Udo (Backes & Müller BM 12s)

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Udo (Backes & Müller BM 12s)

Beitragvon Udor » 03.11.2010, 23:40

Hallo zusammen.

Da es hier zum guten Ton gehört sich vorzustellen möchte ich das jetzt mal endlich nachholen.

Ich bin 37 jahre jung, KFZ-Mechaniker(Meister) also ein ausgewiesener Schrauber und komme aus dem Sauerland.

Wie kam ich zum aktiven Hören? Naja, wenn man maximalen Hörgenuss anstrebt, kommt man prinzipiell nicht um aktiv herum. Allerdings hab ich auch lange zeit passiv gehört. Anfangs mit diversen selbstgebauten 3-Wege Boxen von Visaton. Gelandet bin ich letztlich bei der Visaton Concorde.

Dieser LS hat es mir einfach angetan. Anfangs noch passiv gefiltert, dann zusätzlich noch mit Acourate korrigiert. Ja, und nachdem Acourate und Faltungsrechner schon mal da waren, war der Schritt zu aktiv auch nicht mehr groß. Es fehlten lediglich noch 2 Amps und eine gute Mehrkanal-Soundkarte. Also flux noch 2 Amps von Hifiakademie gebaut (einen hatte ich ja schon), eine RME Multiface gebraucht erworben und schon konnte es losgehen. Naja fast, da ich ungern digital die Lautstärke regeln wollte wegen den drohenden Auflösungsverlusten, entschied ich mich noch für einen 8-Kanal Preamp auf PGA2311 Basis. Nein, keine Eigenentwicklung, dafür fehlt mir der Background, lediglich nachgebaut bzw. gelötet.

Infos dazu findet man hier: http://www.picplayer.de/

Nachdem die Hardware fertig war, gings dann an die Software und ans Messen. Hier möchte ich mich noch mal ausdrücklich für die Hilfe von Uli Brüggeman bedanken, der einen ganzen Tag fürs Einmessen bei Visaton im RAR geopfert hat. Schon alleine den Entwickler von Acourate mal kennenzulernen und sich austauschen zu können war sehr interessant und hilfreich mich.

Tja und so höre ich jetzt aktiv und habs noch keinen Tag bereut. Im Gegenteil, es war jeden Cent wert.

Hier noch ein paar (leider nicht sehr gute) Bilder meiner bescheidenen Kette:

Meine Concordes vom Hörplatz aus gesehen, hier noch passiv:

Bild

6-Kanal Poweramp von Hifiakademie:

Bild

8-Kanal Preamp mit 2 Kanal Poweramp:

Bild

Und alles zusammen wieder vom HP:

Bild

Leider ist mein Hörraum nicht der größte mit 4,5 x 4 m und 2,2 m Deckenhöhe. Es ist mein altes Arbeitzimmer, das ich zum Hörraum umgebaut habe so gut es geht. Sieht noch ein bisschen kahl aus. Es fehlts noch etwas an Deko etc. und ja, ein Rack für die Amps muss auch noch her. Naja, die Tage werden ja wieder kürzer... :mrgreen:

Freue mich auf angeregte Diskussionen. Vielleicht kann ich ja auch den einen oder anderen Beitrag leisten in diesem sehr angenehmen Forum.

Acourate und aktive Grüße,

Udo...
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Beitragvon aston456 » 03.11.2010, 23:52

Udo,
alter Falter, da hast Du ja heimlich, still und leise in Deinem Kämmerlein ein ganz veritables Setup gezimmert.

Ernsthaft: Ganz toll, ganz großer Respekt.

Deine LS sehen ja so aus wie die E5 von Silbersand. :mrgreen:

Udor hat geschrieben:Leider ist mein Hörraum nicht der größte mit 4,5 x 4 m und 2,2 m Deckenhöhe.

Aber immerhin und die allseits gefürchteten Raummoden hast Du ja mit Acourate in den Griff bekommen.

Da können die technischen Koniferen hier Dir ja gar nicht mehr auf die Sprünge helfen - Du hast Dir ja schon selber geholfen.

Gruß
Kai
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Beitragvon Franz » 04.11.2010, 00:00

Klasse, Udo, aufrichtiges Kompliment. So macht man das. :cheers:

Gruß
Franz
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Beitragvon Fortepianus » 04.11.2010, 00:11

Hallo Udo,

willkommen hier. So langsam füllt sich hier die Ecke der Edel-Löter und -Schrauber aber, freut mich!

