Tobias (MEG RL 940, KH 120 A, BK XLS200, Nubert AW411)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon Pittiplatsch » 31.01.2018, 22:50

Hallo Harald,

Danke fuer die Anregungen.

Mit stopfen hatte ich eher eine lockeres einfuellen gemeint. Speziell in der Ecke mit den LS muss ich ganz schoen stueckeln. Praktikabler waere es da Grosse Muellsaecke zu nehmen und die Platten gestueckelt einzufuellen. Oder ich schneide "kleinere" Platten mit ca 40x40cm... Das werde ich mal probieren :).

Ich hab nebenher mal gemessen .... bzw. vorhandene Messungen bzgl Nachhall bewertet :oops: :

Sub:
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Mains (ab 100 Hz massiv im Bass beschnitten):
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gar nicht sooo uebel (vom miserablen FG mal abgesehen...). Leider ist man im HK bei weitem nicht so flexibel wie bei profaner Stereo -optimierung ... :mrgreen: .

Ich werde als ertmal hoffentlich am Wochenende den AVR in Betrieb nehmen und dann nach Audyssey und eventueller Accourate korektur mal schauen ob es ertraeglich ist :). Noch spielt auch nur ein Sub - eventuell spendiere ich noch einen - das sollte ja auch noch was in Sachen Nachhall bringen...

Viele Gruesse,
Tobias
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Beitragvon Pittiplatsch » 03.02.2018, 00:21

So, der AVR ist in Betrieb genommen. Ich muss sagen Audissey macht einen ganz guten Job bei der Einmessung. Wenn ich dann noch hoere wie gut die automatische auf die Einmessung abgestimmte Loudness arbeitet frage ich mich FAST ob ich nochmal nachmesse und versuche was eine vergleichbare Acourate oder DRC Korrektur noch so bringt :)
Im Moment sowieso nicht weil erstmal andere Termine anstehen ...

Viele Gruesse,
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Beitragvon Pittiplatsch » 17.02.2018, 18:45

So, zurueck zu Hause und und so habe ich heute mal den AVR richtig ausgetestet: Audyssey ist wirklich Klasse. Es ist erstaunlich mit wie wenig Aufwand man dort eine super Raumkorrektur hinbekommt. Die Frage ließ mir aber keine Ruhe zu sehen wie sich dort meine brutefir+Acourate korrektur im Vergleich schlaegt. Also habe ich mal in ruhe neu gemessen (7.1 - Analog-in sei Dank) und prompt der erste Wehrmutstropfen; der 7.1 Analog-in wendet keine Audyssey Korrektur an, dabei hatte ich auch vor mal Audyssey+Acourate kaskadiert zu verwenden - aber egal (was am Ergebnis des Vergleichs liegt :) ).
Im Fazit muss ich sagen das die Ergebnisse recht nah beieinander liegen. Die Acourate-Korrektur schluckt ca. 10% Lautstaerke was aber nix macht. Audyssey kommt halt mit tollen Featuren wie dynamic EQ daher, wobei ich sagen muss das das eher weniger relevant ist weil ich meist eh im Referenzpegel - Bereich hoere (kein Lauthoerer, aber 75dB duerfen es schon sein :) ). Ein 2ter Sub waere eventuell langfristig noch reizvoll ... man muss ja noch Ziele haben :)

Wenn ich es mal hinbekomme meinen mess-sweep als AC3 per HDMI auszugeben werde ich auch mal messen wie das Ergebnis von Audyssey im Detail aussieht. Was mich wundert ist das es keinen Pegelunterschied gibt zwischen Audyssey und Pure Direct; ich vermute das der AVR den Pegeloffset schon klammheimlich einkassiert damit man beim Ausschalten nicht gleich vom Stuhl kippt :).

Als nachstes stehen noch die Raumakustikverbesserung an ... sobald mal wieder Zeit ist

Viele Gruesse,
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Beitragvon Pittiplatsch » 24.02.2018, 18:00

Hallo @all,

Um nicht den Softwareplayer thread zu sabotieren und da es bei mir nur subjective Beschreibungen sind die jeglicher Allgemeingueltigkleit entbehren fuehre ich meinen Vergleich von SW Loesungen zur Audio-Wiedergabe mal lieber hier weiter.

