Jürgen (Zingali Client Name Evo 1.5, u.v.a.m.)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon cay-uwe » 09.12.2017, 07:33

shakti hat geschrieben:warum sollte man einer JL 3 nicht gleich alles "richtig" machen....

Die JL3 verbastelt man nicht so einfach, zu teuer für Röhrenspiele ohne sachkundige Hand des Herstellers.

Gruss

Juergen


Ich habe schon so einiges gesehen, wo einfach mal, weil es auf den Oktal-Stecker passt, Röhren getauscht wurden, weshalb ich hinterfragte :wink:
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Beitragvon CATfriend » 10.12.2017, 12:33

Hallo,
meine Erfahrung und eine Bemerkung von mir zu: "Ohne sachkundige Hand des Herstellers".                                       
Ich hatte in den letzten Jahren bei dem Deutschland-Distributor für Convergent Audio "Bold high end Vertrieb", bei dem ich meine CATs und weitere hochpreisige Geräte neu gekauft hatte, zigfach nachgefragt, welche Umbaumaßnahmen im Detail nötig sind, um die  KT 150 optimal zu betreiben. 
Wenn Herr Bold dann mal antwortete, weil ich ihn wegen der ausbleibenden Information mehrmals anmahnte, eierte er mit seinen Aussagen immer herum. Ich bekam von ihm keine verwertbare Auskunft. Er war nicht in der Lage oder hatte es nicht nötig, trotz vielfachem Nachfragen eine Information zu liefern. Der Bold Vertrieb ist bei mir unten durch.
Darauf hin telefonierte ich mit diversen Firmen, die Reparaturen, Modifikationen und Tuningmaßnahmen an Röhrengeräten anbieten. Einige Anbieter fertigen und verkaufen auch eigene entwickelte Röhrengeräte. Ich dachte, die sollten es ja auch wissen!!
Nach der Schilderung meines Vorhabens bekam ich überwiegend die Antwort: KT 150 rein und Musik hören. Weitere Umbauarbeiten sind nicht nötig. Sonstige kuriose Aussagen, die ich durch Nachfragen erhielt, erspare ich mir, um die begnadeten Lötkolbenschwinger nicht in einem all zu schlechten Licht darstehen zu lassen. Ken Stevens lieferte mir dann letztendlich die Information.
Da wundert es mich nicht, dass allzu leichtgläubige Musikfreunde, eventuell auch durch Falschinformationen, einfach mal ihren Verstärker mit Röhren vergewaltigen, die dort nicht funktionieren können, nur weil sie in den Oktal-Sockel passen. 
Viele Grüße
Ulrich
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Beitragvon shakti » 11.12.2017, 01:27

@Ulrich

"Ohne sachkundige Hand des Herstellers"

ich habe an dieser Stelle bewusst Vertriebe, Händler, Tuner und sonstige Spezialisten rausgelassen.

an Röhren dieser Qualität darf man halt nur den Entwickler / Hersteller ranlassen....

Viel Spass mit den neuen Roehren!

Gruss
Juergen
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Beitragvon cay-uwe » 11.12.2017, 13:19

CATfriend hat geschrieben:Hallo,

...

Nach der Schilderung meines Vorhabens bekam ich überwiegend die Antwort: KT 150 rein und Musik hören. 

...

Da wundert es mich nicht, dass allzu leichtgläubige Musikfreunde, eventuell auch durch Falschinformationen, einfach mal ihren Verstärker mit Röhren vergewaltigen, die dort nicht funktionieren können, nur weil sie in den Oktal-Sockel passen. 
Viele Grüße
Ulrich


Ich wollte wirklich nicht, dass das hier so sehr ins OFF TOPIC gleitet, aber ich sehe, dass ich so unrecht nicht hatte. Es freut mich, dass Du den richtigen Weg gefunden hast.

So, genug OFF TOPIC :wink:
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Beitragvon shakti » 24.02.2018, 20:19

Koda

nach langem und zufriedenem hören mit Air Tight Reference Pre und Air Tight 211‘er SET Endstufen an Zingali Client Name Evo 1.5 Lautsprechern fing ich an, bei einigen Musikstuecken, den tiefen und kontrollierten Bass zu vermissen. Die Zingali sind bis 30hz recht linear und laufen dann aus, meine ehm YG Lautsprecher gingen bis 20hz und setzten dies mit einer aktiven Bassendstufe um.

