Bernd Peter (Dynaudio Focus 60 XD)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon Bernd Peter » 07.03.2018, 13:07

Hallo Andi,

volle Zustimmung.

Deshalb habe ich mir in der Zwischenzeit eine brauchbare Intel NIC RJ45 besorgt.

Hoffe allerdings, daß ich noch eine LWL Karte finde, die ohne Aussetzer läuft.

Gruß

Bernd Peter
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Beitragvon Salvador » 07.03.2018, 13:12

Hallo Bernd,

ist dann denn nicht auch auf der LWL-Karte die Güte der Clock und eine saubere Spannnungsversorgung entscheindend, womöglich sogar entscheidender? Sonst überträgt man galvanisch getrennt und sauber ein verjittertes Signal (im Vergleich zu einer sehr hochwertigen Netzwerkkarte wie z.B. der JCAT Femto)?

Beste Grüße,
Andi
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Beitragvon chriss0212 » 07.03.2018, 13:20

Hallo Andi

Ich benutze ein ungeschirmtes Patchkabel als direkte Point to Point Verbindung... funktioniert wunderprächtig!

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon v_erich » 07.03.2018, 13:43

Ebenso, ein Cat6 UTP in 30cm Länge hier.

Gruß,
Erich
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Beitragvon Bernd Peter » 07.03.2018, 13:43

Hallo Andi,

natürlich, die LWL Karte steckt ja bei mir ebenfalls in dem Zwischenadapter von PCIe auf PCI und ist damit unabhängig vom Mainboard.

Ein höherwertiges Clocksignal hat auch noch nie geschadet, allein ich habe dafür keine "Zeit".

Gruß

Bernd Peter

PS: die Übertragung per LWL und einem akkuversorgten TP-LInk zwecks Umsetzung auf RJ45 hat mir bei meinem Win PC mit Dante bisher am besten gefallen. Hohes Detailreichtum (das bekannte Klingeln des Telefones bei 0.45 (Lady be good) kommt schön durch) in einem so angenehm präsentierten Klangbild.
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Beitragvon Bernd Peter » 13.03.2018, 12:23

Hallo,

beim Audio PC hat man ja sehr bald verstanden, daß es wohl besser ist, wenn die Soundkarte außerhalb des PCs arbeitet.

USB, Firewire und Netzwerk werden dabei als Anschlußverbindung verwendet.

RME hat sich 2001 dafür u.a. den Cardbus ausgeguckt und das als HDSP (High Definition Sound Performance) bezeichnet.

Mit Direct Memory Access (DMA) und Bus Mastering bekommt man niedrige Latenzen, die Daten werden ohne Umweg über den Prozessor direkt in den Speicher geschrieben, wodurch die Ausführungsgeschwindigkeit laufender Programme dort nicht beeinflusst wird.

Zudem erfolgt die Spannungsversorgung der eingesteckten Cardbuskarte vom externen RME Gerät.

So weit, so gut. Keine schlechten technischen Voraussetzungen.

Es sind aber seither doch einige Jahre vergangen und gerade die neuere Dantetechnik kann den Hifi Liebhaber schwer begeistern.

Warum nicht zum Vergleich zur aktuellen Hörsituation ein Thinkpad T61 mit Cardbuseingang, Server 2016, JRiver, JPlay und dem RME Digiface aufbauen? RME bietet selbst nach über 15 Jahren noch aktuelle Treiber für die neuesten Betriebssysteme an, das nenne ich mal "echten" Support.

War zwar eine kleine Fleißübung, sich mal wieder durch die RME Software zu kämpfen, aber so bleibt man fit. Das Routing dabei vom HDSP Eingang des Digiface direkt auf den S/PDIF Ausgang, alles andere stillgelegt.

Wichtig war ferner, vom RME Schaltnetzteil auf eine moderne Akkuversorgung mit LiFePO4 4s wechseln zu können. Das funktionierte bestens, da im Digiface keine stromfressende analoge Ausgangsplatine verbaut ist.

Anfangs hat es mich klanglich nicht sonderlich angesprochen, allerdings durfte ich feststellen, daß sich veränderte Einstellungen beim Softwareplayer und der Soundengine sehr deutlich bemerkbar machten.