Ich habe in letzter Zeit oefter mal zwischen verschiedenen Loesungen hin und her gewechselt um sowohl die Bedienbarkeit und Alltagstauglichkeit zu vergleichen. Verunsichert durch die Meldung immer neuer Quantenspruenge durch reine Player-Software habe ich versucht auch zu evaluieren was fuer mich hoerbar ist und was nicht (inclusive resampling). Alles Systeme haben die Musiksammlung lokal auf eigener Platte (...konnte mich nie durchringen ein NAS permanent durchlaufen zu lassen...).

Verglichen habe ich (alles unter Linux mit aktiver Raumkorrektur):
- OSMC/KODI
- HQPlayer (standalone und naa)
- Rhythmbox (my all time favourite :))
- Audacious
- MDP mit gmpc als client

Hardware:
- KH120A + Focusrite Scarlett 2i2 am PC mit Core2 Duo / HP Laptop mit i7
- RL940 + 2 BKXLS200 + RME FF UCX + Raspi2
- Rotel RA1062 + KEF Q11 + Raspi3

klangliches Fazit:
Ich hoere wenn ueberhaupt nur marginale Unterschiede zwischen den Playervarianten; Das ist fuer mich ein eher positives Fazit weil ich die Auswahl dann der Bedienbarkeit und Alltagstauglichkeit unterordnen kann.
Ein aehnlicher Effekt fuer mich beim Resampling: ich hoere keine Verbessserung wenn ich ueber Pulse upsample, ABER sehr wohl hoere ich wenn dort "incorrect" gesampled wird: versehentlich hatte ich am Raspi wegen Softvol benutzung ein 44->48 upsampling aktiviert (siehe weiter oben im Thread). Vermutlich ist dieses Auto-sampling auf 48 Hz auch der Grund warum frueher Distros mit pulse bei mir klanglich immer durchgefallen sind. Neuste Ubuntu Distros scheinen das "Problem" nicht zu haben und sind fuer mein Gehoer somit Alsa - gleichwertig + dem Komfort recht viel mit den Settings spielen zu koennen (upsampling gibt es gratis).

Bedienbarkeit:
Ich nutze an allen Desktopsystemen Rhythmbox. Die Bedienbarkeit und Musikorganisation ist super und unerreicht. Man findet jeden Titel super fix ohne sich durch untermenues hangeln zu muessen. Das Konzept ist leider nur auf Desktops uebertragbar...
OSMC (Kodi) nutze ich im Heimino und Wohnzimmer. Die Bedienung per Andoid-Geraet und Kodi-Remote ist vorbildlich. Die Erweiterbarkeit per plugin ist unerreicht (hab heute gerade einige Franzoesische Jazz-Sender gehoert)!!!
Angenehmer Nebeneffekt ist das ich mich auch mal mit mpd beschaeftigt habe. Die Einrichtung ist mit ein bisschen Recherche schnell erledigt. Es reizt mich schon mal einen Minimal-PI 1 mit Archlinux zu bestuecken und per brutefir und Raumkorrektur im Wohnzimmer zu installieren. Der sollte mit weniger Strom/Leistungsbedarf ein recht gutes minimal-System darstellen. Haette ich nicht dort gerade schon einen PI3 mit OSMC zuverlaessig in Betrieb waere das mein naechster Versuch. Da es fuer mpd viele Clients fuer alle Systeme gibt ist man da in Hinsicht auf Bedienung dort sicher am flexibelsten.
HQPlayer ist wirklich solide und selbst NAA Problemlos (auch fuer totale Laien) mit einem PI als Endpunkt zu verbinden. Da gilt aehnliches wie bei MPD mit der Einschraenkung das es durch das vermutlich prprietaere Protokoll bei den Clients auf HQPlayer beschraenkt ist.

Also hinsichtlich Bedienbarkeit hat alles seine Anwendungsdomaene. Ich wuerde den HQPlayer auch gerne nochmal unter Windows testen aber leider hat meine einzige Windows-Maschine im Haus nur eine Core2Duo... Meine bisherigen Windows/Linux - Vergleiche haben nie signifikante Unterschiede zu Tage gefoerdert weshalb mir das auch keine schlaflosen Naechet bereiten wird :).

