Andreas (ME Geithain ME 160, JBL 4429)

audiophile Biografien unserer Mitglieder
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Gromit
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Beitrag von Gromit »

Hallo Andreas,
da hast Du ja in letzter zeit so einige Veränderungen und Ergänzungen zu Deinem Setup durchgeführt.
Betreffend der Konfig-Oberfläche zum Linn: Ich habe seit 2 Wochen einen Majik DS und das Selbe Problem; Als Workaround nutze ich die Zoom Funktion des Browsers und verkleinere die Ansicht.
Die Konfig-Applikation von Linn 'spackt' bei mir allerdings auch auf Windows 7 und auf Windows 8.1. Der DS wird gar nicht gefunden oder es wird nur die Fritz.Box im Linn Konfig Programm angezeigt. Alle Einstellungen und Workarounds haben keine Lösung erbracht (Habe jetzt den Linn Support kontaktiert). Zum Laufen habe ich die Konfig Software bisher nur auf einem iMAC gebracht. Ohne MAC hätte ich also nur eingeschränkten zugriff auf meine eigenen Geräte - das ist alles ziemlich nervig. Zumal ich Space Optimisation ausprobieren wollte (im Vergleich zu meinem Lyngdorf Room Perfect), ich aber mein 2+2 Setup mit Subwoofern nur in der Konfig Software selbst und nicht über die Linn-Account Space Optimisation Instanz (per Web) modellieren kann. Somit bis dato also gemischte Gefühle zum Linn. Vom Klang her ist alles im grünen Bereich, frage mich jetzt aber, ob nicht ein Abacus Aroio mit Acourate das bessere Gesamtpaket gewesen wäre. Aber vielleicht fügt sich ja noch alles nach den anfänglichen Problemen.
Hoffe das auch für Dein Setup.
Gruss,
Wolfgang
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easy
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Beitrag von easy »

Hmm... seltsam. Ich habe mal mein Windows 7 Notebook rausgekramt , Konfig installiert und kann alles ohne Probleme sowohl im G-HUB als auch am G-DAC einstellen.
Vielleicht mal Konfig neu installieren.

Gruß
Reiner
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Horse Tea
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Beitrag von Horse Tea »

Hallo Wolfgang,

ich habe die Konfig auf einem recht alten Windows 7 PC installiert, den ich sonst nicht so häufig nutze. Daher habe ich letzte Woche erst ohne Probleme ein Up-date auf die aktuelle Version gemacht. Diese läuft einwandfrei.

Viele Grüße
Horst-Dieter
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Fortepianus
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Beitrag von Fortepianus »

Hallo Wolfgang,

Konfig läuft bei mir auf diversen Win10-Desktop-Rechnern genauso problemlos wie auf meinem Mac mini im Hörraum oder dem Windows-Notebook dort. Das Problem, wenn der Linn nicht gefunden wird, würde ich eher in Deinem Netzwerk oder irgendwelchen Firewall-Einstellungen suchen.

Viele Grüße
Gert
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Bajano
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Beitrag von Bajano »

Hallo Wolfgang,

tausch doch mal das Netzwerkkabel am Linn aus oder drehe es testweise um 180 Grad, vielleicht war es das schon ...
Das gleiche Verhalten hatte ich vor zwei Wochen (allerdings mit einem DIY-Kabel) auch. Hat bestimmt drei Tage gedauert, bis ich auf die Lösung gekommen bin :oops:.

Viel Erfolg & viele Grüße,
Oliver
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Newton
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Beitrag von Newton »

Hallo Wolfgang!

Ich konnte das Davaar-Update via Konfig tatsächlich auf zwei Windows-10-Rechnern (ein Notebook mit 11 Zoll-, eines mit 14 Zoll-Monitor) nicht starten, weil das aufpoppende Fenster für die Datenschutzerklärung zu groß war und die Schaltflächen außerhalb des Bildschirms lagen. Da hat wirklich gar nichts geholfen. Um keine Zeit zu verplempern, habe ich mir schließlich einen Mac geliehen. Danach ging es mit dem Update ruckzuck.

Mein G-DAC wurde allerdings mit Konfig auch mit den Windows-Rechnern ohne Probleme im Netzwerk erkannt. Von dieser Seite gab es bei mir keine Probleme. Habe leider auch keine Tipps für dich, weil ich mich mit der Materie nicht sonderlich auskenne und immer nur soweit in die Thematik einsteige, wie es von Nöten ist. Hoffentlich konntest du das Problem mittlerweile lösen. Computer und Netzwerktechnik sind ja manchmal echte Zeitkiller.