Der englische Vertrieb von Zingali empfahl mir, es mal mit einer Roehrenendstufe mit mehr Leistung zu versuchen, was ich dann auch umsetzte.

So spielen die Zingali nun an „grossen“ CAT Convergent monos mit ca 150w / Kanal.

Zum harmonischen ansteuern der Convergent monos spielt die aktuell CAT Convergent SL1 Renaissence Vorstufe.

Die fuehrt zu einer besseren Basskontrolle , speziell bei hoeheren Pegeln, die ich mir halt doch manchmal gebe.

Doch so richtig kann dies die Bassmoeglichkeiten der YG dann doch nicht ersetzen.

Eigentlich hatte ich mir gesagt, dass ich nicht mehr mit teilaktiven Lautsprechern hoeren mag, da die verbauten Endstufen meist nicht meinen Anspruechen genuegen.

Doch nun scheint es mir tatsaechlich zu gelingen, ein 4 teiliges Gryphon System in meinen Hoerraum integrieren zu koennen. Da Gryphon primaer seinen guten Ruf mit Endstufen erworben hat, gehe ich davon aus, dass die Endstufen in den Gryphon Basssaeulen meinen persoenlichen Anspruechen genuegen werden (zumindest haben sie dies beim Probehoeren)

Das wird sich zwar noch etwas hinziehen, aber so kann ich mich zumindest darauf vorbereiten.

Bei den vielen Vorstufenvergleichen der letzten 2 Jahre war mir aufgefallen, dass manche Vorstufe unter Ihren Moeglichkeiten spielt, wenn Ausgangsimpedanz der Vorstufe und Eingangsimpedanz der Endstufe nicht zusammenpassen. Ist die Eingangsimpedanz zu niedrig, klingt die Vorstufe deutlich traeger und ruhiger als es eigentlich sein sollte.

Bei den von mir gerne verwendeten Roehrenendstufen ( auch meine alten Krell 600 monos waren diesbezueglich eher hochohmig ) wird es kein Problem mit der Convergent SL1 geben.

Schliesst man aber aktive Subwoofer paralell zu den RoehrenAmps an, sieht das ganze schon anders aus, da nun die GesamtEingangsimpedanz noch unterhalb der subwoofereingangsimpedanz liegt.

Meine ehm Hovland HP 200 klang an den YG mit angeschlossenen subwoofern zB extrem traege.

Auch einige andere Vorstufen veraenderten ihren Klang im Mittel und Hochtonbereich, sobald ein aktiver subwoofer angeschlossen war ( fuer den Vergleich war der sub auf mute)

Insofern habe ich mich auf die Suche nach einer Vorstufe gemacht, die meinem Wunschklang nahekommt und dennoch mit dieser Eingangssituation klar kommt.

Aufgefallen ist mir dabei zB die Conrad Johnson Gatt, deren Vorgaenger ACTII ich bereits besass und der prima mit Ansteuerung der YG klar kam.

Doch richtig interessiert hat mich die Geschichte von Robert Koch, einem suedafrikanischen ( Halb )Japaner, die ich hier kurz wiedergeben mag:

Robert Koch beschaeftigte sich schon in jungen Jahren mit der Entwicklung von High End Vorstufen und war speziell begeistert von den Kondo Vorstufen.

Da ich mit M7 silver (Audio Note Japan, von Kondo) sehr begeistert lange Zeit Musik gehoert habe, konnte ich dies gut nachvollziehen.

Robert Koch hat sich dann auch entsprechend bei Kondo als Vorstufen Entwickler beworben, doch , wie eigentlich zu erwarten, wurde seine Bewerbung abgelehnt.

Glueck hatte er hingegen mit seiner Bewerbung bei Audio Note UK und so fing er bald in England bei Audio Note UK an.

Dort war er am Entwicklungs Projekt der grossen Vorstufe beteiligt (liegt wohl aktuell bei ca 90.000,- Pfund) .

