Thomas (Legacy Audio Focus SE, Avalon Eidolon Vision)

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Beitragvon shakti » 14.01.2019, 20:56

Hier noch ein paar Informationen zum Lautsprecher in Deutsch:

http://www.notabene-audio.de/vorstellung-focus-se.html

Gruss

Juergen
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shakti
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Beitragvon thomas2 » 16.01.2019, 10:56

Guten Morgen,

wie ich gestern Abend leider lesen musste, hat Notabene Audio den Vertrieb von Legacy Audio im Oktober 2018 eingestellt. Das finde ich sehr schade. Somit wird es noch schwieriger diese Lautsprecher mal zu hören. Außer wer möchte - bei mir.

Im November 2018 habe ich die Lautsprecher dann in den Niederlande abgeholt und hier aufgestellt. Wie ich bereits geschrieben habe, hat mich die Bassgewalt und das gesamte Klangbild bereits im großen Vorführraum sehr begeistert. Um nicht mir selbst einen vor zu machen, habe ich auch Reiner beim zweiten Besuch mit gezerrt um seine Meinung zu hören. Er war ebenfalls zufrieden. So hatte ich eine Riesenvorfreude, aber auch ein wenig Angst, ob es denn richtig klingen würde.

Ich begann sehr vorsichtig und mit mittlerer Lautstärke London Grammar mit dem Titel "Hey Now" zu spielen. Es kam wie ich befürchtet habe. :| Es entstand ein Bass, der mich vom Sofa haute und nicht erträglich war. Enttäuscht spielte ich andere Stücke, aber der Bass war einfach zu viel.

Ursachenforschung:
Die Lautsprecher hatten Gummifüße, die direkt auf dem Parkett standen. Die Spikes waren leider nicht auffindbar und auch nicht beim Händler. Sollte es das sein? Ich demontierte alle Füße und stellte die Lautsprecher neu auf Stahlkegel die nochmals auf einen Fuß aufgesetzt wurden, der oben und unten zwei unterschiedliche Gummipads hatte. Neuer Test - viiiiiel besser, aber immer noch zu viel.

Ich habe dann mit Thomas Schlipper von Subbase Audio telefoniert. Er kam zu mir und brachte zwei Basen und ein 6er-Set aus Holzfüßen mit. Während ich mir in edler Verpackung liegend die Holzfüße betrachtete, hörte Thomas Schlipper sich das Klangbild an - schob die Lautsprecher in verschiedene Positionen, korrigierte mit einem Drehmomentschlüssel alle verbauten Chassis.

Es wurden die Basen und die Holzfüße untergebaut und die Anlage neu gestartet. Ahhh :cheers: , was für ein Unterschied! Die beiden Basen erstickten den Bass um etliches und die kleinen Holzfüße brachten ein Ruhe und Klarheit in das Klangbild wie ich es so nicht erwartet hätte. Ich war begeistert. Thomas Schlipper überließ mir die Sachen noch einige Tage für einen ausführlichen Test.

Auch nach drei weiteren Tagen war ich begeistert und so stehen jetzt die Lautsprecher auf den Holzfüßen und auf einer Base, die ich mir aus "Ermangelung liquider Mittel" :lol: und des lieben Hausfriedens :wink: erst mal selbst besorgt habe. Die Basen von Subbase werden später geordert.

Der jetzige Spaßfaktor mit diesen tollen Lautsprechern, wurde aber erreicht durch das Upgrade meines DAC - einen Wyred4Sound DAC2 DSD SE. Diesen habe ich in den USA auf den DAC V2SE umbauen lassen.

Das hat das gesamte Klangbild nochmals auf ein Niveau gebracht was mich derzeit täglich in eine Sucht des Musikhörens bringt. Aber dazu schreibe ich später etwas ausführlicher.

Viele Grüße

Thomas
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Beitragvon Daihedz » 30.01.2019, 23:54

Hallo Thomas

thomas2 hat geschrieben: ... Der jetzige Spaßfaktor mit diesen tollen Lautsprechern, wurde aber erreicht durch das Upgrade meines DAC - einen Wyred4Sound DAC2 DSD SE. Diesen habe ich in den USA auf den DAC V2SE umbauen lassen ...

Hoffentlich kommt der DAC2SE weniger verpfuscht daher als der DAC-2v2 SE - Siehe
https://www.audiosciencereview.com/foru ... -dac.6507/

Bei der Ansicht der von Audiosciencereview publizierten Messresultate des 2v2 droht der Spass jedenfalls potenziell zu verderben.

