Thomas (Backes & Müller BM 6, BM 3, BM Delta)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon wgh52 » 19.11.2018, 14:45

Hallo Thomas,

respekt vor Deiner Beharrlichkeit und Gratulation zur erfolgreichen Restauration und Reparatur!

Viel Spaß beim BM Classic Hören!
Grüße,
Winfried

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wgh52
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Beitragvon bob_lage » 19.11.2018, 15:21

Hallo Winfried,

vielen Dank!

Ich werde jetzt erstmal in Ruhe die BM6 hören, dann kommen neue Projekte ...

Ich habe noch ein Paar BM3, das schon komplett revidiert ist und nur noch auf die Einstellung wartet. Leider haben die BM3 im Bass die Magnetgegenkopplung. Ich kann meine aus der BM6 gewonnenen Erkenntnisse zur Einstellung der Gegenkopplung leider nicht anwenden. Wenn jemand für die BM3 eine Anleitung zur Einstellungen der Magnetgegenkopplung hat und mir zur Verfügung stellen könnte, wäre ich sehr dankbar.

Zu den o.g. BM6 VFet Modulen habe ich inzwischen auch Gehäuse, die aktuell beim Lackierer in ehefrauenkompatibles Hochglanz-Weiß lackiert werden. Für die BM6 habe ich auch noch Hochtöner und Basslautsprecher und wahrscheinlich auch einen funktionierenden Mitteltöner. Allerdings habe ich meine beiden kratzenden Mitteltöner Testleichen inzwischen von der Sicke und dem widerlichen UHU-ähnlichen Kleber befreit und die machen sich am Sinus garnicht so schlecht. Vielleicht kann ich zumindest einen Lautsprecher retten.

Beim Kabelbaum der VFet-Module ist leider das Kabel zur LED abgeschnitten. Kommen die LEDs eigentlich direkt an das Kabel oder sind noch Vorwiderstände davor geschaltet?

Lange Rede, kurzer Sinn:

Erst BM3 einstellen, dann BM3 hören, dann VFET-Module revidieren, dann BM6 VFet zusammenbauen und hören ... das sind die nächsten Projekte.

Und eine AFB3, eine BM8 Leiche ohne MTs und HTs und eine Sigma hätte ich auch noch fürs eigene B&M Museum ;-)

Beste Grüße

Thomas
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bob_lage
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Beitragvon bob_lage » 30.11.2018, 23:32

So, Freunde der aktiv-optimierten Klang-Freizeitgestaltung,

ich habe heute, nachdem ich die Module wieder montiert habe, die BM6 in meinen zweiten Werkstattraum geschleppt. Der ist etwas größer, als der Raum mit dem Audiomessplatz und auch gut bedämpft.

Ich habe die Gewichtsboliden dann einfach an den analogen Ausgang eines Raumfeld Connectors gehängt und dann mal drei Stunden Musik gehört - von Boris Blank mit Malia, über Jean Michel Jarre, über Derrick Hodge, über Chuck Mangione, über Dubxanne u.v.m

Was soll ich sagen?

Überragend!

Die besten Boxen, die ich je hatte und ich hatte einige ....

Der Sound ist crisp, trocken, trotzdem mit Tiefbass. Es werden Details dargestellt (auch mit dem nicht so tollen DAC des Raumfeld), die ich vorher, auch mit den Delta nicht gehört habe.

Fazit: DAC ist wichtig, aber oft überbewertet. Vollgeregelte Boxen von BM sind nochmal ein richtiger Sprung zu den AFB-Boxen.

