Franz (Silbersand FM 5)

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Franz
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Beitrag von Franz »

Hallo Peter,

danke für deine netten Zeilen. Du brauchst dich aber für nichts zu entschuldigen. Wenn man sich in Foren exponiert und damit auch ein Stück weit polarisiert - und das habe ich damals auch getan - dann muß man mit Gegenwind rechnen. Solange es nicht in`s Persönliche geht, ist auch alles damit in Ordnung. Und diesbezüglich warst du jedenfalls nie negativ bei mir abgespeichert. :cheers:

Zu deiner konkreten Frage bezüglich des Kassettenrekorders: Das ist ein ASC 3001, also der mit Dolby C. Das war seinerzeit ein Ausstellungsstück auf einer Messe, deshalb die champagnerfarbene Front, das konnte ich dann für 3300 DM ergattern. Leider ist das Papst-Laufwerk nicht mehr ganz in Ordnung, d.h. die "play-Funktion" funktioniert nicht mehr, ansonsten ist noch alles intakt. Ich finde auch niemanden mehr, der ihn reparieren könnte. So steht er leider nur als Blickfang da im Rack, ich kann mich von dem guten Stück aber auch nicht trennen, weil das eines der Gerätschaften ist, mit dem meine Passion für HiFi verbunden ist und bleibt. Das hatte schon was, mit diesem Gerät eigene Schallplatten aufzunehmen, die mit dem R.A.L.F - Einmesssystem wunderbar in den Sättigungsbereich gefahren werden konnte. Und das Ergebnis klang für damalige Zeiten wirklich sehr gut. Habe auch heute noch hunderte von bespielten Cassetten, die ich heute - wenn es denn möglich wäre - gerne nochmal damit hören würde. Selbstverständlich ist das klanglich heute weit weg von dem, was sich im Laufe der Zeit auch weiterentwickelt hat. Aber ich hab halt auch noch ein faible für Nostalgisches. :)

Hier hab ich noch eine Nahaufnahme davon:

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Gruß
Franz
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seth
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Beitrag von seth »

Tja, die guten alten Cassetten. Ich habe ebenfalls unzählige davon... viele mit sehr schönen Jugenderinnerungen aus meiner Sturm und Drang Zeit in Deutschland, Kenya und Peru. Die zwei Nakamichi Dragon langweilen sich seit Jahren.

Werde wahrscheinlich im neuen Jahr beide zur Rundum-Erneuerung nach Deutschland zu Phono-Service schicken. Ob ich dann beide behalte steht noch in den Sternen, aber dafür sind dann die Klassiker wieder in Topform.

Gruss, Carlos
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Franz
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Beitrag von Franz »

Hallo Carlos,

so einen Drachen hatte ich auch mal in meiner Sammlung. Rein technisch betrachtet, war er für mich das Maß der Dinge damals. Hab seinerzeit viele Cassetten-Decks und gar Elcasets gesammelt. Das war schon eine Sammelleidenschaft von mir, aber irgendwann war es dann auch gut damit, die wurden dann wieder unter die Leute gebracht. Optik und Haptik waren früher sowieso für mich schon immer aufregender gewesen als heute. Ist irgendwie wie mit den Automobilen. Je älter, desto schöner. Das hier aus meiner Sammlung war auch so ein Hingucker:

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Gruß
Franz
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seth
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Beitrag von seth »

Ist halt wie bei einer schönen mechanischen Uhr (ebenfalls eine meiner Leidenschaften).
Moderne Quartzwerke sind zwar deutlich präziser, aber die Magie ist weg...

Brave new world.
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Franz
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Beitrag von Franz »

Kurzes Update:

Seit kurzem habe ich meine Anlage um einen Nixie Röhren-Schumannwellen-Generator erweitert, der im hinteren board seinen Platz gefunden hat: http://www.nixiekits.eu/Downloads/Schum ... eibung.pdf

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Desweiteren stehen nun alle meine Gerätschaften und auch die Lautsprecher auf solchen speziellen Unterstellfüßen, BAS genannt:

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Thomas (@ "Notenschlüssel") hat sie mit einem Freund entwickelt und hergestellt, ich war einer der Testpersonen und bin davon so begeistert, daß ich sie keinesfalls mehr missen möchte. Dafür mußte sogar meine Subbase Echo für die Lautsprecher, die optisch sehr ansprechend und qualitativ hervorragend gefertigt ist, weichen. Was macht man nicht nicht alles für den besseren Klang. :x

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Während der Schumann-Generator eher für mein subjektives Wohlgefühl sorgt, ist die klangliche Verbesserung durch die BAS-Untersetzer an meiner Anlage objektiv sofort nachvollziehbar. Das war - wie man bei uns sagt - ein "richtiger Bringer". :D

Mal schauen, was die Zukunft noch so bringt. Momentan bin ich rundum zufrieden.

Was mich wirklich verblüfft und auch erstaunt ein Stück weit zurückläßt ist die Frage, wieso solch unscheinbare und eigentlich "billige" Kleinteile einen gestandenen Lautsprecher - und es scheint bei anderen ja auch so zu funktionieren - zu solch einer gesteigerten performance in den Stand setzen können. Und das im wahrsten Sinne der Worte. Ich denke, da versäumen die LS-Hersteller ein gehörig Maß an Potential.

