Swen (ME Geithain RL 901K)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon Pittiplatsch » 15.03.2018, 22:12

Hallo Swen,

auch von mir ein Dankeschoen fuer den tollen Bericht! Auch wenn ich das ganze einige Nummern kleiner zu Hause habe (KH120A und RL940) ist das Ergenbis fuer mich voll und ganz nachvollziehbar.

Ein fuer mich nach eigener Erfahrung wichtig zu erwaehnender Punkt ist die Langlebigkeit der Geithain Produkte. Selbst mehr als 30 Jahre alte Geithain LS bekommt man noch problemlos revidiert und repariert.
Bei den derzeitigen KH LS ist ein Elektronik-defekt schon fast ein Totalschaden (aus eigener leidvoller Erfahrung). Wie es mit Support und Revidierbarkeit aussieht, wenn das Produkt mal auslaeuft und der Verfuegbarkeit von Ersatzteilen (SMD und integrierte Schaltkreise) kann man nur Raten. Bei der Geithain kann vermutlich jeder elektronisch geschulte Fachmann eine Reparatur vornehmen.
Somit ist die Geithain fuer mich eine klare Empfehlung wenn man eine laengere "Bindung" eingehen will.

Viele Gruesse,
Tobias
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Beitragvon nemu » 15.03.2018, 23:31

Hallo Tobias,

Pittiplatsch hat geschrieben:Ein fuer mich nach eigener Erfahrung wichtig zu erwaehnender Punkt ist die Langlebigkeit der Geithain Produkte. Selbst mehr als 30 Jahre alte Geithain LS bekommt man noch problemlos revidiert und repariert.
Bei den derzeitigen KH LS ist ein Elektronik-defekt schon fast ein Totalschaden (aus eigener leidvoller Erfahrung). Wie es mit Support und Revidierbarkeit aussieht, wenn das Produkt mal auslaeuft und der Verfuegbarkeit von Ersatzteilen (SMD und integrierte Schaltkreise) kann man nur Raten. Bei der Geithain kann vermutlich jeder elektronisch geschulte Fachmann eine Reparatur vornehmen.
Somit ist die Geithain fuer mich eine klare Empfehlung wenn man eine laengere "Bindung" eingehen will.


ja, das gilt aber nur für die Geithains mit konventionellen, diskret aufgebauten MOSFET Verstärkerschaltungen, wie z. B. bei der 901k. Die sind nach Aussage von Herrn Kiesler bewusst so konstruiert, dass man diese auch an den abgelegensten Orten noch mit einfachen Mitteln reparieren kann. Ersatzteile zu besorgen für die Verstärkerschaltungen ist unproblematisch.

Bei den Modellen mit PWM Leistungsmodulen, wie z.B. die 801k sieht dies wohl anders aus. Hier könnte es dann auch Probleme mit der Reparatur bzw. den Ersatzteilen geben, wenn ich Herrn Kiesler richtig verstanden habe. Diese müssen dann ggf. nach Geithain zur Reparatur, wo ggf. die ganze Verstärkereinheit ersetzt wird.

Gruß Stephan
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Beitragvon nemu » 15.03.2018, 23:45

Hallo Swen,

danke für Deine Eindrücke zu den Neumann KH420 und den Geithain 901k und Deinen anschaulichen Bildern.

Habe die beiden Lautsprecher bisher nur getrennt voneinander gehört. Vieles von dem, was Du geschrieben hast, kann ich jedoch persönlich nachvollziehen.

Mal was zu Thema Bass an den Geithains. Das große Chassis kann Bass ohne Ende, wenn man dies denn möchte. Alles eine Frage der Einstellung.

Gruß und Dank für Deinen Bericht
Stephan
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Beitragvon jackelsson » 18.03.2018, 23:35

Hallo zusammen,

gestern war ich zu Besuch beim Hifi-Wohnraumstudio Hamburg, dem Geithain-Händler für den Norddeutschen Raum. Der Inhaber, Christian Schramm-Schymura, hatte mir auf den Norddeutschen Hifitagen netterweise angeboten, die RL 901K auch mal bei ihm zu hören. Da sein Wohnraumstudio etwas mehr als die anderthalbfache Fläche meines 27qm Hörraums hat, war das ein Angebot, das ich nicht ausschlagen konnte.

