Karl (Linn Exakt)

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Karl (Linn Exakt)

Beitragvon kali » 04.11.2018, 17:39

Hallo,

nachdem ich schon vor einiger Zeit auf dieses Forum aufmerksam wurde, habe ich mir vorgenommen mich anzumelden, sobald ich "aktiviert" habe. Nun war es vor einigen Tagen soweit, aber der Reihe nach.

Ich lebe in Wien und meine Sozialisation, auch die musikalische, fand in den 60ern und 70ern statt. Als Schüler habe ich mir vom Taschengeld und anderen Zuverdiensten die ersten eigenen "Wiedergabegeräte" gekauft, wie Plattenspieler (Dual) und Tonbandgerät (Stuzzi).

In der Folge kamen und gingen zahlreiche HiFi-Geräte, immer am Puls der Zeit und am finanziellen gerade noch Möglichen. Irgendwann war dann Vinyl out, Tapedeck out und CD in. Meine Vinyl-Sammlung reduzierte sich von Übersiedlung zu Übersiedlung, andererseits wuchs die CD-Sammlung.

Am Ende dieser Entwicklung stand dann ein Micromega Duo CDP mit einem Musical Fidelity Class A Verstärker, der zwei Custom Made Standboxen bis heute antreibt. Schon damals habe ich viel mit Kabeln experimentiert und reichlich Geld dafür ausgegeben. Auf Grund anderer Interessen und Lebensumstände habe ich mich nicht mehr um die Weiterentwicklung der Anlage gekümmert, darum spielt sie noch heut genauso.

Vor drei Jahren haben wir uns ein altes Bauernhaus am Land gekauft und umgebaut. Bald stellte sich für mich die Frage welche Musikanlage soll hier mit uns einziehen. Sicher nicht meine Vintage-Anlage aus Wien. Also mal umgesehen, was heute so angesagt ist. Die erste Erkenntnis aber war, jetzt wird gestreamt!

Ich will es kurz machen. Nach einigem Probehören wurde es ein Linn Majik DSM mit M140 Boxen. Schon beim Kauf des Majik habe ich geplant so bald wie möglich die M140 mit einer Majik ExaktBox-I zu aktivieren. Da ich nicht ganz auf einen CDP verzichten wollte kam noch ein Cambridge CXC dazu. Weil ich auch noch über 200 Schallplatten, die über 20 Jahre in Kartons gepackt waren, aus dem Dornröschen Schlaf geweckt habe musste auch noch ein Plattendreher her. Da ich aber keine weiteren Vinyl-Ambitionen habe, sollte es kein überdrüber Teil werden. So kam noch ein Pro-Ject The Classic mit einem Dr. Fuss Netzteil und einem Ortofon 2M Blue ins Haus.

Ich lese viel in englischen und ein wenig in deutschen Foren und bin immer wieder hier hängen geblieben. Mein Interesse galt und gilt den Beiträgen über Kabel, Conditioner und Grounding, wobei Fujaks Beiträge und die daraus folgenden Diskussionen für mich sehr hilfreich waren. So kümmert sich seit ein paar Monaten ein Lab12 Gordian um „sauberen“ Strom und einen (noch) besseren Klang.

Vor zwei Wochen hat mein Linn-Händler einen Akurate System Hub mit einer Akurate ExaktBox-I bei uns installiert und die M140 haben Upgrade Stands erhalten. Nun bin ich sozusagen exakt aktiv. Obwohl ich das alles beim Händler probegehört habe, ist der Eindruck in den eigenen vier Wänden noch einmal ein ganz anderer. Es macht mir richtig Freude Musik zu hören, denn das klingt jetzt schon richtig gut. Besser wird es noch, sobald nächstes Jahr das Katalyst-Upgrade für die Akurate ExaktBox-I verfügbar ist.

Mein Majik DSM reist derzeit nach Schottland, bekommt dort ein HDMI 2.0 Upgrade und wird mit zwei M109 Boxen, unterstützt von einem Linn Sizmik den Fernsehton auf ein neues Level heben.

Ich hoffe meine Vorstellung war nicht zu langatmig und freue mich jetzt hier im Forum aktiv sein zu dürfen.

