Thomas (Backes & Müller BM 6, BM 3, BM Delta)

audiophile Biografien unserer Mitglieder
Forumsregeln
Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon bob_lage » 16.12.2018, 18:45

Hallo aktive Hörer mit Genuss-Garantie,

ich bin heute aus dem Kurzurlaub zurück gekommen und habe mich gleich an den Tausch der Pioneer U-05 gemacht.

Also habe ich als erstes den Pio aus dem Wohnzimmer direkt an die Kabel des neuen Pios in der Werkstatt gesteckt. Ergebnis: Der gleiche schlechte Klang, wie beim anderen Pio DAC. Ich war jetzt echt geknickt..

Dann habe ich die BM6 aus Sicherheitsgründen nochmal an den Raumfeld Connector gesteckt (ohne Umschalter). Dabei ist mir aufgefallen, dass ein Stecker bei Bewegung Geräusche (leichtes Knacken und leises Surren) verursacht hat, obwohl ich mit dem Kippschalter die BM6 auf andere Pins im Eingang geschaltet habe, um Brummen beim Umstecken zu verhindern. Beim Zerlegen des Cinch-Steckers konnte sehen, dass die Masseverbindung abgerissen war.

Also schnell angelötet und den Sound getestet: Hurra, der Pioneer spielte wie im Wohnzimmer gewohnt auf! Fehler gefunden, alles bestens ...

Merkürdigerweise trat dieser Fehler nur beim Pioneer auf. Der Raumfeld Connector spielte trotz abgerissener Masse sehr gut ohne einen Fehler im Sound. Es war beim Pioneer auch nicht nur ein Kanal schlecht oder leise. Der Klang war insgesamt hohl und flach. Wie kann man das erklären?

Dann habe ich flugs noch den Umschalter wieder in Betrieb genommen, um die beiden DACs gegeneinander zu testen. Ergebnis: Nach Abgleich der Lautstärke ist nur sehr wenig Unterschied zu Gunsten des Pioneer zu hören. Also bestätigt das meine Aussage von weiter oben, das es zumindest auf dem Level der BM6 Classic Unterschiede bei den DACs gibt, aber diese sind nicht groß und m .E. überbewertet.

Hier noch ein Blick auf den zugegebenermaßen etwas chaotisch ausseheneden Testaufbau, Werkstatt halt :-)

Bild

Ganz oben der Raumfeld Connector, als drittes von oben der PIoneer U-05, vorne der Umschalter mit Kabelgedöns,

Beste Grüße

Thomas
Bild
bob_lage
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 146
Registriert: 07.02.2013, 15:35
Wohnort: 32xxx

Beitragvon bob_lage » 05.01.2019, 15:51

Hallo Freunde des gepfegten Tons,

ich hatte einige Tage frei und konnte mich daher ein wenig als Chirurg für Mitteltöner weiterbilden ;-)

Mein Mitteltöner mit der neuen Sensorspule von Noel hat das Problem, das der Weg der Membran nach hinten blockiert ist. So ist er funktionslos und damit wertlos. Ich habe mich also entschieden ihn zu zerlegen und hoffentlich erfolgreich zu operieren:

Hier die Ausgangslage:

Bild

Als erstes habe ich mit Nagellackentferner die Sicke am Außenring gelöst. Das funktionierte recht gut.

Als nächsten Schritt habe ich die Anschlüsse von Schwingspule und Sensorspule abgeschraubt, auch kein Problem, siehe:


Bild

Jetzt konnte mit einem scharfen Messer die Zentrierspinne durchtrennen und die Membran samt Sensorspule und Schwingspule aus dem Gehäuse nach oben heraus ziehen.

Hier der Rest der Zentrierspinne mit dem Gehäuse:


Bild

Hier die Membran mit "Zubehör":


Bild

Der Fehler des MTs war nun schnell ermittelt: Beim Fixieren der Sensorspule ist etwas Kleber an der Innenseite herunter gelaufen ist und in einem Tropfen ausgehärtet. Dieser blockiert den Membranhub nach hinten:


Bild


Die Entfernung der Restklebers mit Verdünnung war eine echte Sauarbeit, genauso wie die Entfernung des Restes der Zentrierspinne. Beides zusammen dauerte ca. 1,5 Stunden und meine Hände waren von den Resten des Kleber, Verdünnung und Resten von Ferrofluid total versifft.

Aber was macht man nicht alles für den guten Sound :-) Ich hoffe, dass ich durch das ganze Gebiege und Gerupfe das Material nicht zu sehr beansprucht habe.