Was soll ich sagen: was eine RL 901K so wirklich kann, durfte ich ja einmal vor zwei Jahren im großen Hörraum in Geithain erleben. Aber auch, wenn man dem Lautsprecher statt 80qm perfektem Studioraum „nur“ die halbe Fläche eines gut bedämpften Wohnraumstudio gönnt, ist das Ergebnis beeindruckend. Die MEGs haben in diesem großen Raum unglaublich, nun, *groß* gespielt. Bin ja ein bisschen neidisch auf den Raum... ;)

Nun würde mich mal interessieren, in was für einer Raumgröße, auf was für einer Fläche die hier mitlesenden, anderen RL 901K-Besitzer ihre Lautsprecher betreiben?

Gruß,
Swen
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Beitragvon khonfused » 19.03.2018, 18:37

Hallo Swen,

sehr schöner Vergleich. Und auch die Antworten sind schön zu lesen. Jeder hat nämlich mit allem zu 100% Recht.

Ich habe die 901 auch schon von total grottig bis überragend gut gehört. Selbst habe ich über 4 Jahre rumgebastelt, um dahin zu kommen, wo ich seit fast einem Jahr bin und lese seitdem mit großem Vergnügen, wenn sich manche nicht vorstellen können, dass die 901 eine hohe Detailauflösung haben können, einen trocken Tiefbass UND einen knackigen Kickbass, der den Fuß in ständiger Wippbewegung hält usw. usw.

Aber wie gesagt, dass stellt sich nicht über Nacht ein, bei der Geithain nicht und bei allen anderen Lautsprechern auch nicht. Wenn man sich einen Lautsprecher kauft, muss man mit dem Grundcharakter klarkommen, der Rest läßt sich mit Raummaßnahmen/Quelle/Elektronik/Kabel erreichen.

Insofern stellt auch die 420 so einen Lautsprecher für mich da. Hat alles als Grundlage, um damit zu arbeiten. Über diesen, eigenen Grundlagengeschmack gilt es sich als erstes klar zu werden, alles andere ist dann machbar.

Mein Raum ist übrigens 30 m² groß und nur mit natürlichen Wohngegenständen ausgestattet. Von der Dämpfung eher im oberen Mittelbereich.

Grüße
Christian
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Beitragvon jackelsson » 31.03.2018, 18:12

Mein analoges Frontend

Hallo zusammen,

gestern habe ich einen Thread eröffnet, in dem ich um Anregungen in Bezug auf eine Streaming Bridge fürs Online-Streaming bitte (viewtopic.php?p=153270#p153270). Die beiden Beweggründe für die Suche nach einer Streaming Bridge als Ersatz für das momentane Streamen vom Laptop sind einerseits eine Verbesserung der Bedienung und Beqeumlichkeit, aber auch die Hoffnung, in der Klangqualität etwas weiter zu meinem analogen Frontend aufschließen zu können.

Da ich letzteres in diesem Forum noch nie explizit vorgestellt habe, will ich dies nun mal schnell nachholen. Hier mal ein Bild:

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Das Laufwerk ist ein TW-Acustiv Raven Black Night, der auf einer DIY-Luftfederbasis steht. Da ich gewisse Limitationen in Bezug auf die Auflast - oder besser das Gesamtgewicht - der Konstruktion habe, liegt die Eigenresonnanz geschätzt leider nur bei ca. 10-15 Hz und nicht, wie eigentlich ideal, bei deutlich unter 5 Hz. Der positive Effekt der Luftfederbasis ist trotzdem auch so schon sehr gut hörbar.

