Christoph (MBL 116e)

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Christoph (MBL 116e)

Beitragvon tsaett » 26.08.2010, 20:01

Hallo zusammen,

mein Name ist Christoph, bin 21 jahre alt (ja, wirklich) und seit etwa 4 Jahren mit dem Hifi-Virus infiziert, mit dem Aktiv-Virus allerdings erst seit ein paar Monaten.

Ich habe derzeit leider nicht allzuviel Zeit, deshalb halte ich meine Vorstellung bewusst etwas kurz, bei Interesse kann ich aber gerne in nächster Zeit etwas ausführlicher werden. Mein Werdegang ist eigentlich schnell erzählt:

Von meinem Vater habe ich mit 17 eine alte Yamaha Vor/Endkombi (die dicke M-60), den passenden CD-Player und uralte JBL-Boxen geschenkt bekommen. Die habe ich dann bald gegen eine Canton LE 109 (glaub so hieß sie) getauscht und diese dann ein paar Monate später durch eine gebrauchte Canton SC-L.

Durch meinen Onkel konnte ich bald sehr günstig an einen Röhrenverstärker drankommen (Ballad TA-B1), welcher wirklich gut mit der Canton funktioniert hat. Diese Kombi hat mich dann auch eine ganze Zeit lang glücklich gemacht, bis ich (da war ich dann ca. 19) den CD-Spieler als limitierenden Faktor ausgemacht habe. Ich bin durch Zufall sehr günstig an einen Teac VRDS 25 gekommen, der mir bis vor ein paar Wochen regelmässig sehr viel Freude bereitet hat (besonders wenn die Metallscheibe hörbar auf die CD gefahren ist ;-) )

Ein Jahr später konnte ich mir dann (durch Ferienjobs und diszipliniertes Sparen) eine gebrauchte Sonus Faber Cremona beschaffen, die doch schon als "amtlich", gerade für einen 20jährigen bezeichnet werden kann.

Nach Röhrentuning bei Rainer Röder in Bonn wurde dann auch Verstärkerseitig aufgerüstet, aber so ein 900€ Verstärker hat auch irgendwann seine Grenzen, also musste ein neuer Verstärker her: Nach langer Händler-Odyssee (Ihr glaubt nicht, wie schwer es ist, als seriöser Kaufinteressent rüberzukommen, wenn man der Sohn des Händlers sein könnte...) habe ich mich dann für den Red Wine Audio 30.2 entschieden, der perfekt mit der Cremona harmonierte.

Mit dieser Kombi (Teac - RWA - Cremona) habe ich dann 2 Jahre zufrieden gehört, bis ein Umzug von meiner relativ großen Wohnung (in Bad Neuenahr-Ahrweiler) nach Bonn in eine wesentlich kleinere vor der Tür stand. (Ich habe sozusagen Franz umzingelt ;-) )

Die Cremonas waren eindeutig zu groß und mussten deshalb schweren Herzens gehen. Auch den Verstärker und den CD-Player habe ich verkauft und mir davon einen PS Audio PWD zugelegt.

Einige Zeit zuvor habe ich mich bei Herrn Krings ausführlichst über die Vorzüge der aktiven Technologie beraten lassen und hatte eh schon vor einiger Zeit vor, aktiv zu werden. Dies war jetzt die perfekte Gelegenheit, da ich den PWD als den idealen Spielpartner für aktive LS empfinde. (Ich werde mir, wenns denn endlich mal so weit ist, das Bridge-Modul besorgen, dass den PWD in einen Streamer verwandelt - Ich bin derzeit das Beta-Test-Programm am verfolgen.)

Jetzt versuche ich mal den Bogen vom IST- in den SOLL-Zustand zu schlagen:

- Ich möchte in Zukunft nur noch über Netztwerk Musik hören.
- Der PWD hat eine digitale Lautstärkeregelung, also gehe ich von da aus direkt in kompakte Aktiv-LS rein
- Ich bin sehr angetan von den Acourate-Möglichkeiten, habe aber dazu (später) einige Fragen

Ich höre (bis auf einige "Ausnahmen" wie Steely Dan, Pink Floyd u.ä.) ausschließlich Jazz, vorzugsweise mit Frauenstimmen (viele Skandinavische, aber auch Barber u.a.). Meine CD-Sammlung ist (noch) überschaubar mit ca. 200 CDs, deshalb werde ich das Rippen auch per Hand locker hinkriegen.

