Henryk (Abacus Trifon 3, C-Box 2)

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Henryk (Abacus Trifon 3, C-Box 2)

Beitragvon Henryk » 16.01.2011, 14:14

Hallo zusammen,

möchte mich hier kurz vorstellen. Mein Name ist Henryk, bin 27 Jahre alt und wohne am Niederrhein, wo ich als Softwareentwickler arbeite.

Bewusst interessiere ich mich gerade einmal 2 Jahre für gute Klangwiedergabe. Eigentlich hat das alles mit Mehrkanal für Filme begonnen. Mit der Zeit wurde mir klar, dass mich die Musikwiedergabe doch weit mehr interessiert.

Von damals ...

Unbewusst habe ich schon seit meiner Kindheit auf (halbwegs) guten Klang geachtet. Mit ca. 13/14 Jahren habe ich eine Sony 1000 DM Komplettanlage bekommen (hart gesparrt und viele Geschenke „kombiniert“). Diese war doch, für meine Verhältnisse, recht ordentlich.

Wenige Jahre später habe ich mir einen Sony ProLogic Receiver gekauft. Dann um einen CD Player erweitert. Mit dem Receiver hatte ich das zweite System. Meine Komplettanlage tauschte ich gegen die Lautsprecher von meinem Vater. Das waren große „Audio Technics“ (weiß ich nicht mehr genau) 3-Wege Lautsprecher aus den 80igern.

Mit 16 Jahren hatte ich dann meinen ersten echten Mehrkanalklang. Mit einer Cambridge Soundworks 5.1 Lautsprecherset für den PC. Für ein „Würfelsystem“ ein recht guter Filmklang. Auch wenn es Low-Budget war, würde es (trauriger weise) immer noch viele der Systeme meiner Bekannten/Verwandten übertreffen.

Die Sicken der Standlautsprecher haben sich dann verabschiedet. Zeitlich passend dazu hat auch ein Gast eine TT Membrane beschädigt. Das System hat lange gehalten, aber erst einmal war Schluss mit einem Stereosetup.

Nach der Ausbildung habe ich mir dann ein Mehrkanalssystem im Wohnzimmer aufgebaut. THX Select System von Teufel in 9.2 an einem Onkyo 3007. Dann kam eben die „Musik ist mir wichtiger“ Erkenntnis. Als Fan des Minimalismus habe ich das System aufgelöst und mir ein reines Stereosetup gegönnt.

Zu der Zeit wollte ich unbedingt Standlautsprecher haben. Entschieden habe ich mich für die Canton Vento 890DC an einem Cambridge Vollverstärker. Die Quelle war der PC, welcher über einen Musical-Fidelity V-DAC am Vollverstärker hing.

Die Lautsprecher sind mir zu groß geworden. Die Erfahrung war es mir aber wert. Sonst hätte ich immer nach Standlautsprechern geschielt. Lieber die Erkenntnis, dass es für jeden Topf (und Pfanne) auch einen passenden Deckel gibt. Mein Wohnzimmer ist ziemlich klein. Ein schönes Quadrat...

Die Vento mussten nun weg und Kompakte sollten her. Bis dahin habe ich immer nebenher von Studio-Monitoren/Aktiven gehört. Aber nie richtig mit beschäftigt. Für mich war das immer eine Profi/Studio-Welt. Von Vorurteilen lange geprägt (kein „HiFi“ Genuss etc.). Habe mich dann in die Aktivwelt eingelesen. War dann doch überrascht, dass die „Nahfelder“ eigentlich alles bieten, wonach ich momentan suchte. All diese Diskussionen „Endstufe vs. Lautsprecher“/“Kabelklang“ wurden auf einmal überflüssig/weniger relevant, aber neue Fragen tauchten auf...

... bis Heute

Die passive Kette wurde auch aufgelöst. Jetzt stehe ich da. Ohne richtige Kette. Höre aktuell über ein 2.1 PC-Setup...

Bevor ich jetzt wieder etwas Kaufe, was dann nächstes Jahr wieder verkauft wird, beschäftige ich mich diesmal mehr mit meinen Anforderungen/Umständen:

  1. Die Priorität liegt bei der Musikwiedergabe.

  2. Aber, über kurz oder lang muss Mehrkanalklang möglich sein. Ohne geht es doch nicht. Ist jedoch der Musikwiedergabe untergeordnet. Mehrkanal-Musikwiedergabe wird natürlich auch interessant und in Zukunft sicher wichtiger werden.

