Christian (Neumann KH 120 A)

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Christian (Neumann KH 120 A)

Beitragvon nikander » 04.02.2013, 18:02

Hallo zusammen,

frisch gebacken in diesem Forum möchte ich über meinen Weg zu aktiven Boxen sprechen:

Die Hifi-Besessenheit hat mich im Alter von 15 Jahren ergriffen - die ersten Boxen waren Bose-LS samt Grundig-Verstärker, die ich gegen eine Märklin-Eisenbahnanlage tauschte (ein klarer Fehler). Die Bose-Exemplare wurden nach bereits 10 J "autolytisch", zerbröselten einfach.

Über eine Yamaha/MB Quart-Kombination, T+A TB 140 LS + NAD-Kette habe ich mich immer weiter hochgeschaukelt bis zu einer (retrospektiv irrsinnigen) Kette aus Audiophysik Avanti LS, 4 Mono-Endstufen (Camtech), Camtech Vorverstärker, Camtech Phono Pre, Thorens 320 MK II Plattenspieler + MC Goldring Elite + Marantz CD 14 Player. Auch dem üblichen Beiwerk war ich erlegen: CD-Entmagnetisierer, "audiophile Steckdosenleiste", Kabelage, Netzfilter ...

Der Klang war nicht schlecht (kein Vergleich zu den zuvor muffigen T+A TB 140 LS), aber auch nicht wirklich authentisch (insbesondere bei Violinen-Klang etc.). Das Hobby wurde mit Familiengründung (+ 3 KIndern) uninteressant, der Plattenspieler lästig und verkauft (klanglich ohnehin nach meiner Einschätzung nicht umwerfend).

Nach einem Umzug in ein anderes Haus mit kleinerem Wohnzimmer erschien der Hifi-Turm samt großen Stand-LS oversized - leider war es auch der Klang. Zu diesem Zeitpunkt wurde ich überhaupt erst auf einen der wichtigsten Aspekte aufmerksam - die Raumakustik. Leider war hier das Kind schon in den Brunnen gefallen - das Wohnzimmer ließ sich nicht familientauglich mit Absorbern und Diffusoren ausstaffieren.

Gleichzeitig gewann ich den Eindruck, dass Studiogeräte doch überwiegend ein deutlich besseres Preis-Leistungsverhältnis aufwiesen, fühlte mich retrospektiv naiv und verschaukelt. Mein Traum war eine Kombi aus KH O300 + 2, max. 3 Geräten - zu teuer. Aktive LS schienen mir aber das plausibel überlegene Konzept, Ziel meinerseits: möglichst unverfärbter Klang. Als nächstes folgte eine Probestellung von Dynaudio 110 A, die mir schon richtig gut gefielen - Tendenz allerdings zum warmen Klangbild, sehr schöne Frauenstimmen.

Dann fielen mir Tests zu den Neumann KH 120 A-LS ins Auge, die noch günstiger waren. Ich habe mir (zum ersten Mal in meinem Leben) die Dinger ungehört bestellt und war (und bin es noch) spontan fasziniert: Klanglich ungemein räumlich, sehr fein auflösend, neutral - viel besser als meine alte Anlage (und dazu noch zu einem Bruchteil der Ausgaben).

Als Zuspieler dient jetzt ein Audiolab 8200 CDQ (Vorstufe/Wandler/CD-Player in einem). Nun hatte ich mir in einer Nacht-und-Nebel-Aktion in den USA einen Subwoofer von Velodyne bei Ebay geschossen, ca 1/4 - 1/5 des hiesigen Einkaufspreises (entspricht hier dem SPL 1000), jedoch schlugen dann Zoll und Umrüstung auf ein anderes Netzteil noch recht kräftig drauf.

Mir hatte es (theoretisch) die automatische Selbsteinstellung der Velodyne Subwoofer angetan, die sich dann in der Praxis (akkustisch und mit entsprechenden Raummessungen) als große Seifenblase erwies. Durchgeschleift durch den Sub klangen die KH 120 A wesentlich weniger auflösend.

