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Thomas (Backes & Müller BM 6, BM 3, BM Delta)

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bob_lage
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Beitrag von bob_lage » 20.04.2019, 15:10

Hallo aktive Kulturfreunde,

heute habe ich den defekten Transistor TIP142 ersetzt und gleich dabei die bröseligen Sicherungshalter getauscht.

Hurra! Das Modul funktioniert jetzt wieder!

Hier ein Bild der Baustelle:

Bild

Das Transistorgehäuse ist etwas anders, aber egal. Es passt trotzdem und funktioniert.

Jetzt geht es an das Einstellen der Regelung und der Pegel. Und da taucht schon wieder das erste Problem auf, denn das Modul mit den EV7 Endstufen aus der Grande hat gar keinen Pin mehr, um die Regelung abzuschalten und einen Referenzpegel einzustellen.

Was nun?

Beste Grüße und schöne Ostern

Thomas
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bob_lage
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Beitrag von bob_lage » 20.04.2019, 18:26

Hallo nochmal,

hier noch ein Nachtrag. Das o.g. vierte Poti bei den Einstellung der Pegel resultiert wohl aus einer 4-Wege Weiche, wobei die unteren Wege für die Bassendstufe wieder zusammen geführt werden.

Hier das Bild. Der Pfeil zeigt auf das Poti, dass in vorherigen Versionen nicht exisitiert:

Bild

Ganz grob von mir gemessen stellt man mit dem Poti ganz unten den Pegel für ca. 20 bis 100Hz und mit dem Poti darüber (siehe Pfeil) den Pegel für ca. 100 bis 200Hz ein.

Das Bassbereich ist also mit den neueren Modulen besser anzupassen. Man könnte auch ein Tiefbassmonster einstellen, wenn man das denn will ;-).

Beste Grüße

Thomas
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Beitrag von wgh52 » 23.04.2019, 04:49

Stimmt Thomas,

kann ich bestätigen, die Aufteilung des TT/TMT Bereiches gab es auch bei der Alto/Nano, dort TT<80Hz MHT>80Hz...<700Hz.

Respektvolle Grüße und weiter viel Erfolg!
Winfried

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wgh52
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Beitrag von wgh52 » 23.04.2019, 05:24

Flüchtigkeitsfehlerkorrektur:
wgh52 hat geschrieben:...Aufteilung des TT/TMT Bereiches gab es auch bei der Alto/Nano, dort TT<80Hz TMT>80Hz...<700Hz MHT>700Hz
Grüße,
Winfried

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bob_lage
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Beitrag von bob_lage » 29.04.2019, 18:47

Hallo Aktive,

heute habe ich meine Schrott BM6 entkernt, also von den Restlautsprechern und dem Modul entfernt.

Die Module sind, wie erwartet, mit den EV4 Endstufen bestückt. Die Weichenplatine sieht ähnlich aus, wie bei meinen schwarzen EV4 Boxen, allerdings sind anstatt der TL07x die OPs LF347N verbaut.

Hier das Bild:

Bild

Die Boxen sind lt. Seriennummer älter als meine schwarzen BM6. Sind die TL07x eine Verbesserung gegenüber den LF347N?

Beste Grüße

Thomas
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Beitrag von wgh52 » 29.04.2019, 19:02

Hallo Thomas,

soweit ich erinnere, waren LF347 auch in meinen BM-3 von ca. 1983 verbaut. TL07x kamen glaub ich erst etwas später auf den Markt und hatten recht guten Leumund. Waren in BM-8 von ~1990 und Omega von ~1985 verbaut. Heute ersetze ich die LF bzw. die TL durch LM4562 oder OPA1644 (mit Block-Cs nahe den Supply-Pins, letzteren auf DIL-Adapter). Ich konnte damit an meinen BM Omega subjektiv verbesserte Auflösung und geringere Lästigkeit feststellen.

Grüße,
Winfried

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bob_lage
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Beitrag von bob_lage » 29.04.2019, 19:13

Hallo Winfried,

das ist interessant. Ich habe ja jetzt etwas Material zum basteln, äähhh natürlich tunen ;-)

Bekommen die LM4562 auch Block Cs? Wenn ja, welche nimmst Du dazu? Ich gehe davon aus, dass Du die einmal von +15V und einmal von -15V gegen Masse lötest?

Grüße

Thomas
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Beitrag von wgh52 » 29.04.2019, 20:18

Hallo Thomas,

ich nehme jeweils 100nF NP0 SMD Keramik-Cs. Je IC einen von + nach Masse, einen von - nach Masse und einen von + nach - . Ja, das mache ich generell, auch beim LM4562 (u.a. um Schwingneigung zu minimieren).

