Karsten (Kudos Titan 808)

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kampanolo
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Karsten (Kudos Titan 808)

Beitrag von kampanolo »

Nach längerem Mitlesen nun zu Beginn des Jahres meine 'Aktivierung'. ;-)

Mit demnächst 50 Jahren schaue ich auf mehr und auch weniger intensive Jahre der Beschäftigung mit Musikwiedergabe zurück. Die meisten davon mit ab-und-an wechselnden Linn-Ketten von z.B.:

- K5 - K18 - Adikt
- Thorens 160 - LP 12/Ekos1/Lingo1
- SneakyDS - AkurateDS - Klimax RenewDS
- Majik-I (LK-Version) - Wakonda - Kairn - AV5103 - Klimax Kontrol
- LK 100 - AV5125
- Keilidh - Keltik (TuneBox/MonoCards)
(Die Keltik ist ein Linn-LS aus den 90ern, mit externer Line-Level Weiche, also immer aktiv, immer mit externen Verstärkern)

Das letzte Jahr war musikalisch eines der intensiveren und das Thema gewinnt wieder an Relevanz. Da die finanziellen Möglichkeiten derzeit keine grossen Planungen zulassen, wurde bei Durchsicht der Möglichkeiten, unter anderem in diesem gepflegten Forum, das Thema Raumkorrektur immer interessanter. In diesem Bereich gibt es hier eine Menge interessanter Threads und auch Nutzer, die mir demnächst evtl. helfen können, die gröbsten Fehler gleich wegzulassen ... Bei mir gilt es, einen ca. 30qm Raum, Altbau 4m Deckenhöhe, mit grosser Öffnung zwischen den LS und einer Erkernische gegenüber, anzupassen.

Begonnen hat es mit 14 auf der heimischen Treppe zum Zimmer meines ältesten Bruders - Frank Zappa: Roxy & Elsewhere, für mich damals eine Mischung aus Verstörung und Erweckung. Mit dem ersten nennenswerten Geldregen wurde dann in Technics Geräte investiert, Tape (gut), Verstärker (sehr schlecht), Plattenspieler (ok). Dann staunend den Marantz Amp meines Bruders übernommen, ein grosser Schritt in die richtige Richtung. Lautsprecherbau (Pro-Audio # 20) etc.

1981, mit 16 dann eine einschneidende Erfahrung: der Besuch beim Bremer Linn Händler... LP12 mit Naim Nait1 an Linn Kan, es spielte eine Ludwig Hirsch Platte. Eine Verschiebung der Wahrnehmung, was bei Musikwiedergabe wichtig ist, nicht mehr und nicht weniger, und ganz ohne Beeinflussung oder Geschwätz - prägend!

In den letzten 2 Jahren bewegte sich entweder enorm viel, oder meine Antennen sind reaktiviert. Positiv aufgefallen sind mir zuletzt Devialet und ein passiver LS: Kudos Titan, beide m.E.n. wegweisend. An einem grossen Devialet-Doppel "mochte" ich sogar B&W (800er), sonst nicht so meins. Kurzum - es passiert was, Devialet mit SAM-Technology, passiv aber offenbar effizient im qualitativen Sinn, oder z.B. Linn Exakt etc.

Da rückt im bezahlbaren Bereich Acourate ins Visier, einen Versuch scheint es wert. Hier lässt sich insbesondere für Streaming-Anwendungen neueste Technologie in betagte Ketten einpflegen. :)

Mein musikalisches Interesse hat Frank Zappa von Jugendtagen bis zum seinem Ende und danach begleitet, natürlich kamen aber immer weitere Künstler mit eigenem Fingerabdruck dazu. Auch wenn es schwerfällt überhaupt Namen zu nennen, da in der Rückschau immer das Gefühl bleiben wird ein eher einseitiges Bild gezeichnet zu haben, versuche ich es ... mit ein paar Eckpunkten:

- Will Oldham (unter diversen Namen tätig)
- Nick Cave
- John Zorn (Masada uvm.[Tzadik])
- Die großen Russen in der Klassik ...

... aber auch vieles was einen Gedanken dahinter erkennen lässt wie DJ Koze, Tortoise, Michael Wollny uvm. Weitere Spielwiesen sind Rune Gramofon, die JazzAhead Messe und glücklicherweise ein musikinteressiertes Umfeld.