Derzeit bin ich auf der Suche nach ein paar neuen Lautsprechern (am besten natürlich geregelt), die
a) nicht zu teuer
und
b) nicht zu groß sein dürfen

Da ich mich schon recht umfassend hier im Forum eingelesen habe, ist mir natürlich die AGM 3.3 aufgefallen, die eigentlich perfekt für meine Anwendung wäre. Allerdings brauche ich weder einen internen Wandler, noch ein Streamer-Fach. Vielleicht lässt sich da eine "Custom-made-Variante" auf die Beine stellen? ;-)

Zu Acourate habe ich auch ein paar kurze Fragen (Ich stell sie einfach mal hier, wenns besser ins Korrektursysteme-Forum passt, bitte melden):

Ich weiß, hier wurde schon einiges diesbezüglich geschrieben, aber ich denke, meine Anwendung unterscheidet sich etwas von der gängigen Methode, da sich in meinem Setup kein PC befindet:
Ich müsste auf meiner NAS Acourate installieren, bzw. in die UPnP-Software irgendwie implementieren, so dass mein Netzwerkplayer auf die schon gefalteten Dateien direkt zugreifen kann (gesteuert per iPhone). Meine Frage ist jetzt: geht das in Real-Time oder muss ich sämtliche FLACs mit Acourate "vorbehandeln"? Wenn Real-Time möglich ist, bleibt die Frage nach der Auflösung: Stellt sich die Software automatisch um oder muss ich je nach Sampling-Rate ein neues Filter integrieren?

Tut mir leid, wenn meine Fragen irgendwo schonmal behandelt wurden, aber der Lesestoff hier ist wirklich sehr sehr umfangreich zu dem Thema. ;-)

Ebenfalls entschuldige ich mich im Vorfeld für die Unordnung in meiner Vorstellung, wie gesagt, ich habe im Moment etwas Zeitdruck, sonst hätte ich meinen Beitrag etwas besser geordnet.

Soviel von mir erstmal, hoffe auf viele hilfreiche Antworten.


Christoph
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Beitragvon Rudolf » 26.08.2010, 23:00

Hallo Christoph,

herzlich willkommen bei uns im Forum.

Oje, du musst ja mächtig Entzugserscheinungen haben, so ganz ohne Lautsprecher! Aber bei uns erhälst du bestimmt einige Anregungen, um aus dem Schlamassel wieder rauszukommen.

tsaett hat geschrieben:Da ich mich schon recht umfassend hier im Forum eingelesen habe, ist mir natürlich die AGM 3.3 aufgefallen, die eigentlich perfekt für meine Anwendung wäre. Allerdings brauche ich weder einen internen Wandler, noch ein Streamer-Fach. Vielleicht lässt sich da eine "Custom-made-Variante" auf die Beine stellen? ;-)

Das ist vielleicht gar nicht notwendig. Axel (Zeno Cosini) sucht ggf. einen Käufer für seine BM 4, siehe hier. Die wären sicherlich eher was für dein Budget als eine Custom-made AGM 3.3.

Meine Frage ist jetzt: geht das in Real-Time oder muss ich sämtliche FLACs mit Acourate "vorbehandeln"? Wenn Real-Time möglich ist, bleibt die Frage nach der Auflösung. (Stellt sich die Software automatisch um oder muss ich je nach Sampling-Rate ein neues Filter integrieren?)

Kommt wie immer drauf an. Realtime-Convolving geht mit Hardware-Convolvern wie z.B. dem Audiovolver oder serverseitig mit einem Software-Convolver wie dem Acourate VST-Convolver für Mediaplayer. In diesem Thema wird auch deine Frage nach automatischer Anpassung an unterschiedliche Auflösungen ausführlich diskutiert. Wenn alle Stricke reißen, kannst du natürlich immer noch Batch-Convolving (was bei 200 CDs keine wirkliche Herausforderung darstellt).

Übrigens: Acourate ist "nur" ein Tool zum Messen bzw. Erstellen der Filterdateien, das eigentliche Convolven findet andernortes statt.