Leider bin ich jetzt süchtig und muss demnächst wohl eine BM12 oder BM20 kaufen, verdammt ;-)

Beste Grüße

Thomas
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Beitragvon Kaskode » 01.12.2018, 17:18

Hallo Thomas,

ohh, die Sucht.
Das Plus der BM12 und 20 ist der SHT. Die BM6 wird halt hier etwas grob im HT Bereich. Hier habe ich mir für meine BM6 eine Erweiterung um einen SHT ausgedacht, Realisierung ungewiss. Hierbei möchte ich auf der Box ein AMT-Aufsatz basteln. Der AMT soll ab ca. 8kHz übernehmen. Der original HT der BM6 wird bei 8kHz abgekoppelt durch Modifikation des aktiven Filters. Der AMT muß hier ebenfalls ein aktives Filter bekommen plus Endstufenmodul und Pegelsteller. Das wäre so eine abgespekte BM12 mit nur einem Basschassis.

Für die BM20 bitte nicht mehr auf die Magnetgekoppelten zurückgreifen (erste Generation), wenn es ein echtes weiterkommen werden soll. Spaß machen die auch, aber die Wartung... :roll:

Die Vorwiderständer der LED sind auf der Steuerplatine. Das Kabel (drei Leitungen) wird direkt auf die Kontaktstifte gesteckt.

Gruß,
René
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Beitragvon Zwodoppelvier » 01.12.2018, 19:21

Hallo Thomas,

erst einmal: Glückwunsch zur erfolgreichen Instandsetzung und dem schönen Ergebnis - war ja mit der Bewältigung der Probleme nicht ganz ohne Anstrengung erkauft :wink:
Aber an den zu lösenden Schwierigkeiten hast Du dafür auch profunde Erfahrungen für die nächsten Vorhaben sammeln können (und darum beneide ich Dich glatt) :cheers:


@René: die Modifikation mit einem SHT sehe ich auch als zielführend, möchte man noch etwas mehr Wiedergabequalität herausholen. Winfried (@wgh52) hat ja vor Jahren sein "BM 11 Unikat"-Projekt mit genau dieser Zielvorgabe gestartet.

Viele Grüße
Eberhard
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Beitragvon bob_lage » 02.12.2018, 00:10

@Winfried, Eberhard, René, Noel,

ohne Euch hätte ich keine Chance gehabt. Vielen Dank dafür!

Grüße

Thomas
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Beitragvon bob_lage » 08.12.2018, 22:35

Hallo liebe Mitstreiter der aktiven und künstlerisch wertvollen Freizeitgestaltung,

die nächste B&M Classic Line Box steht in den Startlöchern:

Ich habe heute meine BM3 eingestellt und ca. 2 Stunden gehört. Es handelt sich dabei um die BM3 mit den eckigen Hochtönern, also die neuere Version.

Die Einstellung nach meinen Erkenntnissen aus dem Forum und dem Internet ist schon sehr merkwürdig: "Potis irgenwie auf Mittel und drei/viertel, dann Faktor zwischen Tönen einstellen, Pegel egal, dann doch alles normal einstellen", hmm bei meiner Technikerprüfung hätte es nicht für eine vier gereicht, bei solchen Angaben ;-)

Die Gegenkopplung des HT ist per Festwiderstand fest gelegt.

Ich habe also die Module entfernt, das Loch mit meinen Metallabdeckungen zu gemacht, dann die merkwürdigen Einstellungen vollzogen. Bevor ich die Module wieder eingesetzt habe, habe ich mit Arta eine Messung (eher Schätzung) gemacht und eine Soundprobe vollzogen.

Ergebnis:

Lt. Messung hat der Frequenzgang einen Buckel bei ca. 200Hz und eine Lücke bei ca. 1000Hz. Diese lies sich durch Potidrehen auch nicht wirklich raus drehen. Der Buckel bei 15-18 kHz lässt sich etwas runter drücken.

Der Klang: Crisp, räumlich, aber grundtonschwach, raumfüllender Sound im Bass, Höhen nerven etwas bei hoher Lautstärke.

Durch mein Raumfeldsystem kann ich verschiedene Räume gleich schalten und auch die Lautstärke anpassen.

Also habe ich gleich mal einen Test gegen die BM6 gemacht.

Fazit:

BM6=bessere Mitten, besser Tiefbass, insgesamt linearerer (tolles Wort,oder?) schlüssigerer Sound, also klare Empfehlung zur BM6, wenn eine Entscheidung zwischen BM6 und BM3 ansteht.