Derzeit mache ich Reha-bedingt (Rücken :| ) für einige Wochen eine audiophile Zwangspause. Höre mit Spotify via IPhone, Fiio Kopfhörerverstärker und KEF-Kopfhörer. Mache also eine Art Klangdiät. Schon hart! Wenn ich wieder zuhause bin, werde ich zunächst einmal versuchen, meinem G-DAC via UPnP Musik zu entlocken. Übergangsweise. Denn ich möchte noch warten, bis Synology den Nachfolger der DS 718+ auf den Markt bringt.

Zum Aroio: Ich benutze den Streamer mit Acourate seit etwa zwei Jahren via UPnP. Die Daten liefert Audirvana.
Ein tolles Gerät zu dem Preis. Nicht zuletzt auch dank Acourate. Nun kenne ich den Linn Majik nicht. Gegen einen Akurate mit Katalyst hat der Aroio allerdings keine Chance. Wohl auch kein Wunder. Linns Room Optimisation empfinde ich gegenüber Acourate allerdings als ein Witz. Vielleicht hab ich es aber auch nicht richtig verstanden. Solltest Du den Aroio mal ausprobieren wollen, so lässt sich das einrichten.

Ein optisch sehr ansprechendes Setup hast du dir aufgebaut. Sehr harmonisch. Passende Speaker für größere Hörentfernungen zu finden, ist tatsächlich gar nicht so leicht. Ich stand kürzlich vor der gleichen Aufgabe.
Unser Wohnzimmer ist noch dazu nicht akustisch optimiert. Lustiger Weise frage mich ausgerechnet meine Freundin (und Feng Shui-Beauftragte :wink: ) im Vorfeld, ob das nicht eigentlich zwingend notwendig sei. Nicht, dass sie es wollte...

Beste Grüße
Andreas
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Newton
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Beitrag von Newton »

Hallo!

So geht es auch - zumindest vorübergehend.

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Meine Cabasse Bora und der Unison Simply Italy sind Geschichte. Die Bora kann deshalb aus meinen Thread gestrichen werden. Für den Übergang bis zum Umzug habe ich mir zwei Ständer für meine Play:1-Würfel besorgt.

Bedenkt man den Preis, spielt das System echt gut.
Absolut betrachtet allerdings... Na ja :?
Besser als nichts.

Beste Grüße
Andreas
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Newton
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Beitrag von Newton »

Endlich fertig!

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Viele Grüße
Andreas
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Newton
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Beitrag von Newton »

Audiophiler Neuanfang

Während ich die letzten vier Monaten mit dem Immobilienverkauf, Immobilenkauf und Umzug beschäftigt war, hat sich nicht nur mein Umfeld, sondern haben sich auch meine Anlagen maßgeblich verändert. Etwas schwer gefallen ist mir der Abschied von meinem Unison Simply Italy samt den Cabasse Bora. Die Kombi spielte für einen Gebrauchtpreis von deutlich unter 3000,- Euro absolut stimmig und rund und hat mir gute zwei Jahre lang wirklich viel Spaß bereitet. Erst der Vergleich zu meinem Audiomat Opera machte mir dann doch immer wieder deutlich, dass der kleine Charmeur schon etwas arg schmeichelt und es ihm ein wenig an Auflösung fehlt.

Im neuen Heim gibt es zum Glück wieder ausreichend Platz für ein eigenes Musikzimmer. Irgend wohin muss ich schließlich mit meinem ganzen Vinyl. Knapp 14 qm, aber immerhin. Mit der Gestaltung hab ich mir dann Zeit gelassen. An erster Stelle stand der Wohlfühlaspekt, dann erst der Audiophile. Ist ein kleiner Rückzug, in dem ich auch mal die Stille genieße. Weshalb die Lautsprecher auch nicht an der kurzen Wand stehen. Ein Hörplatz mit der Tür im Rücken geht für mich gar nicht und widerspricht meines Wissens auch der Feng-Shui-Doktrin.