Die Übertragungsstrecke selbst scheint also wenig Einfluß zu nehmen, was nur gut sein kann.

Am Schluß meiner Bemühungen hat sich ein gutes, sehr angenehmes Klangbild eingestellt, was ich bei diesem "HiFi Oldtimer" so nicht erwartet hätte. Da wäre sicher noch was rauszuholen, wenn ich mir nur die Spannungsregelung auf dem Board anschaue.

Irgendwie ein bißchen schade, daß diese Übertragungstechnik sich still und heimlich im HIFi Bereich verabschiedet hat.

War eben nicht konsequent auf diese Ansprüche weiterentwickelt worden.

Gruß

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Beitragvon Bernd Peter » 13.03.2018, 18:05

Hallo,

so schaut das dann aus, auf dem Thinkpad T61 läuft der Minimserver und JPlayStreamer, Treibersoftware ist Hammerfall DSP von RME. Steuerung über einen 2ten PC über LAN oder per WLAN über Tablet mit Kinsky usw.:

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Gruß

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Beitragvon Bernd Peter » 17.03.2018, 14:00

Hallo,

wie schrieb einst Udo (Udor):

http://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?f=6&t=1586&start=15

Das X31 war/ist dabei Player+Convolver für die 8 Kanäle in einem. Von da aus geht es direkt über die RME eigene Cardbus Schnitstelle in die Multiface.
Kein S/PDIF, kein Firewire, kein USB. Meiner Meinung nach die sauberste Art und Weise, die Daten aus dem Notebook zu bekommen.


da hat er wohl recht. Warum?

Daten vom PC zu einer externen Soundkarte zu schicken, hat so seine Eigenheiten.

Wie gut verstehen sich Sender und Empfänger, wie unterbinde ich den Potentialausgleich zwischen PC und Soundkarte?

In der einfachsten Variante schickt ein Chip auf dem PC Mainboard die Daten ab.

Viel besser wird es, wenn durch eine fast permanente Synchronisation der Leitung der Datenfluß äußerst konstant ankommt.

Noch besser wäre es natürlich, wenn Sender und Empfänger komplett aufeinander abgestimmt sind, sich quasi von Haus aus kennen und der Sender außerhalb des PCs getrennt von dessen Steuerung arbeitet.

Und warum nicht noch zusätzlich die beiden Chips getrennt vom PC in einem Stromkreis betreiben?

Und damit es perfekt wird, diesen Stromkreis mit einem Akku betreiben, so daß nichts Unerwünschtes vom PC über die Signalleitungen zur Soundkarte rüberwandern kann.

So sieht das bei HDSP dann aus:

Eine geöffnet Cardbuskarte von RME, die versorgt mit Akkuspannung vom RME Digiface, sich die Daten direkt vom PCI Bus des Notebooks holt und dann mit Hilfe eines FPGA zum Transport Richtung Digiface bereitstellt.

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Das gleiche gibt es als PCI Steckkarte, hier kommt die Versorgungsspannung dummerweise vom PC:

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Im Digiface sitzt dann ebenfalls ein FPGA zur Übernahme der Daten und zur Umsetzung in ein Musiksignal.

Warum ist diese Übertragungstechnik bei mir so in Vergessenheit geraten?

Ganz einfach: Als ich damit arbeitete, steckte das Originalschaltnetzteil von RME im Digiface. Dazu kommen heute beim Notebook Thinkpad T61 noch SSD, JPlay Streamer, Minimserver und das BS Server 2012 Mini VHD.

Fazit: Es muss nicht HDSP sein, aber die Übertragung vom PC aus sollte vorgenannte Merkmale aufweisen, wenn sie denn als highfidel gelten will.

Gruß

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Beitragvon Bernd Peter » 18.03.2018, 12:39

Hallo,

was kann man mit so einer Oldtimerzusammenstellung erzielen?

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Das bisher reinste Klangbild in bezug auf Durchhörbarkeit und Tonalität in meinen Versuchsaufbauten.

