Holger (aktives DIY 5-Wege Horn)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Holger (aktives DIY 5-Wege Horn)

Beitragvon schoko-sylt » 10.11.2012, 21:53

Hallo an alle Freunde des guten Klanges,

ich verfolge dieses Forum schon seit langer Zeit und wollte heute eigentlich nur kurz einen Kommentar zu Ulis AcourateConvolver abgeben, als ich feststellen mußte, dass dieses so einfach nicht geht, wenn man sich noch nicht vorgestellt hat.

Ich bin mit dem Thema HIFI seit nunmehr über 40 Jahren beschäftigt und habe mir als 16-jähriger Schüler eigene "Boxen" mit seinerzeit hochaktuellen HECO-Chassis gebaut. Erste Gehversuche erfolgten mit einer Philips-Bandmaschine mit eingebauten Lautsprechern und einem Elac-Plattenspieler, die zunächst durch einen von einem Bekannten gebauten Verstärker mit seinerzeit unglaublichen 2x 40 Watt ergänzt wurden. Für diese Hobby arbeitete ich in den Ferien in Doppelschichten im Hamburger Hafen und entleerte als Hilfskraft Schiffe, anders war dieses Hobby nicht zu finanzieren. Nachdem mich dieses Virus einmal gepackt hatte, folgten bis zum heutigen Tag unzählige weitere Gerätschaften und die Sammlung von zunächst LP´s, zumal ich zwischen meinem 18. - 22. Lebensjahr das Glück hatte, in Hamburger Diskotheken zunächst als Kellner, später als DJ zu arbeiten und daher seinerzeit noch von den Schallplattenlabels, die fast alle in Hamburg zuhause waren, bemustert wurde und später natürlich auch CD´s (leider ohne Bemusterung von JPC).

Wie viele von euch habe ich mich im Laufe meiner "HIFI-Karriere" klangtechnisch oft nach oben, manchmal leider auch nach unten gehangelt und auf der Jagd nach immer besserem Sound viel Geld ausgegeben: Die HIFI-Zeitschriften machten es einem aber auch nicht leicht mit immer neuen Referenzen. :mrgreen: Irgendwann einmal waren dann nach langem Naim-Jüngertum Lautsprecher von Avalon Acoustic (Eidolon N), modifizierte Kronzilla Röhrenendstufen aus der Tschechoslowakei von KR Audio, Kabel von Fadel und eine feine Vorstufe in Form der Ayon Spheris vorhanden. Der Elac-Plattenspieler wurde mehrfach ersetzt, bis ich vor ca. 8 Jahren bei einem Simon Yorke S7 hängenblieb, der mich noch heute treu begleitet und durch einen zusätzlichen Arm von Frank Schröder ergänzt wurde. Tonabnehmer ist ein Zyx Universe aus den USA sowie auf dem Originalarm ein Transfiguration Orpheus, der Phonozweig wird inzwischen zunächst von Audio Research wiedergegeben. Mehr dazu später. - Die Klangwiedergabe war nach meinem Dafürhalten Klasse, man hätte damit auch bis an das Ende der HIFI-Tage leben können, ja wenn die Sucht nicht wäre.

Irgendwie mußte es doch noch besser gehen, als ewig Getriebener. Mein dänischer HIFI-Freund Claus, mit dem ich mich jeden Tag über HIFI stundenlang unterhalten kann, ohne dass es langweilig wird, so wie sich ja auch Reiter wochenlang über ihre Pferde ausweiden, erzählte mir dann an einem sonnigen Tag :D etwas über einen Audiovolver, mit dem man den Klang im Raum beeinflussen konnte. Hatte ich natürlich im Laufe von bis dahin vergangenen ca. 35 HIFI-Jahren, die gefühlt natürlich höchstens 20 Jahren entsprechen (Lebensmaxime: forever young), schon tausendmal gehört, wieder irgendsoein Equalizer mit Phasenverschiebungen etc. Dann kam Herr Schippers aus Aachen, maß 1/2 Stunde in meinem Raum, erstellte Filter und ich war perplex. Ein Audiovolver konnte nicht, nein er mußte installiert werden. Herr Schippers bot im Kaufpreis "großzügig" an, bis zu dreimal kostenlose Filter zu erstellen, falls der Sound mit der im Nachhinein betrachtet sehr auffälligen Korrekturkurve nicht stimmen sollte.

Die mit Acourate erreichte neue Klangkultur fand ich cool und wollte mehr: Ich kaufte die Software von Herrn Schippers (Uli durfte nicht liefern), erstellte Filter u.s.w. Leider war die Software gegenüber dem Original beschnitten, also ein neuer Anlauf mit katastrophalen Folgen für die doch beschränkte Lebenszeit, die über das wirklich einfach zu verstehende Acourate, über das noch leichtere Linux mit Brutefir und dem lockeren Einbinden einer RME HDSPe AES32 in Linux reichte.

