Michael (4-Wege Open Baffle LSl)

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Michael (4-Wege Open Baffle LSl)

Beitragvon audio summit seeker » 05.09.2012, 15:56

Liebe aktives-hören-Mitglieder,

gerne möchte ich mich als neues Forenmitglied vorstellen.

Mein Name ist Michael Lüpke und mit 50 Jahren auch schon etwas Audio erfahren. Eigendlich betrachte ich das Audio aktiv Erleben nicht als mein eigentliches Hobby, dass liegt eher im Laufen, Mountainbiken und Modellflug. Jedoch begleitet mich der Selbstbau von Lautsprecherboxen, Vorverstärker, Endverstärker und Gehäusefertigung bereits ca. 35 Jahre. Dieses immer als Zweck, Musik in guter Qualität hören zu können, wobei ich da mit meiner Frau auf gleicher Wellenlinie liege.

Somit kommt bei mir in Dekadenschritten immer wieder der Drang auf, die Anlagen-Kette zu verändern. Diese wurde in 2011 mit einem neuen Projekt: weg von passiv LS (Visaton VOX253), hin zu Aktivsystem, mit vorhandenen Komponenten aus dem Endverstärker.

Schnell war unser Interesse (unser = mit Frau) auf einen Biegewellenwandler von Manger fokussiert. Klar war auch, dass ein Bassfundament nötig war. Folgerichtig wurden Simulationen über BR-Box, geschlossene Box und Passivmembran über mehrere Monate geprüft und auch wieder verworfen. Letztendlich fanden wir den Weg zu Herrn Linkwitz in den USA (per Internet) und seinen Dipol-System. Daraus wurde jedoch ein Ripol und die Kombination stand fest: Manger / Ripol-Lizenz, mit Eigenkonstruktion der Box und mit Einbau der Elektronik im Fuss.

Die Frage nach der Aktivweiche wurde abschließend mit einem dspModul von HifiAkademie beantwortet. Nach ca. 10 Monaten engineering und Bauzeit stehen nun zwei Lautsprecher im Hörraum (Wohnzimmer), welche mit ausgefilterten Raummoden, ausgemessenem und optimierten Frequenzgang die abendlichen Stunden mit schöner Musik verzaubern.

Da aktuell eine Mischung aus analogen und digitalen Komponenten hinter den Quellen vorhanden sind, steht ein neues Projekt für 2013 an. Preamp durch DAC, gepaart mit NetPlayer (Streaming?) ersetzten, direkt auf eine Digitalweiche geschaltet, alternativ CD-/Netplayer-Kombi mit Digitalausgang auf Digitalweiche, welche in einem Class-D System implementiert ist. Hier steckt aus unser Sicht viel Entfaltungsspielraum "drin", wobei sich der Eigenbau als zentrale Aktivität (dort wo möglich) wiederspiegeln soll.

Somit freue ich mich auf viele Forenbeiträge, welche ich gerrne konstruktiv begleiten möchte.

Viele Grüße

Michael
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Beitragvon Rudolf » 06.09.2012, 21:40

Herzlich willkommen Michael,

der Manger Schallwandler scheint auf viele DIYer eine große Faszination auszustrahlen. Prominentes Beispiel ist das Manger-Projekt, das derzeit von Cay-Uwe im Auftrag von Andreas vor unser aller Augen entwickelt wird (nachzulesen im Aktiven Bauhaus). Vielleicht können die beiden ja noch von deinen Erfahrungen profitieren?

Der MSW stellt auch optisch (für mich) eine Augenweide dar. Wie sehen deine Eigenbauten damit aus?

Viel Spaß bei uns!
Rudolf
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Beitragvon Raal » 07.09.2012, 08:00

Hallo Michael,

herzllich Willkommen hier!

Ein paar mehr technische Infos zu deinem Manger DIY und Bilder würden uns allen sehr gefallen. :cheers:

Viele Grüße
Andreas
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Beitragvon bvk » 07.09.2012, 09:56

Hallo Michael,

interessant, du hast also ein Manger Ripol Projekt realisiert. Dasselbe hatte ich auch geplant, habe aber den Manger in letzter Sekunde durch einen Alpair 10.2 zumindest vorrübergehend ersetzt. Der Grund war außer den Kosten vor allem dass der der Ripol wegen der Gehäuseresonanz um 300 HZ ziemlich tief getrennt werden sollte, und der Manger eigentlich ab 300 HZ erst optimal spielt - zumindest laut den Berichten verschiedener
"Wissender".