Grüße Karl
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Beitragvon Michael » 07.11.2018, 18:33

Hallo Karl,

schöne Grüße in die (noch) schönere Stadt Wien. War letztes Jahr mit meiner Frau für ein verlängertes Wochenende dort, kein Wunder, daß "deine" Stadt im Ranking der lebenswertesten Städte weltweit regelmässig Spitzenplätze belegt ...

Ansonsten bist du uns wohl irgendwie "durchgerutscht".

Liegt evtl. daran, daß du mit deinen Linn-Sachen hier in der Minderheit bist. Aber ein Austausch mit anderen wird schon kommen!

Ansonsten: Ich bin hier wohl mit meinem jetzt am häufigsten zum Zuge kommenden Setup (uralte Klipsch Heresies mit Subunterstützung), weil das Setups mir einfach am meisten Hörspass bereitet, wohl gaaaaanz alleine ... :shock: (Die Leute hier wissen eben doch nicht, was so richtig gut ist :cheers: )

Dir viel Spass hier im Forum!
Michael
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Beitragvon claas » 07.11.2018, 23:40

Hallo Karl,

hast du auch mal die Linn 530 gehört?
Ich habe in meinem Vorstellungs-Thread geschildert, wie enttäuscht ich von denen war.

Gruss

Claas
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Beitragvon kali » 12.11.2018, 20:29

Hallo,

@ Michael
So ist das eben mit Minderheiten :wink:
Freut mich, dass du Wien in guter Erinnerung hast.
Bonn kenne ich leider nicht, aber sonst schon ein wenig von Deutschland und wir machen jedes Jahr Urlaub an der Ostsee.

@ Claas
Nein die 530er habe ich noch nie gehört. Sollte ich meine M140 mal tauschen, wird es eher kein Linn Lautsprecher werden.

Grüße Karl
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Beitragvon Hans-Martin » 14.11.2018, 03:13

kali hat geschrieben:Obwohl ich das alles beim Händler probegehört habe, ist der Eindruck in den eigenen vier Wänden noch einmal ein ganz anderer.

Hallo Karl,

die hörbare Diskrepanz zwischen Klang der Boxen beim Händler und bei dir zuhause könnte doch zu denken geben. Würde man vom Einsatz eines Raumkorrektursystems nicht erwarten, dass eine Neutralisierung des Raums geschieht und das Boxenpärchen in unterschiedlichen Räumen annähernd ähnlich klingt - zumindest so, wie der Hersteller es sich vorgestellt hat, als Entwicklungsziel und Paradigma präsentiert?

Vor 30 Jahren kamen DSPs auf, basierend darauf entwickelten sich die ersten Raumkorrektursysteme. Vor 20 Jahren begann dieses Genre, bezahlbar zu werden, inzwischen gibt es herausragende Systeme bis in den Bereich unter 350€. Für mich ist nicht nachvollziehbar, wie ein britischer Hersteller mit 4 Buchstaben eine solche doppelte Dummheit begeht, die aktuelle zum Gemeingutwissen avancierte Sammlung von Erkenntnissen im Umgang mit Korrektursystemen zu ignorieren und obendrein noch der fixen Idee zu huldigen, dass eine Simulation anhand von Benutzer-Hörraummaßen (nach meinem Wissensstand ohne Berücksichtigung von Möbeln als Diffusoren, Fenster und Türen als Absorber, etc..) zu einer überzeugenden Korrektur führt.

Im Gegensatz zu einer Messung des Ist-Wertes vor Ohrt (Ort des Hörer-Ohrs), verlässt sich dieser Hersteller, dessen Namen ich wohlweislich nicht in meiner beißenden Kritik nennen möchte, auf die Mathematik einer Simulation nach physikalischen Grundsätzen, die zwar unzweifelbar sind, wo hingegen allerdings die ebenfalls einflussreichen Gegebenheiten beim Nutzer gar nicht erst abgefragt werden.
Es ist eine seltene Kunst, mit verbundenen Augen den Pfeil ins Ziel zu schießen. Offenbar glaubt man seitens des Herstellers, 30 Jahre später das Rad neu erfunden zu haben, und geschicktes Marketing erledigt den Rest.