Hier noch ein Blick auf das Schlachtfeld:


Bild

In Kürze folgt der Bericht vom Zusammenbau ....

Weil ich keinen Bock mehr auf Mechanik hatte, habe ich mir dann noch das erste meiner beiden BM6 VFet Module vorgenommen und alle Elkos, Relais und Potis erneuert: Der Kurztest ergab: Das Modul funktioniert!

Das Sound war in dieser Konstruktion allerdings etwas blutarm ;-)


Bild

Demnächst mehr ....

Beste Grüße

Thomas
Bild
bob_lage
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 146
Registriert: 07.02.2013, 15:35
Wohnort: 32xxx

Beitragvon Hans-Martin » 05.01.2019, 22:48

Hallo Thomas,
hast du auch schon eine neue Zentrierspinne?
Wo bekommt man sowas passend?
Ich frage mich, ob es Wege gibt, die Membran auch ohne Zerstörung der Zentrierspinne aus dem Korb zu entfernen.
Grüße
Hans-Martin
Bild
Hans-Martin
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 5889
Registriert: 14.06.2009, 15:45

Beitragvon bob_lage » 05.01.2019, 22:58

Hallo Hans-Martin,

ich habe diese hier genommen (Tipp außerhalb des Forums):

http://lautsprecher-technik.com/Lautsprecher-Ersatz----Reparaturteile/Lautsprecher-Reparaturteile/Zentrierspinne/Kewlon-3--Lautsprecher-Ersatz-Zentrierspinne-990.html

Die passt von Abmessungen top. Ob die mechanisch die gleichen Eigenschaften hat, weiß ich nicht.

Ich glaube nicht, dass die Membran ohne Zerstörung der Spinne zu lösen ist.

Beste Grüße

Thomas
Bild
bob_lage
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 146
Registriert: 07.02.2013, 15:35
Wohnort: 32xxx

Beitragvon bob_lage » 15.01.2019, 18:45

Hallo Freunde der B&M Classic Kultur,

am Sonntag habe ich die neue Spinne eingesetzt, verklebt und bis heute gut durchhärten lassen. Die Klebestelle hatte ich mir vorher gut mit einem Stift markiert.

Bild

Heute war nun Tag der Wahrheit. Ich habe den Konus eingesetzt. Er "rastete" förmlich so satt ein, dass ich dachte, man müsste nicht mehr justieren. Die Sinne passt mechanisch top rein:

Bild

Bei genauerem Hinsehen sah ich, dass der Konus leider ca. einen Millimeter zu hoch steht:

Bild

Wie konnte das passieren? Ich hatte doch alles markiert. Mit dem Rest der alten Spinne aus dem Müll, konnte ich erkennen, dass die Kleberänder im inneren Kreis etwas anders sind. Das hatte ich übersehen. Sehr ärgerlich, weil es doch leicht zu erkennen war und es einfach nach zu justieren gewesen wäre.

Also, nochmal, nochmal wie es bei den Teletubbies heißt. Hoffentlich überlebt der Konus noch ein Gerupfe mehr. Eine Spinne habe ich noch ...

Beste Grüße

Thomas
bob_lage
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 146
Registriert: 07.02.2013, 15:35
Wohnort: 32xxx

Beitragvon bob_lage » 18.01.2019, 09:02

Hallo aktive Gemeinde des guten Sounds,

immer noch in der Hoffnung meinen Mitteltöner wieder in Stand setzen zu können, habe ich mich aktuell mit dem Thema Ferrofluid auseinander gesetzt.

Der zerlegte Mitteltöner hatte Ferrofuid, das jetzt nicht mehr vorhanden ist.

Hier stellen sich m. E. zwei Fragen:

1. Füllt man Ferrofluid nach oder lässt man es besser weg?
2. Wenn man Ferrofluid nachfüllt, welches Ferrofluid nimmt man denn für diesen Lautsprecher?

In Holland verkauft der Speakerrepairshop spezielles Ferrofluid für Hochtöner und Tieftöner:

https://www.speakerrepairshop.nl/index.php?item=ferrofluid&action=page&group_id=30&lang=de#.XECKQM0xmUl

Auf meine Anfrage "Ferrofluid für den BM6 Mitteltöner" bekam ich folgende Antwort:

"I am very sorry, but at this time we don’t offer that kind of ferro fluid."

Vielleicht kann mir jemand aus dem Forum meine Fragen beantworten?

Vielen Dank im Voraus!