Highendige Schrottgrüsse
Simon
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Beitragvon StreamFidelity » 31.01.2019, 00:18

Hallo Thomas,

meinen Glückwunsch zu den schönen Legacy Audio Focus SE. Die sehen in Deinem Wohnzimmer sehr edel aus.

thomas2 hat geschrieben:Es entstand ein Bass, der mich vom Sofa haute und nicht erträglich war. Enttäuscht spielte ich andere Stücke, aber der Bass war einfach zu viel.


Sollte ich nach der langen Zeit Deiner Anmeldung wirklich der Erste sein, der nach Deiner Raumakustik fragt? :wink:

Bassmoden sind mit Basen und Holzfüßen nicht zu bekämpfen. Hier helfen Einmessen und Ermittlung der Moden, dann soweit möglich akustische Maßnahmen im Hörraum und ggf. die elektronische Raumkorrektur mit zum Beispiel Acourate. Hier im Forum gibt es zur Raumakustik sehr viel Know How, wie Du weißt. Die Hilfe der Forenten hat in meinem Setup sehr viel gebracht.

Grüße Gabriel
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Beitragvon music is my escape » 31.01.2019, 10:41

Daihedz hat geschrieben:Hallo Thomas

thomas2 hat geschrieben: ... Der jetzige Spaßfaktor mit diesen tollen Lautsprechern, wurde aber erreicht durch das Upgrade meines DAC - einen Wyred4Sound DAC2 DSD SE. Diesen habe ich in den USA auf den DAC V2SE umbauen lassen ...

Hoffentlich kommt der DAC2SE weniger verpfuscht daher als der DAC-2v2 SE - Siehe
https://www.audiosciencereview.com/foru ... -dac.6507/

Bei der Ansicht der von Audiosciencereview publizierten Messresultate des 2v2 droht der Spass jedenfalls potenziell zu verderben.

Highendige Schrottgrüsse
Simon

Hallo Thomas, hallo Simon!

So schlimm obige Messungen auf den ersten Blick auch wirken, muss dies nicht zwangsläufig mit dem Höreindruck korrelieren - und nur dieser zählt in dem Fall. Außerdem, und das ist bitte nicht falsch zu verstehen, macht die Vorgehensweise des Messenden auf besagter Website einen leicht unprofessionellen, ja beinah schlichten Eindruck auf mich - was sowohl das Entstehen der Messungen (Umgebung, Quelle, etc...) als auch deren Interpretation betrifft. Einige der Produkte, die hier als am schlechtesten, ja quasi unhörbar dargestellt werden, gehören zu den beliebtesten in ihrer jeweiligen Kategorie wie bspw. die DACs von Schiit oder Audio-GD; irgendetwas müssen diese Hersteller also richtig machen, wenn auch ganz offensichtlich nicht auf optimale Messergebnisse hin entwickeln.

Was ich eigentlich sagen will: was zählt, ist auf dem Platz und da ist es nicht nur bei unserem Hobby so, dass die augenscheinlich mit etlichen Fehlern daherkommenden Dinge zugleich diejenigen sind, die die größte Begeisterung und oftmals sogar so etwas wie Zuneigung, ja Liebe auslösen, während die (mess-)technisch perfekt konstruierten und fabrizierten Teile nicht selten zwar Anerkennung und Respekt bekommen, ihnen aber auch mit Distanz und emotionaler Kühle entgegengetreten wird bzw. man ihnen gar unterstellt, selbiges zu vermitteln.

Grüße,
Thomas
:cheers:
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Beitragvon Daihedz » 31.01.2019, 13:53

Hallo Thomas

music is my escape hat geschrieben: ... Außerdem, und das ist bitte nicht falsch zu verstehen, macht die Vorgehensweise des Messenden auf besagter Website einen leicht unprofessionellen, ja beinah schlichten Eindruck auf mich - was sowohl das Entstehen der Messungen (Umgebung, Quelle, etc...) als auch deren Interpretation betrifft.

