Jörg (Genelec 8260, 8250, SVS SB12-NSD)

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Jörg (Genelec 8260, 8250, SVS SB12-NSD)

Beitragvon Joerghag » 05.01.2014, 21:50

Hallo Forenten,

ich lese hier schon eine ganze Weile passiv mit und freue mich über den guten Umgangston und die qualifizierten Beiträge. Jetzt, da ich mit fast 45 aktiv geworden bin, wurde es Zeit sich hier auch anzumelden.

Meine Hifi-Geschichte begann mit ca. 10 Jahren, als mein Vater mir seinen alten Telefunken-Stereo-Receiver mit seinem alten Dual Mono-Schallplattenspieler und der Uher Mono-Tonbandmaschine überliess. Etwas später bekam ich zum Geburtstag mein erstes Tapedeck, in Stereo, von Sharp. Irgendwann überliess mir mein Vater dann seinen "neuen" Technics-Receiver mit Heco Lautsprechern, der dann mit einem Technics Tangentialplattenspieler, zu der Zeit gerade in Mode und den ersten, mangels finanzieller Mittel, selbstgebauten Lautsprecherboxen. Ein Mivoc Sat-Sub Bausatz. Noch später kam dann ein Technics CD-Player dazu und so blieb es längere Zeit.

In meiner ersten Wohnung wurde dann alles anders, Dolby Surround revolutionierte das Fernsehen. Damals noch rein analog mit, wen wundert es, einem Technics Receiver und neu angeschafften IQ Lautsprechern sowie einem Yamaha Subwoofer.

Die Tage gingen ins Land, die Technik überholte sich immer schneller und so wurde kräftig weiter ins Heimkino investiert. Diverse Rotel AV Vor- und Endstufen, verschiedene Canton Lautsprecher unter anderem Ergo SCL und Karat L800 sowie verschiedene Projektoren wechselten sich im Zweijahresrythmus ab, bis letztendlich ein für mich fast perfektes Heimkino mit Canton Karat Reference2 und L800 als Surround da stand.

Etwas müde vom ständigen Technikwahnsinn besann ich mich darauf, Musik hatte ich fast nur noch mit DTS Neo6 "aufgeblasen" gehört, dass auch Stereo von der Schallplatte richtig Spass machen kann. Statt weiter ins Heimkino zu investieren, kaufte ich mir einen Plattenspieler, nichts besonderes nur einen Project RPM5 und begann wieder mehr intensiv Musik zu hören. Der Denon AVR 4308 in Verbindung mit der Rotel RB1070 und den Canton Reference 2 war schon gar nicht mal so schlecht. Es kam noch ein gebrauchter Mission Cyrus Toploader als CD-Player und ein Lyngdorf DPA1 dazu. Ich war glücklich.

Es kam aber, wie es kommen musste. Nachdem ich mir ein RipNas sowie einen Sonos Connect angeschafft und alle meine CDs als Flac gerippt hatte, merkte ich, dass ich nur noch zwischen den Stücken hin und her zappte. Kennt ihr das? Irgendwie konnte mich die Musik nicht mehr mitreißen. Da meine Cantons in Buche, schon länger nicht mehr meinen Geschmack trafen, ging ich auf die Suche nach "etwas" anderem... Was auch immer...

Auf meiner Suche hörte ich zig verschiedene gut beleumundete Lautsprecher u.a. Dalai Epicon 6 + 8, Elac, Focal bis hin zur KEF Blade, aber keiner der Lautsprecher, egal ob normal oder Koax konnte mich so wirklich mitreißen... bis auf einen. Die ProgressiveAudio Pearl klang besser als alle anderen und das mit Abstand. Sauberer definierter im Bass und schön weiträumig offen. Da ich aber für einen passiven Lautsprecher nich soviel ausgeben wollte, 14.000,- EUR nach allen Abzügen, schaute ich mich weiter um. Manchmal hilft der Zufall auch ein bisschen nach. Es wurde ein Paar Vorführer der KS-Digital 2040 zu einem sehr guten Preis direkt vom Hersteller mit 2 Wochen Rückgabemöglichkeit angeboten. Also nicht lange überlegt und aufgrund der doch sehr guten Presse blind zugeschlagen.

Leider waren diese es dann doch nicht, im Mittel-Hochton Bereich zwar meiner Ref.2 deutlich überlegen, aber der Bass zwar mächtig, aber leider auch nicht besser als der der Canton und viel schlechter als der der Pearl. Dass die KSD zudem auch noch relativ laut rauschten und ohne weitere Geräte angeschlossen ein leichter Netzbrumm zu hören war, machte es leichter, sie zurück zu geben.

Und wieder hatte ich etws gelernt, aber immer noch keine Lösung meines Problems...
Irgendwie stieß ich dann im Netz auf die Marke Genelec und auf Tests der 8260. Zu meiner Freude konnte ich sie ganz in meiner Nähe, in den Fairlandstudios, probehören.