Tut mir leid, wenn meine Fragen irgendwo schonmal behandelt wurden, aber der Lesestoff hier ist wirklich sehr sehr umfangreich zu dem Thema.

Die Mühe solltest du dir schon machen. Orientiere dich an den Themenüberschriften und bemühe zusätzlich die Suchfunktion.

Viel Spaß bei uns und halte uns auf dem Laufenden!

Viele Grüße
Rudolf
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Beitragvon tsaett » 27.08.2010, 17:30

Hallo Rudolf,

danke für die nette Aufnahme!

Ich denke aber, eine AGM ohne Digitalboard ist günstiger als eine mit. Das Streamerfach könnte ja ruhig ungenutzt dran bleiben, falls die Gehäusekonstruktion fest steht. Allerdings ist das alles ja reine Spekulation, ich werde mich mal mit Gert und Michael in Verbindung setzten, um etwas konkreter zu werden.

Was mein angepeiltes Korrektursystem betrifft, wollte ich auf jeden Fall softwarebasiert bleiben.

Meiner Meinung macht es keinen Sinn, die (mit einem guten Wandler) bereits gewandelten Daten nochmals A/D zu wandeln, zu korrigieren und dann wieder D/A zu wandeln. Ich bezweifle nämlich, dass der Wandler in einem Audiovolver/Lyngdorf mit dem PS Audio mithält (auch wenn ich den Beiden eine sehr gute Wandlung zuspreche).

Also würde ich gerne nach dem Motto "less is more" die Daten auf dem NAS bereits falten. Allerdings hapert es bei mir noch etwas beim Verständnis, wo und wie das passieren soll (z.b. brauche ich m.M.n. kein Foobar/JRiver für meine Anwendung oder?!) Ich denke aber, ich werde hierfür nochmal ein separates Thema im passenden Unterforum eröffnen.

Ich hoffe aber auf weitere Anregungen, obwohl in meinem Kopf das "Grundgerüst" schon feststeht. :D

Viele Grüße

Christoph
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Beitragvon aktivposten » 27.08.2010, 17:40

Hallo Christoph,

tsaett hat geschrieben:Meiner Meinung macht es keinen Sinn, die (mit einem guten Wandler) bereits gewandelten Daten nochmals A/D zu wandeln, zu korrigieren und dann wieder D/A zu wandeln....

Es ist kein Problem vom NAS/Streamer digital "durch" den Audiovolver zu gehen und dahinter erst deinen Wandler einzusetzen.

Gruß
Holger
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Beitragvon tsaett » 27.08.2010, 18:16

Hallo Holger,

das ist schon richtig, bzw. war mir bewusst, allerdings ist mein Wandler zugleich Streamer und greift also direkt per Ethernet auf meine NAS zu (und das auch noch mit einer wie ich finde sehr innovativen Technik ("Digital Lens")).

Gruß
Christoph
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Beitragvon Rudolf » 27.08.2010, 22:21

Hallo Christoph,

Was darf ich mir denn unter einer "Digital Lens" vorstellen? Die Antwort kannst du auch gerne in das zugehörige Thema PS Audio PerfectWave Transport / PerfectWave DAC schreiben.

Viele Grüße
Rudolf
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Beitragvon Fortepianus » 28.08.2010, 00:24

Hallo Christoph,

herzlich willkommen hier! Ich fürchte, Dir geht es im ersten Anlauf hier ähnlich wie beim Händler:

tsaett hat geschrieben:Ihr glaubt nicht, wie schwer es ist, als seriöser Kaufinteressent rüberzukommen, wenn man der Sohn des Händlers sein könnte...