  3. Der Raum: Ich nenne es zwar Wohnzimmer, aber eigentlich dient es nur den Konsum von Musik und Filmen. Die Gestaltung ist frei, so dass später auch Raumakustikoptimierung betrieben werden soll. Quadrat: ca. 3,78m x 3,78m.

  4. Die Quelle soll der PC sein/bleiben. Komme aus der IT, daher macht es mir nichts aus, an Hard- und Software zu werkeln. Wobei ich lieber Musik höre, als ständig herum zu basteln.

    a. Komfort: Alle CDs liegen im FLAC Format. Zukünftig kommen noch hochauflösende FLACs dazu. Der Zugriff über den PC auf die gesamte Musikbibliothek ist viel angenehmer, als jedes mal die CD/Platte zu wechseln. Vor allem, da ich oft ein „chaotischer“ Hörer bin und durcheinander höre.

    b. Korrekturen: Hab in letzter Zeit viel gelesen. Bin erstaunt, was mittlerweile am PC möglich ist.

    c. Experimentelles: Würde man mit einem 4.0 Setup (siehe unten) ein kleines pseudo DBA hinbekommen? Der Tiefton würde nur von den vorderen Lautsprechern erzeugt werden, während die hinteren Beiden den Tiefton „aufsaugen“. Vier gleiche Lautsprecher würden symmetrisch im quadratischen Raum aufgestellt werden. Welche Software bräuchte man?

  5. Minimalismus/Die Kette: Am liebsten wäre mir die Quelle(PC) direkt an den Lautsprechern. Realistisch sehe das aber eher wie folgt aus:

    a. Quelle/DSP: Der PC. Am Anfang werde ich meinen normalen PC nutzen. Wenn dann alles getestet/erprobt ist, sollte eher ein Standalone-PC aufgesetzt werden. Das „cMP (cics Memory Player)“ Projekt ist ziemlich beeindruckend. Problem nur, es ist nicht auf Mehrkanalklang ausgelegt. Für Blu-ray würde ich dann auf einen separaten Player setzten, der Ton müsste aber als PCM angenommen und entsprechend verarbeitet werden können. Wenn das zu kompliziert ist, könnte ich auch ein Blu-ray ROM einbauen. Damit entfiele die externe Aufnahme der Signale, wobei dann ein "Störenfried" mehr im System wäre.

    b. DA Wandler/DAC: Wird wohl her müssen, da man anscheinend keine gescheiten „internen PC Lösungen“ bekommt. Die Auslagerungen der Komponenten ist aber nachvollziehbar. Auch hier, der Mehrkanalklang. Ggf. einfach zwei separate Wandler nutzen? Geht das gut?

    c. Vorverstärker: Diese Komponente stört mich momentan an meisten. Im Endeffekt brauche ich sie nur wegen der analogen Lautstärkeregelung. Im groben verstehe ich, wo das Problem bei der digitalen Lautstärkeregelung liegt. Was ich nicht verstehe, wieso es da keine sauberer Lösung gibt (Ok, wahrscheinlich müsste man einen neuen Standard einführen etc.). Hier habe ich schon „Monitor-Controller“ gesehen. Brauche aber eine Fernbedienung, bzw. es muss fernbedienbar sein (z. B. über RS232).

    d. Lautsprecher: Wie bereits geschrieben, werden es erst einmal Kompakte sein (zumindest, bis ich irgendwann einmal umgezogen bin. Was aber eher in den Sternen steht). Habe momentan meine Augen auf die Abacus A-10 gerichtet. Noch ist aber nichts entschieden (bisher wurde nichts in den eigenen Räumen Probe gehört). Würde erst zwei Stück kaufen, wie bereits geschrieben, dann aber auf ein 4.0 System aufrüsten. Sollten die Aussagen stimmen, sollte die Abbildung reichen, damit man keinen Center benötigt. Referenzpegel können im Mehrfamilienhaus sowieso nicht gespielt werden. Da sollte, auch bei Filmwiedergabe, der Pegel und Tiefton ausreichen. So die Theorie...