Die Historie der Firma sieht verkürzt so aus: Ivor hat erfolgreich Thorens TD150 mit SME3009 kombiniert verkauft. Beide Hersteller wollten in der 2. Phase seinen Mengenrabattvorstellungen nicht entgegenkommen. Daraufhin entstand der Sondek, Bildvergleiche des Innenlebens bezeugen, dass es sich beim Sondek LP12 um ein Plagiat des TD150 handelt, welches im Laufe der Jahrzehnte kultiviert und nachvollziehbar verbessert wurde. Spektakuläre Behauptungen des Firmengründers (mit der Konsequenz "Single Speaker Demonstration") hat er selbst bei der Boston Audio Society im Blindtest nicht bestätigen können, das war für ihn aber kein Hinderungsgrund, dieses noch Jahre später als Marketing-Alleinstellungsmerkmal im Markt bei seinen Händlern zu etablieren, nachgewiesenermaßen gegen besseres Wissen. Und jetzt gibt es noch dieses "Exakt"-System, dessen Namensgebung mich spontan an das Wahrheitsministerium erinnert, was eigentlich näher eines anderen 4-Buchstaben-Wortes angesiedelt war: L-Ü-G-E

Es macht mir richtig Freude Musik zu hören, denn das klingt jetzt schon richtig gut.

Das ist es, was zählt!

Mir geht es nicht darum, diese Freude zu vermiesen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich überzeugt bin, dass es noch Steigerungen durch moderne Korrektursysteme gibt, die über das Korrekturpotenzial des Exakt Systems hinausgehen. Acourate kann (seit vielen Jahren schon!) nicht nur den Frequenzgang an beliebiger Stelle des Raums messen, sondern auch Reflexionen der Raumwände bewertend berücksichtigen und das zeitliche Eintreffen der von den Chassis zuerst eintreffenden Signale zeitlich korrigieren (Sprungantwort).

Besser wird es noch, sobald nächstes Jahr das Katalyst-Upgrade für die Akurate ExaktBox-I verfügbar ist.

Der Zugewinn wird sich zeigen. Meine Prognose ist, dass (von mir un-)genannter Hersteller irgendwann eine noch teurere, weil aufwändige Ergänzungs-Lösung präsentiert, die mit einem Mikrofon den Ist-Wert im Raum erfasst, kommuniziert, zu denen aus Raummaßen errechneten Werten auch noch das praktische Ergebnis berücksichtigt, das gebietet schließlich die Vernunft. Erst dann gilt: Willkommen (technologisch) im Jahre 2000!

Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon h0e » 14.11.2018, 09:02

Hallo Hans-Martin,

es ist auch mir völlig unverständlich, warum man in der Space Optimation keine Fir Filter importieren kann. Es steht allerdings jedem frei, die gemessenen Ergebnisse händisch einzutragen und damit die Krücke der Raumsimulation auszumerzen. Das ist insbesondere bei Raummoden doch ein pragmatischer und Erfolg versprechender Ansatz.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon Fujak » 14.11.2018, 09:35

Hallo Karl,

willkommen bei uns im Forum auch von meiner Seite. Nun, das ist schon starker Tobak von Hans Martin, der Dir auf Deinen ersten Schritten im Forum entgegenweht. Ich hoffe, das schreckt Dich nicht ab, Dich bei uns weiter aktiv mit Deinem Setup und Deinen Erfahrungen einzubringen.

Karl hat geschrieben:Es macht mir richtig Freude Musik zu hören, denn das klingt jetzt schon richtig gut.

Damit hast Du bereits das erreicht, was so mancher Hifi-Optimierer vergeblich anstrebt.

Denn wie Hans Martin richtig bemerkte:
Hans Martin hat geschrieben:Das ist es, was zählt!


Zwar schrieb Hans Martin ebenfalls richtigerweise:
Hans Martin hat geschrieben:Allerdings muss ich zugeben, dass ich überzeugt bin, dass es noch Steigerungen (...) gibt.

