Günther (Abacus Trifon 3, 5.2.4 Dolby Atmos)

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atmos
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Günther (Abacus Trifon 3, 5.2.4 Dolby Atmos)

Beitrag von atmos »

Hi,
zu meinem audiophilen Werdegang kann ich anführen, dass ich schon frühzeitig Kabelexperimente durchgeführt und Dickbassfallen gebaut habe.
Im Nachhinein vergebene Liebesmüh.

Ich betreibe 2 aktuelle Wiedergabeketten:
Stereoanlage im Wohnzimmer mit T+A TMR 160, Stereo-Endstufe Camtech L, VV Pioneer C 73, Denon Analog-Tuner TU 332, Technics CD-Player 770 A, Plattendreher Linn Sondek 12 mit G 707 Tonarm, FIIo Taishan für den Fernsehton.

Bei den TMR 160 sind zum 2. Mal im Laufe der Jahre die Schaumstoffsicken zerbröselt, so dass ich adäquaten Ersatz im aktiven Bereich suche.

Bei der 2. Kette handelt es ich um eine 5.2.4 Dolby Atmos-Anlage. Im Dez. 2014 begann ich mit der Installation und habe tatsächlich bis Jan. 2020 gebraucht, um den Raum und die LS optimal aufeinander abzustimmen.
AVR Marantz SR 7009, Pioneer Blu-ray Player u.a. für SACD und DSD direkt, Panasonic Blu-ray-Player 424 für Atmos-Tonspur auf 4-K-Blu-ray.
Am AVR hängt noch ein CD-T direkt über Digitalkabel - 88.2 kHz, ein DAC - analog am AVR -, der mit dem CD-T Sonic-Betrieb - 174.4 kHz - kann, ein Technics Plattendreher mit Phono Pre für MC.
Lautsprecher sind ein Teufel Ultima 5.1 Set mit aktivem SW, ergänzt durch einen aktiven Canton SW, sowie 4 Onkyo-Atmos LS mit spezieller Frequenzweiche als Decken-LS.

Die Hörraumsituation im WZ stellt sich hervorragend dar, optimales Stereodreieck, kein Problem mit Raummoden.
Der Surround-Raum ist zu klein, sollte nur experimentell für Dolby Atmos dienen. Aber mit Basotect, Decken-Segel, 5 Rollen Dämmwolle, fast perfektem ITU-Kreis und optimaler Abstimmung der LS aufeinander, insbesondere der beiden SW, habe ich eine Wiedegabe erzielt, die der Stereoanlage ganz schön auf die Pelle rückt. Der Druckkammereffekt in dem kleinen Raum ist grandios.

Musikvorlieben: Rolling Stones, Beatles, Prinz, R.E.M, INXS und alles, was in Dolby Atmos angeboten wird.


Der Beweggrund, mich im Forum anzumelden ist, dass ich aktive LS kaufen will bzw gekauft habe und an einem Erfahrungsaustausch interessiert bin.

Nächste Woche bei mir: Trifon 3!

Gruß
Günther
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grobian.gans
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Beitrag von grobian.gans »

Hallo Günther,

willkommen hier im Forum.

Schön, wenn das Wohnzimmer ohne weitere Eingriffe passt. Das ist eine gute Ausgangsbasis für weitere Verbesserungen. Eine Raumkorrektur lohnt sich m. E. immer.

Trifon Besitzer gibt es hier im Forum sicher etliche. Da steht einem Erfahrungsaustausch nichts im Weg.

Viel Spaß

Grüße

Hartmut

P.S. Ich würde Dich gerne mal auf Deine am wenigsten audiophile Hardware ansprechen: Den Fiio Taishan verwende ich auch für den Fernsehton. Das Gerät erzeugt bei mir beim Einschalten oder beim Starten eines Films aus der Mediathek ein Knacken in den LS. Ist das bei Dir auch so?
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atmos
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Beitrag von atmos »

grobian.gans hat geschrieben:
18.08.2020, 21:01
P.S. Ich würde Dich gerne mal auf Deine am wenigsten audiophile Hardware ansprechen: Den Fiio Taishan verwende ich auch für den Fernsehton. Das Gerät erzeugt bei mir beim Einschalten oder beim Starten eines Films aus der Mediathek ein Knacken in den LS. Ist das bei Dir auch so?
Hallo, Hartmut, ich verwende Tosh-Link und habe keinerlei Störungen.
Eine Raumkorrektur lohnt sich m. E. immer.
In meinem Surround-Raum habe ich Audyssey XT 32 nicht angewandt, weil ich Raummoden lieber mit Akustikmaterial auf den Pelz rücke.

Grund: Die Böller von Tschaikowsky's 1812 erklingen im WZ krachend und berstend.