Weil wir am Abblocken sind: Jede Funktionsgruppe (z.B. F-Weiche) bekommt bei mir je ein RC Glied aus 100Ohm und 330µF/16V Panasonic-lowESR von + nach Masse, von - nach Masse und einen 330µF/50V von dem resultierenden Baugruppen+ nach Baugruppen- .

Soweit die Plauderei aus dem Nähkästchen :cheers:

Grüße,
Winfried

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bob_lage
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Beitrag von bob_lage » 08.05.2019, 21:23

Hallo Freunde des aktiven Supersounds,

ich melde hiermit: Das Projekt BM6 in hochglanz weiß ist abgeschlossen!

Hier ein Bild aus der lippischen B&M HighEnd Werkstatt ;-) (jaja, es gibt bessere Bilder, wenn die Teile am Bestimmungsort stehen):

Bild

Folgendes habe ich zum Bericht weiter oben noch geändert und optimiert:

- Module aus den Grande von ca. 1995 mit den EV7 Endstufen eingesetzt

- Mitteltöner mit reparierter Sicke aus den BM Grande eingesetzt (sind optisch besser und technisch top)

- Hochtöner aus den BM Grande eingesetzt (diese klingen im Gegensatz zu meinen älteren Hochtönern nicht scharf und lassen sich tiptop einstellen, vielleicht bei den alten HTs doch ein Ferrofluid Problem?

Ich habe mich auch nicht an der Gegenkopplungseinstellung von BM orientiert. Ob die Vorgabe von den alten BM6 überhaupt noch auf diese Module passen, ist sowieso fraglich. So ist z.B. die Übernahmefrequenz zum Hochtöner hier nach Messung garantiert nicht mehr 800Hz, sondern eher bei 1300Hz.

So habe ich die Gegenkopplung vom Bass gedreht bis es geil klingt und nicht schwingt und dann mit den beiden Potis (siehe oben) den Sound so eingestellt, dass ich einen schönen fetten Tiefbass mit meinen Metallabdeckungen ohne eingebaute Module habe. Mit der Montage der Module wird der Bass dann sowieso noch etwas geringer, wegen des dann geringeren Volumens der Box, so meine Erfahrung.

Den Mitteltöner habe ich dann bis ins Pfeiffen gedreht und dann soweit zurück, bis der Frequenzgang nach Messung einigermaßen linear war.

Das war einTipp eines absoluten BM-Profis hier aus dem Forum. Ok, ein Ratespiel: Es war G**t. Danke G**t :-)

Den Hochtöner habe ich per Messung mit Arta eingestellt. Danach habe ich dann noch mit Gehör und Messung Paargleichheit eingestellt (so gut es geht).

Hier die Bilder der letzten Messung mit überhöhtem Basspegel, weil noch die Metallabdeckungen drauf sind:

Bild
linke Box


Bild
rechte Box

Ich muss dazu sagen, dass die Messung sehr ungenau ist, weil die BM6 in der kleinen Werkstatt an verschiedenen Plätzen (siehe Bild oben) mit einem nicht eingemessenen Mikro einfach aus einem Meter Entfernung gemacht worden ist.

Trotz der ganzen Einschränkungen klingen die Boxen super genial und geil. Satter aber präziser Bass und eine tolle Auflösung mit überragender Räumlichkeit zeichen diese Boxen aus! Außerdem sind es echte Schönheiten. Ich bin sehr zufrieden!

Verbesserungspotential: Austausch der asbach uralten Basslautsprecher aus der Generation vor EV4 gegen die neueren Modelle.

Außerdem steht jetzt noch ein Livetest gegen die älteren BM6 EV4 aus. Die beiden Paare kann ich mit meinen Raumfeld Connectoren (Multiroom) optimal im Pegel anpassen und umschalten.

Aber nach dem Projekt ist vor dem Projekt:

Jetzt kommen die BM8 dran. Dazu habe ich jetzt noch genug Lautsprecher am Lager. Die zugehörigen VFeT-Module sind schon revidiert, aber ein Modul zickt noch etwas in der Einstellung der Gk des HT, aber das kriege ich auch noch hin :-)

Die Gehäuse sehen übel aus und müssen lackiert werden.

Danke an alle Forenten, die mir bis hier geholfen haben.

Beste Grüße

Thomas
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bob_lage
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Beitrag von bob_lage » 16.05.2019, 14:28

Hallo Aktive,

ich habe jetzt meine BM6 EV4 (vor VFet) in schwarz und meine BM6 EV7 in weiß gegeneinander antreten lassen.

