Franz (Silbersand FM 501 MkII)

audiophile Biografien unserer Mitglieder
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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Franz (Silbersand FM 501 MkII)

Beitragvon Franz » 24.12.2007, 18:40

Hallo miteinander,

ich bin Franz Krämer aus Meckenheim bei Bonn, 55 Jahre jung und beruflich z. Zt. in der ambulanten häuslichen Pflege und Betreuung tätig. Meine Liebe gilt neben meiner Familie dem Musikhören. Technik ist für mich dabei nur Mittel zum Zweck. Musik ist eine meiner Hobbys. Sie bedeutet mir sehr viel, besonders als seelischer Ausgleich für meinen Beruf.

Begonnen hat meine HiFi-Leidenschaft in den Siebzigern Jahren, als ich auf aktive Lautsprecher stieß, die eine bis dahin völlig andere Musikwiedergabe für mich ermöglichten, als ich sie bis dahin gewohnt war. Seitdem bin ich überzeugter "Aktivhörer".

Auslöser meiner Begeisterung für aktive Konzepte war ein Studienfreund, der Mitte der 70er Jahre einen damals für Aufsehen erregenden "Monitor" hatte und mich zu einer Hörprobe einlud, weil er diesen Lautsprecher zur damaligen Zeit für außergewöhnlich hielt - sowohl vom Aussehen als auch vom Klang her. Es handelte sich um die BM 5, der erste vollgeregelte Lautsprecher auf dem Weltmarkt. So nahmen die Dinge also ihren Lauf. Ich war aktiv infiziert. In diesem Prinzip fand ich das wieder, was mir klanglich vorschwebte. Also hieß es sparen und bei BM einsteigen. In der Folgezeit besaß ich mehrere Modelle: Nach der BM 5, eine 6, eine 8 und als krönenden Abschluß eine BM 20. Sie alle hatten Stärken und Schwächen, wobei die Stärken mich immer wieder auf´s Neue faszinierten. Was Impulsgenauigkeit, Durchzeichnung und Auflösung betraf, so gab es kaum etwas Vergleichbares. Da nahm ich die Schwächen einer etwas vorlauten Höhenbetonung hin, auch die Ausfallraten der Technik sei nicht verschwiegen. Was aber stets blieb war dieses Gefühl, einer ganz besonderen Art und Weise von Wiedergabe lauschen zu dürfen.

Ohne diese Lautsprecher gäbe es heute nicht meine immer noch anhaltende Begeisterung für Aktivtechnik. Heute bin ich bei Silbersand gelandet, eine kleine, aber feine Manufaktur von Friedrich Müller, dem Begründer und Kopf von Backes&Müller, der nach seiner Zeit bei BM eigene Wege ging und seine Vorstellungen eines aktiven Lautsprecherkonzeptes gehen wollte. Manches in der HiFi-Geschichte wirkt ja prägend. Ich kann von mir behaupten, daß die Berührung mit BM mich nachhaltig in dieser Hinsicht geprägt hat.

Aber trotz aller Technik: Letzten Endes entscheidet das eigene Gehör, ob einem dies so gefällt, daß man sich dafür entscheidet oder nicht.

Nach einigen Backes&Müller Modellen (BM 5, 8, 12, 20) bin ich nun bei Silbersand gelandet und versuche, diese zu optimieren. Neben dem Bau eines raumakustisch optimierten Hörraums, versuche ich durch diverse Tuningmaßnahmen, die klangliche Performance zu Hause zu vervollkommnen. Da ich mich eher als einen technischen Laien sehe, bekenne ich mich ausdrücklich dazu, daß ich alle meine klanglichen Verbesserungsversuche ausschließlich gehörmäig vollziehe. Ich gebe dabei gern meine Erfahrungen weiter und profitiere meinerseits von Hör- und Erfahrungsberichten anderer musikliebender Menschen. Die persönliche Begegnung mit solchen Menschen und deren Erfahrungsschatz sind für mich das wertvollste, was ein Forum bewirken kann. Ich bin besonders aufgeschlossen gegenüber neuen Wegen der audiophilen Wiedergabe, sei es verstärkermäßig, lautsprecherseitig oder raumakustisch begründet. Die analoge Wiedergabe bleibt allerdings meine Liebe.

Mein Musikgeschmack ist weit gefächert. Eigentlich mag ich alles, wenn die Musik mich anspricht. Ein gewisses Faible habe ich für Blues und Soul, ebenso bin ich noch mit den "Oldies" aus den 50er und 60er Jahren verbunden. "Alte Liebe rostet nicht". Ich habe im Laufe der Jahre dabei festgestellt, daß die Art und Weise der Musikwiedergabe sich ausgewirkt hat auf mein Interesse, sich mit verschiedenartigsten Musikstilen auseinanderzusetzen. Ich konnte also für mich "neue Musik" entdecken.

