Rudolf (Neumann O 410, KH 80, Braun LV 720)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.
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wgh52
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Beitrag von wgh52 »

Meine Wahl ist ein eindeutig klares "sowohl als auch" 8) :

Zum Anschauen (wenn sie also nur still dastehen oder z.B. nur Hintergrundmusik machen): mit Frontbespannung.

Zum Anhören (wenn Du oder Ihr auf Euren Musikhörplätzen zu Musikhören platznehmt): ohne Frontbespannung.

Funktioniert bei uns zu Hause gut! :cheers:

(Und die Chassis fangen etwas weniger Staub... :mrgreen: "

Gruss,
Winfried
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Zeno Cosini
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Beitrag von Zeno Cosini »

Ich schließe mich Winfrieds salomonischer Empfehlung an.

Bei uns war's quasi umgekehrt: Ich hätte lieber die BM4 mit ihrer blauen Abdeckung ins Wohnzimmer gestellt, passend zu den bereits vorhandenen Blautönen. Meiner besseren Hälfte hat's jedoch ohne besser gefallen. - Na, wenn das so ist, ...

Axel
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hifiwilli
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Beitrag von hifiwilli »

Natürlich n a c k i g , wie denn sonst???

Jürgen
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OpenEnd
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Beitrag von OpenEnd »

Ich habe auch klar für unbekleidet votiert. :oops:
Meiner besseren Hälfte hat's jedoch ohne besser gefallen. - Na, wenn das so ist, ...
... kann ich gut nachvollziehen :P

Grüßle vom Charly
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Michael
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Beitrag von Michael »

Hallo Rudolf,

auch ich bin für ausgezogen....!

aber........

da dein Problem auch das Problem meiner Gattin ist, habe ich mal einen Versuch unternommen, der leider bei meinen BM 4 wegen des nichtrunden TT-Chassis nicht funktionerte, aber möglicherweise bei dir eine weitere Möglichkeit sein könnte.
In meinem Laden habe ich 4 Deckenlautsprecher von Canton (Ceiling 650) verbaut. Diese haben ein weisses, zudem mit weissem Fliess innen hinterlegtes Rundgitter als Abdeckung. Dessen Lochgröße stimmt fast genau mit dem Lochgitter des HT der BM überein. Zudem ist es leicht konvex geformt. Es ähnelt dem Lochgitter deiner Hochtöner, nur halt in groß.

Bei Canton 650 ist die Einbauöffnung mit 20,6 cm angegeben, das Lochblech hat aber nur 19,6 cm Durchm.
Das Canmton-Modell Ceiling 800 ist mit Einbauöffnung 24,6 angegeben, müsste also wohl 23,6 cm Durchmesser haben.
Könnte mir vorstellen, dass der Durchmesser ok ist und 4 Lochgitter, bei Canton bestellt, nutzbar wären. Eine Befestigung stelle ich mir auch machbar vor z.B mit Magneten und nem bischen Handwerkergeschick.

Gefiele mir besser als halb angezogen und möglichweise auch besser als ohne alles.

Grüße Michael (Bonn)
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Roli
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Beitrag von Roli »

Bei mir ganz klar "ausgezogen". Ich habe meine Bespannungen schon seit meinen BM3-Zeiten grundsätzlich auf die Bühne verbannt. Auch auf die Gefahr hin, "ausgepfiffen" zu werden - ich bin ich der Meinung, durch die Bespannungen an den Boxen einiges an Klangvolumen zu verlieren.
Herzliche Grüße
Roland
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wgh52
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Beitrag von wgh52 »

Roli hat geschrieben:Bei mir ganz klar "ausgezogen". Ich habe meine Bespannungen schon seit meinen BM3-Zeiten grundsätzlich auf die Bühne verbannt. Auch auf die Gefahr hin, "ausgepfiffen" zu werden - ich bin ich der Meinung, durch die Bespannungen an den Boxen einiges an Klangvolumen zu verlieren.
Da lacht sicher kaum jemand. Ein Stoff vor den LS ist eine Art Filter und das kann den Klang verändern. Ich meine mich zu erinnern, dass in der HiFi-Steinzeit manche Testlabors die LS mit und ohne Bespannung maßen und hörten, entsprechende Unterschiede auch veröffentlich wurden. Das muss in den 70ern gewesen sein; damals waren die Bespannungen manchmal recht "dick". Heute ist das sicher weniger signifikant, weil die Bespannungen viel dünner sind, aber sicher in gewissem Maße noch wahrnehmbar...