Letztendlich habe ich - sozusagen als externe Frequenzweiche - das Ganze mit einem KRK Ergo verkabelt und sehr zufriedenstellende Ergebnisse erzielt (ich trenne bei 50 Hz) - einen derartig präzisen Bass habe ich noch nie in meinem Räumlichkeiten gehört, und der Sub ist nicht zu orten. Auch wenn ich keine (räumlichen) akkustischen Korrekturen vornehmen konnte, möchte ich nach einigen Startschwierigkeiten die Lösung mittels KRK Ergo nicht mehr missen.

Soweit zu meiner Vorgeschichte.

Schöne Grüße,

Christian
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Beitragvon Rudolf » 04.02.2013, 19:34

Hallo Christian,

herzlich willkommen im Forum!

Das Hören mit Nahfeldmonitoren hat für viele eine ganz eigene Qualität, weil es die Unmittelbarkeit eines Kopfhörers mit der Losgelöstheit eines großen Lautsprechers kombiniert. Zumindest geht es mir so, wenn ich mit meinen kleinen Aktiven* sehr zufrieden am PC höre. Wie weit sitzt du denn von den KH 120 entfernt?

* wie bei dir inzwischen durch einen Acourate-korrigierten Sub unterstützt.

Viele Grüße
Rudolf
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Beitragvon nikander » 04.02.2013, 20:11

Hallo Rudolf,

Ich höre bei ca. 3 m Abstand - die für optimale Entfernung liegt für mich aber bei ca. 1.8 m, eher auf Höhe der Hochtöner - ich sitze dann zur Belustigung meiner Familie auf einem Barhocker, da ich die Ständer nicht weiter absenken kann und eher klein bin.

Schöne Grüße,

Christian
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Beitragvon Aktiv » 05.02.2013, 01:49

Hallo Christian,

Ich habe einen aehnlichen Weg hinter mir und bin letztendlich auch bei einer vergleichbaren Anlage gelandet. Mit Dir sind dann mittlerweile zumindest drei KH 120 Hoerer im Forum vertreten. Viel Spass beim Hoeren. Nur den Barhocker wuerde ich noch einmal ueberdenken, so richtig entspannend hoert sich das nicht an. Vielleicht helfen hoehenverstellbare Staender fuer die KH 120 weiter.

Gruss, Joachim
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Beitragvon nikander » 05.02.2013, 11:48

Hallo Joachim,

wenn mich nicht täusche, hast Du den hochinteressanten NAD M51 als Zuspieler.

Die KH 120 A sind etwas Tolles. :cheers:


Grüße,

Christian


P.S.: Barhocker - kein Problem - die König und Mayer-Ständer lassen sich einfach nicht weiter absenken.
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Beitragvon Aktiv » 06.02.2013, 01:52

Hallo Christian,

nikander hat geschrieben:wenn mich nicht täusche, hast Du den hochinteressanten NAD M51 als Zuspieler.

Ja, das bin ich. Und vermutlich noch immer der einzige in diesem Forum, der den NAD M51 gehoert hat.

nikander hat geschrieben:die König und Mayer-Ständer lassen sich einfach nicht weiter absenken.

Das hoert sich nach K&M 26740 mit 95cm Minimumauszug an... Ich verwende die K&M 26720 auf gleicher Hoehe. Sie lassen sich allerdings auf 68cm absenken und sind nach meiner Erfahrung genau so stabil wie die 26740.

