Erwin (Audio Physic Tempo 25)

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Erwin (Audio Physic Tempo 25)

Beitragvon ESM » 30.12.2012, 03:00

Hallo liebe Klangfreunde!

Ich verfolge dieses Forum nun schon seit 2-3 Monaten „passiv“ als Gast. Hier wird wie in kaum einem anderem Forum mit sehr viel Feinsinn und Akribie für und über den ultimativen Klang diskutiert und geforscht. Das finde ich sehr spannend.

Wie bin ich zum aktiven Hören gekommen?


Nun ja, auf der unendlichen Suche nach Optimierungsmöglichkeiten in der Hifi-Kette bin ich immer wieder über die ungewöhnlich experimentellen und hoch interessanten Beiträge von Fujak „gestolpert“. Und das meine ich im positiven Sinne. Viele seiner Beiträge stammen, wen wundert es, aus diesem Forum. Fujaks, als auch die fachlich sehr interessanten Beiträge von Alex seinem „Jahresprogramm“ (zu Acourate und seinem Multimedia Raum Thread im Nachbarforum), haben mich inspiriert und neugierig gemacht mit euch zu diskutieren und von euch zu lernen.

Ich bin 44 Jahre alt und wohnhaft in Ostwestfalen (NRW), in einem freistehenden EFH, in dem ich beim gerne mal lauterem Musikhören weniger Rücksicht auf die Nachbarn, als auf meine Frau nehmen muss :D

Mein Weg zum aktive(re)n Hören war eigentlich nicht wirklich vorhersehbar. Mein Interesse und die Sinne für den "besseren" Klang haben sich erst in den letzten 6-12 Monaten, aber dafür finde ich recht rasant entwickelt. Ich muss allerdings gleich zugeben, dass ich keine wirklich aktiven Lautsprecher besitze, sondern klassisch passive.

Aktives Hören verstehe ich aber auch nicht nur im Sinne von „mein Verstärker ist im Lautsprecher :wink: “ (ich weiß das war jetzt zu oberflächlich ausgedrückt), sondern wie viele hier denke ich auch, im aktiveren Hören und genießen der Musik in einer gut abgestimmten Kette.

Mehr als 20 Jahre hörte ich ganz klassisch und dabei klanglich weniger stark fokussiert, aber wie ich finde nicht auf schlechtestem Niveau über eine Pioneer Stereo Vollverstärker und einem paar Dynaudio MSP200 Lautsprecher. Diese wirklich gut erhaltenen Stücke wurden kürzlich nach Restauration an einen Liebhaber in Rumänien verkauft.

Vor ein paar Monaten hat es mich zunächst irgendwie in die Surroundbereich getrieben. Ein großer Yamaha AVR wurde angeschafft, und ich spielte mit dem Gedanken einen Subwoofer zu bauen. Bereits beim Entwurf des Subwoofers war ich dann schon gedanklich mehr auf eine gute präzise Integration in eine Stereo Kette, als in eine Heimkinoumgebung fokussiert. Ein geschlossener Sub mit einem recht hochwertigen 12er Aurasound Chassis wurde gebaut. Angetrieben von einer Hypex Endstufe mit DSP klingt er auch jetzt in meiner jetzigen Stereo Kette sehr unauffällig, trocken und präzise.

Nachdem ich mir dann aus unzähligen Hifi-Studios hochwertigere Stereolautsprecher ins Haus geschleppt und diese probegehört habe und ich mich dann nicht für 5.1, 7.1 oder 11.x Surround- sondern für (passive) Audio Physic Lautsprecher (Tempo 25) entschieden hatte, war ich immer intensiver auf der Suche nach weiteren klanglichen Optimierungsmöglichkeiten.

Zunächst wurde Messequipment angeschafft. Eine m-Audio fasttrack pro Soundkarte und ein kalibriertes ECM-40). Damit konnte ich dann den Sub mit dem DSP vernünftig an den Raum anpassen. Ich erkannte hier zum ersten Mal den krassen Unterschied zwischen präziserem Bass und dem so genannten Brüllwurfelgegrummel. Mit dem Messequipment wurden dann auch gleich meine klanglichen Zweifeln an den sonst so hoch gelobten Einmessautomatiken der AVRs messtechnisch bestätigt.

Kurz dachte ich über das Einschleifen eines klassischen DSPs (Behringer DCX 2496, IMG-Stageline DSM oder MiniDSP) in meinen AVR nach, um meine Hauptlautsprecher besser an den Raum anpassen zu können. Dann entdeckte ich Diskussionen in diverse Foren Threads, in denen über für mich bis dahin weltfremde Begriffe wie convolven, Musik falten und FIR Filtern gefachsimpelt wurde. :mrgreen:

Schnell hatte ich eine Dirac Live Testversion installiert und ich war bereits hin und weg, was man mit dieser Technik an Klang aus dem Raum und den Lautsprechern noch zusätzlich rausholen kann. :shock: Allerdings waren mir die individuellen Möglichkeiten des Eingriffs in die digitale Bearbeitung von Signalen zu gering und ehrlich gesagt die One Click Bedienung zu langweilig.