Ich freue mich auf einen regen Erfahrungsaustausch hier im Forum und wünsche uns allen ein gutes Gelingen im Sinne eines freundlichen virtuellen Miteinanders rund um "aktive Hören".

Meine Musikanlage, der ich ein eigenes, in raumakustischer Hinsicht optimiertes Hörzimmer gegönnt habe, sieht derzeit so aus und besteht aus folgenden Komponenten:

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Lautsprecher: Silbersand FM 501 ( 4-Wege vollaktiv, sensorgeregelt)

CD-Laufwerk: Teac P 2 - modifiziert von highend-boerse

DA-Wandler: VTL - Röhrenwandler, modifiziert von highend-boerse, separates Netzteil

Vorverstärker: Ambrosia 2000 (von James Bongiorno)

Plattenspieler: Masselaufwerk Feickart Twin mit Tangentialtonarm Kuzma Airline (kompressorgetrieben) + Shelter 90x an Übertrager solidcore

Stromversorgung: PS Audio Power Plant Premier, HMS Steckdosen, "Klangmodul" 16 A im Sicherungskasten, separate Stromleitung vom Sicherungskasten

Kabel: TMR Ramses, WSS Platin Line, steinmusic "excel power", DM-audio "Power"

Netzleiste: TMR STL 7 as

HiFi-Rack: Eigenbau in "Stringtechnik" mit Stahlseilen aus dem Schiffsbau, alle Ebenen untereinander entkoppelt

diverses Zubehör

einen herzlichen Gruß
Franz
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Beitragvon Dr. Holger Kaletha » 02.01.2008, 23:28

Hallo Franz,

das ist - wie nicht anders zu erwarten - eine äußerst sympathische Vorstellung von Dir und Deine Anlage sieht einfach unglaublich gut aus, auch unter ästhetischen Gesichtspunkten. Da möchte man gleich ins Bild springen und nur noch hören!!!!! :D :D :D

Beste Grüße
Holger
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Beitragvon OpenEnd » 02.01.2008, 23:52

Hallo Holger,

Franz' Anlage ist einen Ausflug von Bielefeld nach Bonn wert.

Grüßle vom Charly
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Beitragvon Franz » 03.01.2008, 00:21

Danke Holger. Du machst mich ganz verlegen. Ja, ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich mir in all den vielen Jahren aufgebaut habe, habe step by step einiges optimiert und bin heute wohl so ziemlich am Ende meiner persönlichen Fahnenstange angelangt. Ich sitze jetzt oft unten und kann einfach nur die Beine hochlegen und abtauchen in eine Klangwelt, die mich mal zu Tränen rührt, mal aufmuntert, mal besänftigt, mal abtanzen läßt - kurz: sie schafft es mit der Musik, mich emotional zu berühren. Immer wieder auf´s Neue. Das ist es, was ich suchte und brauche wie die Luft zum Atmen.

Falls du mal in meiner Gegend weilst, bist du natürlich herzlich gerne zu einer kleinen Stippvisite eingeladen. Deine Berichte, speziell über Klassik, habe ich stets gerne gelesen. Ich mag es, wenn Leute über etwas reden, wovon sie mehr als nur eine Ahnung haben.

Gruß
Franz
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Beitragvon Dr. Holger Kaletha » 03.01.2008, 00:32

Hallo Franz,

freut mich sehr, Deine Einladung, und wenn es sich einrichten läßt (im Moment habe ich leider jede Menge Trubel!), komme ich natürlich sehr gerne vorbei! Herzlichen Dank!

Beste Grüße
Holger
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Beitragvon Ralph » 04.01.2008, 17:42

Hallo Franz!

ich kann meinen Vor-Schreibern nur beipflichten und bin begeistert von Deinem angesammelten Equipment, der architektonischen Umsetzung mit einem echten "Hörraum" und dem Forscherdrang, mit geeigneten Tunigmaßnahmen, Anlage und Raum zu verbessern. Mögen Dir zu diesem Thema noch viele positive Entdeckungen unterkommen.
Ganz besonders pflichte ich Dir bei, das eine hohe Wiedergabequalität, einer Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit verschiedenen Musikstilen unbedingt förderlich ist. Hier bekommt das hören von Musik einen aktiven interlektuellen Beschäftigungsgrad, der mit dem Lesen eines Buches zu vergleichen ist: Gedankengänge sowie Interaktionen können klar nachvollzogen werden. Es entstehen Bilder, Farben, Formen, ganz ohen die Einnahme von illegalen Substanzen. Ich werde nie vergessen, wie ich als Kind Jean Michel Jarres "Oxygene" gelauscht habe. Da lief ein Film in meinem Kopf ab, gegen den jede Widerwehr zwecklos war.
Mit einer entsprechenden Abhörsituation gelingt es ebensolche Bilder auch dem Erwachsem Geist zu präsentieren.
So macht Musik aus der Konserve Spaß und da will ich auch hin.