Zwischendurch, nach mehreren Sinnes- und Lebenskrisen, Kauf einer Martion Orgon. Nahezu sofortige Lieferung durch Heiner Basil Martion nach vorheriger Anzahlung :mrgreen: gefühlte Jahre und echte sechs Monate später (was im Vergleich zu anderen seiner Kunden im Nachhinein wirklich schnell war, wie ich heute weiß, denn die Zeitschift LP wartet noch immer auf ein Testexemplar seines neuen Babys "Einhorn" - Basil nimmt es mir nicht übel, wir haben heute eine sehr nette Freundschaft), künstliche Schaffung noch geringerer Freizeit, denn der Umgang mit Acourate, dem Messen und Verbessern nach Stöbern im Forum ist härteste, wenn auch nicht körperliche Arbeit und hat mit entspannter Freizeit aber auch gar nichts zu tun! Zunächst heimliche Verbesserung der eingebauten Orgon-Weiche durch ca. 500 Logsweeps (keine Übertreibung, meine Nachbarn können das bestätigen), dann mit toller Unterstützung von Heiner Basil Martion und dessen Elektronikentwickler sowie -hersteller Christian Schulz-Kressin weiteres Fortschreiten einer Modifikation der Orgon. Mittlerweile schon lange Ersatz der passiven Weiche durch eine softwaremäßig entstandene Lösung mit 2 x 4 Wegen unter Nutzung der vorhandenen, wie ich finde, exzellenten Elektronik. AD/DA-Wandlung nach Versuchen mit Mytek, RME, Weiss letztlich mit Hilfe eines PrismSound ADA8, der nach unserem Dafürhalten ein genialer Wandler ist. Clocking durch Rubidiumclock von Antelope. Analoge Wiedergabe mit Digitalisierung des Phono-Signals via Audio Research, PrismSound, Computer mit (mit Hilfe von Acourate erzeugten) FIR-Filtern, dann AcourateConvolver und erneute Wandlung (nach Ausgabe des Signales über eine RME HDSPe AES 32), jetzt allerdings digital-analog über den PrismSound. Die digitale Wiedergabe erfolgt über J River mit Upsampling auf 176kHz (natürlich Geschmacksfrage) und nachgeschaltetem AcourateConvolver.

Bis heute erreichter Effekt: Kennenlernen total netter, neuer HIFI-Freunde für die bereits oben erwähnten "kurzen" Gespräche von Mann zu Mann (Haben die HIFI-Frauen eigentlich ein eigenes, durch Googeln nicht aufdeckbares HIFI-Forum?), HIFI-Zeitschriften sind ziemlich langweilig, kosten nur Zeit und es ist ein neues Klangniveau entstanden, das zwar viele, viele Telefonate mit Uli, Heiner und Markus (vielen Dank noch Mal für eure Hilfe, auch wenn es für euch manchmal sicherlich kaum auszuhalten war) erforderlich machte, aber auch eine gewisse Ruhe hinsichtlich des HIFI-Junkietums ergab. Die Droge Musik wird gemeinsam genossen, ultimative Filterkurven machen die Runde, man tut was für die Telekom. Die Zeit ist natürlich dank neuer Entwicklungen von Uli mit, sagen wir mal, einer großzügigen Belastung der CPU und daher erforderlichem neuen Mainboard, Prozessor, etlichen BIOS-Inkompatibilitäten des Intel-MB etc. noch knapper geworden, aber der Musik- und Klanggenuß und damit zwei meiner wichtigen Lebenselixiere zum Regenerieren, sind nach meinem Dafürhalten so unvergleichlich viel besser geworden, dass sich der lange Weg bis hierher gelohnt hat.

Liebe Grüße von der Elbe

Holger
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NORDDEUTSCHE PLATTENTEKTONIK

Beitragvon musikgeniesser » 10.11.2012, 23:14

Moin Holger,
moin Forenten,

da heute vermutlich alle in Nordenham sind, ist es hier ausgesprochen ruhig, sodass ich mal wieder die Rolle des Grüßaugust übernehme und Dich, Holger, im Namen der Gemeinde herzlich willkommen heiße.

Man lernt nie aus und so habe ich gerade gelernt, dass Sylt doch an der Elbe liegt. Das war mir neu, was umso erstaunlicher ist, da ich selbst an der Elbe geboren worden bin und noch immer dort lebe. Liegt denn eine tektonische Spalte zwischen Hamburg und Sylt? Obwohl sich mit Plattentektonik und DJ irgendwie ein Kreis schließt, findet Ihr nicht auch? Vielleicht ist es bis Nordenham auch gar nicht mehr so weit, wie ich bis eben noch angenommen habe. Hm...