Ich stellte also noch den Vergleich mit Acourate an und ließ mir dazu von Uli ein paar Musikdateien offline falten. Zu dem Zeitpunkt hatte Acourate vom klanglichen Ergebnis mit Dirac eine Pattsituation. Also entschied ich mich aufgrund von weiterem Potential und individueller Möglichkeiten für Acourate. :D

Nach ein paar größtenteils technischen Startschwierigkeiten, die nicht auf Acourate zurückzuführen waren (Ulis Nerven hab ich wirklich arg auf die Probe gestellt, sorry noch mal), bin ich für meine Ansprüche innerhalb kürzester Zeit auf einem klanglich sehr hohen Niveau angelangt. Gleichwohl tue ich mich noch schwer, sobald ich in acourate die „Komfortzone: Makro 1-5“ verlasse, oder verlassen muss. Geht es anderen eigentlich aus so?

... aber der Reihe nach, wie ging es weiter, wo stehe ich jetzt und wo will ich noch hin?

Das convolving lief zunächst über ein Laptop als Musikquelle und über die m-audio Soundkarte als spdif Quelle in den AVR. Irgendwie war das Wurschtelei;-) Mit einem langem Kabel vom Laptop auf dem Wohnzimmertisch in den AVR, ne USB Soundkarte auf dem Tisch neben dem Laptop liegend und zudem regelmäßige Dropouts. Wo war mein Komfort mit Ipad, Airplay und dem AVR geblieben? :cry:

Ein dezenter, unbeaufsichtigter und fernbedienbarer Media PC musste her, der AVR war nur noch ein unnötiges, klangstörendes Glied in der Kette.

  • Der AVR wurde also bereits nach 6 Monaten relativ verlustfrei verkauft
  • Ein Windows 8 PC mit intel core i3 Prozessor ohne Monitor aufgebaut
  • Ein Fireface UC ersetzte die m-audio soundkarte. dropouts? Was ist das?
  • Eine Rotel Endstufe für die Frontlautsprecher wurde angeschafft
  • Quelle sämtlicher Musik ist die Media Center Software jRiver
  • Der Acourate Convolver kümmert sich um die Filter
  • Fernbedingung ist jRemote für jRiver auf dem iPad
  • Der PC wird mit remote Desktop ferngewartet, falls nötig
  • Aus dem Ruhestand startet der PC via WOL in 10 sec. am Master der Netzleiste
  • Über Slave der Netzleiste werden fireface und die Endstufen für Frontlautsprecher und Sub „hochgefahren“
  • Spielt keine Musik, fährt der Rechner nach 10min Inaktivität in den Ruhezustand, nichts muss manuell an oder abgeschaltet werden, kein Programm gestartet oder beendet werden. Play, und Stop am iPad, that‘s it!
  • Ich habe übrigens nicht das geringste Ploppen beim hoch oder runter fahren sämtlicher Komponenten!
Klanglich bin ich bereits sehr, sehr zufrieden. Die Musik löst sich von den Lautsprechern, es klingt unangestrengt, die Bühne ist nicht nur breit, sondern hat auch Tiefe, nichts dröhnt, außer manchmal das Porzellan in der Vitrine ;-) Ich bin mir zwar sicher, dass es noch Luft nach oben gibt, aber der Sprung den ich gemacht habe finde ich bis hier hin enorm. Und was mir dabei auch immer wichtig ist, ist die Usability! Auch da habe ich nach etwas Tüftelei keine Einbußen gegenüber einer konventionellen Kette machen müssen.

Wie geht es weiter? Ich denke ich genieße erst mal eine Zeit den Stand den ich erreicht habe. Ich möchte dann gerne etwas tiefer in die Möglichkeiten mit Acourate einsteigen, meinen Raum etwas akustisch, aber dabei wohnzimmertauglich optimieren. Vielleicht kommt dann irgendwann doch noch mal der Schritt zum vollaktiven System, wer weiß? :wink:

Liebe Grüße und schönen Abend
Erwin
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Beitragvon Rudolf » 31.12.2012, 01:01

Hallo Erwin,

willkommen im Forum und vielen Dank für deine informative Vorstellung!

Mit großem Interesse habe ich von deinen positiven Erfahrungen in Sachen Computer-Audio gelesen. Bin ja momantan selbst dran mir einen Audio-PC für JPlay aufzusetzen. Bestimmt noch kann ich von deinen Erfahrungen in Sachen "Usability" profitieren.

