Andreas (Silbersand Delphi + 2x RiPol Subwoofer)

audiophile Biografien unserer Mitglieder
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Beitragvon uli.brueggemann » 30.05.2014, 17:00

nihil.sine.causa hat geschrieben:Auch die Kombination Computer-Audio mit digitalen Frequenzweichen und dem - ich vermute bei Dir 8 kanalig arbeitenden - Prism Sound Titan ist innovativ und ermöglicht, Raumkorrektur und auch Zeitrichtigkeit von Anfang an sicher zu stellen. Mit dem Titan habe ich mich vor kurzem noch intesiv beschäftigt, da es für mich eine Alternative war zum Thema Mehrkanal. Ich habe mich dann konzeptionell für den G-Oppo entschieden, aber der Titan ist sicher ein interessanter AD/DA Wandler. Wie steuerst Du den Titan genau an? Per USB? Wie kommt das Signal des Analogplattenspielers zu den Lautsprechern - via Analog-Eingang des Titan? Und was verwendest Du zum Abspielen der Digitaldateien? Das Konzept würde mich interessieren.

Vielleicht erzähle ich mal was zu dem realisierten System. Der Rechner ist ein voll passiv gekühlter Cirrus7 Nimbus mit einer Quadcore CPU i5-4670T. Doch sehr leistungsfähig. So um den Faktor 5 leistungsfähiger als mein Laptop mit i7-720QM CPU (zugegeben schon ein paar Tage älter) und dabei vor allem lautlos (ich denke, ich steige doch wieder auf eine Desktop-Lösung um, zwar unpraktisch für unterwegs aber ohne Lüfterlärm hat doch was). In der aktuellen c't gibt es einen Artikel mit Matrixmultiplikation, da erreicht der Nimbus getestete 19 ms. Installiert sind Windows 8.1 und Windows Server 2012 (inkl. audiophilem Optimizer). Wobei der Server-Test, also Vergleich zu Win8.1, noch aussteht. Mit SSD macht die Kiste richtig Spass.

Als Programme sind installiert Acourate, AcourateConvolver, Foobar, JRiver. Fernbedienung erfolgt per iPad mit ACRemote und JRemote. Der AcourateConvolver ist eine allerneueste Compilation (V1.4.0), doppelt installiert, nämlich als 32bit und als 64bit Programm. Mit 64 bit läuft der Rechner etwas schneller und benötigt trotzdem etwas weniger CPU-Power. Was eben die Intel-Mathebibliotheken denn derzeit in Zusammenarbeit mit den aktuellen Befehlssätzen einer modernen CPU so alles hergeben.

Es wird die Prism Sound Titan per USB angesteuert. Ein Logsweep-Test mit Rückschleifen Ausgang zu Eingang hat den bisher linearsten Frequenzgang gezeigt, der mit je bei einer Soundkarte untergekommen ist. Die Titan gefällt mir ausgesprochen gut, allerdings ist sie auch nicht billig.
Hinter der Titan werkelt noch ein symmetrischer AcourateCleaner in dual stereo Version für Hochton und Hochmittelton. Er lohnt sich trotzdem.

Angesteuert werden dann die Endstufen der Martion Orgon, Christian Schulz-Kressin hat dabei zum Teil neue Endstufen eingebaut. Die Verbindungen sind symmetrisch mit Vovox.

Neben der Versorgung mit Musik von einem NAS-Laufwerk ist auch ein Plattenspieler über einen MC-Röhren-Vorverstärker mit Eingängen der Titan verbunden. Die Quelle wird also per AcourateConvolver-config ausgewählt.

Ich bin nun noch gespannt auf den Vergleich zwischen Win8.1 und Windows Server. Beim Server sind nur noch ca. 50% der Prozesse im Vergleich zu Win8.1 aktiv. Dann kann ich ja nochmal berichten.

Ach so ja - was noch sehr spannend ist: der Raum ist nicht unproblematisch. Andreas hat bisher arg damit kämpfen müssen. Die Eckhörner machen sich hier hervorragend gut aus. Der Bass regt den Raum gleichmäßiger an als vorher. Die vorher übermäßigen Raummoden lassen sich nun gut korrigieren.

Ebenfalls noch interessant: der IACC liegt mit den Orgons unkorrigiert bereits bei knapp 92%.