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon Udor » 04.11.2010, 00:47

Holla das geht ja schnell hier.

Danke für die Willkommensgrüße.

aston456 hat geschrieben:Deine LS sehen ja so aus wie die E5 von Silbersand. :mrgreen:

Wenn ich jetzt ehrlich bin, kenn ich die E5 jetzt nicht wirklich, aber mit einer Sibersand verglichen zu werden ehrt mich bzw. meine Concorde. :cheers:

Was die Koniferen angeht, da bin ich mir sicher, dass da noch Nachholbedarf ist bei mir. Vor allem bei Acourate und der Elektronik...

Vor allem Gert und Ulis Beiträge hier im Forum sind immer sehr lehr- und hilfreich. Überhaupt finde ich, dass hier eine sehr hohes Niveau an Fachkompetenz vertreten ist.

Gruß Udo
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Beitragvon Udor » 27.01.2011, 22:22

Hallo liebe Forenmitglieder

Da ich anscheinend doch recht artig war hat das Christkind an mich gedacht und mir etwas Zubehör für mein Convolver-Notebook gebracht was ich euch nicht vorenthalten will da es hier ja auch den ein oder anderen Falter gibt. :D
Ja ich weiss Weihnachten ist schon ein paar Tage her aber es hat etwas gedauert bis alles soweit lief. :oops:

Worum gehts ? Um eine Solid State Disk kurz SSD mit in meinem Fall 64Gb Speicherkapzität.

Bild

Der Hersteller nennt sich Kingspec, einer der wenigen der noch IDE SSDs vertreibt. Mein X31
hat leider noch kein SATA von daher ist die Auswahl an SSDs eher klein. Wer kein Problem
mit SATA(ist ja quasi standard) hat sollte sich mal bei Intel umsehen. Die arbeiten hier an vorderster Front und bekommen durchweg die besten Kritiken.

Was kann eine SSDs besser als eine Festplatte ?

- Sie arbeiten absolut geräuschlos da keine beweglichen Teile

- Sehr geringe Stromaufnahme (ca. 2W in Betrieb)

- Die Zugriffszeiten sind ca. Faktor 100 besser als eine Festplatte(meisst unter 0.2ms)

- Maximale schreib/lese Rate auch deutlich höher (je nach Modell und Dateigröße sind ca. über 200mb/s lesend und bis zu 100mb schreibend möglich)

Kurz gesagt die Dinger sind sauschnell :shock:.

Mein aktuelles Linux (Debian mit XFCE4 Oberfläche) bootet in ca. 20s. Und wir reden hier
nicht um ein abgespecktes Linux Das ist Inkl Netzwerk mit Wlan usw. Ok der Player und Convolver ist da noch nicht mit drin. Aber das ist eine halbierung der Bootzeit. Auch das arbeiten im System ist deutlich schneller. Programme ploppen nur so auf.

Aber es gibt auch Nachteile die man nicht verschweigen sollte.

Zum einen der Preis.
Meine Kingspec mit IDE Interface und 64Gb Kapazität kostet ca 150€.
Die SATA Modelle bekommt man meisst so ab 100€ bei 64GB. Eine 80Gb Intel kostet momentan um die 160-180€.
Einstiegspreis liegt so bei 50-60€ für eine 32GB SSD. Es gibt auch kleinere (8 und 16 GB) die aber nicht wirklich billiger sind.

Das andere ist die Lebesdauer einer SSD. Die maximalen Löschvorgänge sind limitiert. Zwar liegen die momentanen maximalen Löschvorgänge schon im Bereich der durchschnittlichen Lebeserwartung einer herkömmlichen Festplatte aber das hängt stark von dem verwendeten Controller und Betriebsystem ab bzw wie die SSD genutzt wird.
Worst Case wäre wenn ich jeden Tag viele tausend kleine Dateien schreibe und lösche.
Es gibt aber noch nicht wirkliche Langzeiterfahrungen von daher kann man da abschließend noch nicht viel zu sagen.

Was gibt es zu beachten bei der Verwendung einer SSD ?