Dass Rudolf Dir Axels BM4 verkaufen möchte, damit Axel sich eine AGM 3.3 kaufen kann, finde ich ja sehr löblich, aber mir kommt es so vor, als wärst Du nicht der typische Neuling, der sich erst mal was Anständiges verdienen muss - Deine musikalische Vorliebe

Ich höre (bis auf einige "Ausnahmen" wie Steely Dan, Pink Floyd u.ä.) ausschließlich Jazz, vorzugsweise mit Frauenstimmen

ist ungewöhnlich für Dein Alter. Das macht mich hellhörig. Auch ist der von Dir verwendete Audio PS PWD ja ein ziemliches Pfund. Allerdings: Wenn Du mit einer AGM 3.3 liebäugelst, würde ich mir gut überlegen, ob ich auf den eingebauten Wandler verzichten wollte. Natürlich können wir die Karte rausmachen, das ist explizit so vorgesehen, dass die Box auch ohne die DA-Platine spielt. Es macht die 3.3 aber nicht um so viel billiger, wie ein PWD kostet. Wenn Du sowieso vorhast, nur digital per Netzwerk zu agieren, gibt es eigentlich keine bessere Lösung als über den eingebauten Wandler zu gehen. Er ist exzellent - aber das würde ich an Deiner Stelle durch einen Test bei Dir zuhause selbst rausfinden wollen. Michael ist öfter in Bonn (bei Krings), kontaktiere ihn doch bei Bedarf einfach per PN.

Übrigens: Deinen Teac VRDS 25 mag ich sehr. Der Wandler und die Analogabteilung sind deutlich verbesserungsfähig, aber das Laufwerk ist erste Sahne. Ich habe den Vorgänger VRDS-7, auch das ist ein ansehnlicher Panzerschrank. Ich habe dort alles rausgeworfen, was mit Wandler und analog zu tun hat, eine höchst präzise Zeitbasis installiert, ein extra Netzteil mit aufwändigster Stabilisierung speziell für die Zeitbasis eingebaut, und sonst noch alles mögliche gemacht, was mir so einfiel. Es war das bis dahin beste Laufwerk, das ich hatte. Aber es hat keine Chance gegen einen einfachen Netzwerkplayer :cheers: .

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon tsaett » 28.08.2010, 02:48

Hallo Gert,

schön, wenn ich trotz meines Alters als ernstzunehmender "Gesprächspartner" durchgehe, ich hätte mein Alter auch verschweigen können, habe es aber absichtlich erwähnt.

Mir ist klar, dass die D/A Platine nicht den Gegenwert eines Pwd bietet, aber da ich überaus überzeugt von der verwendeten Technik bin (besonders wegen I2S und der Digital Lens + die Vorverstärkerfunktion und die zahlreichen digitalen Eingänge) möchte ich auf jeden Fall an dem PS festhalten. Ich werde demnächst mal meine Erfahrungen mit diesem tollen Gerät erläutern.

Vielleicht kannst du mir ja (oder Michael) per PN ein paar Infos bezüglich derAGM schicken (besonders interessiert mich natürlich der ungefähre Preis für meine Anwendung). Ich habe vor ca. einem Monat Kontakt mit Ralph bzgl. einer 202 aufgenommen (Hallo Ralph ;-) ) , aber erst später von der AGM 3.3 erfahren.

Da ich bei Herrn Krings B&M mit Silbersand vergleichen konnte, habe ich schnell gemerkt, dass der "Silbersand(nicht)klang" eher meinen Geschmack trifft. Deshalb habe ich zwar das Angebot mit der BM 4 zur Kenntnis genommen, es steht aber erstmal hinter der AGM 3.3 an (natürlich bis ich sie bei mir gehört habe, konnte leidet zeitlich nicht nach Zweibrücken fahren).

Ich würde mich freuen von Dir zu hören, vor allem weil ich von deiner Kompetenz vollkommen überzeugt bin!

Meine Streamingfragen haben sich (fürs erste) erledigt, schön, dass meine Vorstellung realisierbar ist.

Ich hoffe auf noch mehr Feedback. :-)

viele Grüße

Christoph
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Beitragvon Fortepianus » 28.08.2010, 12:12

Hallo Christoph,

tsaett hat geschrieben:Vielleicht kannst du mir ja (oder Michael) per PN ein paar Infos bezüglich der AGM schicken.

Eben habe ich mit Michael telefoniert, er wird Dich heute per PN kontaktieren.

Viele Grüße
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Beitragvon BM Fan » 02.09.2010, 08:49

Hallo Freunde,

bei meinem Besuch bei Christoph hatte ich Gelegenheit seine bevorzugte Musik zu hören. In seiner Vorstellung schreibt er ja, dass er vorzugsweise Jazz mit Frauenstimmen hört. Ich muss gestehen, dass mir erstmal nicht viele Frauenstimmen eingefallen sind. :oops: Er hatte mich auch direkt in die Schwermetaller-Ecke geschoben, dank Gert und Axel.