Der Inhaber der Fairlandstudios in Bochum hat früher mal Musik produziert und dann irgendwann auf die Konzeption und den Aufbau von professionellen highend Heimkinos umgesattelt. In diesen verwendet er, wo es geht, auch heute noch bevorzugt Studiotechnik.

Nach der Festlegung eines Termins fuhr ich mit meinen Lieblingsstücken bewaffnet nach Bochum. Nach einer netten Begrüßung durch den Inhaber und einem Espresso ging es dann ins Hörstudio... Das war es, die 8260 zog mich sofort in ihren Bann. Alles was mir bei den zuvor gehörten Lautsprechern gefehlt hatte war plötzlich da. Ein trockener, knallharter Bass, sehr gute Durchhörbarkeit und die absolute Ablösung von den Lautsprechern. Der Funke war definitiv übergesprungen. Nach einem Probehören bei mir zu Hause, inklusive Einmessung, war die Entscheidung gefallen. Leider musste ich noch ca. 5 Wochen auf meine 8260 warten, was aber nicht schlimm war, da mir Fairland die Vorführlautsprecher als Übergangslösung zur Verfügung stellte.

Mittlerweile sind meine Genelec 8260 da, mit zusätzlich einer 8250 als Center, da ich fürs Filme sehen, zumindest vorne, ein ähnliches Klangbild haben wollte. Idealerweise kommt später noch eine dritte 8260 dazu und die 8250 wandert mit einer zweiten nach hinten. Zur Zeit müssen hinten noch passive reichen.

So, jetzt reicht es aber auch erstmal. Ich hoffe, ich habe euch nicht gelangweilt.

Gruss Jörg
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Beitragvon lessingapo » 09.01.2014, 07:54

Hallo Jörg,

erstmal herzlich willkommen! Genelec ist sicher eine gute Wahl, zum Thema Surround dürftest Du hier wohl einige Austauschpartner finden...

Viel Spass
Wolfgang
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Vergleich Lyngdorf DPA-1, Trinnov Amethyst und Genelec GLM

Beitragvon Joerghag » 21.02.2014, 14:26

Habe etwas Zeit gehabt mal ein paar Sachen auszuprobieren ...

Hatte zwischenzeitlich einen Trinnov Amethyst zum testen zu Hause. Es hatte mir einfach keine Ruhe gelassen, nach den sehr positiven Aussagen zum Gerät. Also hier ein, natürlich rein subjektiver, Vergleich zwischen Lyngdorf DPA1,Trinnov Amethyst und Genelec 8260 mit GLM (Genelec Loudspeaker Manager).

Der Vergleich Lyngdorf und GLM geht leicht zugunsten des GLM aus. Die automatischen Frequenzgangkorrekturen sehen nach der Kontrollmessung nahezu identisch aus, wobei der Lyngdorf etwas stärker glättet. Nach der Korrektur ist das Impulsverhalten mit dem GLM aber etwas besser. Harte Antritte mit der Bass Drum kommen definitiv knackiger. Auch kann man mit dem GLM nach der Einmessung noch schön manuell in den Frequenzgang eingreifen, was mit dem Lyngdorf nur begrenzt über die voreingestellten Voicings geht. Tonal reden wir hier aber nicht über riesige Unterschiede.

Der Vergleich mit dem Trinnov ist schon schwieriger, nein eigentlich nicht ... oder doch ... Durch die begeisterten Berichte zum Trinnov wollte ich mir diesen, wenn er denn so gut wäre, als Vorverstärker und Raumprozessor gönnen. Letzte Woche hatte ich dann ein Vorführgerät von Christoph Zingel bei mir zu Hause. Im Übrigen ein toller Laden.

Vorab, ich habe ihn nicht gekauft, aber dazu später. Das Einmessen funktioniert mit der neuen Software problemlos, wenn man das Mikrofon penibel ausgerichtet hat. Der Messvorgang geht schnell und menügeführt und zeigt exakt die Position der Lautsprecher im Raum. Eine leichte Schiefstellung meiner Genelec-Eier auf dem Pod wurde auch gleich erkannt.

Klanglich war das Ergebnis schon anders als das des GLM, aber für mich nicht wirklich besser. Die Bühne wirkte mit dem Trinnov etwas breiter und der Interpret trat zwei Schritte zurück. Gleichzeitig wurde das Klangbild etwas "weicher" aber nicht weniger detailreich. Dies kann bestimmt gefallen, mir gefälllt das plastischere etwas anspringendere Klangbild über die Einmessung mit dem GLM aber besser. Von 10 "blinden" Versuchen gefiele mir 6 mal die Einmessung per GLM besser, wobei der Unterschied auch hier nicht so groß war.

Wer also schon eine Genelec mit GLM hat, braucht keinen Lyngdorf oder Trinnov mehr. Kaufen würde ich mir persönlich immer, wenn es denn eine Genelec sein soll, die Version mit GLM. Andere Lautsprecher/Räume profitieren immens vom Trinnov mit seinen schier unendlichen Einstellmöglichkeiten aber auch von dem deutlich günstigeren Lyngdorf, den ich erstmal weiter als Vorverstärker/DAC nutzen werde.