Das mit den Frauen

schoko-sylt hat geschrieben:Bis heute erreichter Effekt: Kennenlernen total netter, neuer HIFI-Freunde für die bereits oben erwähnten "kurzen" Gespräche von Mann zu Mann (Haben die HIFI-Frauen eigentlich ein eigenes, durch Googeln nicht aufdeckbares HIFI-Forum?)

ist eine interessante Frage. Immerhin hat sich gerade in den letzten Tagen eine Frau in dieses Forum begeben, was uns sicher gut tun wird. Aber die Frage bleibt damit letztlich weiterhin unbeantwortet. Kurz gesprungene Antwortversuche, sie seien eben weniger infantil als wir, die wir uns mühelos in Fragen verlieren könnten, die von einer Beschaffenheit seien, dass Frauen sie nicht einmal für Wert befänden, sie sich in den Sinn kommen zu lassen (du liebe Güte, was für ein Satz!), lassen mich ratlos zurück. Ich bleibe diesbezüglich in gespannter Aufmerksamkeit, bereit für eine wirkliche Erhellung in dieser Sache.

Martion verbinde ich mit aktiven Hornlautsprechern aus Berlin. Klipsch als Ausgangspunkt, mit abgefahren gestalteten Gehäusen -- Spiegeloberflächen auf dem Basshorn sind mir in Erinnerung -- und verbesserter Technik, bis hin zu aktiven Lösungen. Liege ich da in etwa richtig? Ich könnte natürlich auch googeln und anschließend so tun, als wüsste ich alles noch ganz genau, aber das ist mir zu langweilig. Wenn ich mich irre, hat mich meine Erinnerung halt getäuscht. Schaun mer mal.

Dann seng mer scho.

In diesem Sinne herzlich willkommen und

herzliche Grüße

PETER
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Beitragvon schoko-sylt » 11.11.2012, 14:30

Lieber Peter,

musikgeniesser hat geschrieben:Man lernt nie aus und so habe ich gerade gelernt, dass Sylt doch an der Elbe liegt. Das war mir neu, was umso erstaunlicher ist, da ich selbst an der Elbe geboren worden bin und noch immer dort lebe. Liegt denn eine tektonische Spalte zwischen Hamburg und Sylt? Obwohl sich mit Plattentektonik und DJ irgendwie ein Kreis schließt, findet Ihr nicht auch?

schön zu wissen, dass auch Du in Hamburg zuhause bist. Nun wohnst Du, wie ich anhand der Postleitzahl gesehen habe, in einem ganz anderen Stadtteil von Hamburg, vielleicht sind da die Erdverwerfungen nicht so ausgeprägt, so dass Sylt von deinem Hamburg weiter entfernt ist als von meinem! - Der Name schoko-sylt stammt noch aus einer Zeit, als wir in unserer fünfköpfigen Familie, damit es nicht langweilig wird, auch noch einen Münsterländer hatten, der von den Kindern aufgrund seiner teils braunen Farbe Schoko gerufen wurde. Da wir seit vielen Jahren oft auf Sylt zuhause sind, ergab sich diese Kombination.

Martion verbinde ich mit aktiven Hornlautsprechern aus Berlin. Klipsch als Ausgangspunkt, mit abgefahren gestalteten Gehäusen -- Spiegeloberflächen auf dem Basshorn sind mir in Erinnerung -- und verbesserter Technik, bis hin zu aktiven Lösungen. Liege ich da in etwa richtig?

Martion Orgon Lautsprecher sind genau wie Du erinnerst, große Eckhörner mit aktiver Elektronik und einem Wirkungsgrad von über 110dB/Watt (darauf ist Basil besonders stolz), müssen aber nicht immer verspiegelt sein, es sei denn, man möchte sie im Schlafzimmer aufstellen! Heiner Basil Martion aus Berlin ist in der HIFI-Szene ja schon seit Jahrzehnten Urgestein und hatte gegen eine "leichte" Modifikation "seines" Lautsprechers nichts einzuwenden, sondern mich dabei mit seinem Elektronikentwickler Christian Schulz-Kressin enorm unterstützt. - Frage ihn doch mal, wie er ihn jetzt findet und beurteilt, nachdem er ihn mehrfach bei mir zuhause gehört hat.

Herzliche Grüße

Holger
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Beitragvon tom_on_wheels » 11.11.2012, 17:52

Hallo Holger,

ich weiß, wie er ihn findet. Das muss schon großes Tennis sein, was da bei Dir geboten wird. Du hast auch einen ausserordentlichen Aufwand betrieben, mit "offenhörlich" gutem Ausgang.