Die erste CD, die Christoph aufgelegt hat, machte mich schon hellhörig. Das war etwas, was ich mal so gar nicht gekannt habe. Ich möcht jetzt jedoch nicht alle CDs kommentieren, das soll Christoph vorbehalten sein, indem er seine Schätze bei den Musikempfehlungen vorstellt. Die Aufnahmen waren durchweg super. Die Instrumente hatten Luft, wurden schön körperhaft wiedergegeben, und Stimmen waren absolut stressfrei und natürlich. Das fiel mir besonders auf als ein Stück von Patricia Barber (ja, Freunde, die Dame kenne sogar ich :mrgreen: ) aufgelegt wurde, bei dem man genau gehört hat, wie man ihr künstlichen Raum mit enormen Hall gegeben hat.

Diese kleine Auswahl an Musik war auch deswegen interessant, weil Christoph zu jeder CD etwas sagen konnte. So, nun genug des heiss machens. Eigentlich wollte ich Christoph hierdurch nochmals motivieren seine Musik auch hier im Forum vorzustellen, denn ich bin davon überzeugt, dass die auch bei Euch Anklang finden wird. Also Christoph, wenn es deine Zeit erlaubt, stelle uns etwas von diesen Künstlern hier im Forum vor. Mir hat die Musik sehr gut gefallen.

Deinem DAC von PS Audio solltest Du auch noch mal genauer vorstellen. Die Möglichkeiten, die dieses Gerät bietet, sind genial.

In diesem Sinne
Gruß
Michael
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Beitragvon Marco A. » 02.09.2010, 09:39

Hallo Christoph,

willkommen hier im Forum. Schön ein weiteres Mitglied aus Bonn zu sehen. :cheers:

Ich finde es klasse dass du mit 21 Jahren solch einen Hörgenuss schätzt. Bei mir hat es leider deutlich länger gedauert diese Richtung einzuschlagen. Ich habe mich leider viele Jahre mit Endstufen und passive Lautsprecher gequält. :o

Ich habe gelesen dass du zurzeit gar keine Lautsprecher hast. Vor kurzen habe ich ein paar optisch ramponierte B&M Omega gekauft, die aber einwandfrei spielen. Diese LS werde ich irgendwann mal wieder fit machen lassen, aber derzeit stehen sie nur ungebraucht in der Ecke. Wenn du möchtest, kannst du sie gerne geliehen (verkaufen möchte ich sie nicht) haben.

Mit besten Grüßen
Marco
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Beitragvon Franz » 02.09.2010, 11:35

Hallo Christoph,

auch von mir ein herzliches Willkommen in der Runde. Der Bonner Raum füllt sich ja zunehmend, fein. Falls du mal Lust hast auf einen Abstecher nach Meckenheim-Merl, wo ich wohne, nur zu. :cheers:

Bei mir gibt's Silbersand FM 501 MK II zu hören. Deine PS Audio Perfect Wave interessiert mich auch. Habe schon sehr viel Positives darüber gelesen. Kannst ja mal mitbringen. :D

Gruß
Franz
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Beitragvon Rudolf » 02.09.2010, 19:23

Hallo Michael,

BM Fan hat geschrieben:Ich muss gestehen, dass mir erstmal nicht viele Frauenstimmen eingefallen sind. :oops:

ich nehme an, dir ist spontan diese Dame hier eingefallen:

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Da wird es höchste Eisenbahn, dass du mit der Zeit gehst. Insofern finde ich deinen Vorschlag hervorragend:

Also Christoph, wenn es deine Zeit erlaubt, stelle uns etwas von diesen Künstlern hier im Forum vor. Mir hat die Musik sehr gut gefallen.

Was Christoph dankenswerterweise umgehend getan hat: Christoph's Musen

:cheers:
Viele Grüße
Rudolf
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Beitragvon tsaett » 09.09.2010, 22:14

Hallo Zusammen,

leider kommt meine Antwort eine Woche zu spät, einige blöde Dinge sind dazwischen gekommen. (Ich hatte meinen Beitrag eigentlich letzte Woche schon fertig, aber als ich ihn abschicken wollte, sollte ich mich "nochmal anmelden" und der Beitrag war futsch - blöd gelaufen.)

