Thomas (Backes & Müller BM 6, BM 3, BM Delta)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon bob_lage » 03.02.2019, 19:47

Hallo Freunde des guten Tons,

heute ging es weiter:

Projekt 1: Der Mitteltöner hat jetzt die neue Sicke. Der Kleber ist ausgehärtet, also ran an den Sinus. Ergebnis: Nebengeräusche hört man nur, wenn man ihn mit niedriger Frequenz richtig fordert. Bei 200 Hz ist dies kaum zu erreichen. Er scheint also zumindest mechanisch ok zu sein. Allerdings ist er etwas steifer in der Bewegung, als seine alten Kollegen. Passt vielleicht die Steifigkeit der Spinne nicht? Der Test steht noch aus. Allerdings werde ich damit noch etwas warten, weil:

1. Durch die Lackierung der weißen BM6, sitzen die Speaker stramm drin. Jeder Ausbau/Einbau birgt die Gefahr, dass Lack weg platzt.
2. Bei den schwarzen BM6: Never Basteling on an running System.

Projekt 2: Ich habe heute die beiden Module der weißen BM6 getauscht. Ergebnis: Mit dem vermeintlich defekten Modul lässt sich die Regelung einstellen. Mit vermeintlich heilen Modul quiekt der Bass nach wenigen Millimetern Potidreh los. Der Mitteltöner ist etwas geschmeidiger.

Also liegt es doch am Basslautsprecher (dummerweise nicht das Raucherteil, sondern der optisch gute Lausprecher) oder an dessen Zuleitung. Man liest ja häufig über Kabelbruch etc.

Bevor ich dies untersuchen konnte, ist mir das Modul wieder mit spratzendem Relais abgeraucht. Danach war wieder die Netzsicherung durch. Nach dem Ersetzen der Sicherung, spratzt das Relais weiter. Ich bekomme das Modul nicht mehr an den Start.

In Verdacht habe ich Standbytrafo, der wohl durch das Relais geschaltet wird, in Verdacht, aber ich habe aktuell nicht wirklich den Plan, woran es liegen kann. Kann ich einen Trafo aus der AFB Serie nehmen (habe ich noch übrig)? Oder bekommt man den Trafo noch neu?

Oder liegt es woanders dran? Keinen Plan.

Hilfe!!!!!!!!

Genervte Grüße

Thomas
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Beitragvon bob_lage » 04.02.2019, 23:02

Hallo Aktive,

heute ist Montag. Kein Bock zum Löten, aber zum Bestellen :-)

Darum habe ich heute alle Bauteile zur Revison der BM8 Module bestellt. Kostet ca. 100 Euro inkl. Porto. Inzwischen bekommt man alles bei Reichelt und Conrad. Vielleicht zicken diese Module ja nicht so rum, wie die BM6 Module.

Mir ist noch etwas merkwürdiges aufgefallen:

Meine BM6 Module (Seriennummer 6.46xx) haben anscheinend keinen symmetrischen Eingang. Die Buchsen sind genauso aufgeführt, wie an den älteren BM6 EV4 Modulen (Input, to Preamp). Es sind aber definitiv VFeT-Module und es steht auch drauf.

Die BM8 Module haben dagegen Eingänge für symmetrisches und asymmetrisches Signal und eine kleine Platine extra unterhalb des Netzteils. Dazu gibt es zwei Buchsen für das PPG. Sonst sieht alles gleich aus, auch schaltungstechnisch.

Anscheinend sind meine BM6 Module eine der ersten Ausführungen der VFeT, ever. :-)

Beste Grüße

Thomas
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Beitragvon bob_lage » 09.02.2019, 20:08

Hallo in die Runde der Qualitätshörer,

heute ist wieder Samstag, Zeit zum Löten!

Ich habe heute die beiden Module der BM8 VFet revidiert, also Elkos tauschen, Relais tauschen, Potis tauschen.

Inzwischen bin ich schon ein alter Hase und benötige nur noch eine knappe Stunden pro Modul :-)

Zwischendurch kam mir noch dies vor meine Augen:

Bild

Tuning eines Voodoo-Hifi Freaks? Ich glaube nicht. Also habe ich das Zeug entfernt und wieder den normalen 1,5kOhm 4 Watt Zementwiderstand eingelötet.