Jetzt freue ich mich auf den Austausch mit Menschen, die einen gepfegten Ton im Forum hoch- und durchhalten, und ähnlich grosse Freude an Musik haben, sowie Hand anlegen um Router-PSUs zu tunen und offen sind für alles was dann hörbar wird ... mal als Beispiel ...

Karsten
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LordHelmchen
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Beitrag von LordHelmchen »

Hallo Karsten,

von mir ein herzliches Willkommen im Forum und vielen Dank für Deine ausführliche Vorstellung.
Genau diese Tradition macht glaube ich den Wert des Forum aus und sorgt unter anderem für das respektvolle Miteinander.

Mit dem Thema Raumakustik bist Du hier gut aufgehoben... von Ulis Acourate bis zum Trinnov kannst Du hier auf eine Menge Erfahrung und Tipps zurückgreifen.

Viel Spaß bei uns

Markus
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beltane
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Beitrag von beltane »

Hallo Karsten,

herzlich willkommen hier im Forum. Im Bereich Raumkorrektur auf PC Ebene könntest Du Dir auch noch DIRAC Live anschauen. Sehr einfach zu bedienen, erzielt bei mir beste Ergebnisse, bietet aber weniger individuelle Eingriffsmöglichkeiten als Acourate und verwendet teilweise andere Filter.

Viel Spaß hier und viele Grüße

Frank
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aktivator
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Beitrag von aktivator »

Hallo Karsten
Als alter Zappa Fan auch von mir Grüsse !!!!

Gruß Andreas
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kampanolo
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Beitrag von kampanolo »

Hi, Danke für die Begrüssung,

@Markus:
Ja, Acourate ist sehr interessant, ich hatte auch bereits Infos bei Uli Brüggemann eingeholt, da mir bisher nicht klar war, dass bei Nutzung eines Linn DS vorher offline gefaltet werden muss. Das ist für mich eigentlich eine B-Version, aber letztlich möchte ich mich bis zu einigen korrigierten Tracks vorarbeiten, um die Grössenordnung einschätzen zu können.

@Frank:
da ist ja gleich ein potentiell Fortgeschrittener im Thema! -) Hier nutze ich aber ein altes QNAP-NAS (Linux/arm Prozessor), einzige greifbare Alternative wäre ein älterer iMac mit SnowLeopard, da habe ich noch nicht recherchiert, ob eine Konfiguration mit Dirac Live möglich wäre? Wo in NDS wohnst Du denn? Etwa im Bremer Umland?

@Andreas:
...and the secret word for tonight is... nunja, "Mud Shark" wäre auch ein feiner Avatar gewesen?!

lg Karsten
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beltane
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Beitrag von beltane »

Hi Karsten,

das NAS ist für DIRAC unerheblich. DIRAC wird ausschließlich auf dem Notebook installiert und betrieben. Nach der Raummessung wird ein Korrekturfilter erstellt. Dieser wird im Audioprozessor von DIRAC hinterlegt. Im Media Player wird dieser Audioprozessor als Sounddevice eingelegt. Im DIRAC Audioprozessor wird dann das eigentliche Ausgabedevice des Notebooks hinterlegt.

Wird mit dem Mediaplayer nun ein Stück abgespielt, wird dieses an den DIRAC Audioprozessor übergeben. Dort erfolgt gemäss Korrekturfile die Anpassung und dann die Weiterleitung an das eigentliche Sounddevice. Durch die Art der eingesetzten Filter (FIR & IIR) ist der dadurch entstehende Leistungsbedarf überschaubar. Ob das bei Dir vorhandene System leistungsmäßig reicht, klärst Du am besten mit dem deutschen Vertrieb ICY Medien. Die sind sehr hilfsbereit. Generell gibt es eine Windows und eine MAC Version.

Ich wohne im Raum Hannover.

Viele Grüße

Frank
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kampanolo
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Beitrag von kampanolo »

Danke für die Erklärung. Soweit ich (also noch nicht wirklich weit) das Thema durchdrungen habe nehme ich an, das Du Deine Playlists mit dem Rechner/Laptop steuerst und "abfährst", also die Befehle vom gleichen Ort/Gerät kommen auf dem auch Dirac installiert ist!?
Bei den Lösungen mit Linn DS Streamern ist die Systemarchitektur eine andere.
Hier fragt der Streamer quasi den Speicher ab, daher dachte ich an ein NAS auf dem Acourate installiert ist, doch den Zahn hat Uli Brüggemann mir bereits gezogen. Es müssen die Daten im Vorfeld, also "offline" gefaltet und dann hinterlegt werden. Da ist ein PC/DAC basiertes System einfach cleaner aufzubauen.
Da ich aber noch nicht in Eile bin und erst im Februar Ruhe finden werde mich hier weiter einzuarbeiten, drängt es noch nicht !-)
lgKarsten
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beltane
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Beitrag von beltane »

Hi Karsten,

für Foobar gibt es analog Linn verschiedene Möglichkeiten der Steuerung durch ein Smartphone oder Tablet. Dafür müssen Plugins für den Mediaplayer Foobar auf dem Notebook/PC und die passende App auf dem Smartphone installiert werden.