Danach war ich auch noch 5 Tage krank und so komme ich also erst jetzt zum Schreiben. Mein ursprünglicher Beitrag war etwas umfangreicher, aber ich versuche trotzdem nichts zu vergessen:

Letzte Woche Mittwoch war Michael bei mir - den ich übrigens schon vor einigen Wochen (oder Monaten?) bei Johannes Krings getroffen hatte - wie klein doch die Welt ist. Im Gepäck hatte er die AGMs.

Wir bauten Sie im Hörraum meines Vaters auf, der sich in der selben Straße wie meine Wohnung befindet, da ich gerade innerhalb meines Hauses am umziehen war. Der Raum ist ca. 20 qm groß und entspricht so ziemlich meinem zukünftigen Hörraum. Die Anlage sah nun folgendermaßen aus:

Lua Appassionato -> Digital in den PS Audio PWD -> per XLR an die AGM

Der Hörtest fand in einem Zeitfenster von ca. 2 Stunden statt, da Michael noch einen Termin bei einem Schreiner in Bonn hatte - wegen den neuen Gehäusen (davon ca. 1 Stunde hören, den Rest haben wir verquatscht ;-) ).

Wir fingen an mit Olivia Trummer (die ich bereits hier vorgestellt habe). Das erste, was mir auffiel, war eine unglaubliche Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, mit der die AGMs Musik spielten. Man kann hier von Auflösung, Raumabbildung oder Dynamik sprechen, für mich stellten sich diese Fragen aber gleich von Anfang an nicht mehr. Die AGMs machten für mein Verständnis von Musikwiedergabe nichts falsch, aber so ziemlich alles richtig - und das eben mit dieser "auffallend unauffälligen" Leichtigkeit. Es kam mir vor, als schüttelten die AGMs die Musik gerade so locker aus dem Ärmel. Von einem zu schwachen Bass oder eines heraushörbaren Bändchens habe ich nichts bemerkt, da ich aber die Urteilsfähigkeit meiner Vortester nicht in Frage stelle, muss es sich um Raumprobleme gehandelt haben.

Alle oben genannten Attribute zogen sich durch alle weiteren CDs, leider ist meine "Klangbeschreibungsfähigkeit" nicht sehr gut, deshalb sollte euch folgender Schlusssatz genügen, um die Qualitäten der AGM eingrenzen zu können:

Die 3.3 werden meine zukünftigen Lautsprecher. Nicht heute und nicht morgen, aber bald.
(Der Vergleich mit der "kleinen 701" ist übrigens gar nicht weit hergeholt. ;-))

Als Abschluss habe ich noch eine kleine Geschichte, die sich während dem Hörtest abspielte, zu erzählen:

Mein Vater kam gegen Ende vorbei, um sich mal anzusehen, was da bei ihm so los war. Seine Kette besteht aus dem Appassionato, einem Lua Sinfonia und 2 KEF Reference 203 + nen alten Thorens. Er war natürlich neugierig (auch nach den Geschichten, die ich ihm im Vorfeld erzählt hatte) und wollte sich selbst ein Bild machen. Er schob eine Live-CD von Al Jarreau rein und hörte sich das ausgesuchte Stück bis zum Ende an. Gegen Ende stand er ohne ein Wort auf, griff aus dem Regal nach Patricia Barber live und spielte "Norwegian Wood". Hier bekam er nur die Frage "bis wie tief spielen die denn?" heraus und bekam als Antwort ein trockenes "16Hz" von Michael zurück. Als das Stück zu Ende war, entgegnete er nur "hört man."

Als mein Vater daraufhin den Raum wieder verließ, sagte er nur "dann werdet euch mal einig". Ich erzähle das nur, weil diese Reaktion mehr Lob in sich vereint, als alle Klangbeschreibungen, da er eigentlich nichts auf seine Anlage kommen lässt - aber dieses digitale und röhrenlose Setup hat gerade einfach mal sein Weltbild zerstört.