Doch in unserem Hobby gibt es diese Steigerungen immer - und die Aussicht darauf stellt bei nicht wenigen von uns eine Quelle fortwährender Optimierungsbemühungen dar. Um so wichtiger ist es dabei, das eigentliche nicht aus den Augen zu verlieren, nämlich die Musik genießen zu können.

In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Spaß in unserem Forum! :cheers:

Grüße
Fujak
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Beitragvon StreamFidelity » 14.11.2018, 10:19

Hallo Karl,

herzlich Willkommen im Forum. Linn ist zwar etwas eigenwillig, aber aus eigener Erfahrung kann ich einwandfreie Produkte bestätigen. Die Software wird mit regelmäßigen Updates aktuell gehalten. Im Gegensatz zu anderen Herstellern nicht via USB-Speicher oder Speicherkarte, sondern Online wie sich das heute gehört. Mit Linn wirst Du viel Freude haben.

Die Kritik von Hans Martin kann ich jedoch leider auch unterstreichen. Bei mir hat Space Optimisation nicht zum gewünschten Erfolg geführt. Andererseits ist die Zusatzfunktion kostenlos. Aber Du kannst alternativ zum Beispiel mit Acourate vernünftige Raumkorrekturfilter erstellen und in Roon einbinden. So mache ich es. Möglich ist das mit den Roon Tested network players (Linn). :wink:

Grüße Gabriel
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Beitragvon claas » 14.11.2018, 20:17

Hallo zusammen,

ich finde das "Linn-Bashing" echt übertrieben. Ich war selbst von den Linn 530 masslos enttäuscht. Aber mein MajikDS war ein unglaublicher Sprung vorwärts gegenüber der Squeezebox. Und die pragmatische Erweiterung des DLNA-Standards zu OhNet halte ich für sehr kundenfreundlich.

Auch habe ich jetzt mehrfach und auch jetzt wieder mit meinem MajikDS Space Optimisation ausprobiert. Ich muss sagen, dass die grundsätzliche Korrektur immer in die richtige Richtung geht. Ohne ist es bei mir besser, wobei ich auch nie die kompletee "Tune-Dem" Prozedur gemacht habe. Zu viel Möbel rücken. ;-) Dass es ohne Space Optimisation insgesamt besser klingt liegt aber IMHO mitunter daran, dass man zur Zeit ausschliesslich rechteckige Räume (den ich nicht habe und nie hatte) definieren kann. Das liefert der rein theoretischen Rechnung ja schon mal unwahre Voraussetzungen.

Hand auf's Herz: Welcher "normale" Käufer hat ein Messmikrofon (kalibriert?), kann damit umgehen (Stichwort Positionsänderung und Ausrichtung) und will das machen? Daher finde ich den Linn-Ansatz sehr pragmatisch und bringt das Thema einer breiteren Masse nahe. Wo ich zustimmen muss: Warum kann man keine FIR-Filter importieren? Ich fände es konsequent einen Knopf "Hifi-Geek" zu implementieren, der dann erlaubt alles supidupi oder kaputt zu machen unter Ausschluss jeglicher Garantie oder Support.

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Beitragvon h0e » 14.11.2018, 21:48

Hi,

Linn DS Fans findet man hier viele, ich habe selbst insgesamt 3.
G-Sneaky, Majik und einen G-ADS Dac.
Ich finde die Streamer einfach super.
Mit der Lumin App ist das ein schwer zu schlagendes Team.
Und ja, Majik gegen Squezzbox, das ist eine klare Sache.

Bei der Space Optimation ist mir unverständlich, warum Linn die Möglichkeit nicht läßt,
eigene FIRs hochzuladen, denn die Geräte müssen eigentlich auf FIR Basis arbeiten.
Da das nicht geht, kam bei mir ConvoFS, ein Tool, das auf meiner Synology läuft und
neben eine Menge anderen Dingen auch FIR Filter auf meine auf der Platte liegenden Files anwenden kann.