Grüsse
Uli
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Beitragvon nihil.sine.causa » 31.05.2014, 14:27

Hallo Andres, hallo Uli,

cool, was Ihr da gebaut habt. 8)

Ich wünsche Dir viel Freude beim Hören, lieber Andreas! Und ich werde bestimmt mal auf Dein Angebot zurück kommen, Kaffe und Kuchen mit Musik bei Dir zu genießen. :cheers:

Beste Grüße
Harald
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Beitragvon cantusfirmus » 31.05.2014, 16:29

Lieber Andreas,

beneidenswert!

uli.brueggemann hat geschrieben:der IACC liegt mit den Orgons unkorrigiert bereits bei knapp 92%.

Und das ist ja auch mal eine Ansage! Und der Meister hat gemessen. Das muss fabelhaft klingen!

Darf ich fragen Andreas, welches Gehäuse Du für Deinen PC verwendest? Ich möchte nämlich auch gerne auf passive Kühlung umsteigen, weiss aber nicht, ob ein passiver Kühler, der nur aus Kühlrippen besteht ausreichend CPU Kühlung bringt, oder ob man zwingend Wärme via Kupferleitungen an die Gehäuseaussenseite leiten muss ...

Viele Grüße und herzlichen Dank, Horst
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Beitragvon cantusfirmus » 31.05.2014, 16:49

Danke Harald für Deine Nachricht, ich habe nicht bemerkt, dass es sich beim Cirrus7 um einen fertig konfektionierten, passiv gekühlten Rechner handelt. Sehr schickes Teil!

Danke und Grüße, Horst
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Beitragvon uli.brueggemann » 02.06.2014, 11:11

Andreas hat mich gebeten, ein Foto der Anlage einzustellen. Hier ist es also:

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Audiophiler Optimizer:
Wir haben am letzten Samstag den Betrieb auf Windows Server 2012R2 mit audiophilem Optimizer umgestellt. Der Vergleich mit einer Win 8.1 Wiedergabe bedeutet logischerweise einen gewissen Zeitbedarf fürs Booten. Konkret stellt sich für damit mich dar, dass ich keinen Blindtest gewinnen würde. Ich bilde mir ein, dass es mit dem Optimizer etwas schwärzer klingt, es gibt aber keinen drastischen Unterschied. Ein möglicher Grund hierfür könnte z.B. in der verwendeten Soundkarte liegen. Denn eigentlich sollten ja Soundkarten, die per USB-Schnittstelle Datenpakete empfangen, eine gewisse Entkopplung von der CPU-Auslastung mit sich bringen. Und mir gefällt die Prism Sound Titan doch sehr. Eine weitere Möglichkeit könnte darin liegen, dass der Rechner per Bios so eingestellt ist, dass die dynamische Skalierung der CPU-Frequenz abgeschaltet ist. Damit bleibt der Rechnertakt konstant und wird nicht ständig rauf- und runtergefahren. Andreas wird aber in der nächsten Zeit mal konstant mit dem Optimizer hören. Beim "Rückschalten" auf Win 8.1 könnte sich dann ja zeigen, ob die Wiedergabe schlechter wird.

Viele Grüsse
Uli
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Beitragvon Salvador » 02.06.2014, 13:46

Hallo Uli,

uli.brueggemann hat geschrieben:Ebenfalls noch interessant: der IACC liegt mit den Orgons unkorrigiert bereits bei knapp 92%.

ist der Wert deshalb so besonders hoch, weil Hörner eine starke Richtwirkung haben und damit, extreme Kanalgleichkeit der LS vorausgesetzt, das ergebnis negativ beeinflussende Raumeinflüsse zumindest bei mittleren Zeitwerten (20ms, 40 ms) nicht mehr einen so großen Einfluß haben? Und ist damit der Gesamt-IACC gemeint, oder nur der erste Wert bei 10 ms?

Beste Grüße,
Andi
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Beitragvon uli.brueggemann » 02.06.2014, 14:05

Ich hab nun mal genau abgelesen.
IACC10 = 91.4%
IACC20 = 83.6%
IACC 80 = 62.6%
IACC 80-Pulsende = 11.6%

Es sollte klar sein, dass vor allem die wichtigen ersten 20 ms prima sind, was der Lokalisierung zugute kommt. Ein Grund hierfür ist, dass der Raum und die Aufstellung entsprechend symmetrisch sind. Aber dass eben auch die LS entsprechend paargleich ausgeführt sind. Die Ausbreitung des Schalls in Kugelform bzw. Strahlform gehorcht wohl auch hier den physikalischen Gesetzen. Reflektionshöhe ist aber kaum größer als -20 dB.