Was wäre denn, aus technischer Perspektive betrachtet, an der Vorgehensweise und den Messungen konkret zu bemängeln? Ich stelle diese Frage, da ich bis anhin den von audiosciencereview publizierten Werten +- vertraut habe. Zumal diese in anderen Beispielen mit den Messwerten, welche einige wenige Hersteller publizieren, eigentlich ganz gut korrelieren? Und in anderen Fällen teilweise von Drittpersonen verifiziert wurden? Auch im Fall des Wyred4Sound stimmen die Messungen von audioscciencereview, nach einer ersten Messung bei 0dB mit sehr schlechten Messwerten in einem zweiten Anlauf bei -2dB mit den Herstellerangaben beispielhaft überein:

audiosciencereview hat geschrieben: ... SINAD (signal to noise and distortion) below 90 dB? ESS specs that at 122 dB by the way so this is a shortfall of 30+ dB from their reference design. At first I thought maybe something is wrong with my instrumentation but then looked and they spec the unit at 0.002% distortion which is pretty close to what I was measuring. Theirs includes a-weighting and may have been done at lower digital levels. I played with that and indeed SINAD improves some but just to 92 dB or so.

Wo also hast Du Bedenken in Bezug auf die Zuverlässigkeit der publizierten Daten?

Nachfragende Grüsse
Simon
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Beitragvon Hans-Martin » 31.01.2019, 14:28

thomas2 hat geschrieben:Es wurden die Basen und die Holzfüße untergebaut und die Anlage neu gestartet. Ahhh :cheers: , was für ein Unterschied! Die beiden Basen erstickten den Bass um etliches und die kleinen Holzfüße brachten ein Ruhe und Klarheit in das Klangbild wie ich es so nicht erwartet hätte. Ich war begeistert. Thomas Schlipper überließ mir die Sachen noch einige Tage für einen ausführlichen Test.
Hallo Thomas,
mich würde interessieren, ob das Parkett schwimmend verlegt ist (also Biegewellen überträgt) oder mit dem Estrich verklebt.
Die Kombination Spike auf Doppel-Gummifuß zwischen Holzgehäuse und Holzuntergrund lässt die Box schwingen und entkoppelt vom Untergrund. Holzklötzchen als Fuß vermitteln zwischen den beiden gegenüberliegenden Flächen. An den Kanten hat die Box mehr Stabilität als in der Mitte der Bodenfläche, wo eine zusätzliche Durchbiegung geschehen kann, weshalb man die Kräfte entweder auf 4 ausgleichenden Gummis im Eckbereich oder auf 3 harte Füße verteilt.
Da gibt es noch den verblüffenden Vergleich von 2 Füße vorn und 1 hinten (2 näher/unter dem Masseschwerpunkt) gegen 1 vorn und 2 hinten, woraus man schließen kann, dass die Präzision der Membran-Auswärtsbewegung eine größere Bedeutung hat als die Bewegung ins Boxengehäuse. Einerseits ist Musik kein mathematisch exakter Sinus, sondern ein zeitabhängiges Gemisch von ein-und ausschwingender Vorgänge, die Rückstoß-orientierte Schwingungen am Gehäuse auslösen, andererseits kommt zugleich die Bevorzugung der Hörzellen im Innenohr für Druckwellen zum Tragen.
Bewegt sich das Lautsprechergehäuse, überlagert sich dieses zu den gewünschten Signalen, was sich in schlechterer Hochtonauflösung niederschlägt, aber auch kraftloseren Mitten (Box steht auf Teppich, schwimmend gelagert). Deshalb gibt es 2 Schulen: die eine fordert unverrückbaren stabilen Stand (Ableitung der Antriebs-Reactio, die andere verlangt Dämpfung der Vibration (die Kombination zweier Gummis soll die Absorption fördern, das weichere Gummi wird stärker komprimiert). Bei schwimmend verlegtem Laminat ist sicherlich Dämpfung angesagt, bei verklebtem Parkett ist die spielfreie Ankopplung zur Ableitung der Reactio der Antriebskräfte angesagt. Präzise Höhen sind Voraussetzung für klare Bässe (musikalisch ganzheitlich betrachtet, nicht technisch analytisch auf das einzelne Chassis bezogen, welches durch Frequenzweichenfilter beschränkt wird).
Dieselben 3 harten Füße verursachen unterschiedlichen Klang, wenn sie anders angeordnet werden (ich bevorzuge eindeutig hinten 2, vorn 1). 4 harte Füße würden bei geringfügig unebenem Untergrund kippeln, was eine tendenziell unangenehme Verschärfung der Obertöne bringt, lästig bei Männergesangsstimmen.
Da Gummi von der Relation Druckkraft gegen Kompressionsweg geprägt ist, gleichen sich bei 4 Füßen kleine Höhendifferenzen aus, mehr Füße bedeutet geringere Belastung und die Relation von Dämpfung zu Belastung wird pro Fuß günstiger.
Welche Rolle die Ruhe des Gehäuses in der Nähe des Hochtöners spielt, kann man durch ein schweres Gewicht oben auf dem Gehäuse erfahren, welches mit Massenträgheit gegen die AntriebskräfteReactio hält und die Intermodulationseffekte reduziert.
Da kommt das Anzugsmoment der Tieftöner- (und Membranmitteltöner-)schrauben in die Betrachtung, die sich mit der Zeit etwas losrütteln. Das sich entwickelnde Spiel zwischen Chassiskorb und Schallwand ist höchstvermutlich nicht identisch bei beiden Boxen, Anlass für ein gleichmäßiges Anziehen der Schrauben aller Chassis mit Konusmembran. Man hat in den Fingern normalerweise hinreichend Gefühl, die Schrauben gleichmäßig festzuziehen, gegen den Punkt, wo die Festigkeit steil zunimmt. Es ergibt sich eine verblüffende Verbesserung der Breitenstaffelung, gut erkennbar bei einem Sinfonieorchester, wo das Loch in der Mitte sich füllt, die Verteilung gleichmäßiger wird und die Bühne sich über die Boxenbasisbreite hinaus ausdehnt, konkreter als vorher. Die Boxen werden mit der Maßnahme gleichartiger (Voraussetzung für IACC10).
Beim Hochtöner würde ich eher aus Entkopplung von der Schallwandschwingung setzten.

