Jürgen (Tidal Contriva G2)

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Bajano
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Beitrag von Bajano »

h0e hat geschrieben:
27.04.2020, 19:46
... Dann ist der Controlpoint eigentlich raus.
Aber eben nur eigentlich, offensichtlich stört der Controlpoint solange er offen oder auch im Hintergrund auf dem Tabelt läuft so sehr, dass seine Klangsignatur reproduzierbar hörbar wird.
Schließlich fragt der Controllpoint ständig beim Renderer ab, welches Stück gespielt wird, wie die Spielzeit ist, welches Cover,...

Also lautet der Beschluss, dass der Controllpoint fürs audiophile Hören geschlossen werden muss.

Grüsse Jürgen
Hallo Jürgen,

interessante Beobachtung, die Du schilderst.

Ich habe gerade ein paar Tests mit iPad und der Roon-App im Zusammenspiel mit dem G-DAC gemacht. Auch die Roon-App auf dem iPad greift ständig auf die gestreamten Daten zu. Allerdings höre ich überhaupt keinen Unterschied, ob die App auf dem iPad geöffnet oder geschlossen ist. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass die App auf den Roon-Core zugreift und dieser die Daten für den Renderer bereitstellt.

Spannendes Thema!

Viele Grüße,
Oliver
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h0e
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Beitrag von h0e »

Hallo Oliver,

kurz vor Corona hatten wir hier einen kleinen Workshop mit PS Audio Bridge und Roon im Vergleich zum G-Hub.
Klanglich konnte Roon gegen andere Controlpoints nicht punkten, im Gegenteil.
Roon funktioniert allerdings völlig anders als Playlisten des OpenHome Standards.
Natürlich bringt es auch unglaublich viele Funktionen mit.

Grüsse Jürgen
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Bernd Peter
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Beitrag von Bernd Peter »

Hallo Jürgen,
Ich denke, es hat eher damit zu tun, dass der Renderer Prozessorleistung für "sinnfreie" Anfragen des Controlpoints zur Verfügung stellt.
ich steuere mein CD Laufwerk mit JRiver, ist das in deinem Sinne kein Controlpoint?

Gruß

Bernd Peter
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h0e
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Beitrag von h0e »

Hallo Bernd Peter,

Control Point, Render etc. sind die festgelegten Begriffe des DLNA / OpenHome Standards.
Da in Deinem Falle J-River vermutlich nicht als DLNA Render fungiert und auf der anderen Seite ohnehin
alle Funktionen in sich vereint würde ich die Frage mit nein beantworten.
Jriver muss doch über Status des Abspielens nichts abfragen, da es selbst Renderer ist.
Nur wenn man eine externe Steuerung hätte, also einem Controlpoint, dann könnte sich vermutlich auch dort eine Verschlechterung des Klanges ergeben, eben durch die Rückwirkungen durch Rückfragen an Jriver.
Es war schon in früheren Zeiten so, dass abgespeckte Bedienung möglichst nur über Konsole bei PCs den graphischen Tools klanglich überlegen waren. Vermutlich aus ähnlichem Grund wie bei den DLNA/OpenHome Systemen.

Grüsse Jürgen
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Fortepianus
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Beitrag von Fortepianus »