Ich habe auch einigen Aufwand betrieben, um meine Martion Luzys mit 2 Orgon-Bässen in meinem Wohn-Esszimmer zum Spielen zu bekommen. Aber bei zu viel Beton plus Parkett und jeder Menge Alufenstern ist es mir nicht gelungen, den Sound auch nur im Ansatz an die Live-Atmosphäre in Basils Entwicklerkeller oder seinem Vorführzimmer heranzubringen.

Die Orgons sind schon verdammt gute Lautsprecher...

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Beitragvon Speedy » 13.11.2012, 18:31

Hallo Holger,

erstmal herzlich willkommen !

schoko-sylt hat geschrieben:Frage ihn doch mal, wie er ihn jetzt findet und beurteilt, nachdem er ihn mehrfach bei mir zuhause gehört hat.

Oje, Oje, ich hab die Orgon einmal gehört, nochmal verbessert sollte nicht so schlecht sein ...

Beste Grüße
Speedy
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Beitragvon Alt Opel » 13.11.2012, 18:44

Ah, Verstärkung für die "Aktivhornfraktion".
Hallo Holger, mir wurde schon viel erzählt. :mrgreen:
Willkommen in der Runde.
Gruß
Detlef
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Beitragvon ujaudio » 13.11.2012, 21:27

Auch wir hatten das Vergnügen Herrn Martion in Berlin kennenzulernen - und seitem träumt meine Frau Ursula von Lucy und i-Mer.

Herzlich willkommen hier im Forum, die Vorstellung macht neugierig auf zukünftige Beiträge...

Einen lieben gruß
Jürgen
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Beitragvon schoko-sylt » 13.11.2012, 21:29

tom_on_wheels hat geschrieben:Hallo Holger,

ich weiß, wie er ihn findet. Das muss schon großes Tennis sein, was da bei Dir geboten wird. Du hast auch einen ausserordentlichen Aufwand betrieben, mit "offenhörlich" gutem Ausgang.

Ich habe auch einigen Aufwand betrieben, um meine Martion Luzys mit 2 Orgon-Bässen in meinem Wohn-Esszimmer zum Spielen zu bekommen. Aber bei zu viel Beton plus Parkett und jeder Menge Alufenstern ist es mir nicht gelungen, den Sound auch nur im Ansatz an die Live-Atmosphäre in Basils Entwicklerkeller oder seinem Vorführzimmer heranzubringen.

Die Orgons sind schon verdammt gute Lautsprecher...

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Hallo Tom,

vielen Dank für Deine Willkommensgrüße.

Wie sich im Verlauf der letzten drei Jahre für mich herausgestellt hat, bietet die Orgon eine hervorragende Basis zur weiteren Verbesserung. Allein schon das Matchen der einzeln Kanäle, also Hochton mit Hochton, Mittelhochton mit Mittelhochton, Mitteltiefton mit Mitteltiefton und natürlich auch Tiefton mit Tiefton und dann wiederum das Matchen von Hochton-Mittelhochton links mit den entsprechenden Kanälen rechts etc. hat eine erheblichen Zuwachs der Homogenität und Kohärenz des gesamten Lautsprechers erbracht. Neben einem verbesserten IACC mit Werten über 0,83 ohne weitere Korrekturmaßnahmen im Raum nahm konsequenterweise auch die räumliche Abbildung enorm zu. Dies alles erfolgte zunächst mit Hilfe der vielen Stellglieder mit der "ab Werk" eingebauten Originalweiche, wobei ich mit Acourate die einzelnen Treiber gemessen und den optimalen Übergangsbereich der Trennfrequenzen geringfügig gegenüber dem Original geändert habe. Kontrollparameter waren zum einen erneut der IACC und natürlich auch das Abhören des theoretisch Erreichten. Irgendwann habe ich dann in einem über viele Wochen andauernden Projekt versucht, das Ganze unter Linux mit Brutefir zu verwirklichen und die Weiche durch eine digitale Weiche mit in Acourate erzeugten Filtern ersetzt, wobei auch einzelne Filtertypen miteinander convolved wurden, um optimale Übergänge zu schaffen. Viele Gespräche und Ideen meines Freundes Heiner flossen in die Gestaltung der Weichen mit ein, der mir gegenüber einen erheblichen Erfahrungsvorsprung besaß und noch immer besitzt. Ich denke, dass insbesondere auch der Ersatz der eingebauten Weiche und die Möglichkeiten, selektiv in bestimmten Frequenzbereichen Dips und Peaks zu korrigieren, zu der Homogenität des Lautsprechers beigetragen haben. Weiterhin hat auch das Messen mit einem exzellenten Mikro nebst Verstärker gegenüber dem ursprünglichen Messen unter den ansonsten genau gleichen Bedingungen zu einer deutlichen Verbesserung des Klangbildes geführt.