Feng Shui sind aber garantiert auch nicht meine JBL-Monitore, die in dem Raum schon etwas mächtig wirken. (Ich mag mich einfach nicht von ihnen trennen.) Erste Hörversuche und Messungen zeigten dann auch eine kräftige Überhöhung im Bass. Hab‘s weiter oben ja kurz mal dokumentiert. Nun ist der Raum fertig eingerichtet und alles nur noch halb so wild. Ich sitze an der Spitze eines gleichseitigen Dreiecks mit einer Seitenlänge von ca 2,70 Meter und der Bass klingt zwar fett, neigt aber nicht unbedingt zum Dröhnen. Schallplattenregale und vor allem das große Ledersofa eignen sich offensichtlich vortrefflich als Bassabsorber. Ein Ortsfilter wäre trotzdem aber nicht verkehrt.

Als Joker habe ich ja noch Acourate. Damit beschäftige ich mich über die Feiertage. Den Filter schleife ich über Roon ein. Von Computer-Hifi habe ich mich nach gut fünf Jahren mehr oder weniger endgültig verabschiedet. Der Mac steht nun im Arbeitszimmer samt fettem Netzteil. Audirvana und Dirac sind arbeitslos. Richtig glücklich war ich mit dem Thema Computer-Hifi nie. Zu aufwändig für meinen Geschmack. Zu viele Geräte, zu viele Übergangspunkte, zu viele mögliche Störquellen.

Ums noch mal Revue passieren zu lassen: Von meinem Mac Mini mit Uptone Audio Linearnetzteil ging es über den Upton Iso Regen gespeist von einem LPS 1.2 in den Afi USB von dort via LWL zum Konverter und dann via AES in den Audio gd Master 7 Singularity. Gehakelt hat es häufiger am Anfang bei der Software. Computer gefallen mir auch generell nicht im Musikzimmer. Das ist für mich atmosphärisch eher eine alte Bibliothek, als ein Büro.

So, jetzt geht‘s ans Baum schmücken. Ich erzähle später mal weiter.

Viele Grüße
Andreas
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Newton
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Beitrag von Newton »

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Ich mache mal weiter...
Innerlich abgeschlossen mit dem Thema Computer-Hifi habe ich schließlich, als ein Freund seinen Linn Akurate DS Katalyst vorbeibrachte. Im direkten Vergleich empfand ich den Linn überraschend als besser. Das waren keine Welten, aber immerhin. Anstatt also weiter technisch stumpf hochzurüsten, hab ich mich entschlossen, bei der digitalen Quelle noch einmal von ganz vorn zu beginnen.

Fürs Wohnzimmer wurde es dann ganz schnell ein G-DAC. Dazu später vielleicht noch ein wenig mehr. In meinem Musikzimmer habe ich mich nach längere Überlegung für einen Antipodes EX mit Roon entschieden. Es hätte auch ein Innuos ZENith werden können. Was mich beim Innuos stört, sind die ziemlich deftigen Preisaufschläge bei den verbauten Festplatten.
Beim Antipodes ist man da deutlich flexibler, kann jederzeit selbst die Platte wechseln und zahlt keinen HiFi-Aufschlag. Okay, dafür ist der Kiwi-Server auch noch ein paar hundert Euro teurer und hat kein Rip-Laufwerk an Bord.

Auch bei der Wahl der Software zeigt sich der Antipodes sehr flexibel. Ich hab mich für Roon entschieden. Rückblickend betrachtet, hätte ich das schon längst machen sollen. Nicht nur, weil Roon kürzlich leider den Preis erhöht hat. Die Bedienung ist so angenehm intuitiv und legt den Fokus ganz klar auf die Musik. Gleichzeitig ist das System aber auch technisch transparent und verrät einem, so man will, jederzeit wie die Daten verarbeitet werden. Die Einbindung von Roon-fähigen Geräten im Netzwerk ist zudem ein Kinderspiel. Kurz: Wenns läuft, dann läufts und zwar zuverlässig.

Nun spielt der Antipodes seit knapp drei Wochen bei mir, und ich empfinde den Klang angenehm offen und transparent. Wobei ich via USB direkt in meinen DAC gehe. Das USB-Kabel ist nach wie vor das von Stephan (SolidCore). Bin sehr angetan. Vielleicht erliege ich ja derzeit dem New-Toy-Syndrom?! Ein direkter Vergleich mit dem G-DAC steht noch aus und wird demnächst nachgeholt.