Grüsse
Uli
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Beitragvon ESM » 02.06.2014, 16:05

Hallo Andreas,

Klasse System habt ihr da aufgebaut. Sieht auch sehr edel aus! Ich wünsche dir viel Freude damit! :cheers:

Bei Werner, einem guten Forenbekannten aus meiner Nähe, bin ich auch einmal mit meinem Acourate PC gewesen und haben sein Breitbänder Horn mit Bassunterstützung probehalber eingesessen.
Ich hatten ähnliche hohe IACC Werte gemessen, der Raum war nicht voll symmetrisch. Daher denke ich schon, dass Hörner recht stark bündeln.

Ich denke, wenn ich ihm von deinem Projekt erzähle, wird er großes Interesse haben, so ein System mal zu hören. Du kannst wirklich stolz sein. Besonders dem voll digitalen Weichenkonzept steht Werner (noch) etwas skeptisch gegenüber. Edit: Für mich wird das hoffentlich bald auch Gegenwart sein. Momentan korrigiere ich noch ein passiv System und auch dass schon sehr erfolgreich!

Gruß Erwin
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Beitragvon A_stinner » 02.06.2014, 16:50

Hallo zusammen,

vielen Dank für die netten Worte. Das Lob gebührt aber eindeutig Uli ohne den das System nicht so spielen würde wie es das jetzt tut. Und das ist schon eine Ansage. Aber wie schon mehrfach betont nur selber hören verschafft die richtige Einordnung, da vieles doch sehr unterschiedlich wahrgenommen wird.

Gruß

Andreas
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Beitragvon Siriuslux » 02.06.2014, 20:54

Sieht absolut cool aus, wenn's dann auch noch so klingt :D
Gratulation!
Gruss, Jörg
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Beitragvon Zwodoppelvier » 02.06.2014, 21:16

Hallo Andreas,
Mitleser,

immer wenn ich solche feinen Hornsysteme sehe, muß ich an meine erste Begegnung mit einem schon antiken Altec "Voice of the Theatre" denken. Dieses 2-Wegsystem spielte mit einer Empfindlichkeit von ca. 101dB/W/m an einem kleinen 3Watt-Triodenverstärker unglaublich sauber und livehaftig auf.
Die Töne standen einfach völlig ansatz- und mühelos im Raum, mit einer fantastischen Palette an Klangfarben...

Also viel Freude an diesem außergewöhnlichen System
wünscht
Eberhard

P.S.
Wie das Leben so spielt: bei der Teilentrümpelung des Kellers sind mir doch kürzlich die vor Jahren zurückgelegten Altec-Treiber (414Z, 802D, sowie kleinere (811) und größere (511) Hörner) in die Hände gefallen - für "wenn die Kinder mal groß sind und Papa mehr Platz für´s Hobby beanspruchen darf". Mal schauen, wann es dazu kommt, daß ich meinen Kleinboxen-Trip beenden kann und wieder rückfällig werden darf... :mrgreen:
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Beitragvon Jahresprogramm » 03.06.2014, 07:57

Hallo Andreas,

beeindruckendes System. Ein Probehören würde sich bestimmt lohnen. Leider habe ich solche Hornsysteme in keiner guten Erinnerung. Mag sein, dass es damals an Räumlichkeit und/oder Unfähigkeit der Vorführer gelegen hat.

Die IACC Werte sind auch beeindruckend. Ich erreiche solche Werte erst mit einem augenscheinlich wesentlich kürzeren Hörabstand gepaart mit einigen akustischen Maßnahmen. Das ist der große Vorteil der Hörner mit der über einen großen Frequenzbereich meist konstanten/gleichmäßigen Bündelung.

Wo ist eigentlich der Acourate-Cleaner, habt ihr den versteckt!? :D :mrgreen:

Grüße
Alex
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Beitragvon alexfra » 03.06.2014, 08:13

Jahresprogramm hat geschrieben:Wo ist eigentlich der Acourate-Cleaner, habt ihr den versteckt!? :D :mrgreen:

Der steht doch unten rechts. Die XLR-Variante ist ja eine Nummer größer ...
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Beitragvon Jahresprogramm » 03.06.2014, 16:21

Hallo,

alexfra hat geschrieben:Der steht doch unten rechts. Die XLR-Variante ist ja eine Nummer größer ...

Ahhh, danke! Habe ich trotz blau/grell LED übersehen :oops:

Grüße
Alex
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Beitragvon music is my escape » 03.06.2014, 17:17

Hallo Andreas,

Herzlichen Glückwunsch zu diesem Ausnahmekonzept; hier wird augenscheinlich eine ganze Menge richtig gemacht. Viel und vorallem langfristig Freude damit!

Grüße,
Thomas

:)
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