Gruss,
Winfried
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JOE
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Beitrag von JOE »

wgh52 hat geschrieben:Ein Stoff vor den LS ist eine art Filter und das kann den Klang verändern.
Man kann das herstellerseitig aber auch ganz bewusst einbeziehen und sogar mit einigen zusätzlichen Details positiv wenden:
Innovative and unique grilles feature an aluminum frame that incorporates an integral V-shaped phase diffuser to control dispersion so that they can be left on for all but the most critical listening without an adverse influence on performance. In fact, it can be used as an additional tuning device for the audio enthusiast, benefiting soundstage presentation both in depth and stereo imaging. As an additional benefit, the V-shaped groove running the length of the middle of the grille results in a more elegant appearance for the speaker. - Quelle (dort S. 4):

http://www.vienna-acoustics.com/product ... WEB150.pdf
Vor allem bei den MT/HT/SHT dürfte schon allein der Rahmen der Bespannung die Verteilung des Klangs im Raum durch die zusätzlichen Kanteneffekte verändern.

Aber lassen wir die Kirche im Dorf: Unsere Räumlichkeiten tun dem Klang so viel an, dass die Bespannung vergleichsweise geringe Auswirkungen haben dürfte. (Andererseits brauchen wir [bekannte] Raumeinflüsse, um uns wirklich orientieren zu können.) Schon ein Kissen im Nacken beeinflusst den Klang mehr, wenngleich in anderen Frequenzbereichen!

Für mich ist es eher eine grundsätzliche ästhetische Frage. Wenn es nicht zu sehr stört (zu unruhige Oberfläche, optisch unstrukturierte innere Verarbeitung, zu starker Ablenkungseffekt usw.), dann sehe ich auch gern, was notwendig ist, um einen Effekt - hier den Klang - zu erzeugen. Und die aktuelle BM 12-Generation fanden wir dann so klar und minimalistisch gestaltet, dass weder für mich noch meine Frau eine Abdeckung in Frage gekommen wäre. Wir haben also gar keine liefern lassen. Bei den Silbersands gibt es da einige Aspekte, die das nicht so klar beantwortbar machen. (Aber meine Meinung zu Rudolfs Problem habe ich ja weiter oben schon detailliert dargelegt.)

Übrigens: Bei einer Oper spielt das Orchester zwar nicht hinter einer Stoffblende, aber im Graben - und das beeinflusst den Klang weitaus stärker.

Man muss sich also entscheiden, welchem Gesichtspunkt man welches Gewicht beimessen will. Da hilft auch eine wie auch immer ausfallende Forumsmehrheit nicht weiter! Bei Rudolf wird es auch künftig spannend bleiben. (Soll ja die Beziehung lebendig halten.)

Gruß
Joe
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Roli
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Beitrag von Roli »

Hi Joe,

Klever!! An das Weglassen der Bespannungen habe ich beim Kauf meiner BM12 nicht gedacht. Na ja - sei´s drum. Vielleicht bietet es mir irgendwann mal beim Weiterverkauf kleine Vorteile. Wobei ich - Stand heute - nicht einmal im Ansatz daran denke, meine geliebten BM12/4 zu veräußern!
Herzliche Grüße
Roland
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JOE
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Beitrag von JOE »

Mir geht's ähnlich, Roland! Und die BM 6 vor den BM 12 hatte ich fast 3 Jahrzehnte (wegen des Klangs, 'ne Schönheit waren die wirklich nicht).