Herzliche Grüße

Holger
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Beitragvon schoko-sylt » 13.11.2012, 21:38

Hallo Speedy, Detlef und Jürgen,

vielen Dank für Eure Willkommensgrüße. Die heimliche Hornfraktion ist ja enorm groß. Vielleicht kommt irgendwann auch noch mein dänischer Freund Claus dazu, der nach vielen anderen "Boxen" auch einen Lautsprecher :mrgreen: mit ordentlichem Wirkungsgrad aus Berlin besitzt, der ziemlich ähnlich aussieht wie mein eigener, wobei er für die Hörner Perlmuttweiß gewählt hat, während meine in Titansilber und Saphirschwarz (Automobilfarben) lackiert sind.

Herzliche Grüße

Holger
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Beitragvon nelson » 09.05.2018, 18:09

Lieber Holger,

ich höre immer wieder gern Deine herausragende Anlage.

Weltklasse!

Dass Du nicht bei Martion Orgon stehen geblieben bist, sondern immer weiter nach neuen Herausforderungen suchst, sollte jedem klar sein.

Danke, dass Du mich inspiriert hast, es auch aktiv zu versuchen.

Gruß Torsten
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Beitragvon schoko-sylt » 03.03.2019, 20:28

nelson hat geschrieben:Lieber Holger,

ich höre immer wieder gern Deine herausragende Anlage.

Weltklasse!

Dass Du nicht bei Martion Orgon stehen geblieben bist, sondern immer weiter nach neuen Herausforderungen suchst, sollte jedem klar sein.

Danke, dass Du mich inspiriert hast, es auch aktiv zu versuchen.

Gruß Torsten

Lieber Torsten,

ich freue mich, dass Du die Anregungen als inspirierend empfunden hast. Ich habe mir daher jetzt einmal die Mühe gemacht, ein Update meines Vorstellungsthreads zu erstellen und bitte die Moderation, die Überschrift meines Vorstellungsthreads auf Holger (Aktives DIY 5-Wege Horn) zu ändern.

Update Hornlautsprecher

Liebe Forenmitglieder, liebe Hornjunkies,

inzwischen hat sich über die Jahre in meinem Musikwiedergabesystem einiges geändert, so dass ich einmal ein Update in meinem persönlichen Thread nachreichen wollte. Nicht immer ging es während der langen Zeit voran, es gab auch etliche Rückschläge, die tage- und wochenlange Arbeit zunichtemachten, aber so ist das nun mal beim Basteln, wie jeder von euch sicherlich schon mal leidlich erfahren hat.

Zunächst einmal habe ich im Herbst 2014 den Akustiker Frank Chilinski mit seiner Firma Nordakustik betraut, meinen Raum und seine Wiedergabemöglichkeiten zu untersuchen und ihn mit einem entsprechenden Gutachten zur Verbesserung der Raumakustik beauftragt. Er ist als leitender Akustiker für den Norddeutschen Rundfunk tätig und verfügt über eine mehr als zwanzigjährige Expertise mit unzähligen Projekten, wie auf seiner Homepage https://www.nordakustik.de zu sehen ist. Frank und ich sind mittlerweile befreundet und genießen gemeinsames Musikhören sowie andere Freuden des Lebens. Außerdem hilft er mir bei vielen meiner Fragen (Danke, lieber Frank!)

Frank hat mir dann in seinem Gutachten kurz zusammengefasst mehrere Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie in meinem Wohnzimmer die Akustik zu verbessern wäre. Seine Simulationen waren klar und deutlich und auch für den interessierten Laien verständlich. Er überließ mir die Wahl, ob ich die von ihm empfohlenen raumakustischen Maßnahmen eigenhändig oder von einer Fremdfirma umsetzen lassen wollte. Ich entschloss mich zum „Selberbasteln“ und baute zunächst die von ihm empfohlenen und simulierten Absorber und stellte sie an den definierten Stellen in meinem Wohnzimmer auf. Messungen zeigten eine hervorragende Korrelation der Simulationen und der aktiv umgesetzten akustischen Umbauten.