Meines Erachtens war das Linn Bashing (wenn man es so nennen möchte) vor allem auf die Lautsprecher bezogen. Gegen die Exakt Technik kann ich noch nicht mal etwas negatives vorbringen, das funktioniert gut und spart einem teure Kabel, (gute (auch teure) Netzwerkkabel reichen dann.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon claas » 14.11.2018, 22:04

Hallo Jürgen,

Mit der Lumin App ist das ein schwer zu schlagendes Team.


Ich finde die Lumin-Ap echt unbrauchbar. Kazoo ist bei weitem nicht nicht perfekt, aber, Geschmackssache :cheers:

Da das nicht geht, kam bei mir ConvoFS, ein Tool, das auf meiner Synology läuft und
neben eine Menge anderen Dingen auch FIR Filter auf meine auf der Platte liegenden Files anwenden kann.


ich bin gerade mit dem Entwickler von ConvoFS in Kontakt um neben FLAC auch ALAC nutzbar zu machen.
Bin Apple-Jünger erster Stunde und nutze daher iTunes zur Verwaltung, was FLAC ausschliesst.
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Beitragvon h0e » 14.11.2018, 23:01

Hi,

was gefällt Dir an der Lumin App nicht?
Mit Kazzoo werde ich so gar nicht warm,
dann nutze ich pers. lieber das steinzeitliche Kinsky.

Grüsse Jürgen
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Beitragvon Hans-Martin » 14.11.2018, 23:33

Hallo,
den Vorwurf eines "Linn-Bashing" würde ich ja gelten lassen, wenn meine Argumente einer gewissen Substanz entbehrten. In meiner Kurzform der Linn-Historie habe ich zunächst Ivor Tiefenbruns eigene Darstellung zitiert, und wer (wie er bei der Boston Audio Society) widerlegt wurde und dennoch beharrlich das nicht haltbare Argument weiterverfolgt, muss meinen Gegenwind (meine Kritik) aushalten.
Es gab schon einige Threads im Themenbereich Linn Exakt wie hier:https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?p=94222#p94222, der Beitrag wurde von mir geschrieben, nachdem ich bei diesem https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?p=88606#p88606 Mitforenten zu Besuch war.
Eine Forumssuche führt außerdem zu einem Forenten, der die LS in seinem L-förmigen Raum aufgestellt hat und ein Linn-Mitarbeiter aus England anreiste, aber ohne befriedigendes Ergebnis wieder wegfuhr. Ich glaube, es war dieser Thread: https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?p=84165#p84165, ich nehme diesen Post, wo Linn zitiert wird, weil daraus hervorgeht, dass Linns Space Optimization sich auf Frequenzen unterhalb 80Hz beschränkt. Das ist doch "nur die halbe Miete".
Mit der Meinung, dass der Einsatz eines Messmikrofons unverzichtbar ist, stehe ich nicht allein da, siehe https://www.aktives-hoeren.de/viewtopic.php?p=119791#p119791
Die obigen Links führen auch unmittelbar zu den Erfahrungen der Nutzer, die sich in den Threads beteiligt haben.
Fujak hat geschrieben:Nun, das ist schon starker Tobak von Hans Martin, der Dir auf Deinen ersten Schritten im Forum entgegenweht. Ich hoffe, das schreckt Dich nicht ab, Dich bei uns weiter aktiv mit Deinem Setup und Deinen Erfahrungen einzubringen.