Theoretisch kann man eine SSD wie eine normale Festplatte behandeln aber es gibt da ein paar kniffe die die Lebeserwartung und die langzeitgeschwindigleit erhöhen.

Man sollte beim formatieren auf das richtige Alignment achten.
Für Linuxbenutzer ist diese Seite recht interessant:
http://www.nuclex.org/blog/personal/80-aligning-an-ssd-on-linux

Für Windowsbenutzer:

http://www.google.de/url?sa=t&source=web&cd=1&ved=0CB4QFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.media-addicted.de%2Falignment-von-partitionen-auf-ssds-ohne-datenverlust-und-neuinstallation-aendern%2F769%2F&rct=j&q=ssd%20alignmemnt&ei=HctBTc2jMtGgOq2DxbkB&usg=AFQjCNHxQeI8fftTunhA2uLob8kHcBBP5w&cad=rja

Im ersten Link wird das formatieren und partitionieren anhand einer Intel SSD gezeigt.
Klingt etwas kompliziert ist aber gar nicht so schwer. Kurz gesagt geht es um die richtige Sectorgröße der SSD und den Anfang der ersten Partition.

In den Links ist das noch genauer beschrieben als ich es wahrscheinlich wiedergeben kann. Man findet im Netz auch noch genug Hinweise zu dem Thema einfach mal googeln.

Soweit ich das verstanden habe brauchen sich Win7 benutzer keine Sorgen machen. Win7 unterstützt von haus aus schon SSDs und kümmert sich selbständig um das richtige alignment.

Linuxbenutzer sollten bei den mountoptionen in der /etc/fstab/ noch discard und noatime mit angeben was unötige schreibzugriffe verindert.

Dann hat man es schon geschafft und hat einen lautlosen und schnellen Rechner/Convolver.

Ich muss gestehen das ich so begeistert war davon das ich mir kurzerhand noch eine Corsair SSD(diesmal aber SATAII) für meinen Desktop gekauft habe und ich hab es noch nicht bereut.
Das arbeiten mit einer solchen SSD macht einfach nur spass. Kaffetasse sieht man nur noch selten am Bildschirm :D

Ich hoffe das war nicht zu OT das ganze, da stark PC-lastig.

Demnächst gehts weiter mit meinen beiden Subs. Die Concordes haben noch etwas Bassunterstützung bekommen :cheers:

Grüße,

Udo
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Beitragvon Udor » 07.02.2011, 22:41

Hallo zusammen.

Nachdem meine finale Subwoofer-Abstimmung nun endlich steht möchte ich meine neuen Subs mal vorstellen. Vielleicht auch oder gerade für die interessant die Acourate auch für die Filterung einsetzen.

Als Sub-Treiber kommen 2x Visaton TIW 300 von Visaton zum Einsatz

Bild

Infos zum TIW gibts hier: http://www.visaton.de/de/chassis_zubeho ... 300_8.html

Unter den Selbstbauern dürfte der Treiber wohl bekannt sein. Der kräftige Antrieb und seine hubfreudigkeit sind garant für saubere und druckvolle Bässe aus kleinen geschlossenen Gehäusen.

Befeuert werden die TIWs genau wie die Concorde mit einer 2-Kanal Endstufe von Hifiakademie.

Nachdem die Chassis gesetzt waren war die Frage wohin ? Erste Idee war hinter die Concordes direkt in die Ecke jeweils L+R. Also flux ein Testgehäuse gebaut und ein paar Messungen gemacht. Die waren allerdings so ernüchternd das eine Aufstellung an der Position nicht in Frage kam. Genau da wo die Subs die Concordes unterstützen sollte brachen die Subs gnadenlos ein. :shock: Hmm was tun?

Einzige Alternative war genau gegenüber also hinter den Hörplatz. Allerdings stand bzw. steht mein Schreibtisch in der einen Ecke. Egal, für einen Test einfach mal den einen Sub in die andere freie Ecke gestellt und siehe da geht doch (Messungen kommen weiter unten). :D

Das sah schon viel besser aus. Wegen dem Schreibtisch in der einen Ecke wurden die Subs kurzerhand in 1,5m Höhe montiert und da die Kisten eh hinter den Stoffrahmen verschwinden musste das ganze auch nicht schön sondern nur funktional sein. Das Gehäuse besteht aus 19mm Span(Front 22mm) und kommt ungefähr auf 55L Gesamtvolumen.