Entspricht dein Projekt demjenigen welches auf der Website der HiFi Akademie veröffentlicht ist?

Grüße Bernd
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Beitragvon Zwodoppelvier » 07.09.2012, 10:16

Hallo Michael,
es freut mich, daß mit Dir ein weiterer Eigenbauer unseren Kreis bereichert! Eine MSW-Dipol- (oder Ripol-) Kombination ist mir schon mehrfach "begegnet" und stand lange Zeit auch bei mir hoch im Kurs, bis ein Umzug die Hoffnung auf eine möglichst freie Aufstellung zunichte machte.
Gehört habe ich allerdings nur eine davon, die damals wahrscheinlich erste, wohl unter direkter Mitwirkung von Herrn Ridthaler aufgebaute und - soweit erinnerlich - gleich vier Bässe pro Seite, also zwei aufeinandergestapelte Ripol-Module, enthaltend. Feine Sache !

Da der MSW recht genau auf Kopfhöhe sitzen muß, würde mich interessieren, wie Du Deinen Aufbau genau gestaltet hast - mit einem einzelnen Ripol-Würfel von vielleicht (35cm)³ findet das MSW-Gehäuse eigentlich noch nicht das notwendige Höhenmaß...

Viele Grüße
Eberhard
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Beitragvon bvk » 07.09.2012, 10:53

Guten Morgen Eberhard,

den Doppelripol, also 2 übereinander mit jeweils 4 25cm Chassis habe ich mit Unterstützung von A.Ridtahler auch gebaut. Bei mir gibt es genug Platz sodass die Wandabstände kein Thema sind. Von der Qualität bin ich begeistert. Keine Anregung von Resonanzen, die Bässe kommen sehr schnell und der mögliche Pegel ist für meine Bedürfnisse vollkommen ausreichend. Gefiltert sind die nach unten ab 24 HZ abfallend, nach oben ab 160hz mit 24 db.

Grüße Bernd
PS : ich stelle nächstens Mal Bilder rein.
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Beitragvon uli.brueggemann » 07.09.2012, 11:16

bvk hat geschrieben: die Bässe kommen sehr schnell und der mögliche Pegel ist für meine Bedürfnisse vollkommen ausreichend. Gefiltert sind die nach unten ab 24 HZ abfallend, nach oben ab 160hz mit 24 db.

Hallo Bernd,

der Bass ist doch ausgelegt für 24 Hz bis 160 Hz. Klar, damit es keine Verzerrungen gibt muss er einem 160 Hz Eingangssignal ordungsgemäß folgen können.
Was ist das nun für eine Eigenschaft, aus der abzuleiten ist, dass ein Bass sehr schnell kommt ?

Grüsse
Uli
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Beitragvon bvk » 07.09.2012, 11:39

Hallo Uli,

dummerweise habe ich eines dieser blöden Schlagworte vom schnellen Bass benutzt, aber mir ist klar dass das nur eine subjektive Beschreibung des Höreindrucks ist. Noch klarer ist mir dass diese Begriffe einen Softwareingenieur für Audioanwendungen nerven. Kurz gesagt ich habe das Gefühl dass die Dinger gute Musik machen, die Bässe sind sanft, nicht aufdringlich, sauber und federnd, nicht dumpf, nicht mulmig. Das ist schon mal nicht schlecht im Vergleich zu manchen anderen Woofern. Verbesserungen sind sicher möglich, aber momentan höre ich keine störenden Fehler, es gibt keinen Leidensdruck. Nachdem der Laufzeitunterschied und der Pegel eingestellt waren, hat alles gepasst. Im übrigen zeigt sich auch hier der grundsätzliche Vorteil einer softwarebasierten Filterung im Aktivkonzept von der ich nie wieder abgehen werde: einfach änderbar, speicherbar, kostengünstig.
(auch wenn ich Acourate leider plattformbedingt nicht einsetzen kann )

Grüße Bernd
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Beitragvon uli.brueggemann » 07.09.2012, 12:06

Bernd,

:cheers:
Uli
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Beitragvon Hans-Martin » 07.09.2012, 12:46

uli.brueggemann hat geschrieben:Was ist das nun für eine Eigenschaft, aus der abzuleiten ist, dass ein Bass sehr schnell kommt ?