Gruß aus Köln,

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Beitragvon Franz » 05.01.2008, 12:50

Hallo Ralph,

ich glaube, du verstehst mich. :D

Ich werde nie vergessen, wie ich als Kind Jean Michel Jarres "Oxygene" gelauscht habe. Da lief ein Film in meinem Kopf ab, gegen den jede Widerwehr zwecklos war.

Ohja, das kenn ich sehr gut. Wenn du wüßtest, was alles in meinem Kopf abläuft, wenn erst "Wish You Were Here" von Pink Floyd bei mir läuft. Nicht umsonst prangt das cover an der Wand. :)

Vieles von dem, was ich jetzt erreicht habe, habe ich durch simples "trial & error" zustandegebracht. Ich bin jemand, der vorurteilsfrei vieles einfach ausprobiert. Manches gelingt dabei, manches mißlingt. Was mich nach vorne bringt, wird integriert. Natürlich ist das alles rein auf meine subjetive Hörempfindung hin abgestimmt. Besonderen Wert habe ich auf die akustische Optimierung meines Hörraumes gelegt. Das war schwierig, weil die Raumgeometrie bei mir große Tücken aufwies. Ich habe mir einen versierten Raumakustiker in´s Haus geholt, der vieles gemessen und analysiert hat und dann die daraus sich ergebenden Tipps zur Verbesserung umgesetzt. Dazu kann ich nur jedem raten. Das Geld, was dort investiert wird, zahlt sich danach wirklich in einen verbesserten Klang aus.

Hier bekommt das hören von Musik einen aktiven interlektuellen Beschäftigungsgrad, der mit dem Lesen eines Buches zu vergleichen ist: Gedankengänge sowie Interaktionen können klar nachvollzogen werden. Es entstehen Bilder, Farben, Formen, ganz ohen die Einnahme von illegalen Substanzen.

Damit sprichst du mir direkt aus der Seele. Das hast du sehr schön ausgedrückt. Genauso empfinde ich das auch. Wir sollten uns auch mal treffen. :D

Gruß
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Beitragvon Ralph » 05.01.2008, 15:57

Franz hat geschrieben:Wenn du wüßtest, was alles in meinem Kopf abläuft, wenn erst "Wish You Were Here" von Pink Floyd bei mir läuft.

Oh ja, "wish you were here" ist ein phantastischer Film für die Ohren!

Franz hat geschrieben:Besonderen Wert habe ich auf die akustische Optimierung meines Hörraumes gelegt. Das war schwierig, weil die Raumgeometrie bei mir große Tücken aufwies. Ich habe mir einen versierten Raumakustiker in´s Haus geholt, der vieles gemessen und analysiert hat und dann die daraus sich ergebenden Tipps zur Verbesserung umgesetzt. Dazu kann ich nur jedem raten. Das Geld, was dort investiert wird, zahlt sich danach wirklich in einen verbesserten Klang aus.

Da hast Du von mir 100% Zustimmung! Aufgrund der derzeit ungewissen Wohnsituation (evtl. bald Umzug) werde ich Herrn Zingel diesbezüglich noch nicht kontaktieren...

Franz hat geschrieben:Wir sollten uns auch mal treffen.

Oh ja, sehr gerne: ist ja quasi um die Ecke! :lol:

Gruß aus Köln,

Ralph
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Beitragvon misto64 » 09.01.2008, 13:06

Wow, eine Kette vom feinsten. Und dann auch noch ein eigens dafür konzipierter Hörraum. Ich glaube wenn ich so ausgestattet wäre, würde ich auf dem Sessel festwachsen, da ich nicht mal zum Pinkeln aufstehen würde um eine Minute Klangerlebnis zu verpassen...... :shock:
Gruß,
Michael
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Beitragvon Franz » 09.01.2008, 13:43

Och, man gewöhnt sich dran, Michael. :)

Für mich kam nur ein eigener Hörraum in Frage, schließlich will ich meine Schätze in der bestmöglichen Art hören können, und außerdem ist meine bessere Hälfte nicht hifi-infiziert. Die kümmert mein Tick überhaupt nicht. 8)

Gruß
Franz
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Beitragvon Zeno Cosini » 11.01.2008, 10:12

BTW Franz,

es rührt mein Herz, die "Living Blues" von Canned Heat inmitten Deines "Geraffels" zu sehen - ein wahrhaft würdiger Ort!!!

