Uwe (hört noch passiv)

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Uwe (hört noch passiv)

Beitragvon alsterfan » 27.05.2011, 22:47

Guten Abend,

nach einem Irrweg über ein anderes Forum habe ich "aktives-hoeren.de" entdeckt und möchte mich, animiert durch den freundlichen Umgangston, der hier gepflegt wird und ermunternde Worte von Fujak, kurz vorstellen.

Nach etlichen Jahren des Genießens von Musik (Klassik, Jazz, Pop) über eine vorwiegend analoge Kette ergriff mich der Wunsch, und das hat sicher etwas mit meinem Alter zu tun, mir eine Zweitanlage aufzubauen, die aus Komponenten bestehen sollte, die ich entweder noch besaß und ein kümmerliches Dasein im Kellerrraum fristeten oder die ich über Ebay wieder ersteigern wollte. Bei dieser Suche stieß ich in einem anderen Forum auf Fujak, der sich zwar nicht über Vintage Geräte ausließ, aber durch seine detailreichen Beschreibungen über sein "radikal digital" Hören so viel Neugierde in mir weckte, dass ich begann, die reanimierten Altgeräte (Yamaha C-2a als VV und Denon POA 3000 als Endstufe) mit digitalen Komponenten zu verbinden. Die Schritte waren zaghaft, da ich als nicht sattelfester Computeranwender mich ständig durch drohende Bluescreens gebremst fühlte. Überrascht von der klanglichen "Güte" des erst einmal über den Kopfhörerausgang eines ausrangierten Laptop wiedergegebenen Klangmaterials wurde ich dann neugierig, wie das, was Fujak bei seinen schrittweisen Veränderungen in seiner Wiedergabekette an klanglichen Fortschritten zu berichten wusste, sich wohl bei mir anhören würde. Ich rippte meine CD-Sammlung und kaufte mir einen 24bit/192kHz fähigen DA-Wandler (Xciter von Cary Audio). Das, was ich jetzt zu hören bekam, veränderte meine Meinung über digitale Musikwiedergabe, die ich fast immer (Ausnahmen: Sara K. "Hell Or High Water" und fast alles von Patricia Barber) als zu "silbrig-spitz" empfand. Zum ersten Mal kam mir der Gedanke, dass sich hier ein echter Ersatz für das Hören meiner LPs entwickeln könnte. Angeregt durch dieses Forum begann ich, über das native cmp2 (und nicht mehr mit foobar) zu hören. Dabei stellte sich mir der Klang unter Windows 7 als detailreicher dar gegenüber XP SP3 (unmodifiziert). Klanglich beeindruckt tat sich jetzt aber ein Problem auf: Sehr häufig kam es zu Aussetzern, die auch einmal 2 sec dauern konnten. Da eine RAM-Aufrüstung auf 1GB keine Verbesserung brachte, versuchte ich es mit der Optimierung von cmp2, zumal play-mate mir mitteilte, dass insbesondere die minlogon Implementierung XP zu einem Klangmeister machen würde. Das kann ich nach einigen Bluescreens nun auch bestätigen. Bezüglich der weiter bestehenden lästigen Aussetzer brachte mich das wiederholte Durchlesen der Anleitung auf der cmp2 Homepage auf die Idee, es könnte an der "Qualität" des im alten Laptop verbauten DDR2 RAM liegen. Also erstand ich (Fujaks Anregung sei Dank) ein EeePC 1015PEM Netbook mit Dual Core Prozessor und DDR3 RAM. Und nachdem ich (für mich mühevoll) das W7 durch XP ersetzt habe und fast die gesamten Optimierungsvorschläge umsetzen konnte, sind die Aussetzer verschwunden, und das Klangbild hat für mich ein so hohes Niveau, das ich vorher nicht für möglich gehalten habe.

Da der Genuss z. Zt. über Nubert nuwave35 Regalboxen mit atm Modul erfolgt, wird der nächste Schritt die Suche nach Boxen für einen recht problematischen Hörraum sein. Zum Glück bin ich auch hierbei nicht allein: Ganz am Anfang meines Weges in digitales Neuland habe ich in diesem Forum realperfekt kennen gelernt, der mir mit seinen Ausführungen den Anstoß gab, mich mit Aktivboxen (hier KSD 2030) zu beschäftigen, ergänzt durch Fujaks Vergleichstest und seinen Erfahrungen mit Abacus.

Damit bin ich am Ende meiner Vorstellung angekommen in der Hoffnung, nicht zu viele Forumsmitglieder mit meinen Plattheiten gelangweilt zu haben.

Viele Grüße,
Uwe
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Beitragvon Fujak » 28.05.2011, 12:43

Hallo Uwe,

nachdem ich Dich nun also erfolgreich hierher gelockt habe, ein herzliches Willkommen von mir. Schön, dass Du den Schritt hierher getan hast. Ich glaube, Du wirst Dich hier wohler fühlen als in dem von Dir erwähnten "anderen Forum". :wink:

Mit den von Dir beschriebenen Optimierungen auf der Seite des digitalen Zuspielers hast Du schon eine Menge getan, um ein perfektes Signal zu generieren. Ich sehe es wie Du: Nun ist die andere Seite der Wiedergabe-Kette dran: Lautsprecher. Ich kenne die Nubert nuWave 35 in Verbindung mit dem ATM-Modul ziemlich gut, ich hatte sie vor ein paar Jahren für die Stereoanlage meiner Eltern gekauft. Damals wurde bei Abacus-Electronic noch gar nicht an eine A-Box gedacht :wink:, sonst wäre es sicherlich ein solche geworden - der Unterschied ist nämlich prägnant. Lange Rede kurzer Sinn: Nach den Optimierungen auf der Zuspieler-Seite, wirst Du den Unterschied zwischen den wahrlich nicht schlechten nuWave35 und einem aktiven Lautsprecher deutlich hören können.