Apropos new Toy: Als USB-Dac dient mir mittlerweile ein AudioValve Solaris. Ein Gerät, um das ich schon geraumer Zeit geschlichen bin. Ein Traum von einem Kopfhörerverstärker! (Ich höre immer noch mit einem Sennnheiser HD 800. Fürs Grobe bemühe ich nach wie vor gern meinen beyerdynamic DT 150). Allein für diese Bestimmung wäre mir der Solaris allerdings viel zu teuer.
Der Amp bietet aber zudem noch eine ganz ausgezeichnete Röhrenvorstufe, ein mehr als anständigen Phonoeingang (MM) und einen sehr guten USB-DAC, der von Manfred Penning (ehemals u.a. BMC) entwickelt wurde. Ich hab den AudioValve von Penning gebraucht gekauft. Ein angenehm verbindlicher Typ, er einiges zu erzählen hat.



Viele Grüße
Andreas
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Newton
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Beitrag von Newton »

Hallo!

Ein Hörplatzwechsel.

Während ich in meinem Musikzimmer noch an einigen Stellschrauben drehe, bin ich mit meiner Wohnzimmeranlage fertig. Schönes (Hör-)Gefühl.

Vor gut einem Jahr hatte ich mich ja auf die Suche nach einer neuen Anlage begeben. Wurde aber trotz (wie ich finde) ganz anständigem Budget am Ende bei keinem Händlern wirklich glücklich. Natürlich weiß ich, dass eine Anlage in den eigenen vier Wänden reifen muss. Doch wenn es einem Händler nicht gelingt, seinen Kunden im Kern zu begeistern, dann weiß ich auch nicht. Ich spreche jetzt natürlich nur von den Händlern, die ich kennengelernt habe.
Meistens klang es nicht schlecht. (Manchmal allerdings schon! Trotz guter Komponenten.)
Was mir immer fehlte, war das gewisse Etwas. Lag es am Ende an den eingesetzten Streamern, den Kabeln, der suboptimalen Raumakustik oder der viel zu großen Erwartungshaltung? Keine Ahnung. Jedenfalls spürte ich nach keiner Vorführung das wirkliche Verlangen, mein sauer verdientes Geld gegen Ware zu tauschen.

Vom Preisleisungsverhälnis am besten gefallen hat mir eine noch recht günstigste Anlage bestehend aus einem Naim Unity Nova und einem Pärchen Spendor A7. Aber so richtig war es das auch nicht. Als ich schließlich auf den letztjährigen Hamburger Hifi-Tagen fast ungestört eine Stunde lang einem Pärchen Living Voice an EAR-Röhrenelektronik lauschen durfte, wusste ich dann endlich, was ich wollte. Geworden ist es dann aber doch etwas völlig anderes.

Ein Hörerlebnis bei einem Bekannten in seinem karg möblierten Wohnzimmer machte mir klar, dass ich in unserem ebenfalls eher karg möblierten Wohnzimmer nur mit einem Horn glücklich werde. (Meine Frau eher weniger) Oder eben mit einem Lautsprecher, der stärker bündelt. Viel nacktes Parkett, viel Fensterfläche, wenig Teppiche, wenige Vorhänge: Bei einer Hörentfernung von etwa vier Metern ist das eine Herausforderung. Ich wollte eine Anlage, die in unser Wohnzimmer passt, und nicht eine, für die ich unseren täglichen Lebensraum passend machen muss. Ist halt - wie so oft - ein Kompromiss. Jedenfalls habe ich ich mich mit dem Geld für eine Neuanlage in der Tasche systematisch auf dem Gebrauchtmarkt umgeschaut.

Den Anfang machte ein Audiomat Opera Reference. Ebay-Kleinanzeigen sei Dank! Audiomat-Verstärker habe ich die letzten Jahre öfters in Vorführungen gehört. Immer klang es sehr, sehr gut. Nach den guten Erfahrungen mit meinem Unison Simply Italy wollte ich unbedingt wieder eine Röhre. Nun kann man den Unison nicht mit dem Audiomat vergleichen. Letztere spielt schon deutlich neutraler und transparenter, hat aber trotzdem, wie ich finde, dieses gewisse „Röhren-Etwas“. Der Amp war also gesetzt.