Beispiel App Bubble UPNP und vergleichbare Apps. für Smartphone/Tablets: Dafür muss das UPNP Plugin für Foobar installiert werden. Dann wählt man in der App "Bubble UPNP" als Medienserver den auf Deinem NAS installierten Media Server (z.B. Twonkey Media Server) und als Renderer Foobar. Dann kannst Du mit dem Smartphone/Tablet auf die Bibliothek des NAS zugreifen und Playlists erstellen, verwalten und abspielen - Du steuerst über die App aber immer Foobar als Renderer (Abspielgerät) und greifst auf das NAS und seine Mediabibliothek zu. Und kannst über das Handy auch Funktionen wie Start, Stop, Vor- und Rückspulen etc. steuern. Der PC und das Smartphone/Tablet müssen über LAN / WLAN miteinander "sprechen" können.

Eine andere App wäre Foobar 2000 Controller. Hier wird eine Herstellersteuersoftware in Foobar installiert, die nicht per UPNP mit der App des Smartphones/Tablets kommuniziert.

Bei Accourate gäbe es neben dem Offline Convolving auch die Möglichkeit, dies online auf einem zweiten PC durchzuführen.

Viele Grüße

Frank
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kampanolo
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Beitrag von kampanolo »

Hi Frank,

:-) Genau für solche Antworten mag ich dieses Forum und bin begeistert! Genau so eine , in meiner Wahrnehmung: Lücke im System, habe ich gesucht! Thanx für die ausführliche Antwort!
Ich werde dann über Fortschritte berichten, habe aber bisher weder eine Messung gemacht, noch Messequipment hier, aber das wird sich bald ändern...

lgKarsten
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Fujak
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Beitrag von Fujak »

Hallo Karsten,

die Foobar Controller App für Android hatte ich mal im Einsatz und in meinem Vorstellungsthread dazu etwas geschrieben. Vielleicht hilft Dir das weiter: http://www.aktives-hoeren.de/viewtopic. ... 035#p44035

Grüße
Fujak
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kampanolo
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Beitrag von kampanolo »

Kaum 7 Jahre nix beigetragen, schon ist einiges nachzuholen.

Naja, gelesen habe ich viel. Da hier unlängst der Aufruf zu lesen war oder noch immer ist, dass doch bitte bisweilen die Vorstellungsthreads aktualisiert werden möchten… komme ich dem mal nach.
Ich habe schliesslich in den zurückliegenden Jahren auch einige Zeit hier verbracht und insbesondere die Vorstellungen als teils sehr interessant und inspirierend empfunden.

Aktiv ist bei mir… i.A. nur noch die Haltung und die Akquise.
Letztens noch unterwegs mit aktiven Linn Keltik LS, angetrieben mit damals für gut befundenen Linn AV5125 Verstärkern - jetzt wieder passiv! Allerdings mit einem grossen Schritt in Richtung klarer, untechnischer Wiedergabe.

Ich war weder ein Verfechter von Aktiv- noch von Passiv- Anlagen. Man braucht sich glaube ich nicht nicht vormachen das aktiv per se besser sei, es kommt wohl eher auf die Qualität der Umsetzung an - auch wenn ich akzeptiere das insbesondere in diesem Forum eine andere Meinung vorherrscht. 😬

Nun also wieder passiv…
In den vergangenen Jahren änderte sich einiges in meiner Kette, die nun wie folgt zusammengestellt ist:

Linn LP12 mit Radikal1, Ekos2, Krystal, Urika2
Melco Z60/H2
Klimax DS3 (katalyst)
Lejonklou Sagatun MonoVV (2 Stück !-)
Lejonklou Tundra Stereo Endstufe
Kudos Titan 808
Verkabelung von Linn und Chord

seit wenigen Tagen spielt eine gertifizierte LWL Verbindung mit. Derzeit zwischen Melco und DS. Macht sich gut. Sehr gut.