Hallo Uli

Wie wär es mit diesem Bild von einem schnellen und von einem langsamen Bass (simuliert)?

Bild

oder ganz krass langsam (Zeit x 10000 denken):

Bild

Grüsse Hans-Martin
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Beitragvon uli.brueggemann » 07.09.2012, 13:29

Hallo Hans-Martin,

sind die Bilder Ein- oder Ausgangssignale?

Das erste Bild zeigt ja eher ein Eingangssignal. Wobei der "plötzliche" Start des Sinus bereits Frequenzen enthält, welche über den Frequenzbereich des Basschassis hinausgehen. Kannst Du selbst prüfen, mach solche Bursts mit Audition und hör sie ab. Es knackt dann immer am Anfang und Ende.

Ist bei "langsamen" Bässen so ein langsames Größerwerden der Amplitude nachzuweisen? (Literatur?)
Liegt dann grundsätzlich noch ein lineares zeitinvariantes System vor oder gibt es dann entsprechend Klirr?

Wenn das letzte Bild ein Eingangssignal ist, damm macht der Bass das locker mit. Wenn es ein Ausgangssignal ist, wie sieht dann das Eingangssignal dazu aus?

Ich kann mir übrigens auch vorstellen, dass eine Membran nachschwingt, weil nicht mehr unter Kontrolle des Verstärkers (Dämpfungsfaktor) und Luftfeder in der Box etc. pp. Was aber eigentlich nichts mit einer Schnelligkeit zu tun hat (obwohl, ich denke, gleich könnte könnte jemand posten, dass der Bass eben schnell abklingt). Es wäre also eher ein unkontrollierte Nachwabern, die Beschreibung würde ich akzeptieren.

Wenn ein Bass richtig schnell geworden ist, dann spielt er als Hochtöner. :mrgreen:

Grüsse
Uli
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Beitragvon audio summit seeker » 14.11.2012, 20:49

bvk hat geschrieben:Hallo Michael,

interessant, du hast also ein Manger Ripol Projekt realisiert. Dasselbe hatte ich auch geplant, habe aber den Manger in letzter Sekunde durch einen Alpair 10.2 zumindest vorrübergehend ersetzt. Der Grund war außer den Kosten vor allem dass der der Ripol wegen der Gehäuseresonanz um 300 HZ ziemlich tief getrennt werden sollte, und der Manger eigentlich ab 300 HZ erst optimal spielt - zumindest laut den Berichten verschiedener
"Wissender".

Entspricht dein Projekt demjenigen welches auf der Website der HiFi Akademie veröffentlicht ist?

Grüße Bernd


Hallo Bernd,

meine Projekt ist auf der Hifiakademieseite abgebildet (rote Box). Die Aktivweiche wird mittels dspModul (Hifiakademie) realsiert und bietet die Möglichkeit der Optimierung des Frequenzganges, welche durch Nahfeldmessungen und Hörraummessungen kontrolliert werden können. Beides wurde über viele Tage durchgeführt, bis das Ergebnis unserem Hörempfinden entsprach. Die Trennung liegt bei 200Hz, wobei keine Resonanzen und Raummoden vorhanden sind. Subjektiv spielt der Manger wie es von ihm zu erwarten ist.

Grüße Michael
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Beitragvon audio summit seeker » 14.11.2012, 21:09

Raal hat geschrieben:Hallo Michael,

herzllich Willkommen hier!

Ein paar mehr technische Infos zu deinem Manger DIY und Bilder würden uns allen sehr gefallen. :cheers:

Viele Grüße
Andreas


Hallo Andreas,

hier mein erster Versuch ein Bild zu laden:

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Grüße Michael
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Beitragvon Raal » 14.11.2012, 21:15

Das schaut doch mal mehr wie sau geil aus :cheers:

Viele Grüße
Andreas
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Beitragvon Hans-Martin » 15.11.2012, 00:44

Hallo Michael

Wie so ein Ripol in der Raumecke klingt, würde mich sehr interessieren, leider habe ich keinen. Ich denke mal, diese Platzierung wäre auch eine Methode, die mögliche Basswiedergabe einzuschränken.

Die mechanisch/optische Ausfertigung des Lautsprechers finde ich allerdings beeindruckend, Respekt!

Grüße Hans-Martin
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