Bei den Lautsprechern musste ich auch nicht lange überlegen, als ich ebenfalls bei Ebay Kleinanzeigen ein Pärchen Geithain ME 160 entdeckte. Die standen schon geraume Zeit in der Nähe von Marburg und hatten irgendwie auf mich gewartet. Mit meiner lieben Frau machte ich mich also kurzentschlossen aus dem Norden auf den Weg ins Hessische. Ein Abenteuer. Nicht nur, weil die beiden riesigen Kartons so grade eben in den Wagen passten. Letztendlich war es ein Blindkauf. Ich hatte die 160er noch nie zuvor gehört. Kannte nur den zwiespältigen Audio-Test von Malte Runke (zuviel Bass!) und die recht seltsamen Besprechung aus der Hörerlebnis. Gehört hatte ich allerdings zuvor schon einige Geithains, darunter auch eine aktive, ebenfalls mit dem Hochtonarray ausgestattete RL 930 K. Und die fand ich seinerzeit großartig. Sie standen ganz oben auf der Wunschliste bis Glücksgöttin Fortuna mir die JBLs bescherte. Vor allem beeindruckte mich bei der 930, wie scharf diese Lautsprecher auch unter mäßigen Raumbedingungen selbst in größere Hörentfernung noch abbilden. Und das kann die 160er auch.

Fehlte also nur noch eine adäquate Quelle: So hat mich dann der Linn Akurate DS eines guten Freundes binnen weniger Augenblicke davon überzeugt, meinen Abacus Aroio abzulösen. Auch hier wurde ich überraschend schnell auf dem Gebrauchtmarkt fündig. Ein G-DAC DS/2 und zwar so günstig, dass ich zuhause sicherheitshalber reingeschaut habe, ob auch wirklich all Upgrades von Gert drin sind. Sind sie!

Insgesamt eine schöne, schlanke Kette. Zwei Komponenten, zwei Steckdosen, zwei Netzkabel, ein NF-Kabel, zwei Lautsprecherkabel, ein paar Lautsprecher. Alles noch sehr überschaubar, alles noch wunderbar in einen Wohnraum zu integrieren. Okay, über die Größe der Geithains (Höhe ca 1,10 Meter) darf man streiten…

Ich erzähle später mal weiter.

Viele Grüße
Andreas

PS.: Eine kleine Bitte an die Admins: Die Sonos Play 1 dürfen gern aus meinem Profil verschwinden. Sie dienen jetzt als Rears für den Fernseher.
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Newton
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Beitrag von Newton »

Guten Morgen!

Zunächst eine kleine Korrektur. Ich habe natürlichen einen G-DS/1 keinen G-DS/2. Ich vergesse immer wieder, dass die DS-Zählung offiziell bei 0 beginnt.

Einige Wochen hat es gebraucht, bis ich mit der Position der LS halbwegs zufrieden war. (Ich bin da nicht der schnellste.) Unser Wohn/Essbereich ist zwar recht geräumig. Letztlich stehen die Geithains aber in einem Raum von etwa fünf mal sechs Metern, der eben zu einer Seite vollständig offen ist. Mich quälen da zwei schmalbandige Moden bei 36 Hz und 72 Hz.
Vor einiger Zeit habe ich hier mal eine Messung eingestellt, die ich mit dem Aroio und Acourate CV gemacht hatte. Zu früh gefreut. Irgendetwas muss da seinerzeit mächtig schief gelaufen sein. So rosig sieht es längst nicht aus. Auch was den Nachhall betrifft. Mittlerweile arbeite ich mit Acourate und bekomme ganz andere, ernüchternde (und realistischere) Ergebnisse. Die Einbindung von Acourate-Filtern bereitete mir anfangs allerdings Kopfzerbrechen.

Von dem kurzen Ausflug mit Acourate CV mit dem Aroio-Streamer mal abgesehen habe ich hauptsächlich mit Dirac auf dem Mac Erfahrung. Das funktioniert ganz wunderbar. Bis auf die Position des Mikrofons und dem Erstellen der Zielkurve hat man da als User kaum Einflussmöglichkeiten. Man kann also auch kaum etwas verkehrt machen. Am wichtigsten bei Dirac ist es eigentlich, das erdachte Rechteck am Hörplatz an dessen Ecken das Mikrofon positioniert wird, ausreichend groß zu wählen. Ansonsten kling es mit der Korrektur am Ende seltsam leblos. Das Ergebnis ist jedenfalls überzeugend. Die Frage war also, wie ich am besten einen Faltungsfilter integriere. Da war es beim Abacus Aroio schon sehr praktisch, alles in einem Gerät zu haben. Die Möglichkeiten hat der Linn ja leider nicht.