Viele Gruesse,
Tobias
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Beitragvon Pittiplatsch » 24.02.2018, 19:00

wenn man schon mal am Probieren ist: Mich hat immer die grobschlaechtige Lautstaerkekontrolle am PI mit raspbian genervt. Man kann es natuerlich anpassen:

~.config/openbox/lxde-pi-rc.xml

...
<keybind key="XF86AudioRaiseVolume">
<action name="Execute">
<command>amixer set PCM 2%+ unmute</command>
</action>
</keybind>
<keybind key="XF86AudioLowerVolume">
<action name="Execute">
<command>amixer set PCM 2%- unmute</command>
</action>
</keybind>
....

schon funktioniert es wie es soll :). Das hat mich ein Jahr genervt und jetzt in 5Minuten erledigt ...

Viele Gruesse,
Tobias
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Beitragvon Pittiplatsch » 10.03.2018, 18:35

Es gibt tatsaechlich mal wieder was neues (mal wieder ganz ohne neues Equipment :) ). Im Zuge einer Entruempelungsaktion ist mein Musikraum mal wieder umgeraeumt worden. Mit genuegend zeitlichem Abstand hat man auch vergessen warum alles so stand wie es halt war. Wenn der Raum schonmal leer ist kann man auch gleich mal mit optisch ansprechenderen Varianten experimentieren: Die LS also mal wieder wandnah an die Laengsseite (hatte ich ja schon mal so) und den Sub eingemessen. Nach recht kurzer Zeit under Einbindung von Sub 1 die Erkenntniss: Sub 2 wird nicht mehr gebraucht. Noch kurz mit Acourate die ETC gemessen und diesmal nur per Absorber die gerade mal 2 kritischen Stellen behandelt - fertig!

Wie klingt es? Durch die Wandnahe Aufstellung geht tatsaechlich etwas Raumtiefe verloren, aber das wollte ich erstmal genauer evaluieren, also bin ich mal durch die EBU SQAM und PEQ* Samples gegangen (noch ohne Acourate Korrektur). Gab es vorher noch bei einigen Stuecken Zweifel ob ich die Beschreibungen nachvollziehen kann war es jetzt eindeutig - fuer mich eine deutliche Verbesserung. Die vorherige Raeumlichkeit bei ca. 1m Wandabstand war also eher ein Effekt (wenn auch ein guter :) ) als Realitaet.

Was macht man mit einem Sub der uebrig ist? Zum Glueck gibt es ja noch die PC-Anlage und erweitert die bestehende Anlage im Tiefbassbereich und befreit nebenbei die KH120 von etwas Bass-Arbeit. Auch ein voller Gewinn!

Beide Anlagen spielen jetzt auch schon ohne Raumkorrektur ganz passabel. Eventuell wandert der zweite BK-Sub auch langfristig zur Ergaenzung als 2ter Sub ins Heimkino, das muss ich mir aber noch ueberlegen. Es gibt schlimmere (Luxus-)Probleme :).

Viele Gruesse,
Tobias

*im Uebrigen finde ich das die EBU SQAM und PEQ die ein netter Forenteilnehmer hier zur Verfuegung gestellt hat viel zu wenig Beachtung finden zur Bewertung und Vergleich. Die Stuecke geben wirklich recht gute Anhaltspunkte fuer die Bewertung.
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Beitragvon Pittiplatsch » 06.05.2018, 22:59

Tja, was soll ich sagen - die letzten Wochen waren ich mit Boxenruecken beschaeftigt. Diesmal soll der Kellerraum (5m x 3m x 2,28) optisch als auch klanglich (weiter) optimiert werden. Eine der 3m Waende ist bereits komplett mit einer Schrankwand zu (was sich sogar als positive herausgestellt hat). Die andere 3m - Wand ist nahezu frei (da will ich ansetzen).