Im Surround-Raum erklangen die Böllerschüsse als Bumm. Zuerst dachte ich an einen Unterschied wegen TML - 18 Hz - und SW - 22 Hz -. Als ich aber den Surround-Raum mit Akustikmaterial "vollgestopft" habe, wandelte sich das Bumm auch in ein berstendes Krachen, wenn auch nicht so vehement wie im WZ. Es ist wie es ist: Die Raummoden haben die Böllerschüsse übertüncht.

Letztlich ist es auch so, dass der Bassbereich durch die akustischen Massnahmen aufgelöster und durchsichtiger wurde, die Verdeckungseffekte haben sich aufgelöst.

Bestätigung fand ich bei Abacus, als ich 1812 auf der Oscara hörte.
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grobian.gans
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Beitrag von grobian.gans »

Hallo Günther,

die 1812 scheint wohl eine Referenz für Dich zu sein. Welche Aufnahme hast Du hier am Start? Ob‘s kracht ist ja auch in hohem Maße von der Einspielung abhängig.

Grüße

Hartmut
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atmos
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1812

Beitrag von atmos »

Es ist eine Stereoplay-Heft-CD:
Natural Bass
Audiophile Musik & Tiefton-Tests

Mit 1812 wurde früher die Abtastfähigkeit der Plattenspieler getestet: Die Auslenkung ist wohl so groß, dass die Nadel rausspringen könnte.

Ein absolut tiefer Bass ist auf Westerhagen's Pfefferminz-Experiment: Eine American Natural Drum kommt zu Gehör.
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Harry_K
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Beitrag von Harry_K »

Hallo,
die Stereoplay-Aufnahme müsste die vom Label Telarc sein unter Erich Kunzel. Die benutzen diese häufiger.
Grüße
Matthias
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atmos
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Tacet

Beitrag von atmos »

Mastering by Andreas Spreer, somit Tacet.
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alcedo
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Beitrag von alcedo »

Hallo Günther,

vom Tonmeister Andreas Spreer sind gerade die Beethoven Symphonien in einer herausragenden Aufnahme(technik) erschienen:
viewtopic.php?f=17&t=11815

Viele Grüße
Jörg
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Harry_K
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Beitrag von Harry_K »

Ich habe die CD auch. Gleicher Titel aus dem Jahr 2014, präsentiert von „Nubert“. Das „1812 Finale“ ist Track 8 und gespielt vom Cincinnati Symphony Orchestra, damit, zumindest bei mir, Erich Kunzel.
Aber ich lasse mich gern eines besseren belehren...
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atmos
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Beitrag von atmos »

alcedo hat geschrieben:
22.08.2020, 10:53
Hallo Günther,

vom Tonmeister Andreas Spreer sind gerade die Beethoven Symphonien in einer herausragenden Aufnahme(technik) erschienen:
viewtopic.php?f=17&t=11815

Viele Grüße
Jörg
Ich habe Karajan's 75-77 Cycle
Remastered for the first Time in Dolby Atmos.

Karajan hat dazumal in 8-Spur-Technik aufzeichnen lassen.
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grobian.gans
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Beitrag von grobian.gans »

Hallo,

das ist mit großer Sicherheit TELARC/Kunzel/Cincinnati Pops.

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Da krachts bei den Böllern wirklich. Das macht aber nicht jeder so.

Hier noch was anderes in dieser Besetzung

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Da fliegen zum Teil auch die Fetzen :-D

Grüße

Hartmut
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin »

Hallo,
besonderen Spaß macht mir der Banditengalopp, mit Pistolenschüssen.
Bei der 1812 sind es digital erzeugte Kanonenschüsse. Ich hatte eine englische LP, wo im Konzertsaal Pistolen abgefeuert wurden, das klang aber im Vergleich geradezu lächerlich, so leid es mir tut.
Aber zu Coronazeiten darf auf der Theaterbühne, wo sonst ein Kuss der Hauptdarsteller dem Geschehen Höhepunkte setzt, ein Gong erscheinen, um den körperlichen Abstand zu wahren. Mit Humor lässt sich so manche Alternative ertragen.
Meine Spektralanalyse der Telarc Kanonenschüsse muss ich noch suchen. Auf jeden Fall sind die Telarc Aufnahmen invertiert, und ich bin mir nicht sicher, ob die Böller es in diesem Kontext ebenfalls sind.
Gerade gefunden, die größte Amplitude geht in Gegenrichtung und hat den Schwerpunkt zwischen 22-44Hz, fällt darüber und darunter ab, spektrale Anteile sind ab 4,4 Hz sichtbar, wenn auch mit deutlich geringerem Pegel.
Beim Banditengalopp sind die Gewichtungen anders, aber auch hier angefangen bei 4,x Hz , Peak bei 42 Hz, darüber abfallend.
Der Verdacht liegt nahe dass die "Pistolenschüsse" ebenfalls digital eingefügt wurden, hier jedoch in derselben Polarität wie die Aufnahme, wie das Oszillogramm zeigt.
Die Telarcs sind nix für Abbildungsgenauigkeitsjunkies, aber tonal ausgewogen überzeugen sie mich fast immer. Mikrofonierung in AB, Polarität invers. Letzteres kann man korrigieren.
Grüße
Hans-Martin
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atmos
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Neu bei mir: Trifon 3

Beitrag von atmos »

@ Hartmut u. Hans-Hans-Martin, Danke für die Info.