:wink: Axel
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Beitragvon Franz » 11.01.2008, 12:39

Hallo Axel,

deine mir überlassenen Platten haben auch einen "Ehrenplatz" verdient. :D Da sind ja wirklich wahre Perlen darunter. :lol:

Gruß
Franz
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Beitragvon Franz » 14.01.2008, 23:05

Hier noch einige Ansichten meines Hörraumes - ein ausgebauter Kellerraum - aus anderen Perspektiven:

Hörplatz:

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Vom Hörplatz aus gesehen:

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Linke Seite:

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Gruß
Franz
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Beitragvon Franz » 14.01.2008, 23:17

Der Hausherr und sein Dreher :mrgreen:

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Eines meiner Wandregale:

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Gruß
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Zuspielgeräte: Plattenspieler

Beitragvon Franz » 07.02.2008, 19:53

Hier möchte ich einmal damit beginnen vorzustellen, womit ich meine Aktivlautsprecher "füttere". Anfangen möchte ich mit der Vorstellung meines Plattenspielers.

Feickert Twin Laufwerk mit Kuzma Tangentialtonarm:

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Der Dreher bringt satte 35 kg auf die Waage und wird von einem Präzisionsmotor angetrieben, den Chris Feickert selbst entwickelt hat.

Der von dem Spezialisten Kuzma entwickelte Tangentialtonarm arbeitet mit Druckluft. Er gleitet im Betrieb sanft auf einem Luftkissen über eine Stange. Dazu ist ein Kompressor nötig, den ich in einem Nebenraum abgestellt habe. Gelegentlich zeigt er seine Arbeit dadurch an, daß er ein zischendes Fauchen von sich gibt - auch deshalb ist es ratsam, ihn nicht im Hörzimmer unterzubringen.
Die Luftfeuchtigkeit wird durch 2 sog. "Dryer" reguliert, die ich hinter einem der Vorhänge unsichtbar platziert habe:

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Am Tonarm ist ein MC-System von Shelter montiert:

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Angeschlossen ist der Plattenspieler an einen Vorverstärker, den James Bongiorno entwickelt hat und sich "Ambrosia 2000" nennt:

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Er verfügt sowohl über eine integrierte, sehr hochwertige MC- als auch eine MM-Sektion, deren Stromkreise völlig unabhängig voneinander gestaltet sind, wie überhaupt der gesamte Transistor-Vorverstärker völlig analog aufgebaut ist und arbeitet, lediglich die Funktionen werden digital überwacht. Er besitzt gar ein sehr aufwändig gemachtes Klangregelnetzwerk, das in mehreren Eckfrequenzen einsetzbar ist. So kann jeder individuell favorisierte Klang generiert werden. Ich bin jedoch noch nicht dazu gekommen, dies auszuprobieren, weil ich mit der Einstellung "flat" schon völlig begeistert bin. Aber immerhin eine Option, die in heutigen modernen Vorverstärkern überhaupt nicht mehr anzutreffen ist.

Und wie klingt er nun, dieser Plattenspieler? Nun, für mich einfach überwältigend. Ich war lange Jahre digital eingestimmt, dachte wie viele damals, als die CD eingeführt wurde, das sei der Fortschritt schlechthin, Plattenwiedergabe sei damit erledigt. Aber wie man sich irren kann. :mrgreen: Dieser Plattenspieler jedenfalls macht im Vergleich mit meiner etwa gleich teuren digitalen Laufwerks-Wandler-Kombi deutlich, daß je nach Aufnahme die Plattenwiedergabe nicht nur als ebenbürtig bezeichnet werden kann sondern besonders bei Aufnahmen älteren Datums eindeutig besser abschneidet. Ich ertappe mich oft dabei, der Plattenwiedergabe den Vorzug zu geben und das nicht wegen des damit verbundenen Rituals, sondern weil die Wiedergabe mit guten Platten einfach anders ist. Oft empfinde ich das als besser.

Ich hoffe, ich habe euch einen kleinen Einblick in meine Beschäftigung mit dem Hobby geben können. Sicher ist auch ein wenig Besitzerstolz dabei, wenn ich das zeige. Aber ich finde, man darf ruhig zeigen, was man hat und womit man hört. Ich sehe mir auch gern bebilderte Berichte von anderen an und möchte etwas über eure Schätzchen sehen und erfahren.

in diesem Sinne
Franz
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