Zu seinem Glueck lernte er bei Audio Note UK auch Kondo von Audio Note Japan kennen ( der in UK Bauteile kaufte/verkaufte)

Da Kondo ebenfalls an einer grossen Vorstufe in der 100.000,- eur Region entwickelte, war er an der Erfahrung vom Robert Koch (nun doch) interessiert, so dass dieser nach Ablauf seiner Zeit in UK nach Japan zu Kondo wechselte.

Hier war er maßgeblich an der Entwicklung der aktuellen grossen Kondo Vorstufe beteiligt. Er wuerde dort wohl noch weiter arbeiten, doch Kondo verstarb leider und der neue Inhaber der Firma hat als eine seiner ersten Schritte in die neue Kondo Welt den Firmensitz verlagert.

Diesen Umzug hat Robert Koch nicht mitgemacht, sondern er entschloss sich , seine gemachten Erfahrungen in einer eigenen Firma mit eigenen Produkten umzusetzen.

So verwundert es nicht, dass seine ersten Produkte eine Vor- und Endstufe waren.

Die Firma KODA mit der Produktlinie TAKUMI wurde 2013 in den Markt gebracht.

Interessanterweise ist Koda der Ansicht, dass man die Vorteile der bei Audio Note / Kondo verwendeten Roehren auch mit Transistoren umsetzen kann, man sich dadurch auch weitere Vorteile einhandelt.

Koda beschreibt die Anforderungen an eine Vorstufe wie folgt:

- jede Signalquelle kann nur so gut spielen, wie die abschliessende Vorstufe es zulaesst. Dh die Last, die eine Signalquelle sieht muss den guten Klang unterstuetzen
- die meisten Signalquellen haben heutzutage einen recht hohen Pegel, so dass die meisten Vor“verstaerker“ im Alltag eher als Signalabschwaecher arbeiten. Diese sollte beruecksichtigt werden
- die Lautstaerkeregelung ist existentiell fuer einen guten Klang
- optimal Massefuehrung
- optimale signalquellenanwahl
- Der pre Ausgang ist so zu gestalten, dass unterschiedliche Endstufenlasten perfekt betrieben werden koennen, auch lange Kabel duerfen nicht zu einem Einbruch des Klanges fuehren
- alles weglassen, was nicht dem obengenannten dient

So entstand die Koda Takumi K10 Vorstufe in 2013 (ca 33.500,- eur) ein groesseres Modell (mehr Eingaenge) in 2015 (die K15, ca 70.000,- eur) bei der er seine Schaltung weiterentwickelte. Die Aenderungen flossen 2013 teilweise auch in die K10 ein (so sagt man in den Weiten des www), ohne dass eine offizielle MKII Version praesentiert wurde.

(Wie bei vielen High End Manufakturen fliessen kleine Änderungen/Verbesserungen waehrend der Laufzeit eines Produktes einfach in die Produktion ein.)

Die Kombination aus Kondo Klang sowie der Moeglichkeit auch kritische Lasten, bzw Endstufen (fuer RöhrenPres) anschliessen zu koennen passt optimal zu meiner Situation, moechte ich mich doch eigentlich von meinem einmal (fuer mich)!gefundenen Klangideal nicht entfernen, sondern vielmehr teilaktive Lautsprecher einfach gut anschliessen koennen..

Da augenscheinlich viele asiatische Freunde hochwertiger Vorstufen auf die neueste Koda Takumi K15 EX (ca 75.000,- ) aufsteigen, ist der globale Markt fuer hochwertige gebrauchte Vorstufen gerade sehr guenstig.

Entsprechend habe ich mich entschlossen, einer Koda Takumi K10 ( nach 2015 gebaut) die Rolle des Vorverstaerkers in meinem Kette anzuvertrauen .

Aktuell hoffe ich, dass ich die K10 noch diese Woche bekommen werde.

Ziemlich neugierig harre ich nun dem Vergleich mit der Convergent entgegen.

Aktuell ist die Convergent ja optimal mit den Convergent monos verbunden, die Geraete passen sehr gut zusammen, da bin ich um so sehr gespannt, wie sich die gaenzlich anders konzeptionierte K10 im Vergleich macht.