Hier ein paar Bilder:

Gehäuse ohne Chassi und Front:

Bild

Chassi eingebaut:

Bild

Probeliegen in der Ecke (das Chaos bitte nicht beachten):

Bild

Und so siehts mit den Stoffrahmen davor aus:

Bild

Dito nur andere Ecke mit Schreibtisch:

Bild

Nachdem alles soweit stand und verkabelt war gings nun ans Einmessen und Filter erstellen.
Hier muss ich sagen hab ich viel probiert, seehr viel.

Aber das folgt im zweiten Teil.

Grüße Udo
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Beitragvon uli.brueggemann » 07.02.2011, 22:55

Udo,

nun mach's nicht so spannend :mrgreen:
Wir wollen weiterlesen.

Grüsse, Uli
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Beitragvon Fujak » 08.02.2011, 08:22

Udo, jaaaa, meeehr!!!

Gespannte Grüße
Fujak
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Beitragvon Studiomonitor » 08.02.2011, 12:28

Beim Rahmen am PC empfehle ich eine Lage günstigen schwarzen Stoff unterzulegen, dann sieht man den Holzrahmen nicht so sehr :wink: Tolles set up und DIY sollte zumindestens als Einstieg im Sub Bereich jeder Mal gemacht haben :cheers:
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Beitragvon Udor » 08.02.2011, 22:24

Danke für eure Interesse.

Kommen wir zu den Messungen und den Filter.

Hier erst mal die Ausgangslage der Frontlautsprecher. Die Concordes laufen in CB also geschlossen. Trennfrequenzen liegen bei 300/3000hz mit NT3 ohne Korrektur. Also nur die nackten XOs.

Bild

Moden bei 36hz, Loch bei 50-60hz wieder Mode bei 70hz und 90hz dann Loch bei 120(Interferenz).
Zudem sieht man das der gesamte Bereich unter 200hz relativ unterbelichtet im Vergleich zum MT-HT.
Und das obwohl hier schon 4 8Zöller am werkeln sind. Ursache dafür dürfte in erster Linie der Raum sein. Hier ist alles Trockenbau, keine gemauerte Wand. Der Boden ist zudem noch mit Tritschalldämmplatten ausgelegt in den Wänden steckt jede menge Mineralwolle und Fermacell Platten. Das ist für die Nachhallzeit im Bass sehr gut aber man muss dafür auch unheimlich Bassenergie in den Raum pumpen um einigermaßen ausreichend Bass an den Hörplatz zu bekommen.

Sehen wir uns die Subs mal an. Hier mal eine Messung mit Trennung bei 80hz mit NT2.

Bild

Die Subs füllen das Loch bei 50hz schön auf. Brechen dann zwar leicht ein aber schon nicht schlecht.
Wie gesagt alles noch ohne Korrektur.

Jetzt kann man klassisch hingehen und die Subs einfach bis 80hz spielen lassen und gleihzeitig die Fronts bei 80hz rausnehmen. Also quasi eine 4wege Weiche. Das war auch mein erster Ansatz brachte mich aber nicht wirklich weiter:

Bild

Zwar ist das Loch bei 50hz jetzt weg aber dafür gehts unter 40hz schon in den Keller und insgesamt immernoch zu leise der Bassbereich.

Ok, Acourate bietet ja noch mehr wie nur NT Weichen mit X Ordnung. Man kann auch verschiedene Weichetypen kombinieren. Meine Idee war die Concorde langsam nach unten auszublenden und den Sub gleichzeitig bei 80hz relativ steil rauszunehmen. Zu den Mitteltönern sollten die Tieftöner der Concorde aber wieder mit NT3 ausgeblendet werden.
Das erreicht man durch subtraktion und addition von verschiedenen Weichen. Hier kann man quasi alles mögliche miteinander kombinieren.

Herausgekommen ist dann eine R-Bessel(ich glaube 30 Ordnung :shock: )+NT3 Kombi die so aussah:

Bild

Wie man sieht auch nicht das wahre. Bass immernoch zu leise, Loch bei 50hz.... Also blieb eigentlich nur noch eins.
Die Concordes weiterhin voll bis unten durchlaufen lassen(was ich eigentlich vermeiden wollte) und die Subs parallel mitlaufen lassen.