Dann kam der Test:

Modul 1: LED schaltet auf rot, sonst keine Reaktion.

Modul 2: LED schaltet auf grün. Ton kommt aus allen Lautsprechern, aber der Hochton verzerrt.

Mehr oder weniger durch Zufall, habe ich dann bemerkt, dass Modul 1 auf grün schaltet, wenn ich Modul 2 einschalte, allerdings kommt aus Modul 1 dann kein Ton. Merkwürdig!

Nach Kabelgetausche (passt die Pinbelegung??) und Probieren, habe ich dann beide Module an den Start bekommen,in dem ich meine asymmetrischen Signalkabel in den symmetrischen Eingang gesteckt habe. Das verstehe, wer will, aber beide Boxen schalten ein und spielen.

Dann bin ich noch dem zerrigen Hochton zuleibe gerückt. Wenn ich das Resonanzgedönspoti ganz aufgedreht habe quiekte und schräbbelte der Hochtöner ganz fürchterlich. In der anderen Richtung war es besser, aber nicht ganz weg.

Also habe ich einen Hochtöner aus der BM3 eingebaut. Und? Läuft! Keine komischen Geräusche mehr. Der Hochton klingt gut. Morgen werde ich die Boxen einstellen und messen, ob der Frequenzgang einigermaßen linear ist.

Merkwürdig (mein neues Lieblingswort, seit ich an BM6 schraube) ist, dass der jetzt ausgetauschte Hochtöner mit dem anderen Modul der BM6 VFet ohne Probleme funktionierte.

Beste Grüße

Thomas
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Beitragvon bob_lage » 10.02.2019, 18:02

..... und weiter geht es:

Heute habe ich die Regelung der BM6 eingestellt und einen ersten Soundcheck gemacht. Auch mit diesen Modulen bekomme ich die Regelung des Basslautsprechers von Box 1 nicht über einen Gegenkopplungsfaktor von 3 bei 200Hz gestellt (Faktor 6 wäre richtig). Drehe ich etwas drüber, pfeifft der Basslautsprecher. Beim anderen Basslautsprecher ist es kein Problem, obwohl der Konus zu weit nach hinten steht. Auch bei beiden Mitteltönern kann ich Faktor 3 bei 800Hz einstellen.

In Ermangelung eines weiteren funktionsfähigen Basslautsprechers, habe dann erst einmal beide Bässe auf Faktor 3 eingestellt. Der Klopftest beweist, dass die Regelung funktioniert und Faktor 3 ist immerhin besser als nix, wie bei den Passiven.

Mit rosa Rauschen aus dem Rechner und Arta habe ich dann probiert den Frequenzgang möglichst linear einzustellen. Bei beiden Boxen sieht man, dass im Bass eine Überhöhung (ca. 3dB bei ca. 130Hz) vorkommt. Dafür fällt der Bass bei 40Hz ziemlich stark ab. Das war bei meinen BM6 EV4 nicht so und ist m.E. der nicht optimalen Regelung (Gk-Faktor kleiner als 6) geschuldet.

Der Klang ist insgesamt gut. Im Bass hört man schon einen großen Unterschied zu den EV4. Insgesamt ist das Klangbild subjektiv etwas wärmer, weniger präzise. Das kann aber auch täuschen oder am Basslautsprecher oder an der zweiten Garde der Restlautsprecher (HT+MT) liegen.

Weitere Hörtests stehen also aus. Basslautsprecher mit den "geraden Ohren" werden gesucht! Ich habe diesbezüglich schon eine "Suche" hier im Forum gestartet.

Beste Grüße

Thomas
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Beitragvon bob_lage » 11.02.2019, 19:09

Hallo aktive Hifi-Freunde,

Geduld ist nicht meine Stärke, ok manchmal doch, aber nicht heute. Deswegen habe ich für nen Hunni gerade diese gekauft:

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Ja, ja, ich weiß: Die sind aus der älteren Serie (kleine Staubschutzkappe), aber die passen mechanisch in meine Gehäuse (gerade Ohren und 26cm Lochabstand diagonal). Der Widerstand der Antriebsspule passt auch. Der Widerstand der Sensorspule ist bei den Teilen ca. 1k. Bei meinen neueren Basslautsprechern ist er ca. 1,3k.