Hier dazu das Bild aus der lippischen HighEnd-Werkstatt "Room two" ;-)

Bild

Beide BM6 waren am analogen Ausgang jeweils eines Raumfeld Connectors 2 angeschlossen. So konnte ich nur mit meinem Handy alles anpassen, einschalten, ausschalten usw.

Gehört habe ich:

Boris Blank & Malia, Dubxanne, Al Stewart, Snowy White, Chuck Mangione ....

Das Ergebnis war überraschend eindeutig:

Die neueren BM6 spielen deutlich wärmer und druckvoller als die EV4 Version. Diese klingt im Vergleich spitz und kalt, fast klinisch.

Ob das nun an der älteren Technik liegt oder vielleicht nur an meinen Einstellungen, vermag ich nicht zu sagen.

Vielleicht öffne ich die EV4 noch einmal und versuche sie etwas anzugleichen. Dabei klingen die EV4 keinesfalls schlecht. Man muss diesen Klang aber auch mögen.

Ich hätte beim einzelnen Hören nie gedacht, dass hier ein so großer Unterschied zu hören ist. Auch die Messungen gaben nich sooo viel her. Das sieht man wieder wie man sich täuschen kann, wenn man nicht direkt vergleicht.

Beste Grüße

Thomas
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Beitrag von bob_lage » 11.10.2019, 19:58

Hallo aktive Gemeinde,

der Winter kommt: Zeit mal wieder etwas zu basteln :-)

Aktuell beschäftige ich mich mal wieder mit den Messungen an meinen BMs. Dabei ist mir Arta ein wenig ans Herz gewachsen.

Als Mikrofon nutze ich ein Umik-1, dass ich mit dem Minidsp DDRC-22 geliefert bekommen habe. Zu dem Umik-1 habe ich auch die Calibration Files. Dummerweise kann ich das Format nicht in Arta einlesen. Es handelt sich um ein einfaches Textfile. Arta will *.cal Files, was immer das ist.

Meine Frage: Kann man das Umik-1 Textfile so anpassen, dass es in Arta angenommen wird? Gibt es eine andere Möglichkeit die Kombi zu nutzen?

Danke und beste Grüße

Thomas
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Tinitus
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Beitrag von Tinitus » 11.10.2019, 22:00

Hallo Thomas,

schau Dir mal die ARTA Anleitung an:

http://www.artalabs.hr/download/ARTA-user-manual.pdf

ab Seite 20. Da wird zwar von Kalibrierung gesprochen, dass meint aber nach meinem Verstädnis, der sicherstellt, dass wenn der SPL zum Beispiel 85 dB beträgt, ARTA auch wirklich 85 dB misst. Wobei das mbMn nicht so wichtig ist, da man meist mehr am Frequenzgang interessiert ist also an relativen Pegelunterschieden abhängig von der Frequenz, da bleibt ein +15 dB Mode eine +15 dB Mode, unabhängig davon welche Größe die absolut gemessenen Werte haben. Auf den folgenden Seiten wird dann auch beschrieben, wie man eine frequency response correction für das Mikrophon einbindet. Das entspricht dem, was Du die Kalibrierdatei für dein UMIK nennst. Laut BDA können da auch .txt dateien eingebunden werden.

Gruß

Uwe
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin » 11.10.2019, 22:29

Hallo Thomas,
Uwes Darstellung kann ich nur bestätigen.
Ich habe viele Mikrofone verglichen, dabei wurden auch die Pegel verändert. Der Frequenzgang des Mikrofons ist eine Sache, die Pegelzuordnung hingegen neben der Empfindlichkeit des Mikrofons auch eine Frage der Verstärkung der nachfolgenden Stufe.
In meinem Vergleichssetup hatte ein -20dB Pegelunterschied keinen Einfluss auf die Frequenzgang-bezogenen Werte.
Für eine Pegelkalibrierung gibt es z.B. von B&K einen mechanischen Generator, der beim Mikrofon einen definierten Durchmesser voraussetzt, dann wird darauf ein definierter Pegel abgegeben. Schallpegelmesser haben deshalb vorn einen dafür vorgesehenen Flansch, Messmikrofone nicht. Mit dem Mikrofon und Vorverstärker und Auswertung darf dann das so geschlossene System nicht mehr verändert werden.
Grüße
Hans-Martin
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Beitrag von bob_lage » 14.10.2019, 10:27

Hallo Uwe,
hallo Hans-Martin,

danke für die Tipps.

Es scheint so zu klappen. Die Datei kann ich einlesen und eine Korrekturkurve wird dargestellt.

In den nächsten Tagen probiere ich es mal mit der BM3 aus.

Beste Grüße

Thomas
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