Das ist in der Rückschau eine recht grosse Veränderung der gesamten Kette. Was ist nun damit gewonnen, oder auch verloren?

Die lieb gewonnene Basswiedergabe der Keltik hätte ich wohl nur mit einer schwer zu findenden Komri erhalten können (alternativ grosse TAD‘s oder gleich eine AudioNec Answer… beide Szenarien unbezahlbar). Insbesondere in meinem unveränderten Raum: Altbau 30+qm mit 4m Deckenhöhe und einer grossen Doppeltür zwischen den LS.
Im Bass gab es also in meiner Wahrnehmung eine starke Veränderung, aber unterm Strich ein patt. Die Kudos entwickelt nicht die Gewalt, welche die Keltik umsetzen kann, auch nicht mit einem Monster wie einer Naim 500. Hätte ich von einem 2 1/2 Wege LS bestehend aus jeweils 2 ventilierten, also offenen, Gehäusen auch nicht erwartet. Doch hier ist nicht alles ist schlechter - selbst mit meinem kleinen 24Watt Transistor (hierzu weiter unten mehr!) kann ein teils ‚tektonischer‘ Tiefton den Raum fluten… vollmundig und stark konturiert, doch drängt sich dieser nicht so auf wie beim doppelt motorisierten Isobarik Bass der Keltik (was ich durchaus mochte…)

Angetrieben werden die LS jetzt durch eine kleine aber feine Endstufe, Lejonklou Tundra Stereo. Transistor, 2x24W.
Muss man hören um es zu glauben!
Als ich die Kudos Titan noch als (aufgedrängte) Teststellung bei mir aufgebaut hatte, wurde diese von einer der oben genannten Linn AV5125 Verstärkern befeuert.
Es klang… richtig mies. Zum einen wird in der Rückschau klar - die LS brauchen eine sehr lange Einspielzeit, zum anderen war dies keine gute Paarung. Eine zeitweise eingeschliffene Linn Klimax Stereo war klar besser, aber durch einen glücklichen Zufall bekam ich eine Lejonklou Tundra Stereo… „hör da mal rein…“ hiess es.
Was darauf folgte war eine der eindrücklicheren Erfahrungen meiner HiFi Erinnerungen. Kurz: die Klimax Stereo wurde in die Schranken gewiesen wie ich es nicht für möglich gehalten habe, Begriffe wie „massakriert“ wären nicht unangebracht.
Ein eher unerwarteter Ausgang.
Linn Klimax Stereo, 100 Watt, knapp 10.000€
Lejonklou Tundra Stereo, 24 Watt, 3.200€
Letztere spielt derart frei, offen, schnell und klar… wer sich für dies Thema interessiert sollte es als Anregung nehmen, den Vergleich selbst ein mal zu hören. Hier steht jedenfalls kein Linn PowerAmp mehr. Unerwartet auch, weil die Tundra mehr „Grip“ hat und insgesamt wie der deutlich kräftigere Amp klingt.

Davor spielen 2 Lejonklou Mono Sagatun Vorverstärker. Eigentlich lustig, denn mir gefiel der Gedanke den Gerätepark und die notwendigen Kabel zu reduzieren sehr gut… und dann das.
Vorher betrieb ich einen Linn Klimax Kontrol, ein wunderbares Gerät. Zwar mit einer leichten Klangsignatur, diese aber gutmütig und gefällig, ausserdem mit entsprechend passender Verkabelung auch gut in den Griff zu bekommen.
Ausserdem lässt sich dieser VV per Link-Kabel mit dem Linn-Streamer verbinden und die analoge Lautstärkeregelung des Kontrol über die App steuern („Linn“/„Kinsky“/„Kazoo“/„Lumin“).
Entgegen den Beteuerungen von Linn bin ich nicht überzeugt von der Lautstärkeregelung auf digitaler Ebene, messen ist das eine, beim hören entscheidet es sich aber letztlich.
Analoge Vorstufen halte ich für unersetzlich, oder richtiger: für notwendig solange eine möglichst natürliche Wiedergabe angestrebt wird. Auch in diesem Punkt bin ich häufig mit anderen Meinungen konfrontiert worden.
Schön ist ja - jeder darf seine Meinung haben!
Die Sagatun Monos waren trotz der praktischen Einschränkung (nun wieder zusätzlich zur App die FB zu bemühen) der klar bessere, durchsichtigere und auch „spritzigere“ VV.