Die langfristige Beobachtung zeigt, dass das erstmalige Anziehen der Schrauben ein Aha-Erlebnis vermittelt, was bei einer Überprüfung nach einem Jahr Gebrauch nach Wiederholung reizt. Und da geht wieder was. Ob Einschlagmuttern/Rampamuffen im Holz oder Spanplattenschrauben die Chassis halten, ist egal, der Naturwerkstoff Holz (alle Formen zwischen Natur-Span-MDF-HDF-platte) gibt unter dem Druck mit der Zeit nach, verdichtet sich weiter, was wieder besagtes Spiel ermöglicht. Wo simple Spanplattenschrauben zu weit angezogen haben, kann man im Extremfall herausgedehtes Holzmehl samt Schraube herausziehen...

Bill Dudleston hat geschrieben:Da besonders in kleineren Räumen Raummoden im Bereich von 60-80Hz auftreten, wenn in diesen Räumen Vollbereichslautsprecher betrieben werden, kann bei der Focus SE eine Reduktion dieser Frequenzen in der Weiche aktiviert werden. Wenn dieser Korrekturpfad nicht aktiviert ist, befindet er sich elektrisch völlig außerhalb des Signalwegs; wenn er aktiviert wird kann er aber sehr effektiv ein Dröhnen im Bassbereich vermeiden. Damit können auch gegebenenfalls negative Auswirkungen einer wandnahen Aufstellung verringert werden.
Sind deine LS diesbezüglich angepasst?

Auch wenn ich Raumkorrektursysteme bevorzugt einsetze, bleibt die Erkenntnis, dass die Veränderungen durch die Füße sich den Möglichkeiten einer digitalen Korrektur entziehen, dasselbe gilt vermutlich auch für die Schraubendrehmomente (habe ich in diesem Zusammenhang nicht ausprobiert).
Wesentliche Längsmoden im Raum lassen sich nicht kontruktiv bei der Frequenzweiche/Box herausnehmen.
Denkbar wäre ein Saugkreis für um 70Hz - auf die vertikale Mode bei 2,50m Deckenhöhe, dem einzigen Maß, was man häufiger trifft. Die von beiden Boxen gemeinsam angeregten Längsmoden des Raums liegen bei f=172/Raumlänge, sowie dem doppelten, dreifachen und vierfachen Wert, 4 Werte verteilen sich über 3 Oktaven, mit jeweils 10% Breite, die verbleibenden benachbarten 90% würden falsch behandelt, wenn man da allzu pauschal gegenangeht
Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon thomas2 » 31.01.2019, 14:35

Hallo Simon,

ich kann leider nur hören und keine Messwerte analysieren.
Meine Ohren hören nach dem Upgrade auf den 2V2 nur positives. Bessere Steuerung im Bass und viel schönere Auflösung im Mittel- Hochtonbereich und die Bühnenabbildung hat ebenfalls zugenommen. Mir gefällt das sehr gut. :P

Ich muss allerdings auch schreiben, dass ich noch nicht die Möglichkeit hatte einen perfekten Messtechnischen DAC in meiner Kette zu hören. Aber ich werde mal Wyred4Sound den Link schicken und hoffe auf eine Rückinformation. Das sind sehr nette Menschen, die sehr schnelle Antwortzeiten haben.

