Günther (Abacus Trifon 3, 5.2.4 Dolby Atmos)

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atmos
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Wohlbefinden...

Beitrag von atmos »

Hi,
ich habe von Olliver M. Folgendes zitiert:

> Im Idealfall geht natürlich vom Rundstrahlverhalten der LS über Raumakustik und Gleichheit der Stereokanäle alles so Hand in Hand, so daß wir in einem ausgewogenen, langzeit-angenehmen und gleichzeitig lokalisationsscharfen und auch "räumlich-glaubhaften" Höreindruck schwelgen können. <

Mit der Trifon 3 komme ich annäherungsweise zu einem solchen Höreindruck, bin aber dennoch von der Lokalisationsschärfe einer Audio-3-D-Wiedergabe meilenweit entfernt, weil die koordinaten-basierte Wiedergabe eindeutige Vorteile bringt.

Gruß
Günther
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atmos
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Mono

Beitrag von atmos »

Hi, gestern habe ich eine Blues-CD, die vorwiegend Monotracks enthält, gehört.
Ich habe mich dabei auf den senkrechten Strich in der Mitte eingestellt - so, wie ich ihn von den Ultimas her kenne -, aber aus diesem Strich ist mehr oder weniger ein größerer Punkt in der Mitte geworden.
Die Wiedergabe-Eigenschaften der Trifon 3 sind hervorragend.

Gruß
Günther
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atmos
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Taishan + Silberkabel

Beitrag von atmos »

Hi, ich habe gestern den Technics-CD-Player per Toshlink an den Taishan und diesen mit einem Silberkabel an den VV gehängt.
Der 1-Bit-Mash des Technics ist leicht ins Hintertreffen geraten, wobei ich allerdings einen 100-%-igen Pegel Abgleich nicht durchgeführt habe.
Im Großen und Ganzen bringen die Trifon 3 minimalste Klangnuancen zu Gehör.
Gruß
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Thomas K.
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Beitrag von Thomas K. »

Hallo Günther,
Ich habe ja ebenfalls Trifon3, aber auch die Oscara 212 vorübergehend in meinem Hörraum. Klar hätte ich die Oscara gerne behalten.
Die Trifons die ich schon mehrere Jahre besitze, haben mich aber nach dem zurückgeben der Oscara, erneut positiv überrascht.
Sozusagen eine alte Liebe im neuen Licht.
Deshalb kann ich Deine Begeisterung voll verstehen.
Entgegen der reinen Lehre kreuzen sich die Achsen des Hördreiecks neuerdings bei mir ebenfalls vor der Hörposition, wenn auch nur knapp. Das funktioniert prächtig, erweitert den Sweetspot, was bekannt ist, verlässt aber nicht den Pfad der Tugend bei der Raumdarstellung.
So kann man entgegen der Standardaufstellung mit den Trifons ein Quäntchen der überwältigenden Raumdarstellung Der Oscara replizieren.

Viele Grüße
Thomas
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atmos
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Sweetspot

Beitrag von atmos »

Hi, Thomas, der Sweetspot kann bei mir ruhig eng sein, und beim Einrichten der LS habe ich auf ein weites und luftiges Klangbild geachtet, so, wie ich es von Dolby Atmos her kenne.
Der Dipol-HT der Oscara ist eine Nummer für sich, ist eigentlich kein Stereo, eher ein Raumklang wie bei einer MBL, dem Biegewellenschwinger.

Es ist fast unglaublich, wie die kleine Trifon 3 tiefste Bässe zu Gehör bringt. Die schlanke Wiedergabe gefällt mir sogar besser als mit den beiden Downfire-SW, auch wenn sie in dem sehr kleinen Raum mit sehr viel Druck agieren. Was natürlich auch gefallen kann.
Gruß
Günther
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atmos
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John Williams in Wien

Beitrag von atmos »

Hi, ich habe die CD mit den Trifon 3 gehört. Auffällig ist, dass die Produktion ein völlig anderes Klangbild aufweist. Gewöhnlich sind die Instrumente und Gruppen relativ gut ortbar, hier aber kommt der Klang in der gesamten Breite und sehr komplex von vorn.
Die Blu-ray mit dem Atmos-Mix bestätigt diesen Klangeindruck, spielt aber ungemein durchsichtiger und aufgelöster, auch hier kommt der Klang in voller Breite von vorn, es ist mehr ein Klang eher.
Karajan's Beethoven Symphonien, dazumal in 8-Spur-Technik aufgenommen, bringen das Orchester ganz anders auf die Bühne. Hier höre ich die Instrumente, bei Williams den Klang, den Raum.
Die 5.1 DTS fällt gegenüber Atmos mächtig ab, 2.0 Stereo noch einen Deut schlechter, steht für Steinzeit.
Erstaunlich, dass die Ultima 40 im Direkt-Modus bei den Tiefen dank des Raumes und des Tunings - 1 BR-Rohr verstopft - gut mithalten können.
Gruß
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Hybrid-OLI
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Beitrag von Hybrid-OLI »