Erster versuch. Trennung 80hz die Concorde parallel ganz normal Trennung bei 300 und ich glaube 3000 mit NT3.

Bild

Oha, was ist das denn ? Loch bei 50hz weg und unterhalb von 100hz fast ohne Einbruch bis10hz runter ohne jegliche korrektur :shock: . Dafür tut sich ein Marianengraben zwischen 100-150hz auf. Das war vorher nicht so schlimm. Raumakustik ist echt fies...

Naja gut dachte ich das hör ich mir mal an also flux eine Korrektur gebastelt und probegehört.
Und ja da war der Bass den ich gesucht habe. Druckvoll und sauber vollkommen entschlackt. Genauso soll es sein. Auch der Hub der AL200 in der Concorde hielt sich trotz Mörderpegel noch sehr in grenzen. Es geht doch nichts über Membranfläche :mrgreen:
Hier mit Korrektur:

Bild

Aber irgendwas fehlte noch. Im Grundtonbereich war es etwas dünn. Ja da war ja noch dieser Marianengraben. Einbruch bei 100hz...Aber was tun ? Ich wusste das war eine Interferenz der Concorde mit Seiten und Rückwand. Also eine Auslöschung. Da war nichts zu holen.
Aber man könnte die Subs doch einfach mal etwas höher laufen lassen. Durch den quasi Wandeinbau gibt es hier keine Interferenz. Meine Sorge war nur wird man die Subs orten können ? Man soll ja möglichst unter 100hz bleiben damit Subwoofer nicht ortbar werden. Aber gut versuch macht klug.

Trennfrequenz mal auf 150hz erhöht mit NT3.
Hier die Rohmessung mit XOs

Bild

Ok die Moden bei 70-90hz werden jetzt noch stärker angeregt aber insgesamt bricht der F-Gang nicht mehr so stark ein bei 100-150hz. Zwar immernoch leicht aber das ist ja noch ohne Korrektur.

Mit Korrektur misst sich das dann so:

Bild

Na das sieht schon anders aus. Linear bis 20hz runter ohne Einbruch so soll es sein. Die Absenkung betrug hierbei ca. 5dB. Ich lasse gerne den MT-HT bereich etwas abfallen wie man auch gut sehen kann.
Ja und das hab ich dann erst mal ausgiebigst angehört. Mit meinem Perlskript hab ich auch die Möglichkeit die Filter in Echtzeit umzuschalten. Da kann man deutlich hören was bei der niedrigen Trennung fehlte im Grundtonbereich.

Was ich jetzt bewusst noch außen vor gelassen hab ist das Timealignment der einzelnen Treiber und Subs. In den korrigierten Messungen ist das Allignment schon mit drin. Das macht auch noch mal etwas aus vorallem bei den Trennfrequenzen.
Auf Ulis Homepage ist das eigentlich gut beschrieben einziger Pferdefuss ist vielleicht das finden des richtigen Impulses. Bei MT-HT kein Problem aber beim TT und vorallem beim Sub ist das nicht ganz ohne.

Hier mal ein Bild mit eingefügten Testdelays. Dabei werden die Treiber um einen bestimmten Wert verzögert um die einzelnen Impulse ausfindig zu machen und den versatz zu messen.
Hier eine Messung mit den Testdelays. Sub=0 Samples/TT 2000 Samples später / MT=3000Samples / HT=4000 Samples

Bild

Hier sieht man die ersten 0,3sec. Klar zu sehen der HT(der höchtse Impuls), 1000 Samples davor sieht man auch noch gut den MT. Wieder 1000 Samples davor kann man den TT noch gerade erahnen.
Aber wo zu Teufel ist der Sub ? Nach Adam Riese müsste der ja wieder 2000 Samples(oder 4000 vom HT aus gesehen) vorm TT sein.

Zoomen wir mal etwas rein.

Bild

Links dieser kleine Hubbel mit dem Nachschwinger ist der Sub, man achte auf die Skalierung :shock:. Ca 2000 Samples später kommt der TT und wieder ca.1000 Samples weiter kommt dann der MT(leider schon etwas abgeschnitten). Durch die Vergrösserung gar nicht mehr komplett im Bild ganz zu schweigen vom HT.