Trotzdem ist die BM3 eine tolle Box. Mein Gehör hat sich schnell an den Sound der BM3 gewöhnt und ich fand diese nach ca. einer Stunde hören dann wirklich toll.

Ich sicher, dass man noch viel erreichen kann, wenn man den Festwiderstand für die Regelung des HT entfernt und diese per Poti wieder zum Einstellen ändert. Die Parameter des HT sind nach 30 Jahren bestimmt nicht mehr gleich (Ferrofluid???) und eine Anpassung der Regelung kann dann viel bringen, siehe meine BM6 oder Rudolfs BM10.

Aber das folgt nachdem meine BM6 VFET fertig sind ...

By the Way: Hat noch jemand einen Mitteltöner, auch mit defekter Sicke oder Sensorspule dafür? Ich nehme gerne Angebote entgegen.

Grüße

Thomas
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Beitragvon bob_lage » 14.12.2018, 21:11

Hallo Freunde des gepflegten Tons,

ich habe heute meinen zweiten Pioneer U-05 DAC erhalten und natürlich gleich angeschlossen. Er ist per optischem Kabel direkt am Raumfeld Connector angeschlossen. Die BM6 sind in meiner Werkstatt per hochwertigen Cinchkabel dann am DAC angeschlossen.

Durch den neuen DAC möchte ich das Klangerlebnis, dass ich in gleicher Konstellation im Wohnzimmer an den Deltas habe, auch mit meinen BM6 feiern.

Und wie klingt es:

Phantastisch, raumlich, analytisch detailliert ....

Nein! Es klingt richtig scheiße! Sorry für die harten Worte, aber ich bin total verwirrt und enttäuscht. Wie kann das sein? Das Klangbild ist blutarm, grundtonschwach, Stimmen säuseln, das Bassfundament ist weg, die Räumlichkeit ist allenfalls durchschnittlich. Mein Empfinden ist auch nicht subjektivem Empfindungen oder vom den Glas Rotwein, das ich getrunken habe, getäuscht. Ich habe gleich einen Umschalter installiert und zwischen High-End DAC und der Plastikkiste für 100 Euro von Raumfeld umgeschaltet. Man hört die Unterschiede sofort und mehr als eindeutig.

Wie kann das sein? Ist der DAC defekt? Das glaube ich nicht. Kann es sein, daß die großen Unterschiede bei DACs und Vorstufen hier in den Tests nur an einen anderen Anpassung von Widerständen und Kapazitäten im Ausgang enstehen, die zufällig nicht zur BM6 passen? Die Erklärung würde mir als Techniker gut passen ;-)

Habt Ihr eine Erklärung? Was läuft hier falsch?

Vielleicht tausche ich morgen den DAC nochmal gegen das Gerät im Wohnzimmer?

Beste Grüße

Thomas
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Beitragvon Hans-Martin » 14.12.2018, 22:00

Hallo Thomas,
der erste Schritt sollte ein kreuzweise Austausch der Geräte sein, also den eingespielten Pioneer U-05 DAC in die 2. Kette, den neuen Pioneer U-05 DAC anstelle des ersten, um unter vergleichbaren Bedingungen eine eindeutige Zuordnung machen zu können.
Ist der Unterschied zwischen den beiden baugleichen Geräten oder liegt er außerhalb?
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein digital arbeitendes Gerät zunächst eine Einspielzeit (mindestens 36 Std. bis zu 1 Woche Dauerbetrieb mit Signal) beansprucht und außerdem auch empfindlich auf Körperschall reagiert.
Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon bob_lage » 14.12.2018, 22:05

Hallo Hans-Martin,

der kreuzweise Austausch erscheint mir auch als sinnvoll. Danke für den Tipp.

Der Unterschied ist allerdings so groß, dass es m.E. niemals an Einspielzeit liegen kann.