Hallo Jürgen,
h0e hat geschrieben:
27.04.2020, 19:46
Ich hatte einige nette Mitforisten, die teils ungläubig mitgetestet haben.
Gert an ersten Front mit guten Hinweisen und der von ihm bekannten Akribie.
Als ich den Hinweisen auf unterschiedlichen Klang nachgegangen bin war mein erster Gedanke,
dass das insbesondere beim Linn (so wie bei allen anderen OpenHome Geräten) eigentlich nicht sein kann.
Darauf hat mich Gert auch erst einmal hingewisesen, ich blieb aber beharrlich und er hat trotzdem getestet.
interessant war, dass ich den Test zunächst anders aufgesetzt hatte als Du. Ich habe mit verschiedenen Controlpoints (Lumin, Kinsky, Kazoo und neuer Linn-App) viermal das gleiche Stück in den Linn geladen, dann die Controlpoints alle geschlossen und, wie ich das eigentlich meistens mache, die Musik mit meiner Logitech Harmony gestartet, den Linn also per Fernbedienung gesteuert. Das klang viermal sowas von gleich, dass ich dachte, was hat er denn. Und warum soll das denn überhaupt unterschiedlich klingen können, dem Linn wird doch nur durchgegeben vom Controlpoint, wo das Zeug liegt, und von dort holt er sich das selbst.
h0e hat geschrieben:
27.04.2020, 19:46
Der Render holt die Musik anhand der von der Controlpoint übermittlen Infos (in der Playliste) vom Server.
Dann ist der Controlpoint eigentlich raus.
Aber eben nur eigentlich, offensichtlich stört der Controlpoint solange er offen oder auch im Hintergrund auf dem Tabelt läuft so sehr,
dass seine Klangsignatur reproduzierbar hörbar wird.
Schließlich fragt der Controllpoint ständig beim Renderer ab, welches Stück gespielt wird, wie die Spielzeit ist, welches Cover,...
Deshalb fand ich erwartungsgemäß raus, dass es völlig egal ist, wer dem Linn gesagt hat, wo was liegt. Ich habe dann folgenden Test gemacht: Ein Teststück (in dem Fall "Sara" von Barb Jungr in 192/24) mit irgendeinem Controlpoint reingeladen, in dem Fall mit Kazoo, was ich meistens verwende. Dann Kazoo wieder geschlossen und die Musik mit der FB gestartet. Dann iPad eingeschaltet. Kein Unterschied. Dann Lumin geöffnet, das brav sogleich angezeigt hat, was gerade läuft. Einhergehend mit einer leichten Abdunkelung des Klangs. iPad aus -> kein Unterschied, wenn Lumin nicht geschlossen wurde vorher. iPad wieder an, Lumin schließen (per Wegwischen) -> klang wieder klar und hell wie zu Beginn. Und das dann mit den drei anderen Controlpoints genauso.
h0e hat geschrieben:
27.04.2020, 19:46
So kamen alle unabhängig zum gleichen Ergebnis:
Lumin App -> etwas dumpf und mulmig im Bass,
Linn Kazzoo oder Kinsky etwas weniger mulmig,
Mconnect noch etwas besser,
die neue Linn IOS App deutlicher frischer und präziser.
Interessante Sache, die Du ja genau nachvollzogen hast und zum gleichen Ergebnis gekommen bist:
h0e hat geschrieben:
27.04.2020, 19:46
Ich konnte das so beim mir verifizieren. Ist das Tablet und oder die Apps aus, dann gibt es keine Unterschiede.
Sobald das Tablet aber noch verbunden und die Apps nicht geschlossen sind, stellen sich aber Unterschiede dar.
Wirklich absurd, aber hörbar.

Immerhin haben wir eine Theorie, die mit dem Gehörten in Einklang zu bringen ist.
Also lautet der Beschluss, dass der Controllpoint fürs audiophile Hören geschlossen werden muss.
:cheers:

Viele Grüße
Gert
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Bernd Peter
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Beitrag von Bernd Peter »

Hallo Jürgen,

wenn der Controlpoint allerdings nur die graphische Oberfläche darstellt und alles zwischen Renderer und NAS direkt abläuft?

Dann wäre es wohl das Wlan, das wegfällt.

Gruß

Bernd Peter
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Fortepianus
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Beitrag von Fortepianus »

Hallo Bernd,
Bernd Peter hat geschrieben:
28.04.2020, 19:29
wenn der Controlpoint allerdings nur die graphische Oberfläche darstellt und alles zwischen Renderer und NAS direkt abläuft?