Da keine Simulation so gut sein kann, dass sich in der Realität nicht noch etwas verbessern ließe, baute ich im Laufe der Zeit insgesamt mehr als 50 Absorber, die ich explizit auf die Problembereiche des Raumes abzustimmen versuchte (unterschiedliche Foliendicken, Absorbermaterialien, Absorbertiefen), wobei einige Berechnungstools aus dem Internet gute Dienste leisteten. Die Nachhallzeiten exportierte ich zum Teil der besseren grafischen Übersicht wegen in Excel-Dateien. Die zum Messen verwendete Software ist in erster Linie das in diesem Forum allen bekannte Acourate von meinem Freund Uli Brüggemann (Danke, lieber Uli für Deine Hilfe über all die Jahre!). Bei Bedarf wurden Daten nach Excel, ARTA und REW exportiert. Großen Wert legte ich auf ein gutes Abklingverhalten des Raumes, so zeigt die ETC (early time curve) in Acourate einen Abfall des Schallpegels innerhalb der ersten 20ms von -25 bis -40 dB und die Vergrößerung der Pulse über die ersten 230ms betrachtet einschließlich des Vorschwingens ein schnelles Abklingen der Pulse mit nur geringen Reflektionen. Bilder 1a und 1b

1a. ETC Hornsystem 3-2019:

Bild

1b. Zeitverhalten der gemessenen Pulse über die ersten 230ms:

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Auch die Raumreflektionen sind gering, die Nachhallzeit liegt bis zum erfassten Messbeginn bei 30 Hz unter 0,45s. Dieser Tatsache ist u.a. sicherlich die nach meinem Dafürhalten gute Auflösung des gesamten Hornsystems zu verdanken (siehe auch http://www.sengpielaudio.com/DasVernach ... dament.pdf), das eben nicht auf Grund eines nachklingenden, alles erdrückenden Basses die Feinheiten zudeckt. Bilder 2a (Primäre Nachhallzeit vor Raumkorrekturmaßnahmen) und 2b (Aktuelle Nachhallzeit 3-2019)

2a. Primäre Nachhallzeit vor Raumkorrekturmaßnahmen:

Bild

2b. Aktuelle Nachhallzeit 3-2019:

Bild

Der eigentliche Hornlautsprecher, die Orgon von Heiner Basil Martion, wurde zunächst nur mit anderen Treibern, später auch mit sogenannten Le Cléac'h Hörnern ergänzt, respektive schließlich ersetzt. Die einzelnen, unzähligen Zwischenstufen möchte ich nicht weiter aufführen, der Text ist ohnehin schon lang. Zunächst wurde im Mitteltieftonbereich ein Konuslautsprecher TAD TM-1201, später dann ein Vintage Kompressionstreiber Yamaha JA6681B aus den 80er Jahren verwendet, der bis heute den Mitteltieftonbereich übernimmt. Messungen zeigen sehr deutlich die unterschiedlichen Frequenzgangverläufe der einzelnen Treiber in den entsprechenden Hörnern, deshalb fiel die Wahl letztendlich auf den Yamaha JA6681B. Bild 3

3. Unsmoothed logsweep compression-driver Yamaha JA-6681b vs. TAD TM-1201 vs. Orgontreiber:

Bild

Da im Internet zwar unzählige Threads zu Hörnern und Treibern bestehen, man sich aber auf Grund der vielen Spekulationen ohne entsprechende Messungen kein genaues Bild machen kann, habe ich versucht, für mich selbst im Laufe der Jahre ein Hornsystem zu entwickeln, das zum einen die typischen horneigenen Eigenschaften wie Dynamik, niedrige Verzerrungen und Explosivität und zum anderen gleichzeitig eine akkurate Feinzeichnung, Linearität und gute räumliche Darstellung beinhaltet. Grundvoraussetzung ist nach übereinstimmender Meinung aller „Hornisten“ ein nicht zu großer Übertragungsbereich der einzelnen Treiber, d.h. leider auch, dass es ein großes, nicht wohnraumfreundliches 5 Wege-Hornsystem ist, das für viele allein schon aus optischen Gründen nicht in Frage kommt. Da ich diesbezüglich und hinsichtlich der akustischen Maßnahmen im Raum aber keine Kompromisse eingehen musste (Danke, liebe Katrin!), bin ich meinem Traum der Musikwiedergabe schon ziemlich nahegekommen, auch wenn das Wohnzimmer früher netter ausgesehen hat! Bild 4