Wie auf dem Bild zu sehen, spielen auf dem Laufwerk vier Tonarme mit jeweils unterschiedlichen Tonabnehmern. Die Kombinationen bieten alle eine jeweils unterschiedliche klangliche Ausrichtung, was der Sinn der ganzen Materialschlacht ist. Im Uhrzeigersinn, startend auf der „Normalposition“ sind das:

- SME 312S / van den Hul XGW Signature Stradivarius
- TW-Acustic 10.5 / Benz Micro LP-S
- Origin Live Enterprise C 12“ / Ortofon MC Anna
- TW-Acustic 10.5 / Lyra Titan i

Als Phonostufen betreibe ich zwei Pass XP-25.

Das spielt soweit ganz ordentlich, beim Analogzweig bin ich relativ "fertig". Es jucken nur manchmal noch die Finger in Bezug auf all die vielen, spannenden Tonabnehmer, die es noch so gibt. Da ist dann aber viel Spieltrieb dabei, Modelleisenbahnersatz. Es wäre aber natürlich toll, wenn hier irgendwann der Digitalzweig auch auf einem ähnlichen Niveau spielen würde. Ich bin sehr gespannt, ob, und wenn was, mein gestern eröffneter Thread da noch für Optionen aufzeigt.

Gruß,
Swen
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Beitragvon Siriuslux » 31.03.2018, 21:15

Hallo Swen,

das sieht ja schon sehr schön aus mit Deinem Plattenspieler. Materialschlacht würde ich auch sagen. Was spielt bei Dir an PWM?

Gruss, Jörg
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Beitragvon shakti » 01.04.2018, 00:02

heute Abend mit Stephan (nemu) viel und gut Musik gehoert, er hat dabei erstmals bei mir den Lampizator Golden Gate II gehoert. Er kennt meinen steten "Kampf" zwischen analog und digital..., so meint er nun, dass ich jetzt analog mal wieder was aufzuholen habe :-)

Das werde ich mit Freude angehen, mich aber in der Zwischenzeit umsomehr am Golden Gate II freuen ;-)

Hinsichtlich streaming kann ich den Aurender W20 mit der 10mhz Mutec clock empfehlen, am richtigen DAC kann das was!

gruss

Juergen
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Beitragvon nemu » 01.04.2018, 12:53

Hallo Swen,

danke für das schöne Bild Deines Plattenspielers. Da hast Du ja wirklich ein tolles analoges Setup. Schöner Dreher und prima Tonarme, Tonabnehmer und Phonovorstufen. Da hat sich das „who is who“ der Tonabnehmer an einem einzigen Dreher versammelt.

Ein „Ortofon Anna“habe ich persönlich noch nie gehört. Wie schlägt bzw. klingt den dieses im Vergleich zu Deinen andern Tonabnehmern?

Gruß Stephan
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Beitragvon jackelsson » 01.04.2018, 19:55

Hallo zusammen,

dank Euch für die netten Antworten. :)

Was spielt bei Dir an PWM?

Hallo Jörg,

als Plattenwaschmaschine läuft hier ein Gläss Vinyl Cleaner. Eine der besten Anschaffungen, die ich in den letzten Jahren getätigt habe. Das gute Stück empfehle ich immer aus vollem Halse... :)

Hinsichtlich streaming kann ich den Aurender W20 mit der 10mhz Mutec clock empfehlen, am richtigen DAC kann das was!

Hallo Jürgen,

ja, das ist definitv ein spannendes Teil. Aber 15k€ nackend plus Zubehör ist mir dann für Digital doch eine Spur zu stramm...

Ein „Ortofon Anna“habe ich persönlich noch nie gehört. Wie schlägt bzw. klingt den dieses im Vergleich zu Deinen andern Tonabnehmern?

Hallo Stephan,

zum MC Anna würde ich jetzt ungern einfach nur so ein paar schnelle Wort raushauen, insbesondere, da der Klang eines Tonabnehmers ja immer sehr durch (u.A.) den Tonarm, in dem er betrieben wird, beeinflußt wird. Und der 12" Origin Live Enterprise C ist schon ein recht spezieller Tonarm - unglaublich gut, aber mit seiner hohen inneren Dämpfung und einer effektiven Tonarmmasse von satten 21g wirklich nicht universell und dem Tonabnehmer schon stark einen Stempel aufdrückend.