Weiter vorn in der Kette spielen der LP12 und der KDS3 die Signale zu.
Mir als Exakt-Skeptiker fiel es zuerst nicht einfach einzugestehen, dass die Linn eigene Urika2 Phonostufe, welche die Signale direkt im LP12 digital wandelt und via cat5 Leitung als Linn Exakt Protokoll in den Klimax Streamer schickt… besser klingt als die vorher betriebene analoge Version, Urika1!

Als es vor Jahren darum ging die Wiedergabekette weiter zu entwickeln war das Angebot von Linn quasi ausschließlich mit eigenem Exakt-Protokoll und digitalen Aktiv Weichen sowie zwingend digitaler Lautstärkeregelung verbunden. Da ich mit den 350ern (die grossen Aktiv LS) ohnehin fremdelte und auch sonst mit Exakt nicht warm wurde, blieb mir nur der Blick über den Tellerrand.

Exakt überzeugt mich bisher nur in der Urika2, und selbst hier habe ich den Verdacht eine analoge Allnic oder Entity Phonostufe könnte auch diese übertreffen.
Sehr gut empfunden habe ich allerdings eine (Exakt/Katalyst-) Akudorik.

Grössere Änderungen sind nicht geplant. Kürzliche Versuch mit Mono Endstufen von Lejonklou führten seltsamerweise nicht zu einer Verbesserung. Kräftiger, aber auf etwas schwerfälliger klang dies!

Interessieren würde mich ggf noch ein Versuch mit der Reimyo Transistor Endstufe.

Ansonsten bin ich Versuchen mit Steckerleisten gegenüber aufgeschlossen. Bisher höre ich aber mit der eingesetzten Music-Line Leiste vom Naim Händler so gern wie gut.

Bis in 7 Jahren…
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h0e
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Beitrag von h0e »

Hallo Karsten,

ich hoffe, es dauert nicht wieder 7 Jahre. Dein Bericht ist so voll gespickt mit spannenden Änderungen, dass man kaum mitkommt. Da wäre kleine Häppchen von Zeit zu Zeit recht schön. :D
Ein spannendes Setup hast Du Dir zusammengestellt, teils recht exotisch.

Grüsse Jürgen
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Radiohörer
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Beitrag von Radiohörer »

Hallo Karsten,
Durch einen Zufall fand ich diesen Thread und endlich jemanden, der die Titan 808 hat. Wow, was für geniale Lautsprecher, wonach ich bisher nur im pfm Forum gesucht habe, weil ich in Deutschland bisher weder Nutzer der Kudos Titan Serie noch von den Neat Ultimatum begegnet bin.
Berichte bitte über Deine langfristigen Erfahrungen, was ist gut, was gefällt dir weniger gut?
Übrigens hatte ich als jugendliche auch erste HiFi-Erfahrungen bei HiFi Achterholt gesammelt, als ich mir damals die Linn Keilidh angehört habe. Es ging dann aber doch in Richtung Exposure und Epos. Und da ich in einer Nebenkette wieder Exposure betreibe, interessieren mich die die Neat und Kudos LS sehr.
Dein Forenname ist irgendwie ein Zeichen einer Fahrradbegeisterung??
Beste Grüße, Balazs
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kampanolo
Aktiver Hörer
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Beitrag von kampanolo »

Hi Balazs

Ja, es scheint das Kudos hier auf dem Festland noch als Exot gilt.
Ich fürchte das bleibt auch so, denn die Firma ist nicht wirklich gross und der Erfolg in UK, der zu Wartelisten geführt haben soll, wurde in 2 kurz aufeinander folgende, erhebliche Preiserhöhungen umgesetzt. Wahrscheinlich wurde nicht ausschließlich in Produktivität investiert, sondern in „guten Stand“ im Markt wie auch in finanzieller Hinsicht.