  6. Verwirrung: So stehe ich nun, wie der Ochse vor dem Berg. Wie ich mein Vorhaben realisiere, weiß ich noch nicht. Verdiene jetzt nicht die Welt, daher geht der Kauf und Wiederverkauf unnötig auf die Geldbörse.
    Brauche am Anfang nicht direkt alles (separaten PC). Aber es muss erweiterbar sein und nicht austauschbar (jetzt mal von Aufrüstung in der Zukunft abgesehen). Der Plan muss also vorher stehen.

    a. Kann man per PC hochauflösende Mehrkanalsignale sauber entgegennehmen? Heute sind es beim Film bis zu acht Kanäle.

    b. Kann man gleichzeitig mehrere Kanäle im PC (DSP) verarbeiten und wieder ausgeben?

    c. Wie bekommt man die Wandlungen am besten hin?

    d. Wie regelt man die Lautstärke am besten?
Hoffentlich finde ich in der „Digital-Aktiven Welt“ mein zu Hause. Vielleicht haben ja hier Einige noch Ideen und/oder Tipps.

Gruß,
Henryk
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Beitragvon Hans-Martin » 16.01.2011, 23:12

Henryk hat geschrieben:d. Wie regelt man die Lautstärke am besten?

Hallo Henryk

Am besten so, dass es keine Kanaldifferenzen gibt. Bei den mechanischen Potentiometern ist starke Selektion erforderlich, sobald logarithmische Charakteristik gefragt ist, sonst eiert die räumliche Position herum. Lineare Potis haben viel mehr Gleichheit, aber der Drehwinkel passt nicht zur gefühlten Lautstärke. Man kann aus einem linearen Poti ein quasi logarithmisches machen, indem man einen Widerstand mit 40% des Poti-Nominalwertes paralell zum Abgriff nach Masse schaltet. Wer sich nicht traut, sein Gerät rigoros umzubauen, weil er z.B. keine vergleichbaren Bauteile findet, wird zwangsläufig eine gute digitale Lautstärkeregelung akzeptieren, bei der Kanalgleichheit kein Thema ist.

Bei 24Bit Technik ist die Auflösung in der Regel hinreichend. Gert hat kürzlich diesbezüglich etwas gepostet.

Grüße Hans-Martin
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Beitragvon play-mate » 17.01.2011, 01:23

hey henryk,

ich halte zwar selber nichts von mehrkanal audio und verstehe nicht viel davon, aber das dolby 7.1 oder 5.1 ist doch als codec nicht "echtes" mehrkanal, oder ?
- da bekommen doch die hinteren und mittel kanal doch ein "anderes", quasi verzögertes signal.
-und sind diese auch 24/96 in auflösung ?

kläre mich doch bitte auf.

ich selber verwende cMP2 in einer aktiven 3 wege stereo konfiguration. ein PC für alles, so zu sagen.
cplay als player, über VST und digital weiche an eine 6 kanal lynx two-B soundkarte und direkt an die endstufen. (die "acourate" FIR entzerrung steht noch aus, aber die VSTconvolver konfiguration funktioniert schon mal)
die endstufen sind 12dB auf dem eingang attenuiert und habe damit die digitale volumenkontrolle im bit-maximalen bereich.
klappt prima. drahtlose maus ermöglicht volle kontrolle vom hörplatz.

du kannst nicht zwei externe DACs laufen lassen ohne einen separaten masterclock (das wird nicht ohne kosten). digitale frequenzweichen benötigen multikanal wandler (behringer DCX 2496 ist recht preiswert) die per masterclock synchronisiert sind.

unmittelbar würde ich dir die cMP lösung mit einer RME Hammerfall soundkarte empfehlen. da kannst du gut drauf weiter bauen, entweder als surround oder als aktives stereo setup.
wenn du dann das cMP mit allen optimierungen und den linearen netzteilen machst, hast du jedenfalls ein sehr versatiles und zukunftfähiges system.

mit einem quadratischem raum muss du unbedingt an den raum reflextionen arbeiten !


hoffe es hilft ein wenig.


viel spass
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Beitragvon gregor » 17.01.2011, 18:05

Hallo Henryk,

zunächst ein paar Anregungen zum zukünftigen Setup. Ein Interface wie das RME Fireface hat acht Ausgänge 7.1!). Für die Raumgröße wären eine K&H O300 oder die Adam S3X-V gute Ausgangspunkte, solltest Du Dir vielleicht mal anhören. Könnten aber den Raum schon fast zu sehr anregen. Ich habe Zweifel, dass Du von der Stärke der Abacus (Bass) bei der Raumgröße viel hast. Zur Laustärkeregelung: von SPL gibt es den Volume 8, der könnte für Dich passen. Zunächst könntest Du auch digital am Fireface regeln. Raumoptimierung ist unabdingbar!