Man glaubt übrigens nicht, was es positiv ausmacht, dass auch die 6 kleinen Steckbuchsen entfallen konnten. Mein Händler war ganz verblüfft.

Gruß
Joe
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Roli
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Beitrag von Roli »

Hallo Joe,

meinst du etwa die Steckbuchsen für die Bespannung ? :roll:

Und welche positive Aspekte konntest Du feststellen? Preisliche oder sogar Klangliche?? Herzlicher Gruß
Roland
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JOE
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Beitrag von JOE »

Ja, genau die. Vom Preis her gab's keinen Unterschied. Das Entfallen eines vorprogrammierten Bearbeitungsschrittes in der CNC-Fräse ist - wenn man es ganz genau nimmt - ein Mehraufwand. Der Vorteil liegt allein in der "ruhigeren" Optik der Front. Bei einer alufarben lackierten Box fallen die - obendrein schwarz gefassten - Löcher doch stark auf und sind bei mir vor allem funktionslos. (Allein Letzteres hätte mich schon grundsätzlich gestört.)

Vergleiche doch mal auf der B&M-HP in der Gruppenpräsentation der Classic-Linie unter diesem Gesichtspunkt die BM 10D, 12 und 30 ...! (Ich habe natürlich bei den Membranen auch keine Alu-Staubschutzkalotten gewählt, sondern schwarze.)

Optisch-ästhetische Gesichtspunkte haben m. E. durchaus ihren Stellenwert; denn wir sind schnell dabei, sehr einseitig bestimmte Aspekte überzubetonen. Interessant ist doch, dass niemand hier bisher auf die Idee gekommen ist, ähnlich akribisch die normalen (guten) Life-Hörbedingungen angemessen zu reflektieren: Selbst so akustisch gut beleumundete Veranstaltungsorte wie die Berliner Philharmonie streuen doch erheblich; und zwar nicht nur je nach Lage des Sitzplatzes, sondern viel allgemeiner in Korrespondenz mit der Variable "Zuhöreranzahl". Bereits der nur zu 2/3 gefüllte Konzertsaal hört sich deutlich anders an als ein voller. Und es gibt Veranstaltungsorte wie die Münchner Philharmonie, da dürften manche Plätze streng genommen gar nicht verkauft werden, weil die riesigen Akustikprobleme nur teilweise behoben werden konnten. Könnte man nicht sehen, welche Instrumentengruppen da mit welcher Besetzungsstärke spielen, entginge einem das weitgehend.

Rudolfs Problem ist also genau genommen doch nur ein optisch-ästhetisches. Er hat schon richtig gefragt: "Wie gefallen ...?"

Gruß
Joe
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Roli
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Beitrag von Roli »

Hi Joe,

Danke für die Info! Da meine Boxen schwarz sind (inkl. den Staubschutzkalotten) fallen die Bohrungen verständlicherweise bei mir nicht sehr auf.

Freundlicher Gruß
Roland
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Rudolf
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Beitrag von Rudolf »

Liebe Freunde,

vielen, vielen Dank für eure Ratschläge. Das Abstimmungsergebnis lässt keinen Zweifel: "Ausgezogen" gefallen meine Silbersand der überwiegenden Mehrheit am besten.

3 Punkte möchte ich noch erwähnen:
  • Klanglich hat die Bespannung einen eindeutig negativen Einfluss auf die Wiedergabe. Die Räumlichkeit geht verloren.
  • Ich habe die Bespannungen mit Klettband fixiert, welches man rückstandslos vom Gehäuse entfernen kann.
  • Der Vorschlag von Michael, die TT-Chassis mit einem Lochgitter abzudecken, ist bei Silbersand als Option erhältlich.
Ansonsten hat es Joe auf den Punkt gebracht: "Bei Rudolf wird es auch künftig spannend bleiben.", wobei ich ergänzen möchte/muss: "...wird es auch künftig bespannt bleiben."