Zwecks weitere Optimierungen hab ich die Messungen mal untersucht und als Problembereich vor allem den unteren Mittenbereich ausgemacht (100..500Hz). Das sieht man auch schoen an voherigen Messungen von meinem Musikzimmer, Das korrigiere ich derzeit mit dem PEQ am RME FF. Ziel waere es diesem Bereich in den Griff zu kriegen (bis zu 10dB Ueberhoehungen sollen runter).

Mein Problem: Sonorock in den Ecken geht nicht, weil zu voluminoes und ich habe Angst mir im Keller (Betonkeller) Schimmel einzufangen. Ausserdem wird der Platz als Stauraum benoetigt. Ich habe also mal mit Plattenschwingern experimentiert (einige duenne Sperrholzplatten in die Ecken, gelagert auf Schumstoff). Der Effekt war schon deutlich (positiv) messbar. Also waere meine Idee einfach die 3m - Wand mit einem Selbstbau - Regel mit Platten-Schiebetueren zu versehen. Ich koennte damit 1,70*2,40 abdecken (eine Raumecke komplett - die andere bekommt noch einen fast raumhohen Schrank).

Wenn ich recht verstehe berechnet sich die wirksame Frequenz:

f=600/sqrt(abstand Wand * masse/m2)

Bei einem Anzunehmenden Plattengewicht 1kg/m2 und 80cm Tiefe sollte die Resonanz dann bei 67Hz liegen. Meine Frage: Kann ich das so umsetzen das der wirksame Bereich bei 100..400Hz liegt (leichtere Platten nehmen???)? Tiefer natuerlich gerne :).

Danke und Viele Gruesse,
Tobias
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Beitragvon Pittiplatsch » 22.05.2018, 22:50

Tja was soll ich sagen: zunaechst habe ich mal Tatsachen geschaffen und die Ecken mit Schraenken vollgepflastert. Da ich schonmal dabei war haben noch zwei Buecherregale mit ins Auto gepasst die jetzt voll mit Buechern hinter dem Hoerplatz stehen. Wie es so ist mit blind getaetigten Raumakkustischen Optimierungen war der Effekt eher psychologischer Natur.
Der Raum hat eher optisch gewonnen, was ja auch nicht grundsatzlich negativ ist :). Der IAAC ist jetzt bei jenseits der 90% und der FG (wohlwollend gerundet :) ) bei +-5db (von ein paar kleinen schmalbandigen Ausreissern nach unten abgesehen). Ja, ein bisschen gemogelt und mit dem PEQ am FF UCX nachgeholfen hab ich da auch... :mrgreen: Im Rahmen der Moeglichkeiten liegt noch ca. 2x3m ueber dem Hoerplatz die Decke abzuhaenge und zu behandeln. Die ETC ist auch so schon bei durchgaengig -20db (eher drunter) und faellt recht fix auf -30dB. So kann man schon (erstmal) hoeren :).

einige Interessante Erkenntnisse der letzten Wochen des Rumprobierens muss ich bei Gelegenheit mal zum Besten geben.
Eine Erkenntnis ist das man durchaus zufrieden hoeren kann ohne zu messen - aber wenn man erst mal gemessen hat und die Ueberhoehung bei 400Hz sieht hoert man sie ploetzlich auch und es laesst einem keine Ruhe mehr :mrgreen: .

Viele Gruesse,
Tobias
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Beitragvon Jupiter » 23.05.2018, 07:28

Hallo Tobias,
Du triffst es auf den Punkt mit deiner 400 Hz Überhöhung.
Wie hoch war sie denn?
Wenn man es sieht dann hört man es auch.

Ich hatte in meinem Raum auch eine Überhöhung bei ca 1500 Hz.

Auf den ersten Blick muß diese Überhöhung stören.
Doch beim wechseln mit und ohne Acouratefilter macht diese Überhöhung eine durchaus angenehme Luftigkeit sprich zusätzliche Räumlichkeit aus.

Kann es sein, dass es ohne Acourate besser klingt als mit?
Eigentlich nein, außer man hat sich an Überhöhungen gewöhnt oder?
Die ungewollten Auslöschungen stören ja schon wenn man sie am Bildschirm erkennt, man hört förmlich wie sie fehlen, zieht sich wie ein Mantra durch jede Hörsession.