Viel Spaß bei uns
Rudolf
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Beitragvon Jahresprogramm » 31.12.2012, 14:16

Hallo Erwin,

herzlich willkommen hier im Forum. Ich bin überzeugt Dich aus dem "Nachbarforum" zu kennen. :D

Freut mich, dass Du auch hier bist.

Grüße
Alex
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Beitragvon Salvador » 14.01.2013, 01:15

Hallo Erwin,

herzlich willkommen. Auch ich finde die Audio Physics der neueren Generation klasse. Habe schon die Virgo 25 und die Avantera gehoert und finde die einfach genial!

Beste Gruesse,

Andi
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Beitragvon ESM » 15.01.2013, 22:37

Hallo Andi,

ja, mir haben es diese Lautsprecher echt angetan. Ich habe wirklich etliche auch preislich erheblich teurere Lautsprecher probegehört, bin dazu ein paar mal mehre hundert KM gefahren, hab sie mit nach hause genommen und wieder weggebracht. Die APs hätte ich am liebsten gleich daheim behalten. Ich denke so schnell werden sie ihre Behausung nicht wieder verlassen :D (aktiv-Diskussionen hin oder her, ist für mich momentan nicht das Kriterium). Aber aktiv höre ich dennoch und zwar mit passiven Lautsprechern. :wink:

Gruß Erwin
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Beitragvon Eunegis » 17.01.2013, 19:44

Hi Erwin,

Dein Automatic-Setup klingt ja echt gemütlich. :mrgreen:

Was ich nur noch nicht verstehe ist, wie Du die Lautstärke regelst. Machst Du das am Fireface manuell? Oder in JRiver softwaremäßig? Oder habe ich da jetzt was verpennt? Eine extra Vorstufe hast Du nicht beschrieben...

Schaltet die Netzleiste nach 10 min automatisch auch die Endstufen und den Fireface wieder ab? Welche Netzleiste verwendest Du?

Ich hatte mich zu Beginn auch mal mit den Fireface-Geschichten beschäftigt. Aber abgesehen von der nur eingeschränkt wohnzimmergängigen Farbgebung und dem damit verbundenen kritischen WAF hatte ich immer das Gefühl, daß die ansonsten außerordentlich ausgereiften Profimusiker-Komponenten bei den DACs einen für HiFi/HighEnd zu hohen Jitter aufweisen. Der wird bei den Firefaces normalerweise in Nanosekunden angegeben. Für Audiophile werden meines Wissens eher einstellige bis niedrig zweistellige Picosekundenwerte angestrebt.

Nun weiß ich auch, daß diese ps-Angaben großenteils Augenwischerei sind, ähnlich wie die Watt-Angaben bei Boxen. Aber ich denk' mir immer, daß die zeitbasierten Jitterangaben vielleicht gewisse Rückschlüsse darüber zulassen, wie ambitioniert ein Hersteller (zumindest auf diesem Gebiet) vorgegangen ist, auch wenn dem ein gewisse (größere) Unschärfe innewohnt. Und Profimusiker legen darauf zumindest in dieser Geräteklasse möglicherweise nicht so viel Wert (oder verkabeln's gleich mit 'nem BigBen).
Deswegen bin ich dann schnell auf HiFi-DACs umgestiegen: zuerst auf mehrere Audio-gd Modelle, und neuerdings auf den PowerDAC von Hifi Akademie. Wenn man den Herrn Reith mal zum Thema Jitter interviewt bekommt man ein paar sehr interessante, fürs kleine Laienhirn wunderbar stichhaltige Argumente incl. Meßdiagrammen und den Eindruck dazu, daß das im PowerDAC schon sehr fundamental gelöst ist.

Was meinst Du? :cheers:

Gruß: Eunegis
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Beitragvon ESM » 17.01.2013, 21:56

Hallo Eunegis,

Die Bedienbarkeit ist für mich ein wichtiger Faktor beim Musikhören. Wenn ich zum Musikhören erst aufstehen muss, um dann in einer unbedingt einzuhaltenden Reihenfolge Gerät A, B, ..X einschalten muss, an jedem Gerät wohlmöglich noch was umzuschalten habe, hab ich schon keine Lust mehr. Wozu bitte gibts die Technik, wir leben doch nicht mehr in der Höhle und machen Feuer mit dem Feuerstein. :wink: Spätestens wenn ich das ganzer Geraffel später auch noch wieder in umgekehrter Reihenfolge auschalten muss, hab ich fürs nächste Mal schon die Lust am Musikhören verloren. Wenn ich grad auf dem Sofa liege oder sitze, und mir danach ist, dann will ich nichts außer Musikhören. Die Technik stört doch nur die Atmosphäre. Sie soll bestes Mittel zum Zweck sein. Musik ist für mich Lifestyle, Luxus, da passen umständliche Bedienkonzepte nicht rein.
Das ganze Zeugs (alles, außer die Schallwandler) steht nicht mal in meinem Hörraum, sondern quasi in einer Abstellkammer. Da ist es auch völlig Wurscht, wie z.B. das ein Fireface aussieht. Ich kaufe soetwas nach dem technischen und funktionalen Aspekt, nicht weil es schön aussieht.