Beste Grüße
gregor
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Beitragvon Henryk » 19.01.2011, 15:14

Hallo zusammen,

schon einmal vielen Dank für die Antworten.

@Hans-Martin
Danke für die Erklärung.
Die digitale Lautstärkeregelung scheint doch nicht ganz so schlimm zu sein. Hatte noch keine Zeit Gerts geschriebenes zu suchen/lesen.
Das was RME (zu ihren Soundkarten) schreibt, klingt (zumindest in der Theorie) in Ordnung (auf digitale Lautstärkeregelung bezogen).

@play-mate
Grundsätzlich behandle ich die Themen Musik- und Filmtonausgabe getrennt. Würde u.a. aus Kostengründen lieber ein System nutzen (ggf. zwei Betriebssysteme für „Music only“ und „Movie“).

Soweit ich weiß, besitzen alle aktuelle DVD/Blu-ray Filme „richtigen“ Mehrkanalklang. Die Kanäle können unabhängige Signale enthalten (Keine Kodierung wie es früher üblich war, z.B. ProLogic). Entsprechend gibt es auch Player, welche diese Signale (dekodiert) analog ausgeben können. Damit hat man bis zu acht separate Kanäle.
(Dolby Digital und DTS sind natürlich in einem „Stream“ kodiert. Nach welcher Logik weiß ich nicht.)

Danke für den Tipp mit RME Hammerfall. RME macht wohl ordentliche Soundkarten (wobei besser immer geht). Interessant ist, dass sich die Soundkarten erweitern lassen.

@gregor
Hab mir die RME Produktpalette von RME ein wenig angeschaut (Schwerpunkt Soundkarten).
Aktuell weiß ich nicht, ob ich 8 Ausgänge benötige. Was ich in einer zweiten Ausbaustufe des „Audio-Rechners“ brauchen werde, sind max. 8 Eingänge, damit ich entsprechend die Signale aufnehmen kann (z.B. vom Blu-ray Player).
(Die erste Stufe dürfte wohl die Mindestkonfiguration für Stereo-Wiedergabe sein.)
Meistens wird dazu geraten, einen externen D/A-Wandler zu nutzen. Die RME Soundkarten sind sicher gut und reichen am Anfang. Aber wenn ich mir so die diversen Threads durchlese, dann wird klar, dass die externen Lösungen mehr bieten. Ok, Fireface ist eine externe Lösung, aber eben kein reiner D/A-Wandler. Hier besteht aber das Mehrkanalproblem. Vielleicht für Stereo/Musik-Wiedergabe einen externen Wandler und bei Mehrkanal eine Soundkarte.

Die K&H O300 war auch unter meinen Favoriten. Befürchte aber, dass mein Raum die K&H O300 oder die Adam S3X-V „einengen“ würde. Meine bisherigen Standlautsprecher klangen viel besser als meine Kompakten (klar, waren auch um einiges teurer). Trotzdem hat mir die „Klangverteilung im Raum“ bei den Kompakten besser gefallen (Weiß nicht, wie ich das besser beschreiben soll).
Die Beiden sind zwar „Studio-Monitore“, aber auch schon „erwachsene“ Lautsprecher. Brauche außerdem Nahfelder, da die Abstände 1m bis allerhöchstens 2m betragen (Regel eher 1m bis 1,3m für Musik). Dadurch dürfte die Adam rausfallen, da sie doch schon eher für das Nearfield/Midfield gedacht sind. Müsste die K&H O300 in meinem Raum hören, was ich jetzt nicht könnte, da mir jegliches Equipment fehlt. Hab nicht einmal ein XLR Kabel. Trotzdem fürchte ich, dass sich die Investition (z.B. im Vergleich zur Abacus A-10) nicht rechnen würde (zumindest Preis/Leistung).
Naja, erst einmal wird die Abacus A-10 getestet. Dann höre ich ja, ob dies erst einmal ausreicht (die ist auch einfacher zu testen durch das „Abacus Komplettpaket“, bei K&H wäre das ja so eine Sache.).

