Simon (DIY Dipol)

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Beitragvon Daihedz » 04.02.2019, 22:09

Hallo Hans-Martin

Hans-Martin hat geschrieben: ... Nearestfieldmonitor ... Regalbretter als Mini-Schallwand, da stört allerdings die Einschränkung des Sichtfeldes, geplant hatte ich die Umstellung auf Acryl ...

... ja ja, das Brett vor dem Kopf und die Sache mit der Weitsicht ...

Hans-Martin hat geschrieben: ... Einwinkelung der Chassis und eine Aussparung für den Hals bei der einen Stange ...

Cosi, Maestro?

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Auch die Hühner profitieren von der dazu gewonnenen, neuen Luftigkeit, und, da es keine zentnerschwere Männerbox ist, wäre das Konstrukt bei Bedarf auch schnell mal verschoben.

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Bei der hier verwendeten USM-Normrohrlänge von 75cm stehen die Zentren der LS ca. 55cm auseinander. Durch die 3-Pt.-Aufhängung lässt sich die Schräge der Chassis relativ einfach (in Grenzen) einstellen.

Das von Dir angesprochene Thema des Nearestfield-Vollbereichsmonitor würde ich, Spass beiseite, gerne ernsthaft vertiefen und beforschen. Einige der vielen Vorteile wären z.B. die einfache, platzsparende, leichte, kostengünstige und mobile Konstruktion, der relativ moderate, erforderliche Schalldruck, dadurch eine Reduktion der Verzerrungen, aufgrund der Kopfnähe ein sehr gutes Verhältnis von Direktschall zu Raumreflexionen, eine moderate Beschallung des nachbarschaftlichen Umfelds ... etc. etc. Haufenweise also Vorteile.

Welche Dimensionen denn, resp. welche Geometrie des Stereodreiecks wären für einen typischen Nearestfieldmonitor in etwa anzustreben?

Teilentstangt-quergerichtete Nahfeldgrüsse
Simon
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Beitragvon Hans-Martin » 05.02.2019, 03:09

Hallo Simon,
ich wurde da von Michael Sombetzki inspiriert, dessen Vollbereichselektrostaten in Ohrnähe haben mich vor 2 Jahren tief beeindruckt, https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?p=142565#p142565
Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon Daihedz » 24.02.2019, 23:58

Hallo in die Runde der Stepresponse-pfleger

Ich habe nochmals einige Versuche unternommen, die Step-Antwort meiner QUAD-ESL's mittels einfachster und billigster Massnahmen (weiter) zu verbessern. Dabei hatte ich zunächst eimal die beiden frühesten Reflexionen im Visier - die Bodenreflexion und die Reflexion an der Vorderwand hinter den Dipolen.

1. Bodenreflexion: Dipole richten relativ stark. Deshalb ist es bei Dipolen grundsätzlich und ganz einfach möglich, die Bodenreflexion durch leichtes Rückwärtskippen des LS weniger anzuregen. Das wurde in diesem Fall mittels je zwei ausgestaubter Golf-Bällen pro LS bewerkstelligt.

2. Reflexion an der Wand hinter den Dipolen: Mittel einer hinter dem LS doppelt schräg hingestellten Styropor-Platte kann der rückwärtige Schall vom kritischen Reflexionspunkt an der Wand einfach weggelenkt werden. Die Styroporplatte habe ich mit einem Heissluftgebläse thermisch golfballartig bedellt, um die Reflexion der allerhöchsten Frequenzen etwas zu streuen. Zum Plausch, quasi, weils so einfach möglich ist.

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Rot/Grün ist "standard", d.h. der LS stramm-diszipliniert aufrecht und ohne Reflektor, hier ist die Bodenreflexion bei 0.0635 und die Rückwandreflexion bei 0.066 gut sichtbar. Grau/Schwarz ist mit nach hinten leicht gekipptem LS, aber noch ohne rückseitigem Reflektor. Die Bodenreflexion ist deutlich schwächer geworden, und auch die Rückwand-Reflexion ist etwas schwächer, aber noch gut erkennbar. Braun/Blau ist gekippt und mit rückseitigem Reflektor.

Das Resultat kann sich also durchaus sehen lassen: Für ca. CHF 10.- Material gibt's nun ab sofort eine etwas hübschere Stepantwort in dafür leicht schrägerer Wohnumgebung.

Eingedellte Antireflexgrüsse
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Beitragvon planetti » 26.02.2019, 00:22

Hallo Simon,

deine Reflexionsversuche finde ich sehr interessant, schafft man es damit auf einfache Art die Ausbreitung der Schallwellen nah an der Quelle positiv zu stören. Es läuft auf geschickt angeordnete und final schick gestaltete Designflächen hinaus, die möglicherweise einen akzeptablen WAF bei gutem Aufwand-Nutzen-Verhältnis erzielen. 8) Vorausgesetzt, es handelt sich um die Rückwandreflexionen und hinteren Seitenwandreflexionen, weil man bei der Decke und anderen Reflexionen den Lautsprecher fast rundum umstellen müsste. :roll:

Aber eines gilt es dabei zusätzlich zu lösen: Wie kann die exakte Position gewährleistet werden, wenn im Alltag die Flächen durch Kinder, Putzteufel, Haustiere, späte Partygäste etc. mit größter Wahrscheinlichkeit nicht lange an ihrem Bestimmungsplatz und Lage belassen werden? Verschrauben? Jedesmal neu hinpfriemeln? Sperrzone? Ohnehin nur dann hervorholen und positionieren, wenn man sich mal friedlich dem optimiert audiophilen Genuß hingeben kann?

Reflektierende Grüße
Uli
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Beitragvon Daihedz » 03.05.2019, 17:51

Ein Update zu meinem Setup ...