Jedenfalls ein Riesenlob an Michael und Gert - Ihr habt meinen Traumlautsprecher gebaut. Und natürlich vielen Dank an Michael für seine Zeit - es wird sich aber auszahlen für dich. ;-)

Soviel erstmal von mir, ich überleg mir schonmal, wie ich meinen PWD am besten vorstelle...

Viele Grüße

Christoph
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Beitragvon Fortepianus » 10.09.2010, 06:54

Hallo Christoph,

tsaett hat geschrieben:leider kommt meine Antwort eine Woche zu spät, einige blöde Dinge sind dazwischen gekommen. (Ich hatte meinen Beitrag eigentlich letzte Woche schon fertig, aber als ich ihn abschicken wollte, sollte ich mich "nochmal anmelden" und der Beitrag war futsch - blöd gelaufen.)
Danach war ich auch noch 5 Tage krank und so komme ich also erst jetzt zum Schreiben.

hoffentlich bist Du wieder vollständig genesen. Ist ja alles sehr ärgerlich, aber für mich kommt Dein Beitrag genau zur richtigen Zeit. Ich will gleich erklären, warum. Aber erst mal vielen Dank für all die lobenden Worte.

Ich habe da doch gerade diesen Techniktalk vom Zaun gebrochen, in dem ich erzähle, was so ein Lautsprecherchassis alles an Schweinereien bereit hält, wenn man nichts dagegen macht. Die Reaktionen gehen von "Naja, mickrige Effekte, kann man ja kaum messen (Uli)" über "weiter so (auch Uli et. al.)" und "wow (Kai)" bis "erzähl mal, wie das klingt (Franz)". Franz, die Mischung aus Sensorregelung, Stromgegenkopplung und hemmungslosem Überdimensionieren klingt so:

tsaett hat geschrieben:Das erste, was mir auffiel, war eine unglaubliche Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, mit der die AGMs Musik spielten. Man kann hier von Auflösung, Raumabbildung oder Dynamik sprechen, für mich stellten sich diese Fragen aber gleich von Anfang an nicht mehr. Die AGMs machten für mein Verständnis von Musikwiedergabe nichts falsch, aber so ziemlich alles richtig - und das eben mit dieser "auffallend unauffälligen" Leichtigkeit. Es kam mir vor, als schüttelten die AGMs die Musik gerade so locker aus dem Ärmel.

Wenn man sich die Mühe gemacht hat, den Chassis ihr Eigenleben abzugewöhnen, ist nach meiner Erfahrung ein hörbarer Effekt, dass man den Lautsprecher selbst nicht mehr wahrnimmt. Ich weiß nicht, ob Du das probiert hast, aber auch, wenn man aus dem Sweet Spot rausläuft, bricht die Bühne nicht zusammen. Bei den meisten Passivkonstruktionen klebt das Klangbild sofort auf dem Lautsprecher, dem man näher steht. Das Gehör kann zwar die vielen kleinen Eigenarten eines Chassis nicht aufdröseln, aber in der Summe ist es das, was für das Gehör ein typischer Lautsprecherklang ist. Und den ortet das Gehör genau auf dessen Schallwand. Gewöhnt man dem Lautsprecher das Eigenleben ab, wird er transparant - man nimmt ihn nicht mehr wahr, die Musik löst sich von ihm ab und steht im Raum.

Ganz besonders freut mich natürlich das:

tsaett hat geschrieben:Die 3.3 werden meine zukünftigen Lautsprecher. Nicht heute und nicht morgen, aber bald.

Ich freue mich nicht nur darüber, dass wir unser erstes Paar Lautsprecher verkauft haben - ganz besonders freut mich, dass wir mit Dir Nachwuchs im Forum bekommen, der so früh schon auf eine vollgeregelte Aktive setzt. Die meisten von uns hier haben auf dem Weg dahin erheblich Lehrgeld liegen lassen. Für die Neugierigen: Es wird in ca. 2 Monaten soweit sein - da wollen wir das nächste Pärchen fertig haben, und bis dahin wollten wir den Lautsprecher eben noch. Was sollte denn Michael sonst mitbringen zu Winfried :D .

tsaett hat geschrieben:Jedenfalls ein Riesenlob an Michael und Gert - Ihr habt meinen Traumlautsprecher gebaut.

Danke, sowas ist uns ein Ansporn, weiter zu machen.

Viele Grüße
Gert
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