@all
Noch steht aber nichts fest. Bevor ich anfange muss ich mein Projekt auf „Realisierbarkeit“ hin überprüfen. Bisher habe ich bei den digitalen Korrekturen nur über Stereo Setups gelesen. Sind die ganzen Programme/Filter überhaupt Mehrkanal tauglich? Bzw., wie würde ich die externen Signale durch die Filter laufen lassen und wieder ausgeben (Hilft da ggf. der RME Mixer?).

Noch einmal zur Sicherheit: Die Priorität hat die Musikwiedergabe. Nur wenn ich so ein System aufsetzte, dann würde ich es eben auch gerne für Filme nutzen, auch wenn dies nicht ganz so wichtig ist. Schaue gerne Filme mit Mehrkanalton und hier bestehen eben die meisten Unklarheiten.

Eine Raumoptimierung wird früher oder später gemacht. Nur erst einmal möchte ich zumindest eine Stereo-Kette haben, damit es auch was zum Optimieren gibt ;-)
Außerdem möchte ich mich mit dem Thema auseinander setzen, wird also noch viel Zeit kosten (Geld sowieso).

Gruß,
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Beitragvon gregor » 19.01.2011, 18:57

Hallo Henryk,

Evtl. hat der Begriff "Soundkarte", der in der Studioszene gängig ist, bei Dir falsche Assoziationen geweckt:
Henryk hat geschrieben: Ok, Fireface ist eine externe Lösung, aber eben kein reiner D/A-Wandler. Hier besteht aber das Mehrkanalproblem. Vielleicht für Stereo/Musik-Wiedergabe einen externen Wandler und bei Mehrkanal eine Soundkarte.

Da hierzu bereits alles geschrieben ist, verweise ich einfach auf Fujaks mustergültigen Essay zum Thema:

viewtopic.php?f=6&t=1263&start=15

Zu Deiner Bemerkung zu Adam S3X-V und o300: Wahrscheinlich liegst Du richtig, bei einem solch knappen Abstand scheidet die Adam aus.

Beste Grüße

gregor
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Beitragvon Henryk » 19.01.2011, 20:36

Hallo gregor,

kurz nach dem ich in meiner Pause die Antwort geschrieben habe, bin ich bereits auf den Thread von Fujak gestoßen. Wurde irgendwo anders (anderer Thread) auch verlinkt. Hatte dann aber keine Zeit zum lesen, musste ja noch arbeiten. ;-) Hab es dann aber vergessen, danke für die Erinnerung. :-)

Jedenfalls habe mir den Beitrag durchgelesen. Sehr interessant das Ganze. Auch in Bezug auf das Stromtuning. Wie immer tun sich bei mir wieder Fragen auf: :roll:

1. Wo ist der Praxisunterschied zwischen Fireface 400 und UC? Was ist die bessere Schnittstelle?

2. Da ich Laie bin: Kann ich gleichzeitig und in Echtzeit 8 Kanäle (Analog) aufnehmen und bis zu 6 Kanäle ausgeben (Analog symmetrisch oder Digital)?
a. Alles über USB oder FireWire (siehe Frage 1)?
b. Jeder Kanal mit 192khz/24bit? Muss man mit Einbußen rechnen?

3. Auf das cMP Projekt bezogen: Brauche ich dann trotzdem eine interne Soundkarte? Bei diesem Projekt wird z.B. die ESI Juli@ empfohlen, damit man per SPDIF optisch ausgeben kann. Wäre das weiterhin nötig? Wenn ich das richtig verstanden habe, würde doch die RME Fireface als ASIO-Soundkarte dienen, oder?

Gruß,
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Beitragvon Henryk » 19.01.2011, 21:09

Kleiner Nachtrag zum Filmmodus (und der Frage 2b):
Bei 192khz/24bit werden max. 6 Kanäle ausgegben. Bei 8 Kanälen sind es max. 96khz/24bit.
Laut Datenblatt zu den aktuelles Dolby- und DTS Formaten.