Beste Grüße

Thomas
Bild
bob_lage
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 146
Registriert: 07.02.2013, 15:35
Wohnort: 32xxx

Beitragvon bob_lage » 20.01.2019, 16:57

Hallo Freunde intelligenter Technik und emotionaler Kunst,

es ist mal wieder Wochenende und damit Zeit, an den BM6 zu schrauben.

Mein erstes Problem war heute die unpassend eingeklebte Spinne in dem MT der BM6. Ich habe Spinne mit Verdünnung wieder gelöst. Das ging einfacher, als ich dachte. Dann habe ich die Spinne auf dem Konus soweit nach oben verschoben, bis die Lage des "Sensors by Noel" wieder passte. Zum Abschluss habe ich die Spinne neu verklebt. Jetzt trocknet sie so vor sich hin.

Einige Bilder dazu:

Bild

Hier sieht man, dass ich die Spinne fast bis zur Kante schieben musste, um die richtige Lage zu bekommen.

Bild

Hier sieht man die Rückseite mit dem Kleber.

Bild

Hurra! Die Höhe passt jetzt. Man sieht aber auch, wie sehr der Konus unter dem ganzen Gezerre und Gerupfe schon gelitten hat.

Während der Trockenphase, habe ich das zweite Modul der BM6 VFet fertig gestellt. Beim ersten Test funktionierten Bass und MT einwandfrei. Der Hochtöner spielte leise und rauschte stark. Ich habe das Modul aus dem Strom genommen und nochmal alle Anschlüsse kontrolliert und das Modul "abgeklopft". Beim zweiten Einschalten rauschte der HT erst. Das fing er laut an zu Pfeiffen, also wieder abschalten ... Ich habe dann den Pegel des HT auf Null gedreht und das Resonanzgedönspoti auf Mittenstellung. Nach erneutem Einschalten war dann Ruhe im Hochtonzweig und ich konnte am Poti den Pegel erhöhen. Auch das Resonanzgedönspoti reagierte danach unempfindlich, genauso wie ein Klopftest. Auch nach einen Stunde Testbetrieb spielte die BM6 schön blutarm (siehe Bild) vor sich hin. Das Ding hat sich also selbst repariert :-)

Bild

Hier der Testaufbau mit dem garantiert blutarmen Sound ;-)

Der Pegelsteller des Hochtöners ist bei meiner BM6 VFet und auch bei der BM3 durch ein Festwiderstand ersetzt. Meine Idee: Um flexibler zu sein und weil sich sicherlich die Parameter der Chassis im Laufe der Jahre verändert haben oder meine Chassis garnicht zu dem Modul gehören, messe ich den Widerstand aus und ersetze ihn durch ein entsprechende eingestelltes Poti. Also gemessen R=0 Ohm=Verwirrung. Was soll das? Ist die Regelung immer auf Vollgas eingestellt oder regelt die Box garnicht mehr? Voller Ehrfurcht vor dem "Mü" Aufkleber auf der Platine habe ich dann das Poti auch auf 0 Ohm eingestellt und eingelötet. Der Test ergab: Alles ok, klingt wie vorher. Mal sehen wie, es später so läuft, wenn ich am Poti drehe.

Nächste Baustelle:

An einem der Basslautsprecher musste ich den Schaumstoffring neu ankleben. Dabei sah ich, dass die Basslautsprecher aus der BM6 und der BM8 verschieden sind. Besonders auffällig ist die verschiedene Größe der Magneten.

Aber gerade die Basslautsprecher der BM8 möchte ich für meine BM6 nehmen, weil das andere Paar nikotingelb ist und bei einem Basslautsprecher der Konus zu weit nach hinten steht (falsche Sicke?).

Was meint Ihr? Kann ich einfach die BM8 Speaker nehmen oder sind die zu sehr verschieden?

Hier ein Bild dazu:

Bild

Links BM6, rechts BM8.

Dann habe ich mich an meine wunderschön lackierten Gehäuse gemacht und schon einmal das Kabel für die LED durchgestossen.

Bild

Hier das Gehäuse in ehefraukompatiblem Hochglanz Weiß

Bild

Hier das Gehäuse mit neuem Kabel für die LED

Demnächst mehr an dieser Stelle.

Schönen Sonntag noch ...

Beste Grüße

Thomas
Bild
bob_lage
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 146
Registriert: 07.02.2013, 15:35
Wohnort: 32xxx

Vorherige

Zurück zu „wie ich zum aktiven Hören kam“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 6 Gäste