bin begeistert! Genau so eine , in meiner Wahrnehmung: Lücke im System, habe ich gesucht! Thanx für die ausführliche Antwort!
Ich werde dann über Fortschritte berichten, habe aber bisher weder eine Messung gemacht, noch Messequipment hier, aber das wird sich bald ändern...

lgKarsten
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Beitragvon Fujak » 09.01.2015, 09:55

Hallo Karsten,

die Foobar Controller App für Android hatte ich mal im Einsatz und in meinem Vorstellungsthread dazu etwas geschrieben. Vielleicht hilft Dir das weiter: viewtopic.php?p=44035#p44035

Grüße
Fujak
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