Matthias (ME Geithain RL 930, RL 906, Basis 14)

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Matthias (ME Geithain RL 930, RL 906, Basis 14)

Beitragvon Mainhattener » 21.01.2014, 18:38

Liebe Foristinnen und Foristen,

nachdem ich nun schon so lange bei Euch passiv mitlese und den einen oder anderen Aktiven wie u.a. Franz beim letzten Sommerfest von Claus Bücher auch schon persönlich kennen gelernt habe, hat mein schlechtes Gewissen nun über meine grundsätzlichen Vorbehalte bezüglich des Internets gesiegt und ich habe beschlossen mich hier auch aktiv zu beteiligen. Da es nun Eure Tradition verlangt, gibt es auch von mir eine kurze Vorstellung.

Mein Name ist Matthias, ich bin noch 42 Jahre alt, verheiratet und habe drei Kinder zwischen 11 Jahren und 15 Monaten. Wie es der Name bereits vermuten lässt, wohnen wir im schönen Frankfurt am Main.

Nachdem ich im Jahr 1986 zum ersten Mal eine STEREOPLAY in den Händen hielt, begann meine hifidele Zeit zunächst mit einem Onkyo CD-Player (da damals alle CD-Player gleich klangen, habe ich den mit der stabilsten Schublade und einer 20er Tastatur genommen) und einem Beyerdynamic 990.

Während der nächsten Jahre nutzte ich den Hobbyraum im Elternhaus mit Lautsprechern von ACR Isostatic200, gefolgt von einer T&A TMR160 und einer Infinity Kappa 8.1 an Yamahaverstärkern bzw. einer AVM Vorstufe und einer Harman Endstufe. Als CD-Player folge ein Denon, dazu ein Denon Tapedeck sowie ein Kenwood Tuner und ein Micro Seiki BL91 Plattenspieler. Kabel waren damals egal, Besuche auf der High End um die Ecke in Gravenbruch (gute alte Zeit) gerne wahrgenommene Pflichttermine.

Dort waren die unbezahlbaren Träume zu hören und zu bestaunen. Später, zu Beginn des HIFI Gigantismus mit AUDIOs teuersten Anlagen der Welt und anderem ...(hier bitte Wort einsetzen), war sie zwar immer noch für Platten und CD- Käufe interessant, doch daheim klang es inzwischen meist besser. Auf der Messe wurde oft von schlechten Räumen mit einer ungünstigen Akustik gesprochen. Was ist denn an einem Hotelzimmer großartig anders als bei einem durchschnittlichen Wohnzimmer, das habe mich schon damals gefragt und mich dann über die Hand von Herstellern gefreut, die einen Wohnraum doch hinbekommen hatten. Hier erinnere ich mich noch heute im Positiven an eine Backes & Müller BM 30, die in einem winzigen Zimmer ganz hervorragend spielte und an eine kleine Marantz Anlage mit kleinen Boxen, die die 20x so teure Highendkette gegenüber in Grund und Boden spielte. Zu meinem Frust hörte ich damals auch, dass eine Platte einer CD klanglich überlegen war, zumindest empfanden es meine damaligen HiFi unbewanderten Freundin und ich so. (ich schwenke ab)

In der ersten eigenen Wohnung wurde auch die Anlage modernisiert. So kamen Lautsprecher und Kabel von Acoustic Balance (SKA) an einem Jadis Orchestra, nach dem Umzug in die eigenen vier Wände kam dann vom gleichen Hersteller ein Prototyp mit 30cm Breitbänder auf einer offenen Schallwand, einem Visaton Hochtonhorn und zur Bassunterstützung ein gemauerter Subwoofer mit 2 x 18 Zoll Eminence Treibern. Damit ließen sich mühelos Livepegel erreichen und auch klanglich war ich angekommen. Wen interessierte Leistung bei einem Wirkungsgrad von 100db. Ich war glücklich.

Dann begann die Clockwork Zeit und das kam so:

Mein guter treuer Denon CD-Player sollte nun einem großen High End Trumm weichen, also hörte ich mich durch alles was in dem Bereich Rang und Namen hatte von Audionet über Lindemann, Einstein, Linn, Naim, Jadis und wäre bereit gewesen, mir einen Jadis CD-Player zu gönnen, hätte ich nicht eine Anzeige von der Tuningfirma Clockwork in Köln gelesen. Nur um mich kurz abzusichern fuhr ich nach Domstadt um mir einen getunten Sony SACD-Player anzuhören. Was ich dort allerdings zu hören bekam, ließ mein komplettes Hifi Verständnis wie eine Seifenblase platzen.