Was ist gut / was nicht…
Gute Frage. Mittlerweile kann ich sagen, daß die LS sich erst nach 9 Monaten wirklich eingespielt haben. Das zu bewerten obliegt jedem selbst, bei meinem Paar handelt es sich um ein damals neues, über einen Funktionstest beim Händler nicht hinausgehend gespieltes Paar.
Allerdings spielten sie schnell auf hohem Niveau.
Vorher habe ich ein Paar Linn Keltik betrieben und schwankte zwischen einem Exakt-Betrieb mit ebendiesen oder doch weiter analoger Kette. Auch wenn Keltiks bereits an einer kleinen 8ch ExaktBox mit eingebauten Verstärkern sehr, sehr gut spielen-> würde ich mich wieder für die Titan entscheiden (auch wenn das beim aktuell aufgerufenen Preis nicht leicht fiele)
Zurück zum Thema:

Die Titan braucht qualitativ gute, nicht in erster Linie kräftige Verstärker. Die zuerst von der Keltik übernommenen Linn AV5125 konnten überhaupt nicht überzeugen… (an diesen LS!)
Die 808 fordern die Endstufen nicht wirklich, sie laufen an Lejonklou Tundra Stereo, Naim 500er und auch AirTight ATM1s Röhre sehr gut und leichtfüssig, arbeiten die Unterschiede klar heraus.
Die beiden übereinander stehenden Gehäuse sind mit Reflexrohren „offen“ und diese arbeiten auf den Spalt zwischen den Gehäusen und strahlen bauartbedingt zu den Seiten und nach hinten ab. Es heißt sie spielen auch in kleinen Räumen gutund ohne viel Anregung der Raummoden. Dazu kann ich nicht viel sagen- bei mir stehen sie in einem 30qm+ Raum mit hoher Decke, also auf ein beachtlliches Volumen. Darüberhinaus stehen sie li/re von einer wirklich großen Türöffnung, nur knapp vor der Türzarge/ Wand.
Das ist ein durch Möblierung entstandener Kompromiss, denn hier geht einiges an Bassenergie „flöten“.
Interessant ist hier, daß seit 14 Tagen auch dies „Restproblemchen“ gelöst scheint… mit dem Organik Upgrade meines alten Linn Streamers 😇. Da wird wieder klar: ein wirklich guter Lautsprecher zeigt Entwicklungen in der Kette davor immer sehr deutlich heraus. Was in diesem Fall aber schon eine spektakuläre Grössenordnung ist.
Was wirklich gut gefällt ist die schlackenfreie Darstellung von Instrumenten, welche die Grössenordnungen intakt lassen.
Stimmen bleiben sehr glaubhaft, im Timbre und auch in ihrer Grösse.
Kurzum bin ich weiter sehr zufrieden.

Mit der Aufstellung habe ich auch in einige Richtungen experimentiert und kann gute Spike Basen empfehlen, selten habe ich Unterschiede in diesem Bereich so deutlich hörbar wahrgenommen. Auf meinem alten, wackligen Parkettboden ging die Findungsphase weiter und schliesslich noch über Townshend Podiums noch hinaus. Mit diesen Podien entschlackt man den Bass beträchtlich, doch die Kontur und Durchhörbarkeit (Sorry - Floskelverdacht:-) welche man damit gewinnt, ist enorm… da mochte ich nicht zurück.
Den kleinen Verlust an „Bassgewicht“ konnte ich im übrigen weiter mindern: mit jeweils einer Harmonix Base unter! den Townshend Podien, quasi zum kontrollierten ankoppeln des 77Kg Lautsprechers an das Parkett. Bei einer derartigen Aufstellung, die einigen Hardcore Gläubigen pro/contra Spike-ANkopplung respektive Feder-ENTkopplung die Köpfe schütteln lassen mag, lässt sich nun das angekoppelte Gewicht über die Federktaft regulieren.
Vorerst bin ich mit der Aufstellung „angekommen“ (endgültig Floskelhaft, Sorry 🙈)

Soso, Jürgen ist Dir auch bekannt!? Ein Paar Keilidhs hatte ich anno 1991 auch dort gekauft.

…und der Forums Name (den ich SO nicht wieder wählen würde) ist nicht so schwer zuzuordnen, ne?
Mittlerweile fahre ich aber doch eher Sram und den Angelwarenhersteller aus Japan… (wenn auch noch 2 fahrfertige Italiener bereitstehen)

Du hast ja auch einiges sehr interessantes in Betrieb, wie ich Deinem Profil entnommen habe!

Da in meiner direkten Umgebung sogar noch ein 2tes Paar 808er steht und spielt, würde sich bei echtem Interesse ggf. ein Besuch anbieten, denn ich wüsste nicht wo man diesen LS in 2 unterschiedlichen Setups in D hören kann?!

Ich hoffe dieser Salmon hilft Dir weiter, ansonsten kontakte mich gern - hier oder per PN

LG Karsten
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