Da Hamburg nicht allzu weit weg von Nordenham liegt, würde ich bei Abacus anfragen, ob Du dort vorbeikommen kannst, um deren Produkte im direkten Vergleich mit Deinen nuWave + ATM + Deinem Verstärker zu hören (die sind ja zum Glück nicht zu sperrig).

Ganz generell würde ich Dir raten, erstmal einige Aktive Lautsprecher zu hören, damit Du eine Vorstellung davon bekommst, was machbar ist, welche Klang-Charakteristiken möglich sind, und worauf es Dir dann ankommt, bzw. was Du klanglich erreichen möchtest. Dazu bieten sich Händler an aber vielleicht auch Foren-Mitglieder, die in Deiner Nähe wohnen und Dir sicher gerne ihre Schätze vorführen.

Viel Spaß im Forum :cheers:
Grüße
Fujak
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Beitragvon lessingapo » 28.05.2011, 16:08

Hallo Uwe,

wir Nordlichter sind ja noch recht wenig vertreten und sollten zusammenhalten ... Fujaks Vorschlag nehme ich gerne auf und biete Dir ein Probehören meiner A-10-Boxen an,wenn Du Dein Netbook mitbringst, können wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen,da ich auch cmp2 etc noch ausprobieren möchte!

Grüsse
Wolfgang
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Beitragvon alsterfan » 29.05.2011, 00:28

@ Fujak
vielen Dank für Deine freundliche Antwort. Deinen Vorschlag, nach Nordenham zu fahren, werde ich wahrscheinlich umsetzen, wenn Familie und Zeit es gestatten. Allerdings mit dem Mitnehmen meiner Zuspieler ist es so einfach nicht: Die Denon POA 3000 Endstufe wiegt immerhin 34 kg, und deren (unvermeidliches unergonomisches) Heben goutiert meine LWS nicht mehr so sehr.
Was ich gestern noch nicht erwähnt habe und Dich vielleicht erfreut (denn Du bist der "Anstifter"): Als DAC verrichtet ein RME Fireface UC nun seinen Dienst, und ich habe die Kosten nicht bereut.

@ lessingapo
Dein Angebot möchte ich gern annehmen. Vielleicht schickst Du mir eine PN, um direkter mit Dir kommunizieren zu können.

Vielen Dank,
Gruß, Uwe
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Beitragvon alsterfan » 31.05.2011, 16:50

Hallo liebe Aktiv Hörer,

nachdem ich jetzt einige Gelegenheit gehabt habe, über Netbook und cmp2 Musik zu hören, möchte ich für diejenigen, die sich ebenfalls durch Fujak und play-mate angeregt fühlen, diesen Weg zu gehen, meine am 27.5. gemachten Äußerungen ergänzen.

Ich habe 2 kleine Zusatztools installiert:

  1. Notebook Hardware Control (als freeware hier zu bekommen)

    Hiermit ist es mir als IT Laien möglich, ohne im BIOS etwas ändern zu müssen, die CPU Taktung herunter zu regeln. Dabei stellte sich bei mir heraus, dass die Taktung in der niedrigsten Stufe (996 mHz) auch bei gerippten CDs manchmal zu Hörartefakten (Knacken) führt. In der zweitniedrigsten Stufe (bei mir 1162 mHz) treten diese Symptome auch bei Datenmaterial bis 24bit/96kHz nicht auf. Eine Herabsenkung der Spannung, die über dieses Tool auch möglich wäre, habe ich nicht gemacht.

    Wenn ich Stücke mit der Qualität 24bit/192kHz hören möchte, muss ich auf die höchste CPU Leistung stellen. Erst dann ist auch das Hören dieser HiRes Dateien störungsfrei möglich.

    Damit scheint sich bei meiner Konfiguration eine Äußerung, die ich in diesem Forum gelesen habe, zu bestätigen, dass cmp2 leistungshungriger ist, als beispielsweise der foobar Player, den Fujak ja benutzt.

    Da ich klangliche Vorteile von cmp2 gegenüber foobar (siehe Fujak: "...wie im Thread über verschiedene Player-Software deutlich wird, gibt es klare klangliche Unterschiede zwischen unterschiedlichen Software-Playern. Da schneidet Foobar leider nicht gut ab...") gern nutzen möchte, muss ich allerdings eine kürzere Akkulaufzeit in Kauf nehmen.

  2. Task Assign Manager (als freeware hier zu bekommen)

    Hier habe ich über das Programm das Betriebssystem angewiesen, nur noch cmp und cplay über denselben Core laufen zu lassen. Alle anderen, die im taskmanager angezeigt werden, haben eine Zuweisung zum zweiten Core. Inwieweit hierdurch klanglich Veränderungen/Verbesserungen bewirkt wurden, vermag ich nicht zu beurteilen. Vielleicht kann ein Sachkundiger dieses kritisch hinterfragen.

Grüße, Uwe
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