4. Aktuelles Hornsystem 3-2019:

Bild

In den letzten Jahren habe ich dann u.a. auch verschiedene Horntypen ausprobiert, teilweise über mehrere Monate gehört und oft auch wieder zwischen den Treibern und Hörnern hin- und her getauscht, um mir ein Bild zu verschaffen und die für mich richtige Entscheidung zu treffen. Zu den Versuchskaninchen gehörten u.a. die gut beleumundeten Iwata-Hörner, breit abstrahlende E-JMLC Hörner und die entsprechenden runden Pendants von Jean-Michel Le Cléac'h. Auch den Superhochtöner ET-703 von TAD habe ich sowohl als Schlitzstrahler (werksseitig) in verschiedenen Positionen (siehe auch Vox Olympian), als auch mit einem Le Cléac'h Horn betrieben (Danke, lieber Heiner!). Primär habe ich das Bassgehäuse der Orgon weiterbenutzt, allerdings mit einem 18“ großen TAD TL-1801 Konuschassis bestückt. Für eine bessere Basswiedergabe bin ich dann Mitte 2015 nach vielen Gesprächen mit Freunden (Danke, lieber Dietmar!) auf David Haigner aus Wien gestoßen, der mir ein auf meine räumliche Situation angepasstes, mittlerweile 4,69 m langes, gefaltetes Basshorn simuliert und dann in dreimonatiger Arbeit (Danke, lieber David!) letztendlich auch gebaut hat, dass bis heute seinen Dienst versieht und seinen -3dB-Abfall links bei 24Hz und rechts bei 27Hz erreicht (Die unterschiedliche untere Grenzfrequenz ist dem Raum geschuldet, der asymmetrisch ist). Der auf der Ursprungsmessung beruhende simulierte Amplitudenverlauf nach Korrektur mit Acourate (Testconvolution) zeigt den entsprechenden Frequenzgangabfall und den Gesamtfrequenzgang. Bild 5

5. Test Convolution 3-2019:

Bild

Die Verzerrungen sind trotz großer Schalldruckpegel horntypisch auf niedrigem Niveau. Ein zwischenzeitlicher Versuch mit 4 Neumann Subwoofern, die als DBA eingesetzt und eingemessen waren, wurde wieder ad acta gelegt, da die Neumänner im Vergleich zum Basshorn um ca. 25dB - 30dB größere Verzerrungen aufwiesen. Bild 6

6. Klirr K1 bis K5 mit Sampleratekonvertierung:

Bild

Letztendlich spielt heute ein Musikwiedergabesystem mit 5 Hörnern, wobei alle Hörner, bis auf den Bass, lediglich einen Bereich von ca. 2 Oktaven bestreichen. Der Bassbereich wird vom Haignerhorn, der Mitteltieftonbereich vom Yamaha JA6681B, der Mitteltonbereich vom TAD TD-4003, der Hochton vom TAD TD-2002 und der oberste Hochtonbereich vom TAD ET-703 wiedergegeben. Mit Ausnahme des Basses sind zur Zeit alle Hörner vom Le Cléac'h Typ. Abspielsoftware ist JRiver, die Wiedergabe erfolgt über den Acourate Convolver (phantastisch viele Filterbänke zum direkten Vergleich unterschiedlicher Filter). Das Musiksignal wird dann über eine Dante-Karte upgesampled auf 88.1kHz aus dem PC zu einer Focusrite RedNet geleitet und von dort an zwei PrismSound-Wandler ADA-8X weitergegeben. Dort erfolgt die Digital-Analog-Wandlung und das Routen der Kanäle zu den 5 Class A Endstufen.

Vielen Dank für das Lesen des doch langen Textes!

Holger
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Beitragvon Hans-Martin » 03.03.2019, 22:10

Hallo Holger,

selten schafft man mit einem Treiber und einem Horn deutlich mehr als 3 Oktaven abzudecken, und wieviele Menschengenerationen haben sich gequält, mit minimalem Treiberaufwand ein akzeptables Ergebnis zu schaffen - du hast das Ding einfach umgedreht und setzt 5 Hörner ein!

Der Wirkungsgrad der Hörner zwingt viele, Endstufen zu benutzen, die weitgehend frei von Übernahmeverzerrungen sind, also Rückkehr zur Single-Ended-Triode, die aber auf die Nebenwirkungen der Frequenzweiche (Impedanzanstieg bei Übergangsfrequenz) übel reagiert. Gutes Class-D könnte die Alternative sein, Aktivbetrieb sowieso. Versucht man dann noch, die Zeitrichtigkeit der Chassis zu optimieren, kann man entweder die Treibermembranen der höheren Bereiche weiter zurückverlegen (wegen der kurzen Hörner; mit Reflexionen an den anderen Hörnern) oder DSP bzw. Computersoftware einsetzen. Du hast uns hier gezeigt, wie es gehen kann (wohl mit Acourate...).

Nur wie die Nachhallzeit im Raum auf diese Verbesserung gedrückt werden konnte, bleibt mir ein Rätsel. Löst du das auch noch auf?

Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon Tinitus » 04.03.2019, 22:14

Hallo Holger,

deine ETC Kurve und die Nachhallzeiten in deinem Hörraum erwecken meinen Neid. Das hätte ich auch gerne, da kann man nur sagen "Hut ab, Inge Meysel". Dazu kann man dich nur beglückwünschen.

Solche Werte werden aber für mich nur ein Traum bleiben, wenn man zur Miete wohnt, sind da Grenzen gestzt. Bei der ETC trägt die Tatsache, dass bei einem Hornsystem der Direktschallanteil sehr hoch ist sicher deutlich zum Ergebnis bei. Bei den Nachhallzeiten unter 60 Hz, denke ich an Absorber, die deutlich "dicker" als 40 cm sind.