Den entscheidenden Vorteil der K10, bedingt durch die im Vergleich sehr niedrige Ausgangsimpedanz, werde ich wohl erst in ein paar Wochen an den Gryphon Lautsprechern erleben duerfen.

Hier noch ein paar links zur Koda Takumi K10

http://www.tonepublications.com/review/ ... eamplifier

http://www.tonepublications.com/review/ ... amplifier/


Gruss
Juergen
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Beitragvon Schöngeist » 24.02.2018, 22:53

Hallo Jürgen,

was ist eigentlich aus dem Verkauf Deiner Zingalis geworden? Du wolltest sie doch wegen der Anschaffung eines deutlich größeren Systems los werden?

Jetzt nun wieder eine Schwerpunktverlagerung auf neue Vor- und Endverstärker für die Zingalis, die wohl dann doch optimiert werden und bleiben sollen?

Wenn man Deine Hifi-Vita verfolgt, ist das auch eine Art, wie man das Hobby betreiben kann. Ich verstehe so manches nicht in Deinem Procedere. Muss ich aber auch nicht.

Grüße Alfons

PS: Ich denke, dass die permanente Nennung der Eurobeträge Deiner Gerätschaften für die Wenigsten hier von Interesse ist.
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Beitragvon shakti » 25.02.2018, 03:59

die neuen „traumlautsprecher“ sind bestellt, die recht komplexe Anlieferung von ca 1,5t gestaltet sich aber als recht schwierig, da Lautsprecher ein recht empfindliches Gut sind.

Insofern werde ich mich nun intensiv mit der K10 beschaeftigen koennen, die zur Ansteuerung der neuen Lautsprecher existentiell sind.

Bis zu Ankunft der neuen LS freue ich mich ueber jeden Tag, den die Zingali hier spielen, auch wenn es wohl aktuell einen konkreten Interessenten dafuer gibt.

Die Diskussion, ob Preise in ein forum gehoeren , oder eben nicht, hatte wir ueber die Jahre schon mehrfach, es gibt halt die „Schamhaften“ - im Sinne von „ueber Geld spricht man nicht“ - auf der Seite aber auch diejenigen, fuer der Preis eines Produktes eine wichtige Information ist, um die beschriebene Leistung in einen finanziellen Kontext zu setzen.

Da ich zumeist mit recht unbekannten Geraeten ungehe, werde ich die UVP der Geraete auch weiterhin nennen, diese ist ja gerade bei vielen Klassikern auch nicht immer sofort bei googgle findbar.

Sollte sich also jemand an den genannten Preisen stoeren, einfach drueber weglesen. Fuer andere Leser sind diese wichtig.

Da meine Beitraege in diesem Forum mitunter polarisierend wirken, schreibe ich ueber Geraete kaum noch in expliziten threads, sondern integriere diese in meinen persoenlichen Vorstellungsthread, da es hier einen „geschuetzteren“ Raum fuer meine nicht durch Messungen belegten Hoererfahrungen gibt.

Gruss
Juergen
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Beitragvon Schöngeist » 25.02.2018, 10:51

Hallo Jürgen,

1,5 t Lautsprecher...da fallen mir nur sehr wenige Exemplare ein, die das auf die Waage bringen, und alle liegen sie im 6-stelligen Preissegment.

Ich bin gespannt. Selbst eine Tidal La Assoluta bringt es "nur" auf knapp 1 t/Paar (ohne Verpackung).

Grüße Alfons
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Beitragvon h0e » 25.02.2018, 10:54

Hallo,

Jürgen hat schon geschrieben, dass es ein
4 teiliges Gryphon System

werden wird.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon Schöngeist » 25.02.2018, 11:07

Ach so, hatte ich überlesen. Kodo (220 k€).
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Beitragvon shakti » 25.02.2018, 11:47

Die Basstuerme liegen bei ueber 300 kg/Stueck plus sehr schwerer Verpackung, die LS stehen aktuell im 4. stock mit engem Treppenhaus, die Firma, die die LS mal da hoch getragen hat, mag den Auftrag des runtertragens nicht mehr annehmen...
und ich bin bei mir nicht sicher, ob ich die LS mit Verpackung „um die Ecke“ bekomme, die Klaerung zieht sich etwas, da die LS sehr weit weg stehen und ich die Maße der Verpackung nicht habe.