Ob das klappt? Versuch macht klug?

Was meint Ihr? Hat das jemand schon eimal probiert?

Beste Grüße

Thomas
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Beitragvon bob_lage » 14.02.2019, 11:54

Hallo Aktive,

für alle Nachmacher (scheint ja nicht so viele davon zu geben, wenn man sich die Reaktionen auf diesen Thread ansieht ...), hier ein Tipp:

Ich habe jetzt für die Revision der VFet Module dieses Relais genommen:

https://www.schrack-technik.de/shop/rp-printrelais-1w-8a-12v-dc-2-5mm-v23057-b0002-a401-rp510012-e.html

Das passt für Lautsprecherschutz und für das Netzteil. Es hat, im Vergleich zu dem Relais weiter oben (v23057-b0002-a101), eine max. Schaltlast von 8A anstatt 5A. Das scheint mir sicherer, weil die zu ersetzenden Eberle Relais eine max. Schaltlast von 10A hatten.

Man bekommt das Relais bei Ebay und Co. auch für einen kleinen Taler.

Beste Grüße

Thomas
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Beitragvon Thor_7 » 14.02.2019, 12:34

Hallo Thomas,

ich verfolge mir großem Interesse deinen Thread und ich denke, du hast sicherlich noch viele stille Mitleser mehr.

Die alten BMs haben schon eine besondere Faszination. :)

Viele Grüße

Thorben
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Beitragvon wgh52 » 14.02.2019, 14:18

Hallo Thomas,

bitte berichte weiter, ich verfolge Deine Arbeiten und den Expertisegewinn mit grossem Interesse, bezüglich der Chassisreparaturen sogar mit Bewunderung! Dass ich momentan schweige zeigt nur, dass ich "gerade" nichts beitragen kann.

Beste Grüße,
Winfried

PS: Interesse am Thread kann man neben den Antworten auch an der Anzahl "hits" ablesen :cheers:

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Beitragvon bob_lage » 17.02.2019, 21:09

Hallo Aktivfans,

meine Basslautsprecher (Modelle aus älteren BM6 von ca. 1980) habe ich erhalten. Auffallend anders ist der nicht existierende Stecker für den Sensor, also Kabel konfektionieren und anlöten.

Das sieht dann so aus:

Bild

Das Kabel ist eine alte Steuerleitung, die ich noch über hatte.

Sonst ist mir aufgefallen, dass der alte Basslautsprecher im Vergleich zum neueren Basslautsprecher mit den größeren Staubschutzkappen, minimal aber spürbar weicher aufgehängt ist. Auch der ohmsche Widerstand der Sensorspule ist anstatt ca. 1,3kOhm eher 1kOhm.

Beim Anschluss ist unbedingt noch auf die richtige Polung des Sensors zu achten. Weil sich dies nicht aus der Anschlussplatte erschließt, habe ich Pegel und Gegenkopplung ganz runter gedreht und beim Test vorsichtig eingestellt. Wenn es aus dem Bass tieffrequent (ca. 50Hz) brummt (so war es bei mir), ist er verpolt. Dann müssen die Anschlüsse getauscht werden.

Ergebnis des Einbaus:

Alles funktioniert bestens: Die Regelung lässt sich sehr gut einstellen. Das Bass klingt, wie ein Backes Bass klingen muss. Bin sehr zufrieden, guter Deal!

So sehen die Boxen mit dem Oldschool-Bass jetzt aus, nicht so schön, aber ok:

Bild

Bekommt man eigentlich irgendwo die passenden größeren Staubschutzkappen?

Das ist ein Pink-Noise Response im gut bedämpften Raum mit Arta und Umik-1:

Bild

Garnicht sooo schlecht, oder?

Dann habe ich noch das Kabel für die LED verlötet und das BM6 Schild mit der LED verheiratet.

Bild

Die ganze Mimik trocknet jetzt vor sich hin und ich trinke jetzt ein Bier!

Prost!

Thomas
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