Nach der Korrektur empfinden mache den Verlust von Überhöhungen als „Blutleer“
15 dB Korrektur im Bereich 60 Hz wird jeder schätzen wenn der Ausschlag nach Norden ging, 2 dB Korrektur der Überhöhung bei 1500 Hz kann die Luftigkeit nehmen.
2 dB zusätzlich bei 80-100 Hz kann den angenehmen Plopp ausmachen.

Was bei Pop, Elektro, angenehm sein kann, stört bei Jazz und auf jeden Fall bei Klassik, meistens dann wenn es etwas zuviel sein durfte.

BBC Dip, Kickbass Erhöhnung und Blauertsche Bänder signalisieren doch, dass Abweichungen vom linearen Amplitudenfrequenzgang als angenehm empfunden werden können.

Wenn man es sieht dann hört man es auch.
Die Frage die sich stellt, interpretierte ich Überhöhungen bzw Auslöschungen als störend oder als angenehm.

Ist wohl wie mit dem Bier am Abend, ein oder zwei sind angenehm, ein Kasten wäre wohl zu viel.
In vier Wochen bei der WM werden wir ja wieder hierzu Erfahrungen sammeln können.

Noch ein lustiges Schlußwort von Sigi ( hier vom Forum)
Wer Acourate besitzt muß mindestens einmal pro Woche messen.
(Uli das wäre doch ein Slogan für Dich)

Grüße
Harald
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Beitragvon Pittiplatsch » 23.05.2018, 22:06

Hallo Harald,

die Erhoehung ist das "Mittengebirge" was man auch auf frueheren Messungen ganz gut sieht von ca. 120..500Hz +6-7 db. Das blaeht den Grundtohn auf und macht das ganze Klanggeschehen matschig und undifferenziert.
Ich habe erstmals nachgedacht wie das zustandekommt weil nicht viele Massnahemn die ich probiert habe dort greifen. Ich denk das es an der Raumhoehe/-breite liegt von 3x2,28 (kommt bei der Wellenlaenge wenn ich nicht falsch denke ganz gut hin). Deshalb vermute ich auch das die Deckenbehandlung noch was bringen kann (bisher habe ich dort nur die Reflexionspunke behandelt).

Ich habe tatsaechlich einen Stand erreicht wo ich dank PEQ im RME bereits ein sehr gutes Ergebnis habe.
Bei der Accouratekorrektur habe ich gute Erfahrungen gemacht moeglichst minimal zu korrigieren. Meine Filter senken gerade mal noch max -4dB ab und greifen nach Moeglichkeit in den Bereich ueber 1000Hz gar nicht mehr ein.

Wenn ich mal wieder Zeit habe werde ich mal den PEQ abklemmen und mal alles ueber Acourate entzerren (nur bis max. 500 Hz). Mal sehen wie sich dass im Vergleich schlaegt.

Hinischtlich der Musik hast du auch einen guten Punkt gebracht. Eins meiner Testuecke ist eine 40 stimmige Mottet von Thomas Tallis. Man muss recht laut hoeren um den leisen Anfang zur Geltung zu bringen. Wenn dann alle 40 Stimmen spaeter voll zuschlagen wird es echt schnell zu viel wenn man Ueberhoehungen in den hoeheren Frequenzen hat - vollkommen unakzeptabel auch wenn ich das Stueck wohl ausser zum Testen fast nie rauskrame :mrgreen: .
Meine Anlage muss halt alles koennen und ich hoere ja auch alles von Doom/Black Metal ueber Folk, Neofolk, elektronisches, Klassik, Jazz ....

Im Moment laeuft gerade mal wieder Nurse with Wound - Huffn' Rag Blues - hab ich noch nie besser gehoert, von daher alles gut :).

Viele Gruesse,
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Beitragvon chriss0212 » 23.05.2018, 23:54

Hallo Tobias

Ich kann das was Du schreibst sehr gut nachvollziehen...