Niedrige Nachhallzeiten und im Pegel deutlich niedrigere Reflektionen sind für mich unabdingbar für guten Musikgenuss. Ich schmunzle immer, wenn irgendwo im Netz davon berichtet wird, dass durch den Austausch eines Kabels oder einer anderen Komponente mal wieder die sprichwörtliche Sonne aufgeht oder der xte Schleier fällt, wenn man erkennen kann, dass das Ganze unter deutlich suboptimalen akustischen Bedingungen spielt. da gibt es anscheinend Leute, die solche Unterschiede auch durch eine Hallsoße hören. Ich persönlich tue mir bei mir schon schwer Unterschiede zwischen DACs heraus zu hören. Ich höre aber deutliche Unterschiede, wenn ich Boxen schiebe oder sich was an der Raumakustik ändert. Respekt vor so viel Konsequenz und Beharrlichkeit, das lohnt sich bestimmt zu hören.

Eine kleine Nachfrage habe ich, ein 4,69 cm langes Horn zu falten, ist sicherlich auch eine Herausforderung, gehe ich richtig in der Annahme, dass es sich bei dir um die Herausforderung handelte, ein 4,69 m langes Horn zu falten?

Danke dafür, dass Du dir die Mühe gemacht hast, deinen Faden zu aktualisieren.

Weiterhin viel Freude

Gruß

Uwe
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Beitragvon schoko-sylt » 05.03.2019, 08:30

Hans-Martin hat geschrieben:
Nur wie die Nachhallzeit im Raum auf diese Verbesserung gedrückt werden konnte, bleibt mir ein Rätsel. Löst du das auch noch auf?

Grüße
Hans-Martin

Hallo Hans-Martin,

die Auflösung werde ich gern zur Verfügung stellen. Das schaffe ich zeitlich aber erst ab Mitte/Ende der Woche.

Tinitus hat geschrieben:Eine kleine Nachfrage habe ich, ein 4,69 cm langes Horn zu falten, ist sicherlich auch eine Herausforderung, gehe ich richtig in der Annahme, dass es sich bei dir um die Herausforderung handelte, ein 4,69 m langes Horn zu falten?

Uwe

Hallo Uwe,

diese Frage verstehe ich leider nicht ganz. Kannst Du sie bitte noch einmal erläutern? Nur soweit: Ich habe das Tieftonhorn ja nicht selber gebaut, sondern in Auftrag gegeben, weil ich einen noch besseren Bass als mit dem Orgon-Horn haben wollte. Da ich wusste, dass David Haigner solche Projekte mit seiner Expertise unkonventionell und auch mit außergewöhnlichen Ideen angeht, habe ich mich an ihn gewendet und gefragt, ob er eine Idee hätte, wie man solch ein Basshorn gestalten könnte. Er hat dann eine genaue Beschreibung meines Raumes mit Grundriss, allen Gegenständen, verwendeten Materialien und Fensterflächen etc. erbeten und mir angeboten, zunächst einmal gegen eine Aufwandsentschädigung eine Simulation zu erstellen, die ich dann erbat. Als ich dann die Zeichnung des Hornes sah, habe ich ihn auf Anraten anderer erfahrener Hornisten gefragt, ob er ggf. das Horn auch bauen würde. David hat dann eingewilligt und es in unglaublicher Fleißarbeit hergestellt. Das Horn ist dermaßen komplex und schwierig zu bauen, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit kein zweites Mal gebaut werden wird, auch nicht von David! Jedenfalls nicht freiwillig. :D
Lediglich die Erweiterung (Verlängerung) des Hornes habe ich dann auf die Idee meines HIFI-Freundes Torsten (Nelson) hin umgesetzt und bin auf diese Weise mit der unteren Grenzfrequenz noch etwa 4 - 5 Hz nach unten gerutscht, was im Tiefbass ja Welten sind.

Grüße
Holger
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Beitragvon cornoalto » 05.03.2019, 13:25

Hallo Holger,

sehr beeindruckend, was du da auf die Beine gestellt hast, Respekt!

Dante in Verbindung mit Acourate- das einzig Wahre für aktive DIY-Mehrwegekonzepte- und nicht nur dafür.
Was mich noch interessieren würde, wären die IACC -Werte, die Phase und die Sprungantwort nur für die ersten zwei Millisekunden. Dann könnte man Dein 5-Wege Horn noch besser mit anderen Konstrukten vergleichen. Wobei Messungen m.E. niemals alles über den Klang aussagen können.

Wenn du nicht so abgelegen wohnen würdest, würde ich sehr gerne mal vorbeikommen, um mir das anzuhören!

Viele Grüße

Martin
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cornoalto
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