Oha, die legendäre 1812er ! Wo ist hier eigentlich der Verbeugungs-Emoji ? ;-)

Als ich die TELARC-LP (digital hab' ich sie auch beide) damals Mitte der 1980er zum ersten mal abspielte, hat es mir
beim dritten Kanonenschuß (waren ja echte !) den Tonabnehmer aus der Rille gehauen. Ich habe niemals mehr eine
derartige Rille auf Vinyl gesehen. :D
Digital kann das natürlich nicht geschehen - sehr wohl aber bei zu hohem Pegel eine Beschädigung der Tieftöner, was
damals in den 80ern ja auch mehrfach der Fall gewesen sein soll. Musikalisch finde ich das Werk übrigens - im Gegensatz
zum Komponisten - durchaus nicht uninteressant. Hat sich ja auch als echter Klassiker etabliert.
Das Straussfest von TELARC war übrigens meine allererste CD, was beim Anblick sofort nostalgische Gefühle weckt.
Ich hatte einst die Gelegenheit, diesem Strauss'schen Musikprogramm durch die Wiener Philharmoniker in der Regierungsloge
des Goldenen Saales des Wiener Musikvereins zu lauschen. Unübertroffen bis heute !

Apropos Dolby Atmos alias Immersive Sound, dem Thema der Zukunft ! ...
Hat jemand die Demonstration von Steve Genewick & PMC auf der HIGH END 2019 erlebt ?
Dort wurde vorgeführt was technisch und musikalisch geht.
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atmos
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Beitrag von atmos »

Hybrid-OLI hat geschrieben:
24.09.2020, 16:48
......
Apropos Dolby Atmos alias Immersive Sound, dem Thema der Zukunft ! ...
Hat jemand die Demonstration von Steve Genewick & PMC auf der HIGH END 2019 erlebt ?
Dort wurde vorgeführt was technisch und musikalisch geht.
Hi, ein Redakteur einer Hifi-Gazette hat sich über diese 'Demo ausgelassen und geschrieben, dass er erstmalig erlebt habe, was Dolby Atmos zu leisten im Stande ist.
Leider ist diese Demo nie veröffentlicht worden.....

Aber es gibt mittlerweile etliche Atmos-Produktionen, wie z.B. Alessandro Quarta plays Astor Piazzolla, die in Sachen 3-D-Audio die technischen Möglichkeiten voll ausschöpfen.
Nicht zu vergleichen mit einem Dolby Atmos-Mix, der nachträglich von einem 8-Spur-Track gemischt wurde.

Gruß
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Hybrid-OLI
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Beitrag von Hybrid-OLI »

Servus

Die besagte Demo war sowohl aufgrund der verwendeten Anlage, als auch des musikalischen Materials, ganz ganz großes Kino!

Außerdem kommt es selten vor, daß der verantwortlich Audio Engineer (hier Steve Genewick von den Capitol Studios) persönlich seine Mischungen auf einer "Superanlage" vorführt und erläutert.

Das war also deutlich mehr als nur eine normale Vorführung mit einer teuren Anlage (um 100.000 € oder mehr) beim HighEnd-Händler.

Wenn gewünscht, könnte ich einen Bericht mit Bildern liefern.
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dirk-rs
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Beitrag von dirk-rs »

Hi Oli,

gerne.

Gruss Dirk
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atmos
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Atmos-Anlage

Beitrag von atmos »

Hi, Oli, hast du auch die Elac-Anlage in München gehört?
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Hybrid-OLI
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Beitrag von Hybrid-OLI »

Servus

Ich habe nur in 2.0, die ganz großen ELACs auf den Norddeutschen HiFi Tagen gehört. Waren klasse.
Multikanalig have ich ELAC aber noch nicht gehört.
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Hybrid-OLI
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Dolby Atmos at its best !