Zunächst habe ich also ganz ohne elektronische Helferlein die LS positioniert. Die Musik gelangte dabei von meinem Mac und Audirvana via UpnP zum Linn. Am Ende konnte ich mit dem etwas zu kräftigen Bass leben. Das Ergebnis war schon richtig gut. Acourate hatte ich ja noch als Ass im Ärmel - ­ und lässt sich, wie ich mittlerweile weiß, kinderleicht in Roon einbinden.

Vor der DSP-Veredelung hab ich auch noch einmal mit Kabeln experimentiert. Eigentlich widerstrebt es mir, für Kabel viel Geld auszugeben und so habe ich zunächst das verwendet, was ich halt noch so liegen hatte. Fast jeder Audiophile hat ja seine Kabelkiste. Ich hab denn aber doch noch einmal Geld in die Hand genommen, schließlich lag ich dank Gebrauchtkauf ja noch voll im Budget.

Viele Grüße
Andreas
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Newton
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Beitrag von Newton »

Hallo!

Nach längerer Pause möchte ich noch einmal kurz die Präsentation meiner Wohnzimmeranlage abschließen. In Corona-Zeiten hat man ja auch etwas Muße. Ziel war es, das ganze Setup so einfach wie möglich zu gestalten.

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Nachdem alle Komponenten gesetzt waren, habe ich mich bei der Verkabelung komplett für TMR entschieden.
Als Techniker finde ich Thomas-Michael Rudolphs HF-Theorie einleuchtend. Andere Lösungsansätze führen aber sicher auch zum Ziel.
Auf jeden Fall hat mich das Ergebnis sehr positiv überrascht. Im Sachen Räumlichkeit und Abbildung hat sich mit den Kabeln einiges getan. Insgesamt klingt es transparenter. Nichts wirkt abgedunkelt oder verhangen. Da ich alle Kabel auf einmal gewechselt habe, kann ich leider nicht sagen, welche der Strippen nun den größten Einfluss hatte.

Als Netzfilter dienen mir bereits seit Jahren die Module von Thel Audio, die ich in das Gehäuse eines Dynavox-Netztfilters (X 6000 S) eingebaut habe. Hinter dem Giso schafft ein DIY-Lan Kabel die Verbindung zum Linn.

Gesteuert wird das ganze System mit Roon. Wobei die Musik von meinem Antipodes EX-Server kommt und generell auf 192 kHz hochgesampled wird. An der Fritzbox steckt ein 12 Volt Linearnetzteil.

Korrigiert wird mit Acourate, allerdings neben dem Zeitverhalten nur der Bass bis etwa 200 Hz. Wobei ich nur den beiden Raummoden bei etwa 36 und 72 Hz ( Kontra D und D :( ) die Spitzen nehme. Ansonsten lasse ich die Geithains samt einer leichten Bassanhebung so laufen.
Schon seit einiger Zeit bastele und experimentiere ich nicht mehr, sondern höre im Wohnzimmer nur Musik. Wie sagt man so schön: angekommen.

Gruß
Andreas
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music is my escape
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Beitrag von music is my escape »

Hallo Andreas,

Herzlichen Glückwunsch zum 'Endstand' - das sieht alles ganz schön gut und sinnvoll aus.

Die Herangehensweise von TMR empfinde auch ich als wohltuend - nicht zuletzt, weil sie es nahezu widerspruchsfrei schafft, die gängige Lehrmeinung mit dem Gehörten in Einklang zu bringen und damit das HiFi-geschundene Weltbild wieder ein wenig zu ordnen - und es ist schön, dass mit Dir erneut ein anspruchsvoller Musikfreund durch konsequente HF-Bekämpfung nicht mehr viel zu oft die vermeintlich allzeit an irgendeiner Ecke suboptimal aufspielende Anlage sondern nur noch die Musik hört.

Weiterhin viel Freude,
Thomas
:cheers:
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dirk-rs
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Beitrag von dirk-rs »

Hallo Andreas,

ich würde mich noch über ein Bild des neuen Hörraumes freuen.

Beste Grüsse

Dirk
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