Gruß,
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Beitragvon gregor » 19.01.2011, 22:01

Hallo Henryk,

zu 1. Firewire ist die klassische Profi-Audio-Schnittstelle, USB ist heute gleichwertig (bei RME), bezogen auf die Latenzen. Da das FF400 Bus-Powered betrieben werden kann und das FF UC lt. RME von der USB Versorgunsspannung getrennt ist spräche das für einen theoretischen Vorteil zugunsten des UC, da man sich keinen "schlechten Strom" aus dem Rechner in die Audio-Kette holt. Ob das praktisch von großer Bedeutung ist, kann ich nicht beurteilen. Ich habe mich aus einem ganz einfachen Grund für USB entschieden: mein iMac könnte evtl. mit dem FF400 zicken, da der im Mac verbaute Controller-Chip schlecht kompatibel ist. Deswegen hat RME auch das UC entwickelt. Außerdem ist USB ziemlich zukunftsicher, diese Schnittstelle werden wir noch sehr lange sehen, bei Firewire bin ich mir da nicht so sicher.

zu 2. das müßte gehen, ich würde dazu mal das RME-Forum bemühen, denn wie gut das in Deinem Fall klappt kann ich auch nicht sagen, ich nehme mit dem Interface Musik auf, da gibt es je nach Bedarf unterschiedliche Ins (alle sehr gut). Da ich hinsichtlich Heimkino usw. völlig naiv bin frage ich mal: gibts denn da keine guten Software-Player?

Beste Grüße

gregor
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Beitragvon totti1965 » 21.01.2011, 03:30

Hallo Gregor,

ich spiele als iMac Besitzer (late 2009, Core 2 Duo, 3,06 MHz) auch mit dem Gedanken mir genau die Fireface 400 von RME anzuschaffen.

Ich brauche sie für Wiedergabezwecke, d. h. ich möchte foobar auf der Bootcamp Partition einrichten und dann streamen und mit (((acourate))) convolven.

jetzt lese ich Deine Zeilen und bin total verunsichert:

gregor hat geschrieben:Ich habe mich aus einem ganz einfachen Grund für USB entschieden: mein iMac könnte evtl. mit dem FF400 zicken, da der im Mac verbaute Controller-Chip schlecht kompatibel ist. Deswegen hat RME auch das UC entwickelt.

Kannst Du Deine Quellen nennen, oder hattest Du sogar selbst schlechte Erfahrungen gemacht?
An den fireface UC kann ich leider bei weitem nicht so billig kommen...

Sind die angeblichen Controller-Probleme auch unter Bootcamp/Windows 7, 32 Bit zu erwarten?

Beste Grüsse,

Thorsten
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Beitragvon gregor » 21.01.2011, 09:05

Hallo Thorsten,

So schlimm ist die Sache nicht.

totti1965 hat geschrieben:jetzt lese ich Deine Zeilen und bin total verunsichert:

Apple hat irgendwann den Firewire-Chipsatz gewechselt. Wenn Du einen iMac mit Agere-Chipsatz hast, könnte das problematisch sein, bei mir ist das der Fall, deswegen hab ich gleich die Finger davon gelassen. Der Mac zickt bei mir auch stets bei einer externen FW-Festplatte, die aber an allen anderen Rechnern astrein läuft. Man kann das Problem umgehen, indem man spezielle Hub-Kabel anschließt oder z. B. eine sauber laufende FW-Festplatte als Hub verwendet. Siehe dazu das RME-Userforum. Da kennt man bestimmt auch Deinen iMac und kann Aussagen zur Kompatibilität machen. Herr Fuchs (Support) klärt das im Zweifel mit einer kurzen Ja/Nein-Antwort.

Wie es allerdings mit der Treibersituation für die Schnittstelle unter Windows aussieht - keine Ahnung.

Beste Grüße

gregor
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Beitragvon Henryk » 23.01.2011, 09:54

Hallo zusammen,

gregor hat geschrieben:zu 2. das müsste gehen, ich würde dazu mal das RME-Forum bemühen, denn wie gut das in Deinem Fall klappt kann ich auch nicht sagen, ich nehme mit dem Interface Musik auf, da gibt es je nach Bedarf unterschiedliche Ins (alle sehr gut).

Die Idee ist zu simple, also direkt mal nachgefragt :wink:
Es ist wohl "problemlos" möglich. Da dürfte die PC-Hardware selbst der limitierende Faktor sein.
http://www.rme-audio.de/forum/viewtopic.php?pid=49402

gregor hat geschrieben:Da ich hinsichtlich Heimkino usw. völlig naiv bin frage ich mal: gibts denn da keine guten Software-Player?