Gruss, Joachim
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Beitragvon nikander » 06.02.2013, 20:56

Die wären ohne 3 kleine Rabauken im Haus auch meine Favoriten gewesen - wie hast du deine Hummeln darauf montiert bekommen? (Ich selbst nutze eine L-Schiene, an der die LS festgeschraubt sind und die wiederum an die Stands geschraubt ist - sehr stabile Angelegenheit, aber eben für mich leider etwas hoch).
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Beitragvon Aktiv » 07.02.2013, 00:14

Ich nutze zur Entkopplung jeweils 4 Sorbothane-Ringe aus der Bucht zwischen Lautsprecher und Staender. Sorbothane ist sehr klebrig, die KH120 sind damit ziemlich gut fixiert. Man muss schon ordentlich an den Lautsprechern ruetteln um sie bewegen zu koennen. Eine Verschraubung ist natuerlich noch stabiler. Da wir Nachwuchs erwarten, muss ich mich vermutlich auch irgendwann mit einer Verschraubung anfreunden.
Gruss, Joachim
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Beitragvon nikander » 07.02.2013, 17:48

bei ggf. späterem Interesse: ich habe diese Schienen:

http://www.neumann-kh-line.com/neumann- ... 890056F338
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Beitragvon chriss0212 » 07.04.2017, 14:23

Die folgenden Beiträge wurden aus dem Vorstellungsthread von Jens (viewtopic.php?f=6&t=8569&start=0) herausgelöst. Grüße - Fujak




Hallo Christian,

welches Dante Interface benutzt Du?

Danke und Gruß

Christian
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Beitragvon nikander » 07.04.2017, 15:39

Hallo ebenfalls Christian

es ist der (in letzter Zeit hier geschmähte) Lynx Hilo, jetzt mit LT-Dante upgrade.

P.S.: muss mich jetzt schon fast für den Besitz rechtfertigen: ich hatte ihn vor einiger Zeit in einem auswärtigen Setup in einem Vergleich mit einem G-Oppo gehört (da hat er mir und offensichtlich auch dem Besitzer der anderen Anlage überwiegend besser gefallen als der G-Oppo). Vor kurzem habe ich mir selbst mal den Vergleich mit einem geliehen Schiit Gungnir (Multibit) gegönnt in meiner Anlage:
hier hat mir bloß der Bassbereich des Schiit etwas besser gefallen, aber der Hilo war insgesamt besser auflösend, räumlicher (aber schon mit dem Dante upgrade, das den Hilo unglaublich vorangebracht hat: bessere Transienten, felsenfeste Räumlichkeit, noch bessere Transparenz).

@Tadelloeser: würde Dir also auch mal den Lynx Hilo (v.a. mit LT-Dante) als Alternative vorschlagen.
Sehr gut wird auch der ARFI DAC von Acousense sein (werde ihn demnächst im Vergleich zu meinem Lynx hören dürfen).
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Beitragvon chriss0212 » 07.04.2017, 15:51

Hallo Christian...

danke für die Antwort und sorry für das OffTopic...

Hast Du den Hilo schon in Verbindung mit einem AFI- USB gehört? Wird ja gerade einer hier im Forum angeboten... aber eben nicht mit Dante.

Da ich einen AFI- USB habe könnte das ja für mich interessant sein ;)

Grüße

Christian
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Beitragvon uli.brueggemann » 07.04.2017, 16:05

Das Dante-Board für die Hilo wäre ja evtl. auch eine Lösung, es lässt sich ja umrüsten:
https://www.lynxstudio.de/shop/product_ ... e560959a3e

Grüsse
Uli
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Beitragvon chriss0212 » 07.04.2017, 16:08

Hallo Uli...

aber dann wäre es glaube ich sinnvoller gleich den Hilo mit Dante neu zu kaufen ;)

Grüßle

Christian
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Beitragvon uli.brueggemann » 07.04.2017, 16:15

Christian,

wenn ich den Neupreis mit 3200 Euronen sehe und dann den gerade angebotenen Gebrauchtpreis mit 1700 zzgl. 800 für die Dante-Karte komme ich irgendwie auf eine nicht unerkleckliche Differenz.

Grüsse
Uli
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