Das war der Ausgangspunkt für diesen Thread:

https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=40&t=9334

Ich bin momentan an dem Punkt wo ich das Gefühl habe: wenig gut eingesetzt ist mehr :)

Da ich aber momentan meine komplette Anlage inklusive der Hörposition umgestellt habe, ist es momentan so, dass mein Raum so viel Einfluss nimmt, dass selbst eine relativ starke Korrektur die Musik nicht leblos erscheinen lässt. Aber ich bin noch in den Anfangsschuhen :)

Ich habe Momentan eine Hördistanz von 7 bis 8 Metern... da lässt sich ein gewisser Raumeinfluss selbst mit Hörnern nicht vermeiden... zum Glück... denn für den Großteil dessen was ich höre integriert sich der Raum eigentlich sehr gut. Gerade zum Beispiel Niels Frahm „All melody“.

Bin gespannt, wie es bei Dir weiter geht!

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon Pittiplatsch » 02.06.2018, 17:28

Hallo Christian und alle Mitlesenden,

nachdem ich jetzt der Mittenueberhoehung auf die Spur gekommen bin ich es mal angegangen und habe meine lieblos an die Decke geklemmten 7cm Basotect-Platten mittels zwei Holzleisten mit 20 cm Deckanabstabd ueber dem Hoerplatz in Stellung gebracht - zack 6db weniger 170..500 Hz. Ohne Korrektur ist der Grundton immer noch etwas aufgeblaeht - sehr in die warme Richtung aber annehmbar zumal die Korrektur ja auch noch kommt. Die ETC hat es auch gedankt :).

Weiter zu meinen Erkenntnissen: Raumkorrektur ist toll, wenn man ihr in sofern unter die Arme greift das man den Diffusschall aussen vor laesst. Das hilft auch der Abbildung. Grundsaetzlich habe ich es an jeder Position "zum klingen" gebracht nachdem die Reflexionen behandelt waren und er FG halbwegs linearisiert.

Zur Bewertung von Lautsprechern auch durch den derzeitigen MEG 811 thread: in den letzen Wochen hatte ich so ziemlich jede Raumposition und Variationen Raumakkustischer Massnahmen durch. Dabei immer gleiches Equipment und an Klangerlebnissen so ziemlich alles von "zu warm" bis "zu spitz", "blutleer", "super" etc... Ich scheine prinzipiell einen schwachen Grundton (100..500Hz) eher tollerieren zu koennen als eine Ueberhoehung in dem Bereich. Im Moment ist das aber ganz gut ohne grossen Kompromiss in dem Bereich Dank Acourate bewaeltigt.

Wie es weiter geht: immer mal wieder die Anlage wechseln :). Meine Heimkino-Anlage ist wohl qualitativ gerade die schlechteste (Raumakkustisch), hat aber mit 4m Stereodreieck auch den groessten Hoerabstand. Das hat schon auch etwas und je nach Musik verzeihe ich ihr da auch so manche andere Schwaeche.

Viele Gruesse,
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Beitragvon Pittiplatsch » 13.06.2018, 22:30

Hallo @all,

und so ist die aktuelle Situation im Hoerraum:

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Die PEQs habe ich im RME FF nicht mehr setzen muessen und nutze es nur noch zur Sub-Trennung bei 80 Hz. Die tiegen Mitten senke ich um 300 Hz mit niedrigem Q um 3 dB ab (die Messung ist mit PEQ in diesem Bereich auf 0).

Soweit ist es ganz ok und ich kann ganz zufrieden ohne Korrektur hoeren. Das ist auch genau der Punkt: ich bekomme mit Korrektur kein besseres Ergebnis hin - eher schlechter (IAAC wird leicht schlechter aber auch gehoermaessig). Ich hoere also bis auf weiteres ohne Korrektur.

Das ganze ist auch bis auf 2x7cm dicke Basotect Platten ueber dem Hoerplatz noch ohne jegliche Raumbedaempfung - da geht also noch was :). Der Nachhall ist am oberen Ende des Studionorm-Korridors.

Apropos Nachhall: Carma ist dort recht gutmuetig - dort liege ich am unteren Ende. Acourate ist da gnadenloser. Meine vorherigen Nachhallkurven vom Musikzimmer waren da auc nicht richtig - ich haette wohl mal frueher die Raeumgroesse richtig setzen sollen ...

Viele Gruesse,
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