Grüße

Thomas
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Beitragvon thomas2 » 31.01.2019, 14:38

StreamFidelity hat geschrieben:Hallo Thomas,

meinen Glückwunsch zu den schönen Legacy Audio Focus SE. Die sehen in Deinem Wohnzimmer sehr edel aus.

thomas2 hat geschrieben:Es entstand ein Bass, der mich vom Sofa haute und nicht erträglich war. Enttäuscht spielte ich andere Stücke, aber der Bass war einfach zu viel.


Sollte ich nach der langen Zeit Deiner Anmeldung wirklich der Erste sein, der nach Deiner Raumakustik fragt? :wink:

Bassmoden sind mit Basen und Holzfüßen nicht zu bekämpfen. Hier helfen Einmessen und Ermittlung der Moden, dann soweit möglich akustische Maßnahmen im Hörraum und ggf. die elektronische Raumkorrektur mit zum Beispiel Acourate. Hier im Forum gibt es zur Raumakustik sehr viel Know How, wie Du weißt. Die Hilfe der Forenten hat in meinem Setup sehr viel gebracht.

Grüße Gabriel



Hallo Gabriel,

vielen Dank.
Das wäre eine Möglichkeit. Ich habe da auch bereits einen Süddeutschen Händler, der sich je nach Tourenplanung melden und ein Gerät vorstellen möchte. Ich werde berichten.

Grüße

Thomas
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Beitragvon thomas2 » 31.01.2019, 14:56

Hallo Hans- Martin,

vielen Dank für den ausführlichen Bericht.
Mein Parkett ist nachdem die linke komplette Wand herausgebrochen wurde von mir selbst verlegt worden.
Erstens habe ich sehr laienhaft die unterschiedliche Höhe der zuvor bestehenden Räume ausgeglichen und zweitens habe ich die maximale Länge der Verlegung von 10 Meter in Längsrichtung ausgenutzt, weil es mir besser gefiel.

Die Zwischenlage ist zwar nicht günstig gewesen, wäre aber von Vorteil gewesen, da es bei thermischen Schwankungen beim gehen knackt.

Da wusste ich auch noch nicht, was sich in den folgenden Jahren hier abspielt. Meine damaligen
Infinitys RS 1b hat das nicht interessiert. Die spielten hier vom Bass her sehr gut.

Der Raum ist bis auf eine normale Einrichtung gänzlich unbehandelt. Wird er auch nicht, da es sich auch weiterhin um ein Wohnzimmer handeln soll. (Mann- Frau- Ehekrise- Du verstehst)
Es wäre ja auch sehr schade, wenn ich jetzt fertig wäre. :lol:

Viele Grüße

Thomas

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Beitragvon easy » 31.01.2019, 15:25

Hi Thomas,
haste schnell aufgeräumt.... :mrgreen:

Gruß
Reiner
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Beitragvon thomas2 » 31.01.2019, 15:29

Hallo Reiner,

liegt jetzt alles im Flur :lol:

Grüße

Thomas
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Beitragvon easy » 31.01.2019, 15:31

ok :D
und Finger weg von den Socken... 8)
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Beitragvon Hans-Martin » 31.01.2019, 17:39

Hallo Thomas,
deine Bilder offenbaren das Hauptproblem: sowohl hinter den Boxen als auch hinter dem Hörplatz ist eine feste Wand, Stereoachse geschätzte 4,xx m, also eine praktisch ungedämpfte Raumresonanz zwischen 37-43Hz mit +12dB und hoher Güte (geschätzt Q >10).
Viel schallhartes Holz auf dem Weg zum Hörer, ein zu kleiner Teppich, der dann von einen Reflektor (Glastisch) gekrönt wird. Wenn sich auf dem Tisch die MT oder HT spiegeln, ist das Desaster komplett.
Da die Eckcouch auch Hörplätze um 90° gedreht zulässt, wäre eine Alternative zur jetzigen Boxenaufstellung denkbar, nämlich auf der langen Achse des Raumes strahlend, die Fensterfront als natürliche Dämpfung einbeziehend. Das wird mit großer Wahrscheinlichkeit eine bessere Basswiedergabe der ansonsten für den kleinen Raum (gute 4 m -Achse) zu großen Boxen bringen.
Bleibt der fehlende Teppich, der bei Kalotten HT unverzichtbar wäre, aber bei Bändchen mit ihrer etwas stärkeren Bündelung immer noch Probleme bereiten dürfte.
Den Glastisch kann man ja durch aufgelegte Gegenstände wie Bücher oder zitierte Socken akustisch zum Diffuser oder Absorber machen :cheers:
Wenn du keine weiteren raumakustischen Maßnahmen planst (mehr Teppich wäre ein guter Kompromiss mit der besseren Hälfte), halte ich ein Raumkorrektursystem oder zumindest einen frei programmierbaren parametrischen Equalizer (im Gegensatz zu der Hardware, die innerhalb einer Oktave keine 2 EQs zulässt) für unverzichtbar.
Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon Mister Cool » 01.02.2019, 12:01