Ich teile da Fujaks Meinung, möchte aber betonen, dass mMn der starke Tobak von Linn kommt. Der hat auch noch merkwürdige Auswüchse. Ein Linn-User teilte mir einst mit, dass seine Linngeräte von den jungen Verkäufern eines Händlers im PLZ 7 Gebiet bei ihm aufgestellt wurden, der Händler war zugleich lange auch Außendienst für Linn gewesen, betreute andere Händler. Die beiden jungen Leute beklagten sich beim Kunden, dass dies für sie unbezahlte Arbeitszeit sei. Linn verlangte zu der Zeit von seinen Händlern, dass sie die Geräte beim Kunden aufstellten, sachkundig einrichteten, damit das volle Potenzial entfaltet werden konnte. Dass der Händler seine Mitarbeiter dafür (Auslieferung nach Feierabend) nicht bezahlte, wurde glaubwürdig dargestellt, ich will aber nicht unterstellen, dass Linn zu diesem mMn unsittlichem Verhalten aufgefordert hat.
Wenn man derzeit aktuelle Berichte über englische Reiche liest, die in ihrem Gartenhaus ihren privaten unterernährten Sklaven beherbergten, vergisst man vielleicht die Berichte der letzten Jahre über kasernierte mit Bussen aus Spanien herangeholte Amazon-Hilfsarbeiter, die auf jederzeit möglichen Abruf der Arbeit nachgingen, in Bereitschaft bleiben mussten, um dem reichsten Mann der Welt (Jeff Bezos) zu dienen und seinen Profit zu maximieren.
Aber zurück zum Thema: ich hatte einst Linn Sara II, auch Linn Isobarik in den Händen, kenne die Nexus gut aber auch die Kaber, deren tonale Balance nun völlig andere Wege ging, obwohl sie an der Wand klebte, war ihr Bass eher sehr schlank. Das war ein Paradigmenwechsel im Hause Linn in den frühen 1990ern. Die warm und voluminös klingende Naim-Elektronik dieser Zeit wurde durch die hell klingende Linn-hauseigene Elektronik abgelöst, die etwas ungewöhnliche Steckerbeschaltung der XLR-Kabel und das hauseigene LS-Kabel LK20, später auch als BiWireversion führten zu einer Gesamtkette aus einem Haus, Naim und Cyrus verfolgten ein ähnliches Konzept, die Kette vollständig anzubieten.
Alles aus einer Hand,das ergibt im Ergebnis ein Statement des Herstellers, wie es nach seiner Meinung richtig klingt. Naim hat eine CD-Produktion, Linn ebenso, bei Cyrus verwies man auf Mary Black, deren Mastering mit Cyrus/Mission erfolgte. Bei der BBC hatte man das Zeugnis der Live-Darbietung und die Wiedergabe durch die selbst entwickelten Studio-Abhöre. Aus dieser Erfahrung gingen Lautsprecher-Juwele hervor, aus denen etwas kam, das wie Musik klang und noch heute überzeugt.
Wenn der Gesamtklangeindruck zu hell klingt, werden Details schön deutlich. Den Bass könnte man nach Korrektur der Raumresonanzen beliebig per Equalizer gestalten (z.B. per Zielkurve), sofern die Software dies erlaubte.
Ich bin sicher, dass Linn irgendwann sein Optimum mit dem unverzichtbaren Messmikrofon ergänzt und mit dem schon vorhandenen DSP-System mit grafischer Benutzeroberfläche per Software individuell anpassbar macht. Wie andere Hersteller schon vor 20 Jahren...
Die Hardware ist aus meiner Sicht excellent ausgeführt, jedoch scheint der ergänzende Geist dazu wohl noch zu schwächeln, konträr zum biblischen Zitat.
Grüße
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Beitragvon claas » 15.11.2018, 13:41

Hallo Jürgen,

h0e hat geschrieben:was gefällt Dir an der Lumin App nicht?


zu viele Elemente auf zu kleinem Raum.
Ich hab nur ein iPad mini und eventuell zu dicke Finger? :D
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Beitragvon claas » 15.11.2018, 13:46

Hallo Hans Martin,

Hans-Martin hat geschrieben:Hallo,
den Vorwurf eines "Linn-Bashing" würde ich ja gelten lassen, wenn meine Argumente einer gewissen Substanz entbehrten.


war nicht als Vorwurf gemeint. Daher in "" :cheers:

Eine Forumssuche führt außerdem zu einem Forenten, der die LS in seinem L-förmigen Raum aufgestellt hat und ein Linn-Mitarbeiter aus England anreiste, aber ohne befriedigendes Ergebnis wieder wegfuhr.


Das glaube ich bei einem L-förmigen Raum sofort.
Ich habe jetzt einen rechteckigen Raum, aus dem zwei weitere Rechtecke abgehen (Küche und Eingangsbereich). Da funktioniert es, wie bereits geschrieben, auch nicht so gut.
Aber ich habe mit frei aufgestellten Rowen-Bipolen auch LS die Linn wohl eher nicht auf dem Schirm hat.
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