Thomas (Legacy Audio Focus SE, Avalon Eidolon Vision)

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Beitragvon HaraldP » 01.02.2019, 14:44

Hallo Alwin,

da ich mich nicht zu den Powerpoint-Freunden zähle, versuche ich es mit Worten. Ich beziehe mich mal auf deine Skizze A:

Deine Skizze bezieht sich nur auf die dynamischen Kräfte, die durch das Lautsprechersystem entstehen. Statische Kräfte (die Gewichtskraft) des Systems werden hier nicht berücksichtigt. Soweit auch gut. Du schreibst von 'Reactio', d.h. dir ist klar, dass es zu jeder Kraftkomponente eine Gegenkraft gibt, oder anders ausgedrückt, dass die Summe aller Kräfte in dem System 0 sein muss.

Außer dem Gleichgewicht der Kräfte, müssen aber auch die Momente (also Kraft x Hebelarm) ausgeglichen sein, d.h. die Summe aller Momente muss ebenfalls 0 sein. Wenn du z.B. als Bezugspunkt in deiner Skizze die Spitze des vorderen Spikes annimmst, erzeugt der LS ein Moment F1 x l1 (F1 = Kraft, l1 = Abstand Boden zu Mitte TT). Diesem steht das Moment F2 x l2 entgegen, wobei l2 der Abstand der Spikes ist. Die Kraft verläuft immer senkrecht zum Hebelarm, also senkrecht vom Boden durch den hinteren Spike. Aus der Gleichung F1 x l1 = F2 x l2 sieht man schön, dass es sinnvoll ist (weil die Kräfte dann kleiner werden), den Abstand der Spikes möglichst groß zu wählen. Deshalb gibt es ja auch Lautsprecher, deren Aufstandspunkte außerhalb der Gehäusegrundfläche sind, also auf Auslegern.

Grüße
Harald

Ich will Thomas' Thread nicht missbrauchen. Bitte ggf. in einen neuen Thread verschieben.
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Beitragvon thomas2 » 01.02.2019, 15:13

Hallo,

ich habe da kein Problem Harald. Es wird sicher mehrere Foristen interessieren, was sich wie oder besser
machen lässt.

Ich bin da leider keine Hilfe :( - aber vielleicht könnte ich einiges davon umsetzen.
Hans- Martin und Daniel empfehlen ja eindeutig die Raumkorrektur.

Vielleicht, könnten wir im Frühjahr mal hier einen Workshop machen. :D

Zwischenzeitlich hat sich auch eine neue Endstufe eingefunden. Meine JR 525 musste Platz machen, für eine BAT 255SE.
Dieser 34 KG Klotz bringt etliches aus dem zuvor erarbeiteten Klangbild durcheinander.

Dann habe ich auch die viel diskutierte Netzkabel Philosophie. Was vorher an der Jeff Rowland 525 perfekt funktionierte, passte wie sich rausstellte, gar nicht zur BAT. Also ist auch da, noch einiges möglich.
Viele schöne Baustellen :cheers:

Viele Grüße und einfach weiter machen :D

Thomas
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Beitragvon Mister Cool » 01.02.2019, 15:26

Hallo Harald,

das ist alles nachvollziehbar und verständlich dargestellt aber m.M.n. unvollständig und nicht zu Ende gedacht. Denn dann muß man konseqent auch an die vorderen Spikes denken. Sie werden nach dem gleichen Prinzip wiederum gleichzeitig "entlastet" -> die hinteren Spikes sind der Bezugspunkt/Drehpunkt für den berechneten Moment.

Also nach Deinem Prinzip müsste man den Abstand zwischen der vorderen und der hinteren Spikes-Reihe verkleinern und nicht vergrössern. Dadurch würde man die Wechselwirkung der Kräfte auf den Boden kompensieren/minimieren. Je näher einander desto besser. Konzentration der beiden Kräfte auf einen Punkt, würde sie vollständig aufheben. Es bliebe nur reine "Gewichtskraft" :-)

@Thomas

Danke für diese Einstellung. Ich finde es auch, dass man durch kleine thematische "Seitensprünge" immer wieder etwas neues interessantes lernen kann :-)


Grüsse,
Alwin
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Beitragvon HaraldP » 01.02.2019, 16:18

Hallo Alwin,

Mister Cool hat geschrieben:das ist alles nachvollziehbar und verständlich dargestellt aber m.M.n. unvollständig und nicht zu Ende gedacht. Denn dann muß man konseqent auch an die vorderen Spikes denken. Sie werden nach dem gleichen Prinzip wiederum gleichzeitig "entlastet" -> die hinteren Spikes sind der Bezugspunkt/Drehpunkt für den berechneten Moment.

Also nach Deinem Prinzip müsste man den Abstand zwischen der vorderen und der hinteren Spikes-Reihe verkleinern und nicht vergrössern. Dadurch würde man die Wechselwirkung der Kräfte auf den Boden kompensieren/minimieren. Je näher einander desto besser. Konzentration der beiden Kräfte auf einen Punkt, würde sie vollständig aufheben. Es bliebe nur reine "Gewichtskraft" :-)


deine Folgerung kann ich nicht nachvollziehen. Du kannst einen beliebigen Punkt des Systems als Nullpunkt heranziehen. Also auch die hinteren Spikes. Daraus ergibt sich für die vorderen das gleiche wie vorher für die hinteren. Der Abstand sollte möglichst groß sein.

Zu dem Thema findet man bei der Suche nach 'Technischer Mechanik' eine große Zahl von Quellen. Vielleicht hilft das als Einstieg: https://de.wikipedia.org/wiki/Mechanisches_Gleichgewicht.

Grüße
Harald
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HaraldP
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