Nicht nur dass dieser miese kleine Sony alles andere in Grund und Boden spielte, die Natürlichkeit dieser Anlage aus einem Cyrus Verstärker, eben diesem Sony SACD und ein Paar Celestion Lautsprechern begeisterte mich einfach. So folgte dann bald auch ein Cyrus 5 und der Orchestra wurde verkauft. Durch Vorführungen von Denon und des Labels Pentatone stehe ich auch der Mehrkanalwelt sehr offen gegenüber und so kamen ein Clockwork Receiver und Multikanal SACD Player. Mehrkanalige Musik bringt mich näher an das Original, als es Stereo kann. Nach und nach habe ich komplett auf Clockwork umgesattelt (großer Sony SCD555; Krell KAV Vorverstärker und Receiver, 5 Heco Lautsprecher, neu ein OPPO 103 für das Mehrkanalige und ein Linn Axis Plattenspieler, der aber nur seltenst genutzt wird, außerdem alle möglichen elektrischen Verbindungen).

Zwischendurch habe ich immer mal wieder diverse HiFi Geschäfte aufgesucht und mir die innovativen Highlights angehört. Meistens bin ich sehr zufrieden wieder nach Hause gefahren.

Was mich allerdings begeistert hat war die Vorführung einer Backes &Müller BM 35 die damals im Vergleich mit einer großen Burmester Kette lief und im Gegensatz zu letzterer einfach schön Musik gemacht hat. Damit hatte ich als Beschäftigungsfeld das Thema aktive Lautsprecher auf dem Schirm, fand zufällig dieses Forum und hörte mich „aktiv“ durch die Republik.

In Kornwestheim konnte ich die Prime Serie BM 6, BM 8 und BM 14 hören. In Saarbrücken habe ich mir die KS Digital Reihe durchgehört und eine kurze Werksbesichtigung bekommen. Bei Herrn Gottlob habe ich zum ersten Mal eine Silbersand 401 gehört. In Essen habe ich eine Grimm Audio, eine Silbersand E5 und eine ATC 100 angehört. In Bonn konnte ich alte Backes & Müller hören sowie die Silbersand 501 und eine große AGM. Restlos begeistern konnte mich bei den jeweiligen Händlern keiner dieser Lautsprecher.

Schließlich war ich auch immer wieder mal bei Claus in Taunusstein und habe dort diverse Geithains u.a. die ME 800 und ME 802 aber auch die RL 901 gehört und einmal auch einen Vergleich der RL 930 mit einem Manger MSMc1.

Nach meinem Besuch bei Claus Bücher erweiterte ich meine Anlage um eine La Rosita Beta, denn die La Rosita ist von der Bedienung her bequem. Leider funktioniert das Radio nicht gescheit so dass ich hier noch einen Sonos Connect nutze.

Doch noch aktiv geworden:

Aus Spaß an der Freude habe ich mir 2013 zum Ausprobieren ein Paar Geithain RL 906 geleistet. Kurze Zeit später fand ich als Unterstützung im Bass zunächst einen B&M U-Sub2 und dann einen Basis 14. In diesen Kombis ließen sich selbst Widors Orgelsinfonien ohne Kompressionen anhören. Ich war fast angekommen aber als Claus seine RL 930 günstig abzugeben hatte, wurde ich hellhörig. Mir gefiel die 930 schon immer sehr, bis auf den Bass hätte ich sie einer RL 901 vorgezogen. Nun hatte ich bereits den Basis 14 und damit den Bass der 901. Seit einiger Zeit bin ich Besitzer von 3x RL 930, die auch im Mehrkanalbetrieb zusammen mit dem Basis 14 eine Menge Spaß machen.

Uff, das war's ...
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Beitragvon Schorsch » 21.01.2014, 22:19

Hallo Matthias,

herzlich willkommen und viel Spass im Forum!
Ein gute Wahl hast Du getroffen mit Deiner aktuellen Anlage. :cheers:
In Kombination mit dem Basis 14 spielt die 930 sehr erwachsen!