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Seit einiger Zeit habe ich weniger aktive Kanäle. Nur noch zwei, je einen für Links und Rechts. Und nun spielt ein neuer DAC auf. 2 Kanäle ... das "hat was".


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Mechanische Basis ist ein altes, schon mehrfach gebrauchtes Elcal-Normgehäuse mit vielen unästhetischen Löchern in der Basisplatte, welches ich für dieses Projekt nochmals rezykliert habe. Da das Auge nicht nur mitisst, sondern auch mithört, gab's vom Dachdecker ein Stück 0.7mm-Kupferblech, welches nun, auf das vom Zahn der Zeit, resp. von den Spiralbohrern der Zeit durchsiebte Basisblech aufgeklebt, eine nicht nur ästhetische, sondern auch elektrisch einwandfreie Ground-Plane hergibt, mit einem zentralen Massepunkt (Messing M5) für alle relevanten Null's, Grounds und Neutrals. Dieses Sandwich mit dem massigen, weichen Kupferblech trägt übrigens zu einer eindrücklichen mechanischen Dämpfung des Aufbaus bei.

Der Trafo ist ebenfalls ein Rezykling-Heimer aus der Wühlkiste. Sekundärseitig original zweimal 17V und einmal 6.5V, letztere gerade etwas zu wenig, um die Vorgaben für die Gleichrichtung und die weitere Aufbereitung zu erfüllen. Da an diesem Trafo jede Windung an der Sekundärseite gemessen ca. 0.15V hergab, habe ich mit mit einer händischen Zusatzwicklung von 4x7 Windungen auf ca. 10.5 Volt aufgestockt, was nun bestens reicht.

Herzstück ist ein AKD4490 Eval-Board, welches mit einigen Polymercaps zunächst am +/- 15-Volt-Eingang sowie nach den auf dem Board verbauten Reglern nochmals an AVDD, DVDD und VREF zusatzgepuffert wurde. Auf diesem Board sind zwei relativ gepflegte, für Li und Re getrennte Spannungsstabilisatoren verbaut, welche VREF für den AK4490 bereitstellen. Ich habe mich dazu entschlossen, diese Stabilisatoren mit der Spezialwicklung des Trafos eigens zu versorgen, und die Versorgung des Digitalteils und weiterer +- kritischer Versorgungspunkte den auf dem EvalBoard verbauten Spannungsreglern zu überlassen, welche ihrerseits defaultmässig aus der Main-+15-Versorgung gespeist werden. Die OpAmps beziehen ihren Energiebedarf direkt und ohne weitere Stabilisierung/Filterung aus der +/- 15V Versorgungsleitung. Die NF-Ausgänge werden über Neutrik-Buchsen herausgeführt, das SPDIF-RG59 über eine Kabelverschraubung eingeführt. Aufgrund und Dank der Kabeldiskussion im Forum habe ich Seele und Schirmung direkt am Eingang auf dem Board aufgelötet.

Das Mäuseklavier auf dem AK4490-Piggyback-Board lässt die Einstellung aller interner Filtertypen des AK4490 zu. Ich habe die Slow-Minphase-Variante eingestellt, da dieses Filter kein Pre-, und praktisch kein Postringing aufweist. Dieses Filter weist bei einer Sampling Rate von 44.1kHz jedoch einen Abfall von happigen -6dB bei 18.2 kHz auf. Derselbe Filter, bei einer Sampling Rate von 96kHz hingegen, bleibt bis 18.1kHz innerhalb einer Toleranz von +- 0.01dB linear. Konsequenterweise soll der AK4490 bei 96kHz wandeln. Und deshalb habe ich auch die Jumper für den AK4115, d.h. dem SPDIF-Empfänger-Chip, für eine Sampling Rate von 96kHz optimiert eingestellt.

Aktuell spielt somit kein Mehrwegesystem mehr bei mir, sondern schlichte zwei Kanäle in einem Setup mit einem Linux-PC als Herzstück. Dieser PC ist mit zwei RME-HDSP-Soundkarten bestückt, eine dynamisch-variabel getaktete für SPDIF-In, eine andere fix auf 96kHz eingestellte für SPDIF-Out. Eingangsseitig schluckt das Setup somit beliebige Sampling Rates von 3 variablen SPDIF-Eingängen, diese werden auf 96kHz normalisiert, dann kommt noch etwas weiteres DSP dazu. Analogseitig wird das Ausgangssignal des AK4490 mit einem Yamaha AX590 verstärkt. Als Lautsprecher setze ich aktuell QUAD ESL 63 ein.

Und wie tönt es? Schön,anders schön als bisher, etwas schöner sogar, würde ich mal sagen. Etwas mehr Bühne als zuvor, etwas mehr Konzertnähe, resp. etwas unmittelbareres, einhüllenderes. Zum Vergleich kann ich auch Audiomaterial aus dem CD-Player (in welchen ich damals ein AKD4396-Eval-Board verbaut habe) ohne Umweg über Linux-DSP direkt in den Yamaha 560 einspeisen. Diese Einfachst-Variante kommt mit einer durchaus anderen Signatur daher, etwas gedrängter, etwas schärfer. Und dennoch nicht sooo viel schlechter, als es die neue Variante leistet. Mein pragmatisches Fazit aus dieser Gegenüberstellung: Ein gewisser Aufwand lohnt sich durchaus, ist jedoch nicht unabdingbar für Musikgenuss. Und mir wird schlecht beim Gedanken, dass es eigentlich 4 ..6 solcher (Zweikanal-) DAC's bräuchte, um ein digitales Mehrkanal-Vollaktiv-System aufzubauen, welches das "hat was" hätte, welches mein neuer DAC unzweifelhaft hat ...

Kanalgeschrumpfte UpgradeRecyclerGrüsse
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