Gruß Jörg
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Beitragvon Johnny Ca$h » 06.05.2014, 13:12

Hallo Jörg,

die Genelec habe ich auch mal vor mir anzuhören, bist du nach wie vor zufrieden?
Mit welchen LS hast du denn vorher gehört?

VG Christian
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Beitragvon Joerghag » 30.06.2014, 09:08

Hallo Christian,

Entschuldigung für die lange Antwortzeit, ich war länger nicht im Forum. Bin immer noch 100% zufrieden mit den Genelec. Für mich ist die Suche damit endgültig vorbei. :wink:

Hatte zuletzt die Canton Karat Reference2.

Gruß Jörg
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Beitragvon Joerghag » 11.04.2015, 16:06

Nachdem ich in der letzten Zeit auf der Suche nach einem Streamer war, der als Hochbit-Alternative zu meinem Sonos-Player Einzug im mein Musikzimmer finden sollte, ist es nun endlich soweit:

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Spielt wirklich gut, wobei ich bisher lediglich Flacs in CD-Qualität abgespielt habe. :cheers:

Gruss Jörg
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Beitragvon MichaNRW » 11.04.2015, 18:06

Hallo Jörg,

mein Glückwunsch!

Aber bitte was genau für ein Gerät ist es?
Ein Cyrus Stream XP?

Der Jitter beim Cyrus Stream XP über Netzwerk hat ein ­auffallenden Wert bei 3000ps, ähnlich wie mein Bluensoune Node. Hier könnte ein MC3+ dem XP gute Dienste leisten und so einem Linn Majik DS das Wasser reichen ;)

Wie gehst Du in die Genelec, Digital oder Analog?

Grüße
Michael
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Beitragvon Joerghag » 11.04.2015, 18:30

Hallo Michael,

nein, der Cyrus ist mein CD-Player. Das Gerät daneben ist es. Es handelt sich hierbei um einen Streamer ohne eigenen DAC. Dieser geht dann digital in meinen alten Lyngdorf DPA1, der nur noch als digitaler Vor-Verstärker dient, von dort in die Mutec MC3+ und dann per AES/EBU in die Genelec.

Die Mutec zwischen Lyngdorf und Quelle macht keinen Unterschied, zwischen Lyngdorf und Genelec dafür schon.

Gruß Jörg
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Beitragvon MichaNRW » 11.04.2015, 18:36

Hallo Jörg,

oh, also ich muss mal die Monitor Helligkeit hoch drehen - danke für die Info!
Aber zum dem Hersteller "Das Gerät" finde ich leider kein weiteren Infos :cheers:

Gruß
Michael
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Beitragvon Joerghag » 11.04.2015, 23:36

Ist von der Firma Digital Interfaces Yoshida.

Das Logo gibt einen Hinweis darauf, wenn man es kennt :roll: 8) :wink:

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Gruß Jörg
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Beitragvon kampanolo » 12.04.2015, 10:17

HiHi, noch'n Radfahrer!

lg Karsten
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Beitragvon Radiohörer » 12.04.2015, 14:42

Als Rennrad- und Crossfahrer mit zahlreichen Syntace Produkten auf diversen Rädern kam mir das auch bekannt vor...
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Beitragvon Joerghag » 25.07.2015, 13:03

... und immer wieder schlägt der analoge Virus zu...

VPI Classic mit Koetsu Black an Abbingdon Music Research "ifi iPhono"

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dafür muß der alte Pro-Ject RPM 5 gehen :( :D

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... hier zu finden

http://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/plattenspieler-pro-ject-rpm-5-getunt-mit-haube-und-schieferbasis/343868146-172-2010

Gruss Jörg
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Beitragvon Melomane » 25.07.2015, 13:40

Hallo Jörg,

der Versucher in mir äußert den Verdacht, dass das Koetsu einen besseren Phonopre vertragen könnte als den iFi. Der ist zwar nett und dank Konfigurierbarkeit ein schönes Teil für den schnellen Test zwischendurch, aber verglichen mit "großen" Preamps doch limitiert.

Gruß

Jochen
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Beitragvon Joerghag » 25.07.2015, 17:17

Hallo Jochen,

da magst du Recht haben. Aber zumindest gegen den Music Fidelity M1ViNL und den Trigon Advance hat er in meinen Ohren in keinster Weise zurückgesteckt, eher im Gegenteil. Gegen Naim, Musik Research etc. hat er vermutlich keine Chance, wobei mir die teuren Vorstufen bisher meist zu "warm/soft" waren. Es muß natürlich noch Verbesserungspotential für später bleiben. Zur Zeit bin ich aber erstmal super zufrieden.

Hast du eine bevorzugte Vorstufe?

Gruss Jörg
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