Woher hast Du denn die Phrase, dass ausgerechnet Studiotechnik (hier der DAC des Fireface UC) zu hohe Jitterwerte aufweisen? Mit ausgerechnet solcher bösen (Studio) Technik wird übrigens das gesamte Quellmaterial, genannt Musik, welche du mit deinem "Audiophile HiFi" System später abspielst, ganz am Anfang der Kette aufgenommen, abgemischt und auch gewandelt. Ein BigBen ist für den Hausgebrauch sicher noch ein i-Tüpfelchen. Aber auch der kommt aus der Studiotechnik, nicht aus der "Akademie".
Schau dich mal insbesondere in diesem Forum um, in dem sich sehr viele "Verrückte", sorry, dass ist liebevoll und wertschätzend gemeint, um eine möglichst geringes Jitter bemühren, und frag dich dann mal, warum viele ausgerecht diese Soundkarten und DACs einsetzten. Womit ich aber auf keinen Fall die DACs und Komponenten von der Hifi Akademie in Abrede stellen möchte. Dazu habe ich einfach zu wenig Fakten. Die sollte man aber haben, bevor man Anderes in Abrede stellt.

Zurück zum gemütlichen "Automatic-Setup" ;-):
Die gesamte Wiedergabe regel ich ausschließlich vom iPad mit einer einzigen App (jRemote). Wenn sie startet, startet der PC durch ein automatisch von ihr gesendetet WOL-Paket. Und damit startet auch alles andere an Peripherie dadurch, das es mit Strom versorgt wrid. Wenn keine Musik mehr spielt, geht alles nach kurzer Zeit (einstellbar) wieder automatisch aus. Das macht bei mir ein Programm (AutoShutdownManager) auf dem Audio PC. Durch SSD Speicher, Ruhestandsmodus und Windows 8, gelingt das Hoch- und Runterfahren in wenigen Sekunden ohne lästige Wartezeit, bzw. unnötigen Stromverbrauch.
Der Audio PC ist an einer Brennenstuhl Steckerleiste als Master angeschlossen. Die Endstufen, und das Fireface schalten sich über die Slave-Technik automatisch und verzögert ein, und umgekehrt wieder aus. Das wars.

Gruß Erwin
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Beitragvon Matty » 17.01.2013, 22:26

ESM hat geschrieben:Zurück zum gemütlichen "Automatic-Setup" ;-):
Die gesamte Wiedergabe regel ich ausschließlich vom iPad mit einer einzigen App (jRemote). Wenn sie startet, startet der PC durch ein automatisch von ihr gesendetet WOL-Paket. Und damit startet auch alles andere an Peripherie dadurch, das es mit Strom versorgt wrid. Wenn keine Musik mehr spielt, geht alles nach kurzer Zeit (einstellbar) wieder automatisch aus. Das macht bei mir ein Programm (AutoShutdownManager) auf dem Audio PC. Durch SSD Speicher, Ruhestandsmodus und Windows 8, gelingt das Hoch- und Runterfahren in wenigen Sekunden ohne lästige Wartezeit, bzw. unnötigen Stromverbrauch.
Der Audio PC ist an einer Brennenstuhl Steckerleiste als Master angeschlossen. Die Endstufen, und das Fireface schalten sich über die Slave-Technik automatisch und verzögert ein, und umgekehrt wieder aus. Das wars.

Hi Erwin,

WOW!!! Diese Konfiguration klingt ja fantastisch. Kannst Du da noch ein wenig was zu sagen?
Lässt sich der AutoShutdown Manager einfach konfigurieren? Und funktioniert das mit der Brennstuhleiste automatisch? Dies würde ja im Normalfall auch das bekannte 'Ploppproblem' der RME-Soundkarten lösen, wenn die Leiste sicherstellt, dass die Verstärker immer nach dem Rechner eingeschaltet und vorher ausgeschaltet werden.