Ich werde am Sonntag (bin das Wochenende unterwegs) die Geräte tauschen. Vielleicht ist das Gerät (super Sonderangebot von Schluderbacher HIFI, siehe meine Empfehlung hier im Forum) auch defekt?

Beste Grüße

Thomas
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Beitragvon Hans-Martin » 14.12.2018, 23:00

Hallo Thomas,
gerade im Digitalbereich habe ich Überraschungen erlebt.
Kann man ausschließen, dass eine Veränderung während der Produktionsphase eingeflossen ist, also die Leiterplatten punktuell unterschiedlich bestückt sind?
Allein schon die Lagerung unter Magnetfeldeinfluss kann ferromagnetischen Teilen durch Remanenz Verschiebung auf ihrer Hysteresekurve aufzwingen.
Superpreis kann auch Lagerräumung von Altware bedeuten, deren Elkos nach langer Lagerung erst noch formiert werden wollen.
Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon bob_lage » 14.12.2018, 23:06

Hallo Hans-Martin,

Hut ab vor deiner nicht vorhandenen Voreingenommenheit.

Du bist die efektive Mischung zwischen technischem Sachverstand und der notwendigen Emotion, die für Musikempfindung notwendig ist. Da hast Du mir etwas voraus ...

Ich werde alles am Sonntag bzw. bevor ich das Gerät zurück schicken kann, testen.

Beste Grüße

Thomas
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Beitragvon Heule » 15.12.2018, 08:35

Hallo Thomas,

ja der Hans Martin ist schon der Knaller! Er hat als Experte keinerlei Tunnelblick und bleibt
immer offen für neue Erfahrungen und Wissensdurst.
Das ist sehr sehr selten.

Gruß Oliver
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Beitragvon Hans-Martin » 15.12.2018, 12:40

Hans-Martin hat geschrieben:Allein schon die Lagerung unter Magnetfeldeinfluss kann ferromagnetischen Teilen durch Remanenz Verschiebung auf ihrer Hysteresekurve aufzwingen.

Hallo,
die Schlussfolgerung darf jeder für sich selbst ziehen, z.B. die Entmagnetisierung mittels abklingendem Wechselfeld. Vor 25 Jahren habe ich Cinchstecker mit Knickschutzspirale gehabt, die konnte ich mit einem Tonkopfentmagnetisierungsgerät gut entmagnetisieren. Ich habe Röhrenstahlkontakte entmagnetisiert, was den Klang für eine gewisse Spielzeit verfeinerte, bei einem RöhrenVV bildete sich nach wenigen Betriebsminuten ein unangenehmes Klangbild, das erste Muster zeigte das nicht, der Hersteller hatte andere Widerstände verwendet, die sich durch Gleichstrom im Betrieb magnetisierten. Fast alle Widerstände werden wegen der Stahlkappen vom magnetisierten Schraubendreher schon angezogen (und den Weller WTCP habe ich schon lange ausgemustert, nachdem ich merkte, dass Eisen/Stahlhaltige Teile an der Lötspitze hängen blieben). Mit externem Gerät entmagnetisiert war für kurze Zeit Ruhe... vor einem Jahr wurde ich Zeuge einer Totalentmagnetisierung eines ganzen Gerätes, dann auch der passiven Weichen, des Verstärkers, Squeezebox, mit verblüffendem Einfluss auf den Klang in Richtung Detailreichtum, Offenheit...
Nach solchen Äußerungen in Foren bläst einem normalerweise der frostige Wind der Nichtversteher und Holzohren entgegen, deshalb hatte ich weiter oben mich kurz gehalten (und die Abhilfe nicht angesprochen).
Wenn ich gut hören will, lasse ich die Geräte 24/7 eingeschaltet (vielleicht mit Ausnahme der Endstufe).
Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon Kaskode » 15.12.2018, 16:33

Was mir an der Beobachtung von Thomas gefällt, ist das die BM6 Classic selbst nach 30 Jahren in einer Liga spielt, in der sie hörbar die Fehler gnadenlos aufzeigt.

Gruß,
René
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