Ganz sicher aber werde ich am Ball bleiben und bei Bedarf berichten.

Viele Grüße
Rudolf
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Rudolf
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Beitrag von Rudolf »

Liebe Freunde,

von meinen Braun LV 720 habe ich in in einem eigenen Thema zuletzt viel geschrieben und berichtet, dass sie nur vorübergehender Gast in unserem Wohnzimmer sein würden, bis meine FM 303 wieder zu Hause sein würden.

Zur Erinnerung: Ich hatte meine Lautsprecher zu Silbersand in Inspektion gegeben, weil Uli bei den Messungen mit Acourate Anomalien im Einschwingverhalten des Mitteltöners aufgefallen waren. Herr Müller konnte nichts finden und kurze Zeit später konnte auch schon Entwarnung von meiner Seite gegeben werden, da die Brauns dasselbe merkwürdige Phänomen aufwiesen. Und da nicht zwei verschiedene Lautsprecher an derselben Stelle denselben Fehler haben können, blieb als Verursacher nur noch meine Abspielkette übrig. Nach kurzer Suche war dann der Übeltäter gefunden: es war der Lyngdorf DPA-1, der auch bei ausgeschalteteter Raumkorrektur eine kleine Manipulation im Zeitbereich vornimmt, deren Hörbarkeit sich meinen Lauschern allerdings entzieht.

Friedrich Müller konnte es aber trotzdem nicht lassen und hat meine Mitteltöner auf den aktuellen (701er) Stand der Sensortechnik gebracht. Im Zuge meines Besuchs der letzten Aktiven Hifibörse konnte ich meine 303 wieder in Empfang nehmen. Und ich muss sagen, Herr Müller ist ein alter Tuning-Fuchs!

Alle diejenigen, die die FM 303 bislang als "grundtonschwach" empfunden haben, würden jetzt bestimmt anders urteilen. Stimmen sind jetzt körperhafter (Franz, freu dich auf dein 501-Upgrade und Johnny Cash - du wirst ihn neu entdecken!) und lösen sich noch leichter von den Lautsprechern; die virtuelle Bühne bekommt spürbar mehr Tiefe als zuvor und das musikalische Geschehen verlagert sich nach hinten.

Natürlich habe ich auch schon eine Raumkorrektur mit meinem Lyngdorf über die getunte 303 "laufen" lassen. Interessanterweise verändert sich fast nichts, so dass ich jetzt nur noch im Bypass höre. Das muss ich aber erst noch einmal gegenchecken, nicht dass das Messmikro einen abgekriegt hat. (Ich hatte das Mikro nämlich zwischendurch mal an meinen Tascam mit eingeschalter 9V-Phantomeinspeisung angeschlossen; ich glaube, das mag es nicht.) In den nächsten Tagen werde ich daher mit Acourate und meinem ECM8000 rangehen.

So mancher wird sich fragen, wie ich denn nur vorher mit meinen 303 zufrieden sein konnte. Die Antwort ist ganz einfach: weil mir Impulstreue und Feindynamik sowie das Fehlen von Eigenklang offensichtlich wichtiger sind als die Tonalität, die überdies und im Gegensatz zu den anderen genannten Aspekten sehr gut schon mit minimalphasigen Korrekturhelfern ausgebügelt werden kann. Eine interessante Erfahrung!

Da ich ja bereits in den Genuß einer Hörsitzung einer mittels 701-Technologie getunten 501 gekommen bin, wage ich mal folgendes Fazit: mit den Upgrades erschließen sich bisherige 303- bzw. 501-Hörer einen Großteil des Hörerlebnisses wie es ansonsten nur die Emotion 5 (E 5) und die FM 701 bieten können.

Viele Grüße
Rudolf


PS: zur Verfügbarkeit und zu Preisen des Upgrades bitte die bekannten Händler ansprechen!
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