Hallo,

die vielen Diskusionen und Erklärungen zum Thema Funktionsweise der Spikes, Lautsprecher-Fußdämpfer oder Lautsprecher-Basen bringen mich immer wieder durcheinander und widersprechen meiner einfachen Logik. Um das zu erklären, habe ich eine Skize vorbereitet (ich bin ein "Weltmeister" in Powerpoint-Engineering :lol: )

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Nehmen wir mal den Fall A an -> die Spikes.
Sinnvoll nur wenn es um eine feste ANKOPPLUNG an den Untergrund/Boden geht. Das soll einerseits die Gehäuseschwingungen, die durch Chassis-Gehäuse Antriebs-Reactio verursacht werden, minimieren, und andererseits (wie es eben häufig von den Verteiber solcher Spikes behauptet wird) die Anregung des Bodens zum Mitschwingen verhinder. Und das zweite ist mir ein Rätsel. Und zwar egal ob es ein fester Unterboden ist (Beton unter einem Tepich) oder schwimmend verlegtes Parkett.
Auf dem Bild A habe ich die Chassis-Gehäuse Antriebs-Reactio mit einem Pfeil dargestellt. Bis auf wenige exotische Lösungen (wie z.B. Down-Fire Subwoofer), werden die dadurch ausgelöste Gehäuse-Schwingungen eher "horizontal" ausgerichtet. Somit werden auch die Schwingungskräfte, die von den Spikes an den Boden weitergegeben wrden, "horizontal" ausgerichtet. Aber damit der Boden mitschwingt und - wie behauptet dadurch die Basswiedergabe verschmiert - müsste es zu "vertikalen" Schwingungen angeregt werden. Nur diese "vertikale" Schwingungen werden von den Spikes nicht übertragen, denn wocher sollen sie kommen?
Nach diesem Prinzip dürfte es auch keine Rolle spielen, an welcher Kante/Ecke die Spikes stehen.

Nehmen wir mal den Fall B an -> die Dämpfer.
Auf dem Bild B habe ich die Gehäuse-Schwingungen dargestellt, die durch den inneren akustischen Druck, Chassis, oder was auch immer ausgelöst werden. Diese Gehäuseschwingungen werden sich vor allem in der Mitte der Flächen (an allen Seiten) ausbreiten. Die Ecken und Kanten bleiben konstruktionsbedingt "schwingungsfrei". Aber ausgerechnet dort werden die Dämpfer aufgestellt! Und zwar nur an einer Seite -> unten. Was sollen sie dann aufnehmen und dämpfen? Damit sie "dämpfend" wirken, müsste man sie genau in die Mitte des Lautsprecher-Unterbodens (und nicht in den Ecken) aufstellen, denn dort ist die Amplitude der Schwingungen am größten. Die Ecken schwingen nicht.
Und was nun?

Es wundert mich ein Bisschen, dass das Thema durch Hersteller von solchen Spikes/Dämpfer/Basen noch nicht auf eine einfache Weise geklärt und die Wirkung z.B. mittels Schwingungskoppler-Messungen oder wie auch immer "schwarz-auf-weiss" transparent und nachvollziehbar nachgewisen wird.
Das sollte bei der heutigen Technik kein Problem sein. Das einzige Problem könnte sein, dass es die Wirkung nicht gibt :-)

Andere Frage, die ich mir in dem Zusammenhang mit dem Schwingen des Bodens stelle, ist inwiefern wird der Boden durch einen physikalischen Kontakt mit Lautsprecher oder eher durch die Schalldruckwelle angeregt. Ich würde frech behaupten, dass die Übertragung auf dem akustischen Wege einen höheren Anteil hat und die ENTKOPPLUNG kaum eine Rolle spielt.

Grüsse,
Alwin
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