Dann wäre es wohl das Wlan, das wegfällt.
vielleicht verstehen wir uns irgendwie falsch.
Fortepianus hat geschrieben:
28.04.2020, 11:25
Deshalb fand ich erwartungsgemäß raus, dass es völlig egal ist, wer dem Linn gesagt hat, wo was liegt. Ich habe dann folgenden Test gemacht: Ein Teststück (in dem Fall "Sara" von Barb Jungr in 192/24) mit irgendeinem Controlpoint reingeladen, in dem Fall mit Kazoo, was ich meistens verwende. Dann Kazoo wieder geschlossen und die Musik mit der FB gestartet. Dann iPad eingeschaltet. Kein Unterschied. Dann Lumin geöffnet, das brav sogleich angezeigt hat, was gerade läuft. Einhergehend mit einer leichten Abdunkelung des Klangs. iPad aus -> kein Unterschied, wenn Lumin nicht geschlossen wurde vorher. iPad wieder an, Lumin schließen (per Wegwischen) -> klang wieder klar und hell wie zu Beginn. Und das dann mit den drei anderen Controlpoints genauso.
iPad an oder aus ist egal. WLAN-Verkehr auch. Aber für Dich habe ich eben noch den Härtetest gemacht beim Musikhören: Ich habe die Musik reingeladen mit Kazoo, dann Kazoo geschlossen, Klang super. Dann habe ich mit dem iPad einen DSL-Speedtest gestartet. Ergebnis: 251Mbit/s runter und 38Mbit rauf. Keinerlei Klangveränderung während des Tests. iPad ganz ausgemacht, also lang auf den Ausknopf drücken und explizit ausschalten. Auch kein Unterschied. Nein, die Klangunterschiede kommen nicht vom WLAN-Verkehr. Wie sollte ich auch den WLAN-Verkehr all meiner Nachbarn unterdrücken. Der Klangunterschied kommt offensichtlich davon, dass der Controlpoint den Renderer (=Abspieler) und/oder die NAS mit allerlei Abfragen über Gott und die Welt beschäftigt. Und der eine Controlpoint (z. B. Lumin) ist da halt neugieriger als der andere.

Viele Grüße
Gert
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h0e
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Beitrag von h0e »

Hallo,

mir wurde berichtet, dass man den Traffic der unterschiedlichen Controllpoints im (W)Lan tatsächlich sehen kann,
wenn man dediziert den Traffic des Controlpointdevices ansieht.
Negativ ist also recht offensichtlich, dass der Controlpoint ständig Daten abfragt.

Grüsse Jürgen
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Fujak
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Beitrag von Fujak »

Hallo Controlpoint-Lauscher,

hat jemand von Euch die Möglichkeit, im Vergleich zu den bisherigen Controlpoints auch den BubbleUPnP auf einem Android-Device zu testen. Im Unterschied zu vielen anderen Control-Apps bietet BubbleUPnP diverse Konfigurationsmöglichkeiten, die sich auf sein Abfrageverhalten, und damit auf den Klang im Renderer, auswirken können.

Grüße
Fujak

P.S. @ Jürgen: Vielleicht ist es sinnvoll, dieses Controlpoint-Thema in einen eigenen Thread zu stellen und damit Deinen V-Thread konsistent zu halten (mit Hinweis-Link). Was hälst Du davon?
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h0e
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Beitrag von h0e »

Hallo Fujak,

für mich kein Problem, dass hier im V-Thread über die Controlpoints diskutiert wird.
Mal sehen, ob Bubble DS auch Konfigurationsmöglichkeiten bietet,
das könnte ich am Telefon mal testen.
Bubble Upnp ist keine Lösung für Linnies, denn per Upnp klingt es einfach furchtbar. :|

Grüsse Jürgen
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Bernd Peter
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Beitrag von Bernd Peter »

Hallo Gert,

du schreibst:
Der Klangunterschied kommt offensichtlich davon, dass der Controlpoint den Renderer (=Abspieler) und/oder die NAS mit allerlei Abfragen über Gott und die Welt beschäftigt. Und der eine Controlpoint (z. B. Lumin) ist da halt neugieriger als der andere.
Im Netz kann man lesen:
Die Audiodateien werden vom Media Server nicht durch den Control Point zum Renderer gesendet, sondern auf direktem Weg ohne Einbindung des Control Points.