Beitrag von Hybrid-OLI »

~~~ Die "ultimative" Dolby Atmos - Demonstration ~~~


Auf der HIGH END 2019 hatte ich Gelegenheit, einer einmaligen, auf jeden Fall aber extrem exklusiven Vorführung des Potentials einer Dolby Atmos - Anlage zu lauschen. Der hier getriebene Aufwand war speziell ob der Frontlautsprecher fenestria (das Paar um die 55.000 €) schon sehr hoch. Der bekannte britische Studiomonitor-Hersteller PMC, dessen Lautsprecher sich in zahlreichen Spitzenstudios für Mix, wie auch für Mastering finden, hatte einen Raum mit ca. 20 Lautsprechern (Front, Rear, Side und an der Decke) ausgestattet. Angetrieben von Endstufen des kanadischen Herstellers Bryston, der seit Jahren im HiFi-, wie auch im Profibereich erfolgreich tätig ist und mit PMC seit langem kooperiert. Auch wenn PMC inzwischen Aktivlautsprecher anbietet, sind die meisten PMC-Monitore doch passiv. Bryston hat sich mit seinen Endstufen hier als idealer Partner erwiesen. Ich hatte schon mehrfach Gelegenheit, mich von der herausragenden Qualität dieses Zusammenspiels von Lautsprechern und Verstärkern der Referenzklasse zu überzeugen. Die Kombination aus den fenestria-LS und den Brystons wurde als Protosetup und Premiere auf der HIGH END 2018 gezeigt und war damals im reinen 2.0 Betrieb bereits überragend.
Die Besonderheit dieser Vorführung bestand einmal im betriebenen Aufwand, aber auch darin, daß hier Aufnahmen vorgeführt wurden, wie man sie sehr selten zu hören bekommt. Es wurden Tracks aus fast allen Genres (Klassik, Pop, Jazz, Cross Over, ja sogar Hip-Hop (!) vorgeführt, die speziell für Immersive Sound Systems neu abgemischt oder auch ganz neu aufgenommen wurden. Steve Genewick, angesehener Recording & Mixing Engineer bei den weltberühmten Capitol Studios in LA, der die Aufnahmen/Mixes höchstpersönlich gemacht hatte (!), war persönlich zugegen und führte durch die Demonstration. Daß ein Recording Engineer von Weltruf bei einer Vorführung persönlich anwesend ist, zeigt auch, welche Bedeutung man dieser Demonstration eingeräumt hatte. Manche Aufnahmen waren als Weltpremiere zu hören und stellten eine bis dato noch nie zu hörende Genrefusion dar. Beispielsweise war Hip-Hop mit Symphonieorchester zu hören. Frisch aufgenommen in höchster Qualität, zeigte sich hier, daß - wohl wider Erwarten - eine solche Kombination sehr wohl funktionieren kann, auch wenn man das erst mal für musikalischen Unfug halten mag ! Orchestrale Neuarrangements waren auch für Elton John und weitere Größen vorhanden, d.h. es waren hier teilweise Klassiker der Popwelt so wie noch nie zuvor zu hören. Die symphonische Gestaltung berühmter Aufnahmen, reproduziert mit Immersive Sound in allerhöchster Qualität ohne Kompromisse, bekommt man dergestalt wohl äußerst selten zu hören. Daß diese Anlage bei weit über 100.000 € lag versteht sich von selbst.
Klanglich absolut überragend, präsentierte sich hier ein Klangerlebnis - Betonung liegt auf "Erlebnis" - sondersgleichen, das fast alle Multichannel-Demos deutlich hinter sich läßt. Es dürfte auch sehr selten vorkommen, daß der Recording Engineer persönlich vor Ort die Anlage mit aufbaut, die seine Aufnahmen bestmöglich wiedergeben soll. Der Begriff "Immersive" ist hier tatsächlich wörtlich zu nehmen, hatte man doch den Eindruck, gänzlich in die Musik einzutauchen und bei der Aufnahme selbst vor Ort zu sein. Eine Räumlichkeit sondersgleichen, gepaart mit überragender Dynamik, scheinbar ohne jegliche Pegelbeschränkung, vermittelte einem, was inzwischen technisch möglich ist. Wobei davon auszugehen ist, daß in einem akustisch optimierten Raum noch mal deutlich mehr möglich ist als in einem Messeraum. Die symphonische Darbietung lies zudem bekannte Pop-Hits in nie gekannter Größe erscheinen. Marcus Miller's "Papa Was A Rolling Stone" schob im Tieftonbereich dermassen, daß man schon den Eindruck hatte einer PA zu lauschen. Der Hip-Hop-Klassiker "Don't Believe The Hype" mit Orchester vermittelte quasi neue musikalische Dimensionen. Laut Ankündigung sollen in Zukunft weitere bis dato noch nie zu hörende Aufnahmen und Neuabmischungen in Dolby Atmos, aber auch als CD oder im Streaming, verfügbar sein.
Die Dame in rot (Jane Ira Bloom) spielte ihr Saxophon direkt vor meiner Nase (wow, was ein Blasinstrument direkt vor einem für einen Schalldruck erzeugen kann) in Kombination mit Musik über die Anlage. Sinn dessen war es, zu zeigen, daß die Anlage dermaßen realistisch klingt, daß sich eine echte Live-Performance vollständig in das Ganze einfügt. Selbiges ist gelungen !

Summa summarum : summa cum laude !


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atmos
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Miles Davis

Beitrag von atmos »

Hi, Oli, die Hammer-Aufnahme soll Miles Davis gewesen sein. Hast du die gehört?

INXS sind auf der Playlist drauf; die Band hat 2 Atmos-Alben produziert. Live Baby Live ist genial.

Gruß
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