Gruss
Juergen
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Beitragvon vierzigo » 25.02.2018, 12:37

shakti hat geschrieben:Die Basstuerme liegen bei ueber 300 kg/Stueck plus sehr schwerer Verpackung, die LS stehen aktuell im 4. stock mit engem Treppenhaus, die Firma, die die LS mal da hoch getragen hat, mag den Auftrag des runtertragens nicht mehr annehmen...

Hallo Jürgen,

die Mitarbeiter hätten danach wahrscheinlich "Rücken"

Nein, Spaß beiseite, das ist schon ein Unterfangen solche Ungetüme zu transportieren, hoffe das geht ohne Dellen und Kratzer.

Grüße

Oliver
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Beitragvon shakti » 25.02.2018, 12:49

die Dellen und Kratzer sind genau meine Sorge, im Moment sind die LS noch neuwertig incl der aufpreispflichtigen Carbon-Seitenwaende. Insofern werd ich versuchen beim Runtertragen und Verladen dabei zu sein.

Letztendlich ist ein solcher Transport auch eine Kostenfrage, manches Klavier oder Safe TransportUnternehmen nimmt wahnwitzige Preise...
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Beitragvon shakti » 25.02.2018, 13:16

ich hatte vor langer Zeit Infinity Beta Lautsprexher bei mir stehen und auf der Suche nach optimalen Endstufen habe ich Fleming Rasmussen in den Anfaengen der Gryphon Zeit kennengelernt (1994).
Fleming war damals ein grosser Freund der Infinity IRS und der Infinity Beta.
Seine Endstufen waren explizit zum antribe auch solcher Lautsprecher entwickelt.
So spielten bald Gryphon Antilion Amps an meinen Beta.

Fleming erzaehlte bereits damals, dass er einen Lautsprecher Entwickler, Steen Duelund“ kennen wuerde, der seine Klangvorstellungen bei Lautsprechern umsetzen koennte. Dass dies aber sehr aufwendig sei, das Duelund bis jetzt primär theoretisch oder , kommerziell wenig erflogreich, mit kleinen Lautsprexhern gearbeitet hat.

http://www.gryphon-audio.dk/pages/a-tri ... en-duelund

Fleming Rasmussen entschloss sich dann , die Theorien von duelund in einem grossen LS system umzusetzen, dieses dann in kleineren Systemen bezahlbar zu machen.

So entstand 2003 / 2005 (jeh nachdem, ob Markteinfuehrung oder Ende der Entwicklung zaehlt) die Gryphon Poseidon, welche fuer ca 10 Jahre gebaut wurde, dh mit dem Tod von Duelund wurde die Produktion eingestellt. Der LS kam zu 130.000,- eur auf den Markt, zum Ende der Produktion kostete die Poseidon 180.000,- eur.
man munkelt, dass die Lizenzzahlungen an die Erben nicht geklaeet waren und die Produktion deshalb eingestellt wurde.

Entsprechend hatten die Nachfolger zwar die identischen Basssaeulen, aber die von duelund primaer entwickelten Mittel/ Hochtonsaeulen wuerden durch Baendchen ausgetauscht.

Diese Ls nannten sich pendragon und kosteten zwischen 180.000,- und 200.000,- eur.

Als sich die Situation um die Duelund Konzeption geklaert hatte, wurden die Pendragon eingestellt und die Poseidon MittelHochtonsaeulen wieder eingefuehrt.
Da aber mittlerweile der Revelator, Basis des Gryphon HT , nicht mehr gefertigt wird, ist nun ein AMT HT eingezogen, die Saeulen sind nun auch hoeher und wirken dadurch im Design gestreckter.

Aktuell heissen die LS Kodo und die Preisentwicklung ist natuerlich auch weiter gegangen, dh die LS kosten nun 220.000,- eur.