Habe mich seit einem guten halben Jahr damit nicht mehr beschäftigt. Software ist ok, aber etwas nervig. Nach meiner Erfahrung kann jeder Patch die Konfiguration zerschießen. Trotzdem gab es viele Bugs. Das war an der Tagesordnung.

Dann sollte man mit dem Rechner online sein, damit man sich immer die neuen Kopierschutzschlüssel und -patches ziehen kann (zusätzlich zu den Patches).

Außerdem frisst sich die Software (Video bezogen) in das System ein. Hier bräuchte man definitiv ein zweites OS (was notfalls ok ist, halt nur mehr Arbeit). Irgendwie ist das Ganze nicht so "Standalone-PC" tauglich, da man für die ganzen Aktionen doch öfters einen PC bräuchte.

Des Weiteren braucht man eine Grafikkarte, welche eine Technologie hat, welche vom jeweiligen Blu-ray Software-Player unterstützt wird (Videobeschleunigung und Zusatzfeatures). Ansonsten bräuchte man noch eine dedizierte Grafikkarte. Zusätzlich zum Blu-ray ROM Laufwerk. Beides „verschmutzt“ dann den PC zusätzlich, was man bei solchen Projekten wie cMP² vermeiden will.

Gruß,
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Beitragvon Henryk » 04.02.2011, 13:00

Hallo zusammen,

bei der gegebenen Hardware (Kompakte Aktive, PC welcher zum cMP² ausgebaut wird, Fireface UC an Labornetzteil ;-)), wie würde ich die Software Seite lösen?

Das Abspielen von Musik ist relativ klar. Entweder Foobar2000 + Plugins oder eben cPlay.

Wie sieht es aber im „Live Modus“ (externe Zuspieler: Blu-ray Player, Spielekonsole, etc.) aus? Also das Entgegennehmen vom Signal, der DSP-Verarbeitung und der Ausgabe?
Früher oder später würde ich auch gerne acourate nutzen. Wie würde man die diversen Filter anwenden/einbinden können? Müsste doch irgendwie einen VST-Host in die Kette kriegen, oder?

Habe hier leider keine Erfahrung. Jemand eine Idee?

Gruß,
Henryk
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Beitragvon tinnitus » 04.02.2011, 14:03

Hallo Henryk,
ich habe das Convolven so gelöst.
Als Host für die VST Plugins verwende ich VSTHost: http://www.hermannseib.com/vsthost.htm
Das Routing wird mit Virtuel Audio Cable: http://software.muzychenko.net/eng/vac.htm
durchgeführt. Das Problem beim Routing ist Audioausgänge auch als Audioeingänge zu verwenden, dies ist mit VAC sehr einfavh möglich (VAC Kostet 25,91€). So das wars, mehr ist nicht nötig um die Audioausgabe eines WindowsPC mit VSTPlugins (Z.B. Acourate Filter) zu bearbeiten.
-Virtuelle Kabel in VAC erstellen.
-In der Systensteuererung bei den Einstellungen von Sound und Ausgabegeräten das Audio S-tandardausgabegerät auf ein Virtuelles Kabel einstellen.
-Dieses Virtuelle Kabel im VSTHost bei den Geräte Einstellungen (Wave) als Eingabe eintragen. und als
Ausgabegerät den Soundkartenausgang wählen.
:mrgreen:
Hiermit wird der gesamte Standardaudiooutput des Rechners über VSTHost geleitet und kann dort mit beliebigen Plugins "verbogen" werden.
Im Foobar Player kann man auch den Soundkarteninput als "Eingabestream" verwenden (record://). Somit kann ich auch LPs usw. convolven.
Ich hoffe dies bringt Dich ein wenig voran.
Gruß Roland
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tinnitus
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Beitragvon Henryk » 04.02.2011, 14:16

Danke Roland,

damit komme ich sicher weiter.

Bei soviel "hin und her" der Tools. Wie ist die Qualität der Verarbeitung (Auch bei HD-Audio)? Ist das Ganze noch "bitperfect" (auch wenn das Wort hier nicht direkt passt).

Gruß,
Henryk
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