Also beim TT bzw. Sub muss man schon etwas genauer hinsehen. Hat man die Peaks mal eindeutig identifiziert ist es ganz einfach mit Ulis Timealignment Tool die einzelnen Delays herauszufinden.
Man sieht es schon daran das z.b. der TT nicht genau 2000 Samples nach dem Sub kommt. Bei mir waren es 2042 Samples. Also 42 Samples später. Das sind bei 44khz ungefähr 30cm was durchaus plausibel ist bei mir.

Hat man das durch sind die Treiber 100% auf den Hörplatz eingemessen. Stellt am jetzt irgendwas um geht das spielchen natürlich wieder von vorn los...

Naja und so hör ich jetzt. Der Bass spielt dabei absolut aus einem Guss. Durch die links-rechts Anordnung der Subs gibt es auch keine Probleme bei Stereo. Von Ortbarkeit keine spur. Ich könnte mir vorstellen das selbst bei einer höheren Trennung das so kein Problem ist. Aber so bin ich mehr als zufrieden.

So was kommt jetzt ? AGM 6.3... :cheers:

Hifidele Grüße

Udo
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Beitragvon Udor » 23.07.2011, 20:21

Moin, moin

Es hat sich mal wieder was getan in meinem Setup was ich euch nicht vorenthalten wollte.
Und zwar hatte ich Gert gebeten sich meine 8-Kanal Vorstufe mal anzuschauen.

Seine Antwort dazu kam auch prompt.

" ....sieht ganz gut aus aber da ist noch Luft nach oben..." war sein ungefährer wortlaut :oops:
Kurz gesagt, es war so einiges zu verbessern.

Ich habe mal zusammengefasst was alles umgebaut wurde.

- Die OPA2134 wurden durch LME49720 ersetzt.
- Die PGA2311 wurden durch PGA2310 ersetzt(dadurch kann der analog Part jetzt mit +-15V versorgt werden).
- Die Spannungsversorgung(analog und digital) auf LM317/327 umgerüstet. Der digital Part mit Shuntreglerschaltung für die 5V und der analog Part mit einem Netzteil von Michael(BM-Fan) für die +-15V
- Die analogen Versorgungsspannungen wurde zusätzlich noch mal von einander entkoppelt(an den Eingängen der OPs).
- Einsatz von BB634 Buffern hinter den PGAs mit integrierter Mutingschaltung.

Als erstes flogen alle 7905/7805 Regler und die Gleichrichter von den Platinen. Da wo vorher die Gleichrichter waren sind jetzt die 22Ohm Eingangswiderstände+330µF für die Abkopplung der Versorgungsspannungen. Die Regler wurden durch Drahtbrücken ersetzt(rechts im Bild).

Bild

Das Netzteil für die digitalen 5V hab ich auf Lochraster aufgebaut im prinzip genau nach Datenblattschaltung(die mit dem LM317) des TL431 Shuntreglers.

Bild

Für den analogen Teil kommt ein Netzteil von Michael zum einsatz. Glücklicherweise hatte Michael zufälligerweise noch 2 Platinen übrig die er mir bestückt und für einen kleine Obolus überlassen hat.
Gespeisst wird das Netzteil von einem kleinen 25VA Rinkerntrafo.

Bild

Man sieht eine ganze Batterie von PanaFCs mit mehrfacher entkopplung. Gert meint das so ähnliche NTs auch bei seinen AGMs zum einsatz kommen. Ich denke das da nichts mehr anbrennen kann.

Als letztes stand noch der einbau der Buffer 634 von Burr Brown an. Erst hatte ich kleine Platinen gebaut die Huckepack auf die PGA Boards kamen. Das funktionierte auch allerdings produzierten die Buffer einen
netten Bumm beim ausschalten der mir jedesmal fast die Memranen raushaute :shock: .

Gert hat mir dann noch eine kleine Mutingschaltung entworfen womit die Ausgänge der Buf634 auf masse gelegt werden sobald die Trafospannung wegfällt. Die Relais befinden sich dabei nicht im Signalweg.
Da auf den kleine Platinen kein Platz mehr für Relais etc. war hab ich noch mal alles neu auf einer großen gemeinsamen Platine aufgebaut.