Gruß
Franz
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Amati
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Beitrag von Amati »

Hallo Franz,

wie stellst du die BAS unter die Lautsprecher? Mit der Kugel nach oben, wie abgebildet, oder die Kugel auf den Boden oder Teller?

Peter
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Franz
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Beitrag von Franz »

Hallo Peter,

mit der Kugel nach unten. Die Kugel setzt dann unten auf eine BASE desselben Materials wie die BAS darüber auf. Die BAS sitz dann mit dem Kegel in einer "Auffanglippe". Das Anbringen ist etwas fricklig, man sollte die BAS ankleben bzw. anheften durch Doppelkleber (so habe ich das gemacht). Dann gelingt es eigentlich mit etwas Geschick ganz schnell und eigentlich unproblematisch.

So sah das bei mir am Anfang aus:

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Mittlerweile habe ich das Acryl noch abgeklebt durch ein schwarzes Turmalinband, sieht irgendwie dann für mich besser aus Die Standfestigkeit ist allerdings ein Problem. Man muß schon später darauf achten, daß man nicht gegen die Box stößt. Der ein oder andere könnte dadurch schon abgeschreckt werden, es damit mal zu versuchen.

Gruß
Franz
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Franz
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Beitrag von Franz »

Noch ein Nachtrag, falls jemand danach fragen sollte, woraus die Teile denn nun bestehen. Ich glaube, ich verrate kein Staatsgeheimnis, wenn ich folgende Angaben dazu hier weiterreiche, die Thomas dazu gegeben hat:

BAS 35 Tr 55 - also der obere Teil: 36%ige Füllung Triangial, Polyamid mit kurzen Carbonfasern, Durchmesser 45 mm - Höhe 35 mm - Stahlkugel Durchmesser 6 mm, Belastbar bis 65 kg/Stck.
BASE 2S - der untere Teil: Vollfüllung Polyamid mit kurzen Carbonfasern, rund mit Senkloch 25x2mm

Produktion erfolgt mit einem speziellen 3D-Drucker.

Gruß
Franz
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Notenschlüssel
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Beitrag von Notenschlüssel »

Franz, Du böser Junge :lol: . unser Betriebsgeheimnis verraten. Alles gut. Die BASE gibt es übrigens auch mit der Triangial Füllung allerdings kennen wir momentan nicht die Belastungsgrenze. Wir werden auch hier demnächst Belastungstests durchführen dann haben wir Klarheit.

Freut mich das die ohnehin feinen Silbersand jetzt noch besser performen :cheers: Weiterhin viel Freude damit.

Gruß aus Bayern
Thomas
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Franz
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Beitrag von Franz »

Danke, Thomas. Zu der jetzigen, wirklich großartigen performance, tragen deine Produkte nicht unwesentlich mit dazu bei. Man hört ja immer nur das Zusammenspiel aller Teile am Ende. Und da sind diese BAS ein passendes Mosaiksteinchen in der Gesamtdarstellung. Für mich waren deine Füße quasi die Entdeckung des Jahres. :cheers:

Gruß
Franz
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Fujak
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Beitrag von Fujak »

Hallo Franz,

mit Interesse habe ich Deinen Bericht über die BAS-Unterstellfüße gelesen. Da sie bei mir unter den Neumännern KH420 eher eine gegenteilige (verschlechternde) Wirkung hatten, wird für mich wieder einmal deutlich, dass Unterstellfüße zu jener Kategorie von Zubehör gehören, zu der sich keine verlässlich allgemeingültigen Aussagen treffen lassen, sondern immer im Zusammenhang mit dem betreffenden Equipment betrachtet werden müssen. Schön, dass sie bei Dir so gut funktionieren.

Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß damit. :cheers:

Grüße
Fujak
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Franz
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Beitrag von Franz »

Hallo Fujak,

man muß so etwas immer an und mit den eigenen Gerätschaften ausprobieren und austesten. Verallgemeinerungen verbieten sich an der Stelle auch. Mit diesen kleinen Dingern ist ein Versuch auch schnell durchgeführt. Und wo es nicht weiterhilft und zu keiner Verbesserung führt oder gar Verschlechterung, der braucht es auch nicht. Vieles in unserem Hobby beruht auf trial & error. Manches hilft, manches nicht.

Gruß
Franz
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SolidCore
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Tapedeck

Beitrag von SolidCore »

Hallo Franz

Zu deinem Tapedeck:
Frag doch mal bei TGE Audio und Video – Service GmbH nach. Die sitzen in Essen, und reparieren fast alles.
Die meisten Hifi-Händler senden ihre Geräte ebenfalls dort hin.
Telefon-Nr findest du leicht über google.

Versuch ist es wert.

Gruß
Stephan
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Franz
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Beitrag von Franz »

Längst erledigt, Stefan. Die Reparatur würde knapp 1000 € kosten. Das ist es mir nicht mehr wert. Genügt mir als Blickfang. Denke oft an diese Zeit noch zurück, bin da auch etwas wehmütig und nostalgisch veranlagt. Auch an die anderen Sachen damals denk ich noch gerne zurück. Aber was vorbei ist, ist vorbei.

Gruß
Franz
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JoDeKo
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Beitrag von JoDeKo »

Ich habe dort gerade zwei Tape Decks reparieren lassen. Absolut empfehlenswert. Ich bringe nun noch einen Verstärker und zwei weitere Tapes dort hin.

Kleiner Tipp: Reparatur vorher anmelden, dann sind die Vorlaufzeiten kürzer. :cheers:
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