Die 906 hast Du hoffentlich behalten?

Viele Grüße von Frankfurter zu Frankfurter

Georg
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Beitragvon Rudolf » 21.01.2014, 22:24

Hallo Matthias,

nun bist du endlich angekommen - herzlichen willkommen! Du hast von den hier im Forum besprochenen Lautsprechern offensichtlich weitaus mehr gehört als die meisten (jeder?) von uns. Respekt.

Mit deinen Geithains bist du hier in bester Gesellschaft und wirst sicherlich noch viele "Likes" erhalten.

Mainhattener hat geschrieben:Uff, das war's ...

Das hoffe ich doch nicht. Es fehlen noch die Bilder. :D

Viel Spaß im Forum
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Beitragvon GUSMaster » 24.01.2014, 13:20

Hallo Matthias
Willkommen im Forum.

Du hast, wie fast jeder hier, auch eine Odyssee durch die HiFi Landschaft gemacht.
Wie Du fand ich die High End in FFM im Hotel einfach klasse.
B&M und Infinity waren damals schon die Favoriten, die auch im Hotelzimmer vernünftig aufspielten.

Hast Dir ja viel aktive LS angehört > Chapeau

Viel Spaß und regen Austausch wünsche

Gruß
Gunter
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Beitragvon Raal » 24.01.2014, 13:40

Hallo Matthias,

herzlich Willkommen hier im Forum. Es freut mich dass immer mehr und mehr Geithain Besitzer den Weg hier ins Forum finden. :cheers:

Viele Grüße
Andreas
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Beitragvon Mainhattener » 26.01.2014, 23:15

Hallo,

vielen Dank für Eure freundliche Begrüßung. :D

Schorsch hat geschrieben:Ein gute Wahl hast Du getroffen mit Deiner aktuellen Anlage. :cheers:
In Kombination mit dem Basis 14 spielt die 930 sehr erwachsen!
Die 906 hast Du hoffentlich behalten?

Nachdem ich die Reportage über Chris Feickert und seine Plattenspieler gesehen habe, frage ich mich,
ob ein Basis 14 ausreicht, entgegen seiner Vorstellung mit der RL901 hier im Forum spielen bei ihm aktuell wohl ein Paar Me 801 mit 4 Basis 14... :mrgreen:

Klar habe ich die 906 noch, ich habe grade ein paar Ständer für die Kleinen gekauft, sie werden bald zusammen mit einem Sonos Connect mein Esszimmer mit Musik versorgen. Vielleicht sollte ich bezüglich des Sonos mal mit Gert in Kontakt treten, falls er nach seinen beeindruckenden Baumaßnahmen irgendwann wieder Zeit und Muße findet.

GUSMaster hat geschrieben:Wie Du fand ich die High End in FFM im Hotel einfach klasse.
B&M und Infinity waren damals schon die Favoriten, die auch im Hotelzimmer vernünftig aufspielten.

Bei meinem Erlebnis mit dem Vergleich zwischen Platte und CD spielte damals ein Pärchen Deiner Beta und ich erinnere mich an die CD "Ein Straußfest" von TELARC. Hier haben uns die 8 12Zöller fast aus dem Zimmer gedrückt.

Gruß
Matthias
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Beitragvon Mainhattener » 06.04.2014, 13:28

Hallo ins Forum,

Mittlerweile hat ein zweites Paar Geithain RL906 bei mir Einzug gehalten und komplettiert nun meine 3 Geithain RL930 zu einem 5 kanaligen Set. Heute kam ich endlich dazu die beiden 906 gegen die bisherigen Passivlautsprecher auszutauschen. Zusätzlich habe ich mir noch einen alten 5 Kanal Vorverstärker geholt, weil ich mit der Lautstärkeregelung am Oppo nicht zufrieden bin. Bei kleiner Lautstärke ist mir das Rauschen im Signal zu stark und ich glaube auch, dass sich der Klag verschlechtert.

Nun funktioniert alles zur vollen Zufriedenheit und ich genieße gerade eine SACD (Dvoraks 9. in einer Aufnahme mit Ivan Fischer und dem Budapest Festival Orchestra). Die Abstimmung der Geithains ist gigantisch. Es spielt alles wie aus einem Guss. Jetzt geh ich mal weiterhören.

Einen sonnigen Nachmittag

Matthias
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