Handelt es sich um solch eine Steckerleiste?
http://www.conrad.de/ce/de/product/610815/?hk=SEM&insert_kz=VQ&WT.srch=1&scamp=PLA

ESM hat geschrieben:Woher hast Du denn die Phrase, dass ausgerechnet Studiotechnik (hier der DAC des Fireface UC) zu hohe Jitterwerte aufweisen? Mit ausgerechnet solcher bösen (Studio) Technik wird übrigens das gesamte Quellmaterial, genannt Musik, welche du mit deinem "Audiophile HiFi" System später abspielst, ganz am Anfang der Kette aufgenommen, abgemischt und auch gewandelt. Ein BigBen ist für den Hausgebrauch sicher noch ein i-Tüpfelchen. Aber auch der kommt aus der Studiotechnik, nicht aus der "Akademie".
Schau dich mal insbesondere in diesem Forum um, in dem sich sehr viele "Verrückte", sorry, dass ist liebevoll und wertschätzend gemeint, um eine möglichst geringes Jitter bemühren, und frag dich dann mal, warum viele ausgerecht diese Soundkarten und DACs einsetzten. Womit ich aber auf keinen Fall die DACs und Komponenten von der Hifi Akademie in Abrede stellen möchte. Dazu habe ich einfach zu wenig Fakten. Die sollte man aber haben, bevor man Anderes in Abrede stellt.

Dies sehe ich ähnlich. Jetzt mal unabhängig vom Vergleich mit der Hifi-Akademie. Herrn Reith habe ich in vielen Mail-Konversationen als unheimlich kompetent, nüchtern sachlich und rational erlebt. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass alles was er macht, Hand und Fuß hat.

Zurück zur Studiotechnik.
Man muss sich nur mal zum Beispiel die Seite http://www.funk-tonstudiotechnik.de/ und die Spezifikationen der Produkte dort anschauen. Den Anspruch bezüglich der messtechnischen Werte muss man anderswo erstmal erfüllen. Sicher gibt es auch im Studio-Bereich eine große Qualitätsspanne zwischen LowBudget und HighEnd-Produkten, aber letztere stellen sicher einen Level da, der vom Hifi-Bereich erstmal erfüllt werden muss.


Viele Grüße
Matthias
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Beitragvon Eunegis » 17.01.2013, 22:27

Hi Erwin,

bitte nicht falsch verstehen: das war keine Kritik oder Wertung von mir. Ich war nur an Deiner Meinung über das Thema Jitter interessiert, und da bot sich der Vergleich an. Phrasen liegen mir fern (das waren auch keine), und ebenso fern liegt es mir, etwas in Abrede zu stellen (hab ich sicher nicht getan). Ich hatte nur die Möglichkeit gesucht, mit Deinen Erfahrungen mein Verständnis zu erweitern, gerade weil da nominell manchmal Unterschiede in den Meßbeträgen ausgewiesen sind und ich das nie verstanden habe. Wenn Du's nochmal genau durchliest merkst Du eigentlich, daß ich eher verunsichert als voreingenommen bin bei diesem Thema.

Dann habe ich es doch richtig rausgehört: die Lautstärke machst Du per Software (?). Und wenn der Audio-PC über die Masterdose an der Leiste nach 10 min keinen Strom mehr zieht, schaltet die Leiste automatisch auch die Slavedosen ab, ohne das extra zu programmieren (?). Ich frage, weil ich solchen Leisten für Hifi bisher irgendwie mistraut habe. Gut zu hören, daß das zuverlässig läuft.

Gruß: Eunegis
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Beitragvon ESM » 17.01.2013, 23:58

Hi Matthias,

es handelt sich um diese http://www.amazon.de/Brennenstuhl-Primera-Steck-%C3%9Cberspannungsschutz-wei%C3%9F/dp/tech-data/B004AQWR10/ref=de_a_smtd
Sie hat eine Lernfunktion (eine Taste) um festzustellen, ab welcher Last sie die Slaves ein, bzw. ausschalten soll. Kann ja sein, das der Master im Standby weiter Strom verbrauchen soll/muss (bei mir 2-3 Watt, damit WOL funktioniert), aber die anderen Gerätschaften in diesen Leistungzustand aus sein sollen.
Das ich kein Ploppen habe, könnte allerdings Zufall sein. Denn funktionsbedingt schaltet der Master zwar zuerst ein, aber auch zuerst wieder aus. Aber ich hab noch nicht mal das geringste Knistern, Totenstille.

Die Konfiguration vom AutoShutDownManager ist recht einfach. Er kann nach Zeit, Ereignissen, oder auf Basis der Betriebssystem Performancecouter für jeden Prozess konfiguriert werden. Ich hatte erst 2 kostenlose Produkte getestet. Die waren nicht zuverlässig und zudem haben sie die Leistung beeinflusst. Es gibt eine zeitlich eingeschränkte Testversion, probier sie einfach mal aus.

Hi Eunegis,

nein, kein Problem. Ich habs ja auch nicht so gemeint, wie es bei dir wohl angekommen ist.