Ich kann zum MC Anna gerne mal was schreiben, aber da würde ich mir gerne etwas mehr Zeit zu nehmen, als ich jetzt gerade dazu hätte. Kennst Du denn die anderen drei Tonabnehmer?

Gruß,
Swen
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Beitragvon nemu » 02.04.2018, 10:13

Hallo Swen,

jackelsson hat geschrieben:Ich kann zum MC Anna gerne mal was schreiben, aber da würde ich mir gerne etwas mehr Zeit zu nehmen, als ich jetzt gerade dazu hätte. Kennst Du denn die anderen drei Tonabnehmer?

die anderen drei Tonabnehmer kenne ich recht gut, konnte ich aber auch noch nicht im direkten Vergleich hören. Wie gesagt habe ich noch nie ein "MC Anna" gehört, würde mich also freuen wenn Du hierzu mal berichtest bzw. zu den Klangunterschieden zu den anderen Tonabnehmern.

Gruß Stephan
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Beitragvon Siriuslux » 02.04.2018, 11:22

jackelsson hat geschrieben:als Plattenwaschmaschine läuft hier ein Gläss Vinyl Cleaner. Eine der besten Anschaffungen, die ich in den letzten Jahren getätigt habe. Das gute Stück empfehle ich immer aus vollem Halse... :)

Hallo Swen,

Das kann ich seit einigen Wochen gut nachvollziehen, denn es gibt wohl keine platzsparendere PWM, die damm auch noch sehr bequem ist und einwandfreie Waschergebnisse hergibt.
Ich selbst habe lange mit meiner Entscheidung rumgeeiert, bevor ich mir dann gesagt habe, dass der Komfort hier sehr wichtig ist, da ich sie sonst eh nicht nutzen würde und die Platten dann wieder nur Jahre lang rumstehen würden.

Gruß, Jörg
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Beitragvon Salvador » 02.04.2018, 12:50

Hallo Swen, Stephan und Jörg,

Swen, ein tolles Analogsetup hast Du da!
Bzgl. des MC Anna vermute ich, dass es sich ein zum Nottingham Analogue Anna gehöriges MC handelt. Frage mich, ob das überhaupt noch gebaut wird? Und sehr bemerkenswert, dass Du es dann nicht mit dem zugehörigen Anna12"-Tonarm betreibst. Freue mich auf den Beitrag dazu von Dir!

@ Gläss:
ja, habe das Gerät auch und bin sehr zufrieden damit. So macht das Waschen Spaß, wasche wochenends immer 5-10 Stück/Tag nebenbei und finde das Waschergebnis prima!

Grüße,
Andi
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Beitragvon shakti » 02.04.2018, 13:31

das Ortofon Anna ist aus dem normalen Programm von Ortofon und gehoert zu den jemals gebauten Ortofon Spitzensystemen.

https://www.ortofon.com/mc-anna-p-156


gruss
Juergen
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Beitragvon jackelsson » 02.04.2018, 14:15

Hallo Andi,

wie Jürgen schon schrieb: das MC Anna hat nix mit Nottingham Analogue zu tun, sondern ist schlicht Ortofons aktuelles Spitzenmodell, welches nach der Sopranistin Anna Netrebko benannt worden ist - Marketing olé. Deshalb auch das stilisierte Augenpaar auf der Seite:

Bild

Technologisch gesehen ist das System recht spannend, nicht nur wegen des speziellen Generators mit Neodymmagnet und nichtmagnetischem Spulenkreuz, sondern vor allem wegen des lasergesinterten Titangehäuses. Das hat ja auch das Ortofon A95, das ist aber klanglich anders abgestimmt, als das MC Anna.

Tolles Teil! :)

Gruß,
Swen
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