Der Control Point sucht nach verfügbaren Media Servern und Renderen im Audio-Netzwerk und verbindet diese miteinander. Der Control Point zeigt dem Benutzer an, welche Musik sich auf dem Media Server befindet und hilft den Server gezielt nach bestimmten Kriterien (Titel, Album, Künstler) zu durchsuchen.

Der Control Point sammelt vom Media Server und vom Renderer Informationen zu den verfügbaren Abspielformaten und gleicht diese miteinander ab.
Das widerspricht damit nicht deiner Vermutung, verwundert aber schon, daß der Control Point nach Herstellung der Direktverbindung von NAS - Renderer noch derart stark die Audiowiedergabe - den Rendering Control Service - beeinflussen kann.

Gruß

Bernd Peter
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h0e
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Beitrag von h0e »

Hallo Bernd Peter,

man wundert sich, es scheint aber ganz offensichtlich so zu sein.
Wie ich schon schrieb, willkommen im Absurdistan. :cheers:

Grüsse Jürgen
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music is my escape
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Beitrag von music is my escape »

Hallo Jürgen, hallo an alle,

aufgrund der hier diskutierten Control-Point-Thematik habe ich eben mal testweise auf einem aufgebohrten RPI mit Volumio die dazugehörige Steuerungssoftware auf dem Smartphone geschlossen - und was soll ich sagen: wieder ein paar kostenlose Prozentpunkte an wahrem Klanggewinn mehr.

Bisher hatte ich bei intensiveren Hörsessions den W-LAN-Stick des RPI abgesteckt, was sich klanglich positiv bemerkbar gemacht hat. Dieser Unterschied ist nach Schließen der Control-App nicht mehr wirklich wahrnehmbar - es lag also nicht wie vermutet am Stick und dessen etwaiger Einstrahlung o.ä. auf den Streamer, sondern vielmehr an den durch die Unterbrechung der Verbindung nicht mehr erfolgten Abfragen des Handys.

Wieder etwas gelernt - vielen Dank für den Input.

Grüße,
Thomas
:cheers:
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h0e
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Beitrag von h0e »

Hallo Thomas,

freut mich, wenn das auch auf Dein Setup übertragbar war und Du von den Anregungen profitieren konntest.
Besonders Klasse ist, dass es nur auf Kosten der schnellen Bedienung geht und nicht auf das des Portemonnaies.

Grüsse Jürgen
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h0e
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Beitrag von h0e »

Hallo zusammen,

nachdem ich nun seit ettlichen (Donny-) Wochen nichts verändert habe,
konnte ich mir eine 10MHz Refernz Clock ausleihen, um zu testen,
was mit Ref 10 am EtherRegen passiert. Die Beschreibung der Mitforisten,
die ein solches Setup betreiben, waren zwar alle positiv, aber erschienen mir doch eher verhalten.
Im Vorfeld hatte ich den Aufbau mit (bzw. ohne) Ref.Clock und EtherRegen in einer Referenzanlage gehört.
Wow, das war der Hammer, was da noch ging.
Die Frage ist aber immmer, in weit ist das auf mein Setup übertragbar?
Leider muss man immer die gleiche Attribut bemühen, obwohl man nicht mehr glaubt,
dass Verbesserungen nochmals möglich sind.
Auch bei mir ist der Unterschied deutlich hörbar.
Nochmals mehr Sauberkeit und Ruhe, glücklicherweise aber keine anämische Ruhe, im Gegenteil,
es tut dem Musikfluss auch gut.
Verrückte (Netzwerk-) Welt.

Grüsse Jürgen
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