Gestern sind sie angekommen, meine Trifon 3. Die alten TMR 160 hatte ich schon weggeräumt, ausreichend Steckdosen sind auch vorhanden, so dass einem schnellen Anschluss nichts im Wege stand.

Stereo-Basisbreite 2 m, absolut symmetrisch ausgerichtet, anfangs Wandabstand 80 cm, jetzt 55 cm, anfangs stärker eingewinkelt, jetzt ca. 5 °, also fast nichts.

Das Klangbild ist absolut homogen, und nach wenigen Tracks war mir klar: Die T+A werde ich nicht vermissen, und zwar in jeder Beziehung.

Meine absolute Schreckens-CD ist Aretha Franklin "SINGS THE GREAT DIVA CLASSICS":
Loudness War zum Abwinken, eine Geangsstimme, die laut, fast schreiend ist, und in den Höhen grell erklingen kann.

Da die T+A einen SHT haben, der ab 8 kHz, habe ich gedacht, dass das Grelle von den Reflexionen des Raumes kommt. Als habe ich am VV die Höhen leicht zurück genommen.
Heute stellte ich fest, dass die T+A mit Aretha's Stimme überfordert war. Es ist nicht der Raum mit den Reflexionen, wie mir die Trifon ganz klar aufzeigt. 1 Pluspunkt schon mal für die Trifon.

Im Bassbereich kann die T+A ab 18 Hz, der Schalter der Trifon steht auf 24 Hz. Beim Musikhören sind diese Hertzangaben aber nicht relevant.

Was aber bei der Trifon im Bassbereich abgeht, ist fast schon Wahnsinn: Hart, Schnell, Trocken, und eine Durchhörbarkeit, eine Durchsichtigkeit ohne jegliche Verdeckungseffekte. Meine Surround-Anlage ist in dieser Hinsicht wirklich gut, aber die Trifon setzt dem die Krone auf. Die beiden Downfire-Bassreflex-SW können an der Trifon nicht klingeln, was Härte und Schnelligkeit angeht.

Geplattet war ich, als ich gestern die App "Spectroid" laufen ließ: So ein ausgeglichenes Wasserfalldiagram von 16 bis 10.000 Hertz, wie die Trifon es aufzeigen, habe ich zuvor noch nicht erlebt.

Ausschalggebend für die hervorragende Leistung ist sicherlich der TT, der von 16 Hz bis 2.600 Hz seinen Einsatz hat, ab da übernimmt der AMT.
Der untere TT spielt von 16 Hz bis 250 Hz mit. Dadurch ist wohl der Roll Off von 16 Hz bis 80 Hz möglich.

Ich bin schon jetzt von der Trifon 3 hellauf begeistert.

Obwohl ich mir heute John Williams live in Vienna mit den Wiener Philharmonikern und Anne Sophie Mutter gekauft habe, natürlich mit Dolby Atmos-Tonspur.
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atmos
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Igor Levit

Beitrag von atmos »

Angeregt von pianusforte habe ich Igor Levit angehört und überrascht festgestellt, dass ein Klavierkonzert, dargeboten von einem hervorragenden Pianisten, dank der Trifon 3 sehr gut klingen kann.
Den Ton habe ich vom TV über Klinke > Cinch auf den VV geholt.
Probieren werde ich auch Toshlink mit dem Fiio Taishan. Bei früheren Vergleichen waren die Verbindungen ebenbürtig.
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atmos
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Hörposition

Beitrag von atmos »

Hi,
ich habe vorgestern intensiv Musik gehört und dabei die Hörposition nach hinten verlegt; statt 2 m nun 4,5 m (2,4 m vor der Rückwand) - im Manual werden 3,5 m erwähnt.
Erstaunlicherweise hat sich der Klang nicht mittig konzentriert, sondern hat die gesamte Raumbreite von 5 m ausgefüllt. Auch hat sich der Klang nach vorn in Richtung Hörposition ausgebreitet.
In die Höhe wie die Oscara 212 kommt die Trifon 3 nicht, da ist der Dipol-AMT klar im Vorteil.

Die Frequenzweiche der Trifon 3 ist von erstaunlicher Qualität.

Gruß
Günther
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