Das hier war die erste Huckepack Version:

Bild

Hier mit muting Relais etc. alle Buffer auf einer Platine.

Bild

Bild

Damit war das Ausschaltproblem dann auch Geschichte. Gert sei dank :cheers:

Zum guten schluss noch ein Bild komplett eingebaut. Wird langsam eng in der Kiste...
Kabelmäßig sieht es noch etwas chaotisch aus. Eventuell gibts noch ein drittes Gehäuse
dann hab ich mehr platz und kann die Kabel noch etwas aufgeräumter verlegen.

Bild

So spielt das ganze jetzt zur vollsten Zufriedenheit. Klanglich war das noch mal ein ordentlicher Schritt nach vorne. Räumlichkeit und Präzision haben noch mal zugelegt. Im Bassbereich hatte ich sogar anfangs das Gefühl die ganze Anlage spielt noch eine Oktave tiefer wie vorher. Es klingt irgendwie runder mit mehr tiefgang aber trotzdem präzise und trocken.

An der Stelle möchte ich mich auch noch mal für Gert seine Geduld und vorallem tatkräftige Hilfe bedanken ohne die ich das nicht geschafft hätte. Auch möchte ich mich noch bei Michael, der mir unkompliziert die Platinen gelötet und zugeschickt hat, bedanken.

Danke Junx macht weiter so...

Hifidele Grüsse,

Udo
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Beitragvon Fortepianus » 24.07.2011, 14:19

Hallo Udo,

mein Glückwunsch zur gelungenen Modifikation!

Udor hat geschrieben:Kabelmäßig sieht es noch etwas chaotisch aus. Eventuell gibts noch ein drittes Gehäuse
dann hab ich mehr platz und kann die Kabel noch etwas aufgeräumter verlegen.

Never change a winning horse. Ich würde das genau so lassen, wenn es zufriedenstellend spielt.

Udor hat geschrieben:So spielt das ganze jetzt zur vollsten Zufriedenheit. Klanglich war das noch mal ein ordentlicher Schritt nach vorne. Räumlichkeit und Präzision haben noch mal zugelegt. Im Bassbereich hatte ich sogar anfangs das Gefühl die ganze Anlage spielt noch eine Oktave tiefer wie vorher. Es klingt irgendwie runder mit mehr tiefgang aber trotzdem präzise und trocken.

Das meinte ich mit "noch ein bisschen Luft nach oben" :cheers: .

Udor hat geschrieben:An der Stelle möchte ich mich auch noch mal für Gert seine Geduld und vorallem tatkräftige Hilfe bedanken ohne die ich das nicht geschafft hätte.

Gern geschehen! Es ist ja nicht alltäglich, dass man jemanden findet, der meine Vorschläge auch direkt in die Tat umsetzen kann. Wobei die Zahl derer hier im Forum ständig steigt (hallo Ulli, Bernd Peter und Co.).

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon Udor » 24.07.2011, 19:57

Fortepianus hat geschrieben:mein Glückwunsch zur gelungenen Modifikation!

Danke, danke das hört man gerne. :cheers:

Wobei die Zahl derer hier im Forum ständig steigt (hallo Ulli, Bernd Peter und Co.).

Ja, find ich auch gut so. Vor allem die Buffer scheinen sehr beliebt zu sein. Hat man doch so die Möglichkeit
Gutes für relativ kleines Geld noch besser zu machen.

Gruß Udo
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Beitragvon veloplex » 24.07.2011, 20:47

Hallo Judo,

Glückwunsch zu deiner Modifikation.

Mir ist im Zusammenhang mit Jörns Beitrag zum Zeitversatz der Treiber aufgefallen, dass du in deiner Beschreibung zur Ermittlung des Zeitversatzes den Tiefton um 2000 Samples verzögert hast und dann tatsächlich 2042 Samples gemessen hast. Es sieht auf den Bildern aus, als wären die Subs hinter deinen Lautsprechern aufgegellt. Wenn das so ist, müsste der Zeitversatz vom Sub zum Tieftöner nicht kleiner als 2000 Samples sein?

Ich will nicht kleinlich sein oder zu weit OT gehen. Es ist nur so, dass ich mich selbst gerade mit dem Thema beschäftige und da so meine Schwierigkeiten habe.

Gruß christoph
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