Also noch mal zum Ein/Ausschalten:
Zustand: PC ist aus --> Am iPad hole ich jRemote in den Vordergrund. jRemote weiß ja was ich vorhabe, kennt die MAC Adresse und schickt im Hintergrund ein WOL (Wake on Lan) Paket im lokalen Netzwerk an die die Netzwerkkarte des PCs. --> Der PC wird durch WOL (Bios Einstellung) hochgefahren. --> Die Steckerleiste erkennt die Einschaltschwelle und gibt Spannung auf Fireface und Endstufen --> Beim starten ist der AutoShutdownManager als Service aktiv. Das konfiguierte Benutzerkonto wird automatisch angemeldet (falls der PC komplett runter gefahren wurde. Beim Ruhestand wird ja beim wieder hochfahren der Zustand von vorher wieder hergestellt) --> Über Autostart startet das jRiver Mediacenter --> das Ipad/die jRemote App findet in der Zwischenzeit automatisch die laufende jRiver media Instanz und zeigt mir das/die zuletzt gespielte Album/Playlist an. Der AutoShutdownManager ist so konfiguriert, dass er den Prozess von jRiver nun überwacht. Wenn dort min 15 min (variabel) keine Last durch z.B. Abspielen erzeugt wird, versetzt der AutoShutdownManager den PC in den Ruhestand. --> da die Lesitungsschwelle am Master der Netzleiste die eingestellte Ausschaltschwelle unterschreitet, schalten sie die Endstufen und das Fireface kurz danach ab.

Die Lautstärke regel ich wie gesagt ebenfalls mit der Media Center App jRemote. Sie ist sozusagen die Fernbedienung für jRiver auf dem Media PC. Wähle ich ein Titel, ein Album, eine Playlist aus, wird der Befehl zur Steuerung an den PC und damit an jRiver übertragen und ausgeführt. dito eben mit der Lautstärke. Die Musik spielt ja nicht am iPad, sondern auf dem PC.
Da der PC keinen Monitor hat, wird er bei Bedarf mit Remotedesktop vom Notebook oder auch vom Ipad aus gewartet. Der Desktop wird dabei auf die mobilen Geräte übertragen und von dort gesteuert. Im Prinzip kann man so auch jRiver direkt auf dem PC bedienen. Mit der App ist das aber alles etwas schicker und nicht so friemelig :-)

Gruß Erwin
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Beitragvon Matty » 18.01.2013, 00:18

Hi Erwin,

Du hast natürlich Recht.
Mein aufkeimender Enthusiasmus bezüglich einer Lösung des Poppproblems hat kurzzeitig mein logisches Denkvermögen beeinträchtigt :oops:
Natürlich ist der erste Schaltvorgang immer beim Master. Egal ob ein oder aus.

Leider erzeugt meine RME9632 ein wirklich extrem lästiges lautes Ploppen, wenn der Computer ein- oder ausgeschaltet wird, und die Endstufen dabei eingeschaltet sind. Deswegen gilt bei mir immer die Reihenfolge Computer ein - Endstufe ein - Endstufe aus - Computer aus.
Kann sein, dass sich dies über eine Standby-Schaltung der Endstufen, die wohl möglich ist, lösen lässt.

Wenn Du aber sagst, dass Deine Fireface dieses Problem gar nicht kennt, dann wäre das ein weiteres Argument für eine neue Investition ...
Dummerweise habe ich mir in den Kopf gesetzt, dass das neue Fireface UFX Interface für mich die richtige, zukunftssichere Lösung sein würde - und das kostet immerhin 1800 Schleifen :?

Deine Lösung mit der Steckerleiste und dem AutoShutDownManager finde ich absolut genial, macht bei mir, solange das Ploppproblem besteht, aber keine Sinn.
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Beitragvon ESM » 29.03.2013, 19:11

Schnapsidee neuer Hörraum: Fortschritt oder akustische Katastrophe?

Hallo zusammen,

im meinem letzten Beitrag habt ihr mich intensiv dabei unterstützt, meinem Problem mit den sLauten auf die Spur zu kommen und es ist mir gelungen, für dieses Problem eine Lösung zu finden.

Allerdings ist mir bei der ganzen Analyse auch klar geworden, dass es einige weitere Problemzonen gibt, die sich in einem Wohnraum - wenn überhaupt - nur sehr kompromissbehaftet lösen lassen.
Zu Beginn des oben genannten Beitrags ist meine aktuelle Hörraumsituation in Form von Messungen am Hörplatz dargestellt.
Gegen Ende des Beitrags habe ich meinen aktuellen Wohnraum, der zugleich Hörraum ist, mit Bildern und Skizzen visualisiert.

Nun hätte ich auch die Möglichkeit, zurzeit nur als Abstellfläche genutzten Raum zu einem dedizierten Hörraum umzufunktionieren und zu nutzen. (Fast) alles wäre möglich. Trockenbaumaßnahmen, Absorber, Diffusoren, ...

Gegeben ist folgender Raum:
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Es handelt sich um den Kellerraum unter unserem Wohnzimmer. Die Grundmaße sind fast identisch. Was fehlt sind die beiden Erker mit Glasflächen.