Meine These dazu: Die Übertragungsstrecke zwischen PC und Focus 60 XD zeigt neutrales Verhalten, die klanglich nun wichtigen (weil schön heraushörbar) Einstellungen im Notebook sind weder beim BS, Streamer noch Treiber überreizt.

Ich vergleiche das mit der Schallplatte. Vielleicht klingt die auch so gut, weil das Tempo gleich bleibt?

Gruß

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Beitragvon music is my escape » 18.03.2018, 15:43

Hallo Bernd Peter,

spannende Geschichte!

Grüße,
Thomas
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Beitragvon Bernd Peter » 18.03.2018, 16:28

Hallo Thomas,

spannend, weil die Zuführung der Daten vom Ausgabepunkt des PC bis zum Ort der Musiktaktung im DDC eine weit größere Rolle spielt, als bisher angenommen.

Nette Grüße

Bernd Peter
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Beitragvon Hans-Martin » 18.03.2018, 18:25

Hallo Bernd Peter,
ich glaube, man muss sich von der Vorstellung verabschieden, eine serielle Musikinformation in den DDC zu laden und dieser mache das Timing ein für alle Mal perfekt, das scheitert letztlich an dem begrenzten Pufferspeicher, dessen Ladung von einer PLL kontrolliert wird. Damit wird der hereinkommende Jitter zwar reduziert, aber nicht beseitigt. Ich denke, derartiges Verhalten kennen wir von Benchmark DAC1 und anderen DACs mit Upsampling-Eingangsstufe, Reclockern (Apogee BigBen, Mutec MC-3+, auch kaskadiert) und Jitter-Filtern aller Art.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon taggart » 18.03.2018, 19:20

Hans-Martin hat geschrieben:... das scheitert letztlich an dem begrenzten Pufferspeicher, dessen Ladung von einer PLL kontrolliert wird.

Hallo Hans-Martin,
ja richtig, die Praxis hat uns ja oft gezeigt, dass es - auch wenn man es anders erwartet hätte - Unterschiede von verschiedenen Quellen zu hören waren. Nur verstehen kann ich das bis heute nicht wirklich. Und auch wenn, wie du schreibst, die Ladung durch eine PLL (also wohl eher schlecht) kontrolliert wird, müsste selbst das doch egal sein. Denn das eigentlich Entscheidende sollte doch sein, dass - solange ausreichend Daten im Speicher vorhanden sind - diese bei Entnahme perfekt getaktet werden.
Nur scheint es nicht so zu sein ...

Gruß, Christoph
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Beitragvon Bernd Peter » 18.03.2018, 19:30

Hallo Hans-Martin,

wie du es schon ansprichst, über das Thema Pufferspeicher (Typen, Beschaffenheit, Leistungsfähigkeit) und die jeweilige Arbeitsweise wissen wir - leider - noch recht wenig, obwohl eigentlich jeder den Begriff kennt.

Mir ist bei den letzten Geräteaufbauten eines recht deutlich aufgefallen:

Wenn die Übertragungsstrecke vom Ausgang/PC zum DDC technisch nicht sonderlich gut gelöst ist und damit eine Art Störnebel/Verklebtheit der Töne im Klangbild wahrzunehmen ist, werden bei den Einstellungen im PC fast automatisch "schärfere" Werte genommen, um diesen Ungereimtheiten entgegenzuwirken.

Im Ergebnis wird das Klangbild zwar oft detail-/kontrastreicher, aber gleichzeitig wirkt es irgendwie künstlich/unstimmig.

Seit gestern Abend würde ich sagen: besonders auffällig, wenn USB im Spiel ist.

Gruß

Bernd Peter
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Beitragvon Hans-Martin » 18.03.2018, 23:18

Wenn von so vielen Seiten über einen längeren Zeitraum so widersprüchliche Berichte vorliegen, könnte man die Forderung aufstellen, dass die Lehrbücher von ihren vereinfachenden Vorstellungen zu einer differenzierenderen Darstellung der Dinge übergehen.
Die richtigen Daten im richtigen Timing, das scheint einleuchtend so einfach, und ist in der Praxis doch offenbar so fern vom quick&easy erreichbaren Optimum.
Das erscheint immer noch weiter steigerungsfähig, wie die Praxis beweist...
Grüße Hans-Martin
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