Da ich mit LS nicht klar komme, die einen AMT haben, bin eher der Freund einer guten Seidenkalotte, habe ich gezielt nach einer Gryphon Poseidon in der Version mit Carbon Seitenwaenden gesucht, diese kosteten damals 6000,- eur /stueck Aufpreis, sollen die Gehaeuse aber nochmals verbessern, mirngefallen diese einfach sehr gut. Und bei einem so maechtigen Moebelstueck ist das Aussehen schon wichtig.

Mir haben die LS uebrigends auf keiner der ueblichen Messen gut gefallen!
Duelund hat „seine“ Frequenzweichen explizit auch fuer Roehrenamps optimiert, mit den grosswn Gryphon amps war mir der Klang zumeist zu hart.

Gluecklicherweise durfte ich die LS aber auch in privaten set ups hören, da reifte vor einigen Jahren der Entschluss, diese LS mal zu betreiben, wenn die Raeumlichkeiten das hergeben, brauchen die LS doch mindestens 50 qm.
Dies gibt mein aktueller RaumUmsetzung nun her, nun muss noch alles andere klappen und ein langfristiges Projekt findet seine Umsetzung

Gruss
Juergen
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Beitragvon shakti » 05.03.2018, 18:53

Nun spielt seit ein paar Tagen die Koda Takuma K10g2 bei mir und ich bin nachhaltig begeistert.
Es ist ja immer ein gewisses Risiko, wenn man sich ein Gerät kauft, ohne es vorher in der eigenen Anlage gehoert zu haben. Messevorfuehrungen und Forumsberichte koennen einem zwar bereits einen ganz guten Eindruck verschaffen, aber erst die Integration in die eigene Anlage lässt einen mit dem Gerät vertraut werden werden.

Die theoretischen Ansätze von Koda sehe (höhre) ich erfolgreich umgesetzt, und zwar in einem Maße , wie ich es nicht fuer moeglich gehalten hätte.

Einer der Ansätze ist, dass der Vorverstaerker den angeschlossenen Quellgeraeten ein ideale Last bieten muss, damit diese optimal spielen koennen. Dies führt in meinem set up dazu, dass ich auch mit "an sich" einfacheren Quellgeraeten sehr gut Musik hoeren kann. Ich habe zB gestern an einem meiner Plattenspieler das Horwege Batterie gespeiste Phonoteil angeschlossen. (Dank an Nemu, fuer die nette Leihgabe). Dieses Phonoteil war schon öfters bei mir, es spielte immer schon prima, bekam aber auch schon oft von "grossen" Phonoteilen seine Grenzen aufgezeigt. Nun war es ca 20h am Netz und spielt wunderbar. Ich höre mit einem einfachen Audio Technika AT 33 PTG und entdecke auf meinen Schallplatten viele noch nie gehörte Details.

Das kenne ich eigentlich sonst nur, wenn ich direkt am Plattenspieler ansetze, zB mit einem vdh Colibri höre, aber dass der Vorverstaerker an sich in der Lage ist aus einer Mittelklasse Phonovorstufe diese Menge an Informationen zu holen , habe ich noch nicht erlebt.

Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf, dass das avisierte AS Phonoteil (siehe aktuellen Fidelity Test) lieferbar wird. Was wird das erst fuer ein Vergnügen sein. (Zumindest freue ich mich darauf , das AS an der Koda auszuprobieren, evtl ist der Unterschied beim AS auf Grund der verwendeten AS Uebertrager in der AS Ausgangsstufe gar nicht so gross)

Auch mein Tobian T7 Dac spielt prima auf, doch habe ich schon lange nicht mehr intensiv CD gehoert, kann also das vorher/nachher nicht so gut raushören, wie bei meinen oft gehörten Schallplatten.

Nun wuerde mich natürlich reizen, auch mal eine Koda Takumi K15ex Vorstufe (59.000,-eur) hoeren zu dürfen, auch wenn eine solche fuer mich preislich unerreichbar ist, interessieren, was an dieser Stelle noch mehr geht, finde ich ungemein spannend.

Zumindest das hoeren einer Koda Takumi K15ex in der Anlage eines Mitforisten ist fuer dieses Frühjahr geplant, freue ich mich schon riesig drauf!

Gruss
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