- Bauweise: Verbundestrich mit Fliesen, Decke Beton, Wände Kalksandstein gemauert.
- Höhe: 225
- an der langen Wand unten links ist ein kleines Fenster, darunter ein Heizkörper.
- an der gegenüberliegenden Wand in der kleinen L-förmigen Ecken Ecke ist ein Revisionsschacht für den Kamin.
- an der rechten kurzen Wand ist ein Durchbruch (also keine Tür) zum Heizungsraum eingezeichnet.
- oben rechts ist die Tür zum Flur
- ca. 250cm müssen für einen Abstellraum bleiben
- Der Rest, oder aber auch weniger, falls akustisch sinnvoll, könnte für einen Hörraum genutzt werden.
- Die Trennwand zum einzuplanenden Abstellraum muss keine Schallschutzwand werden.
Vielmehr könnte ich mir eine 30-50 cm dicke Trockenbauwand als teildurchlässigen Strömungswiderstand vorstellen, um Schall zu absorbieren.
- weitere Trockenbaumaßnahmen wären fast uneingeschränkt möglich.
- In meinem ersten Leben war ich Handwerker, insofern wäre die handwerkliche Umsetzung kein Problem.
- es soll optisch ansprechend umgesetzt werden, also nicht einfach Rockwool in die Ecken gestellt.

Die alles entscheidende Frage ist allerdings:
Lohnt sich die Investition, oder lassen die Rahmenbedingungen kein vielversprechendes Ergebnis zu?

Meine größte Befürchtung sind aufgrund der ausschließlich reflektierenden, nicht absorbierenden Flächen starke Einbrücke und Erhöhungen im Bassbereich.
Dagegen sorgen im Wohnzimmer die beiden in Leichtbauweise angefertigten Erker für einen ausgezeichnenten Bassbereich bis 100 hz.

Auch die geringe Deckenhöhe ist nicht ideal und gerne hätte ich mir auch 1-1,5m mehr an Breite für ein komfortables Stereodreieck gewünscht. Diese Rahmenbedingungen sind nun aber fix und es gilt rauszufinden, ob mir der Raum mehr Fluch oder mehr Segen beschert.

Über konstruktive Kritik, Analyse und Vorschläge zu Raumgestaltung und sinnvoller Anordnung des Abhördreiecks würde ich mich freuen.

Gruß Erwin
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Vor der Investition: Hinterfragen

Beitragvon wgh52 » 29.03.2013, 20:49

Hallo Erwin,

beim Lesen Deines Beitrages kamen mir einige Denkanstöße zum Thema "Schnapsidee oder nicht" in den Sinn:

(Warum) Will Erwin wirklich einen Musikkeller?
Was sind eigentlich Erwins Musikhörgewohnheiten?
Geht Erwin allein in den Keller um genüsslich Musik zu hören?
Wird Erwin auf lange Sicht zufrieden damit sein in den Keller zu gehen um genüsslich Musik zu hören?
Wird Erwin im Wohnzimmer keine Stereoanlage mehr haben (die verführen könnte nicht in den Keller zu gehen)?
Was fehlt im Wohnhörzimmer wirklich um gut Musik zu hören?

Wenn die Sinnfragen geklärt sind, ergeben sich daraus auch Implikationen für den zu treibenden Aufwand im Kellerhörraum, denke ich. Ich weis die gestellten Fragen sind ziemlich persönlich und es liegt (natürlich!) bei Dir Dich dazu (hier) zu äussern oder nicht.

Gruß,
Winfried

2616
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wgh52
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Beitragvon Jahresprogramm » 29.03.2013, 21:56

Hallo Erwin,

Winfried trifft voll ins Schwarze. Das sind persönliche Fragen, die zunächst beantwortet werden wollen und die Du wahrscheinlich teilweise schon beantwortet hast. Ansonsten würde das Thema eigenes Hörzimmer Dir gar nicht in den Sinn kommen, oder!?

Aus akustischer Sicht ist mEn ein eigenes Zimmer, welches man frei gestalten kann ein Segen...
Folgende Themen die Du ansprichst beschäftigen mich in meinem Zimmer auch:
1. Bass: Als mein Königsweg hat sich das Thema DBA herauskristalisiert.
2. Deckenhöhe: Frühe Reflexionen lassen sich durch Absorber an der Decke einfach bekämpfen. Schwieriger wird es mit Moden in der Vertikalen. Denn bei der geringen Deckenhöhe ist der Hörplatz (wenn man nicht Liegend hört) immer im Loch. Da hilft ein mehrdimensionales DBA :mrgreen:
3. Raumbreite: Das ist davon abhängig, wie Du die LS stellst. Jedoch sind 3,62 Meter auch nicht sehr wenig.

Zusammenfasend kann ich nur sagen, dass ist viel schneller als gedacht im Hörzimmer besser hören konnte als im Wohnzimmer.

Grüße
Alex
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Beitragvon ESM » 29.03.2013, 22:59

Hallo Winfried,

das sind grundsätzlich sehr wichtige Fragen, die man sich beantworten sollte. Schon einige Zeit bevor ich diesen Beitrag erstellt habe, habe ich mir diese Gedanken gemacht. Schau mal hier.
Edit: da der link nicht auf den Beitrag springt den ich meine, zitiere ich mich selbst:
ESM hat geschrieben:Hallo Hans-Martin,

Den Test von Uli, die LS einzeln zu hören, habe ich gemacht, aber im letzten Beitrag vergessen zu erwähnen. :oops: Es ist so, das der linke LS mono eher unauffällig klingt. Beim rechten LS habe ich den Eindruck, dass er minimal zur Mitte klingt. Das interpretiere ich so, dass hier Reflexionen am linken Ohr treffen. Somit wäre das Problem auf der rechten Seite zu suchen.

Deine Tipps zur Verbesserung der Gesamtsituation sind zweifelsohne richtig, sinnvoll und gut gemeint. In der Praxis "Wohnraum" leider nicht 1:1 umzusetzen.

Den asymmetrisch aufgestellten Tisch hatte ich gleich zu Anfang schon mal in Verdacht. Ich hatte ihn mal abgedeckt und auch schon mal ganz beiseite gestellt. Ohne Auswirkung auf die Ausgangsproblemtik. Für die Gesamtsituation ist er aber sicherlich nicht optimal. Mit 45 Grad drehen meinst Du, ihn diagonal aufzustellen?

Den Teppich hätte ich gerne auch noch etwas näher an die LS geschoben. Allerdings liegt er bereits jetzt schon recht nah am Kaminofen. Brandgefahr! Evtl. kann ich ihn noch etwas nach links und dann etwas nach vorne verschieben. Danke für den Tip.

Den Hörplatz würde ich liebend gerne noch weiter nach vorne verlagern. Richtig! Das habe ich in den vergangen Monaten alle paar Tage zentimeterweise schon getan. Bis es dann unweigerlich auch einer Regierung aufgefallen ist :-) Evtl. Sind noch mal ein paar cm drinn ;-)

Wie schon dargestellt, ist ein Wohnzimmer als Hörzimmer ein Kompromiss. Den gehe ich momentan nicht ungerne ein, wenngleich ich mittlerweile mit einem separaten Hörraum liebäugle. Das WZ ist Dreh- und Angelpunkt. Hier macht man es sich gemütlich, schaltet Fernseher oder Musik ein, trifft sich mit Freunden, hört mal gemeinsam intensiv hin, oder lauscht nur den Hintergrundklängen. Der soziale Aspekt spielt im Gesamtkontext keine untergeordnete Rolle. All die Aspekte tragen subjektiv zum Wohlbefinden und damit zum Hörgenuss bei.

In einem isoliertem Hörraum fehlen solche Aspekte. Ich frage mich daher ernsthaft, ob mir es mir das wert ist?! Die Möglichkeit hätte ich. Dazu öffne ich in Kürze einen neuen Beitrag. Zunächst um herauszufinden, ob mich dieser Raum akustisch überhaupt nach vorne bringen kann.

Gruß Erwin



In diesem Beitrag möchte ich diese Fragen aber nicht diskutieren. Mir geht es hier nur um die akustischen Möglichkeiten/Grenzen in diesem Raum, um anschließend zusammen mit den berechtigten Fragen (die nicht mit 0 zu oder 1 zu beantworten sind) eine persönliche Entscheidung zu fällen.

Die Frage was mir fehlt ist ebenfalls nicht einfach zu beantworten. Fakt ist: ich habe eine hohe Nachhallzeit, starke Reflexionen, Asymmetrien. Wenig davon kann ich in einem Wohnraum behandeln. Die genannten Probleme begünstigen keine ideale Abhörsituation. Ist uns denke ich prinzipiell klar. Dennoch bin ich bereits sehr (sogar sehr :wink: ) zufrieden.

Aber sind wir das für den Augenblick nicht alle, bis wir uns davon überzeugt haben, dass es doch noch besser geht? Noch heute loben wir z.B. unseren DAC, unseren 11ten jPlay Releasekandidaten, unseren Streamer, etc...., in den höchsten Tönen, als wäre eine Steigerung eigentlich kaum mehr möglich. Doch schon morgen, sobald der neu bestellte DAC angeschlossen ist, der neue oder gepimte Streamer konfiguriert wurde, die neue jPlay Version installiert ist, dass neue Linearnetzteil eingelötet ist, dann ist das alles Schnee von gestern.

Es wurde oft diskutiert: Was fehlt(e) weiß(wusste) man erst, nachdem man das neue kannte.


Gruß Erwin
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